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	<title>friedhof &#8211; Der Transkribierer</title>
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	<description>Leiden und Freuden eines Inschriftentüftlers.</description>
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		<title>Über aus der Erde geborgene Grabsteine und den besten Honig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 12:57:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Tagen habe ich mich sehr gefreut, als ich auf Facebook sah, dass am jüdischen Friedhof in Rechnitz sich in der Erde befindliche Grabsteine und Grabsteinfragmente geborgen werden konnten und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen habe ich mich sehr gefreut, als ich auf <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.facebook.com/refugius.at/posts/pfbid02kz5ok48zwCX4gCuRg1rCJoqehhUFMQQot85aDXC1ncoxFHzVQxenap3SQtwMY1hQl" title="Externer Link zu 'facebook.com...'">Facebook</a> sah, dass am jüdischen Friedhof in Rechnitz sich in der Erde befindliche Grabsteine und Grabsteinfragmente geborgen werden konnten und an der Friedhofsmauer aufgestellt wurden. Den Plan hatten <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.refugius.at/de/vorstand" title="Externer Link zu 'refugius.at'">Christine Teuschler und Eva Schwarzmayer</a> schon vor einigen Jahren, schön, dass es ihnen jetzt gelungen ist, das Vorhaben zu realisieren. Denn nun ist es, zumindest bei den meisten Grabsteinen und Grabsteinfragmeinten, möglich, die  fast ausschließlich hebräischen Inschriften zu lesen und zu übersetzen.</p>
<p>Noch mehr gefreut habe ich mich, als ich eingeladen wurde, mir die Grabsteine und Inschriften anzusehen. Sie sollten natürlich fotografisch archiviert und die Inschriften dokumentiert werden.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Die jüdische Gemeinde Rechnitz entstand wie die meisten der ehemaligen jüdischen Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter der Herrschaft der ungarischen Adelsfamilie Batthyány und erreichte, ebenfalls wie fast alle anderen ehemaligen jüdischen Gemeinden in dieser Region in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Höchststand, im Jahre 1859 mit 880 Gemeindemitgliedern. 1938 bedeutete auch für die knapp 150 Mitglieder zählende jüdische Gemeinde das jähe Ende, bis November 1938 hatten alle Jüdinnen und Juden den Ort verlassen müssen.</p>
<p>Am jüdischen Friedhof, der in der Vergangenheit mehrmals geplündert und geschändet wurde, befinden sich heute circa 160 Grabsteine. Umso erfreulicher, dass nun weitere circa 60 Grabsteine und Grabsteinfragmente geborgen werden konnten.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01.jpg' title="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" data-rl_title="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" data-rel="lightbox-gallery-1" data-magnific_type="gallery"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-01.jpg 1500w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02.jpg' title="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" data-rl_title="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" data-rel="lightbox-gallery-1" data-magnific_type="gallery"><img decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-02.jpg 1500w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05.jpg' title="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" data-rl_title="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" data-rel="lightbox-gallery-1" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ein erster Blick auf die jüngst aus der Erde geborgenen Grabsteine" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-05.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Beim ungarischen jüdischen Landeskongress vom Dezember 1868 bis Februar 1869 kam es zu einer Neuordnung der jüdischen Gemeinden, die schließlich zur endgültigen Teilung in neologe, orthodoxe und status-quo-ante-Gemeinden führte. Die jüdische Gemeinde Rechnitz, die größte jüdische Gemeinde der jüdischen Gemeinden unter Batthyánischer Herrschaft (neben Schlaining und Güssing), entschied sich, hinkünftig eine neologe jüdische Gemeinde zu sein.<br />
Dass für diese Entscheidungen die jeweiligen religiösen und geistigen Gemeindeführer, die Rabbiner, maßgeblich verantwortlich waren, liegt auf der Hand. Die Sieben-Gemeinden auf esterházyschem und heute nord- und mittelburgenländischem Gebiet schlossen sich klar der Orthodoxie an, die südlichen Gemeinden, Schlaining, Rechnitz und Güssing trafen teils nicht so klare Entscheidungen. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03.jpg' title="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" data-rl_title="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-03.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04.jpg' title="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" data-rl_title="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-04.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06.jpg' title="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" data-rl_title="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schon ein erster Blick reichte manchmal, um spannende Entdeckungen zu machen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-06.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>In Rechnitz folgte auf den orthodoxen Rabbiner Gabriel Engelsmann nach einer achtjährigen Vakanz (vom Tod Engelsmann 1850 bis 30. Dezember 1858) der Reformrabbiner Maier Zipser, der großen Einfluss auf die jüdische Gemeinde hatte und 1869 starb. Auch sein Nachfolger, der Zipsers Witwe heiratete, Moritz Moses Ehrlich, dürfte die jüdische Gemeinde Rechnitz im Geist seines Vorgängers 50 Jahre lang geführt haben, bis zum seinem Tod 1921. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07.jpg' title="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" data-rl_title="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-07.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09.jpg' title="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" data-rl_title="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-09.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10.jpg' title="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" data-rl_title="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Glücklicherweise sind die Inschriften vieler der neu geborgenen Grabsteine gut zu lesen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-10.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Also gings gestern in der Früh nach Rechnitz, es war sozusagen der Sondierungstag und die Ergebnisse dieses ersten Ansehens der Grabsteine und Inschriften war schon so spannend und übertraf alle meine Erwartungen, dass ich mich schon sehr auf die nächsten Besuche freue. </p>
<p>Nur so viel sei jetzt schon verraten: Fast alle Grabsteine und Grabsteinfragmente, die wir heute ein wenig unter die Lupe nehmen konnten, waren aus der Zeit 18. Jahrhundert bis spätestens Mitte 19. Jahrhundert, also aus einer Zeit, als in Rechnitz noch die strenge Orthodoxie geübt wurde und von Reformjudentum noch keine Rede war. Das ist an mancher Inschrift gleich auf den ersten Blick zu erkennen, und zwar sowohl am Stil und Inhalt der Inschrift selbst als auch an der teils faszinierenden und von mir nicht erwarteten Grabsteinsymbolik bzw. der &#8220;Beschriftung der Grabsteinsymbolik&#8221;. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11.jpg' title="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" data-rl_title="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-11.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12.jpg' title="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" data-rl_title="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-12.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13.jpg' title="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" data-rl_title="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sowohl hoch spannende Inschriften als auch faszinierende Symbole finden sich auf den neu geborgenen Grabsteinen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/rechnitz290726-13.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Es war ein sehr heißer Tag, nach einigen Stunden beendeten wir unseren Besuch und ich bedanke mich bei den beiden Damen von <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.refugius.at/de/vorstand" title="Externer Link zu 'refugius.at'">REFUGIUS</a>, Christine Teuschler und Eva Schwarzmayer sehr herzlich für die Einladung nach Rechnitz.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-4" data-rl_title="Blütenhonig von Ruth Patzelt, Hochstrass" data-rl_caption="Blütenhonig von Ruth Patzelt, Hochstrass" data-magnific_type="gallery" title="Blütenhonig von Ruth Patzelt, Hochstrass" href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/honigRuthPatzelt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/honigRuthPatzeltK.jpg" title="Blütenhonig von Ruth Patzelt" width="250" height="233" alt="Blütenhonig von Ruth Patzelt" /></a></p>
</div>
<p>Der Rückweg führte über Hochstrass, ein kleiner Ort nahe Lockenhaus. In Hochstrass bekommt man bei Ruth Patzelt den wirklich mit Abstand besten Honig. Als Honigliebhaber quasi ein doppelter Grund, in Hochstrass Pause zu machen: um Ruth zu treffen und um den sensationell guten Honig zu kaufen. </p>
<p>Trotz des verschiedenen historischen Hintergrundes fühle ich mich beim Honigkaufen in der Mittagshitze im sehr stillen Hochstrass ein wenig an die Heidelandschaft Theodor Storms im Jahr 1847 erinnert:</p>
<blockquote><p>Kaum zittert durch die Mittagsruh<br />
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;<br />
Dem Alten fällt die Wimper zu,<br />
Er träumt von seinen Honigernten.<br />
Kein Klang der aufgeregten Zeit<br />
Drang noch in diese Einsamkeit.</p></blockquote>
<p><cite>Theodor Storm, Abseits, letzte Strophe</cite></p>
<p>Ruth Patzelt ist aber nicht nur eine tolle Imkerin. Über ihre jahrzehntelange Arbeit zur <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.shalom-lockenhaus.at/" title="Externer Link zu 'shalom-lockenhaus.at'">Geschichte der Jüdinnen und Juden in Lockenhaus</a> lesen wir, übrigens genauso wie über die beiden Damen <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.refugius.at/de/vorstand" title="Externer Link zu 'refugius.at'">Christine Teuschler und Eva Schwarzmayer</a>, in einigen Tagen in meinem nächsten Blogartikel mehr.</p>
<figure id="attachment_25853" aria-describedby="caption-attachment-25853" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/gartenRuthPatzelt.jpg" data-rel="lightbox-gallery-4" data-rl_title="Der wunderschöne Garten im &#8220;Honighaus&#8221; von Ruth Patzelt in Hochstrass" data-rl_caption="Der wunderschöne Garten im &quot;Honighaus&quot; von Ruth Patzelt in Hochstrass" data-magnific_type="gallery" title="Der wunderschöne Garten im &#8220;Honighaus&#8221; von Ruth Patzelt in Hochstrass"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/gartenRuthPatzelt-600x450.jpg" alt="Der wunderschöne Garten im &quot;Honighaus&quot; von Ruth Patzelt in Hochstrass" width="600" height="450" class="size-thumbnail wp-image-25853" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/gartenRuthPatzelt-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/gartenRuthPatzelt-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/gartenRuthPatzelt-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/gartenRuthPatzelt-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2026/07/gartenRuthPatzelt.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-25853" class="wp-caption-text">Der wunderschöne Garten im &#8220;Honighaus&#8221; von Ruth Patzelt in Hochstrass</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Erzählend erinnern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2025 12:39:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[We remember]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[lackenbach]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war jener Tag des Jahres, an dem der Mond um 16.20h nur 356.921 km von der Erde entfernt war. Der 5. November 2025 mit dem größten und hellsten Vollmond des &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war jener Tag des Jahres, an dem der Mond um 16.20h nur 356.921 km von der Erde entfernt war. Der 5. November 2025 mit dem größten und hellsten Vollmond des Jahres, dem Supermond.<br />
In dieser besonderen Stimmung fand die Fortbildungsveranstaltung der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland statt mit dem Titel:</p>
<h2>Außerschulischer Lernort jüdischer Friedhof Lackenbach. Erzählend gedenken.</h2>
<p>In der Ausschreibung zu dieser Veranstaltung hieß es (unter anderem): </p>
<blockquote><p>
Johannes Reiss ist der Transkribierer. Wer ihn kennt, weiß, dass es ihm stets gelingt zu übersetzen &#8210; das Hebräische in die deutsche Sprache, aber auch die Erfahrungen von Menschen vergangener Tage in die Lebenswelten heute.</p>
<p>Als Fortsetzung des <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/nachtgebet/" title="Interner Link">Nachtgebetes am 10. April 2025</a> dient dieser Nachmittag der Vertiefung von Kenntnissen über den jüdischen Friedhof Lackenbach als auch dem weiteren Eintauchen in Lebenserfahrungen und Biografien, aus denen wir alle lernen können. Indem wir uns erinnern, verstehen wir neu.</p></blockquote>
<p>Ich habe mich sehr gefreut, dass gut 15 Teilnehmer:innen aus Schulen im ganzen Burgenland um 15 Uhr nach Lackenbach gekommen sind, ausgerüstet mit festen Schuhen, Stirnlampen und einigen Schichten Kleidung ;-). </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-02.jpg' title="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" data-rl_title="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-02-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-02-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-02-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-02-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-02-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-02.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-01.jpg' title="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" data-rl_title="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-01-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-01-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-01-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-01-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-01-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-01.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-03.jpg' title="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" data-rl_title="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-03-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Lehrerinnen und Lehrer bei der Fortbildungsveranstaltung am jüdischen Friedhof Lackenbach, Foto: Adele Grill" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-03-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-03-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-03-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-03-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/gedenkveranstaltung051125-03.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Der jüdische Friedhof liegt etwas außerhalb des ehemaligen jüdischen Viertels, nahe der katholischen Kirche und dem christlichen Friedhof, auf der Straße, die bergan führt Richtung Ritzing. Dieser nicht einmal 1.000 Seelen zählende kleine Ort hatte schon in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine Kirche, als es in Lackenbach, bis 1663 Filialgemeinde von Ritzing, nur die Kapelle im Schloss Esterházy gab. In Lackenbach wurde die katholische Kirche erst zwischen 1955 und 1962 gebaut. Eine Synagoge gab es in Lackenbach aber sehr wahrscheinlich schon seit dem Ende des 17. Jahrhunderts. Noch vor Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die neue, große Synagoge errichtet, die 400 Personen Platz bot. <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-sprengung-der-synagoge-von-deutschkreutz/" title="Interner Link">1941 oder 1942 wurde sie von den Nazis gesprengt</a>.</p>
<p><figure id="attachment_24817" aria-describedby="caption-attachment-24817" style="width: 888px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/synagogeLB.png" data-rel="lightbox-gallery-9" data-rl_title="Schöpfbrunnen vor dem Synagogenkomplex Quelle: Straßenaufnahme der Synagoge L 24.691 &#8211; C Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek" data-rl_caption="Schöpfbrunnen vor dem Synagogenkomplex Quelle: Straßenaufnahme der Synagoge L 24.691 - C Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek" data-magnific_type="gallery" title="Schöpfbrunnen vor dem Synagogenkomplex Quelle: Straßenaufnahme der Synagoge L 24.691 &#8211; C Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/synagogeLB.png" alt="Schöpfbrunnen vor dem Synagogenkomplex
Quelle: Straßenaufnahme der Synagoge L 24.691 - C Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek" width="888" height="640" class="size-full wp-image-24817" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/synagogeLB.png 888w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/synagogeLB-600x432.png 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/synagogeLB-768x554.png 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/synagogeLB-277x200.png 277w" sizes="auto, (max-width: 888px) 100vw, 888px" /></a><figcaption id="caption-attachment-24817" class="wp-caption-text">Schöpfbrunnen vor dem Synagogenkomplex<br />Quelle: Straßenaufnahme der Synagoge L 24.691 &#8211; C Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Alfred (Israel Abraham) Glück, Sohn von Recha (Rachel) Ullmann und Enkelsohn von Rabbiner David Ullmann, s.u., schreibt in seinen Erinnerungen über diesen Schöpfbrunnen: </p>
<blockquote><p>
Über die Brücke gelangte man auch in den Schulhof &#8211; ein größerer Platz, in dessen Ecke die Synagoge stand &#8210; die sogenannte Schul. Warum hieß sie Schul? Ganz einfach &#8210; weil dort die heiligen Schriften gelehrt wurden.</p>
<p>Mitten im Schulhof befand sich ein tiefer Brunnen, dem wir Kinder nicht nahe treten durften, um &#8210; Gott behüte &#8210; nicht hineinzufallen. Zwar war er von einem brusthohen Geländer umgeben, doch wer weiß, wozu übermütige Kinder fähig sind. Mittels einer Kurbel ließ man den an einer langen Kette befestigten Eimer hinunter und zog ihn mit Wasser gefüllt wieder hoch&#8230;</p>
<p>Doch nun zu der für uns Kinder interesssanteren Funktion des Schulhofs &#8211; er war ein idealer Spielplatz, genauer gesagt ein Fußballplatz. Hier verkehrten keine Fahrzeuge, der Boden war verhältnismäßig eben und fest getreten. Kein Wunder also, dass die jüdischen Kinder den Großteil ihrer Freizeit hier verbrachten&#8230;<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a>.</p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der Friedhof ist der viertgrößte jüdische Friedhof in Österreich und der größte im Burgenland. Vor allem gemessen an seinen Gräbern und noch vorhandenen Grabsteinen: mehr als 1.700.</p>
<figure id="attachment_24791" aria-describedby="caption-attachment-24791" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125.jpg" data-rel="lightbox-gallery-9" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 5. November 2025, Foto: Adele Grill" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 5. November 2025, Foto: Adele Grill" data-magnific_type="gallery" title="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 5. November 2025, Foto: Adele Grill"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125.jpg" alt="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 5. November 2025, Foto: Adele Grill" width="1600" height="1200" class="size-full wp-image-24791" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-24791" class="wp-caption-text">Jüdischer Friedhof Lackenbach, 5. November 2025, Foto: Adele Grill</figcaption></figure>
<p>Rabbiner Adonijahu Krauss wurde 1902 als Sohn des Rabbiners Jehuda Cohen Krauss geboren, der im selben Jahr das Rabbineramt in Lackenbach angetreten hatte. In den 1930er Jahren emigrierte Krauss nach Jerusalem, sein Vater folgte 1935 nach und starb dort 1939. Adonijahu Krauss war nach 1945 Rabbiner in Regensburg und München und starb 1987 in Israel<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a>.</p>
<p>Gleich am Anfang seines Buches &#8220;Lackenbach. Eine kultur-historische Skizze einer jüdischen Gemeinde, Jerusalem 1963, schreibt Krauss:</p>
<blockquote><p>Mit Wehmut denke ich zurück an dieses Sonnenland meiner Kindheit, an meine Kehillah [jüdische Gemeinde] Lackenbach, an diese blühende jüdische Gemeinde, die 1938  durch die nationalsozialistischen Machthaber vernichtet wurde. Die Juden wurden deportiert, das Gotteshaus angezündet und zerstört, Thorarollen geschändet und selbst Toten gönnte man nicht die Ruhe. Zerstreut in alle Weltteile leben noch heute die kleinen Reste der ehemaligen Lackenbacher Baale Batim [jüdische Bewohner Lackenbachs], wenige gibt es heute, die ein Andenken dieser alten Kehilla im Herzen bewahren, ausgestorben ist das letzte Geschlecht, verschieden der letzte Lackenbacher Raw, kein Jude lebt mehr dort in Lackenbach, verwaist ist der alte jüdische Friedhof, voll wehmütiger Rückblicke auf die vielen, vielen, die seit Jahrhunderten ins Grab gesunken sind, vereinsamt stehen sie, die Zeit überlebenden Grabsteine, die schönen Marmorsteine der Baronenfamilie Schey und die grosse Rabbinerreihe nahe der Südwand.</p></blockquote>
<p>Genau dort, nahe der südlichen <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-mauer/" title="Interner Link">Friedhofsmauer</a>, begannen wir unseren Rundgang. Die Kohanimgräber nahe der Mauer sind der Beweis, dass die Mauer ursprünglich niederer war, damit die Kohanim (Priester) von außerhalb des Friedhofes an den Begräbnissen teilnehmen konnten. Denn der Kohen darf sich nicht rituell verunreinigen. Zwischen den Kohanim-Gräbern, die wir so deutlich nahe der Mauer auf keinem anderen jüdischen Friedhof im Burgenland finden, und den fast an die Hauptallee des Zentralfriedhofes Wien erinnernden Grabmälern der ungarisch-nobilitierten Familie Schey befindet sich die ausgedehnte Rabbinerreihe. Also jene Reihe, in der die Rabbiner und großen Gelehrten der jüdischen Gemeinde Lackenbach begraben sind. Gleich am Beginn und etwas abgesetzt, ganz nahe an der Südmauer, der sofort ins Auge fallende Grabstein des berühmten Rabbiners Scholem Ullmann, der &#8220;der Scharfsinnige&#8221; genannt wurde und dessen Grabstein eine ausgesprochen schöne und lange Inschrift hat. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/kohanimLackenbach.jpg' title="Kohanim-(Priester)gräber nahe der südlichen Friedhofsmauer" data-rl_title="Kohanim-(Priester)gräber nahe der südlichen Friedhofsmauer" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Kohanim-(Priester)gräber nahe der südlichen Friedhofsmauer" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/kohanimLackenbach-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Kohanim-(Priester)gräber nahe der südlichen Friedhofsmauer" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/kohanimLackenbach-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/kohanimLackenbach-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/kohanimLackenbach-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/kohanimLackenbach-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/kohanimLackenbach.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881.jpg' title="Grabmal Baron Philip Schey von Koromla, 26. Juni 1881" data-rl_title="Grabmal Baron Philip Schey von Koromla, 26. Juni 1881" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabmal Baron Philip Schey von Koromla, 26. Juni 1881" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabmal Baron Philip Schey von Koromla, 26. Juni 1881" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scheyPhilipp26061881.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>In der eigentlichen Rabbinerreihe gegenüber von Scholem Ullmanns Grab (1825) sind zuerst seine Vorgänger begraben: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/asch-benjamin-11-april-1770/" title="Interner Link">Rabbiner Benjamin Asch</a>, der Sohn des großen und berühmtem Eisenstädter Rabbiners Meir (MaHaRaM) Asch, der 1770 starb und sein Nachfolger Rabbiner Salomon Salman Lipschitz, der 1808 starb. Scholem Ullmann vererbte sein Amt seinem Sohn Abraham Ullmann, dieser seinem Sohn <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/ullmann-david-13-jaenner-1901/" title="Interner Link">David Ullmann</a>, dem längst dienenden Rabbiner in den ehemaligen jüdischen Gemeinden des Burgenlandes. Beide Söhne sind mit ihren Ehefrauen in der Rabbinerreihe begraben. </p>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770.jpg' title="Grabstein Rabbiner Benjamin ASCH, 11. April 1770" data-rl_title="Grabstein Rabbiner Benjamin ASCH, 11. April 1770" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner Benjamin ASCH, 11. April 1770" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbiner Benjamin ASCH, 11. April 1770" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/aschBenjamin11041770.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808.jpg' title="Grabstein Rabbiner Salomon Salman Lipschitz, 30. Mai 1808" data-rl_title="Grabstein Rabbiner Salomon Salman Lipschitz, 30. Mai 1808" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner Salomon Salman Lipschitz, 30. Mai 1808" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbiner Salomon Salman Lipschitz, 30. Mai 1808" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/lipschitzSalman30051808.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825.jpg' title="Grabstein Rabbiner Scholem Ullmann, 6. März 1825" data-rl_title="Grabstein Rabbiner Scholem Ullmann, 6. März 1825" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner Scholem Ullmann, 6. März 1825" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbiner Scholem Ullmann, 6. März 1825" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/scholemUllmann1825.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein.jpg' title="Grabstein Rabbiner Abraham Ullmann, 6. Jänner 1849" data-rl_title="Grabstein Rabbiner Abraham Ullmann, 6. Jänner 1849" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner Abraham Ullmann, 6. Jänner 1849" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbiner Abraham Ullmann, 6. Jänner 1849" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannAbrahamGrabstein.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901.jpg' title="Grabstein Rabbiner David Ullmann, 13. Jänner 1901" data-rl_title="Grabstein Rabbiner David Ullmann, 13. Jänner 1901" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner David Ullmann, 13. Jänner 1901" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbiner David Ullmann, 13. Jänner 1901" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/ullmannDavid13011901.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
</p>
<p>Die hebräischen Grabinschriften erzählen auch hier von den Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Ehepartnern, Geschwister und Kinder, die die Schoa nicht überlebten. Wie Leon Ullmann, der 1859 geborene Sohn von Rabbiner David Ullmann, der am 4. November 1938 vergeblich versucht hatte, für sich und seine Frau Hedwig die Ausreisepapiere nach Antwerpen zu bekommen. Beide wurden in der Schoa ermordet.</p>
<p>Es war mittlerweile ziemlich kalt und dunkel geworden und wir beschließen den Nachmittag mit einem der ältesten Grabsteine am jüdischen Friedhof Lackenbach: dem des 1737 verstorbenen <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/natel-24-april-1737/" title="Interner Link">Herrn Natel</a>, dem Sohn des von den Kuruzzen Anfang des 18. Jahrhunderts ermordeten <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/der-mordprozess/" title="Interner Link">Herrn Hesel</a>.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-3.jpg' title="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-3-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-3-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-3-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-3-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-3-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-3.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-4.jpg' title="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-4-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Lackenbach, 05. November 2025, Foto: Adele Grill" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-4-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-4-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-4-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-4-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/juedischerFriedhofLackenbach051125-4.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/selfieAdeleMaxJR.jpg' title="Selfie: Adele Grill, Max Prenner (rechts), Johannes Reiss (MItte). Im Hintergrund der Supermond ;-)" data-rl_title="Selfie: Adele Grill, Max Prenner (rechts), Johannes Reiss (MItte). Im Hintergrund der Supermond ;-)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Selfie: Adele Grill, Max Prenner (rechts), Johannes Reiss (MItte). Im Hintergrund der Supermond ;-)" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/selfieAdeleMaxJR-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Selfie: Adele Grill, Max Prenner (rechts), Johannes Reiss (MItte). Im Hintergrund der Supermond ;-)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/selfieAdeleMaxJR-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/selfieAdeleMaxJR-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/selfieAdeleMaxJR-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/selfieAdeleMaxJR-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/12/selfieAdeleMaxJR.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Ich danke Frau Adele Grill, BEd MAS und der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.ph-burgenland.at/home" title="Externer Link zu 'ph-burbenland.at'">Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland</a>, für die Organisation und dass diese Veranstaltung möglich gemacht wurde.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Glück Israel A., Kindheit in Lackenbach. Jüdische Geschichte im Burgenland, Konstanz<sub>2</sub> 2025, 18. [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Siehe Johannes Reiss (Hrsg.), Aus den Sieben Gemeinden. Ein Lesebuch über Juden im Burgenland, Eisenstadt 1997, 195.[<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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		<title>Jüdische Friedhöfe &#8211; Rundgänge Mai / Juni 2025</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/juedische-friedhoefe-rundgaenge-mai-juni-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 08:18:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[lackenbach]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Wetter wird besser, die Nachfragen nehmen zu und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an dem einen oder anderen Termin Zeit finden für einen Rundgang über die jüdischen Friedhöfe &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wetter wird besser, die Nachfragen nehmen zu und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an dem einen oder anderen Termin Zeit finden für einen Rundgang über die jüdischen Friedhöfe in Eisenstadt, Kobersdorf und Lackenbach sowie eventuell auch Mattersburg.</p>
<h3>TERMINE</h3>
<p><strong>Freitag, 25. April 2025, 14.30 Uhr</strong>: Kobersdorf &#8210; Lackenbach<br />
<strong>Sonntag, 27. April 2025, 10 Uhr</strong>: Eisenstadt, älterer und jüngerer jüdischer Friedhof</p>
<p><strong>Freitag, 23. Mai 2025, 14.30 Uhr</strong>: Kobersdorf &#8210; Lackenbach<br />
<strong>Sonntag, 25. Mai 2025, 10 Uhr</strong>: Eisenstadt älterer und jüngerer jüdischer Friedhof</p>
<p><strong>Freitag, 13. Juni 2025, 14.30 Uhr</strong>: Kobersdorf &#8210; Lackenbach<br />
<strong>Sonntag, 15. Juni 2025, 10 Uhr</strong>: Eisenstadt älterer und jüngerer jüdischer Friedhof</p>
<p><strong>Bitte beachte: </strong></p>
<ul>
<li>In Eisenstadt gibt es zwei jüdische Friedhöfe, die nur wenige Meter von einander entfernt sind, der ältere und der jüngere jüdische Friedhof (s.u.). Auf Wunsch besuchen wir auch das nahe gelegene Wolf-Mausoleum in Eisenstadt.</li>
<li>Die beiden jüdischen Friedhöfe Kobersdorf und Lackenbach sollten, so empfehle ich, an einem Termin gemeinsam besucht werden. Sie liegen nicht nur wenige Autominuten von einander entfernt, sondern sind auch zwei jüdische Friedhöfe, die auf den ersten Blick verschiedener nicht sein können.</li>
<li>In Kobersdorf besuchen wir selbstverständlich auf Wunsch auch gerne die renovierte ehemalige Synagoge.</li>
<li>Auf Wunsch können wir auch den jüdischen Friedhof Mattersburg besuchen. Das ist sowohl vor/nach Kobersdorf &#8211; Lackenbach, als auch vor/nach Eisenstadt, oder auch als exklusiver Termin möglich.</li>
</ul>
<div class="alert alert-info"><strong>Die Rundgänge dauern ca. 90 Minuten bis 2 Stunden, Unkostenbeitrag: 15 Euro / Person, Mindestteilnehmer:innen-Anzahl: 5.</strong> </div>
<div class="well well-lg"><strong>Anmeldung (erforderlich):</strong> <strong>Bitte schreiben Sie mir eine <a href="https://der-transkribierer.at/kontakt-impressum/" title="Interner Link">E-Mail oder rufen Sie mich an</a>. Ich freue mich auf die Rundgänge!</strong></div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>FRIEDHÖFE</h3>
<h4>EISENSTADT &#8210; der ältere jüdische Friedhof</h4>
<p>Der <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/" title="Interner Link">ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt</a> gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten jüdischen Friedhöfen in Österreich und in Europa.</p>
<figure id="attachment_23497" aria-describedby="caption-attachment-23497" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/alterJFE.jpg" data-rel="lightbox-gallery-14" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof in Eisenstadt" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof in Eisenstadt" data-magnific_type="gallery" title="Älterer jüdischer Friedhof in Eisenstadt"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/alterJFE.jpg" alt="Älterer jüdischer Friedhof in Eisenstadt" width="1920" height="1280" class="size-full wp-image-23497" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/alterJFE.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/alterJFE-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/alterJFE-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/alterJFE-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/alterJFE-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23497" class="wp-caption-text">Älterer jüdischer Friedhof in Eisenstadt</figcaption></figure>
<p>Über 1.100 Grabsteine, kein einziger nicht hebräischer Buchstabe, der <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/kamen-hirz-03-juli-1679/" title="Interner Link">älteste jüdische Grabstein des Burgenlandes aus dem Jahr 1679</a> und das Grab des großen ersten und langjährigen Rabbiners von Eisenstadt, der posthum den Namen seiner Stadt erhielt und als <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/eisenstadt-meir-07-juni-1744/" title="Interner Link">Rabbi Meir Eisenstadt</a>, gest. 1744, weltberühmt wurde. Hunderte jüdische Pilger besuchen an seinem Todestag (zu seiner Jahrzeit) alljährlich sein Grab. Fast ebenso viele besuchen die Gräber der Eltern eines der größten und bekanntesten Rabbiner der jüngeren Geschichte, des am 29. Oktober 1761 in Eisenstadt geborenen <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/akiba-eger-der-geburtstag/" title="Interner Link">Akiba Eger</a>. Sowohl seine <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-guens-guetel-05-mai-1811/" title="Interner Link">Mutter</a>, sein <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-guens-moses-31-jaenner-1790/" title="Interner Link">Vater</a>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-guens-reikel-03-november-1788/" title="Interner Link">zwei</a> seiner <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/weiler-sarl-03-juli-1837/" title="Interner Link">Schwestern</a> sowie sein <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-samuel-16-mai-1835/" title="Interner Link">Bruder</a> und seine <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-margulies-jafe-samuel-israel/" title="Interner Link">Groß</a>&#8211; und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-israel-29-september-1734/" title="Interner Link">Urgroßeltern</a> sind am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben.<br />
Wir finden aber auch faszinierende Symbole auf den Grabsteinen wie Löwen, ein Lamm, einen ruhenden Hirsch usw.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2015/09/1J20kamenNGR.jpg' title="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen (Coma), 23. Tammus 439 = Montag, 03. Juli 1679" data-rl_title="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen (Coma), 23. Tammus 439 = Montag, 03. Juli 1679" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen (Coma), 23. Tammus 439 = Montag, 03. Juli 1679" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2015/09/1J20kamenNGR-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen (Coma), 23. Tammus 439 = Montag, 03. Juli 1679" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2015/09/1J20kamenNGR-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2015/09/1J20kamenNGR-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2015/09/1J20kamenNGR-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2015/09/1J20kamenNGR.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018.jpg' title="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018.jpg 1899w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018-1535x2048.jpg 1535w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR.jpg' title="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

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<h4>EISENSTADT &#8210; der jüngere jüdische Friedhof</h4>
<p>Der <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/" title="Interner Link">jüngere jüdische Friedhof in Eisenstadt</a>, nur 2 Gehminuten vom älteren Friedhof entfernt, erlangte traurige Berühmtheit durch seine Schändung im Herbst 1992, als 88 Grabsteine mit Naziparolen und -symbolen beschmiert wurden. Geschändet wurde der Friedhof schon im April 1891.</p>
<figure id="attachment_23456" aria-describedby="caption-attachment-23456" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/juengererFHE.jpg" data-rel="lightbox-gallery-14" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Panorama" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Panorama" data-magnific_type="gallery" title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Panorama"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-23456" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/juengererFHE.jpg" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Panorama" width="1920" height="1280" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/juengererFHE.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/juengererFHE-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/juengererFHE-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/juengererFHE-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/juengererFHE-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23456" class="wp-caption-text">Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt</figcaption></figure>
<p>Der jüngere jüdische Friedhof, der zwischen 1875 und 1938 belegt wurde, zeigt sehr deutlich den katastrophalen Zustand. Wie ist es möglich, dass Grabsteine 120 Jahre und mehr in gutem Zustand überlebten und ihre Inschriften gut lesbar erhalten blieben und in knapp 30 Jahren der Verfall eklatant ist: Auffällig viele Grabsteine sind in dieser kurzen Zeit zerbrochen, aus der Erde gerissen/gehoben, in die Erde (fast) versunken, umgefallen, erodiert, mit Moos und/oder Flechten völlig überwachsen, die Inschriften durch die Vegetation oder Erosion nicht mehr sichtbar und nicht mehr lesbar.<br />
Am jüngeren jüdischen Friedhof finden wir unter den knapp 300 Grabsteinen auch die Gräber der berühmten Eisenstädter <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/nathan-und-die-woelfe-von-eisenstadt/" title="Interner Link">Familie Wolf</a>. Ebenfalls am Friedhof begraben sind die <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/hirschel-leopold-22-november-1913/" title="Interner Link">Eltern</a> von <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-triest/stock-guido-emilio-irma-24-juni-1992-18-dezember-1951-19-april-1972/" title="Interner Link">Irma Hirschler</a>, die in die berühmte Triestiner Spirituosendynastie Stock geheiratet hatte, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/einhorn-therese-28-februar-1877/" title="Interner Link">Therese Einhorn</a>, die erste Frau des Großvaters des Nobelpreisträgers für Physik Eugene Wigner sowie Schwiegervaters von Paul Dirac, ebenfalls Nobelpreisträger für Physik. Spannend etwa auch, dass in den ursprünglichen drei ersten Reihen nur Männer begraben sind, erst in der 4. Reihe die erste Frau und sie sowie alle anderen dieser Reihe in die andere Richtung als die ersten drei Reihen&#8230;</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN.jpg' title="Grabstein Elias (Abraham) Gabriel, 12. Adar I 638 = Freitag, 15. Februar 1878, rabbinischer Gelehrter" data-rl_title="Grabstein Elias (Abraham) Gabriel, 12. Adar I 638 = Freitag, 15. Februar 1878, rabbinischer Gelehrter" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Elias (Abraham) Gabriel, 12. Adar I 638 = Freitag, 15. Februar 1878, rabbinischer Gelehrter" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Elias (Abraham) Gabriel, 12. Adar I 638 = Freitag, 15. Februar 1878, rabbinischer Gelehrter" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/210-Gabriel-AbrahamN.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN.jpg' title="Grabstein Berta (Bona) Lebenstein, 28. Tevet 684 = Schabbat, 05. Jänner 1924, Gesellschafterin der Familie Wolf" data-rl_title="Grabstein Berta (Bona) Lebenstein, 28. Tevet 684 = Schabbat, 05. Jänner 1924, Gesellschafterin der Familie Wolf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Berta (Bona) Lebenstein, 28. Tevet 684 = Schabbat, 05. Jänner 1924, Gesellschafterin der Familie Wolf" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Berta (Bona) Lebenstein, 28. Tevet 684 = Schabbat, 05. Jänner 1924, Gesellschafterin der Familie Wolf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/646-Lebenstein-BertaN.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN.jpg' title="Grabstein Therese (Resl) Einhorn, 17. Adar 673 = Mittwoch, 28. Februar 1877" data-rl_title="Grabstein Therese (Resl) Einhorn, 17. Adar 673 = Mittwoch, 28. Februar 1877" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Therese (Resl) Einhorn, 17. Adar 673 = Mittwoch, 28. Februar 1877" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Therese (Resl) Einhorn, 17. Adar 673 = Mittwoch, 28. Februar 1877" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/616-Einhorn-ThereseN.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

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<h4>KOBERSDORF</h4>
<p>In <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/" title="Interner Link">Kobersdorf</a> befindet sich einer der schönsten jüdischen Waldfriedhöfe mit unvergleichlicher Stimmung.</p>
<figure id="attachment_19738" aria-describedby="caption-attachment-19738" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP.jpg" data-rel="lightbox-gallery-14" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, Panorama im Herbst" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, Panorama im Herbst" data-magnific_type="gallery" title="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, Panorama im Herbst"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19738" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP.jpg" alt="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, Panorama im Herbst" width="1920" height="1177" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP-600x368.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP-768x471.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP-1536x942.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP-277x170.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfP-1320x809.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19738" class="wp-caption-text">Jüdischer Friedhof Kobersdorf, Panorama im Herbst</figcaption></figure>
<p>Auf den heute 650 Grabsteinen finden sich weltweit einzigartige <a href="https://der-transkribierer.at/ueber/ueber-die-symbole/#symboleLINK" title="Interner Link: springe zur Seite 'Über die Symbole'">Symbole</a> wie die Ewigkeitsschlange oder auch der Hammer des sogenannten <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/bauer-michael-04-maerz-1898/" title="Interner Link">Schulklopfers</a>, der Anfang März 1898 starb. Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-eibnitz-david-05-april-1850/" title="Interner Link">David Alt</a> diente der jüdischen Gemeinde 43 Jahr lang, sein Sohn <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-lazar-07-april-1898/" title="Interner Link">Eleasar</a> folgte ihm gut 20 Jahre später und war über 20 Jahre lang Rabbiner in Kobersdorf. Auch die 4 Opfer der schrecklichen <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/hochwasserkatastrophe/" title="Interner Link">Hochwasserkatastrophe</a> in Kobersdorf im Juni 1895 finden sich am jüdischen Friedhof. Besonders bewegend: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/maier-06-juni-1895/" title="Interner Link">Moritz Maier</a>, so lesen wir in der hebräischen Grabinschrift und auch im Sterbebuch von Kobersdorf, wurde erst 4 Monate nach der Katastrophe, im Oktober 1895, im Schlamm gefunden und konnte erst dann neben seiner Familie begraben werden.<br />
In Kobersdorf waren die Nazis ganz besonders schnell. Schon im Frühling 1938 waren alle Juden aus Kobersdorf vertrieben worden. Über ein besonders Datum, den 20. April 1938, werden wir am jüdischen Friedhof natürlich auch sprechen: Über den letzten Rabbiner der Gemeinde, <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/goldberger/" title="Interner Link">Simon Goldberger</a> und den 2019 gefundenen Grabstein, der über jenem <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/" title="Interner Link">Grab</a> stand, in dem die sich noch im Ort befindlichen Juden 13 Torarollen vor den Nazis gerettet haben.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898.jpg' title="Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898" data-rl_title="Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Michael Bauer, 06. März 1898" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/04/altDavid06041850.jpg' title="Grabstein Rabbiner David Alt Eibnitz, Isru Chag Pesach = 23. Nisan 610 = Freitag, 05. April 1850" data-rl_title="Grabstein Rabbiner David Alt Eibnitz, Isru Chag Pesach = 23. Nisan 610 = Freitag, 05. April 1850" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner David Alt Eibnitz, Isru Chag Pesach = 23. Nisan 610 = Freitag, 05. April 1850" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/04/altDavid06041850.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rabbiner David Alt Eibnitz, 05. April 1850" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/04/altDavid06041850.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/04/altDavid06041850-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/04/altDavid06041850-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907.jpg' title="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<figure id="attachment_10615" aria-describedby="caption-attachment-10615" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895.jpg" data-rel="lightbox-gallery-14" data-rl_title="Grabsteine Moritz (Meir) Maier, Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler, Josefine (Perl) Maier, 14. Siwan 655 (= Donnerstag, 06. Juni 1895)" data-rl_caption="Grabsteine Moritz (Meir) Maier, Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler, Josefine (Perl) Maier, 14. Siwan 655 (= Donnerstag, 06. Juni 1895)" data-magnific_type="gallery" title="Grabsteine Moritz (Meir) Maier, Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler, Josefine (Perl) Maier, 14. Siwan 655 (= Donnerstag, 06. Juni 1895)"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10615" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895.jpg" alt="Moritz Maier, Rosalia Maier, geb. Riegler, Josefine Maier, 06. Juni 1895" width="1920" height="1440" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10615" class="wp-caption-text">Grabsteine Moritz (Meir) Maier, Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler, Josefine (Perl) Maier, 14. Siwan 655 (= Donnerstag, 06. Juni 1895)</figcaption></figure>
<p>Selbstverständlich besuchen wir in Kobersdorf (auf Wunsch) auch die prachtvoll renovierte ehemalige <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-ehemalige-synagoge-in-kobersdorf/" title="Interner Link">Synagoge</a>. Die zu Pesach 1860 feierlich eröffnete Synagoge wurde 1938 von den Nazis innen verwüstet. 2019 kaufte das Land Burgenland die ehemalige Synagoge, am 26. April 2022 wurde sie als Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum mit einem Schwerpunkt auf jüdischer Kultur und Geschichte wiedereröffnet. Mehr Informationen auf der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'burgenland.at...'" href="https://www.burgenland.at/themen/kultur/synagoge-kobersdorf/">Website Land Burgenland</a>.</p>
<figure id="attachment_19739" aria-describedby="caption-attachment-19739" style="width: 2200px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq.jpg" data-rel="lightbox-gallery-14" data-rl_title="Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Foto: Mai 2022" data-rl_caption="Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Foto: Mai 2022" data-magnific_type="gallery" title="Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Foto: Mai 2022"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19739" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq.jpg" alt="Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Foto: Mai 2022" width="2200" height="1311" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq.jpg 2200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq-600x358.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq-768x458.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq-1536x915.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq-2048x1220.jpg 2048w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq-277x165.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ehemaligeSynagogeKDq-1320x787.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 2200px) 100vw, 2200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19739" class="wp-caption-text">Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Foto: Mai 2022</figcaption></figure>
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<h4>LACKENBACH</h4>
<p>Der <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/" title="Interner Link">jüdische Friedhof Lackenbach</a> ist mit über 1.700 Grabsteinen der größte jüdische Friedhof im Burgenland und der viertgrößte jüdische Friedhof in Österreich.</p>
<figure id="attachment_23476" aria-describedby="caption-attachment-23476" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/lackenbach280225.jpg" data-rel="lightbox-gallery-14" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Lackenbach am 28. Februar 2025" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Lackenbach am 28. Februar 2025" data-magnific_type="gallery" title="Jüdischer Friedhof Lackenbach am 28. Februar 2025"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/lackenbach280225.jpg" alt="Jüdischer Friedhof Lackenbach am 28. Februar 2025" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-23476" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/lackenbach280225.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/lackenbach280225-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/lackenbach280225-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/lackenbach280225-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/lackenbach280225-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23476" class="wp-caption-text">Jüdischer Friedhof Lackenbach am 28. Februar 2025</figcaption></figure>
<p>Der jüdische Friedhof Lackenbach zeigt sich in Polaritäten: Nur wenige Meter entfernt von der Ruhestätte des großen Gelehrten Rabbi Schalom Ullmann (Scholem Charif &#8211; der Scharfsinnige), gest. 1825, mit auffällig schöner hebräischer Inschrift, oder des Grabsteines von Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/asch-benjamin-11-april-1770/" title="Interner Link">Benjamin Asch</a>, des Sohnes des berühmten <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/eisenstadt-meir-07-juni-1744/" title="Interner Link">Eisenstädter Vaters</a>, gest. 1770, befinden sich die &#8220;Nobelgerüste a la Döblinger Friedhof&#8221;, wie der Wiener Journalist Otto Abeles die Grabmale von Philipp und Markus Schey, des Urgroßvaters von Arthur Schnitzler, nennt.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770.jpg' title="Grabstein Benjamin Asch, 16. Nisan 530 = Mittwoch, 11. April 1770" data-rl_title="Grabstein Benjamin Asch, 16. Nisan 530 = Mittwoch, 11. April 1770" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Benjamin Asch, 16. Nisan 530 = Mittwoch, 11. April 1770" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Benjamin Asch, 11. April 1770" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/aschBenjamin11041770.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825.jpg' title="Grabstein Scholem Ullmann, 06. März 1825" data-rl_title="Grabstein Scholem Ullmann, 06. März 1825" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Scholem Ullmann, 06. März 1825" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Scholem Ullmann, 06. März 1825" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/04/ullmannScholem06031825.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey.jpg' title="Grabmal von Baron Philipp Schey von Koromla, gest. 23. Juni 1881" data-rl_title="Grabmal von Baron Philipp Schey von Koromla, gest. 23. Juni 1881" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabmal von Baron Philipp Schey von Koromla, gest. 23. Juni 1881, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabmal von Baron Philipp Schey von Koromla, gest. 23. Juni 1881" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/philippSchey.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

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<h4>MATTERSBURG</h4>
<p>Eine alte Sage schreibt die Gründung der jüdischen Gemeinde sechs sefardischen Emigrantenfamilien am Ende des 15. Jahrhunderts zu. Angehörige der Familie Schischa (hebräisch &#8220;sechs&#8221;), die sich als Nachkommen dieser Emigranten verstanden, lebten bis 1938 in Mattersburg (bis zum 2. Juli 1926 &#8220;Mattersdorf&#8221;) und sind heute über alle Welt verstreut. </p>
<figure id="attachment_23501" aria-describedby="caption-attachment-23501" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mattersburgFriedhofPanorama2.jpg" data-rel="lightbox-gallery-14" data-rl_title="Der jüdische Friedhof in Mattersburg heute" data-rl_caption="Der jüdische Friedhof in Mattersburg heute" data-magnific_type="gallery" title="Der jüdische Friedhof in Mattersburg heute"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mattersburgFriedhofPanorama2.jpg" alt="Der jüdische Friedhof in Mattersburg heute" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-23501" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mattersburgFriedhofPanorama2.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mattersburgFriedhofPanorama2-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mattersburgFriedhofPanorama2-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mattersburgFriedhofPanorama2-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mattersburgFriedhofPanorama2-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23501" class="wp-caption-text">Der jüdische Friedhof in Mattersburg heute</figcaption></figure>
<p>Wir wissen heute nicht, wie viele Grabsteine sich vor 1945 auf dem <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/" title="Interner Link">jüdischen Friedhof in Mattersburg</a> befanden, wir wissen auch nicht ganz sicher, was mit ihnen geschah. Wir haben auch keinen alten Friedhofsplan, sodass wir auch nicht wissen, wo auf dem Friedhof sich welcher Grabstein / welches Grab befunden hat. Wir haben nicht einmal genügend alte Fotos, die uns ermöglichen würden, einen solchen Plan heute zu erstellen.<br />
Heute befinden sich auf dem jüdischen Friedhof einige wenige alte Grabsteine sowie viele hunderte Grabsteinfragmente, die in zwei große und mehrere kleine nach 1945 errichtete Mauern eingemauert wurden. Zudem stehen 150 &#8220;Dummy-Grabsteine&#8221; auf dem Friedhof, eine meines Erachtens nicht besonders glückliche Lösung.</p>
<p>Dass wir dennoch <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-verschollenen-grabsteine/" title="Interner Link">229 Fotos und Grabinschriften</a> besitzen (es müssten sehr wahrscheinlich um die 1.000 sein), verdanken wir einem unglaublichen Zufall und Isidor Öhler, dem Religionsschulinspektor, der 1943 oder 1944 von der Gestapo den Auftrag bekam, alle Grabsteine des jüdischen Friedhofs Mattersburg zu fotografieren und die Inschriften abzuschreiben.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01.jpg' title="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Vorderseite) mit Grabsteinfragmenten" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Vorderseite) mit Grabsteinfragmenten" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Vorderseite) mit Grabsteinfragmenten" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Vorderseite) mit Grabsteinfragmenten" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01R.jpg' title="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Rückseite) mit Grabsteinfragmenten und ganzen erhaltenen Grabsteinen" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Rückseite) mit Grabsteinfragmenten und ganzen erhaltenen Grabsteinen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Rückseite) mit Grabsteinfragmenten und ganzen erhaltenen Grabsteinen" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01R-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Mattersburg, Mauer (Rückseite) mit Grabsteinfragmenten und ganzen erhaltenen Grabsteinen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01R-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01R-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01R-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer01R.jpg 1192w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer2.jpg' title="Jüdischer Friedhof Mattersburg, zweite Mauer im südlichsten Eck des Friedhofes, mit erhaltenen Grabsteinen und Grabsteinfragmenten" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Mattersburg, zweite Mauer im südlichsten Eck des Friedhofes, mit erhaltenen Grabsteinen und Grabsteinfragmenten" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Mattersburg, zweite Mauer im südlichsten Eck des Friedhofes, mit erhaltenen Grabsteinen und Grabsteinfragmenten" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer2-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Mattersburg, zweite Mauer im südlichsten Eck des Friedhofes, mit erhaltenen Grabsteinen und Grabsteinfragmenten" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer2-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer2-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer2-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer2-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/03/mbMauer2.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Selbstverständlich werden wir aber auch über die &#8220;Petites&#8221;, über die Ränke und Schelmenstreiche der Mattersdorfer Juden, für die sie fast berühmt waren, sprechen.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<hr class="divider height-2 margin-top-20 margin-bottom-20" />
<p>Bei allen Rundgängen sprechen wir auch über Brauchtum und Vorschriften rund um den jüdischen Friedhof (wie sind die Grabsteine ausgerichtet?, warum legt man kleine Steine auf die Gräber?, gibt es Familiengräber?&#8230;), über Tod und Begräbnis im Judentum, übersetzen faszinierende hebräische Grabinschriften und tauchen einerseits in die Blütezeit der jüdischen Gemeinden in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein, als manche Rabbiner über 50 Jahre ihres Amtes walteten. Wir erleben aber auch die in den letzten Jahren ihrer Existenz dramatisch-traurige jüdische Geschichte von bedeutenden ehemaligen jüdischen Gemeinden im heutigen Burgenland.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Mauer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2025 09:21:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[lackenbach]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon wieder ein Artikel über eine Mauer, werden sich vielleicht manche Leser:innen denken. Nach der Westmauer bzw. Klagemauer in Eisenstadt, den Grabsteinen und Grabsteinfragmenten an und auf der Mauer in Kobersdorf &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_23269" aria-describedby="caption-attachment-23269" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/niedereMauerMitTafelN.jpg" data-rel="lightbox-gallery-15" data-rl_title="Die untere südwestliche Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach mit der kleinen Tafel" data-rl_caption="Die untere südwestliche Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach mit der kleinen Tafel" data-magnific_type="gallery" title="Die untere südwestliche Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach mit der kleinen Tafel"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/niedereMauerMitTafelN.jpg" alt="Die untere südwestliche Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach mit der kleinen Tafel" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-23269" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/niedereMauerMitTafelN.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/niedereMauerMitTafelN-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/niedereMauerMitTafelN-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/niedereMauerMitTafelN-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/niedereMauerMitTafelN-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23269" class="wp-caption-text">Die untere südwestliche Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach mit der kleinen Tafel</figcaption></figure>
<p>Schon wieder ein Artikel über eine Mauer, werden sich vielleicht manche Leser:innen denken. Nach der <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-westmauer-von-eisenstadt/" title="Interner Link">Westmauer bzw. Klagemauer in Eisenstadt</a>, den <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/an-und-auf-der-mauer/" title="Interner Link">Grabsteinen und Grabsteinfragmenten an und auf der Mauer in Kobersdorf</a> und den beiden höheren und der langen niederen Mauer am <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/mattersburg-neue-hypothesen/" title="Interner Link">jüdischen Friedhof in Mattersburg</a> geht es aber heute nicht um Jean-Paul Satres gleichnamige Sammlung von Kurzgeschichten, sondern um die Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach.<br />
Es geht näherhin um die knapp 134 Meter lange nordwestliche Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach, an deren beiden Enden sich auch die beiden Eingänge in den Friedhof befinden.<br />
Diese Mauer besteht heute aus der ursprünglichen Mauer und einem in den letzten Jahrzehnten dazugekommenen neuen Mauerstück, das auf die alte, niedere und ursprüngliche Mauer gesetzt wurde.</p>
<figure id="attachment_23301" aria-describedby="caption-attachment-23301" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerGesamtPfeil.jpg" data-rel="lightbox-gallery-15" data-rl_title="Ein Großteil der ursprünglichen Mauer aus dem Jahr 1869 (mit der Tafel) und darüber die neu hinzugekommene Mauer" data-rl_caption="Ein Großteil der ursprünglichen Mauer aus dem Jahr 1869 (mit der Tafel) und darüber die neu hinzugekommene Mauer" data-magnific_type="gallery" title="Ein Großteil der ursprünglichen Mauer aus dem Jahr 1869 (mit der Tafel) und darüber die neu hinzugekommene Mauer"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerGesamtPfeil.jpg" alt="Ein Großteil der ursprünglichen Mauer aus dem Jahr 1869 (mit der Tafel) und darüber die neu hinzugekommene  Mauer" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-23301" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerGesamtPfeil.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerGesamtPfeil-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerGesamtPfeil-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerGesamtPfeil-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerGesamtPfeil-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23301" class="wp-caption-text">Ein Großteil der ursprünglichen Mauer aus dem Jahr 1869 (mit der Tafel) und darüber die neu hinzugekommene  Mauer</figcaption></figure>
<p>Im vorderen, südwestlichen Bereich der ursprünglichen, niederen Mauer befindet sich eine kleine, unscheinbare Tafel (ca. 32x20cm), die ich auch erst vor einigen Wochen zufällig entdeckte. Die hebräische und aramäische (!) Inschrift dieser Tafel verrät uns das Erbauungsdatum der ursprünglichen niederen Friedhofsmauer. Und zwar mit einer durchaus interessanten Formulierung.</p>
<figure id="attachment_23251" aria-describedby="caption-attachment-23251" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerErbauungsdatum.jpg" data-rel="lightbox-gallery-15" data-rl_title="Kleine Tafel mit dem Erbauungsdatum an der Nordwestseite der ursprünglichen Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach" data-rl_caption="Kleine Tafel mit dem Erbauungsdatum an der Nordwestseite der ursprünglichen Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach" data-magnific_type="gallery" title="Kleine Tafel mit dem Erbauungsdatum an der Nordwestseite der ursprünglichen Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerErbauungsdatum.jpg" alt="Kleine Tafel mit dem Erbauungsdatum an der Nordwestseite der ursprünglichen Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach" width="1920" height="1318" class="size-full wp-image-23251" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerErbauungsdatum.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerErbauungsdatum-600x412.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerErbauungsdatum-768x527.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerErbauungsdatum-1536x1054.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerErbauungsdatum-277x190.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23251" class="wp-caption-text">Kleine Tafel mit dem Erbauungsdatum an der Nordwestseite der ursprünglichen Mauer des jüdischen Friedhofes Lackenbach</figcaption></figure>
<h3>Die hebräische / aramäische Inschrift</h3>
<table summary="Tafel in der Friedhofsmauer am jüdischen Friedhof Lackenbach" id="Tafel in der Friedhofsmauer am jüdischen Friedhof Lackenbach">
<caption>Inschrift Tafel in der Friedhofsmauer am jüdischen Friedhof Lackenbach: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>Diese Mauer wurde erbaut</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">חומה זו נבנתה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>im Jahr 629 (= 1869)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">בשנת תרכט</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>von den Gabbaim des laufenden Jahres.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">עי גבאים דהאי שתא</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p><strong>Zeile 1:</strong> Vgl. Nehemia 7,1 <span class="hebrEA" dir="rtl">וַיְהִ֗י כַּאֲשֶׁ֤ר נִבְנְתָה֙ הַחוֹמָ֔ה</span> &#8220;Als die Mauer erbaut war&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Zeile 3:</strong> <span class="hebrEA" dir="rtl">דהאי שתא</span> ist Aramäisch und bedeutet &#8220;des laufenden Jahres&#8221;, siehe zB babylonischer Talmud, Traktat Bava Kama 113b <span class="hebrEA" dir="rtl">דְּהַאי שַׁתָּא</span> oder Traktat Pesachim 77a.</p>
<p><a id="gabbaim" name="gabbaim"></a></p>
<h4>Die Gabbaim</h4>
<p>Gemeint sind die Gabbaim, die im Jahr 1869 gewählt waren. Ein Gabbai ist eine Hilfskraft in der Synagoge (der Gabbai ruft etwa jene Männer auf, die für die Toralesung vorgesehen sind), ein Rabbinatsassistent oder (früher vor allem) ein Verantwortlicher für die finanziellen Gebarungen der jüdischen Gemeinde. Sie werden meist für ein oder zwei Jahre gewählt und genießen gewöhnlich das uneingeschränkte Vertrauen des Rabbiners, des Gemeindevorstandes und der Gemeinde.<br />
Historisch gesehen wurde der Gabbai mit dem Sammeln von Geldern beauftragt. Das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">גבה</span> ist ein Homonym und bedeutet sowohl  &#8220;erheben&#8221; als auch &#8220;sammeln&#8221;. Überschneidungen der Aufgaben des Gabbai kann es mit denen des Schammes, des eigentlichen Synagogendieners, geben.</p>
<p>Der Gabbai, der Zedakah-Gelder (Gelder für die Wohltätigkeit) sammelte und verteilte, war als <span class="hebrEA" dir="rtl">גבאי צדקה</span> &#8220;Gabbai Tzedakah&#8221;, also etwa &#8220;Verwalter für die Armenfürsorge&#8221; oder einfach &#8220;Almosenvorsteher&#8221;, bekannt. In vielen Gemeinden gab es die &#8220;Herren Almosen-Vorsteher&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">האלופים גבאים דצדקה</span><a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a>.</p>
<p>Wir kennen etwa ein Dokument vom 7. April 1806, wo es um die Wählbarkeit der Würdenträger in der jüdischen Gemeinde in Eisenstadt geht. Darin heißt es:</p>
<blockquote><p>Wer noch kein Amt bekleidet hat, kann nur als Armen- oder Talmudtora-Vorsteher gewählt werden. Eines dieser Ämter befähigt zur Würde des Memune (zu übersetzen etwa mit &#8220;Beamter&#8221;), diese zu der eines Gabbai-Zedaka, die letztere zum Range eines Beisitzers. Hat man diese Stufen in der angeführten Ordnung durchgemacht, ist man zur Bekleidung der höchsten Würde, der eines Rosch ha-Kahal (Vorsteher der Gemeinde) befähigt.<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a></p></blockquote>
<p>Unterschrieben wird das Dokument dann unter anderem auch sowohl vom &#8220;ersten Gabbai&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">גבאי ראשון</span>, vom &#8220;zweiten Gabbai&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">גבאי שני</span> als etwa auch vom Gabbai des Talmud-Tora-Vereines <span class="hebrEA" dir="rtl">התו&#8217; הרבני כמהר&#8221;ר יוסל פ&#8221;ב גבאי דת&#8221;ת</span> &#8220;der Tora(gelehrte), u(nser) L(ehrer) u(nd Meister), H(err) Josel P(ress)b(urg), Gabbai d(es) T(almud)-T(oravereines).<a id="fn3" name="fn3"></a><a href="#f3">[3]</a></p>
<p>Die Gabbaim hatten verantwortungsvolle Aufgaben wie etwa sich um die in der Gemeinde ankommenden Gäste entsprechend zu kümmern.<br />
So lesen wir im Jänner 1822 in den &#8220;Vorschlägen im Sinne des am 6. Jänner d. J. gefassten Beschlusses&#8230;&#8221; in Punkt 7 und 8:</p>
<blockquote><p>Der <span class="hebrEA" dir="rtl">גבאי</span> (Almosenvorsteher), an welchen das <span class="hebrEA" dir="rtl">פרנס החדש</span> (Monatsamt) ist, Bolletten an die <span class="hebrEA" dir="rtl">בחורים</span> [&#8220;Jünglinge, die zum Studium kommen&#8221;] verteilen und das Abfertigen der <span class="hebrEA" dir="rtl">אורחים</span> [&#8220;Gäste&#8221;] zu versehen, soll höchst beflissen sein, das laut Beilag klassifizierte Wochengeld <span class="hebrEA" dir="rtl">מיחידי סגולה דקהתינו</span> wöchentlich oder monatlich unablässlich einholen zu lassen, von welcher Kassa die Abfertigung der <span class="hebrEA" dir="rtl">אורחים</span>  [&#8220;Gäste&#8221;] auf folgende Weise und Ordnung vorgenommen werden soll, als<br />
8. den ankommenden <span class="hebrEA" dir="rtl">אורח</span> [&#8220;Gast&#8221;], welcher um sein Abfertigungsgeld zum <span class="hebrEA" dir="rtl">גבאי צדקה</span> [&#8220;Gabbai Zedaka&#8221;, &#8220;Almosenvorsteher&#8221;] geht, hat der <span class="hebrEA" dir="rtl">גבאי</span> [&#8220;Gabbai&#8221;] hauptsichtlich um einen <span class="hebrEA" dir="rtl">מאקרו&#8221;ט</span> (vom Vorstande) ausgestellten gedruckten Aufenthaltsschein ihm anzufragen, welchen der <span class="hebrEA" dir="rtl">אורח</span> [&#8220;Gast&#8221;] unumgänglich gleich bei seiner Ankunft mittels Vorweisung seines Passes <span class="hebrEA" dir="rtl">אצל החזן ונאמן דקהלתינו</span> (beim Vorbeter und Gemeindebeglaubigten) dergestalt einzulösen hat&#8230;&#8230;<a id="fn4" name="fn4"></a><a href="#f4">[4]</a></p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der Grund, warum ich oben bewusst und mehrmals von der ursprünglichen &#8220;niederen&#8221; Mauer spreche, ist, dass diese niedere Mauer eben einen ganz konkreten Grund hatte: Die niedere Mauer erlaubte nämlich den Kohanim, den Priestern, bei einem Begräbnis von Verwandten teilzunehmen, ohne den Friedhof zu betreten. Das Betreten war ihnen nur erlaubt beim Begräbnis der unmittelbar engsten Verwandten wie Eltern, Kinder, Ehepartner und Geschwister.<br />
Siehe dazu meinen Artikel &#8220;<a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-i/" title="Interner Link">Der Herr segne und behüte dich</a>&#8221; über das Symbol der &#8220;segnenden Hände&#8221;, dem Symbol der Kohanim. </p>
<p>In Lackenbach ist besonders deutlich zu sehen, dass viele Gräber von Kohanim in der Nähe der Friedhofsmauer angelegt wurden, damit den Kohanim eben die Anwesenheit bei einem Begräbnis eines Verwandten ermöglicht wird, ohne dass sie den Friedhof betreten müssen und sich dabei verunreinigen würden. Und diese Teilnahme ist natürlich nur möglich, wenn die Mauer nicht zu hoch ist &#8230; wie sie es heute ist.</p>
<figure id="attachment_23258" aria-describedby="caption-attachment-23258" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerKohanim.jpg" data-rel="lightbox-gallery-15" data-rl_title="Friedhofsmauer(n) heute und die Gräber der Kohanim vor der Mauer" data-rl_caption="Friedhofsmauer(n) heute und die Gräber der Kohanim vor der Mauer" data-magnific_type="gallery" title="Friedhofsmauer(n) heute und die Gräber der Kohanim vor der Mauer"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerKohanim.jpg" alt="Friedhofsmauer(n) heute und die Gräber der Kohanim vor der Mauer" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-23258" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerKohanim.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerKohanim-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerKohanim-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerKohanim-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/mauerKohanim-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-23258" class="wp-caption-text">Friedhofsmauer(n) heute und die Gräber der Kohanim vor der Mauer</figcaption></figure>
<p>Zu sehen ist das Problem der hohen Mauer besonders auch bei jenem Grab, das alljährlich das Ziel vieler orthodoxer Besucher:innen aus aller Welt am jüdischen Friedhof Lackenbach ist: das Grab des großen Rabbiners Schalom Ullmann, genannt &#8220;he-Charif&#8221;, &#8220;der Scharfsinnige&#8221;, der von 1802 bis zu seinem Tod am 6. März 1825 in Lackenbach Rabbiner war (und dessen Sohn Abraham sowie sein Enkel David ebenfalls in Lackenbach das Rabbineramt innehatten).<br />
Sein Grab steht nur 70 Centimeter von der Mauer entfernt, mit der hebräischen Inschrift zur Mauer (so wie wir es auch erwarten dürfen, weil er Richtung Osten begraben wurde, siehe etwa meinen Artikel <a href="https://der-transkribierer.at/ueber/ueber-den-grabstein-i/" title="Interner Link">Über den Grabstein I</a>). Heute, wo die Mauer über 1.55 Meter hoch ist, können Besucher, die Kohanim sind, sein Grab so wie früher nicht besuchen, es aber auch leider von außen nicht mehr sehen.<br />
Die ursprüngliche Mauer aus dem Jahr 1869 ist auf Höhe der Kohanim-Gräber 80 Centimeter, auf Höhe des Ullmann-Grabes etwa 105 Centimeter hoch. Dazwischen hat sie meist eine Höhe von etwa 95 Centimeter. Die neue Mauer hat eine Höhe zwischen 55 und 60 Centimeter.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825.jpg' title="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rabbiner in Lackenbach von 1802 &#8211; 6. März 1825" data-rl_title="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rabbiner in Lackenbach von 1802 &#8211; 6. März 1825" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rabbiner in Lackenbach von 1802 - 6. März 1825" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rabbiner in Lackenbach von 1802 - 6. März 1825" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/scholemUllmann1825.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV.jpg' title="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rückseite, der geringe Abstand zur Mauer ist gut zu erkennen" data-rl_title="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rückseite, der geringe Abstand zur Mauer ist gut zu erkennen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rückseite, der geringe Abstand zur Mauer ist gut zu erkennen" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbiner Schalom Ullmann Charif, Rückseite, der geringe Abstand zur Mauer ist gut zu erkennen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannV.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer.jpg' title="Abstand Mauer und Grabstein von Rabbiner Schalom Ullmann" data-rl_title="Abstand Mauer und Grabstein von Rabbiner Schalom Ullmann" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Abstand Mauer und Grabstein von Rabbiner Schalom Ullmann" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Abstand Mauer und Grabstein von Rabbiner Schalom Ullmann" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2025/02/schalomUllmannMauer.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

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<hr /></div>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Wachstein Bernhard, Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt und den Siebengemeinden, Eisenstädter Forschungen, Wien und Leipzig 1926, 206, Punkt 7. [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Wachstein Bernhard, Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt und den Siebengemeinden, Eisenstädter Forschungen, Wien und Leipzig 1926, 188f. [<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] Wachstein Bernhard, Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt und den Siebengemeinden, Eisenstädter Forschungen, Wien und Leipzig 1926, 188f. [<a href="#fn3" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (3)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f4" name="f4"></a>[4] Wachstein Bernhard, Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt und den Siebengemeinden, Eisenstädter Forschungen, Wien und Leipzig 1926, 200, Punkt 7 und 8. [<a href="#fn4" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (4)</a>]</p>
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]]></content:encoded>
					
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		<title>Staré Město pod Landštejnem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 07:45:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Staré Město pod Landštejnem in Mähren (Tschechien), nur 22 km vom österreichischen Haugschlag im Waldviertel entfernt. Diese &#8220;Alte Stadt&#8221; (Staré Město) mit heute 471 Einwohner:innen wurde um 1170 gegründet, ab 1600 &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Staré Město pod Landštejnem in Mähren (Tschechien), nur 22 km vom österreichischen Haugschlag im Waldviertel entfernt.</p>
<p>Diese &#8220;Alte Stadt&#8221; (Staré Město) mit heute 471 Einwohner:innen wurde um 1170 gegründet, ab 1600 etwa ist eine jüdische Gemeinde belegt, die eine der ältesten jüdischen Gemeinden Südböhmens war.</p>
<p>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebten im Ort ca. 20-25 jüdische Familien, ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Abwanderungswelle, in den 1890er Jahren löste sich die jüdische Gemeinde auf, 1925 gab es nur mehr vier jüdische Familien im Ort.</p>
<p>Da auch das Gemeindearchiv 1830 einem Großbrand zum Opfer fiel, ist der jüdische Friedhof etwas außerhalb von Staré Město das einzige sichtbare Zeichen der jüdischen Vergangenheit des Ortes.<br />
Der älteste Grabstein ist aus dem Jahr 1621 (ich konnte ihn leider noch nicht orten). </p>
<figure id="attachment_22510" aria-describedby="caption-attachment-22510" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto.jpg" data-rel="lightbox-gallery-16" data-rl_title="Hinweisschild zum jüdischen Friedhof von Staré Město pod Landštejnem. Der Friedhof ist gut beschildert und daher leicht zu finden." data-rl_caption="Hinweisschild zum jüdischen Friedhof von Staré Město pod Landštejnem. Der Friedhof ist gut beschildert und daher leicht zu finden." data-magnific_type="gallery" title="Hinweisschild zum jüdischen Friedhof von Staré Město pod Landštejnem. Der Friedhof ist gut beschildert und daher leicht zu finden."><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto.jpg" alt="Hinweisschild zum jüdischen Friedhof von Staré Město pod Landštejnem" width="1280" height="1707" class="size-full wp-image-22510" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hinweisschildjFHStareMesto-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22510" class="wp-caption-text">Hinweisschild zum jüdischen Friedhof von Staré Město pod Landštejnem. Der Friedhof ist gut beschildert und daher leicht zu finden.</figcaption></figure>
<p>Selbstverständlich denken wir, wenn wir von jüdischen Gemeinden im böhmischen und mährischen Grenzland im ausgehenden 17. Jahrhundert sprechen, vor allem an die Vertreibung der Juden aus Wien. 1670/71 hatte für die Judengemeinden in Wien und dem Lande unter der Enns (dem heutigen Niederösterreich) die letzte Stunde geschlagen. Bis zuletzt hatten die Wiener Juden gehofft, die Austreibung abwenden zu können, aber weder internationale Interventionen noch ein den Juden gut gesonnenes Gutachten des Orientalisten und Hebraisten Johann Christoph Wagenseil konnte die Juden in Wien retten. Das Ausweisungsdekret datiert mit 28. Februar 1670 und fordert alle Juden auf, bis am Tag vor Fronleichnam Wien zu verlassen.<br />
Durch den Zuzug von Wiener Exulanten auf deutsch-westungarisches Gebiet entstanden einerseits neue jüdische Gemeinden (z.B. Deutschkreutz), andererseits wurden Gemeinden, die zwischenzeitlich aufgelassen waren, wiederbesiedelt (z.B. Eisenstadt). </p>
<p>Viele Exulanten kamen in das böhmische und mährische Grenzland, jüdische Gemeinden entstanden nach 1670 in Unterwölking (Dolní Bolíkov), Piesling (Písečné), Althart (Staré Hobzí) oder besonders bedeutend Schaffa (Šafov).<br />
Die erwähnten Gemeinden, inklusive Staré Město, liegen sehr nahe beieinander, innerhalb einer Entfernung von unter 70 Kilometern.</p>
<figure id="attachment_22537" aria-describedby="caption-attachment-22537" style="width: 1180px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/googleMapsKarte.jpg" data-rel="lightbox-gallery-16" data-rl_title="Google Maps mit einigen ehemaligen jüdischen Gemeinden im südböhmischen und südmährischen Grenzgebiet" data-rl_caption="Google Maps mit einigen ehemaligen jüdischen Gemeinden im südböhmischen und südmährischen Grenzgebiet" data-magnific_type="gallery" title="Google Maps mit einigen ehemaligen jüdischen Gemeinden im südböhmischen und südmährischen Grenzgebiet"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/googleMapsKarte.jpg" alt="Google Maps mit einigen ehemaligen jüdischen Gemeinden im südböhmischen und südmährischen Grenzgebiet" width="1180" height="628" class="size-full wp-image-22537" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/googleMapsKarte.jpg 1180w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/googleMapsKarte-600x319.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/googleMapsKarte-768x409.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/googleMapsKarte-277x147.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1180px) 100vw, 1180px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22537" class="wp-caption-text">Google Maps mit einigen ehemaligen jüdischen Gemeinden im südböhmischen und südmährischen Grenzgebiet</figcaption></figure>
<p>Auch am kleinen jüdischen Friedhof von Staré Město  mit ungefähr 150 Grabseinen finden wir viele deutsche Namen (und zumindest &#8220;auch&#8221; deutsche Inschriften): Zeilinger, Korn Mandl, Lieblich, Schiller, Weiss, Schwarz, Fleischer, Steiner&#8230; und ich muss auf jeden Fall noch einmal hinfahren um die restlichen Grabsteine zu fotografieren und so manche Grabinschrift mit Kreide besser lesbar zu machen.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama01.jpg' title="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama01.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama01-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama01-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama01-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama01-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900.jpg' title="Grabstein Katharina Stukhart, 03. September 1900, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Katharina Stukhart, 03. September 1900, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Katharina Stukhart, 03. September 1900, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Katharina Stukhart, 03. September 1900, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/katharinaStukhart03091900.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877.jpg' title="Grabstein Josefine Kohn, geb. Treblicka, 30. Mai 1877, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Josefine Kohn, geb. Treblicka, 30. Mai 1877, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Josefine Kohn, geb. Treblicka, 30. Mai 1877, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Josefine Kohn, geb. Treblicka, 30. Mai 1877, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/kohnJosefineTreblicka30051877.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841.jpg' title="Grabstein Libele Korn, 15. Oktober 1841, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Libele Korn, 15. Oktober 1841, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Libele Korn, 15. Oktober 1841, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Libele Korn, 15. Oktober 1841, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/libeleKorn15101841.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877.jpg' title="Grabstein Salomon Lieblich, 16. Dezember 1877, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Salomon Lieblich, 16. Dezember 1877, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salomon Lieblich, 16. Dezember 1877, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Salomon Lieblich, 16. Dezember 1877, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/lieblichSalomon16121877.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921.jpg' title="Grabstein Max Schmolka, 13. Oktober 1921, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Max Schmolka, 13. Oktober 1921, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Max Schmolka, 13. Oktober 1921, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Max Schmolka, 13. Oktober 1921, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/maxSchmolka13101921.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger.jpg' title="Grabstein Jakob ben David Reiniger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Jakob ben David Reiniger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jakob ben David Reiniger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Jakob ben David Reiniger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jakobBenDavidReiniger.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890.jpg' title="Grabstein Olga Haas, 08. November 1890, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Olga Haas, 08. November 1890, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Olga Haas, 08. November 1890, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Olga Haas, 08. November 1890, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/olgaHaas08111890.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt.jpg' title="Einleitungsformel פ&#8221;ט (PT) sehr kreativ und schön gestaltet, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Einleitungsformel פ&#8221;ט (PT) sehr kreativ und schön gestaltet, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Einleitungsformel פ&quot;ט (PT) sehr kreativ und schön gestaltet, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Einleitungsformel פ&quot;ט (PT) sehr kreativ und schön gestaltet, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/pt.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844.jpg' title="Grabstein Rebekka Mandl, 20. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Rebekka Mandl, 20. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rebekka Mandl, 20. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Rebekka Mandl, 20. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/rebekkaMandl20081844.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896.jpg' title="Grabstein Regina De Mayo, verwitwete Allina Planer, 24. Juli 1896, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Regina De Mayo, verwitwete Allina Planer, 24. Juli 1896, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Regina De Mayo, verwitwete Allina Planer, 24. Juli 1896, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Regina De Mayo, verwitwete Allina Planer, 24. Juli 1896, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reginaDeMayoAllinaPlauer24071896.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz.jpg' title="Grabstein Reizel Frau Josef Katz, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Reizel Frau Josef Katz, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Reizel Frau Josef Katz, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Reizel Frau Josef Katz, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/reizelFrJosefKatz.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914.jpg' title="Grabstein Irma Schiller, 19. Mai 1914, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Irma Schiller, 19. Mai 1914, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Irma Schiller, 19. Mai 1914, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Irma Schiller, 19. Mai 1914, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/schillerIrma19051914.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908.jpg' title="Grabstein Leopold Weiss, 06. August 1908, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Leopold Weiss, 06. August 1908, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Leopold Weiss, 06. August 1908, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Leopold Weiss, 06. August 1908, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/weissLeopold06081908.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813.jpg' title="Grabstein Wolf Stukhart, 04. Elul 5576 = Mittwoch, 28. August 1816, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Wolf Stukhart, 04. Elul 5576 = Mittwoch, 28. August 1816, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Wolf Stukhart, 04. Elul 5576 = Mittwoch, 28. August 1816, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Wolf Stukhart, 28. August 1816, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/wolfStukhard30081813.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846.jpg' title="Grabstein Jomtov Man(?) Zeilinger, 1846, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Jomtov Man(?) Zeilinger, 1846, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jomtov Man(?) Zeilinger, 1846, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Jomtov Man(?) Zeilinger, 1846, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/jomtovMANZeilinger1846.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844.jpg' title="Grabstein Hindel Zeilinger, 14. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Hindel Zeilinger, 14. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Hindel Zeilinger, 14. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Hindel Zeilinger, 14. August 1844, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hindelZeilinger14081844.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama02.jpg' title="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama02.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama02-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama02-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama02-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama02-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama03.jpg' title="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama03.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama03.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama03-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama03-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama03-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/stareMestoPanorama03-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848.jpg' title="Grabstein Abraham, 1848, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Abraham, 1848, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Abraham, 1848, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Abraham, 1848, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abraham1848.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844.jpg' title="Grabstein Abraham Kohn, 20. August 1840, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Abraham Kohn, 20. August 1840, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Abraham Kohn, 20. August 1840, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Abraham Kohn, 20. August 1840, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/abrahamKohn20081844.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871.jpg' title="Grabstein Anna Lieblich, 07. Dezember 1871, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Anna Lieblich, 07. Dezember 1871, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Anna Lieblich, 07. Dezember 1871, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Anna Lieblich, 07. Dezember 1871, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/annaLieblich07121871.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905.jpg' title="Grabstein Bella, Frau Löb, 05. August 1905, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Bella, Frau Löb, 05. August 1905, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Bella, Frau Löb, 05. August 1905, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Bella, Frau Löb, 05. August 1905, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/BellaFrauLoeb05081905.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820.jpg' title="Grabstein Bella Schwarz, 24. Jänner 1820, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Bella Schwarz, 24. Jänner 1820, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Bella Schwarz, 24. Jänner 1820, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Bella Schwarz, 24. Jänner 1820, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/bellaSchwarz24011820.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865.jpg' title="Grabstein David Fleischer, 09. Mai 1865, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein David Fleischer, 09. Mai 1865, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein David Fleischer, 09. Mai 1865, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein David Fleischer, 09. Mai 1865, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/davidFleischer09051865.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885.jpg' title="Grabstein Fradel Kohn 26. September 1885, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Fradel Kohn 26. September 1885, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Fradel Kohn 26. September 1885, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Fradel Kohn 26. September 1885, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/fradelKohn26091885.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873.jpg' title="Grabstein Gabriel Steiner, 26. Dezember 1873, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Gabriel Steiner, 26. Dezember 1873, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gabriel Steiner, 26. Dezember 1873, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Gabriel Steiner, 26. Dezember 1873, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/gabriel-Steiner26121873.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto.jpg' title="Grabstein (Inschrift schlecht lesbar) am jüdischen Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein (Inschrift schlecht lesbar) am jüdischen Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein (Inschrift schlecht lesbar) am jüdischen Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein (Inschrift schlecht lesbar) am jüdischen Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsgteinNichtlesbarStareMesto.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto.jpg' title="Grabstein eines Kohen mit dem Symbol der segnenden Hände am jüdischen Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein eines Kohen mit dem Symbol der segnenden Hände am jüdischen Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein eines Kohen mit dem Symbol der segnenden Hände am jüdischen Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein eines Kohen mit dem Symbol der segnenden Hände am jüdischen Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/grabsteinKohenStareMesto.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger.jpg' title="Grabstein Gütel Zeilinger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Gütel Zeilinger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gütel Zeilinger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Gütel Zeilinger, Datum nicht lesbar, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/guetelZeilinger.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793.jpg' title="Grabstein Hillel ben Löb, 03. März 1793, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Hillel ben Löb, 03. März 1793, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Hillel ben Löb, 03. März 1793, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Hillel ben Löb, 03. März 1793, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/hillelBenLoebBS03031793.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899.jpg' title="Grabstein Isak Zeilinger, 09. April 1895 und Barbara Zeilinger, 21. März 1899, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rl_title="Grabstein Isak Zeilinger, 09. April 1895 und Barbara Zeilinger, 21. März 1899, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Isak Zeilinger, 09. April 1895 und Barbara Zeilinger, 21. März 1899, jüdischer Friedhof Staré Město pod Landštejnem in Südmähren" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Isak Zeilinger, 09. April 1895 und Barbara Zeilinger, 21. März 1899, jüdischer Friedhof Staré Město" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/08/zeilingerIsak-barbara09041895-1899.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>

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		<title>Mein liebes Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jul 2024 07:51:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein paar Gedanken zu den Besonderheiten hebräischer Inschriften auf Gräbern von Kindern &#8230;und Jugendlicher bzw. jung Verstorbener, müsste ich anmerken, denn manche Formulierungen finden wir nicht nur in Inschriften auf Gräbern &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ein paar Gedanken zu den Besonderheiten hebräischer Inschriften auf Gräbern von Kindern</h2>
<p>&#8230;und Jugendlicher bzw. jung Verstorbener, müsste ich anmerken, denn manche Formulierungen finden wir nicht nur in Inschriften auf Gräbern von Kindern.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>Eine Art Einleitung</h3>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die stundenlange Arbeit auf jüdischen Friedhöfen ist oft eine sehr einsame Arbeit. Naturgemäß ist es sehr still, das Wetter passt irgendwie nie, entweder man schwitzt oder friert und die Geschichten, die ich – z.B. mit Kreide – sozusagen der Anonymität entreißen kann, nehmen mich oft mit. Denn es gibt immer wieder Inschriften, die besonders traurige Schicksale beschreiben, manchmal klar und deutlich, oft fast metaphorisch und jedenfalls verpackt in Zitate aus der hebräischen Bibel oder der rabbinischen Literatur. Dabei bewegen mich die Grabsteine bzw. die Grabinschriften von Kindern am meisten.</p>
<p>Gar nicht so selten kommt es vor, dass ich dann mit den Gedanken abgleite. Im Kopf entstehen Geschichten, was sich zugetragen haben könnte. Insbesondere dann, wenn die hebräischen Inschriften vieles offen lassen oder wenn sie kurz und knapp sind und wir über keine detaillierteren biografischen Informationen verfügen.</p>
<p>Wir erinnern uns an die beiden Schwestern aus Kobersdorf, die mit 7 und mit 10 Jahren im Abstand von 6 Jahren 1841 und 1847 gestorben sind, die Ewigkeitsschlange umschlingt das Blümchen, das die Unschuld der Kinder symbolisiert. Ihre sehr ähnlichen Inschriften klagen laut, beide Mal ist die Schuld (der Eltern?, der Mutter?) ein Thema. Wir wissen nicht, was passiert ist, warum diese Selbstvorwürfe in der Inschrift zu finden sind.</p>
<figure id="attachment_22362" aria-describedby="caption-attachment-22362" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama.jpg" data-rel="lightbox-gallery-29" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" data-magnific_type="gallery" title="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama.jpg" alt="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" width="1920" height="1054" class="size-full wp-image-22362" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-600x329.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-768x422.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-1536x843.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-277x152.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22362" class="wp-caption-text">Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt</figcaption></figure>
<p>Diesmal sind es wieder zwei Schwestern. Als sie der Tod ereilt hatte, waren sie sehr wahrscheinlich noch jünger als die Kobersdorfer Mädchen. Es sind Rachel und Lea aus Lanzenkirchen, einem kleinen Ort in der Nähe von Wiener Neustadt, wo beide am jüdischen Friedhof begraben sind. Sie starben 1898 knapp hintereinander. Rachel am 8. Juni, ihre Schwester Lea am 26. Juni. Keine verschriftlichte Klage in der kurzen Inschrift, winzig kleine, einfache Kindergrabsteine. Und doch ist das Klagen, die Trauer der Eltern gegenwärtig.</p>
<p>Ich habe diese beiden Grabsteine im Sommer 2009 gefunden und ich erinnere mich noch gut daran. Es war einer dieser heißen Tage wie wir sie derzeit auch haben. Eben, als ich die beiden Steine mit Kreide bearbeitet hatte um die Schrift besser lesen zu können, stand plötzlich ein Mann hinter mir und fragte mich freundlich, was ich hier mache. Erschrocken drehte ich mich um und erklärte ihm kurz, dass ich eben versuche die hebräischen Inschriften zu lesen und zu übersetzen. Er erzählte mir darauf hin, dass er nebenan im Lagerhaus zu tun hatte und bemerkte, dass am Friedhof gearbeitet wird. Und dann begann er plötzlich, einige Inschriften zu lesen. Er las absolut korrekt und sicher und erzählte mir, dass er auf seinen Fahrten immer wieder jüdische Friedhöfe auf der Strecke besuche und ich vermutete, dass er wahrscheinlich mehr jüdische Friedhöfe kennt als ich. Er erzählte mir auch über seine Israelreisen, fragte mich nach meinen Lehrern, die er auch alle kannte und wir plauderten längere Zeit miteinander. Natürlich frage ich ihn neugierig, woher er die guten Hebräischkenntnisse hat. Seine Großmutter, erzählte er mir ein wenig traurig, hat ihm die Buchstaben und vieles andere gelehrt und wenn er das damals geschätzt hätte, hätte er vielleicht mehr daraus machen können. Aber er sei nur Vertreter für landwirtschaftliche Maschinen, hatte nebenan zu tun gehabt und wäre neugierig gewesen&#8230;</p>
<p>Ist es dieses Aufeinandertreffen mit dem unbekannten Herrn oder sind es die beiden Kindergrabsteine, die, in all ihrer Einfachheit, meine ersten Kindergrabsteine waren, die mir im Rahmen meiner Friedhofsdokumentationen begegneten?&#8230; Rachel und Lea Engel haben sich tief in meinem Gedächtnis festgesetzt. Seit 2009 möchte ich mich näher mit den Inschriften auf Grabsteinen von Kindern und jung Verstorbenen beschäftigen, 15 Jahre hat es gedauert. Aber jetzt gibt&#8217;s einen ersten einleitenden Artikel&#8230; </p>
<p>Transkriptionen, Aussprachehilfe und 62 Bildbeispiele sollen auch Menschen, die wenig oder kein Hebräisch können, helfen, anhand spezieller Formulierungen in der hebräischen Inschrift einen Kindergrabstein zu erkennen.</p>
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<hr /></div>
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<p>Kinder sind nie bekannt und berühmt, sie konnten noch keine großartigen Leistungen vollbringen, wenn sie früh sterben. Dennoch sind ihre Inschriften sehr oft auch für biografische Forschungen in hohem Maße verwendbar und von Interesse (der Unterschied wird besonders augenfällig, wenn man etwa christliche Kindergräber zum Vergleich heranzieht).</p>
<p>Wie eingangs schon angemerkt: Auf dem jüdischen Friedhof in Wiener Neustadt befinden sich ganz vorne, links vom Eingang, mehrere Kindergräber. Darunter jene von Rachel und Lea Engel, die beide im Juni 1898 gestorben sind. Beide Inschriften sind extrem kurz, trotzdem erfahren wir Vor- und Nachnamen der verstorbenen Mädchen, den Vor- und Nachnamen ihres Vaters, ihren Herkunftsort (wohl auch Wohnort) und natürlich in beiden Fällen das Sterbedatum. Außerdem sagt uns die hebräische Grabinschrift, dass der Vater beim Ableben seiner Töchter noch am Leben ist. Eigentlich eine ganze Menge in zwei Inschriften mit jeweils nur ca. 20 Wörtern. Sowohl Form und Größe de Grabsteine als auch die Inschrift deuten darauf hin, dass die beiden Mädchen bei ihrem Tod noch sehr jung waren. Ihr Sterbealter, die Todesursachen sowie der Name ihrer Mutter sollten mit etwas genealogischer Recherche zu finden sein.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1.jpg' title="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rl_title="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rel="lightbox-gallery-17" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1.jpg' title="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rl_title="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rel="lightbox-gallery-17" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Was mich aber am meisten fasziniert und berührt: Es sind insbesondere bei kleinen Kindern und Jugendlichen Formulierungen, die immer mit besonders viel Liebe und mit großer Trauer ob des frühen Todes des Kindes, der viel zu früh verstorbenen Tochter oder des viel zu früh verstorbenen Sohnes verfasst wurden.<br />
In diesem Sinne ist das Lesen von Inschriften auf Gräbern von Kindern und Jugendlichen immer auch ein Gedenken an die jungen Toten.</p>
<p>Aber wie erkennen wir überhaupt einen Grabstein eines Kindes oder einer / eines jung Verstorbenen?<br />
Einen sehr bescheidenen Anfang, wie wir die speziellen Formulierungen in Grabinschriften von Kindern oder Jugendlichen besser verstehen können, macht dieser Artikel.</p>
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<p>Auf den meisten jüdischen Friedhöfen finden wir &#8210; so auch auf einigen Friedhöfen im Burgenland &#8210; die Gräber von Kindern meist in eigenen Sektoren (etwa am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt oder in Lackenbach).<br />
Die Grabsteine von Kindern sind in der Regel deutlich kleiner als die der Erwachsenen und unterscheiden sich von der Form her oft nur marginal von schlichten Grabsteinen einfacher Gemeindemitglieder. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA.jpg' title="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" data-rl_title="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-18" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="588" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-600x588.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-600x588.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-768x753.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-277x271.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR.jpg' title="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" data-rl_title="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" data-rel="lightbox-gallery-18" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR.jpg 1350w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, dass etwa Grabsteine von Kindern begüterter Eltern gar beeindruckende Grabsteine bekommen können.</p>
<figure id="attachment_21783" aria-describedby="caption-attachment-21783" style="width: 1279px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a.jpg" data-rel="lightbox-gallery-29" data-rl_title="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren" data-rl_caption="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren" data-magnific_type="gallery" title="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a.jpg" alt="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren" width="1279" height="1706" class="size-full wp-image-21783" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21783" class="wp-caption-text">2019 renovierter Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-triest/arnstein-margarete/" title="Interner Link">Margarete Arnstein</a>, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die Unterschiede zwischen einem Grabstein eines Kindes und dem einer/eines Erwachsenen sind aber so gut wie immer an der hebräischen Inschrift festzumachen.</p>
<p>In Inschriften für ein verstorbenes Kind ab dem Babyalter lesen wir etwa <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד</span> &#8220;<em>jeled</em>&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה</span> &#8220;<em>jalda</em>&#8220;, also &#8220;Knabe / Bub&#8221; oder &#8220;Mädchen&#8221;. Meist  mit Artikel <span class="hebrEA" dir="rtl">הילד</span> &#8220;<em>ha-jeled</em>&#8220;, &#8220;der Knabe / der Bub&#8221; und <span class="hebrEA" dir="rtl">הילדה</span> &#8220;<em>ha-jalda</em>&#8220;, &#8220;das Mädchen&#8221;.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED.jpg' title="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" data-rl_title="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED.jpg' title="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED" data-rl_title="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED. Alfred Epstein starb mit 6 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED.jpg' title="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" data-rl_title="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA.jpg' title="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" data-rl_title="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA.jpg' title="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" data-rl_title="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA.jpg' title="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882" data-rl_title="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882, Markierung: HA-JALDA" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">ילד</span> &#8220;<em>jeled</em>&#8220;, &#8220;Knabe&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה</span> &#8220;<em>jalda</em>&#8220;, Mädchen
<p></p></div>
<p>Angemerkt sei noch, dass <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד</span> &#8220;<em>jeled</em>&#8220;, &#8220;Knabe&#8221; oft auch schlicht für &#8220;Kind&#8221; steht und geschlechtsneutral verstanden wird, vor allem in Verbindungen, also etwa, wenn ein zweites Nomen in enger Verbindung mit dem &#8220;<em>jeled</em>&#8221; steht, z.B: &#8220;ein Kind der Wonne&#8221; (<a href="#schaaschuim" title="nach unten">s.u.</a>).</p>
<p>Bei Jugendlichen, ungefähr im oder ab dem Pubertätsalter, lesen wir bei männlichen Kindern häufig <span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;<em>bachur</em>&#8221; &#8220;Jüngling&#8221; bzw. &#8220;unverheirateter Mann&#8221;. Mit letzterer Bedeutung ist die Bezeichnung allerdings auch bei älteren unverheirateten Männern gebräuchlich! </p>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/goldstein-august-23-juli-1901/" title="Interner Link">August (Mose) Goldstein</a> starb mit nur 23 Jahren und ist am jüdischen Friedhof Frauenkirchen begraben. Er war unverheiratet, wir erwarten die Statusangabe <span class="hebrEA" dir="rtl">הבחור</span> &#8220;<em>ha-bachur</em>&#8221; &#8220;der unverheiratete junge Mann&#8221;.</p>
<div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;<em>bachur</em>&#8220;, &#8220;unverheirateter Mann&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, &#8220;Jungfrau&#8221;, &#8220;junge unverheiratete Frau&#8221;
<p></p></div>
<p>Junge Frauen, die unverheiratet gestorben sind, werden meist als <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; &#8220;Jungfrau&#8221; bzw. eben meist &#8220;junge unverheiratete Frau&#8221; bezeichnet. So wie <span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;<em>bachur</em>&#8221; bei den Männern ist aber <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; auch bei älteren Damen, die nicht verheiratet waren, üblich.</p>
<p>So starb etwa <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/braun-josef-06-november-1934/" title="Interner Link">Josef (Meir) Braun</a> mit 40 Jahren am 6. November 1934 und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/werndorfer-maria-16-dezember-1904/" title="Interner Link">Maria (Mirjam) Werndorfer</a> mit 47 Jahren am 16. Dezember 1904.<br />
Josef Braun wird in Zeile 2 der hebräischen Grabinschrift als &#8220;<em>chaschuv bachurl</em>&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">חשוב בחורל</span> bezeichnet, ein Ausdruck, den <a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/wachstein-bernhard-15-jaenner-1935/" title="Interner Link">Bernhard Wachstein</a> als Epitheton katexochen, also als klassische Formulierung für einen gelehrten Jüngling bezeichnet. Man wäre vielleicht geneigt, dabei an einen jungen Mann in der Jeschiwa zu denken &#8230; Maria Werndorfer wird in Zeile 1 der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">הבתולה הצנועה והחשובה</span> &#8220;<em>ha-betula ha-znu&#8217;a we-ha-chaschuva</em>&#8220;, &#8220;die bescheidene und angesehene unverheiratete Frau&#8221; bezeichnet. Sie verstarb mit 47 Jahren an einem Herzschlag.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM.jpg' title="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR" data-rl_title="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR. August Goldstein starb mit 23 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="420" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-420x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-420x800.jpg 420w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-841x1600.jpg 841w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-946x1800.jpg 946w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-768x1461.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-807x1536.jpg 807w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-1076x2048.jpg 1076w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-158x300.jpg 158w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM.jpg 1264w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM.jpg' title="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, &#8220;ha-bachur&#8221; (!), starb mit 40 Jahren. Markierung bachur" data-rl_title="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, &#8220;ha-bachur&#8221; (!), starb mit 40 Jahren. Markierung bachur" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, Markierung: HA-BACHUR, Josef Braun starb mit 40 Jahren." data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, &quot;ha-bachur&quot; (!), starb mit 40 Jahren. Markierung bachur" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM.jpg' title="Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), &#8220;ha-betula&#8221;!, starb mit 47 Jahren. Markierung ha-betula" data-rl_title="Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), &#8220;ha-betula&#8221;!, starb mit 47 Jahren. Markierung ha-betula" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), Markierung: HA-BETULA. Maria Werndorfer starb mit 47 Jahren." data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), &quot;ha-betula&quot;!, starb mit 47 Jahren. Markierung ha-betula" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, &#8220;junge Frau&#8221;

<p></p></div>
<p>Weiters finden wir (fast ausschließlich) bei jungen Frauen das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; &#8220;junge Frau&#8221;, &#8220;junges Mädchen&#8221; oder eben mit Artikel <span class="hebrEA" dir="rtl">העלמה</span> &#8220;<em>ha-alma</em>&#8220;, &#8220;die junge Frau&#8221;, &#8220;das junge Mädchen&#8221;.<br />
<a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/hess-johanna-21-august-1895/" title="Interner Link">Johanna (Hendel) Hess</a> starb mit 23 Jahren und 1 Tag am 21. August 1895 an Bauchtyphus in Eisenstadt und wird in Zeile 2 der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, als junge unverheiratete Frau bezeichnet&#8230;(die anmutig wie eine Gazelle, klug und gottesfürchtig sowie der Liebling ihrer Eltern war).</p>
<p><figure id="attachment_21874" aria-describedby="caption-attachment-21874" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA.jpg" data-rel="lightbox-gallery-29" data-rl_title="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA" data-rl_caption="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA" data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA.jpg" alt="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA" width="1200" height="790" class="size-full wp-image-21874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA-600x395.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA-768x506.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA-277x182.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21874" class="wp-caption-text">Grabstein Ausschnitt <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/hess-johanna-21-august-1895/" title="Interner Link">Johanna (Hendel) Hess</a>, 21. August 1895, Markierung: ALMA</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<h3><em>Kleiner Exkurs <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> und <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;alma&#8221; und &#8220;betula&#8221;. </em></h3>
<p>Mag sein, dass dabei zunächst die berühmte Jesajastelle Jesaja 7,14 in den Kopf kommt (Stichwort christliche Weihnachtsbotschaft, Jungfrauengeburt, Prophezeiung des Jesaja&#8230;). Die Diskussion ist bekannt. Manche meinen, dass das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span>, &#8220;<em>alma</em>&#8221; im Jesajavers eben nicht die &#8220;physische Jungfrau&#8221; meint, sondern die junge Frau (die nicht notwendigerweise Jungfrau sein muss). Dass die griechische Bibelübersetzung, die Septuaginta, das hebräische Wort &#8220;<em>alma</em>&#8221; mit Παρθένος, &#8220;parthenos&#8221;, übersetzt, was &#8220;Jungfrau&#8221; bedeutet, wird dabei als Fehlübersetzung betrachtet oder als irrelevant ignoriert.</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">לָ֠כֵ֠ן יִתֵּ֨ן אֲדֹנָ֥י ה֛וּא לָכֶ֖ם א֑וֹת הִנֵּ֣ה <strong>הָעַלְמָ֗ה</strong> הָרָה֙ וְיֹלֶ֣דֶת בֵּ֔ן וְקָרָ֥את שְׁמ֖וֹ עִמָּ֥נוּ אֵֽל׃</span><br />
Siehe, <strong>die Jungfrau</strong> (vs. &#8220;die junge Frau&#8221;) hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben.</p></blockquote>
<p>Sehen wir uns kurz und nur überblicksmäßig die hebräische Bibel an, wie die beiden Wörter verwendet und verstanden werden: </p>
<p><span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, so zum Beispiel Köhler-Baumgartner<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a>, ist ein &#8220;mannbares Mädchen, eine junge Frau&#8221; (bis zur Geburt des 1. Kindes). Gesenius<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a> übersetzt wortident &#8220;mannbares Mädchen&#8221;, weist aber deutlicher darauf hin, dass &#8220;<em>alma</em>&#8221; nicht als &#8220;Jungfrau&#8221; (<span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;), auch nicht als verehelicht od. nicht verehelicht zu verstehen ist.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, so Köhler Baumgartner, ist &#8220;die dem Eheleben noch Entzogene&#8221;, die &#8220;Jungfrau&#8221;, &#8220;das erwachsene Mädchen, das vom Mann nichts weiß&#8221;; auch die Jungfrauen, die als Brautgeleit fungieren, sind <span class="hebrEA" dir="rtl">בְּתוּל֣וֹת</span> (Psalm 45,15 u.a.). Gesenius übersetzt ebenfalls &#8220;Jungfrau&#8221; und zitiert Genesis 24,16a <span class="hebrEA" dir="rtl">וְהַֽנַּעֲרָ֗ טֹבַ֤ת מַרְאֶה֙ מְאֹ֔ד בְּתוּלָ֕ה וְאִ֖ישׁ לֹ֣א יְדָעָ֑הּ</span> &#8220;Das Mädchen war sehr schön, eine Jungfrau, die noch kein Mann erkannt hatte&#8221;.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Eine statistische Anmerkung: Am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt (mit 1.100 Grabsteinen) finden wir 53x das Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, das Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; nur 22x. Einerseits wohl der Geschichte (Belegung 1679 &#8211; 1874) geschuldet, andererseits verständlich, weil (fast immer) <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; im Gegensatz zu <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; altersunabhängig zu verstehen ist.</p>
<p>Gelegentlich finden wir <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; und <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; gemeinsam in einer Inschrift, etwa in jener der Chaidel Singer, die am 13. Oktober 1868 starb und am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt begraben ist. In ihrer Inschrift heißt es in Zeile 2:</p>
<blockquote><p>Es ist sie, die unverheiratete Frau / die Jungfrau (&#8220;<em>betula</em>&#8220;) Chaidel, Tochter des verstorbenen e(hrbaren) H(errn) Arje (= Löb) Singer&#8230;</p></blockquote>
<p>und in Zeile 4:</p>
<blockquote><p>die junge, teure Frau (&#8220;<em>alma</em>&#8220;), anmutsvoll und angesehen&#8230;</p></blockquote>
<figure id="attachment_21906" aria-describedby="caption-attachment-21906" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma.jpg" data-rel="lightbox-gallery-29" data-rl_title="Grabstein Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: BETULA und ALMA" data-rl_caption="[Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: HA-BETULA und HA-ALMA" data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: BETULA und ALMA"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma.jpg" alt="Grabstein Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: BETULA und ALMA" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-21906" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21906" class="wp-caption-text">Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/singer-chaidel-13-oktober-1868/" title="Interner Link">Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer</a>, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: HA-BETULA und HA-ALMA</figcaption></figure>
<p>Da wir in Zeile 6 der hebräischen Inschrift lesen, dass sie in der Blüte ihrer Jahre gestorben ist, dürfen wir davon ausgehen, dass sie bei ihrem Tod wohl zwischen 20 und 40 Jahren alt war.</p>
<p>Ausnahmen, nämlich dass &#8220;<em>alma</em>&#8221; auch bei Frauen verwendet wird, die nicht mehr jung waren bei ihrem Tod, sind sehr selten. So etwa bei <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schick-lea-02-oktober-1873/" title="Interner Link">Lea Schick</a>, Tochter des großen <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schick-moses-17-august-1846/" title="Interner Link">Mose Schick</a>, der väterlicherseits von <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/gelehrte-rabbiner-und-ein-geizhals/" title="Interner Link">Gerschon Saul Jomtov Lipmann Heller</a> abstammt. Lea wird gleich in Zeile 2 als unverheiratete Frau (Jungfrau), also als <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; bezeichnet, und zwei Wörter weiter in derselben Zeile als <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, also eigentlich als &#8220;junge Frau&#8221; (und sehr ähnlich zu Chaidel Singer, mit dem Unterschied, dass Chaidel als junge Frau starb! S.o.).<br />
Lea Schick starb aber in hohem Alter. Auch in ihrer Grabinschrift lesen wir &#8220;Lange währten ihre Tage&#8221;. &#8220;<em>Alma</em>&#8221; ist daher in diesem Fall wohl schwerlich als junge Frau zu verstehen, sondern muss als Frau verstanden werden, die noch keine Kinder bekommen hat. </p>
<p><figure id="attachment_21816" aria-describedby="caption-attachment-21816" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert.jpg" data-rel="lightbox-gallery-29" data-rl_title="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung betula und alma in Zeile 2" data-rl_caption="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung BETULA und ALMA in Zeile 2. Lea Schick starb in hohem Alter." data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung betula und alma in Zeile 2"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert.jpg" alt="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung betula und alma in Zeile 2" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-21816" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21816" class="wp-caption-text">Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schick-lea-02-oktober-1873/" title="Interner Link">Lea Tochter Moses Schick</a>, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung BETULA und ALMA in Zeile 2. Lea Schick starb in hohem Alter.</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8220;, &#8220;Knabe, Jüngling, jedenfalls ein männlicher Mensch, der (noch) nicht verheiratet ist&#8221;, und weiblich <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara</em>&#8220;, &#8220;mannbares, lediges junges Mädchen&#8221;, &#8220;junge Frau&#8221; finden wir für Kinder, die im Alter von nur zwei Jahren verstorben sind (etwa <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-144&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Jizchak</a>, gestorben am 10. März 1620 und begraben am jüdischen Friedhof in Bechhofen, Mittelfranken in Deutschland), genauso wie für Frauen/Männer, die unverheiratet waren und in höherem Alter verstorben sind. So etwa <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-2180&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Abraham Liebmann</a>, der am 09. August 1870 im Alter von 78 (!) Jahren verstorben und auch am jüdischen Friedhof Bechhofen begraben ist. In seiner hebräischen Grabinschrift heißt es übrigens <span class="hebrEA" dir="rtl">נער זקן</span> &#8220;<em>na&#8217;ar saken</em>&#8220;, &#8220;ein betagter Knabe&#8221;.       </p>
<div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8220;, &#8220;Knabe, Jüngling&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נערה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara</em>&#8220;, &#8220;mannbares, lediges junges Mädchen&#8221;
<p></p></div>
<p>Recht häufig finden wir <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara</em>&#8221; &#8220;Mädchen&#8221; in Kombination mit <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, also <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה בתולה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara betula</em>&#8220;, &#8220;jungfräuliches Mädchen&#8221;.<br />
Erwartungsgemäß kommt diese Kombination vor allem bei jungen Frauen zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr bis hinauf ins dritte Lebensjahrzehnt vor. Und doch finden wir die Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה בתולה</span> &#8220;ein Mädchen, eine Jungfrau&#8221; bzw. &#8220;ein jungfräuliches Mädchen&#8221; gelegentlich auch bei älteren Frauen: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-2280&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Babette (Babette bat Jaakow) Reinemann</a>, gest. 12. Juni 1917 und begraben am jüdischen Friedhof in Bechhofen starb im Alter von 50 Jahren und wird in der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה בתולה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara betula</em>&#8220;, &#8220;jungfräuliches Mädchen&#8221; bezeichnet. Dieselbe Formulierung findet sich bei <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-1909&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Sara Steinbock aus Cronheim</a>, die am 18. März 1865 ledig verstarb und 84 Jahre alt war. Begraben ist Sara Steinbeck auch am jüdischen Friedhof in Bechhofen.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM.jpg' title="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#8217;ARA. Gestorben mit 13 Jahren" data-rl_title="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#8217;ARA. Gestorben mit 13 Jahren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#039;ARA. Sidonia Steinbach starb mit 13 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#039;ARA. Gestorben mit 13 Jahren" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M.jpg' title="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#8217;ARA BETULA. Gestorben mit 21 Jahren" data-rl_title="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#8217;ARA BETULA. Gestorben mit 21 Jahren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#039;ARA BETULA. Amalia Gerstl starb mit 21 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#039;ARA BETULA. Gestorben mit 21 Jahren" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM.jpg' title="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#8217;ARA HA-BETULA[10]" data-rl_title="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#8217;ARA HA-BETULA[10]" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#039;ARA HA-BETULA. Alice Wolf starb mit 27 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#039;ARA HA-BETULA[10]" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Attribute</h3>
<div id="schaaschuim"></div>
<div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">יֶ֣לֶד שַׁעֲשֻׁעִ֔ים</span>, &#8220;<em>jeled scha&#8217;aschu&#8217;im</em>&#8220;, &#8220;ein Kind der Liebkosungen&#8221;

<p></p></div>
<p>Eines der häufigsten Attribute für Kinder (sowohl bei Mädchen als auch bei Buben) ist <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד שעשועים</span>, &#8220;<em>jeled scha&#8217;aschu&#8217;im</em>&#8220;, Jeremia 31,20 (über Ephraim): <span class="hebrEA" dir="rtl">יֶ֣לֶד שַׁעֲשֻׁעִ֔ים</span> &#8220;ein liebes Kind&#8221; oder &#8220;ein Kind der Liebkosungen&#8221; (nota bene: dabei wird nicht unterschieden, ob das Kind männlich oder weiblich ist, man hält sich ausnahmslos ans Bibelzitat!).<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div><br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M.jpg' title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" data-rl_title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM. Peralina starb mit 7 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-22" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M.jpg' title="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" data-rl_title="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM. Saly starb mit 10 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-22" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM.jpg' title="Grabstein Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" data-rl_title="Grabstein Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Wolf (Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee) Preisach, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM. Meir Wolf starb als Kind" data-rel="lightbox-gallery-22" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
</p>
<div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נחמד \ נחמדה</span>, &#8220;<em>nechmad / nechmada</em>&#8221; (m/F), &#8220;liebenswürdig&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נעים \ נעימה</span>, &#8220;<em>na&#8217;im / ne&#8217;ima</em>&#8221; (m/f), &#8220;anmutsvoll&#8221;

<p></p></div>
<p>Attribute wie <span class="hebrEA" dir="rtl">נחמד \ נחמדה</span> &#8220;<em>nechmad / nechmada</em>&#8221; (männlich / weiblich), &#8220;liebenswürdig&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">נעים \ נעימה</span> <em>na&#8217;im /ne&#8217;ima</em>, &#8220;liebenswert / anmutsvoll&#8221;, kommen zwar immer wieder bei Kindern vor, wir finden sie aber ebenso bei jungen Menschen und mitunter sogar bei sehr alten Personen. So starb <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2519&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Chawa (Eva)</a>, das Kind von Natan Dajan, im Jahr 1700 mit 2.5 Jahren und ist am jüdischen Friedhof in der Königsstraße, Hamburg-Altona, begraben. Chawa wird in der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה נחמדה</span>, &#8220;<em>jalda nechmada</em>&#8220;, als &#8220;liebenswürdiges Mädchen&#8221; bezeichnet.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=kre-148&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Anna Maria Leyser geb. Horn</a>, Witwe des Kaufmanns Jacob Leyser und Tochter des Trödlers Burghard Horn und der Rachel Markus, starb mit 75 Jahren am 30. März 1876 und ist am alten jüdischen Friedhof in Krefeld begraben. Sie wird in der hebräischen Grabinschrift als &#8220;liebenswürdige Frau&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">אשה נחמדה</span> &#8220;<em>ischa nechmada</em>&#8220;, bezeichnet.<br />
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass <span class="hebrEA" dir="rtl">נעים \ נעימה</span> insbesondere auch in Zusammenhang mit einer schönen &#8220;angenehmen&#8221; Stimme vorkommt.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM.jpg' title="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA" data-rl_title="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA &#039;Die unverheiratete liebenswürdige Frau&#039;" data-rel="lightbox-gallery-23" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M.jpg' title="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874" data-rl_title="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874, Markierung: HA-BACHUR HA-NECHMAD &#039;der junge unverheiratete, liebenswürdige Mann&#039; (starb mit 16 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-23" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM.jpg' title="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836," data-rl_title="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836," class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836, Markierung: HA-JELED HA-NECHMAD &#039;der liebenwerte Bub&#039; (starb mit 10 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-23" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836," srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM.jpg' title="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914" data-rl_title="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914, Markierung: ISCH NECHMAD WE-NA&#039;IM &#039;ein liebenswürdiger, freundlicher Mann&#039; (starb mit 69 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-23" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM.jpg' title="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765" data-rl_title="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765, Markierung: HA-JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM NECHMAD WE-NA&#039;IM &#039;ein Knabe der Liebkosungen, liebenswert und anmutsvoll&#039;" data-rel="lightbox-gallery-23" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM.jpg' title="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843" data-rl_title="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843, Markierung: BEN NECHMAD WE-NA&#039;IM &#039;ein liebenswürdiger und anmutsvoller Sohn&#039; (starb mit 10 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-23" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Häufig finden wir bei vor allem noch sehr jungen Kindern das Attribut <span class="hebrEA" dir="rtl">רך</span> &#8220;<em>rach</em>&#8221; bzw. <span class="hebrEA" dir="rtl">רכּה</span> &#8220;<em>raka</em>&#8221; (weiblich), &#8220;zart&#8221;.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM.jpg' title="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898," data-rl_title="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898," class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898, Markierung: JALDA RAKA, &quot;ein zartes Mädchen&quot;. Berta Ungar starb mit 4 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-24" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898," srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM.jpg' title="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907," data-rl_title="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907," class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907, Markierung: JELED RACH, &quot;ein zartes Kind&quot;. Egon Kollmann starb bei seiner Geburt" data-rel="lightbox-gallery-24" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907," srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M.jpg' title="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841" data-rl_title="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841, Markierung: HA-JELED RACH, &quot;das zarte Kind&quot;. August Grünhut starb mit 7 Monaten" data-rel="lightbox-gallery-24" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Im Gegensatz dazu finden wir die Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">רך (ב)שנים</span> &#8220;<em>rach (ba)schanim</em>&#8221; bzw. <span class="hebrEA" dir="rtl">רכּה בשנים</span> (weiblich) &#8220;<em>raka ba-schanim</em>&#8220;, &#8220;zart an Jahren&#8221; vor allem bei jungen Frauen, etwa, wenn sie im Kindbett gestorben sind.</p>
<p>Eine wirklich seltene Ausnahme ist die hebräische Grabinschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/ungar-nanetti-15-oktober-1834/" title="Interner Link">Nanetti Ungar</a>, die am 15. Oktober  1834 mit 53 (!) Jahren starb und als &#8220;teure Frau, jung an Jahren&#8221; bezeichnet wird (siehe unten Beispielfotos 3. Reihe 1. Foto links).</p>
<p><div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">רך בשנים</span> &#8220;<em>rach ba-schanim (m), <span class="hebrEA" dir="rtl">רכּה בשנים</span> &#8220;</em><em>raka ba-schanim&#8221; (f), &#8220;zart an Jahren&#8221;
<p></p></em></div><br />
Zu <span class="hebrEA" dir="rtl">רך (ב)שנים</span> &#8220;<em>rach (ba)schanim</em>&#8221; siehe den Kommentar des Raschi sowie den Targum zu Genesis 41,43 &#8220;&#8230;man rief vor ihm (Josef) aus: &#8216;Abrech&#8217;&#8230;&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">&#8230;ויקראו לפניו אברך&#8230;</span>. Die Buchstaben des Wortes <span class="hebrEA" dir="rtl">אברך</span> &#8220;<em>avrech</em>&#8221; werden als Notarikon gesehen und in die Eigenschaften Josefs aufgelöst: <span class="hebrEA" dir="rtl">אב בחכמה</span> &#8220;<em>av be-chochma</em>&#8221; und <span class="hebrEA" dir="rtl">רך</span> &#8220;<em>rach</em>&#8220;, &#8220;ein Vater der Weisheit&#8221; und &#8220;jung/zart an Jahren&#8221;; s. auch GenesisRabba 90,3 mit gleicher Deutung.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM.jpg' title="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739" data-rl_title="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739, Markierung: JELED...RACH BA-SCHANIM, Samuel Oppenheim starb als (kleines) Kind" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM.jpg' title="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" data-rl_title="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M.jpg' title="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919" data-rl_title="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919, Markierung: HA-RAKA BA-SCHANIM, Helen Wieder starb mit 33 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM.jpg' title="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759" data-rl_title="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759, Markierung: HA-JELED RACH BA-SCHANIM, Ahron Goldschmidt starb als kleines Kind" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M.jpg' title="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855" data-rl_title="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855, Markierung: HA-RAKA BA-SCHANIM, &quot;die Zarte an Jahren&quot;. Ester verstarb als junge Frau" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M.jpg' title="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928" data-rl_title="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928, Markierung: RACH BA-SCHANIM, &quot;zart an Jahren&quot;. Israel Riegler starb als sehr junger Mann" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM.jpg' title="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834" data-rl_title="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834, Markierung: HA-ISCHA...RAKA BA-SCHANIM, &quot;Die Frau...zart an Jahren&quot;. Nanetti Ungar starb mit 53 (!) Jahren" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM.jpg' title="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865" data-rl_title="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865, Markierung: HA-BETULA RAKA BA-SCHANIM, &quot;die teure Frau unverheiratete Frau, jung an Jahren&quot;. Line Mitzger starb mit 22 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM.jpg' title="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" data-rl_title="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, &quot;zart an Jahren&quot;. Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG.jpg' title="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732" data-rl_title="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732, Markierung: JELED...RACH BA-SCHANIM &quot;ein (liebes) Kind, jung an Jahren&quot;" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM.jpg' title="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895" data-rl_title="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895, Markierung: NA&#039;ARA RAKA BA-SCHANIM, &quot;ein Mädchen, jung an Jahren&quot;. Bertha Her(r)mann starb mit 13 Jahren an Bauchtyphus" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M.jpg' title="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" data-rl_title="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" data-rel="lightbox-gallery-25" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Recht beliebt ist bei männlichen Jugendlichen auch ein Zitat aus dem Traktat Kidduschin 32b des babylonischen Talmud: <span class="hebrEA" dir="rtl">יניק וחכים</span> &#8220;<em>janik we-chakim</em>&#8220;, &#8220;der Knabe, ein Junger und Gelehrter&#8221; nach einem Zitat aus dem babylonischen Talmud, Traktat Kidduschin 13b.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM.jpg' title="Grabstein Josef ben David Mattersdorf, 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788" data-rl_title="Grabstein Josef ben David Mattersdorf, 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Josef ben David Breuer (Mattersdorf), 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788, Markierung: JANIK WE-CHAKIM" data-rel="lightbox-gallery-26" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Josef ben David Mattersdorf, 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM.jpg' title="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749" data-rl_title="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749, Markierung: JANIK WE-CHAKIM" data-rel="lightbox-gallery-26" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM.jpg' title="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686" data-rl_title="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686, Markierung: JANIK WE-CHAKIM" data-rel="lightbox-gallery-26" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p><div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה קטנה</span>, &#8220;<em>jalda ktana</em>&#8220;, &#8220;kleines Mädchen&#8221;

<p></p></div><br />
Vielleicht prima vista nicht ganz verständlich ist, obwohl es doch öfter vorkommt, dass &#8220;kleines Mädchen&#8221; mit der Statusangabe &#8220;Frau&#8221; gepaart wird, also etwa &#8220;hier liegt begraben das kleine Mädchen, Frau XY&#8230;&#8221;. <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/lichtenstadt-roesel-22-februar-1720/" title="Interner Link">Rösel Lichtenstadt</a> starb im Februar 1720 und wird in der hebräischen Grabinschrift sowohl als &#8220;kleines Mädchen&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה קטנה</span> &#8220;<em>jalda ktana</em>&#8221; bezeichnet als auch als &#8220;Frau&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">מ&#8217;</span> &#8220;m'&#8221;, abgekürzt für <span class="hebrEA" dir="rtl">מרת</span> &#8220;<em>marat</em>&#8220;. Also vor dem Namen eine Statusangabe (&#8220;Frau&#8221;), die uns deutlich zeigt, dass Statusangaben nie verlässliche Hinweise auf das Alter der oder des Verstorbenen liefern. In diesem Fall gibt es nicht einmal einen Hinweis auf den Lebensabschnitt, in dem sich die Verstorbene befand (wie es etwa bei <span class="hebrEA" dir="rtl">כלה</span> &#8220;<em>kalla</em>&#8220;, &#8220;Braut&#8221; der Fall wäre, s. u. Foto Jachedl Piesling). Sehr ähnlich bei <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=wnk-11&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Friederike Liebmann (Lea Reichele bat Mosche)</a>, die am 18. März 1820 im Alter von 11 Monaten in Kusterdingen-Wankheim (nahe Stuttgart) starb und in Zeile 2 der hebräischen Grabinschrift ebenfalls als &#8220;kleines Mädchen&#8221; und &#8220;Frau&#8221; bezeichnet wird.</p>
<p>Oft wird <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה קטנה</span> &#8220;<em>jalda ktana</em>&#8220;, &#8220;kleines Mädchen&#8221; mit <span class="hebrEA" dir="rtl">משכלת גדולה</span> &#8220;<em>maskelet gdola</em>&#8220;, &#8220;große Verständige&#8221; ergänzt, dem gelegentlich dann noch das &#8220;Frau&#8221; folgt. Ob die &#8220;große Verständige&#8221; auch bei Rösel Lichtenstadt etwa mitschwingt und zB aus Platzgründen nicht ergänzt werden konnte, lässt sich schwer beurteilen. Das biblische Zitat dahinter ist Sprüche 19,14: <span class="hebrEA" dir="rtl">אִשָּׁ֥ה מַשְׂכָּֽלֶת׃</span> &#8220;verständige  Frau&#8221;. </p>
<p><figure id="attachment_22309" aria-describedby="caption-attachment-22309" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM.jpg" data-rel="lightbox-gallery-29" data-rl_title="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834" data-rl_caption="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834, Markierung: JALDA MASKELET &quot;(Dies ist das Grabmal von Rachel, dem) VERSTÄNDIGEN (und liebenwerten) MÄDCHEN&quot;. Regina Horwitz starb mit 3 Jahren" data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM.jpg" alt="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834" width="1920" height="2560" class="size-full wp-image-22309" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1536x2048.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22309" class="wp-caption-text">Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/horowitz-regina-23-september-1834/" title="Interner Link">Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz)</a>, 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834, Markierung: JALDA MASKELET &#8220;(Dies ist das Grabmal von Rachel, dem) VERSTÄNDIGEN (und liebenswerten) MÄDCHEN&#8221;. Regina Horwitz starb mit 3 Jahren</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>In jedem Fall ist das &#8220;Frau&#8221; in Kombination mit &#8220;kleinem Mädchen&#8221; immer eine idealisierende Formulierung.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM.jpg' title="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT" data-rl_title="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT, &quot;das kleine Mädchen, Frau...&quot;" data-rel="lightbox-gallery-27" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM.jpg' title="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#8217;IMA KTANA" data-rl_title="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#8217;IMA KTANA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#039;IMA KTANA. &quot;ein liebenswertes kleines Mädchen&quot;. Juli Pollak starb mit 2 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-27" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#039;IMA KTANA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1.jpg' title="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT)" data-rl_title="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT), &quot;die Braut, F(rau)...&quot;" data-rel="lightbox-gallery-27" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Wesentlich spärlicher ist das Vorkommen der analogen maskulinen Formen. Für <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד קטן</span> &#8220;<em>jeled katan</em>&#8220;, &#8220;Das kleine männliche Kind&#8221; / &#8220;der kleine Bub&#8221;, kenne ich keinen einzigen Beleg, für <span class="hebrEA" dir="rtl">הנער קטן</span> &#8220;<em>ha-na&#8217;ar katan</em>&#8221; bzw. ohne Artikel <span class="hebrEA" dir="rtl">נער קטן</span> &#8220;<em>na&#8217;ar katan</em>&#8220;, &#8220;(der) kleine Knabe&#8221; konnte ich auch nur zwei Belege finden: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-1775&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Michel ben Josef Ansbach</a>, gest. am 05. September 1759, begraben am jüdischen Friedhof Bechhofen. Michel Ansbach wird als &#8220;kleiner Knabe und großer Verständiger&#8221; bezeichnet. Fast identisch bei <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-1775&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Netanel ben David Ber Baum</a>, der wahrscheinlich Mai/Juni 1854 verstarb, auch am jüdischen Friedhof Bechhofen begraben ist und ebenfalls als &#8220;kleiner Knabe und großer Verständiger&#8221; bezeichnet wird.<br />
Wenig überraschend, dass wir nur einen einzigen Beleg finden für die Kombination von <span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8221; und &#8220;Herr&#8221; bzw. &#8220;geehrter Herr&#8221;: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bng-43&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Felix (Kaleb ben Chaim) Schnapper</a>, gest. 10. März 1867 und begraben am jüdischen Friedhof in Bingen (Deutschland), wird in der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;Jüngling&#8221; bezeichnet und als &#8220;geehrter Herr&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8221;ה</span>. Nun wäre man sicherlich, wäre sein Sterbealter nicht bekannt, geneigt zu fragen, warum ein Knabe mit vermutlich 13 oder 15 Jahren als &#8220;geehrter Herr&#8221; tituliert wird. Felix Schnapper war allerdings nachweislich 42 Jahre alt, als er verstarb. Folglich stellt sich die Frage, warum er als <span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8221; bezeichnet wird in diesem Alter. Wahrscheinlich war er unverheiratet, <span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;bachur&#8221;, &#8220;unverheirateter Mann&#8221; würde vielleicht eher zu erwarten sein.</p>
<p>Nur am Rande noch ein &#8220;nota bene&#8221;: Vorsicht ist geboten bei der Übersetzung des hebräischen <span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8217;</span> &#8220;k&#8221;. Die korrekte Übersetzung dieser Abkürzung von <span class="hebrEA" dir="rtl">כבוד</span> &#8220;kvod&#8221; vor einem Namen ist &#8220;der ehrenwerte N. N.&#8221;, aber eben nicht &#8220;der ehrenwerte Herr N. N.&#8221;! Wenn &#8220;der ehrenwerte Herrr&#8221; gemeint wäre, würde <span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8221;ה</span> für <span class="hebrEA" dir="rtl">כבוד הרב</span> &#8220;kvod ha-rev&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">כבוד האדון</span> &#8220;kvod ha-adon&#8221; stehen.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM.jpg' title="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" data-rl_title="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD),&quot;der junge Mann, der geehrte (NN)&quot;" data-rel="lightbox-gallery-28" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM.jpg' title="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" data-rl_title="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD), &quot;der junge Mann, der geehrte (NN)&quot;" data-rel="lightbox-gallery-28" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM.jpg 1350w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p><div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נקטף באבו</span> &#8220;<em>niktaf be-ibo</em>&#8221; (m), <span class="hebrEA" dir="rtl">נקטפה באבה</span> &#8220;<em>niktefa be-iba</em>&#8221; (f), &#8220;gepflückt in seiner / ihrer Blüte&#8221;
<p></p></div><br />
Abschließend erwähnt werden soll noch die häufig anzutreffende Formulierung &#8220;gepflückt (noch) in seiner Blüte&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">נקטף באבו</span> &#8220;<em>niktaf be-ibo</em>&#8221; bzw. weiblich <span class="hebrEA" dir="rtl">נקטפה באבה</span> &#8220;<em>niktefa be-iba</em>&#8220;, &#8220;gepflückt in ihrer Blüte&#8221; nach Ijob 8,12 <span class="hebrEA" dir="rtl">עֹדֶ֣נּוּ בְ֭אִבּוֹ לֹ֣א יִקָּטֵ֑ף</span> &#8220;<em>odenu be-ibo lo jikatef</em>&#8220;, &#8220;in Blüte und noch nicht gemäht&#8221;.<br />
Zumindest ebenso häufig begegnen wir der Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">בחצי ימיו</span> &#8220;<em>ba-chazi jamav</em>&#8221; bzw. weiblich <span class="hebrEA" dir="rtl">בחצי ימיה</span> &#8220;<em>ba-chazi jameha</em>&#8220;, &#8220;zur Hälfte seiner / ihrer Tage&#8221; (vgl. Psalm 102,25 &#8220;Mein Gott, raff mich nicht hinweg in der Mitte meines Lebens&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">אֵלִ֗י אַֽל־תַּ֭עֲלֵנִי בַּחֲצִ֣י יָמָ֑י</span>). </p>
<p>Es handelt sich dabei in beiden Fällen naturgemäß um keine Formulierungen in Inschriften auf Gräbern von sehr kleinen (jungen) Kindern, also Kindern in den ersten Lebensjahren, sondern wird meist verwendet bei jung Verstorbenen im Alter von ca. 20 bis ca. 50 Jahren (gleichermaßen bei Frauen als auch Männern).<br />
Trotzdem finden wir die Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">עוד באבו</span> &#8220;<em>od be-ibo</em>&#8220;, &#8220;noch in seiner Blüte&#8221;, o. Ä., auch in Inschriften auf Grabsteinen von Kindern, die aber keine Kleinkinder mehr sind, wie etwa <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/einhorn-arpad-17-juli-1899/" title="Interner Link">Arpad Einhorn</a>, der am 17. Juli 1899 mit 12 Jahren verstarb (siehe unten auch das erste Bildbeispiel).</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM.jpg' title="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899" data-rl_title="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899, Markierung: WE-OD BE-IBO &quot;und noch in seiner Blüte&quot;. Arpad Einhorn starb mit 12 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM.jpg' title="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887" data-rl_title="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887, Markierung: NIKTAF BE-IBO &quot;gepflückt in seiner Blüte&quot;. Samu Breier starb mit 40 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM.jpg' title="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750" data-rl_title="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750, Markierung: BA-CHAZI JAMAV &quot;in der Mitte seiner Tage&quot;" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM.jpg' title="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846" data-rl_title="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846, Markierung: NIKTAF BE-IBO &quot;gepflückt in seiner Blüte&quot;. Moritz Weiß starb mit 37 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM.jpg' title="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905" data-rl_title="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905, Markierung: BA-CHAZI JAMEHA &quot;in der Mitte ihrer Tage&quot;. Jenny Müller starb im 42. Lebensjahr" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM.jpg' title="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &#8220;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&#8221;" data-rl_title="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &#8220;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&#8221;" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &quot;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&quot;. Gütel Lichtenstern starb mit 29 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &quot;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&quot;" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM.jpg' title="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859" data-rl_title="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859, Markierung: ODENU BE-IBO &quot;noch in seiner Blüte&quot;" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM.jpg' title="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901" data-rl_title="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901, Markierung: BA-CHAZI JAMEHA &quot;in der Mitte ihrer Tage&quot;. Therese Hecht starb mit 42 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M.jpg' title="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831" data-rl_title="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831, Markierung: BA-CHAZI JAMAV, &quot;in der Mitte seiner Tage&quot;. Michael Rosauer starb mit 31 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-29" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Kennen wir die wichtigsten für Inschriften auf Gräbern von Kindern und jungen Verstorbenen typischen Formulierungen, hilft uns das zu erkennen, dass wir, so diese vorkommen, üblicherweise nicht mit Verstorbenen höheren Alters rechnen dürfen.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Lexicon in Veteris Testament Libros. Köhler, Ludwig und Walter Baumgartner, Leiden 1958 [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Gesenius Wilhelm, Handwörterbuch über das Alte Testament, Leipzig <sup>14</sup> 1905 [<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Über den Geschriebenstein nach Rechnitz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 18:39:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[rechnitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ein Ausflug in den Süden, nach Rechnitz. Natürlich über den Geschriebenstein. Es ist dies der höchste Berg im Burgenland und Westungarns. Auf seinem Gipfel befindet man sich genau an der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ein Ausflug in den Süden, nach Rechnitz. Natürlich über den Geschriebenstein. Es ist dies der höchste Berg im Burgenland und Westungarns. Auf seinem Gipfel befindet man sich genau an der österreichisch-ungarischen Grenze. Abe das eigentlich Traurige war, dass ich nach 39 Jahren Burgenland nicht wusste, warum der Geschriebenstein Geschriebenstein heißt. Weil er, so lesen wir, die niedergeschriebene Grenze zwischen den Esterházys im Norden und den Batthyánys im Süden bezeichnet. Man lernt eben nie aus&#8230;</p>
<p>Ein paar Meter nach der Ortstafel schon die &#8220;Judengasse&#8221; rechter Hand, Erinnerung an die ehemalige jüdische Gemeinde Rechnitz, die nördlichste der jüdischen Gemeinden unter dem Schutz der Batthyánys.</p>
<p>Schon 1527 werden die ersten Juden erwähnt, 1649 hatten sie ihre erste Synagoge.</p>
<blockquote><p>Nach dem amtlichen Bericht des kaiserlichen Hauptmannes Ferdinand Olischer von Ehrenfels vom Jahre 1677 halten sich in der Rechnitzer Herrschaft viele welsche Juden auf. Diese verkleiden sich als Christen, bekommen vom Grafen Christoph Batthyány, der ihnen Unterschlupf gewährt, Pässe, mit denen sie mehrmals im Jahre nach Venedig reisen und von dort Juwelen und Kleinode im Werte von vielen tausend Talern nach Innerösterreich einführen, ohne eine Maut oder Dreissigst zu zahlen. Nach einer solchen Abreise erhält der Graf jedesmal von diesen je 6 Reichstaler. Dies habe ein alter Jude namens Gedeon, wohnhaft in Rechnitz, erzählt.</p></blockquote>
<p><cite>Klein K., Geschichte der Juden in Rechnitz, in: Hugo Gold, Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes, Tel Aviv 1970</cite></p>
<p>Im Jahre 1850 wohnten 850 Jüdinnen und Juden in Rechnitz, die meist im Handel und im Gewerbe tätig waren<br />
Einige Jahre davor, 1832, wurde am 10. Dezember der spätere Schöpfer des Fiakerliedes, Gustav Pick in Rechnitz geboren. Eine Gedenktafel auf seinem Geburtshaus erinnert an den berühmten Musiker und Komponist.</p>
<p>Nur wenige 100 Meter weiter der Kreuzstadl, die Ruine am ehemaligen Meierhof der Batthyánys, heute Symbol für eines der grausamsten Verbrechen der NS-Zeit, aber auch für die Verdrängung in den Jahren und Jahrzehnten danach. In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1945 wurden ungefähr 180 kranke und körperlich geschwächte ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in der Nähe des Kreuzstadls in Rechnitz ermordet und verscharrt. Bis heute läuft die Suche ergebnislos. Am kommenden Sonntag findet die jährliche Gedenkfeier statt. Siehe v.a. die Gedenkinitiative <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'refugius.at...'" href="https://www.refugius.at/index.php/de/der-verein">RE.F.U.G.I.U.S.</a>.</p>
<p>Am jüdischen Friedhof am Ortsausgang gibt es heute, gemessen am doch großen Gelände wenige Grabsteine. Auf über 8.000m2 gerademal 186 Grabsteine. Schade, dass die umgeworfenen und abgebrochenen Grabsteine zum Großteil nicht an die Mauer gestellt sind, sondern lieblos übereinander geworfen wurden, mit der Inschrift nach unten, sodass kaum eine Inschrift lesbar ist. Ich kam heute nach Rechnitz, um den Grabstein eines 1819 verstorbenen Gelehrten und Rabbiners zu finden, für einen seiner Nachkommen in den USA. Leider konnte ich den Grabstein nicht finden, obwohl ich die große Hoffnung habe, dass er sich unter den Fragmenten befindet.</p>
<p>Obwohl wirklich viel gemacht wurde in den letzten Jahrzehnten und gemacht wird, auch in Rechnitz ist noch viel zu tun&#8230;</p>
<p><div class="clearfix">&nbsp;</div><br />
<em>Update 21h:</em> Wie ich in einem <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu Facebook" href="https://www.facebook.com/transkribierer/posts/pfbid02tpgCjKtV1kYwVWAYMV8zz5WHFZGoympHRZ5j2WktbhUvtJkuf1wqskrKWz6GjhRKl?comment_id=7610143362329300&amp;__cft__[0]=AZWLLI9mq38tlvmbd_pbRMA0uAcai_cVbdZpZbDUSAU3_c9Vldf7kjWgqNBiQ3TbaItwG1qb1PpFYgasdlkZ4Pni4kFDdKnSs2L3QRXhuY79A18i1WjVXnO1y2JG7ZGsDgLuNW--M6BRJZUxtG57Gs954uoN4Q0hfvly_x1K6uDByl1I1JZzRhezpSrOIPwYMso&amp;__tn__=R]-R">Facebookkkommentar</a> eben erfahre, ist es geplant, die Grabsteinfragmente auch am jüdischen Friedhof von Rechnitz so aufzustellen, dass die Inschriften lesbar sind. Schöne Nachrichten, danke!<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><em>Update 21. März 17.12h:</em> Vielen Dank an Herrn Oliver Oszwald, der mir seine wirklich qualitativ hochwertigen Fotos zur Verfügung stellte. Alle seine Fotos wurden ebenfalls am 21. März um ca. 11h aufgenommen und sind hier mit seiner Autorenschaft gekennzeichnet.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO34.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12.jpg' title="Grabstein Leopold Schabsel, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Grabstein Leopold Schabsel, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Leopold Schabsel, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Leopold Schabsel, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO12.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO11.jpg' title="Gedenkstein für Sandor Braun, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Gedenkstein für Sandor Braun, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Gedenkstein für Sandor Braun, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO11.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Gedenkstein für Sandor Braun, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO11.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO11-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO11-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO11-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO11-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO10.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO10.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO10.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO10-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO10-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO10-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO10-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO9.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1460" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO9.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO9.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO9-600x456.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO9-768x584.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO9-1536x1168.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO9-277x211.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO8.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO7.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO6.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO6.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO6.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO6-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO6-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO6-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO6-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO5.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO5.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO5.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO5-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO5-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO5-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO5-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4.jpg' title="Grabstein Heinrich Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Grabstein Heinrich Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Heinrich Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Heinrich Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO4.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2.jpg' title="Grabstein Alexander Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver OszwaldO2" data-rl_title="Grabstein Alexander Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver OszwaldO2" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Alexander Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Alexander Rechtnitz, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO2.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO1.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO1.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO1.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO1-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO1-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO1-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO1-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitz0030.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rehcnitzKSSchalom.jpg' title="Kreuzstadl Rechnitz" data-rl_title="Kreuzstadl Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Kreuzstadl Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rehcnitzKSSchalom.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Kreuzstadl Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rehcnitzKSSchalom.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rehcnitzKSSchalom-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rehcnitzKSSchalom-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rehcnitzKSSchalom-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rehcnitzKSSchalom-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO13.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO33.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO25.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO25.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO25.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO25-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO25-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO25-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO25-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO24.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1190" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO24.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO24.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO24-600x372.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO24-768x476.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO24-1536x952.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO24-277x172.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23.jpg' title="Grabstein Jenö Margarethen, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Grabstein Jenö Margarethen, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jenö Margarethen, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="923" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-923x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Jenö Margarethen, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-923x1600.jpg 923w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-1039x1800.jpg 1039w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-462x800.jpg 462w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-768x1331.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-886x1536.jpg 886w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-1182x2048.jpg 1182w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23-173x300.jpg 173w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO23.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 923px) 100vw, 923px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO22.jpg' title="Grabstein Julie Leitner, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Grabstein Julie Leitner, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Julie Leitner, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1356" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO22.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Julie Leitner, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO22.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO22-600x424.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO22-768x542.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO22-1536x1085.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO22-277x196.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO21.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO21.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO21.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO21-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO21-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO21-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO21-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20-1067x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO20.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO19.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO19.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO19.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO19-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO19-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO19-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO19-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1130" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18-600x353.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18-768x452.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18-1536x904.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18-277x163.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO18-512x300.jpg 512w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO16.jpg' title="Grabstein David Gutmann, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rl_title="Grabstein David Gutmann, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein David Gutmann, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO16.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein David Gutmann, jüdischer Friedhof Rechnitz, Foto: Oliver Oszwald" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO16.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO16-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO16-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO16-1536x1024.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/jFHRechnitzOO16-277x185.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL.jpg' title="Grabstein unleserlich, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein unleserlich, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein unleserlich, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein unleserlich" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzUL.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-scaled.jpg' title="Tafel vor dem Eingang in den jüdischen Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Tafel vor dem Eingang in den jüdischen Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tafel vor dem Eingang in den jüdischen Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Tafel vor dem Eingang in den jüdischen Friedhof Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-1536x2048.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzTafel-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann.jpg' title="Grabstein Anna Spielmann, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Anna Spielmann, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Anna Spielmann, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Anna Spielmann" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpielmann.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJudengasse.jpg' title="Judengasse in Rechnitz" data-rl_title="Judengasse in Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Judengasse in Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJudengasse.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Judengasse in Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJudengasse.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJudengasse-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJudengasse-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJudengasse-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJudengasse-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer.jpg' title="Grabstein Josef Breyer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Josef Breyer, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Josef Breyer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Josef Breyer" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzJBreyer.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer.jpg' title="Grabstein Heinrich Holczer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Heinrich Holczer, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Heinrich Holczer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Heinrich Holczer" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHolczer.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH.jpg' title="Grabstein Heinrich Hofmann, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Heinrich Hofmann, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Heinrich Hofmann, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Heinrich Hofmann" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHofmanH.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler.jpg' title="Grabstein Joachim Heitler, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Joachim Heitler, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Joachim Heitler, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Joachim Heitler" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzHeitler.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner.jpg' title="Grabstein Rosalia und Eduard Graner, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Rosalia und Eduard Graner, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rosalia und Eduard Graner, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Rosalia und Eduard Graner" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGraner.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick.jpg' title="Gedenktafel am Geburtshaus von Gustav Pick" data-rl_title="Gedenktafel am Geburtshaus von Gustav Pick" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Gedenktafel am Geburtshaus von Gustav Pick" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1162" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick-1162x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Gedenktafel am Geburtshaus von Gustav Pick" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick-1162x1600.jpg 1162w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick-581x800.jpg 581w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick-768x1057.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick-1116x1536.jpg 1116w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick-218x300.jpg 218w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzGPick.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1162px) 100vw, 1162px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFragmente.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Fragmente" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Fragmente" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Fragmente" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFragmente.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Fragmente" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFragmente.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFragmente-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFragmente-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFragmente-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFragmente-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP2.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP2.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP2.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP2-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP2-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP2-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP2-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Panorama" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHP-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer2.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Grabsteine an der Mauer" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Grabsteine an der Mauer" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Grabsteine an der Mauer" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer2.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabsteine an der Mauer" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer2.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer2-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer2-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer2-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer2-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Grabsteine an der Mauer" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Grabsteine an der Mauer" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz, Grabsteine an der Mauer" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabsteine an der Mauer" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzFHMauer-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel.jpg' title="Grabstein Moritz Engel, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Moritz Engel, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moritz Engel, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Moritz Engel" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzEngel.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz.jpg' title="Grabstein Cäcilie Sophie Schwarz, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Cäcilie Sophie Schwarz, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Cäcilie Sophie Schwarz, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Cäcilie Sophie Schwarz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzCSSchwarz.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSM.jpg' title="Kreuzstadl, Rechnitz" data-rl_title="Kreuzstadl, Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Kreuzstadl, Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSM.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Kreuzstadl, Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSM.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSM-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSM-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSM-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSM-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSMuseum.jpg' title="Museum beim Kreuzstadl, Rechnitz" data-rl_title="Museum beim Kreuzstadl, Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Museum beim Kreuzstadl, Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSMuseum.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Museum beim Kreuzstadl, Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSMuseum.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSMuseum-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSMuseum-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSMuseum-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSMuseum-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSP.jpg' title="Kreuzstadl Rechnitz" data-rl_title="Kreuzstadl Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Kreuzstadl Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSP.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Kreuzstadl Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSP-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSP-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSP-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzKSP-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler.jpg' title="Grabstein Max und Rosi Spiegler, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Max und Rosi Spiegler, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Max und Rosi Spiegler, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Max und Rosi Spiegler" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSpiegler.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof.jpg' title="Grabstein Moritz Schulhof, jüdischer Friedhof Rechnitz Mauer" data-rl_title="Grabstein Moritz Schulhof, jüdischer Friedhof Rechnitz Mauer" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moritz Schulhof, jüdischer Friedhof Rechnitz Mauer" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Moritz Schulhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchulhof.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz.jpg' title="Grabstein Siegmund und Samuel Schulz, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Siegmund und Samuel Schulz, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Siegmund und Samuel Schulz, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Siegmund und Samuel Schulz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchatz.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel.jpg' title="Grabstein Betti Schabsel, 1911, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Betti Schabsel, 1911, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Betti Schabsel, 1911, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Betti Schabsel, 1911" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzSchabsel.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA.jpg' title="Grabstein Alexander Rechtnitz, 1913, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Alexander Rechtnitz, 1913, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Alexander Rechtnitz, 1913, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Alexander Rechtnitz, 1913" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzRechtnitzA.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzPickGH.jpg' title="Gasthaus, Geburtshaus von Gustav Pick, Rechnitz" data-rl_title="Gasthaus, Geburtshaus von Gustav Pick, Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Gasthaus, Geburtshaus von Gustav Pick, Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzPickGH.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Gasthaus, Geburtshaus von Gustav Pick, Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzPickGH.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzPickGH-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzPickGH-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzPickGH-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzPickGH-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzNN.jpg' title="Jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzNN.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Jüdischer Friedhof Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzNN.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzNN-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzNN-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzNN-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzNN-277x208.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer.jpg' title="Grabstein Moritz, Mathilde und Geza Spitzer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Moritz, Mathilde und Geza Spitzer, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moritz, Mathilde und Geza Spitzer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Moritz, Mathilde und Geza Spitzer" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMGSpitzer.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen.jpg' title="Grabstein David und Henriette Margarethen, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein David und Henriette Margarethen, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein David und Henriette Margarethen, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein David und Henriette Margarethen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMargarethen.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3.jpg' title="Mahnmal beim Kreuzstadl, Rechnitz" data-rl_title="Mahnmal beim Kreuzstadl, Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Kreuzstadl, Rechnitz, stammt von Kosso Eloul" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Mahnmal beim Kreuzstadl, Rechnitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzMahnmal3.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner.jpg' title="Grabstein Julie Leitner, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Julie Leitner, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Julie Leitner, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner-1200x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Julie Leitner" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzLeitner.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer.jpg' title="Grabstein Josef Breyer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rl_title="Grabstein Josef Breyer, jüdischer Friedhof Rechnitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Josef Breyer, jüdischer Friedhof Rechnitz" data-rel="lightbox-gallery-30" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-1600x1600.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="Grabstein Josef Breyer" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-1600x1600.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-1800x1800.jpg 1800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-600x600.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-768x768.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-1536x1536.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-277x277.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-512x512.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer-1024x1024.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/03/rechnitzBreyer.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>

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		<title>Dem Ouroboros auf der Spur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Esther Heiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2023 07:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[symbole]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &#38; Lackenbach Den Anlass zu diesem Artikel gaben Grabsteine der jüdischen Friedhöfe in Kobersdorf und Lackenbach im Burgenland, auf welchen die Ewigkeitsschlange, der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &amp; Lackenbach</h2>
<p>Den Anlass zu diesem Artikel gaben Grabsteine der jüdischen Friedhöfe in Kobersdorf und Lackenbach im Burgenland, auf welchen die Ewigkeitsschlange, der Ouroboros, abgebildet ist.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>0. Allgemeine Begriffserklärung</h3>
<p>Der Ouroboros (griech. Οὐροβόρος), auch ‚Selbstverzehrer‘ oder ‚Schwanzverzehrer‘ genannt, ist ein altes Bildsymbol, welches eine Schlange darstellt, die sich in den eigenen Schwanz beißt und so mit ihrem Körper einen geschlossenen Kreis bildet. In ihrem Rund versinnbildlicht sie den ewigen Kreislauf von Leben und Tod. Als eine solche ‚Ewigkeitsschlange‘ verweist sie ebenso auf die Unsterblichkeit.<br />
Das Symbol ist bereits in der Ikonografie des alten Ägyptens belegt, doch auch in anderen Kulturen trat die sich windende Schlange auf. Spätestens ab dem späten 18. Jahrhundert ist sie auf jüdischen, aber auch auf christlichen Grabsteinen zu finden.<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a></p>
<p>In diesem Kontext ist zu eruieren, wie sich das Symbol entwickelt hat, in welchen Kulturen es hauptsächlich gegenwärtig ist, warum die Schlange mit der Ewigkeit bzw. dem Leben schlechthin verknüpft wird und wie es dazu kam, dass sie auf den Grabsteinen im Burgenland anzutreffen ist.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>1. Nordische Mythologie</h3>
<h4>Midgardschlange</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die wohl bekannteste bzw. naheliegendste Assoziation des Ouroboros, mit der hier aufgrund ihrer Prominenz begonnen werden soll, ist jene mit der Midgardschlange (= Jörmungandr), der sog. Weltenschlange, welche in der nordischen Mythologie als Seeschlange die Welt der Menschen (= Midgard) umspannt. Wie der Ouroboros beißt sie sich selbst in den Schwanz und bildet dadurch einen geschlossenen Kreis. Sollte sie jedoch jemals ihren Schwanz loslassen, so beginne der Weltenbrand, Ragnarök, das Ende aller neun Welten, in deren Zentrum der Weltenbaum (= Yggdrasil) steht.<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a><br />
Wenn die Schlange ihren Platz um Midgard schlussendlich verlässt, um den Himmel zu vergiften, wird sie von Thor mit seinem Hammer erschlagen, doch auch dieser stirbt nach neun Schritten an ihrem Gift, wodurch der Weltenbrand voranschreitet.</p>
<p>
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<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Yggdrasil</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die Weltenesche Yggdrasil ist nach der Erschaffung aller existierenden Dinge der erste, größte und prächtigste Baum, der heranwächst.<a id="fn4" name="fn4"></a><a href="#f4">[4]</a> Er breitet sich über alle neun Welten aus, sodass seine Äste und Wurzeln von Asgard bis nach Helheim reichen. Der Baum fungiert somit als Weltenachse (axis mundi). Gleichzeitig ist er Sinnbild für Leben und Wiedererneuerung, jedoch auch aufgrund seiner immergrünen Blätter ein Symbol für Unsterblichkeit.<br />
Im Geäst der Weltenesche wohnt ein namenloser Adler, während an einer der drei Wurzeln des Baumes, welche nach Niflheim führt, der schlangenartige Drache Nidhöggr nagt. Zwischen Baumkrone und Wurzeln, also sozusagen am Stamm, lebt das Eichhörnchen Ratatöskr, welches Gehässigkeiten zwischen den beiden genannten mythischen Tieren übermittelt. Weitere Tiere im Umkreis des Baumes sind vier Hirsche, die die Jungtriebe der Esche abfressen, sowie zwei Schlangen, Goin und Moin, die wie Nidhöggr an den Wurzeln nagen.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Nidhöggr, Goin &amp; Moin</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der Drache Nidhöggr, wie auch die Schlangen Goin und Moin, wohnen gemeinsam mit unzähligen anderen Schlangen in der Quelle Hvergelmir von Niflheim. Diese Quelle ist es, welche alle Flüsse der Welt mit Wasser speist.<br />
Nidhöggr (= ‚der hasserfüllt Schlagende‘) soll bei Ragnarök die Toten, besser gesagt die Mörder, Eid- und Ehebrecher, in der Quelle quälen und möglicherweise sogar ihr Blut trinken.<a id="fn5" name="fn5"></a><a href="#f5">[5]</a> Nach dem Ende von Ragnarök bettet er die Toten jedoch in seine Flügel und fliegt mit ihnen vom Unterweltgebirge Nidafjöll im Sinkflug los, doch wohin er diese bringt, ist nicht überliefert. In seiner Funktion als ‚Totendrache‘ erinnert er stark an den großen Drachen, der in der Apokalypse des Johannes von Erzengel Michael bezwungen wird (Offb 12,7-9) und in der apokalyptischen Visionsdichtung des Mittelalters häufig auftritt.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>2. Sumerische Mythologie</h3>
<h4>Gilgamesch, Enkidu &amp; die Unterwelt (Version A, Z. 70-150)</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Wie Yggdrasil, die Weltenesche, in der nordischen Mythologie eine zentrale Rolle spielt, so ist bereits wesentlich früher auch in der sumerischen Mythologie ein besonderer Baum, nämlich der ḫalub-Baum<a id="fn6" name="fn6"></a><a href="#f6">[6]</a>, bekannt. Dieser wuchs anfangs am Ufer des Euphrats, wurde jedoch vom Südwind entwurzelt und vom Fluss fortgespült. Am Ufer liegend fand ihn Inana, die Göttin der Liebe und des Krieges, und trug ihn in ihren Garten, wo sie ihn in der Hoffnung einpflanzte, einst ein Bett und einen Thron aus seinem Holz fertigen zu können. Doch als sie den Baum fällen wollte, musste sie feststellen, dass sich eine Schlange, welche immun gegen Beschwörungen war, an seinen Wurzeln eingenistet hatte, sowie, dass in seiner Baumkrone der Anzu-Vogel nistete und in seinem Stamm eine geisterhafte junge Frau wohnte, die mit fröhlichem Herzen lachte. Niemand wollte Inana bei der Vertreibung der Baumbewohner helfen, außer Gilgamesch, der sagenumwobene König von Uruk. Er tötete die Schlange, vertrieb den Vogel mit seinen Jungen und auch die junge Frau floh in die Wildnis. So erhielt Inana aus den Ästen des ḫalub-Baumes doch noch ihr Bett und ihren Thron.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Gilgamesch Epos (Tafel 11)</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>In dem Gilgamesch Epos, welches von dem bereits erwähnten König Gilgamesch und dessen Heldentaten handelt, wird unter anderem auch die Frage beantwortet, warum die Schlange mit der Unsterblichkeit bzw. der ewigen Erneuerung in Verbindung gebracht wird. Als Gilgamesch nämlich auf der Suche nach dem Kraut des Lebens in die Unterwelt reiste und es aus den Tiefen des Apsu, des süßwasserführenden Unterweltflusses, barg, machte er auf seiner Rückreise nach Uruk an einem Brunnen rast. In diesen Brunnen stieg er hinab, um sich abzukühlen und zu waschen, das Kraut des Lebens ließ er jedoch unbeaufsichtigt liegen. Da kam eine Schlange, welche den Duft des Krautes wahrgenommen hatte und fraß es. Seit diesem Tag, so heißt es, wirft die Schlange ihre Haut ab, um sich immerwährend zu erneuern.<a id="fn7" name="fn7"></a><a href="#f7">[7]</a><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Tiamat</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Weil nun bereits Apsu, der Unterweltsfluss, erwähnt wurde, sei an dieser Stelle ergänzt, dass es sich bei ‚Apsu‘ nicht nur um den Namen des Flusses, sondern auch des dazugehörigen Süßwassergottes handelt, der mit Tiamat, der babylonischen Göttin, welche das Salzwasser verkörpert, verheiratet ist. Während Apsu als ‚der Uranfängliche‘ gilt, wird Tiamat oft als Seeungeheuer, eine Art gehörnte Schlange, dargestellt. Im Enuma Elisch (4. Tafel), dem babylonischen Schöpfungsmythos, sind es Tiamat und Apsu, welche alle anderen Götter zeugen. Die jüngeren Götter stören jedoch das Paar durch ihr Lärmen und ihr Treiben, weshalb ihr Vater Apsu sie zu töten beabsichtigt. Er wird jedoch zuvor von einem seiner Söhne, nämlich dem Gott der Weisheit, Ea, getötet. Daraufhin schwört Tiamat Rache und verbündet sich mit einem anderen ihrer Kinder,– ein Familienzwist entbrennt. Die gegnerische Seite Tiamats schickt Marduk, den Sohn des Ea, zu ihr. Dieser besiegt und tötet sie im Zweikampf. Er spaltet sie und bildet aus den beiden Hälften ihres Körpers Himmel und Erde. Somit ist es wie in der nordischen Mythologie ein Wasserungeheuer bzw. eine Schlange, welche das Erdenrund, die Welt der Menschen, umgibt.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><figure id="attachment_19789" aria-describedby="caption-attachment-19789" style="width: 1042px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet" data-rl_caption="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet" data-magnific_type="gallery" title="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19789" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat.jpg" alt="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet" width="1042" height="603" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat.jpg 1042w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat-600x347.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat-768x444.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat-277x160.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1042px) 100vw, 1042px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19789" class="wp-caption-text">Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet <a id="fn8" name="fn8"></a><a href="#f8">[8]</a></figcaption></figure><br />
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<h3>3. Ägyptische Mythologie</h3>
<h4>Nut</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Eine ägyptische Gottheit, der eine ähnliche Funktion wie schließlich Tiamat zukommt, ist Nut. Sie ist in der ägyptischen Mythologie die Göttin des Himmels, deren Körper das Himmelsgewölbe bildet und die Erde von der sie umgebenden Urflut trennt. Eine ihrer häufigsten Darstellungen zeigt sie von der Seite wie sie sich mit gewölbtem Körper über den Erdgott Geb (= rote Erde), ihren Brudergemahl, wölbt und mit ihren ausgestreckten Armen und Beinen den Horizont berührt (= 4 Himmelsrichtungen), wobei sie manchmal von dem Luftgott Schu, ihrem Vater, gestützt wird.<br />
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<figure id="attachment_19802" aria-describedby="caption-attachment-19802" style="width: 710px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird" data-rl_caption="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird" data-magnific_type="gallery" title="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19802" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut.jpg" alt="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird" width="710" height="396" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut.jpg 710w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut-600x335.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut-277x154.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19802" class="wp-caption-text">Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird <a id="fn9" name="fn9"></a><a href="#f9">[9]</a></figcaption></figure>
<p>Weiters wurde sie als Mutter der Gestirne betrachtet. Sie ist nämlich die Mutter des Sonnengottes Re, den sie am Abend mit ihrem Mund verschlingt und der nachts durch ihren Körper reist, um am Morgen aus ihrem Schoß im Osten wiedergeboren zu werden. Im ewigen Kreislauf durchwandern so auch die Sterne im Laufe des Tages ihren Körper. Diese Metaphorik ist es, welche dem Epitheton Nuts als ‚Sau, die ihre Ferkel frisst‘ zugrunde liegt. Durch die mit dieser Vorstellung verbundene Auferstehungssymbolik spielte Nut auch eine nicht unwesentliche Rolle im Totenglauben. So wurden Sarkophag und Grabkammer mit Sternen oder einem Bild der Himmelsgöttin geschmückt. Beispielsweise wurde sie an der Innenseite des Sarkophags, genauer an der Unterseite des Deckels, von vorne beim Verschlucken oder Gebären der Sonne abgebildet. Es wurde eine Art Vereinigung mit dem Toten vorgestellt, denn der Sarkophag sollte Nuts Körper sein, der den Verstorbenen aufnimmt, um ihn dann wieder zu gebären. Auch die Kinder Nuts, Osiris, Isis, Nephthys und Seth, welche sie mit ihrem Gemahl Geb zeugte, waren eng mit dem Totenkult verknüpft.<br />
Eine weitere Möglichkeit Nut abzubilden war durch die ‚Himmelskuh‘ gegeben, deren vier Hufe die Himmelsrichtungen symbolisieren. Aufgrund dieser Darstellungsform wurde sie jedoch in späterer Zeit öfter mit der Göttin Hathor verschmolzen, so übernahm Nut teilweise die Rolle von Hathor als Herrin der Sykomore, des Baumes, der den Verstorbenen zu essen und zu trinken gibt, während Hathor unter anderem als Himmelsgöttin dargestellt wurde.<br />
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<h4>Symbol Ouroboros</h4>
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<p>Die älteste bekannte symbolische Abbildung des Ouroboros wurde auf einem der Grabschreine, die den Sarkophag von Tutanchamun umgaben, gefunden. Dabei könnte es sich um Darstellungen des Jenseitsgottes Mehen (= ‚der Einrollende, Umwickelnde‘) handeln, der in seiner Schlangenform den Toten während seiner Reise in die Unterwelt beschützt, so wie er auch täglich den Sonnengott Re auf dessen Reise über den Himmel und durch die Unterwelt hindurch vor Unheil bewahrt.<br />
Später ist der Ouroboros mehrfach in den Zauberpapyri des hellenistischen Ägypten, den Papyri Graecae Magicae, zu sehen, welche sich durch ihren magisch-religiösen Synkretismus ausweisen, da sie sowohl ägyptische, griechische, hebräische, semitische als auch christliche Einschläge in sich vereinen.<br />
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09.jpg' title="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rl_title="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rel="lightbox-gallery-32" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros.jpg' title="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rl_title="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rel="lightbox-gallery-32" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<figure id="attachment_19810" aria-describedby="caption-attachment-19810" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Book_of_Gates_Barque_of_Ra.jpg" alt="Jenseitsgott Mehen, der als Schlange den Schrein von Re, dem Sonnengott, umgibt" width="500" height="325" class="size-full wp-image-19810" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Book_of_Gates_Barque_of_Ra.jpg 500w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Book_of_Gates_Barque_of_Ra-277x180.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-19810" class="wp-caption-text">Jenseitsgott Mehen, der als Schlange den Schrein von Re, dem Sonnengott, umgibt <a id="fn11" name="fn11"></a><a href="#f11">[11]</a></figcaption></figure>
<p>In der (mittelalterlichen) alchemistischen Symbolik wiederrum steht der Ouroboros für einen in sich geschlossenen und wiederholt ablaufenden Wandlungsprozesses der Materie. Dieser Prozess, der sich aus dem Erhitzen, Verdampfen, Abkühlen und Kondensieren einer Flüssigkeit zusammensetzt, soll zur Verfeinerung von Substanzen dienen. Dabei wird der zum Kreis geschlossene Ouroboros des Öfteren durch zwei Wesen ersetzt, die Maul und Schwanzende verbinden, wobei eines davon als Zeichen der Flüchtigkeit (Volatilität) durch einen geflügelten Drachen dargestellt wird.<br />
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage.jpg' title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rl_title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rel="lightbox-gallery-33" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="722" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage.jpg 450w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-187x300.jpg 187w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1.jpg' title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rl_title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rel="lightbox-gallery-33" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="724" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1.jpg 450w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1-186x300.jpg 186w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a>

<figure id="attachment_19812" aria-describedby="caption-attachment-19812" style="width: 1576px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel" data-rl_caption="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel" data-magnific_type="gallery" title="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19812" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg" alt="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel" width="1576" height="1086" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg 1576w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-600x413.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-768x529.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-1536x1058.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-277x191.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-1320x910.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1576px) 100vw, 1576px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19812" class="wp-caption-text">Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel, (Credit: Zentralbibliothek Zürich) <a id="fn13" name="fn13"></a><a href="#f13">[13]</a></figcaption></figure>
<p>Des Weiteren ist im alchemistischen Kontext das sog. ‚Weltenei‘ zu erwähnen. Es kommt in vielen Schöpfungsmythen unterschiedlicher Kulturen als eine Art Ursprung aller Dinge vor, denn aus dem Weltenei schlüpft entweder das gesamte Universum oder ein Urwesen. In den diversen Mythologien steht es für den absoluten Urzustand des Universums, den Anbeginn allen Seins. Einer ägyptischen Schöpfungslegende folgend soll die Welt aus einem Gänseei als der Allgott Amun, ‚der große Gackerer‘, hervorgegangen sein. Die Griechen wiederrum verbanden das Weltenei mit dem Dionysoskult. Denn wie Amun soll Dionysus aus dem Ei geschlüpft und wie dieser als Erschaffer aller Dinge männlich und weiblich zugleich sein.<br />
Das Ei wird oft mit einer es umgebenden Schlange dargestellt (= orphisches Ei), doch auch andere Abbildungen existieren. So wurde es in der Alchemie bzw. der Hermetik<a id="fn14" name="fn14"></a><a href="#f14">[14]</a> anders, nämlich umgekehrt dargestellt, sodass der Ouroboros als Urwesen in dem Weltenei liegt (= hermetisches Ei), aus dem drei Blumen mit gemeinsamer Wurzel entspringen: die rote Blume des Goldes, die weiße Blume des Silbers und die blaue Blume der Weisheit.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div><br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg.png' title="Orphisches Ei" data-rl_title="Orphisches Ei" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Orphisches Ei [15]" data-rel="lightbox-gallery-34" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="585" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg-585x800.png" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Orphisches Ei" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg-585x800.png 585w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg-219x300.png 219w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg.png 768w" sizes="auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA.jpg' title="Hermetisches Ei" data-rl_title="Hermetisches Ei" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Hermetisches Ei" data-rel="lightbox-gallery-34" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="578" height="482" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hermetisches Ei" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA.jpg 578w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA-277x231.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px" /></a>
</p>
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<h3>4. Indische Mythologie</h3>
<h4>Ananta &amp; Shesha</h4>
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<p>Das Symbol des Ouroboros ist auch in Indien bekannt. So wird gemäß der hinduistischen Mythologie die Welt von vier  Elefanten getragen, die auf einer großen Schildkröte stehen, wobei sie allesamt von einer riesigen Schlange, die sich in den Schwanz beißt, umgeben werden.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<figure id="attachment_19830" aria-describedby="caption-attachment-19830" style="width: 681px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie" data-rl_caption="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie" data-magnific_type="gallery" title="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19830" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie.jpg" alt="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie" width="681" height="531" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie.jpg 681w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie-600x468.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie-277x216.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19830" class="wp-caption-text">Aufbau der Welt in der indischen Mythologie (Credit: Alamy) <a id="fn16" name="fn16"></a><a href="#f16">[16]</a></figcaption></figure>
<p>Diese Schlange ist Ananta, das Unbegrenzte in der Unendlichkeit, die sich über alles erstreckt und deren Größe und Ausmaß jenseits alles Messbaren liegt. Sie behütet die Götter in ihrem Schlaf zwischen zwei Inkarnationen. So schläft Vishnu, einer der wichtigsten Götter im Hinduismus, auf dieser Weltenschlange und erwacht nur, wenn diese sich bewegen sollte, was mit der Vernichtung aller bisherigen Dinge und einem neuen Erschaffungszyklus verbunden wäre. Denn es heißt, dass wenn sich die Schlange entrollt, die Zeit voranschreitet und Schöpfung vonstatten geht, rollt sie sich dann jedoch wieder zusammen, so hört das Universum auf zu existieren.<br />
In der Ausformung von Ananta ist Shesha, &#8210; eigentlich eine schlangenartige Halbgottheit und König aller Schlangen, &#8210; ein Urwesen der Schöpfung, weshalb es auch Ananta-Shesha (= unendliche Schlange) genannt wird. In seiner ‚gewöhnlichen‘ Form ist Shesha jedoch nicht minder beeindruckend, denn als mehrköpfige Schlange soll er alle Planeten auf seinen Köpfen tragen und mit all seinen Mäulern Glorien auf Vishnu singen, der auf ihm ruht. Der Name Shesha bedeutet ‚Der, der übrigbleibt‘, was darauf anspielt, dass am Weltenende, am Ende dieser Weltenperiode, es Shesha in seiner Form von Ananta sein wird, der unverändert Bestand hat.<br />
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<p><figure id="attachment_19918" aria-describedby="caption-attachment-19918" style="width: 1367px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA.jpg" alt="Schlafender Vishnu auf Weltenschlange &lt;a id=&quot;fn17&quot; name=&quot;fn17&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#f17&quot;&gt;[17]&lt;/a&gt;" width="1367" height="938" class="size-full wp-image-19918" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA.jpg 1367w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-600x412.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-768x527.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-277x190.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-1320x906.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1367px) 100vw, 1367px" /><figcaption id="caption-attachment-19918" class="wp-caption-text">Schlafender Vishnu auf Weltenschlange <a id="fn17" name="fn17"></a><a href="#f17">[17]</a></figcaption></figure><br />
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<h4>Konzept von Samsara &amp; Karma</h4>
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<p>Zu dem hinduistischen Ouroboros ist wohl noch seine enge Verbindung zu dem Konzept von Samsara, dem Kreislauf des Lebens, zu nennen, der von der Geburt über die Reinkarnation und Wiedergeburt bis hin zum Tod reicht.<br />
Genauso wie das Konzept des Karmas mit der sich selbst beißenden Schlange in Relation gesetzt werden kann, da jede Handlung eine Wirkung hat, sei diese nun positiv oder negativ, welche stets auf den Handelnden mit entsprechender Härte zurückfällt.<br />
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<h3>5. Rabbinische Texte</h3>
<h4>bBava Qama 171a-b</h4>
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<p>In der rabbinischen Literatur findet sich die Schlange gleichfalls recht häufig. Wird jedoch genauer hingesehen und nur nach Stellen gesucht, an welchen sie tatsächlich für sich selbst steht, also nicht Teil einer metaphorischen Bildsymbolik ist, so fällt eine Stelle im Traktat Bava Qama des babylonischen Talmuds besonders auf, nämlich bBava Qama 171a-b.<br />
Dort wird von Rav Kahana berichtet, der in Babylonien einen Kollegen tötet und deshalb nach Israel flieht. In Israel misst er sich mit Rabbi Jochanan in Gelehrsamkeit sowie Schläue und gewinnt. Als dieser jedoch sehen möchte, wer ihn, den alten Rabbi, besiegt hat, und man ihm dazu die herabhängenden Augenbrauen hebt, sieht er Rav Kahana, der gespreizte Lippen hat und dadurch immer aussieht, als würde er lächeln. Über das angebliche Lachen Kahanas ist Jochanan gekränkt, was wiederrum Kahana so sehr betroffen macht, dass er stirbt.</p>
<blockquote>
<p>Darauf ging er [= Rabbi Jochanan] zu seiner [= Rav Kahanas] Gruft hin und sah sie von einer Schlange umschlungen. Da sprach er: Schlange, Schlange, öffne deinen Mund, damit der Lehrer zu seinem Schüler hineingehen könne. Sie öffnete ihn aber nicht. &#8210; Damit der Kollege zu seinem Kollegen hineingehen könne. Sie öffnete ihn aber nicht. &#8210;  Damit der Schüler zu seinem Lehrer hineingehen könne. Da öffnete sie ihn. Alsdann flehte er um Erbarmen und ließ ihn auferstehen.</p></blockquote>
<p>Diese Erzählung ist nicht allzu ernst zu nehmen, eher mit einem Augenzwinkern zu lesen, u.a. weil sich aufgrund verschiedener Missverständnisse der rechtschaffende Rabbi schlussendlich moralisch dazu verpflichtet sieht, den Mörder Rav Kahana wiederzuerwecken. Was jedoch auffällt, ist, dass auch in dieser Geschichte die zum Kreis gewundene Schlange den Schlaf eines Toten bis zu dessen Auferstehung bewacht, wobei hierbei hinzukommt, dass die Schlange scheinbar auf die Absichten und v.a. die richtigen Worte ihres Gegenübers genauestens achtet, bevor sie den Durchgang in die Gruft, den Bereich des Todes, gewährt.<br />
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<h4>bBava Batra 74b-75a</h4>
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<p>An einer weiteren Stelle im babylonischen Talmud, nämlich bBava Batra 74b, kommt die gewundene Schlange vor. Dieses Mal ist sie nicht um eine Gruft, sondern um einen wertvollen Stein am Meeresgrund geschlungen.</p>
<blockquote><p>Rav Jehuda aus Indien erzählt: Einmal reisten wir mit einem Schiff und sahen einen bestimmten Edelstein, der von einer Schlange umschlossen war. Ein Taucher stieg hinab, um ihn heraufzuholen, und die Schlange kam und versuchte, das Schiff zu verschlingen. Ein Rabe kam und schlug ihr den Kopf ab, und das Wasser färbte sich mit Blut, weil die Schlange so groß war. Eine andere Schlange kam, nahm den Edelstein und hängte ihn der toten Schlange um, und sie erholte sich. Sie kehrte zurück und versuchte erneut, das Schiff zu verschlingen, und wieder kam ein Vogel, schlug ihr den Kopf ab, nahm den Edelstein und warf ihn auf das Schiff. Wir hatten diese gesalzenen Vögel bei uns; wir legten den Stein auf sie, und sie [= Vögel] nahmen den Stein und flogen mit ihm davon.</p></blockquote>
<p>An diese Geschichte werden assoziativ die großen Meeresungeheuer, wie sie in der Bibel vorkommen, angeschlossen. So wird auch der Leviathan erwähnt, ein riesiges kosmisches Seeungeheuer, das am Ende der Welt von Gott besiegt werden wird. Einige Eigenschaften bzw. Eigenarten des Leviathans werden im Text selbst angesprochen, diese seien hier angeführt:</p>
<ol>
<li>Der Leviathan hat hell leuchtende große Augen.</li>
<li>Der Leviathan wird als männlich und weiblich erschaffen. Er existiert als (männliche) speerförmige Schlange und als (weibliche) sich windende Schlange. Wenn sie sich paaren und Nachkommen zeugten, würden diese die gesamte Welt zerstören. Deshalb kastrierte Gott den männlichen Leviathan und tötete den weiblichen und salzte ihn, um ihn für das Bankett der Gerechten in der Zukunft aufzubewahren.</li>
<li>Warum geschah es nicht andersherum? Weil der weibliche gesalzene Leviathan besser schmecken wird bzw. weil Gott mit dem männlichen Leviathan täglich Sport betreibt, mit ihm spielt, was sich für das Weibchen nicht gehören würde.</li>
<li>Der Fluss Jordan entspringt in der Höhle von Banjas und fließt in den See von Sivkhi, d.h. den Hula-See, und in den See von Tiberias, den See von Galiläa, und fließt hinunter zum Großen Meer und fließt weiter hinunter, bis er den Mund des Leviathans erreicht.</li>
<li>In der Zukunft wird der Engel Gabriel den Leviathan jagen, doch nur mit Gottes Hilfe wird er diesen auch fangen können.</li>
<li>Wenn der Leviathan hungrig ist, produziert er heiße Atemluft, welche die tiefen Wasser des Meeres kochen lässt. Wenn er seinen Kopf in den Paradiesgarten reckt, kann keine Kreatur seinen fauligen Gestank ertragen. Und wenn der Leviathan durstig ist, zieht er viele Furchen im Meer, hat er dann jedoch aus dem Meer getrunken, dauert es siebzig Jahre, bis die Tiefe des Meeres zu ihrem normalen Zustand zurückfindet.</li>
<li>Am Ende der Zeiten wird, wie gesagt, ein Festmahl aus dem Fleisch des Leviathans für die Gerechten, die Toragelehrten, bereitet, die Reste hingegen werden an die Händler verteilt werden. Gott wird für die Gerechten aus der Haut des Leviathans eine Laubhütte (= Sukka) fertigen. Wenn jemand dieser Würde jedoch nicht wert ist, so erhält er zumindest eine Kopfbedeckung, eine Halskette, oder ein Amulett.<a id="fn18" name="fn18"></a><a href="#f18">[18]</a> Der Rest, der wiederrum davon übrigbleibt, wird an der Wand von Jerusalem ausgebreitet, wobei die Herrlichkeit der Haut von einem Ende der Erde bis zum anderen strahlt.</li>
</ol>
<p>Natürlich gibt es neben den genannten Traktaten auch weitere Textstellen, die von der Schlange oder dem Leviathan handeln, diese können jederzeit ganz einfach auf <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'sefaria.org...'" href="https://www.sefaria.org/texts">Sefaria</a> mittels der Suchfunktion gefunden und nachgelesen werden.<br />
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<h3>6. Kabbala &amp; Gnosis</h3>
<h4>Diagramm der Ophiten</h4>
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<p>Der Ouroboros hat bestimmte Züge, die ihn in gewisser Weise dem biblischen Leviathan ähneln lassen, auch wenn es sich vorrangig um dessen gewundene Erscheinungsform handelt. Die Gemeinsamkeiten scheinen jedoch insgesamt groß genug zu sein, sodass er Eingang in die Kabbala, die jüdische Mystik, und in die Gnosis fand.<br />
So stellten beispielsweise die Ophiten, Anhänger der Gnosis, welche an die göttliche Natur der Schlange im Paradies glaubten, in einem kosmologischen Diagramm den Leviathan um die Welt und deren Planten gewunden dar.<br />
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<figure id="attachment_19836" aria-describedby="caption-attachment-19836" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="Kosmologisches Diagramm der Ophiten" data-rl_caption="Kosmologisches Diagramm der Ophiten" data-magnific_type="gallery" title="Kosmologisches Diagramm der Ophiten"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19836" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm.jpg" alt="Kosmologisches Diagramm der Ophiten" width="1920" height="1121" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-600x350.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-768x448.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-1536x897.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-277x162.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-512x300.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-1320x771.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19836" class="wp-caption-text">Kosmologisches Diagramm der Ophiten <a id="fn19" name="fn19"></a><a href="#f19">[19]</a></figcaption></figure>
<p>In der Mitte liegt die Erde mit dem Tartaros, der Unterwelt, welche beide von der Behemoth-Sphäre, die nach dem Landungeheuer Behemoth benannt ist, umgeben sind. Auf diese folgen die Sphären der sieben Planeten (Mond, Venus, Merkur, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn), welche wiederum von dem Leviathan, der sich in den Schwanz beißenden Schlange, umschlungen sind. Darauf folgt das Paradies mit dem Baum des Lebens und dem der Erkenntnis. Das Paradies ist durch das Flammenschwert von den Fixsternen in dieser Sphäre getrennt. Danach schließt der Blaue Kreis der Finsternis und der Gelbe Kreis des Lichts an, in deren Mitte die Sophia (= Weisheit) eingebettet ist. Darüber befindet sich das Reich Gottes, bestehend aus der Sphäre des Sohnes und des Vaters, die beide durch Liebe verbunden sind.<br />
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<h4>Paradiesschlange</h4>
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<p>Bei Josef Gikatilla (1248 &#8211; ca. 1325), einem berühmten spanischen Kabbalisten, Philosophen und Mystiker, wird die Schlange in seinem Werk ‚Scha‘are ‘Ora‘ als wichtig für Ordnung und Harmonie geschildert.</p>
<blockquote><p>Sie war ein großer Diener, der erschaffen war, um das Joch der Herrschaft und des Dienstes zu tragen. Ihr Haupt überragte die Höhen der Erde, und ihr Schwanz reichte in die Tiefe der Hölle. Denn in allen Welten hatte sie einen angemessenen Ort und bildete etwas ungemein Wichtiges für die Harmonie aller Stufen, einer jeden an ihrem Ort. Und das ist das Geheimnis der Himmelsschlange, die aus dem Buch Jezira bekannt ist, die alle Sphären in Bewegung setzt und ihren Umlauf von Osten nach Westen und von Norden nach Süden bewirkt. Und ohne sie hätte keine Kreatur in der ganzen sublunarischen Welt Leben, und es gäbe keine Aussaat und kein Wachstum und keine Anregung zur Fortpflanzung aller Kreaturen.<br />
Diese Schlange nun stand ursprünglich außerhalb der Mauern der heiligen Bezirke und war von außen her mit der Außenmauer verbunden, denn ihr Hinterleib hing mit der Mauer zusammen, während ihr Antlitz sich nach außen richtete. Es stand ihr nicht an, nach innen zu treten, sondern ihr Ort und Gesetz war, das Werk des Wachstums und der Fortpflanzung von außen her zu wirken, und das ist das Geheimnis des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.<a id="fn20" name="fn20"></a><a href="#f20">[20]</a></p></blockquote>
<p>Wohl wissend, dass es sich um die Paradiesschlange handelt, scheint sie doch große Ähnlichkeit mit der Midgardschlange zu haben, welche den Weltenbaum und die Welt der Menschen umgibt.<br />
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<h4>Schlange im Sohar</h4>
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<p>Im Sohar (= ‚strahlender Glanz‘), dem bedeutendsten Schriftwerk der Kabbala, wird gemäß der Annahme eines Dualismus in der Welt die dunkle und böse, die andere Seite (= Sitra ‘achra), gelegentlich als große Schlange dargestellt, die sich in den Schwanz beißt.</p>
<blockquote><p>Gravierte Gravuren im Aussehen einer langen Schlange, die sich nach zwei Seiten ausbreitet, ihren Schwanz in ihrem Maul, der Kopf wird von den Schultern gehalten, und wütet und grimmt.<a id="fn21" name="fn21"></a><a href="#f21">[21]</a></p></blockquote>
<p>Weiters werden Samael und Lilit, welche als die personifizierte ‚andere Seite‘ gelten, als Drachen beschrieben,&#8210; Samael als der männliche und Lilit als der weibliche Drache. Der männliche Drache soll die sieben Ströme des Nils beherrschen, in denen sich viele Schlangen tummeln, und alle siebzig Jahre, wenn er seinen Schwanz bewegt, lässt dies die ganze Welt erzittern. Ein Umstand, der wiederum an die rabbinischen Erzählungen und Ananta aus der indischen Mythologie erinnert.</p>
<p>Im Sohar heißt es bezüglich des Drachens/der Schlange auch:</p>
<blockquote><p>Unten gibt es einen großen Drachen (Schlange) auf der linken Seite, der in all jenen Flüssen [die von der heiligen Emanation der Schechina ausgehen] schwimmt. Und er kommt mit der Kraft seiner Flossen, die hart sind wie Eisen, er kommt heran und schöpft und verunreinigt den Ort [die Schechina]. Dann verdunkeln sich all jene Lichter [die sieben unteren Sefirot der heiligen Seite] vor ihm. Sein Maul und seine Zunge schleudern Feuerslohen hervor, seine Zunge ist scharf wie ein mächtiges Schwert, bis es ihm gelingt in das Heiligtum innerhalb des Meeres [beides Ausdrücke für die Schechina] einzudringen. Dann verunreinigt er das Heiligtum und die Lichter werden dunkel und sie ziehen sich vom Meer (X) zurück. [&#8230;] Diese Schlange ist der Tod der Welt, sie dringt in das innerste Verborgene des Menschen von der linken Seite.<a id="fn22" name="fn22"></a><a href="#f22">[22]</a></p></blockquote>
<p>In dieser Passage finden sich einige auffällige Parallelen zu der nordischen Mythologie. So wird die Urquelle unter dem Baum des Lebens gleichfalls durch einen Drachen, Nidhöggr, verunreinigt. Der Weltenbrand wird durch das Verschlingen der Lichter, Sonne und Mond, begleitet bzw. ausgelöst. Gleichfalls ist es Nidhöggr, der als Totendrache bekannt ist, wie auch die Midgardschlange, welche durch ihr Ablassen von ihrem Schwanz den Tod der Welt bedeutet, wie dies in ähnlicher Weise bei Ananta der Fall ist.<br />
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<h4>Leviathan von Saul Ascher</h4>
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<p>In dem Werk ‚<em>Leviathan oder über Religion in Rücksicht des Judentums</em>‘ (1792) von Saul Ascher, einem in Berlin wirkenden Übersetzer und Schriftsteller der Aufklärung, beschreibt er Religion als ein verschiedenen Menschen entsprechendes, auf deren individuellen Offenbarungserfahrungen ruhendes Glaubensgut, das jeweils den unterschiedlichen Bedürfnissen und dem Bildungsgrad seiner Träger angepasst ist. Wie die menschliche Vernunft, so sei der menschliche Glaube und damit Religion universal, auch wenn sie durch partikuläre Ausprägungen den menschlichen Bedürfnissen entspricht.<a id="fn23" name="fn23"></a><a href="#f23">[23]</a><br />
Wird dieser Ansatz mit dem von Carl Gustav Jung eines kollektiven Bewusstseins und der Archetypen verglichen, so ergibt sich zwangsläufig, dass beide von einem universalen Verständnis von Religion ausgingen, was meint, dass sich die eine Kultur lediglich in ihrer religiösen Darstellungsform und ihren Termini von einer anderen unterscheidet, jedoch das abgebildete und hervorgebrachte durchaus selben oder ähnlichen Inhalts sein kann, wie dies bei den bisher vorgestellten Mythologien der Fall war.</p>
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<h3>7. Synagogen &amp; Friedhöfe</h3>
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<p>Es stellt sich nun die Frage, wie der Ouroboros auf die jüdischen Grabsteine kam. War es ein Trend in der Sepulkralkultur, war es generell ein Hype um die gewundene Schlange bzw. den Leviathan, der sich sogar in Synagogen zeigte? Bedienten sie sich einfach eines für sie angepassten universalen Symbols oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?<br />
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<h4>Leviathan in Synagogen</h4>
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<p>Vom 18. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ist der Leviathan aus Holzsynagogen in Osteuropa nicht wegzudenken. Die Darstellungsform wurde vielleicht aus aschkenasischen Pijjutim, aus liturgischen Liedern, des 13. Jahrhunderts abgeleitet. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde in der jüdischen Kommentartradition der Leviathan aufgegriffen, wobei das wieder aufflammende Interesse mit der Erwartung der messianischen Zeit und dem Festmahl der Gerechten einhergehen könnte.<br />
Diese Abbildungen zeigen zumeist einen schlangenartigen Fisch, der sich zu einem Kreis gerollt in den Schwanz beißt. Ikonographische christliche Parallelen von gewundenen Schlangen und drachenartigen Kreaturen sind beispielsweise auf dem Relief eines romanischen Kapitells der Wormser Kathedrale, welches aus dem 12. Jahrhundert stammt, belegt. Ähnliches ist in der Kirche von St. Mary und St. David in Kilpeck, England, für dasselbe Jahrhundert zu beobachten. Diese Darstellungen könnten als Modell für das jüdische Bild des Leviathans gedient haben.<br />
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<p><figure id="attachment_19842" aria-describedby="caption-attachment-19842" style="width: 990px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms.jpg" alt="Schlangen- bzw. drachenartige Kreatur auf Relief eines romanischen Kapitells der Kathedrale von Worms, 12. Jh." width="990" height="738" class="size-full wp-image-19842" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms.jpg 990w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms-600x447.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms-768x573.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms-277x206.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 990px) 100vw, 990px" /><figcaption id="caption-attachment-19842" class="wp-caption-text">Schlangen- bzw. drachenartige Kreatur auf Relief eines romanischen Kapitells der Kathedrale von Worms, 12. Jh. <a id="fn24" name="fn24"></a><a href="#f24">[24]</a></figcaption></figure><br />
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<p>Die frühesten bekannten Abbildungen des Leviathans auf Wänden bzw. dem Deckengewölbe von Holzsynagogen finden sich in Chodoriw in der Ukraine und stammen wie jene aus der Synagoge in Hwisdez aus dem 18. Jahrhundert. Das gleiche Motiv tritt in verschiedenen Synagogen der Ukraine und auch Polens vom 18. bis ins 19. Jahrhundert auf. Insgesamt gibt es jedoch auch Darstellungen, welche den Leviathan nicht gewunden, sondern einzeln oder als Komponente einer komplexeren Bildkomposition zeigen. Hier jedoch ein paar Beispiele zu dem eingerollten Leviathan:<br />
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<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov.jpg' title="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." data-rl_title="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." data-rel="lightbox-gallery-35" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="470" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-600x470.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-600x470.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-768x601.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-277x217.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov.jpg 991w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909.jpg' title="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" data-rl_title="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" data-rel="lightbox-gallery-35" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="326" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-600x326.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-600x326.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-768x417.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-277x150.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-1320x717.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909.jpg 1497w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz.png' title="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." data-rl_title="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." data-rel="lightbox-gallery-35" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="384" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-600x384.png" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-600x384.png 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-768x492.png 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-277x177.png 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz.png 991w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut.jpg' title="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" data-rl_title="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" data-rel="lightbox-gallery-36" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="451" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-600x451.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-600x451.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-768x578.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut.jpg 996w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg.jpg' title="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" data-rl_title="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" data-rel="lightbox-gallery-36" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="497" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-600x497.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-600x497.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-768x636.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-277x229.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg.jpg 997w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
</p>
<p>Neben Synagogenwänden schmückt der Leviathan im 18. und 19. Jahrhundert auch Grabsteine, Toraschreine, sowie die Titelseiten bestimmter Manuskripte. Seine Bedeutung variiert jedoch, so kann er einmal eine Erinnerung an das messianische Zeitalter sein, ein andermal als heraldisches Symbol der Gruppenbestätigung von ‚Gerechten‘ fungieren, und wieder ein andermal als Hoffnungsträger für die Auferstehung dienen. Jede Generation scheint ein bisschen etwas anderes mit ihm verbunden bzw. bestimmte Aspekte betont zu haben. Doch was auch immer in ihm gesehen wurde, der Leviathan wurde stets als traditionell jüdisches Symbol betrachtet. Ungeachtet der Tatsache, dass es vermutlich aus der christlichen Bildkunst übernommen und re-judaisiert wurde, so ist es doch kontinuierlich spätestens seit dem 13. Jahrhundert als jüdisches Symbol etabliert.</p>
<p><figure id="attachment_19850" aria-describedby="caption-attachment-19850" style="width: 680px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837" data-rl_caption="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837" data-magnific_type="gallery" title="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19850" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch.jpg" alt="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837" width="680" height="928" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch.jpg 680w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch-586x800.jpg 586w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch-220x300.jpg 220w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19850" class="wp-caption-text">Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837 <a id="fn30" name="fn30"></a><a href="#f30">[30]</a></figcaption></figure><div class="clearfix">&nbsp;</div><br />
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<h4>Friedhöfe &amp; Grabsteine</h4>
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<p>Der jüdische Friedhof wird euphemistisch auch gerne ‚Haus des Lebens‘ (bet ha-chajjim) oder ‚Haus der Ewigkeit‘ (bet olim) genannt. Ein Umstand, der dazu führt, dass das Symbol der Ewigkeitsschlange, des Ouroboros, geradezu auf einem solchen Friedhof, jedoch auch auf christlichen Pendants, erwartet wird.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h5>Christliche Grabsteine mit jeweiliger Kurzdeutung des Ouroboros</h5>
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<p><strong>Historischer Kirchhof in Görlitz</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div><br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz.jpg' title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rl_title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rel="lightbox-gallery-37" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="328" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-600x328.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-600x328.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-768x420.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-277x152.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz.jpg 899w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2.jpg' title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rl_title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rel="lightbox-gallery-37" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="423" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-600x423.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-600x423.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-768x542.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-277x195.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2.jpg 866w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
</p>
<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i> Ewiger Kreislauf, Darstellung eines Teils der Raum-Zeit-Dimension, Mythologie um Chronos/Saturn (Saturnia regna, Verzehrer seiner eigenen Kinder)</div>
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<p><strong>St. Lorenz Friedhof in Lübeck (Friedrich Daniel Behn Grabmal)</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<figure id="attachment_19874" aria-describedby="caption-attachment-19874" style="width: 323px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn.jpg" alt="Ouroboros auf dem Grabmahl des Friedrich Daniel Behn am St. Lorenz Friedhof in Lübeck" width="323" height="850" class="size-full wp-image-19874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn.jpg 323w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn-304x800.jpg 304w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn-114x300.jpg 114w" sizes="auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px" /><figcaption id="caption-attachment-19874" class="wp-caption-text">Ouroboros auf dem Grabmahl des Friedrich Daniel Behn am St. Lorenz Friedhof in Lübeck <a id="fn32" name="fn32"></a><a href="#f32">[32]</a></figcaption></figure>
<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i> Bei Neuplatonikern galt der Ouroboros als Repräsentant des Kampfes zwischen Gut &#038; Böse, ewiger Kreislauf des Lebens, Erneuerung, Weiterleben nach dem Tod, Auferstehung </div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><strong>Zentralfriedhof Wien (Ehrengrab von Beethoven)</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2.jpg' title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rl_title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rel="lightbox-gallery-38" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="532" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2-532x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2-532x800.jpg 532w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2-199x300.jpg 199w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2.jpg 598w" sizes="auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3.jpg' title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rl_title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rel="lightbox-gallery-38" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="399" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-600x399.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-600x399.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-768x510.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-277x184.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i> Ewiges Leben &#038; Wiedergeburt</div>
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<h5>Jüdische Grabsteine mit jeweiliger Kurzdeutung des Ouroboros</h5>
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<p><strong>Friedhof in Ingenheim</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<figure id="attachment_19887" aria-describedby="caption-attachment-19887" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6.jpg" alt="Ouroboros auf einem Grabstein des jüdischen Friedhofs in Ingenheim" width="1024" height="446" class="size-full wp-image-19887" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6-600x261.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6-768x335.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6-277x121.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-19887" class="wp-caption-text">Ouroboros auf einem Grabstein des jüdischen Friedhofs in Ingenheim <a id="fn34" name="fn34"></a><a href="#f34">[34]</a></figcaption></figure>
<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i>Symbol der kosmischen Einheit (ἕν τὸ πᾶν – hen to pan (‚Eins ist alles‘); oder ein messianisches Symbol: Schlange als Chaoswesen Leviathan, das am Ende aller Tage besiegt wird und den Gerechten zur Speise dienen soll</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><strong>Friedhof in Lackenbach</strong><a id="fn35" name="fn35"></a><a href="#f35">[35]</a><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874.jpg' title="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" data-rl_title="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" data-rel="lightbox-gallery-39" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar.jpg' title="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-39" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870.jpg' title="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-39" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887.jpg' title="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-39" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB.jpg' title="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-39" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892.jpg' title="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-39" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><strong>Friedhof in Kobersdorf</strong><a id="fn36" name="fn36"></a><a href="#f36">[36]</a><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Die Blume kommt genauso wie in Ingenheim auch in Kobersdorf auf Grabsteinen vor, nämlich auf jenen von zwei Mädchen, die unverheiratet waren und in noch jungen Jahren verstarben.<br />
Das Symbol der Blume steht zumeist für Reinheit, Unschuld, Ehrlichkeit und Eleganz, wobei im Fall von Kobersdorf die ersten beiden Zuschreibungen am treffendsten sind.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841.jpg' title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-40" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847.jpg' title="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-40" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Ist die Blume geknickt, kann dies als Symbol für die Vergänglichkeit des Schönen oder schlichtweg ein frühzeitig beendetes Leben gelten, wie dies auch auf die beiden Mädchen zutreffen dürfte. Wenn die Blume wie in Ingenheim sowie in Kobersdorf von dem Ouroboros umgeben ist, liegt die Deutung, dass einerseits die Unschuld und Reinheit von der Schlange bewahrt und andererseits das junge Leben wieder kommen bzw. durch die Einbindung in den Kreis des Lebens (wieder) auferstehen möge, nicht fern.<br />
Weiters ist die Assoziation zur Alchemie, zu der roten Blume, welche aus dem hermetischen Ei erwächst, interessant, da diese für Gold steht und die Kinder Israels stets als Feingold betrachtet werden (vgl. Klgl 4,2; Klagelieder Rabba 4,2-5; bGittin 58a). So könnte die Blume nicht nur für die Unschuld stehen, sondern gleichfalls auch auf den Wert und den damit einhergehenden großen Verlust durch den Tod dieser Kinder hinweisen. Oder, sollte der Sachverhalt ganz banal zu interpretieren sein, so könnte es sich bei der Blume um eine Namenssymbolik handeln.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907.jpg' title="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-41" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros.jpg' title="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-41" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872.jpg' title="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-41" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892.jpg' title="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-41" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864.jpg' title="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-41" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866.jpg' title="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-41" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Ebenso interessant ist die auf etlichen Grabsteinen abgebildete Krone, da diese gleich mehrere Bedeutungen haben kann. Denn entweder steht sie für die ‚Krone der Priesterwürde‘, welche auf den Grabsteinen von Angehörigen von Kohanim zu finden ist, oder es handelt sich um die ‚Krone des guten Namens‘. Bei Kronen auf Grabsteinen von Frauen gilt immer ‚die Frau ist die Krone ihres Ehemanns‘ (Spr 12,4).<a id="fn38" name="fn38"></a><a href="#f38">[38]</a> Nun ist es jedoch v.a. in Kobersdorf so, dass oben die Krone und unten die Schlange abgebildet ist. Wird nun vermutet, dass nicht nur der Ouroboros über die Kabbala und Gnosis auf die jüdischen Grabsteine wanderte, so muss auch die Krone in diese Richtung gedeutet werden, wodurch sie zur 1. Erscheinungsform (= Emanation) innerhalb des Göttlichen, zur ersten Sefira von zehn Sefirot wird, wie sie im Sohar beschrieben werden. Keter, die Krone, ist laut dem Sohar ein erhabener Bereich in Gott, der gleichzeitig seinen Willen repräsentiert, was in Anbetracht des Torastudiums und der Ehe, welche bereits mit der Krone assoziiert wurden, Sinn macht. Werden die Symbole des Ouroboros und der Krone nun zusammengelesen, so ergibt sich, dass die Verstorbenen gemäß dem Willen Gottes gelebt haben und bis zu ihrer Auferstehung, ihre Holung in das Königreich Gottes, von der Schlange behütet werden, die durch ihre bloße Darstellung bereits dieses Versprechen gibt bzw. Hoffnung schenkt.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<figure id="attachment_19911" aria-describedby="caption-attachment-19911" style="width: 490px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Bild1aa.png" alt="Zehn Sefirot mit Krone (Keter) oben und Schlange (Ouroboros) unten" width="490" height="755" class="size-full wp-image-19911" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Bild1aa.png 490w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Bild1aa-195x300.png 195w" sizes="auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px" /><figcaption id="caption-attachment-19911" class="wp-caption-text">Zehn Sefirot mit Krone (Keter) oben und Schlange (Ouroboros) unten <a id="fn39" name="fn39"></a><a href="#f39">[39]</a></figcaption></figure>
<p>Zusammenfassend kann nun gesagt werden, dass sich sehr wohl ein roter Faden von den sumerischen und ägyptischen Mythen, über die Alchemie und schließlich die Kabbala und Gnosis, bis hin zu den Abbildungen des Ouroboros auf den Grabsteinen in Kobersdorf und Lackenbach zieht, doch ist fraglich, ob die tatsächliche Entscheidung das Symbol anzubringen ebenfalls einer solch stringenten Denkstruktur folgt.<br />
Denn wie durchgeklungen sein dürfte, kann diese Entscheidung mehrere Gründe gehabt haben, von denen mit Sicherheit heute nicht mehr alle bekannt sind. So könnte es sich um einen Trend handeln, der im 18. und 19. Jahrhundert von den Synagogen und Kirchen auch auf die Friedhöfe abfärbte, sodass dort die gewundene Schlange als Symbol für die Hoffnung auf Ewigkeit, Unsterblichkeit, Auferstehung und Schutz auftrat. Dieser Trend könnte im Judentum durch den Wunsch, den biblischen Leviathan bzw. den Ouroboros wieder dem eigenen traditionellen Bildprogramm einzuordnen, ausgelöst oder zumindest verstärkt worden sein. Es könnte sich in diesem Kontext auch um eine Erinnerung an das messianische Zeitalter handeln, oder vielmehr an das Versprechen, das Gott den Gerechten in Bezug auf das endzeitliche Festmahl gab. Andererseits kann es genauso gut sein, dass der Ouroboros in seiner biblischen Rückbindung als Leviathan über die Schiene der Kabbala und Gnosis Einzug in das jüdische Bildprogamm hielt.<br />
Es bleibt somit nur zu mutmaßen und festzuhalten, dass es sich bei dem Phänomen des Ouroboros auf den Grabsteinen im Burgenland entweder um einen fortschreitenden Entwicklungsprozess eines Symbols oder aber um eine parallele Entwicklung zu christlichen Symbolen gehandelt haben dürfte.             </p>
<p>Abschließend sei jedoch noch angemerkt, dass der Ouroboros und der Leviathan stets als Fabelwesen oder Bestien abgetan wurden, doch es tatsächlich mehrere Tiere gibt, die sich wie der Ourobos selbst in den Schwanz beißen, wenn Gefahr droht, um sich zu schützen. Zu diesen Tieren, welche diese Schutzhaltung einnehmen, zählen einige Schlangenarten, Eidechsen, wie die hier abgebildete Gürteltierechse, oder sogar manche Schuppentiere. Was zu der Frage führt, ob es sich bei dem Ouroboros, der gewundenen Schlange, in den Mythen der verschiedenen Kulturen tatsächlich immer nur um ein Symbol handelt, oder ob möglicherweise doch ein Körnchen Wahrheit in diesen steckt.<br />
Doch dies ist eine andere Geschichte, die es vielleicht ein andermal zu erzählen gilt.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div><br />
<figure id="attachment_19912" aria-describedby="caption-attachment-19912" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM.jpeg" alt="Gürteltierechse in Schutzhaltung" width="1000" height="745" class="size-full wp-image-19912" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM.jpeg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM-600x447.jpeg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM-768x572.jpeg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM-277x206.jpeg 277w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-19912" class="wp-caption-text">Gürteltierechse in Schutzhaltung <a id="fn40" name="fn40"></a><a href="#f40">[40]</a></figcaption></figure></p>
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<hr class="divider height-2 margin-top-20 margin-bottom-20" />
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Im späten 18. Jahrhundert kam es zu einem Wandel in der Sepulkralkultur, der bewirkte, dass auf christlichen und auch jüdischen Friedhöfen antike Symbole auftauchten, welche losgelöst aus ihren früheren Kontexten zu allgemeinen Zeichen der Trauer um die Verstorbenen wurden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts scheint das Symbol jedoch immer seltener zu werden, bis es schließlich gar nicht mehr gebräuchlich war. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn1">Zurück zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] 1. Asgard = Reich der Asen (= Götter); 2. Alfheim = Reich der Lichtelfen; 3. Vanaheim = Reich der Vanir; 4. Muspelheim = Reich des Feuers; 5. Midgard = Reich der Menschen; 6. Svartalfheim = Reich der Dunkelelfen und Zwerge; 7. Niflheim = Reich des Eises; 8. Jötunheim = Reich der Riesen; 9. Helheim = Reich der (bösen) Toten. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn2">Zurück zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] Linkes Bild: Eigenkreation; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'teilzeithelden.de...'" href="https://www.teilzeithelden.de/2015/08/26/rezension-yggdrasill-rpg-auf-kaperfahrt-an-der-weltenesche.">Teilzeithelden</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn3">Zurück zum Text (3)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f4" name="f4"></a>[4] Weitere Bäume der nordischen Mythologie, welche des Öfteren mit Yggdrasil gleichgesetzt werden, sind Mimameid und Lärad. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn4">Zurück zum Text (4)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f5" name="f5"></a>[5] Sofern der Beiname ‚Nasenbleicher‘ dem Drachen zugeordnet werden kann, so ist auch er es, der die Toten in jener Zeit zerreißt. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn5">Zurück zum Text (5)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f6" name="f6"></a>[6] Dieser ḫalub-Baum ist im Gegensatz zu der Weltenesche vermutlich als Eiche zu identifizieren. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn6">Zurück zum Text (6)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f7" name="f7"></a>[7] Auch Philo war davon überzeugt, dass die Schlange unsterblich sei. Durch den Umstand, dass die Schlange im Alter ihre Haut vom Scheitel bis zum Schwanz abwirft, wirft sie dem Menschen vor, den Tod gegen seine (frühere) Unsterblichkeit eingetauscht zu haben. (Quaestiones, Genesis 1,33). [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn7">Zurück zum Text (7)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f8" name="f8"></a>[8] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'upload.wikimedia.org...'"  href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/82/Tiamat.JPG" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn8">Zurück zum Text (8)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f9" name="f9"></a>[9] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'aegypten-geschichte-kultur.de...'" href="https://www.aegypten-geschichte-kultur.de/schoepfungsmythen">Das Alte Ägypten</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn9">Zurück zum Text (9)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f10" name="f10"></a>[10] Linkes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ouroboros#/media/Datei:%C3%84gyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'reiseninaegypten.com...'" href="https://www.reiseninaegypten.com/blog/der-ouroboros">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn10">Zurück zum Text (10)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f11" name="f11"></a>[11] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mehen_(%C3%A4gyptische_Mythologie)#/media/Datei:Book_of_Gates_ Barque_of_Ra_cropped.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn11">Zurück zum Text (11)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f12" name="f12"></a>[12] Linkes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'bildsuche.digitale-sammlungen.de...'" href="https://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;bandnummer=bsb00028310&amp;pimage=00238&amp;lv=1&amp;v=100&amp;l=de">Digitale Sammlungen</a>; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'bildsuche.digitale-sammlungen.de...'" href="https://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;bandnummer=bsb00028310&amp;pimage=240&amp;v=100&amp;nav=&amp;l=de">Digitale Sammlungen</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn12">Zurück zum Text (12)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f13" name="f13"></a>[13] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ouroboros#/media/Datei:Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn13">Zurück zum Text (13)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f14" name="f14"></a>[14] Dabei handelt es sich um eine religiös-philosophische Offenbarungslehre, deren Name sich von der mythischen Gestalt des Hermes Trismegistos ableitet. Diese Gestalt entstand vermutlich durch eine im ägyptischen Hellenismus entstandene synkretistische Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Thot, dem Gott der Weisheit und der Wissenschaft. Neben theoretisch philosophischen Werken, entstanden auch technische, praktische mit dem Zweck der Lebensmeisterung und der Naturbeherrschung durch okkultes Wissen, Magie, Astrologie und eben auch Alchemie. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn14">Zurück zum Text (14)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f15" name="f15"></a>[15] Linkes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltenei#/media/Datei:Orphic-egg.png" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ouroboros#/media/Datei:Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_Alchemie.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn15">Zurück zum Text (15)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f16" name="f16"></a>[16] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'bbc.com...'" href="https://www.bbc.com/culture/article/20171204-the-ancient-symbol-that-spanned-millennia">BBC</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn16">Zurück zum Text (16)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f17" name="f17"></a>[17] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'en.wikipedia...'"  href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ananta_(infinite)#/media/File:Miniature_Hindu_shrine_with_the_deity_ Vishnu_sleeping_on_the_cosmic_ocean_-_Indian_Art_-_Asian_Art_Museum_of_San_Francisco.jpg" data-rel="lightbox-gallery-41" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia (Englisch)</a>. Bild bearbeitet: CC BY-SA 2.0. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn17">Zurück zum Text (17)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f18" name="f18"></a>[18] In dem Werk Pirqe de Rabbi Eliezer (PRE) 20, S. 46a, sowie im Targum Pseudo Jonathan zu Gen 3,21 wird beschrieben, dass das Gewand, welches Gott Adam und Eva im Paradies gab, aus der Haut der getöteten Schlange bzw. des Leviathans bestand. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn18">Zurück zum Text (18)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f19" name="f19"></a>[19] Karl Erich Grözinger, Jüdisches Denken II (2005), S. 100. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn19">Zurück zum Text (19)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f20" name="f20"></a>[20] Übersetzt von Gershom Scholem, Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen (1951), S. 437. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn20">Zurück zum Text (20)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f21" name="f21"></a>[21] Sohar II, S. 176b. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn21">Zurück zum Text (21)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f22" name="f22"></a>[22] Sohar I, S. 52a. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn22">Zurück zum Text (22)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f23" name="f23"></a>[23] Vgl. Karl Erich Grözinger, Jüdisches Denken III (2009), S. 477. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn23">Zurück zum Text (23)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f24" name="f24"></a>[24] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 28. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn24">Zurück zum Text (24)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f25" name="f25"></a>[25] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn25">Zurück zum Text (25)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f26" name="f26"></a>[26] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn26">Zurück zum Text (26)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f27" name="f27"></a>[27] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn27">Zurück zum Text (27)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f28" name="f28"></a>[28] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn28">Zurück zum Text (28)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f29" name="f29"></a>[29] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 37. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn29">Zurück zum Text (29)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f30" name="f30"></a>[30] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 38. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn30">Zurück zum Text (30)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f31" name="f31"></a>[31] Beide Bilder: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.derkleinegarten.de/mehr-infos-bilder/symbollexikon/ouroboros.html" title="Externer Link zu 'derkleinegarten.de...'">Der kleine Garten. Symbollexikon. Ouroboros</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn31">Zurück zum Text (31)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f32" name="f32"></a>[32] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.fof-ohlsdorf.de/thema/2006/92s17_behn.htm" title="Externer Link zu 'fof-ohlsdorf.de...'">OHLSDORF &#8211; Zeitschrift für Trauerkultur</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn32">Zurück zum Text (32)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f33" name="f33"></a>[33] Beide Bilder: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href=https://www.alaturka.info/de/geschichte/mythologie/4965-symbolik-fuer-das-ewige-leben-der-schwanzfresser-ouroboros" title="Externer Link zu 'alaturka.info...'">Alaturka. Das Kultur- und Reiseportal</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn33">Zurück zum Text (33)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f34" name="f34"></a>[34] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.juedisches-leben-in-ingenheim.de/de/der-friedhof/ornamente-und-symbole/60/ornamente-und-symbole.html" title="Externer Link zu 'juedisches-leben-in-ingenheim.de...'">Jüdisches Leben in Ingenheim</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn34">Zurück zum Text (34)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f35" name="f35"></a>[35] Alle Fotos Johannes Reiss, siehe besonders auch: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/" title="Interner Link">Jüdischer Friedhof Lackenbach</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn35">Zurück zum Text (35)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f36" name="f36"></a>[36] Alle Fotos Johannes Reiss, siehe besonders auch: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/" title="Interner Link">Jüdischer Friedhof Kobersdorf</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn36">Zurück zum Text (36)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f37" name="f37"></a>[37] <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/zollschan-salomon-27-februar-1907/" title="Interner Link">Grabstein Salomon Zollschan, 27. Februar 1907</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn37">Zurück zum Text (37)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f38" name="f38"></a>[38] Für weitere Symboldeutungen siehe beispielsweise: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.israelogie.de/juedische-traditionen/juedische-symbolik-auf-dem-friedhof" title="Externer Link zu 'israelogie.de...'">Symbolik auf dem Friedhof</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn38">Zurück zum Text (38)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f39" name="f39"></a>[39] Eigenkreation; vgl. Gerhard Langer, Judentum für Dummies (2022), S. 264. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn39">Zurück zum Text (39)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f40" name="f40"></a>[40] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.reddit.com/r/RoundAnimals/comments/eqb7a4/ouroboros" title="Externer Link zu 'reddit.com...'">Reddit.com</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn40">Zurück zum Text (40)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<hr class="divider height-2 margin-top-20 margin-bottom-20" />
<p><em>Über die Autorin: </em>Esther Agnes Zoe Heiss, geboren 1995, eine Ausbildung ganz ähnlich der meinen (Judaistik und Altorientalische Philologie und Orientalische Archäologie), Universitätsassistentin und ab Dezember 2023 Geschäftsführerin und Direktorin des Österreichischen Jüdischen Museums. Ich freue mich ganz besonders, dass Esther meine Nachfolgerin ist und wünsche ihr alles Gute, viel Freude und viel Erfolg!</p>
<hr class="divider height-2 margin-top-20 margin-bottom-20" />
<p>1. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-i/">Der Herr segne und behüte dich.  &#8210; Die segnenden Priesterhände. Symbole auf jüdischen Grabsteinen I</a>&#8221;</p>
<p>2. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-ii/">Deshalb gab er ihr den Namen &#8216;Träneneiche'&#8221;. Symbole auf jüdischen Grabsteinen II.</a>&#8221;</p>
<p>4. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/sie-streckt-ihre-hand-nach-dem-spinnrocken/">Sie streckt ihre Hand nach dem Spinnrocken. Symbole auf jüdischen Grabsteinen IV.</a>&#8221;</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deshalb gab er ihr den Namen Träneneiche</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-ii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Sep 2023 08:04:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[lackenbach]]></category>
		<category><![CDATA[symbole]]></category>
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					<description><![CDATA[Symbole auf jüdischen Grabsteinen II ‒ Der Tränenbaum Ist die Trauerweide überhaupt eine Trauerweide? Über den Tränenbaum Über Rebekka Über das Begräbnis unter einem Baum Der Tränenbaum über einem &#8216;Häuschen&#8217;? Zwei &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Symbole auf jüdischen Grabsteinen II ‒ Der Tränenbaum</h3>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div id="ankernav">
<ul>
<li><a title="Nach unten" href="#trauerweide">Ist die Trauerweide überhaupt eine Trauerweide?</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#alonbachut">Über den Tränenbaum</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#rebekka">Über Rebekka</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#unterBaum">Über das Begräbnis unter einem Baum</a>
<ul>
<li><a title="Nach unten" href="#haeuschen">Der Tränenbaum über einem &#8216;Häuschen&#8217;?</li>
</ul>
</li>
<li><a title="Nach unten" href="#sanDaniele">Zwei besonders schöne Tränenbäume</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#conclusio">Conclusio</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#geknickt">Der geknickte bzw. abgebrochene Baum</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#fussnoten">Fußnoten</a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="trauerweide"></a>Ist die Trauerweide überhaupt eine Trauerweide? </h3>
<p>Vor einigen Wochen, am 24. Juli 2023, erschien auf der Website und auf der YouTube-Site von <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link" href="https://jewish-heritage-europe.eu/2023/07/24/new-video-weeping-willows/">Jewish Heritage Europe</a> ein Video über die Trauerweide als Symbol auf jüdischen Friedhöfen. Im einleitenden Text heißt es:</p>
<blockquote><p>Mit ihren herabhängenden Zweigen, die Trauer symbolisieren, war die Trauerweide vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein häufiges Motiv auf jüdischen und nichtjüdischen Grabsteinen. In diesem Video zeigen wir Beispiele der Trauerweide, wie sie bei Gedenkfeiern und auf jüdischen Grabsteinen verwendet wird. Einige Darstellungen sind einfach, einige sehr aufwendig und repräsentativ für verschiedene künstlerische Stile.</p></blockquote>
<p>Im sehr schönen Video finden Sie viele weitere Bildbeispiele für das Symbol des Tränenbaumes, unter anderem auch das berühmte Schoa-Denkmal in Budapest, das einer Trauerweide nachempfunden ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/jMrJSJ23lLE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Ja, die Trauerweide wurde als Symbol der Trauer auch von der nichtjüdischen Umgebung übernommen. Aber darüber hinaus gibt es doch noch eine eindeutige jüdische Assoziation.</p>
<p>Die zentrale Bibelstelle zur Darstellung eines Baumes, oft einer Trauerweide, als Symbol auf jüdischen Grabsteinen, ist Genesis 35,8.</p>
<p>Der Kontext: Jakob, der Sohn von Isaak und Rebekka sowie Enkel von Abraham, kehrt nach Bet-El zurück, jenem Ort 17 km nördlich von Jerusalem, in dem er während seiner Flucht vor seinem Bruder Esau übernachtet hatte und im Traum die als Jakobsleiter bekannte Leiter sah (siehe Genesis 28,16).</p>
<blockquote><p><strong><span class="hebrEA" dir="rtl">וַתָּ֤מׇת דְּבֹרָה֙ מֵינֶ֣קֶת רִבְקָ֔ה וַתִּקָּבֵ֛ר מִתַּ֥חַת לְבֵֽית־אֵ֖ל תַּ֣חַת הָֽאַלּ֑וֹן וַיִּקְרָ֥א שְׁמ֖וֹ אַלּ֥וֹן בָּכֽוּת׃</span><br />
Debora, Rebekkas Amme, starb und ward unterhalb Bet-Els unter einer Eiche begraben; deshalb gab er (Jakob) ihr den Namen Träneneiche (&#8220;alon bachut&#8221;).<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a></strong></p></blockquote>
<p><cite class="winzig">Genesis 35,8</cite></p>
<p>Am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt finden wir gleich zwei Grabsteine, auf denen einmal links und rechts vom Baumsymbol und einen Grabstein, bei dem über dem Symbol die Worte <span class="hebrEA" dir="rtl">אלון בכות</span> &#8220;alon bachut&#8221; stehen, am jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt und am jüdischen Friedhof Lackenbach finden wir je einen Grabstein mit den beiden Wörtern links und rechts vom Baum.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-42" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="273" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-600x273.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-600x273.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-768x349.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-1536x698.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-277x126.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-1320x600.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumriedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt59, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumriedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt59, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-42" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="296" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-600x296.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-600x296.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-768x379.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-1536x758.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-277x137.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-1320x652.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869.jpg' title="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut oberhalb des Baumes" data-rl_title="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut oberhalb des Baumes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut oberhalb des Baumes" data-rel="lightbox-gallery-42" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="265" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-600x265.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-600x265.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-768x339.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-1536x678.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-277x122.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-1320x582.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>


<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-43" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897, jüdischer Friedhof Lackenbach, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897, jüdischer Friedhof Lackenbach, alon bachut rechts und links vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897, jüdischer Friedhof Lackenbach, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-43" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p><strong>Die jüdische Assoziation des Symbols Baum ist damit jedenfalls klar: es handelt sich um den Tränenbaum, unter dem Debora, die Amme der Rebekka, begraben wurde.</strong></p>
<p>Die gängige Übersetzung für &#8220;alon bachut&#8221; ist &#8220;Träneneiche&#8221;, die griechische Bibelübersetzung, die Septuaginta (LXX), übersetzt &#8220;Trauereiche&#8221; (&#8220;Βάλανος πένθους&#8221;).<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a><br />
Das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">אַלּ֥וֹן</span> bedeutet ursprünglich einen kräftigen Baum.</p>
<p>Ganz anders Raschi: zur Stelle <span class="hebrEA" dir="rtl">תַּ֣חַת הָֽאַלּ֑וֹן</span>, die wir oben mit &#8220;unter einer Eiche&#8221; übersetzt haben, kommentiert er, dass mit &#8220;alon&#8221; die Ebene von Bet-El gemeint ist:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">תחת האלון. בְּשִׁפּוּלֵי מֵישְׁרָא, שֶׁהָיָה מִישׁוֹר מִלְמַעְלָה בְּשִׁפּוּעַ הָהָר וְהַקְּבוּרָה מִלְּמַטָּה, וּמִישׁוֹר שֶׁל בֵּית &#8230;אֵל הָיוּ קוֹרִין לוֹ אַלּוֹן. וְאַגָּדָה, נִתְבַּשֵּׂר שָׁם בְּאֵבֶל שֵׁנִי, שֶׁהֻגַּד לוֹ עַל אִמּוֹ שֶׁמֵּתָה (בראשית רבה), וְאַלּוֹן בִּלְשׁוֹן יְוָנִי אַחֵר&#8230;</span><br />
Unterhalb der Ebene תחת האלון, am unteren Saume der Ebene; es war eine Ebene in der Höhe auf dem Abhang des Berges, und das Grab war unten; die Ebene von Bet-El nannte man אלון. Die Aggada sagt, dort erhielt er die Nachricht noch von einer anderen Trauer; es wurde ihm nämlich berichtet, dass seine Mutter gestorben sei (Bereschit Rabbah 81:5), אלון bedeutet im Griechischen &#8220;ein anderes&#8221;: ἄλλον&#8230;<a id="fn3" name="fn3"></a><a href="#f3">[3]</a></p></blockquote>
<p>Im Wesentlichen stellen sich für unseren Zusammenhang vor allem drei Fragen:</p>
<ol>
<li>Was hat es mit diesem &#8220;Tränenbaum&#8221; auf sich?</li>
<li>Wer ist nun diese Debora, die in Genesis 35 das erste Mal namentlich genannt wird?</li>
<li>Ist das Begräbnis der Debora unter einem Baum, dem &#8220;Tränenbaum&#8221;, ein Einzelfall?</li>
</ol>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rel="lightbox-gallery-44" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rel="lightbox-gallery-44" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rel="lightbox-gallery-44" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<h3><a id="symbole" name="alonbachut"></a>Über den Tränenbaum</h3>
<p>Im biblischen Buch Richter 4,4-5 lesen wir noch über einen anderen Baum, unter dem auch eine Debora saß:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וּדְבוֹרָה֙ אִשָּׁ֣ה נְבִיאָ֔ה אֵ֖שֶׁת לַפִּיד֑וֹת הִ֛יא שֹׁפְטָ֥ה אֶת־יִשְׂרָאֵ֖ל בָּעֵ֥ת הַהִֽיא׃<br />
וְ֠הִ֠יא יוֹשֶׁ֨בֶת תַּחַת־תֹּ֜מֶר דְּבוֹרָ֗ה בֵּ֧ין הָרָמָ֛ה וּבֵ֥ין בֵּֽית־אֵ֖ל בְּהַ֣ר אֶפְרָ֑יִם וַיַּעֲל֥וּ אֵלֶ֛יהָ בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל לַמִּשְׁפָּֽט׃</span><br />
Zu der Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, die Frau Lappidots. Sie hatte ihren Sitz unter der Palme Deboras zwischen Rama und Bet-El auf dem Gebirge Ephraim. Und die Israeliten kamen zu ihr hinauf zum Gericht.</p></blockquote>
<p>Naheliegend, dass die beiden Bäume, also jener aus Genesis 35 und jener aus Richter 4, immer wieder miteinander in Verbindung gebracht wurden<a id="fn4" name="fn4"></a><a href="#f4">[4]</a>, beweisen lässt sich das aber nicht, auch die geografische Entfernung der beiden Bäume ist erheblich.</p>
<p>Außerdem berichtet das Buch Richter auch von einem Ort, der &#8220;Bochim&#8221; (&#8220;Weinende&#8221;) genannt wird und zu dem nach Richter 2,1a der Engel des Herrn heraufkam.</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיַּ֧עַל מַלְאַךְ־יְהֹוָ֛ה מִן־הַגִּלְגָּ֖ל אֶל־הַבֹּכִ֑ים</span><br />
Ein Bote des Herrn kam von Gilgal nach Bochim.</p></blockquote>
<p>Die Vermutung, dass es sich dabei um denselben Ort wie jenem der Träneneiche handelt, liegt nahe. Auch die Septuaginta ist hier sehr eindeutig und ergänzt in Richter 2,1 sogar die Örtlichkeit Bochim mit dem Ort Bet-El:</p>
<p>Καὶ ἀνέβη ἄγγελος Κυρίου ἀπὸ Γαλγὰλ ἐπὶ τὸν Κλαυθμῶνα <strong>καὶ ἐπὶ Βαιθὴλ&#8230;</strong> &#8220;Ein Engel des Herrn stieg von Gilgal nach Bochim und nach Bet-El auf&#8230;&#8221;.<br />
Dalman vermutet, dass die vollständige Bezeichnung der Stätte &#8220;allon bochim&#8221; war.<a id="fn5" name="fn5"></a><a href="#f5">[5]</a></p>
<p>Wenn also unsere Träneneiche und die Ortsangabe Bochim dieselbe Örtlichkeit sind, muss das ein Platz gewesen sein, an dem die Israeliten weinten, trauerten und Opfer darbrachten.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-45" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Kathi Glaser, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Kathi Glaser, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Kathi, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-45" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Trauerweide. Grabstein Kathi Glaser, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-45" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-45" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="375" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-600x375.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Moses Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-600x375.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-768x480.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-1536x960.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-277x173.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-1320x825.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rel="lightbox-gallery-45" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="375" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-600x375.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-600x375.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-768x480.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-1536x960.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-277x173.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-1320x825.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rel="lightbox-gallery-45" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="375" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-600x375.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-600x375.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-768x480.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-1536x960.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-277x173.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-1320x825.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="symbole" name="rebekka"></a>Über Rebekka</h3>
<p>Wir wissen von Genesis 24,59, dass Rebekka eine Amme hatte:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַֽיְשַׁלְּח֛וּ אֶת־רִבְקָ֥ה אֲחֹתָ֖ם וְאֶת־<strong>מֵנִקְתָּ֑הּ</strong> וְאֶת־עֶ֥בֶד אַבְרָהָ֖ם וְאֶת־אֲנָשָֽׁיו׃</span><br />
Da ließen sie ihre Schwester Rebekka und ihre Amme mit dem Knecht Abrahams und seinen Leuten ziehen.</p></blockquote>
<p>Ihren Namen, nämlich Debora, erfahren wir aber erst in Genesis 35, wenn sie stirbt und unter der Träneneiche begraben wird.</p>
<p>Das hebräische Wort, das für &#8220;Dienerin&#8221; verwendet wird, ist <span class="hebrEA" dir="rtl">מֵינֶקֶת</span> &#8220;menéket&#8221;, dasselbe Wort, das auch in Exodus 2,7 auftaucht im Zusammenhang mit dem Mosesbaby:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַתֹּ֣אמֶר אֲחֹתוֹ֮ אֶל־בַּת־פַּרְעֹה֒ הַאֵלֵ֗ךְ וְקָרָ֤אתִי לָךְ֙ אִשָּׁ֣ה <strong>מֵינֶ֔קֶת</strong> מִ֖ן הָעִבְרִיֹּ֑ת וְתֵינִ֥ק לָ֖ךְ אֶת־הַיָּֽלֶד׃</span><br />
Da sagte seine Schwester zur Tochter des Pharao: Soll ich zu den Hebräerinnen gehen und dir eine Amme rufen, damit sie dir das Kind stillt?</p></blockquote>
<p>Nur, Rebekka, die keine junge Frau mehr war, brauchte mit Sicherheit keine Amme, also muss die Dienerin außer Rebekka zu begleiten noch andere Aufgaben gehabt haben wie der Begräbnisplatz nahelegt.</p>
<p>Kurz erwähnt sei, dass das professionelle Trauern und Klagen eine lange Tradition im Nahen Osten hatte, wobei es sich in der Mehrheit der belegten Fälle um Frauen handelte. Mit anderen Worten: die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Debora damals bereits eine professionelle Klagefrau war.</p>
<p>Wir haben dafür nicht nur in der Keilschriftliteratur genügend Belege, sondern auch in der Bibel, etwa Ezechiel 8,14:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיָּבֵ֣א אֹתִ֗י אֶל־פֶּ֙תַח֙ שַׁ֣עַר בֵּית־יְהֹוָ֔ה אֲשֶׁ֖ר אֶל־הַצָּפ֑וֹנָה וְהִנֵּה־שָׁם֙ הַנָּשִׁ֣ים יֹשְׁב֔וֹת מְבַכּ֖וֹת אֶת־הַתַּמּֽוּז׃</span><br />
Und er führte mich zum Eingang des Tores am Hause des HERRN, das gegen Norden liegt, und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammus beweinten.<a id="fn6" name="fn6"></a><a href="#f6">[6]</a></p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-46" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-46" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-46" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-46" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="unterBaum"></a>Über das Begräbnis unter einem Baum</h3>
<p>In der Bibel finden wir öfter Begräbnisse unter einem Baum, offenbar ein uralter Brauch, etwa 1 Samuel 31,11-13:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיִּשְׁמְע֣וּ אֵלָ֔יו יֹשְׁבֵ֖י יָבֵ֣ישׁ גִּלְעָ֑ד אֵ֛ת אֲשֶׁר־עָשׂ֥וּ פְלִשְׁתִּ֖ים לְשָׁאֽוּל׃<br />
וַיָּק֜וּמוּ כׇּל־אִ֣ישׁ חַ֘יִל֮ וַיֵּלְכ֣וּ כׇל־הַלַּ֒יְלָה֒ וַיִּקְח֞וּ אֶת־גְּוִיַּ֣ת שָׁא֗וּל וְאֵת֙ גְּוִיֹּ֣ת בָּנָ֔יו מֵחוֹמַ֖ת בֵּ֣ית שָׁ֑ן וַיָּבֹ֣אוּ יָבֵ֔שָׁה וַיִּשְׂרְפ֥וּ אֹתָ֖ם שָֽׁם׃<br />
וַיִּקְחוּ֙ אֶת־עַצְמֹ֣תֵיהֶ֔ם וַיִּקְבְּר֥וּ תַחַת־הָאֶ֖שֶׁל בְּיָבֵ֑שָׁה וַיָּצֻ֖מוּ שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃</span><br />
Als die Leute von Jabesch in Gilead hörten, was die Philister Saul angetan hatten, machten sich alle streitbaren Männer auf und gingen die ganze Nacht hindurch und nahmen die Leichname Sauls und seiner Söhne von der Mauer zu Bet-Schean und brachten sie nach Jabesch und verbrannten sie dort. Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter dem Tamariskenbaum zu Jabesch und fasteten sieben Tage.</p></blockquote>
<p>Auch in Genesis 35 ist das Begräbnis der Debora nicht das einzige Begräbnis unter einem Baum, denn in Vers 4 lesen wir über die fremden Götter, die unter einer Terebinthe begaben werden.</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיִּתְּנ֣וּ אֶֽל־יַעֲקֹ֗ב אֵ֣ת כׇּל־אֱלֹהֵ֤י הַנֵּכָר֙ אֲשֶׁ֣ר בְּיָדָ֔ם וְאֶת־הַנְּזָמִ֖ים אֲשֶׁ֣ר בְּאׇזְנֵיהֶ֑ם וַיִּטְמֹ֤ן אֹתָם֙ יַעֲקֹ֔ב תַּ֥חַת הָאֵלָ֖ה אֲשֶׁ֥ר עִם־שְׁכֶֽם׃</span><br />
Sie übergaben Jakob alle fremden Götter, die sie in ihren Händen hatten, und die Ringe an ihren Ohren. Jakob vergrub sie unter der Terebinthe bei Sichem.</p></blockquote>
<p>Nur am Rande sei angemerkt, dass in Vers 4, beim Begräbnis der fremden Götter, das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">טמן</span> &#8220;verstecken, verbergen v.a. in der Erde&#8221;, in Vers 8, beim Begräbnis der Debora, das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">קבר</span> &#8220;begraben&#8221; verwendet wird.</p>
<p>Zweifelsohne diente das Begräbnis der Debora unter einem Baum zum einen der Erinnerung an die Tote, zum anderen aber auch als ein symbolischer Akt, der das Gedächtnis der Toten aufrecht erhalten sollte.</p>
<p>Und einige Verse später, als Rachel, die Lieblingsfrau von Jakob, starb, gab es das nächste und dritte Begräbnis in Genesis 35, allerdings diesmal nicht unter einem Baum, sondern unter einem Steinmal (Genesis 35,19-20):</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַתָּ֖מׇת רָחֵ֑ל וַתִּקָּבֵר֙ בְּדֶ֣רֶךְ אֶפְרָ֔תָה הִ֖וא בֵּ֥ית לָֽחֶם׃<br />
וַיַּצֵּ֧ב יַעֲקֹ֛ב מַצֵּבָ֖ה עַל־קְבֻרָתָ֑הּ הִ֛וא מַצֶּ֥בֶת קְבֻֽרַת־רָחֵ֖ל עַד־הַיּֽוֹם׃</span><br />
Als Rachel gestorben war, begrub man sie an der Straße nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt. 20 Jakob errichtete ein Steinmal über ihrem Grab. Das ist bis heute das Grabmal Rahels.</p></blockquote>
<p>Es bleibt unklar, ob damit ausgesagt werden soll, dass ein Begräbnis unter einem Baum die weniger wünschenswertere Begräbnisvariante ist oder ob im Falle des Begräbnisses von Rachel schlicht kein Baum zur Verfügung stand.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Zusammenfassend halten wir fest: Debora, Rebekkas Dienerin, war mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit eine professionelle Klagefrau. Daher ist der Name des Baumes, unter dem sie begraben wird, auch &#8220;Tränenbaum&#8221;. Obwohl sie sozusagen Teil der Familie war, durften nur die Patriarchen selbst in den Familiengräbern, in der Höhle von Machpela, bestattet werden. Der niedrigere soziale Status von Rebekka verlangte ein ganz normales Begräbnis.<a id="fn7" name="fn7"></a><a href="#f7">[7]</a></p>
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<h4><a id="symbole" name="haeuschen"></a>Der Tränenbaum über einem &#8216;Häuschen&#8217;?</h4>
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<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a title="Tränenbaum und Tempel, Symbol am Grabstein von Leopold Mayer, Lackenbach" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2023/leopoldMayer10041866HFG.jpg" rel="lightbox[mayer]"><img loading="lazy" decoding="async" title="Tränenbaum und Tempel, Symbol am Grabstein von Leopold Mayer, Lackenbach" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2023/leopoldMayer10041866HF.jpg" alt="Tränenbaum und Tempel, Symbol am Grabstein von Leopold Mayer, Lackenbach" width="250" height="314" /></a></p>
</div>
<p>Ein mich ausgesprochen faszinierender Tränenbaum befindet sich auf dem Grabstein von <a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/mayer-leopold-10-april-1866/">Dr. Leopold Mayer</a>, gest. 10. April 1866, auf dem jüdischen Friedhof Lackenbach.<br />
Wir sehen den Tränenbaum (Genesis 35,8) und unter dem Baum befindet sich eine Art stilisierter Tempel, in dem sich die abbreviierte hebräische Einleitungsformel der hebräischen Grabinschrift befindet: &#8220;Hier ist begraben&#8221;.<br />
Was bedeutet nun dieses &#8220;Häuschen&#8221; unter dem Baum? Meines Erachtens gibt es dafür zwei mögliche Erklärungen:</p>
<p>1) Es handelt sich um eine bildliche Verschmelzung der Verse Genesis 35, 7 und 8. In Vers 7 heißt es: &#8220;Er (Jakob) baute dort einen Altar und nannte die Stätte Gott von Bet-El; denn auf der Flucht vor seinem Bruder hatte Gott sich ihm dort offenbart.&#8221; Danach folgt der uns bekannte Vers 8, dass Debora, die Amme Rebekkas, starb.</p>
<p>2) Da ein Begräbnis &#8220;unter dem Baum&#8221; nicht wirklich möglich ist, sondern nur unter der Krone des Baumes, könnte das Grab der Debora dargestellt sein, das dann allerdings schon sehr respektabel ausfallen würde. Vielleicht ist Raschi, s.o., im Hintergrund, denn der große Kommentator spricht expressis verbis von einem Grab am unteren Ende des Saumes der Ebene. Für Raschi gibt es keinen Baum, unter dem Debora begraben wurde. Auf diesen hätte man dann aber in der Darstellung halt nicht verzichten wollen.<br />
Für die Erklärung 1 spricht, dass wir näher am Bibeltext sind, für die Erklärung 2 spricht die integrierte Einleitungsformel, die natürlich zum Grab besser passt als zum Altar, den Jakob baut.<br />
Ich neige ein klein wenig mehr zu Erklärung 2, dass nämlich das &#8220;Häuschen&#8221; das Grab der Debora zeigen soll.<br />
Sollte Erklärung 2 tatsächlich zutreffen, hätten wir hier die ikonografische Version der beiden Wörter &#8220;alon bachut&#8221; neben oder oberhalb des Baumsymboles, wie wir es oben in Eisenstadt und Lackenbach gesehen haben.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="sanDaniele"></a>Zwei besonders schöne Tränenbäume</h3>
<p>Gefunden habe ich diese beiden Bäume am kleinen jüdischen Friedhof in San Daniele del Friuli in der Region Friaul-Julisch Venetien.<br />
Der älteste Beleg für Juden im Ort ist aus dem Jahr 1523, die Toten wurden lange am nur 22km entfernten jüdischen Friedhof von Udine begraben. Als jedoch dieser Friedhof nicht mehr genügend Platz hatte, um alle Toten aus der Umgebung aufzunehmen, beantragte die jüdische Gemeinde von San Daniele 1733 beim Rat die Errichtung eines eigenen Friedhofes. Dieser existiert noch immer und liegt mitten auf dem Land, in der Nähe des Baches Ripudio, östlich des Ragogna-Sees, in einer Gegend, die als &#8220;la Merenda&#8221; (das Jausenbrot) bekannt ist, weil man hier gerne eine Rast einlegte. Der älteste Grabstein von Ester di Baruch Luzzatto ist vom 19. März 1742, der jüngste Grabstein aus dem Jahr 2007.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rel="lightbox-gallery-47" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum, Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rel="lightbox-gallery-47" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="conclusio"></a>Conclusio</h3>
<p>Das Symbol der Trauerweide bzw. des Tränenbaums finden wir sowohl auf Grabsteinen von Frauen als auch auf Grabsteinen von Männern. Der Form des Baumes sind dabei keine künstlerischen Grenzen gesetzt wie auch die Bildbeispiele oben zeigen.<br />
Dass in unseren Breiten häufig eine Trauerweide (und keine Eiche etwa, s. biblische Übersetzungen) dargestellt wird, hat sicher damit zu tun, dass das Symbol der Trauerweide als Trauersymbol auch von der (nichtjüdischen) Umgebung übernommen wurde. Dennoch ist die jüdische Assoziation glasklar. Es ist Genesis 35, Vers 8, also das Begräbnis der Debora, der Amme von Jakobs Mutter Rebekka, unter dem &#8220;Tränenbaum&#8221;.<a id="fn8" name="fn8"></a><a href="#f8">[8]</a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="geknickt"></a>Der geknickte bzw. abgebrochene Baum</h3>
<p>Nicht zu verwechseln ist der &#8220;Tränenbaum&#8221; mit dem geknickten bzw. abgebrochenen Baum, der für einen frühen Tod steht und eindeutig ein nichtjüdisches Symbol ist, das wir auch auf jüdischen Grabsteinen finden.</p>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948.jpg' title="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rl_title="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rel="lightbox-gallery-48" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="367" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-600x367.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-600x367.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-768x469.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-1536x938.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-277x169.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-1320x806.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949.jpg' title="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rl_title="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rel="lightbox-gallery-48" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="370" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-600x370.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-600x370.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-768x474.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-1536x948.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-277x171.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-1320x815.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950.jpg' title="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rl_title="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rel="lightbox-gallery-48" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="348" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-600x348.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-600x348.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-768x445.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-1536x890.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-277x160.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-1320x765.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915.jpg' title="Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" data-rl_title="Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Grabstein Otto Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" data-rel="lightbox-gallery-49" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB.jpg' title="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" data-rl_title="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" data-rel="lightbox-gallery-49" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<h3><a id="symbole" name="fussnoten"></a>Fußnoten</h3>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Buber-Rosenzweig: &#8220;Debora, die Amme Ribkas, starb, sie wurde begraben unterhalb von Bet-El, unter der Steineiche, und die nannte man Steineiche des Weinens.&#8221;; Luther: &#8220;Da starb Debora, die Amme der Rebekka, und wurde begraben unterhalb von Bethel unter der Eiche; die wurde genannt die Klageeiche.&#8221; [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn1">Zurück zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Für Dalman handelt es sich um einen heiligen Baum, die Stelle übersetzt er mit &#8220;Klageeiche&#8221;, siehe Gustaf Dalman, Einige geschichtliche Stätten im Norden Jerusalems, in: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu jstor.org..." href="https://www.jstor.org/stable/3259735?read-now=1&amp;seq=5#page_scan_tab_contents">Journal of Biblical Literature</a>, Vol. 48, No. 2/4 (1929), 358. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn2">Zurück zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] Sehr ähnlich auch der Targum Onkelos (Übersetzung der Tora aus dem Hebräischen ins Aramäische): <span class="hebrEA" dir="rtl">וּמִיתַת דְּבוֹרָה מֵנִקְתָּא דְרִבְקָה וְאִתְקְבָרַת מִלְּרַע לְבֵית אֵל בְּשִׁפּוֹלֵי מֵישְׁרָא וּקְרָא שְׁמֵיהּ מֵישַׁר בָּכִיתָא:</span> &#8220;Debora, die Amme Rebekkas starb und wurde unterhalb von Bet-El begraben, unter Alon, also in der unteren Ebene. Er nannte sie Alon des Weinens (Ebene des Weinens)&#8221;.<br />
Im Midrasch Kohelet (Kohelet Rabba), wahrscheinlich 6. oder 7. Jahrhundert entstanden, Erstdruck 1519, lesen wir, dass ER (der Herr) die Trauernden tröstet, daher der Name &#8220;alon bachut&#8221;.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">מְנַחֵם אֲבֵלִים, דִּכְתִיב (בראשית לה, ח): וַיִּקְרָא שְׁמוֹ אַלּוֹן בָּכוּת.</span>[<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn3">Zurück zum Text (3)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f4" name="f4"></a>[4] Gustaf Dalman, a.a.O., 358f. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn4">Zurück zum Text (4)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f5" name="f5"></a>[5] Gustaf Dalman, a.a.O., 359. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn5">Zurück zum Text (5)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f6" name="f6"></a>[6] Tammus ist der 10. bürgerliche Monat des jüdischen Kalenders. Ursprünglich war &#8220;Tammuz&#8221; eine babylonische Gottheit der Frühlingsfruchtbarkeit. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn6">Zurück zum Text (6)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f7" name="f7"></a>[7] Shaul Bar, The Oak of Weeping, in: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'jstor.org...'" href="https://www.jstor.org/stable/42614980?read-now=1&amp;seq=3#page_scan_tab_contents">Journal of Biblical Literature</a>, Vol. 91, No. 2, 2010, 269-273. Siehe dort besonders auch die Literaturangaben. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn7">Zurück zum Text (7)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f8" name="f8"></a>[8] Der botanische Tränenbaum ist nur die österreichische Bezeichnung der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelszunge">Teufelszunge</a>, die sich aber natürlich überhaupt nicht als Trauersymbol eignet. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn8">Zurück zum Text (8)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f9" name="f9"></a>[9] Mehr zu Otto Grünmandl und seinen Bruder Alfred in: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'ulb-dok.uibk.ac.at...'" href="https://ulb-dok.uibk.ac.at/download/pdf/1679183.pdf">Verena Sauermann, Alfred Grünmandl. Ein jüdischer Migrant in Tirol (PDF)</a>. Otto Grünmandl, Sohn von Leopold Grünmandl und Betti Fuchs, geb. 09. August 1891 in Uherský Brod (Ungarisch-Brod), Tschechien, war der Bruder von Alfred Grünmandl, mit dem er (wahrscheinlich) 1907 in Hall in Tirol ein Gemischtwarengeschäft eröffnet hatte. Am 2. Jänner 1915 starb Otto im Krankenhaus Hall an Meningitis, begraben wurde er am 4. Jänner am jüdischen Friedhof Westfriedhof in Innsbruck. Beerdigt wurde Otto Grünmandl im Wandgrab 12, umgebettet am 24. Juli 1980 nach Grabfeld II, Grab 12. Otto Grünmandl war nicht konvertiert, sein Bruder Alfred und seine spätere Ehefrau Christine Katzengruber waren am 10. Februar 1914 zum evangelischen Glauben konvertiert. <em>S. v.a. Thomas Albrich (Hrsg.), Judenbichl. Die jüdischen Friedhöfe in Innsbruck, bes. 106, 149.</em></p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<p>1. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-i/">Der Herr segne und behüte dich.  &#8210; Die segnenden Priesterhände. Symbole auf jüdischen Grabsteinen I</a>&#8221;</p>
<p>3. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/dem-ouroboros-auf-der-spur/">Dem Ouroboros auf der Spur. Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &#038; Lackenbach. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III.</a>&#8221;</p>
<p>4. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/sie-streckt-ihre-hand-nach-dem-spinnrocken/">Sie streckt ihre Hand nach dem Spinnrocken. Symbole auf jüdischen Grabsteinen IV.</a>&#8221;</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Hanff Leopold &#8211; 18. Jänner 1857</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/bagatellen/hanff-leopold-18-jaenner-1857/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 16:06:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bagatellen]]></category>
		<category><![CDATA[bozen]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ojm.at/blog/?p=11298</guid>

					<description><![CDATA[Über die Kategorie &#8220;Bagatellen&#8221; Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 25. Tevet 617 = (Mittwoch, 21. Jänner 1857) bzw. 18. Jänner 1857 laut deutschsprachiger Grabinschrift Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Bozen/Bolzano &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="centered"><a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/">Über die Kategorie &#8220;Bagatellen&#8221;</a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h2>Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 25. Tevet 617 = (Mittwoch, 21. Jänner 1857) bzw. 18. Jänner 1857 laut deutschsprachiger Grabinschrift</h2>
<p>Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Bozen/Bolzano in Südtirol.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857.jpg' title="Grabstein Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" data-rl_title="Grabstein Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" data-rel="lightbox-gallery-50" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="1707" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Grabstein Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857R.jpg' title="Grabstein Rückseite: Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" data-rl_title="Grabstein Rückseite: Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rückseite: Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" data-rel="lightbox-gallery-50" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="1707" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857R.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Grabstein Rückseite: Leopold (Jehuda Elias) Hanff, 18. Jänner 1857" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857R.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857R-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/hanffLeopold18011857R-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Die hebräische Grabinschrift</h3>
<table summary="Leopold Hanff" id="Leopold Hanff">
<caption>Inschrift Leopold Hanff: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>H(ier liegt) b(egraben)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">פ&#8221;נ</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>der unverheiratete Mann Jehuda Elias</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">הב&#8217; יהודא עלי&#8217;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>Hanff</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">האנף</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>aus Berlin.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">מבערלין</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>Geboren a(m Vorabend) d(es) N(eumondtages) des Monats Av 579,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">נולד ע&#8221;רח אב תקע&#8221;ט</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>gestorben in der Stadt Meran</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">נפטר בעיר מעראן</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>am 25. Tevet 617 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">כה טבת תריז לפ&#8221;ק</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[8] </strong>Noch in deiner Blüte wurdest du gepflückt,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">נקטפת עודך באבך</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[9] </strong>deine Eltern trauern um dich.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">עליך האבל נפש הוריך</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[10] </strong>Nach deinem Namen und nur nach dir allein ist unser Verlangen!</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לשמך ולובדך תאות נפשנו</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[11] </strong>Eingraviert bist du in unser Herz alle Tage unseres Lebens.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">חרות אתה על לב כל ימי חיינו</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[12] </strong>S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">תנצבה</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Die deutsche Grabinschrift (Rückseite)</h3>
<table summary="Leopold Hanff R" id="Leopold Hanff R">
<caption>Inschrift Leopold Hanff R: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>Hier ruht in Gott</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>Leopold Hanff</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>aus Berlin,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>geboren am 30. Juli 1829,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>gestorben in Meran am 18. Jänner</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>1857.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>In Jugendblüthe bist Du hingeschieden</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[8] </strong>Stets unvergessen auch in heiligem Frieden.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl"></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkung</h3>
<p><strong>Zeile 8:</strong> Vgl. Ijob 8,12 <span class="hebrEA" dir="rtl">עֹדֶ֣נּוּ בְ֭אִבּוֹ לֹ֣א יִקָּטֵ֑ף</span> &#8220;In seiner Blüte noch nicht abgerissen&#8230;&#8221;.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Biografische Notizen</h3>
<p><strong>Leopold (Jehuda Elias) Hanff</strong>, geb. in Berlin oder zumindest aus Berlin, geboren laut hebräischer Grabinschrift am 29. Tammus (= Erev Rosch Chodesch Av), 22. Juli 1819 und laut deutscher Grabinschrift auf der Rückseite des Grabsteines am 30. Juli 1829 = 28. Tamus 589. Wir haben beim Geburtsdatum also eine Differenz von 10 Jahren. Gestorben in Meran laut hebräischer Grabinschrift am 25. Tevet 617 = Mittwoch, 21. Jänner 1857 und laut deutscher Grabinschrift am 18. Jänner 1852 = Sonntag, 22. Tevet 617. Beim Sterbedatum eine Differenz von 3 Tagen. Leopold Hanff wurde also nicht einmal 38 Jahre alt und war unverheiratet.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p>Beitragsbild: Totenhalle am jüdischen Friedhof in Bozen/Bolzano, 1933 nach einem Projekt des Architekten Erich Pattis errichtet. Mehr Informationen über den jüdischen Friedhof Bozen, siehe <a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/marx-markus-mordechai-bar-gerson-14-april-1804/" title="Interner Link">Marx Markus, 14. April 1804</a>.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p class="centered"><a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/">Über die Kategorie &#8220;Bagatellen&#8221;</a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>(Marx Markus) Mordechai bar Gerson &#8211; 14. April 1804</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/bagatellen/marx-markus-mordechai-bar-gerson-14-april-1804/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 16:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bagatellen]]></category>
		<category><![CDATA[bozen]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ojm.at/blog/?p=11291</guid>

					<description><![CDATA[Über die Kategorie &#8220;Bagatellen&#8221; Markus (Mordechai bar Gerson), Sohn des Gerson (Marx), 03. Ijjar 664 = (Schabbat, 14. April 1804) Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Bozen/Bolzano in Südtirol und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="centered"><a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/">Über die Kategorie &#8220;Bagatellen&#8221;</a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h2>Markus (Mordechai bar Gerson), Sohn des Gerson (Marx), 03. Ijjar 664 = (Schabbat, 14. April 1804)</h2>
<p><strong>Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Bozen/Bolzano in Südtirol und ist der älteste  jüdische Grabstein in Bozen</strong>, wo der erste jüdische Friedhof bereits im Jahr 1431 belegt ist. 1614 erwarb der Bozener Kaufmann Gerson zwei Gründstücke unterhalb der Haselburg, die sich am Gelände des heutigen Friedhofes in Oberau befinden. Mehr Informationen sowie einen Lageplan des Friedhofes finden Sie auf der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://opencity.gemeinde.bozen.it/Politik-und-Verwaltung/Lageplan/Juedischer-Friedhof" title="Externer Link zu 'opencity.gemeinde.bozen.it...'">Website der Stadt Bozen</a>.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><figure id="attachment_11292" aria-describedby="caption-attachment-11292" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/mordechaiMarkusbGerson.jpg" data-rel="lightbox-gallery-50" data-rl_title="Mordechai bar Gerson (Marx Markus) &#8211; 03. Ijjar 564 = Schabbat, 14. April 1804" data-rl_caption="Mordechai bar Gerson (Marx Markus) - 03. Ijjar 564 = Schabbat, 14. April 1804" data-magnific_type="gallery" title="Mordechai bar Gerson (Marx Markus) &#8211; 03. Ijjar 564 = Schabbat, 14. April 1804"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/mordechaiMarkusbGerson.jpg" alt="Mordechai bar Gerson (Marx Markus) - 03. Ijjar 564 = Schabbat, 14. April 1804" width="1280" height="1707" class="size-full wp-image-11292" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/mordechaiMarkusbGerson.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/mordechaiMarkusbGerson-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/11/mordechaiMarkusbGerson-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11292" class="wp-caption-text">Mordechai bar Gerson (Marx Markus) &#8211; 03. Ijjar 564 = Schabbat, 14. April 1804</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>Die Grabinschrift</h3>
<table summary="Mordechai bar Gerson 1804" id="Mordechai bar Gerson 1804">
<caption>Inschrift Mordechai bar Gerson 1804: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>H(ier ist) g(eborgen)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">פ&#8221;ט</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>ein alter Ma(nn), satt an Tagen. Seine Handlungen gescha(hen)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">אי&#8217; זקן ושבע ימים כל מעשיהו הי&#8217;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>in Annehmlichkeit, Liebeswerke vollzog er an</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">בנעימים גמילת חסד עשה עם</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>Lebenden und Toten. Er sättigte die Hungernden, </td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">החיים והמתים משביע לרעבים </span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>die Fremden und die Nahen. D(er angesehene) M(ann), der Einflussreiche, e(hrbare) H(err)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לרחוקים ולקרובים הר הק כה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>Mordechai, Sohn des Gerson. Er verstarb i(n gutem) N(amen) a(m heiligen) Sch(abbat),</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">מרדכי בר גרשון נפטר בשט שק</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>und wurde begraben am Tag 1 (= Sonntag), 4. Ijjar 564 n(ach der kleinen Zeitrechnung).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ונקבר ביום א&#8221; ד&#8221; אייר תקס&#8221;ד ל&#8221;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[8] </strong>S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">תנצבה</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p><strong>Zeile 3:</strong> Genesis 35,29; Ijob 42,17 <span class="hebrEA" dir="rtl">ושבע ימים</span>; ähnlich 1 Chronik 23,1.</p>
<p><strong>Zeile 4:</strong> Aus dem Segensspruch nach dem Essen, s. zB Shulchan Arukh, Orach Chayim 187:1 <span class="hebrEA" dir="rtl">יש אומרים ברוך משביע לרעב</span>.</p>
<p><strong>Zeile 5:</strong> <span class="hebrEA" dir="rtl">הההקכה</span> in der Inschrift ohne Wortabstände geschrieben.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Biografische Notizen</h3>
<p>Die Quelle für alle biografischen Angaben ist: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I14974&#038;tree=Hohenems" title="Externer Link zu'hohenemsgenealtogie.at...'">hohenemsgenealogie.at</a>. Dort auch die Literaturreferenz.</p>
<p><strong>Markus (Mordechai bar Gerson)</strong>, geb. in Hessen, Deutschland, Postmeister, Kaufmann, nach Bozen emigriert vor 1771, gest. 03. Ijjar 664 = Schabbat, 14. April 1804, begraben  Tag 1, 04. Ijjar 664 = Sonntag, 15. April 1804 am jüdischen Friedhof Bozen, Via Maso della Pieve / Pfarrhofstraße 7.<br />
Das Todesdatum wurde aufgrund der hebräischen Grabinschrift, die eindeutig ist, korrigiert (siehe oben Zeile 6 und 7). Bisher publiziert wurde der 15. April 1804, siehe <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I14974&#038;tree=Hohenems" title="Externer Link zu 'hohenemsgenealogie.at...'">Hohenems</a>. Im  <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.yumpu.com/it/document/read/10095626/folder-zur-ausstellung-schloss-runkelstein" title="Externer Link zu 'yumpu.com...'">Folder zu einer Ausstellung auf Schloss Runkelstein</a> finden wir nur das Sterbejahr 1804, kein Monats- oder Tagesdatum.<br />
Am Rande angemerkt sei noch, dass wir in der hebräischen Inschrift auch &#8220;Mordechai bar Gerson&#8221; und nicht &#8220;Mordechai ben Gerson&#8221; lesen (wenngleich es in der Übersetzung keinen Unterschied macht).</p>
<p><strong>Vater: Gerson (Marx)</strong><br />
<strong><br />
Ehefrau: Lube (killa) Einstein</strong>, gest. 04. April 1804 in Bozen</p>
<p><strong>4 Kinder: Gerson Marx, Rosa (Gerson), Henriette (Helene) Marx und Maria Anna Marx</strong>, siehe <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I14974&#038;tree=Hohenems" title="Externer Link zu 'hohenemsgenealogie.at...'">Hohenems</a>.</p>
<p><strong>Nota bene: </strong>Die unter &#8220;Biografische Notizen&#8221; hier publizierten biografischen Daten wurden von den angegebenen Quellen ungeprüft übernommen, weil der Schwerpunkt dieses Beitrages auf der Transkription und Übersetzung der hebräischen Grabinschrift, und damit auch letztlich auf der Korrektur des Sterbedatums liegt, aber nicht auf den genealogischen Daten.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p class="centered"><a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/">Über die Kategorie &#8220;Bagatellen&#8221;</a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Herr segne und behüte dich</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-i/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-i/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2022 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[lackenbach]]></category>
		<category><![CDATA[symbole]]></category>
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					<description><![CDATA[Symbole auf jüdischen Grabsteinen I &#8210; Die segnenden Priesterhände. Prolog Der ursprüngliche Artikeltitel &#8220;Der Herr segne und behüte dich. Von Mr. Spock bis zur Schlange der Ewigkeit&#8221; war der Titel meines &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Symbole auf jüdischen Grabsteinen I &#8210; Die segnenden Priesterhände.</h2>
<h3>Prolog</h3>
<p>Der ursprüngliche Artikeltitel &#8220;Der Herr segne und behüte dich. Von Mr. Spock bis zur Schlange der Ewigkeit&#8221; war der Titel meines kleinen Vortrages in der Langen Nacht der Museen am 1. Oktober 2022 im jüdischen Museum Eisenstadt.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-52" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/ouroborosN.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/ouroborosNK.jpg" title="Ouroboros am Grabstein von Salomon Zollschan, Kobersdorf" width="250" height="200" alt="Ouroboros am Grabstein von Salomon Zollschan, Kobersdorf" /></a></p>
</div>
<p>Die Idee zum Thema kam eigentlich zufällig, als ich am jüdischen Friedhof Kobersdorf vor einigen Monaten ein Symbol aktiv wahrnahm, das ich zuvor noch nie auf einem anderen jüdischen Friedhof des Burgenlandes gesehen hatte: Die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, der Ouroboros, der auch als &#8220;Schlange der Ewigkeit&#8221; bekannt ist. Nun galt es einerseits zu verifizieren, ob diese spezielle Form der Schlange nur auf Grabsteinen am <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-kobersdorf/" title="Interner Link">jüdischen Friedhof Kobersdorf</a> zu finden ist oder auch auf anderen jüdischen Friedhöfen. Ich darf es vorwegnehmen, so viel sei schon verraten: ja, den Ouroboros gibt es nicht nur in Kobersdorf, aber etwa nicht in Eisenstadt!</p>
<p>Bei der Suche stieß ich allerdings zu meiner großen Verwunderung auf viele andere, vielleicht nicht ganz so spektakuläre, aber sehr schöne Symbole, besonders auf dem älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt: Tiere, Blumen, Namenssymbole usw.</p>
<p>Mit diesem Artikel soll eine kleine Serie beginnen, bei der die Symbole auf jüdischen Grabsteinen, vor allem auf jüdischen Friedhöfen im Burgenland, nicht nur vorgestellt, sondern auf ihre jüdische Tradition hin untersucht werden. </p>
<p>Aber wir beginnen heute sozusagen mit &#8220;Adam und Eva&#8221;, mit den wohl schon bekannten segnenden Priesterhänden.</p>
<p>Quasi ein PS: Ich gestehe, mich bisher noch nie mit den Symbolen (außer den gängigen genuin jüdischen) intensiver beschäftigt zu haben, was bis zu einem gewissen Grad auch damit zusammenhängt, dass  &#8210; unterm Strich &#8210; einerseits der Befund auf beiden jüdischen Friedhöfen in Eisenstadt relativ dünn ist und andererseits viele der Symbole auf den Grabsteinen heute ohne intensive vorsichtige Bearbeitung praktisch so gut wie nicht zu sehen oder zu erkennen sind. </p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Segnende Priesterhände</h3>
<p>Beim Segen erhebt der Priester seine Hände mit der charakteristischen Fingerhaltung, bei der kleiner Finger und Ringfinger sowie der Daumen von Zeige- und Mittelfinger abgespreizt werden. Damit soll der hebräische Buchstabe <span class="hebrEA" dir="rtl"><strong>ש</strong></span> &#8220;SCHIN&#8221; assoziiert werden, der Anfangsbuchstabe des Wortes <span class="hebrEA" dir="rtl">אֵ֣ל <strong>שַׁ</strong>דַּ֔י</span> &#8220;(El) Schaddai&#8221; (der Allmächtige). </p>
<h4>Mini-Exkurs</h4>
<p>Der Priestersegen heißt Hebräisch &#8220;Birkat Kohanim&#8221; oder &#8220;Nesijat Kapajim&#8221; (wörtl: &#8220;Heben der Hände&#8221;) und ist unter aschkenasischen Juden auch als &#8220;Duchanen&#8221; (s. u. das Video mit Leonard Nimoy) bekannt (s. auch <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> &#8220;<a href="https://www.yeshiva.co/midrash/12106" title="Externer Link zu 'yeshiva.co/...'">The Mitzvah of &#8220;Duchening&#8221; &#8211; Birchas Kohanim</a>&#8220;). (&#8220;Duchan&#8221; ist das aramäische Wort für die Plattform vor dem Toraschrein, siehe etwa babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 118b &#8220;<span class="hebrEA" dir="rtl">וְאָמַר רַבִּי יוֹסֵי: מִיָּמַי לֹא עָבַרְתִּי עַל דִּבְרֵי חֲבֵרַי. יוֹדֵעַ אֲנִי בְּעַצְמִי שֶׁאֵינִי כֹּהֵן, אִם אוֹמְרִים לִי חֲבֵירַי: עֲלֵה <strong>לַדּוּכָן</strong> — אֲנִי עוֹלֶה.</span> &#8220;Ferner sagte R. Jose : Nie im Leben habe ich die Worte meiner Genossen übertreten. Ich selber weiß, dass ich kein Priester bin, trotzdem würde ich die Plattform besteigen, wenn meine Genossen mich dazu auffordern würden.&#8221;)</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855.jpg' title="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-51" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-51" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855-1536x1151.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR.jpg' title="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-51" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-51" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-scaled.jpg' title="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-51" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-scaled.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-scaled.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-51" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Die segnenden Priesterhände stehen für die Abstammung aus dem aaronidischen Priestergeschlecht. Die Priester, hebräisch Kohanim (Einzahl: Kohen), waren im Tempel für die Opferdarbringung und für das Sprechen des Segens (Priestersegen / Aaronitischer Segen, 4. Buch Mose (Numeri) 6,22-26) zuständig: </p>
<table summary="Aaronitischer Segen" id="Aaronitischer Segen">
<caption>Inschrift Aaronitischer Segen: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,22] </strong>Der HERR sprach zu Mose:</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">וַיְדַבֵּ֥ר יְהֹוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,23] </strong>Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">דַּבֵּ֤ר אֶֽל־אַהֲרֹן֙ וְאֶל־בָּנָ֣יו לֵאמֹ֔ר כֹּ֥ה תְבָרְכ֖וּ אֶת־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל אָמ֖וֹר לָהֶֽם׃ {ס}</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,24] </strong>Der HERR segne dich und behüte dich.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">יְבָרֶכְךָ֥ יְהֹוָ֖ה וְיִשְׁמְרֶֽךָ׃ {ס}</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,25] </strong>Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">יָאֵ֨ר יְהֹוָ֧ה ׀ פָּנָ֛יו אֵלֶ֖יךָ וִֽיחֻנֶּֽךָּ׃ {ס}</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,26] </strong>Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">יִשָּׂ֨א יְהֹוָ֤ה ׀ פָּנָיו֙ אֵלֶ֔יךָ וְיָשֵׂ֥ם לְךָ֖ שָׁלֽוֹם׃ {ס}</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der 2016 verstorbene Singer-Songwriter, Dichter und Maler Leonard Cohen wurde als Kohen geboren und 1996 zum buddhistischen Mönch ordiniert. Am 24. September 2009, am Ende seines Konzerts in Tel Aviv, spricht er den Priestersegen:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/eitGGBoncN0?start=4" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>In der hebräischen Bibel wird das dritte Buch Mose (Levitikus; hebr.: Wa-jikra) auch als &#8220;Torat haKohanim&#8221; (Weisung für die Priester) bezeichnet, weil es in diesem Buch vor allem um die Arbeit der Kohanim im Stiftszelt und später im Jerusalemer Tempel geht. Die Kohanim kommen aus dem Stamm Levi, sind also eine Untergruppe der Leviten.<br />
Aaron, der Bruder des Mose, wurde von diesem zum ersten &#8220;Großen Kohen&#8221; geweiht, alle späteren Kohanim stammen daher von Aaron ab.</p>
<p>Da die Abstammung über die männliche Linie vererbt wird, findet man das Symbol vor allem auf Grabsteinen von männlichen Angehörigen aus dem Priestergeschlecht, meist mit dem Namen, später dem Beinamen &#8220;Kohen&#8221;, &#8220;Kohn&#8221;, &#8220;Kahn&#8221;, &#8220;KaZ&#8221; usw. Siehe zum Beispiel <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/cohen-samuel-05-jaenner-1791/" title="Interner Link">Samuel Cohen</a>, gestorben 1791 und am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt begraben.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8221;ץ</span> &#8220;KaZ&#8221; ist eine Abkürzung für &#8220;<strong>K</strong>ohen <strong>Z</strong>edek&#8221; &#8220;gerechter Priester&#8221; wie bei Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/klein-karl-11-dezember-1930/" title="Interner Link">Karl Klein</a> (gestorben 1930 und begraben am jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt), hebräisch: Chaim Akiba KaZ (oder Ka&#8217;tz), Zeile 6.</p>
<p>Der Kohen darf sich nicht rituell verunreinigen. So ist es ihm verboten, mit einem toten Körper in Berührung zu kommen oder sich auch nur unter dem selben Dach aufzuhalten, unter dem sich auch ein Leichnam befindet. Der Kohen darf keinen Friedhof betreten, außer er achtet im Freien auf die Distanz von 192cm zum Grab oder zum Sarg. Kohanim werden häufig auch am Rand des jüdischen Friedhofes oder in einer Ecke des Friedhofes begraben, damit sie sich beim Besuch eines Grabes eines oder einer Verwandten nicht verunreinigen. Allerdings muss der Kohen am Begräbnis der nächsten Verwandten (Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Brüder väterlicherseits und nie verheirateten Schwestern väterlicherseits) teilnehmen und sich dabei verunreinigen.</p>
<figure id="attachment_11239" aria-describedby="caption-attachment-11239" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach.jpg" data-rel="lightbox-gallery-52" data-rl_title="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_caption="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach. Selbstverständlich war vor 1938 die Friedhofsmauer nicht so hoch!" data-magnific_type="gallery" title="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach.jpg" alt="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-11239" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11239" class="wp-caption-text">Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach. Selbstverständlich war vor 1938 die Friedhofsmauer nicht so hoch!</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Wenn aus der Tora gelesen wird (also am Schabbat, an Fastentagen oder am Montag und Donnerstag während des Morgengebetes&#8230;), werden je nach Anlass fünf, sechs oder sieben Personen zur Tora gerufen. Der erste Aufruf (die erste Alija) gilt immer einem Kohen, der zweite einem Levi. Wenn kein Kohen anwesend ist, wird er durch eine andere Person ersetzt, ist kein Levi anwesend, dann soll er durch den zuvor aufgerufenen Kohen ersetzt werden. </p>
<p>Viele weitere Regelungen, die den Kohen vor allem in Bezug auf die kultische Reinheit betreffen, siehe etwa <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> &#8220;<a href="https://de.chabad.org/parshah/article_cdo/aid/2103257/jewish/Die-Reinheit-des-Kohens.htm" title="Externer Link zu 'de.chabad.org...'">Die Reinheit des Kohens</a>&#8220;.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-52" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/menachem_katz_prossnitz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/menachem_katz_prossnitzTN.jpg" title="Rabbiner Menachem KaZ-Proßnitz" width="250" height="363" alt="Rabbiner Menachem Katz-Prossnitz" /></a></p>
</div>
<p>Dazu passt eine Geschichte, die uns vom berühmten, wundertätigen und langjährigen Rabbiner der jüdischen Gemeinde Deutschkreutz übermittelt ist: Rabbi Menachem Wannfried Katz-Prossnitz (geb. 1795, Rabbiner in Deutschkreutz von 1840 bis zu seinem Tod 1891) hatte beim großen <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-und-chatam-sofer/#chatamsofer" title="Interner Link">Chatam Sofer</a> in Pressburg studiert und galt als dessen gelehrigster Schüler. So wurde er für seine Treue von Chatam Sofer sogar in dessen privaten Studierstube in die Kabbala, die jüdische Mystik, eingeweiht. Als Chatam Sofer am Sterbebett lag, besuchte ihn Rabbi Menachem Prossnitz und wurde vom Grauen gepackt, als er die Hand seines Lehrers ergriff, die sich wie aus Stein anfühlte. Chatam Sofer freute sich über den Besuch und deutete dann dem Rabbi Menachem das Zimmer zu verlassen, denn &#8220;ich sterbe&#8221;. Rabbi Menachem Prossnitz war ein Kohen und durfte sich daher nicht unter einem Dach mit einem Toten befinden <a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a>.</p>
<p>Bemerkenswert ist jedenfalls, dass sich am <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/" title="Interner Link">älteren jüdischen Friedhof</a> in Eisenstadt bei 1.100 Grabsteinen nur 8 Grabsteine mit dem Symbol der segnenden Hände befinden.<br />
Am <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/" title="Interner Link">jüngeren jüdischen Friedhof</a> findet sich kein einziges Symbol der segnenden Hände, begraben sind, soviel wir wissen, nur der o.g. Rabbiner Karl Klein KaZ (ohne Symbol) und eine Frau, <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/kohn-rachel-18-juni-1895/" title="Interner Link">Rachel Kohn</a> (verheiratet mit einem Kohen) und mit dem Symbol der Trauerweide am Grabstein.</p>
<p>Eine alte, v.a. mündlich überlieferte Geschichte aus dem ehemaligen jüdischen Viertel von Eisenstadt erklärt uns, dass sich vor allem in der neueren Zeit Kohanim nicht in Eisenstadt ansiedeln wollten. Weil sie nicht wussten, wo sich der jüdische Friedhof des mittelalterlichen jüdischen Viertels von Eisenstadt befunden hat. Mit der Nichtansiedelung wollten sie vermeiden, irrtümlich sozusagen Friedhofsgelände zu betreten.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR.jpg' title="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-52" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-52" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841.jpg' title="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-52" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-52" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-scaled.jpg' title="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-52" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-scaled.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-scaled.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-52" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="443" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar-768x568.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar-1536x1135.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Am Rande nur angemerkt sei, dass der Priestersegen in der Fernsehserie &#8220;Star Trek&#8221; auch als vulkanischer Gruß bekannt ist. Wie es dazu kam, also die jüdischen Hintergründe, erklärt Leonard Nimoy (Mr. Spock), der selbst zwar in eine orthodoxe jüdische Familie geboren wurde, aber kein Kohen war:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/DyiWkWcR86I" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>In wenigen Tagen, zu Sukkot (Laubhüttenfest, heuer ab 9. Oktober Abend), wird der Priestersegen in Israel von hunderten Kohanim gesprochen und über Lautsprecher an die Westmauer in Jerusalem übertragen (genauso zu Pesach; siehe etwa den <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3YoAJUTgh44" title="Externer Link zu 'youtube.com...'">Birkat Kohanim Sukkot 2015</a>).</p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Siehe v.a. Shlomo Spitzer, Die jüdische Gemeinde von Deutschkreutz, Wien 1995 [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<p>2. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-ii/">Deshalb gab er ihr den Namen &#8216;Träneneiche'&#8221;. Symbole auf jüdischen Grabsteinen II.</a>&#8221;</p>
<p>3. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/dem-ouroboros-auf-der-spur/">Dem Ouroboros auf der Spur. Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &#038; Lackenbach. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III.</a>&#8221;</p>
<p>4. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/sie-streckt-ihre-hand-nach-dem-spinnrocken/">Sie streckt ihre Hand nach dem Spinnrocken. Symbole auf jüdischen Grabsteinen IV.</a>&#8221;</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Familienfoto</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2022 07:24:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz oben rechts, in der nordwestlichen Ecke des jüdischen Friedhofes von Kobersdorf, finden wir eine Formation von Grabsteinen, die gleich auf den ersten Blick ins Auge fällt. Etwas abgehoben, abgesetzt von &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz oben rechts, in der nordwestlichen Ecke des jüdischen Friedhofes von Kobersdorf, finden wir eine Formation von Grabsteinen, die gleich auf den ersten Blick ins Auge fällt.<br />
Etwas abgehoben, abgesetzt von den anderen Grabsteinen, befindet sich dort eine Gruppe von sehr schönen und mächtigen Grabsteinen, die zudem fast alle auffällig lange Grabinschriften haben.</p>
<p><figure id="attachment_10868" aria-describedby="caption-attachment-10868" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/familieAltH02.jpg" data-rel="lightbox-gallery-53" data-rl_title="von links: 1. Reihe: Josefa Alt, Johanna Alt, David Alt, Lazar Alt, 2. Reihe: Mose Alt, 3. Reihe: Ester Alt, Sigmund Alt" data-rl_caption="von links: 1. Reihe: Josefa Alt, Johanna Alt, David Alt, Lazar Alt, 2. Reihe: Mose Alt, 3. Reihe: Ester Alt, Sigmund Alt" data-magnific_type="gallery" title="von links: 1. Reihe: Josefa Alt, Johanna Alt, David Alt, Lazar Alt, 2. Reihe: Mose Alt, 3. Reihe: Ester Alt, Sigmund Alt"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/familieAltH02.jpg" alt="von links: 1. Reihe: Josefa Alt, Johanna Alt, David Alt, Lazar Alt, 2. Reihe: Mose Alt, 3. Reihe: Ester Alt, Sigmund Alt" width="1920" height="1858" class="size-full wp-image-10868" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/familieAltH02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/familieAltH02-768x743.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/familieAltH02-1536x1486.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10868" class="wp-caption-text">von links: 1. Reihe: Josefa Alt, Johanna Alt, David Alt, Lazar Alt, 2. Reihe: Mose Alt, 3. Reihe: Ester Alt, Sigmund Alt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Wissen wir, wem die Grabsteine gehören, mutet es an, als wäre diese Anreihung der Grabsteine in drei Reihen die  Versammlung einer Großfamilie, die sich zum Gruppenfamilienfoto aufgestellt hat. Und die gleichzeitig über 160 Jahre jüdische Geschichte von Kobersdorf erzählt. Eine Geschichte, die aber noch viel weiter reicht: von der berühmten und von Rabbiner David Alt Eibnitz (geb. ca. 1775) geleiteten Jeschiva bis zum Gemischtwarengeschäft von Moses Alt, bis Auschwitz und bis ins Exil in Kanada und Israel.</p>
<h2>Die Familie Alt</h2>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[MosesAlt]" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/mosesAltG.jpg" data-rel="lightbox-gallery-bGlnaHRib3gtZ2FsbGVyeS1Hd3Z6aHRNbg==" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" data-rl_title="" data-rl_caption=""><img decoding="async" loading="lazy" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/mosesAltK.jpg" title="Moses Alt" width="150" height="197" alt="Moses Alt" /></a></p>
</div>
<p>In der Mitte der drei Reihen &#8210; und allein in seiner Reihe &#8210; der hervorstechende Grabstein des <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-moses-26-oktober-1924/" title="Interner Link">Mose Alt</a>, der 1924 starb und im Sterbebuch als Kaufmann, im Hochzeitsbuch (noch) als Talmudist eingetragen ist. Der Grabstein von Mose Alt symbolisiert sozusagen auch mit seinem Standort in der 2. Reihe den Übergang von den Gelehrten- und Rabbinergenerationen seiner Eltern und Großeltern (1. Reihe) hin zu der mehr bürgerlichen und zunehmend assimilierteren Generation seiner Kinder- und Kindeskinder (3. Reihe).</p>
<p>Denn in der ersten Reihe unserer Formation, also in der Reihe vor Mose Alt, liegen sein Vater, Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-lazar-07-april-1898/" title="Interner Link">Lázár (Abraham Elieser Se’ev / Wolf) Alt</a> und seine Mutter <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-josefa-17-maerz-1890/" title="Interner Link">Josefa / Pepi / Paulina (Feierl bzw. Peierl) Alt, geb. Neumann</a> sowie sein Großvater, der große Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-eibnitz-david-05-april-1850/" title="Interner Link">David Alt Eibnitz</a> und seine Großmutter <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/hani-alt-eibnitz-04-maerz-1877/" title="Interner Link">Johanna / Hani (Chana) Alt Eibnitz, geb. Kunitz</a>. </p>
<p>In der dritten Reihe, also in der Reihe hinter Mose Alt, sind zwei seiner früh verstorbenen Kinder begraben: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-esther-20-februar-1928/">Esther Alt</a>, starb 1928 mit 26 Jahren an Lungenentzündung, ihr Bruder <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-sigmund-24-september-1936/">Sigmund Alt</a> starb 1936 mit 46 Jahren.<br />
Deren Geschwister Max und Adele Alt hatten ihr Geschäft in der Schlossgasse, eine Filiale befand sich in der Hauptstraße von Kobersdorf. Ein weiterer Bruder, Gustav (Gedalja) Alt, geboren 1898 in Kobersdorf, floh 1939 nach Frankreich und kam 1940 in das Sammellager Drancy. 1942 wurde er nach Auschwitz deportiert und ermordet (<img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&#038;s_id=&#038;s_lastName=Alt&#038;s_firstName=Gustav&#038;s_place=&#038;s_dateOfBirth=&#038;cluster=true" title="Externer Link zu yadvashem.org...'">Schoa-Opfer</a>).</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/synagogeKD.jpg' title="Synagoge Kobersdorf, 1920er Jahre" data-rl_title="Synagoge Kobersdorf, 1920er Jahre" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Synagoge Kobersdorf, 1920er Jahre" data-rel="lightbox-gallery-53" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="393" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/synagogeKD.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Synagoge Kobersdorf, 1920er Jahre" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/gemischtwarenhandlungHGAlt.jpg' title="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Schlossgasse 5 (heute 27), neben der Synagoge" data-rl_title="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Schlossgasse 5 (heute 27), neben der Synagoge" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Schlossgasse 5 (heute 27), neben der Synagoge" data-rel="lightbox-gallery-53" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="592" height="368" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/gemischtwarenhandlungHGAlt.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Schlossgasse 5 (heute 27), neben der Synagoge" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/gemischtwarenhandlungAlt.jpg' title="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Filiale Hauptstraße 21" data-rl_title="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Filiale Hauptstraße 21" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Filiale Hauptstraße 21" data-rel="lightbox-gallery-53" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="386" height="342" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/04/gemischtwarenhandlungAlt.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Gemischtwarengeschäft Moses Alt, Filiale Hauptstraße 21" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[DavidAltE]" title="Grabstein Rabbiner David Alt Eibnitz, Isru Chag Pesach = 23. Nisan 610 = Freitag, 05. April 1850" href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/04/altDavid06041850.jpg" data-rel="lightbox-gallery-bGlnaHRib3gtZ2FsbGVyeS1Hd3Z6aHRNbg==" data-rl_title="Grabstein Rabbiner David Alt Eibnitz, Isru Chag Pesach = 23. Nisan 610 = Freitag, 05. April 1850" data-rl_caption="Grabstein Rabbiner David Alt Eibnitz, Isru Chag Pesach = 23. Nisan 610 = Freitag, 05. April 1850" data-magnific_type="gallery" data-rl_title="" data-rl_caption=""><img decoding="async" loading="lazy" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/davidAltE.jpg" title="Grabstein David Alt Eibnitz" width="150" height="224" alt="Grabstein David Alt Eibnitz" /></a></p>
<p class="winzig"><em>Grabstein David Alt Eibnitz</em>.</p>
</div>
<p>Der Großvater von Moses Alt, Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-eibnitz-david-05-april-1850/" title="Interner Link">David Alt Eibnitz</a>, war 43 Jahre lang, von 1807 bis zu seinem Tod im Jahr 1850 Rabbiner in Kobersdorf und damit der längst dienende Rabbiner der Gemeinde. Seine rabbinische Ausbildung genoss er immerhin bei einem der Größten aller Zeiten, bei <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-und-chatam-sofer/" title="Interner Link">Chatam Sofer</a>, der von 1798 bis 1806 Rabbiner in Mattersdorf war.<br />
Es heißt, dass dieser dem Rabbiner David Alt geraten hätte, immer einen jüdischen Kalender bei der Hand zu haben, in dem die <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Minhag_(Judentum)" title="Externer Link">Minhagim</a> (Bräuche) angeführt werden. Und zwar deshalb, damit es nicht passieren kann, dass ein Gemeindemitglied mit simplem Gemüt den Rabbiner auf einen nicht so wichtigen Minhag aufmerksam macht, an den sich er (der Rabbiner) nicht gehalten hätte. Der Kalender hilft dem Rabbiner solche misslichen Situationen zu vermeiden.<br />
Auch die wunderschöne und gelehrte Grabinschrift zeugt von der großen Bedeutung Rabbiner David Alts und der Wertschätzung, die die Gemeinde ihm entgegenbrachte.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-53" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/abrahamShag.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/abrahamShagZwebner.jpg" title="Rabbiner Abraham Shag" width="150" height="238" alt="Rabbiner Abraham Shag" /></a></p>
</div>
<p>Die Nachfolge von Rabbiner David Alt Eibnitz trat Rabbiner Abraham Shag Zwebner an.<br />
Zwebner wurde am 17. April 1801 (04. Ijjar 561) in <img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hlohovec">Hlohovec</a> (deutsch: Freistadl) in der Slowakei geboren, studierte ebenfalls bei Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-und-chatam-sofer/" title="Interner Link">Chatam Sofer</a> (1762-1839) in Pressburg, wo er auch die Smicha erhielt, also die formelle Einsetzung als Rabbiner. 1851 kam er als Rabbiner nach Kobersdorf. In seine Amtszeit fiel auch der Neubau der Synagoge von Kobersdorf im Jahr 1860. Mehr über Rabbiner Abraham Zwebner in unserem Blogartikel &#8220;<a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-ehemalige-synagoge-in-kobersdorf/die-ehemalige-synagoge-in-kobersdorf/" title="Interner Link">Die ehemalige Synagoge in Kobersdorf</a>&#8220;.<br />
Seine Ehefrau <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/zwebner-leni-20-maerz-1863/" title="Interner Link">Leni (Rebekka Lea), geb. Spitz</a>, starb schon 1863 und ist am jüdischen Friedhof Kobersdorf begraben und zwar ebenfalls in der Alt-Reihe, unmittelbar neben <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-josefa-17-maerz-1890/" title="Interner Link">Josefa / Pepi / Paulina (Feierl bzw. Peierl) Alt, geb. Neumann</a> <em>(siehe das Bild ganz oben im Header)</em>, der Ehefrau des Nachfolgers und Sohnes von Rabbiner David Alt Eibniz, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/alt-lazar-07-april-1898/" title="Interner Link">Lázár (Abraham Elieser Se’ev / Wolf) Alt</a>.</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[LazarAlt]" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/lazarAlt.jpg" data-rel="lightbox-gallery-bGlnaHRib3gtZ2FsbGVyeS1Hd3Z6aHRNbg==" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" data-rl_title="" data-rl_caption=""><img decoding="async" loading="lazy" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/lazarAltK.jpg" title="Lazar Alt" width="150" height="206" alt="Lazar Alt" /></a></p>
</div>
<p>Lázar Alt, der als Rabbiner eine ebenso große Bedeutung wie sein Vater erlangte, war bis zu seinem Tod am 07. April 1898 Rabbiner von Kobersdorf. Im Jahr 1895 hatte er die schreckliche <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/hochwasserkatastrophe//hochwasserkatastrophe/" title="Interner Link">Hochwasserkatastrophe</a> miterlebt und konnte sein Leben nur durch die Flucht auf einen Sparherd (Küchenhexe) retten.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Die zeitgenössische ungarische Presse berichtet nach seinem Tod von</p>
<blockquote><p>einer bis dahin selten wahrgenommenen Trauer, die die gesamte Gemeinde überschattete&#8230; </p>
<p>Die hinterlassenen Werke (Manuskripte) des Verstorbenen wurden auf seinen Sarg gelegt. Sie waren alles, was ihm geblieben war: Er hatte ein asketisches Leben geführt und von seinem bescheidenen Gehalt mehr an die Armen verteilt als für sich selbst behalten.</p></blockquote>
<p><cite>Egyenloseg, April 17, 1898</cite></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><em>Vielen herzlichen Dank vor allem an Frau Naomi Atlani, Kanada, eine unmittelbare Nachfahrin der Familie Alt, für die Zurverfügungstellung von vielen Bildern und Familiendokumenten.</em></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Schulklopfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2022 16:40:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Grabstein mit dem Hammer Obwohl ein eher unscheinbarer Grabstein, kann er kaum übersehen werden. Nahe dem Friedhofseingang des jüdischen Friedhofes Kobersdorf befindet sich der Grabstein des Michael (Leser) Bauer, der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Der Grabstein mit dem Hammer</h3>
<p>Obwohl ein eher unscheinbarer Grabstein, kann er kaum übersehen werden. Nahe dem Friedhofseingang des jüdischen Friedhofes Kobersdorf befindet sich der Grabstein des <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/bauer-michael-04-maerz-1898/" title="Interner Link">Michael (Leser) Bauer</a>, der am 04. März 1898 verstorben ist. Er war der Schulklopfer der jüdischen Gemeinde und er wurde mit seinem Hammer begraben. Auch auf dem Grabstein findet sich das Symbol des Hammers, in diesem Fall also wohl ein sogenanntes Berufssymbol. Berufssymbole kommen immer wieder vor und weisen, wie der Name sagt, auf den Beruf der oder des Verstorbenen hin. Der Hammer als Berufssymbol für den Schulklopfer ist mir aber noch nie auf einem jüdischen Grabstein begegnet außer eben hier in Kobersdorf auf dem Grabstein von Michael Bauer.</p>
<figure id="attachment_10800" aria-describedby="caption-attachment-10800" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898.jpg" data-rel="lightbox-gallery-53" data-rl_title="Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898" data-rl_caption="Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898" data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898.jpg" alt="Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898" width="1280" height="1707" class="size-full wp-image-10800" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/bauerMichaelG06031898-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10800" class="wp-caption-text">Grabstein Michael (Leser) Bauer, 12. Adar 658 = Sonntag, 06. März 1898</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Sogar in der Literatur fand dieser bemerkenswerte Grabstein seinen Niederschlag:</p>
<blockquote><p>In dieser Gemeinde ist &#8210; an und für sich vielleicht gar nicht so bedeutend, aber doch ein charakteristisches Zeichen für den allgemeinen Niedergang &#8210; mit dem letzten Schulklopfer, einem armen Halbnarren, vor etlichen Jahren auch der Hammer, der zum Schulklopfen diente, begraben worden&#8230;</p></blockquote>
<p><cite><img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://regiowiki.at/wiki/Leopold_Moses" title="Externer Link">Leopold Moses</a>, Spaziergänge. Studien und Skizzen zur Geschichte der Juden in Österreich, hrsg. v. Patricia Steines, Wien 1994, S. 196-200.</cite></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Über das Schulklopfen in den ehemaligen jüdischen Gemeinden des heutigen Burgenlandes<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a><br />
</h3>
<p>Ein alter Brauch in den westungarischen jüdischen Gemeinden und daher auch in den Sieben-Gemeinden war das &#8220;Schulklopfen&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">שוהל־קאָפּפן</span>. Der Gemeindediener ging in der Judengasse von Haus zu Haus, um die Bewohner an den Gottesdienst in der Synagoge zu erinnern.</p>
<p>Mit &#8220;Schul&#8221; ist die Synagoge gemeint, die im Mittelalter lateinisch &#8220;schola&#8221; (deutsch: Schule) genannt wurde. Zurück geht dieser Ausdruck auf den babylonischen Talmud, Traktat Schabbat 11a, wo die Synagoge als Schulraum bezeichnet wird: <span class="hebrEA" dir="rtl">הַחַזָּן רוֹאֶה הֵיכָן תִּינוֹקוֹת קוֹרְאִין</span> &#8220;der Aufseher darf den Schulkindern beim Lesen zusehen&#8221;. Der Ausdruck &#8220;Judenschule&#8221; (lateinisch &#8220;schola judaeorum&#8221;) wird wahrscheinlich das erste Mal im Fridericianum, der Judenordnung von Herzog Friedrich II.  erwähnt. Am Judenplatz 9 (damals &#8220;Schulhof&#8221;) in Wien war eines der beiden wichtigen Gebäude der Judenstadt die Judenschule, die schon 1204 als &#8220;Schola Judeorum&#8221; urkundlich erwähnt wird.<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a><br />
Jiddisch ist &#8220;schul&#8221; bzw. in einigen Dialekten &#8220;schil&#8221; in Verwendung.</p>
<p>Dieses &#8220;Schulklopfen&#8221; fungierte, so erzählte Professor Meir Ayali, als innergemeindliches Signalsystem: Drei Schläge riefen die Gemeindemitglieder, morgens wie abends, zum Gebet; außerdem informierte das &#8220;Schulklopfen&#8221; über Todesfälle in der Gemeinde: War ein Toter zu beklagen, dann wurden nicht die üblichen drei, sondern nur zwei Schläge ausgeführt. </p>
<blockquote><p>Eines Morgens, als wir das Schlagen des Holzhammers auf das Tor des Hauses hörten, das zum Morgengebet rief, wurden wir darauf aufmerksam, dass anstelle von drei Schlägen &#8210; KNOCK, KNOCK, KNOCK &#8210; nur zwei gegeben wurden.</p>
<p>Wie es scheint, ist Herr Machlup diese Nacht gestorben.</p></blockquote>
<p><cite>Meir Ayali in seinen <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/meine-kindheit-in-der-judengasse-in-eisenstadt/" title="Interner Link">Meine Kindheit in der Judengasse in Eisenstadt</a>. Er wurde 1913 als Meir Eugen Hirschler in Eisenstadt geboren (und zwar in den Räumen des heutigen jüdischen Museums) und starb 2001 in Israel.</cite></p>
<p>Das Schulklopfen forderte aber nicht nur zum Synagogengottesdienst auf, sondern hatte auch bei anderen Gelegenheiten eine bestimmte Funktion im Gemeindeleben: Sobald &#8220;in Schul&#8221; geklopft wurde, musste im Zimmer einer Wöchnerin ein Licht angezündet sein, das erst am nächsten Morgen gelöscht werden durfte. </p>
<p>Und am &#8220;Schulklopfen&#8221; orientierte man sich auch, wenn die Geburt so erfolgt war, dass bezüglich des Beschneidungstages Zweifel entstanden. Diesen Fall gab es öfter (siehe etwa auch den Geburtstag des berühmten Rabbiners <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-der-geburtstag/" title="Interner Link">Akiba Eger</a>). Da die Beschneidung immer exakt am 8. Tag nach der Geburt erfolgen muss, gab es bei Geburten in den Abendstunden immer wieder Zweifel über den genauen Zeitpunkt der Geburt, also ob diese noch am alten oder schon am neuen jüdischen Tag erfolgt ist. Dementsprechend war dann &#8210; nach bürgerlichem Datum gerechnet &#8210; die Beschneidung eben am 8. oder eben am (scheinbar) 9. Tag nach der Geburt.</p>
<p>Auch aus Mattersdorf, dem späteren Mattersburg, haben wir einen Bericht über den Schulklopfer:</p>
<p>Schalom Österreicher (1771-1839) erbte 77 Gulden Schulden von seinem Halbbruder Mose Löb Neufeld (ca. 1769-1809). Die 77 Gulden waren jedoch eine enorme und nicht zu bewältigende Belastung für den Hausierer mit einer Frau und mindestens sechs Kindern. Daher schlug Schalom, um seine Schulden abzubauen, der Chevra Kadischa vor, dass er bereit sei als Schames (Synagogendiener) zu fungieren, ein Amt, das auch die Pflichten des Schulklopfers umfasste. </p>
<p>So weckte Schalom die Juden von Mattersdorf jeden Morgen, indem er dreimal mit einem Holzhammer an jede Tür klopfte, um die Menschen in der Synagoge zum Gebet zu rufen. Wenn jemand in der Nacht gestorben war, klopfte er zweimal statt dreimal. Auch Hochzeiten und Beerdigungen kündigte der Schulklopfer Schalom Österreicher an. Als seine Schulden drei Jahre später abbezahlt waren, verlangte Schalom, dass die Chevra Kadischa diese Tatsache auch in ihrem Protokollbuch entsprechend bestätigten.<br />
Schalom starb mit 67 Jahren am 6. Juli 1839 in Wien, laut Sterbeurkunde drei Tage vor seinem 68. Geburtstag. Begraben wurde Schalom Österreicher in Mattersdorf.</p>
<p><figure id="attachment_10803" aria-describedby="caption-attachment-10803" style="width: 1229px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/03/hammer.jpg" data-rel="lightbox-gallery-53" data-rl_title="Hammer des Schulklopfers in Mattersdorf/Mattersburg, heute in Israel" data-rl_caption="Hammer des Schulklopfers in Mattersdorf/Mattersburg, heute in Israel" data-magnific_type="gallery" title="Hammer des Schulklopfers in Mattersdorf/Mattersburg, heute in Israel"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/03/hammer.jpg" alt="Hammer des Schulklopfers in Mattersdorf/Mattersburg, heute in Israel" width="1229" height="760" class="size-full wp-image-10803" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/03/hammer.jpg 1229w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/03/hammer-768x475.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1229px) 100vw, 1229px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10803" class="wp-caption-text">Hammer des Schulklopfers in Mattersdorf/Mattersburg, heute in Israel</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Aus Mattersburg stammt auch dieser Hammer, der über fünf Generationen für das Schulklopfen in der jüdischen Gemeinde verwendet wurde. Angeblich musste in den Jahren vor 1938 einmal der Stiel des Hammers erneuert werden, der Kopf blieb jedoch der alte. 1938 konnte ein Gemeindemitglied den Hammer auf der Flucht vor den Nazis retten. Heute befindet er sich in Tel Aviv.<a id="fn3" name="fn3"></a><a href="#f3">[3]</a></p>
<p>Am Schabbat und grundsätzlich auch an den Feiertagen trat das &#8220;Schulrufen&#8221; an die Stelle des &#8220;Schulklopfens&#8221;, d.h. der Synagogendiener klopfte nicht mehr an jedes Haus, sondern ließ vor der Synagoge den Ruf &#8220;In Schul!&#8221; hören. Auch in den letzten Jahren vor 1938 rief der Gemeindediener nur mehr vor der Synagoge &#8220;In Schul&#8221;. </p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Es sei angemerkt, dass das Schulklopfen in anderen jüdischen Gemeinden und vor allem auch in anderen Zeiten etwas anders praktiziert wurde. So wurde etwa im nahen Wiener Neustadt seit dem Mittelalter viermal geklopft. Der 1460 in Wiener Neustadt verstorbene Gelehrte und Talmudist <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Isserlein" title="Externer Link">Israel Isserlein</a> legte den Rhythmus KNOCK &#8210; Pause &#8210; KNOCK KNOCK &#8210; Pause &#8210; KNOCK fest, weil das erste hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">אבא</span> des biblischen Verses Exodus 20,24 <span class="hebrEA" dir="rtl">אָב֥וֹא אֵלֶ֖יךָ וּבֵרַכְתִּֽיךָ</span> &#8220;ich werde zu dir kommen und dich segnen&#8221; die Zahlenwerte 1, 2 und 1 hat.<br />
Siehe dazu auch den Eintrag <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Schulklopfer" title="Externer Link">&#8220;Schulklopfer</a>&#8221; in der Wikipedia.<br />
Weiters siehe auch den Eintrag <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.jewishencyclopedia.com/articles/13326-schulklopfer">&#8220;Schulklopfer&#8221;</a> in der JewishEncyclopedia. [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Siehe Eintrag <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> &#8220;<a href="https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Judenplatz_9" title="Externer LinK">Judenplatz</a>&#8221; im Wien Geschichte Wiki. [<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] Vielen herzlichen Dank an Carole Vogel für die Zurverfügungstellung der Geschichte aus Mattersdorf sowie aller Daten rund um Schalom Österreicher und seine Familie. Auf die genauen Familienverhältnisse und warum Schalom die Schulden erbte, wurde aber oben nicht explizit eingegangen. [<a href="#fn3" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (3)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sieben Jahre wie zehn Jahre&#8230;</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/sieben-jahre-wie-zehn-jahre/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2022 10:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei kleine Grabsteine am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt. Grabsteine von Kindern: Aron Goldstein, gestorben mit 3 Jahren am 27. Februar 1874 und sein Bruder Isak Goldstein, gestorben mit 7 Jahren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei kleine Grabsteine am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt. Grabsteine von Kindern: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/goldstein-aron-27-februar-1874/" title="Interner Link">Aron Goldstein</a>, gestorben mit 3 Jahren am 27. Februar 1874 und sein Bruder <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/goldstein-isak-02-april-1874/" title="Interner Link">Isak Goldstein</a>, gestorben mit 7 Jahren am 2. April 1874. </p>
<p>Bei Isak Goldstein kennen wir nur den Grabstein, nicht aber das Grab des Kindes. Denn sein Grabstein  wurde 1945 offensichtlich als Panzersperre gegen die Rote Armee verwendet, danach aber wieder auf den Friedhof zurückgebracht. Allerdings eben nicht auf seinen ursprünglichen Platz, sondern an die südliche Mauer des Friedhofes gelehnt.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1108AlefL18goldsteinIGR.jpg' title="Grabstein Isak Goldstein, 15. Nisan 634 = Nacht auf Donnerstag, 02. April 1874" data-rl_title="Grabstein Isak Goldstein, 15. Nisan 634 = Nacht auf Donnerstag, 02. April 1874" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Isak Goldstein, 15. Nisan 634 = Nacht auf Donnerstag, 02. April 1874" data-rel="lightbox-gallery-54" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1108AlefL18goldsteinIGR-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Isak Goldstein, 15. Nisan 634 = Nacht auf Donnerstag, 02. April 1874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1108AlefL18goldsteinIGR-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1108AlefL18goldsteinIGR-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1108AlefL18goldsteinIGR-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1108AlefL18goldsteinIGR.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1107N14goldsteinAGR.jpg' title="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874" data-rl_title="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874" data-rel="lightbox-gallery-54" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1107N14goldsteinAGR-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1107N14goldsteinAGR-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1107N14goldsteinAGR-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1107N14goldsteinAGR-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/01/1107N14goldsteinAGR.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Der Vater der beiden war Sekretär in der jüdischen Gemeinde, beide hebräische Inschriften sind zwar kurz, aber sehr schön und, besonders im Hinblick darauf, dass es um Inschriften für kleine Kinder geht, weise und aufwändig konzipiert.</p>
<p>So lesen wir etwa bei Isak in der ersten und zweiten Zeile:</p>
<blockquote><p>Seufzen und Stöhnen,<br />
Wehklagen und Weinen, <strong>eine zweite Trauer</strong>&#8230;</p></blockquote>
<p>was klar auf seinen ein Monat vor ihm verstorbenen kleinen Bruder Aron hinweist.</p>
<p>Aber bleiben wir bei Isak, in dessen Inschrift seine Klugheit schon in Zeile 5 angedeutet wird: </p>
<blockquote><p>jung und doch weise, die Sünde meidend,</p></blockquote>
<p>und weiter dann in Zeile 6 die vielleicht erklärungsbedürftige Altersangabe des verstorbenen Kindes:</p>
<blockquote><p><strong>Sieben Jahre wie zehn Jahre war er.</strong></p></blockquote>
<p>Eingedenk Zeile 5 wird man wohl am ehesten vermuten, dass Isak mit 7 Jahren schon so weise war wie ein 10jähriger war. Aber woher kommt diese Redewendung, diese Formulierung?</p>
<p>Bezug genommen wird hier auf die <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Parascha" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Parascha</a> (Leseabschnitt in der Tora) &#8220;Chajje Sara&#8221;, &#8220;das Leben der Sara&#8221;, Genesis 23,1. </p>
<p>Zunächst der hebräische Bibeltext:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיִּהְיוּ֙ חַיֵּ֣י שָׂרָ֔ה מֵאָ֥ה שָׁנָ֛ה וְעֶשְׂרִ֥ים שָׁנָ֖ה וְשֶׁ֣בַע שָׁנִ֑ים שְׁנֵ֖י חַיֵּ֥י שָׂרָֽה׃</span>.</p></blockquote>
<p>Die meisten nichtjüdischen Übersetzungen lauten etwa:</p>
<blockquote><p>Sara wurde hundertsiebenundzwanzig Jahre alt. So lange lebte Sara.</p></blockquote>
<p><cite>Lutherbibel 2017</cite></p>
<p>Anders und ganz nahe am hebräischen Originaltext aber die Übersetzung von Buber-Rosenzweig:</p>
<blockquote><p>Des Lebens Ssaras wurden hundert Jahre und zwanzig Jahre und sieben Jahre, so die Jahre des Lebens Ssaras.</p></blockquote>
<p>Tatsächlich steht im hebräischen Text hinter jeder Zahl der Altersangabe das Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">שָׁנָה</span> &#8220;Jahr&#8221;, also hinter der Zahl 100, hinter der Zahl 20 und hinter der Zahl 7.</p>
<p>Der bedeutende jüdische Gelehrte <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raschi" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Raschi</a> (Rabbi Schlomo ben Jizchak, geb. 1040/41) greift in seiner Erklärung auf einen <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Midrasch" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Midrasch</a> (Schriftauslegung) zurück und zwar auf Bereschit Rabba (Genesis Rabba, entstanden wohl in der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts n.d.Z.) 58,1a:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיִּהְיוּ חַיֵּי שָׂרָה מֵאָה שָׁנָה (בראשית כג, א), (תהלים לז, יח): יוֹדֵעַ ה&#8217; יְמֵי תְמִימִם וְנַחֲלָתָם לְעוֹלָם תִּהְיֶה, כְּשֵׁם שֶׁהֵן תְּמִימִים כָּךְ שְׁנוֹתָם תְּמִימִים, בַּת עֶשְׂרִים כְּבַת שֶׁבַע לְנוֹי, בַּת מֵאָה כְּבַת עֶשְׂרִים שָׁנָה לְחֵטְא. דָּבָר אַחֵר, יוֹדֵעַ ה&#8217; יְמֵי תְמִימִם, זוֹ שָׂרָה שֶׁהָיְתָה תְּמִימָה בְּמַעֲשֶׂיהָ&#8230;</span></p>
<p>Das Leben der Sara war 100 Jahre (Genesis 23,1), (Psalm 37,18) Der HERR kennt die Tage der Vollkommenen, ihr Erbe hat ewig Bestand. So wie sie vollkommen sind, so sind ihre Jahre vollkommen, Sara war 20 Jahre alt wie sieben Jahre in Bezug auf die Schönheit, 100 Jahre alt wie 20 Jahre alt in Bezug auf die Sünde. Eine andere Auslegung ist: Der HERR kennt die Tage der Vollkommenen, das ist Sara, die vollkommen war in ihren Handlungen&#8230;</p></blockquote>
<p>Raschi dann ganz ähnlich, aber noch deutlicher, zur Stelle:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">לְכָךְ נִכְתַּב שָׁנָה בְּכָל כְּלָל וּכְלָל, לוֹמַר לְךָ שֶׁכָּל אֶחָד נִדְרָשׁ לְעַצְמוֹ, בַּת ק&#8217; כְּבַת כ&#8217; לְחֵטְא, מַה בַּת כ&#8217; לֹא חָטְאָה, שֶׁהֲרֵי אֵינָהּ בַּת עֳנָשִׁין, אַף בַּת ק&#8217; בְּלֹא חֵטְא, וּבַת כ&#8217; כְּבַת ז&#8217; לְיֹפִי:</span></p>
<p>Es betrug das Leben Saras hundert Jahre und zwanzig Jahre und sieben Jahre, darum steht das Wort Jahr <span class="hebrEA" dir="rtl">שָׁנָה</span> bei jeder einzelnen Zahl, um dir zu sagen, dass jedes für sich gedeutet werden soll; mit 100 Jahren war sie wie mit 20 Jahren rein von Sünden; wie sie mit 20 Jahren nicht gesündigt hatte, da sie bis dahin noch nicht verantwortlich gewesen, so war sie auch mit 100 Jahren ohne Sünde; und mit 20 Jahren war sie wie mit 7 Jahren an Schönheit (Bereschit Rabba 58,1).</p></blockquote>
<p>Nicht im Midrasch, aber bei Raschi finden wir den bedeutenden Zusatz:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">שני חיי שרה. כֻּלָּן שָׁוִין לְטוֹבָה:</span></p>
<p>Die Lebensjahre Saras, alle gleich an Güte.</p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Auch bei Abrahams Tod in Genesis 25,7 lesen wir:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וְאֵ֗לֶּה יְמֵ֛י שְׁנֵֽי־חַיֵּ֥י אַבְרָהָ֖ם אֲשֶׁר־חָ֑י מְאַ֥ת שָׁנָ֛ה וְשִׁבְעִ֥ים שָׁנָ֖ה וְחָמֵ֥שׁ שָׁנִֽים׃</span></p></blockquote>
<p>Also auch hier nach jeder Zahl das Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">שָׁנָה</span> &#8220;Jahr&#8221;. Und auch hier finden wir eine ähnliche Auslegung in Bereschit Rabba 62,1 und einen sehr ähnlichen Kommentar von Raschi:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">מאת שנה ושבעים שנה וחמש שנים. בֶּן ק&#8217; כְּבֶן ע&#8217; וּבֶן ע&#8217; כְּבֶן ה&#8217; בְּלֹא חֵטְא:</span></p>
<p>Hundert Jahre und siebzig Jahre und fünf Jahre, mit 100 Jahren wie mit 70 und mit 70 wie mit 5 ohne Sünde.</p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Keine Frage: der Autor der hebräischen Grabinschrift von Isak Goldstein, vermutlich sein Vater, kannte den Midrasch und die Erklärung Raschis zu Genesis 23,1.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Und wenn Sie das nächste Mal jemandem zum Geburtstag &#8220;Bis 120&#8221; (übrigens das Alter, in dem Mose am Berg Nebo verstarb)  wünschen, wissen Sie jetzt, dass es eigentlich heißen müsste &#8220;<strong>Bis hundert wie zwanzig</strong>!&#8221; ;-)</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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		<item>
		<title>Als 200 jüdische Familien in Kobersdorf obdachlos wurden&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 08:11:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[Die letzten Jahre des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts waren für Kobersdorf, insbesondere auch für die jüdische Gemeinde des Ortes, Jahre heftigster Katastrophen. Auf die Ende 1894 wütende Diphterie folgte im &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Jahre des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts waren für Kobersdorf, insbesondere auch für die jüdische Gemeinde des Ortes, Jahre heftigster Katastrophen.<br />
Auf die Ende 1894 wütende Diphterie folgte im Frühsommer 1895 die nächste Katastrophe: Anhaltende Regengüsse und ein diesem folgendes Hochwasser ungeheuren Ausmaßes zerstörten am Donnerstag, 6. Juni nicht nur das gesamte jüdische Viertel, sondern forderten allein in Kobersdorf 19 Todesopfer, darunter 4 jüdische. Diese wurden am jüdischen Friedhof in Kobersdorf begraben:</p>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/maier-06-juni-1895/">Moritz (Meir) Maier, seine Ehefrau Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler und deren Tochter Josephine (Perl) Maier</a> im einzigen und daher auffälligen Dreifachgrab sowie der vierjährige <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/riegler-sigmund-06-juni-1895/">Sigmund (Simon) Riegler</a> einige Meter vor ihnen.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895.jpg' title="Grabsteine Moritz (Meir) Maier, Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler, Josefine (Perl) Maier, 14. Siwan 655 (= Donnerstag, 06. Juni 1895)" data-rl_title="Grabsteine Moritz (Meir) Maier, Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler, Josefine (Perl) Maier, 14. Siwan 655 (= Donnerstag, 06. Juni 1895)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabsteine Moritz (Meir) Maier, Rosalia (Sara Chaja) Maier, geb. Riegler, Josefine (Perl) Maier, 14. Siwan 655 (= Donnerstag, 06. Juni 1895)" data-rel="lightbox-gallery-55" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Moritz Maier, Rosalia Maier, geb. Riegler, Josefine Maier, 06. Juni 1895" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/11/maier1895-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/05/rieglerSigmund06061895.jpg' title="Grabstein Sigmund (Simon) Riegler, 14. Siwan 655 = Donnerstag, 06. Juni 1895" data-rl_title="Grabstein Sigmund (Simon) Riegler, 14. Siwan 655 = Donnerstag, 06. Juni 1895" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Sigmund (Simon) Riegler, 14. Siwan 655 = Donnerstag, 06. Juni 1895" data-rel="lightbox-gallery-55" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/05/rieglerSigmund06061895.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sigmund Riegler, 06. Juni 1895" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/05/rieglerSigmund06061895.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/05/rieglerSigmund06061895-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/05/rieglerSigmund06061895-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der letzte Satz in der hebräischen Grabinschrift von Moritz (Meir) Maier (oben am Dreifachgrabstein der rechte) &#8220;Erst nach 4 Monaten fand er seine Ruhe&#8221; gab mir lange Zeit Rätsel auf (ich habe den Grabstein das erste Mal am 28. Oktober 2014 fotografiert, in den folgenden Jahren immer und immer wieder).<br />
Bis ich vor wenigen Wochen im Sterbebuch Kobersdorf den Eintrag fand, dass Moritz Maier erst am 16. Oktober 1895, vier Monate nach seinem Tod am 6. Juni, gefunden und identifiziert wurde.</p>
<p>Die zeitgenössische Presse zur Katastrophe:</p>
<blockquote><p>Oedenburg, 7. Juni: Der in einer von hohen Bergen umschlossenen Mulde gelegene Luftkurort Kobersdorf wurde gestern von einer schweren Katastrophe heimgesucht. In Folge andauernder Regengüsse stürzten Nachmittags plötzlich von den umliegenden Bergen ungeheure Wassermassen mit solcher Heftigkeit zu Thal, dass die Bewohner des Ortes sich nicht mehr zu retten vermochten: Die Fluthen drangen mit elementarer Gewalt in die Häuser, Alles vernichtend, was ihnen in den Weg kam. Die massive Brücke konnte den anstürmenden Wassermassen nicht Stand halten. Der größte Theil des Ortes steht unter Wasser. Da der Postverkehr abgeschnitten ist und eine telegraphische Verbindung nicht besteht, ist man ohne genaue Berichte über die Tragweite der Katastrophe. Die Zahl der Vermißten wird gegenwärtig mit 12 angegeben. Der Postkutscher der gestern von Lakenbach nach Kobersdorf abging, ist bisher nicht zurückgekehrt&#8230;</p></blockquote>
<p><cite><img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vtl&#038;datum=18950608&#038;query=%22hochwasser%22+%22kobersdorf%22&#038;ref=anno-search&#038;seite=6" title="Externer Link zu 'anno.onb.ac.at...'">Das Vaterland, 8. Juni 1895, 6</a> </cite></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-55" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2021/rieglerMosebenDavid.jpg" title=""><img decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2021/rieglerMosebenDavid.jpg" width="250" height="292 alt="Mose ben David Zvi Riegler" /></a></p>
<p class="winzig"><em>Mose ben David Zvi Riegler, Gründer<br />
der genossenschaftlichen Sparkasse 1887</em>.</p>
</div>
<p>Am 8. Juni meldete die <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&#038;datum=18950608&#038;query=%22hochwasser%22+%22kobersdorf%22&#038;ref=anno-search&#038;seite=23" title="Externer Link zu 'anno.onb.ac.at...'">Neue Freie Presse</a>, dass in Kobersdorf schon 21 Leichen gefunden wurden. Orkanartige Stürme und Überschwemmungen werden mittlerweile auch aus Südfrankreich, Algerien und Italien gemeldet.<br />
Ebenfalls für den 8. Juni meldet das <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&#038;datum=18950609&#038;query=%22hochwasser%22+%22kobersdorf%22&#038;ref=anno-search&#038;seite=6" title="Externer Link zu 'anno.onb.ac.at...'">Neue Wiener Journal vom 9. Juni 1895</a>, dass in Kobersdorf fortwährend Häuser einstürzen.<br />
Die eiserne Cassa im Sparcassagebäude wurde umgeworfen. 1000 fl. Baargeld wurde weggeschwemmt. Derzeit, so die Zeitung, gibt es in Kobersdorf und den umliegenden Orten 42 Tote, es wird aber mit mehr als 70 Katastrophenopfern gerechnet. Aus Ödenburg sind heute die ersten Brotlieferungen gestartet.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Vom 8. Juni stammen auch mehrere konkrete Pressemeldungen über die Katastrophe in der jüdischen Gemeinde von Kobersdorf:</p>
<blockquote><p>Freitag Nachmittags ist das Haus und das darin befindliche Geschäft des Leopold Hacker (Schlossgasse 9, heute Nr. 19) zusammengefallen. Sehr großen Schaden erlitten die Kaufleute Gerstl, Leopold und Philipp Hacker, Böhm und Zollschan.<br />
Das Wassser ging so hoch, daß es in dem Gewölbe des Krämers Zollschan (Schlossgasse 31, heute Nr. 5) bis an die Decke reichte. Das ganze Warenlager ist ruiniert, Zollschan an den Bettelstab gebracht.<br />
Der Tempel ist innen total vernichtet, blos die vier Wände stehen. Der weitbekannte Rabbi Lazar Alt flüchtete auf einen Sparherd und rettete dadurch sein Leben.<br />
Der Brauhauspächter in Kobersdorf Mayer Hacker hat sich ganz besondere Verdienste um die Verunglückten erworben; der Genannte bewirthete dieselben, welche zu ihm geflüchtet waren und leistete ihnen nach jeder Richtung Beistand.<br />
Der größte Verlust von Menschen, Thieren und Gütern ist in der Judengasse konstatiert worden. 200 jüdische Familien sind von allem entblößt und obdachlos&#8230;</p></blockquote>
<p><cite>Ödenburger Zeitung, 8. Juni 1895, zitiert nach Hausensteiner Erwin J., Die ehemalige jüdische Gemeinde Kobersdorf. Ein Buch der Erinnerung, o.O, o.J., 75</cite></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die Neue Freie Presse bestätigt am 10. Juni 1895:</p>
<blockquote><p>&#8230;Das Elend ist dort ein furchtbares. In Peterfa (Oberpetersdorf) stehen kaum einige Häuser mehr, die Kobersdorfer Judengassse ist bereits vernichtet, ungefähr 200 Juden sind obdachlos. Die Zahl der Todten beträgt 33. Samstag und Sonntag war ihr Begräbnis. Die zweijährige Stephanie Kubesch aus Wien weilte bei ihrer Großmutter zur Luftcur in Kobersdorf und fand dort den Wellentod. Zwei Kobersdorfer fehlen noch.</p></blockquote>
<p><cite><img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&#038;datum=18950610&#038;query=%22Hochwasser%22+%22Kobersdorf%22&#038;ref=anno-search&#038;seite=7" title="Externer Link zu 'anno.onb.ac.at...'">Neue Freie Presse, 10. Juni 1895, 7</a></cite></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>In der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.kobersdorf.at/gemeindechronik_kobersdorf.php" title="Externer Link zu 'kobersdorf.at...'">Gemeindechronik Kobersdorf</a> lesen wir, dass (in Kobersdorf) 19 Menschenleben zu beklagen waren und an die 30 Häuser zerstört wurden. Und dass noch heute jährlich am 6. Juni in den christlichen Kirchen Gottesdienste im Gedenken an den &#8220;Wassertag&#8221; und an die schreckliche Katastrophe abgehalten werden.</p>
<p>In diesem Sinne dürfen die Aufarbeitung der Grabinschriften sowie dieser Beitrag den vier jüdischen Todesopfern der Katastrophe endlich ihre Namen zurückgeben und als Gedenkbeiträge verstanden werden.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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		<item>
		<title>Tag des Friedhofs 2021</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 08:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern und heute ist der #TagDesFriedhofs. In Eisenstadt gibt es zwei jüdische Friedhöfe (in unmittelbarer Umgebung unseres jüdischen Museums) sowie ein Mausoleum. Beide Friedhöfe können besucht werden, den Schlüssel erhalten Sie &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern und heute ist der #TagDesFriedhofs.</p>
<p>In Eisenstadt gibt es zwei jüdische Friedhöfe (in unmittelbarer Umgebung unseres jüdischen Museums) sowie ein Mausoleum. Beide Friedhöfe können besucht werden, den Schlüssel erhalten Sie sowohl in unserem Museum als auch beim Portier des Krankenhauses (gleich neben den Friedhöfen). Das Wolf-Mausoleum befindet sich einige Meter oberhalb des Gymnasiums Wolfgarten und ist mit dem Auto in wenigen Minuten, zu Fuß in etwa 20 Minuten (vom Museum aus) erreichbar.</p>
<p>Der <strong><a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">ältere jüdische Friedhof</a></strong> darf wohl als einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe in Europa bezeichnet werden. Über 1.100 Grabsteine, der älteste aus dem Jahr 1679, ausschließlich hebräische Grabinschriften. Auf dem Friedhof befinden sich u.a. die Gräber von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/eisenstadt-meir-07-juni-1744/">MaHaRaM A&#8221;SCH, Rabbi Meir Eisenstadt</a>, gest. 1744, dem ersten offiziellen Rabbiner der jüdischen Gemeinde Eisenstadt, sowie die Gräber der Eltern des berühmten <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-der-geburtstag/">Rabbi Akiba Eger</a> (der heute, am 13. Tischre, seinen Jahrzeittag hat!): <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-guens-moses-31-jaenner-1790/">Mose Güns-Schlesinger</a> und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-guens-guetel-05-mai-1811/">Gütel, Tochter von Akiba Eger dem Älteren</a>&#8230; Schon 1922 wurde dieser Friedhof vollständig dokumentiert, seit 2015 ist jeder Grabstein mit Foto und Inschrift auch online, jeder Grabstein hat einen QR-Code mit Namen und Sterbedatum, wodurch alle BesucherInnen die Möglichkeit haben, ein bestimmtes Grab auch tatsächlich zu finden.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/1J20kamenNGR.jpg' title="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen, 23. Tammus 439 = 03. Juli 1679, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen, 23. Tammus 439 = 03. Juli 1679, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen, 23. Tammus 439 = 03. Juli 1679, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-56" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/1J20kamenNGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Naftali Hirz ben Abraham ha-Levi Kamen, 23. Tammus 439 = 03. Juli 1679, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/1J20kamenNGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/1J20kamenNGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018.jpg' title="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744" data-rel="lightbox-gallery-56" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rabbi Meir Eisenstadt, 27. Siwan 504 = 07. Juni 1744, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018.jpg 1899w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/grabsteinMeirEisenstadt2018-1535x2048.jpg 1535w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR.jpg' title="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-56" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moses ben Samuel Güns, 16. Schvat 550 = Sonntag, 31. Jänner 1790, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/429E21guensMbSGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/139T1eibenschitzMGR.jpg' title="Grabstein Monisch ben Mordechai aus Eibenschitz, 25. Schvat 497 = Sonntag, 27. Jänner 1737, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Monisch ben Mordechai aus Eibenschitz, 25. Schvat 497 = Sonntag, 27. Jänner 1737, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Monisch ben Mordechai aus Eibenschitz, 25. Schvat 497 = Sonntag, 27. Jänner 1737, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-56" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/139T1eibenschitzMGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Monisch ben Mordechai aus Eibenschitz, 25. Schvat 497 = Sonntag, 27. Jänner 1737, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/139T1eibenschitzMGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/139T1eibenschitzMGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Nur wenige Meter entfernt liegt der <strong><a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung">jüngere jüdische Friedhof</a></strong>, der von 1875 an belegt wurde. Die etwa 300 Grabsteine haben ebenfalls fast ausschließlich hebräische Grabinschriften. 1992 wurde der Friedhof <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/פה-קק-אש-hier-in-der-heiligen-juedischen-gemeinde-eisenstadt/">geschändet</a>, der Täter im Herbst 1995 gefasst. Auch dieser Friedhof wurde von uns schon 1995 dokumentiert, seit 2017 ist jeder Grabstein mit Foto, Grabinschrift, Übersetzung, Anmerkungen und biografischen Ergänzungen online und vor Ort ebenfalls mit QR-Code versehen.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/schaendung07.jpg' title="Schändung des jüngeren jüdischen Friedhofes Ende Oktober 1992" data-rl_title="Schändung des jüngeren jüdischen Friedhofes Ende Oktober 1992" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Schändung des jüngeren jüdischen Friedhofes Ende Oktober 1992" data-rel="lightbox-gallery-57" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="344" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/schaendung07.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schändung des jüngeren jüdischen Friedhofes Ende Oktober 1992" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/schaendung07.jpg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/schaendung07-768x441.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/jjfriedhof.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof in Eisenstadt" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-57" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/jjfriedhof.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/jjfriedhof.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/jjfriedhof-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/jjfriedhof-1536x1024.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/537-Wolf-Leopold.jpg' title="Grabstein Leopold (Löb) Wolf Segal, 01. Siwan 686 = Freitag, 14. Mai 1926, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Leopold (Löb) Wolf Segal, 01. Siwan 686 = Freitag, 14. Mai 1926, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Leopold (Löb) Wolf Segal, 01. Siwan 686 = Freitag, 14. Mai 1926, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-57" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/537-Wolf-Leopold.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Leopold (Löb) Wolf Segal, 01. Siwan 686 = Freitag, 14. Mai 1926, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/537-Wolf-Leopold.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/537-Wolf-Leopold-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/537-Wolf-Leopold-1024x1536.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/machlupQR.jpg' title="QR-Code auf dem Grabstein von Eduard Machlup am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt" data-rl_title="QR-Code auf dem Grabstein von Eduard Machlup am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="QR-Code auf dem Grabstein von Eduard Machlup am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-57" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/machlupQR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="QR-Code auf dem Grabstein von Eduard Machlup am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/machlupQR.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/machlupQR-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/machlupQR-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Das <strong><a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-wolf-mausoleum/">Mausoleum</a></strong> der Familie Wolf am Fuß des Leithagebirges im ehemaligen Obst-und Gemüsegarten der Familie Wolf beherbergt eine Gedenktafel sowie die Urnen von 12 Nachkommen von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/wolf-leopold-14-mai-1926/">Leopold Wolf</a> und seiner Frau Ottilie Laschober. Ottilie war katholisch, alle Kinder erhielten die Religion ihres Vaters, traten aber im Laufe ihres Lebens aus dem Judentum aus. Die Kinder, Schwiegerkinder und Enkeln von Leopold und Ottilie Wolf wurden aus der ganzen Welt zu ihrer Mutter nach Eisenstadt gebracht (bis 2001!).</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mausoleum.jpg' title="Wolf-Mausoleum am Fuß des Leithagebirges, Eisenstadt" data-rl_title="Wolf-Mausoleum am Fuß des Leithagebirges, Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Wolf-Mausoleum am Fuß des Leithagebirges, Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-58" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mausoleum.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Wolf-Mausoleum am Fuß des Leithagebirges, Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mausoleum.jpg 772w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mausoleum-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mOttilieLaschober.jpg' title="Urnengrab Ottilie Wolf-Laschober, 14. Februar 1927, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" data-rl_title="Urnengrab Ottilie Wolf-Laschober, 14. Februar 1927, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Urnengrab Ottilie Wolf-Laschober, 14. Februar 1927, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-58" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="471" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mOttilieLaschober.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Urnengrab Ottilie Wolf-Laschober, 14. Februar 1927, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mOttilieLaschober.jpg 800w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mOttilieLaschober-768x1304.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/wMargitFlesch.jpg' title="Urnengrab Franz Wolf, gest. 1938, Adolf Flesch, gest. 1964 und Margareta Flesch, gest. 1984, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" data-rl_title="Urnengrab Franz Wolf, gest. 1938, Adolf Flesch, gest. 1964 und Margareta Flesch, gest. 1984, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Urnengrab Franz Wolf, gest. 1938, Adolf Flesch, gest. 1964 und Margareta Flesch, gest. 1984, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-58" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="517" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/wMargitFlesch.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Urnengrab Franz Wolf, gest. 1938, Adolf Flesch, gest. 1964 und Margareta Flesch, gest. 1984, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/wMargitFlesch.jpg 1156w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/wMargitFlesch-768x1189.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/wMargitFlesch-992x1536.jpg 992w" sizes="auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mThomasWolf.jpg' title="Urnengrab Thomas Joachim Wolf, gest. 2001, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" data-rl_title="Urnengrab Thomas Joachim Wolf, gest. 2001, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Urnengrab Thomas Joachim Wolf, gest. 2001, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-58" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="542" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mThomasWolf.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Urnengrab Thomas Joachim Wolf, gest. 2001, Wolf-Mausoleum Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mThomasWolf.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mThomasWolf-768x1133.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/09/mThomasWolf-1041x1536.jpg 1041w" sizes="auto, (max-width: 542px) 100vw, 542px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p class="winzig">Danke an die <a href="https://www.facebook.com/juedischesmuseumffm" title="Externer Link">Kolleginnen/Kollegen vom Jüdischen Museum Frankfurt / Museum Judengasse</a> fürs Erinnern an den #TagdesFriedhofs.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Im fernen wirren Ungarn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2021 19:41:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Woche hatten wir einen ganz besonderen Besuch: Ruth Ellen Gruber, die Koordinatorin von Jewish-Heritage Europe kam nach Eisenstadt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche hatten wir einen ganz besonderen Besuch: Ruth Ellen Gruber, die Koordinatorin von <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://jewish-heritage-europe.eu" title="Externer Link zu 'jewish-heritage-europe.eu'">Jewish-Heritage Europe</a> kam nach Eisenstadt. </p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-62" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2021/eisenstadtFH01.jpg" title=""><img decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2021/eisenstadtFH01.jpg" width="250" height="333 alt="Ruth Ellen Gruber am jüdischen Friedhof Eisenstadt" /></a></p>
<p class="winzig"><em>Ruth Ellen Gruber am jüdischen<br />
Friedhof Eisenstadt</em>.</p>
</div>
<p>Am Donnerstag fuhren wir über den <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.juedische-gemeinde-wn.at/Pages/Friedhof/DatenBank.aspx" title="Externer Link zu 'juedische-gemeinde-wn.at...'">jüdischen Friedhof Wiener Neustadt</a> sowie den <a href="https://der-transkribierer.at/aelterer-friedhof-eisenstadt/">älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt</a> und unser jüdisches Museum nach Köszeg (deutsch: Güns) in Ungarn, wo die Synagoge derzeit aufwändig renoviert wird. Da sie daher auch nicht betreten werden darf, haben wir leider nur wenige Fotos. 2022 ist die Fertigstellung geplant, man darf gespannt sein! </p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00.jpg' title="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" data-rl_title="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" data-rel="lightbox-gallery-59" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01.jpg' title="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" data-rl_title="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" data-rel="lightbox-gallery-59" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a.jpg' title="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" data-rl_title="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" data-rel="lightbox-gallery-59" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Aber der Reihe nach: In Wiener Neustadt waren es vor allem die am jüdischen Friedhof sehr schön präsentierten mittelalterlichen Grabsteine, die Mrs. Gruber faszinierten. Besonders erfreulich finde ich auch die Initiative der Stadt Wiener Neustadt, dass jeder dieser Grabsteine nun auch ein Täfelchen mit der Übersetzung und einen QR-Code zu meiner <a href="https://der-transkribierer.at/tag/grabsteine-mittelalter/">vollständigen Bearbeitung</a> hat. Auch am jüdischen Friedhof in Eisenstadt konnte Mrs. Gruber unsere <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/nachlese-hier-liegt-geborgen/">QR-Codes</a> das erste Mal sehen und &#8220;testen&#8221;.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01.jpg' title="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" data-rl_title="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" data-rel="lightbox-gallery-60" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="435" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01-768x557.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01-1536x1114.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a.jpg' title="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" data-rl_title="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" data-rel="lightbox-gallery-60" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02.jpg' title="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" data-rl_title="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" data-rel="lightbox-gallery-60" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Gebaut wurde die Synagoge von Köszeg aus Mitteln einer Stiftung von <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Schey_von_Koromla" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Philipp Baron Schey von Koromla</a> (geb. 20. September 1797 in Köszeg, gestorben am 29. Siwan 5641 = 26. Juni 1881 in Baden bei Wien). Philipp Schey wurde als erster ungarischer Jude geadelt und ist auf dem jüdischen Friedhof in Lackenbach begraben.</p>
<p>Der Film <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> &#8220;<a href="https://www.zsurlofilm.com/synagogue-for-sale/" title="Externer Link zu 'zsurlofilm.com...'">Synagogue for Sale</a>&#8221; von Zsuzsanna Geller-Varga zeigt die Synagoge im Jahr 2007.</p>
<p>Unter den Gesetzestafeln auf der Vorderseite der Synagoge erinnert auch eine Inschrift an Philipp Schey. Die jüdische Jahreszahl 5620 ist umgerechnet das Jahr 1859/60. Dieses Jahr wurde bisher immer als Gründungsjahr angenommen, jedoch ergaben neuere Forschungen, dass bereits 1856, also noch vor der Nobilitierung von Philipp Schey, mit dem Bau der Synagoge begonnen wurde.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-61" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-61" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-61" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-61" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Daher stoppten wir auf der Rückfahrt trotz einsetzenden Regens natürlich noch auf dem jüdischen Friedhof von Lackenbach. Wenn auch das Mausoleum von Baron Philipp Schey der Hauptgrund war, darf der größte jüdische Friedhof des Burgenlandes mit 1770 Gräbern nicht verlassen werden, ohne zumindest noch die Gräber von zwei der bedeutenden Rabbiner Lackenbachs zu besuchen: </p>
<p><strong>Rabbi Salman Salomon Lipschütz</strong>, gestorben 1808 in Lackenbach. Seine Gegner beschrieben ihn 1765, als er vom Grafen zum Nachfolger seines Vaters als Rabbiner in Neuwied (Rheinland-Pfalz, Deutschland) ernannt wurde, als einen &#8220;<em>äußerst aufgeblasenen und zanksüchtigen Mann</em>&#8220;, der soeben seiner Frau im Kindbett den Scheidebrief gereicht und sie vertrieben habe. Auch wurde er als geheimer <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sabbatianismus" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Sabbatianer</a> bezeichnet und es wurde ihm sogar die Befähigung zum Rabbiner abgesprochen. Wie auch immer, gegen Ende seines Lebens war er Rabbiner in Lackenbach, sein Sohn Israel Lipschtüz (1782-1826) wurde Rabbiner im benachbarten Deutschkreutz, seine Tochter Jentl war die Mutter des Mattersdorfer Rabbinatsverwesers Rev Aron Singer.</p>
<p><strong>Rabbi Schalom Salomon Ullmann, genannt &#8220;Rabbi Schalom, der Scharfsinnige&#8221;</strong>, geb. 27. Februar 1755 in Fürth, gest. 06. März 1825 in Lackenbach, Sohn des Gemeindevorstehers Israel-Isserle Ullmann aus Fürth. 1799 wurde Ullmann Rabbiner in <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nagyatád" title="Externer Link zu 'de.wikipeida.org...'">Nagyatád</a>, Ungarn, kurz darauf Nachfolger von David Deutsch als Rabbiner in Frauenkirchen. Ab 1809 war er Rabbiner in Lackenbach, wo er als <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chassidismus" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">&#8220;Chassid&#8221;</a> galt.</p>
<p><cite>Siehe <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/wiki/index.php/Biographisches_Handbuch_der_Rabbiner_%28BHR%29" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">&#8220;Das Biographische Handbuch der Rabbiner&#8221;</a>.</cite></p>
<p>Die Tafel auf der Rückseite des Grabsteines gibt es erst wenige Monate. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon.jpg' title="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-62" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01.jpg' title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" data-rl_title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" data-rel="lightbox-gallery-62" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02.jpg' title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" data-rl_title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" data-rel="lightbox-gallery-62" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Beide Gräber, besonders aber jenes von Rabbi Ullmann, sind alljährlich das Ziel vieler orthodoxer Pilger.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Ich bedanke mich sehr herzlich (u.a.) bei Frau Eszter Sterk von der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://szombathelyizsidohitkozseg.hu">jüdischen Gemeinde Szombathely</a> und bei Frau <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://iask.hu/en/people/edit-szantone-balazs/" title="Externer Link zu 'iask.hu'">Dr. Edit Szántóné Balász</a> und Herrn <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://iask.hu/en/people/attila-pok" title="Externer Link zu 'iask.hu'">Attila Pók</a> vom <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://iask.hu/en/">Institute of Advanced Studies</a> Köszeg für ihre so freundliche Hilfe bei der Organisation und vor Ort in Köszeg.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p class="winzig">Der Beitragstitel ist ein Zitat aus einem Brief von Rabbiner Dr. Asriel Hildesheimer, der diese Worte benützte, als er einem Freund in Düsseldorf von seiner Berufung als Rabbiner nach Eisenstadt berichtete.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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			</item>
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		<title>Meine Kindheit in der Judengasse in Eisenstadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2020 07:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[chanukka]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
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					<description><![CDATA[Diesen Artikel schrieb Professor Meir Ayali, seligen Andenkens, im Jahr 1988 und wurde von mir aus dem Hebräischen übersetzt. Meir Eugen Ayali wurde am 10. Juli 1913 als Sohn von Jehuda &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/meAyali.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/meAyaliK.jpg" title="Professor Meir Eugen Ayali (Hirschler)" width="250" height="204" alt="Professor Meir Eugen Ayali (Hirschler)" /></a></p>
</div>
<p>Diesen Artikel schrieb Professor Meir Ayali, seligen Andenkens, im Jahr 1988 und wurde von mir aus dem Hebräischen übersetzt. Meir Eugen Ayali wurde am 10. Juli 1913 als Sohn von Jehuda Hirschler und Esther Kohn im Wertheimerhaus in Eisenstadt, in dem sich heute das jüdische Museum befindet, geboren. Er starb am 01. Mai 2001 in Israel.<br />
Ein berührender Artikel über seine Kindheit in einer ausgelöschten Welt.</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/kette.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/ketteJEK.jpg" title="Schabbatkette jüdisches Viertel Eisenstadt" width="250" height="364" alt="Schabbatkette jüdisches Viertel Eisenstadt" /></a></p>
</div>
<p>Insgesamt standen 31 Häuser in der Judengasse, die sich wie ein umgekehrtes Dalet (<strong>ד</strong> = vierter Buchstabe im hebräischen Alphabet) erstreckte: beginnend bei den beiden Säulen mit der Kette im Osten bis zu den Häusern im Westen, die an das Spital der ›Barmherzigen Brüder‹ grenzten und von hier verlief sie in Richtung Norden bis zum Tor des alten Friedhofs. An der Südwestecke, beim Ausgang auf die ›Straße‹, befand sich ein Gittertor, das, ähnlich den dicken und schweren Eisenketten im Osten, auch an den Abenden vor Schabbattagen und Festen bis zum Ausgang des Schabbats bzw. des Festes für jeglichen Fahrzeugverkehr geschlossen wurde. Wie in früheren Jahren war in den Tagen meiner Kindheit und Jugend die autonome Gemeindestruktur der Gasse mit dem Namen Unterberg-Eisenstadt noch beibehalten und wir hatten einen eigenen Bürgermeister. Sogar als Kinder waren wir sehr stolz auf dieses Recht, das ein zusätzliches Flair auf den besonderen Charakter des Judenviertels und auf die Lebensatmosphäre in ihm ausübte.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse8.jpg' title="Gittertor am oberen Ende der Judengasse Eisenstadt, ca. 1920" data-rl_title="Gittertor am oberen Ende der Judengasse Eisenstadt, ca. 1920" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Gittertor am oberen Ende der Judengasse Eisenstadt, ca. 1920" data-rel="lightbox-gallery-63" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="423" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse8.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Gittertor am oberen Ende der Judengasse Eisenstadt, ca. 1920" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse8.jpg 1687w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse8-768x542.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse8-1536x1083.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse7.jpg' title="Eingangstor älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" data-rl_title="Eingangstor älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Eingangstor älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" data-rel="lightbox-gallery-63" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="394" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse7.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Eingangstor älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse7.jpg 1563w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse7-768x504.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse7-1536x1008.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse5.jpg' title="älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" data-rl_title="älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" data-rel="lightbox-gallery-63" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="421" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse5.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, ca. 1920" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse5.jpg 1667w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse5-768x539.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse5-1536x1078.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>31 Häuser: auf dem Tor eines jeden war eine kleine Tafel aus Holz oder Blech angebracht, auf die der Schames (Synagogendiener) zweimal am Tag dreimal schlug &#8210; ta, ta, ta &#8210; um bekannt zu geben, dass die Zeit des Morgen-, Mittag- oder Abendgebetes gekommen ist. Mit großer Pünktlichkeit, fünf Minuten vor dem Beginn des Gebetes in der Synagoge, schlug Herr Feldmann mit einem dicken Holzhammer auf das Tor Nr. 1, das Haus des Gabriel, das neben der Kette stand, und beendete binnen fünf Minuten die Runde beim Haus Nr. 31, das gegenüber (vom Haus Nr. 1), ebenfalls neben der Kette, war. In diesem Haus, Nr. 31, das heute ›Wertheimerhaus‹ genannt wird (mit Recht, denn es wurde von Rabbi Samson Wertheimer erbaut), und das im Besitz der Familie Wolf war, wohnten wir. Das Tor des Hauses ging auf die Judengasse, unsere Fenster schauten nach Osten; von ihnen blickten wir auf die Türme des Schlosses Esterházy, zum Hofgarten und auch auf die Abhänge des nahe gelegenen Waldes. Noch klingt in meinen Ohren das Zwitschern der Lerchen, das vom Park und vom Wald her den Morgen der Sommertage durchbrach, und ich erinnere mich an die sorglosen und glücklichen Tage meiner Kindheit in diesen Jahren, als auch die Erwachsenen nicht ahnen konnten, welche Vipern in Menschengestalt in viel späteren Jahren von allen Seiten hervorbrechen würden. Die Häuser der Gasse waren klein, die meisten von ihnen einstöckig, einfach und bescheiden; aber einige waren in ihrem Stil sehr pittoresk, und die Maler malten besonders gern das letzte Haus im oberen Teil der ›Oberen Gasse‹, links vom Tor des Friedhofes (an seiner Stelle befindet sich heute der Eingang zum Krankenhaus). Auf den Türstürzen einiger Häuser waren <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/das-levitenhaus/" title="Interner Link zu 'das-levitenhaus/'">Krugformen</a> ziseliert, um zu kennzeichnen, dass ihre Besitzer Leviten waren, die beim Gottesdienst die Handflächen der Priester wuschen, bevor diese auf das Podium stiegen, um das Volk zu segnen. Es scheint mir, dass Reliefs wie diese noch auf den Toren von zwei Häusern erhalten sind.</p>
<p>Neben dem Wertheimerhaus stand das Strohhaus, in dem im Jahr 1761 <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-der-geburtstag/">Rabbi Akiba Eger</a> geboren wurde, der durch seine Lehre die Diaspora Israels erleuchtete, und der auch, als er schon Rabbiner von Posen war, seine Responsen ›Akiba, Sohn des Rabbi Mose Güns aus Eisenstadt‹ unterzeichnet hatte. Die Grabsteine von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-guens-moses-31-jaenner-1790/">Rabbi Mose Güns</a> und seinen Familienangehörigen sind noch auf dem alten Friedhof erhalten, nicht weit vom Grab des berühmtesten der Rabbiner Eisenstadts, des <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/eisenstadt-meir-07-juni-1744/">MaHaRaM Asch, (Rabbi Meir Eisenstadt)</a>, dem Verfasser der Bücher ›Panim me&#8217;irot‹ (›Leuchtendes Antlitz‹). Wenn nicht neue Vandalen kommen, werden diese Gräber noch viele Generationen erhalten bleiben.</p>
<p><figure id="attachment_10369" aria-describedby="caption-attachment-10369" style="width: 1367px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/wertheimerSchul.jpg" data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="Ehemalige Privatsynagoge Samson Wertheimers, heute im Österreichischen Jüdischen Museum" data-rl_caption="Ehemalige Privatsynagoge Samson Wertheimers, heute im Österreichischen Jüdischen Museum" data-magnific_type="gallery" title="Ehemalige Privatsynagoge Samson Wertheimers, heute im Österreichischen Jüdischen Museum"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/wertheimerSchul.jpg" alt="Ehemalige Privatsynagoge Samson Wertheimers, heute im Österreichischen Jüdischen Museum" width="1367" height="869" class="size-full wp-image-10369" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/wertheimerSchul.jpg 1367w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/wertheimerSchul-768x488.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1367px) 100vw, 1367px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10369" class="wp-caption-text">Ehemalige Privatsynagoge Samson Wertheimers, heute im Österreichischen Jüdischen Museum</figcaption></figure><br />
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<p>Gegenüber diesem Haus stand die <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-die-gedenktafel/" title="Interner Link zu 'bild-der-woche-die-gedenktafel/'">große Synagoge</a> (zu unterscheiden von der ›<a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-wertheimersche-schul/" title="Interner Link zu 'die-wertheimersche-schul/'">Kleinen Schul</a>‹, die Samson Wertheimer in seinem Haus gebaut hat; in ihr betete man zu meiner Zeit nur an hohen Feiertagen und an besonderen Festen. Sie wurde jetzt von neuem, dank der Anstrengungen von Prof. Kurt Schubert (04. März 1923 &#8211; 04. Februar 2007), wieder hergestellt). Mit der großen Synagoge waren das ›Gemeinde-Haus‹, die Rabbinerwohnung, das Badehaus und die Mikwe sowie das ›Schiurzimmer‹, in dem die großen Rabbiner von Eisenstadt ihren Schülern Unterricht gaben, verbunden. Hier errichtete der Rabbiner Asriel Hildesheimer in der Mitte des vorigen Jahrhunderts seine berühmte Jeschiva (Rabbinatsschule), ehe er nach Berlin übersiedelte, wo er das bekannte Rabbinerseminar gründete. In meiner Kindheit kannte ich noch einen seiner letzten Schüler in Eisenstadt, Herrn Asriel Wolf, einen alten Junggesellen, den mein gottseliger Vater als einen wahren Toragelehrten überaus schätzte; in ihm vereinten sich Tora und Lebensweisheit. Zu ihm schickte mich mein Vater manchmal am Schabbat Vormittag ›zum Verhör‹.</p>
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<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/synEInnen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/synEInnenK.jpg" title="Gemeindesynagoge Eisenstadt, ca. 1920" width="250" height="345" alt="Gemeindesynagoge Eisenstadt, ca. 1920" /></a></p>
</div>
<p>Hier, in der Synagoge und ihrer Umgebung, war das Zentrum des Gemeindelebens. Hier versammelten sich die Gemeindemitglieder an Wochen-, Schabbat- und Feiertagen zum Gebet. An den hohen Feiertagen kamen sie und ihre Familienangehörigen, auch jene, die in anderen Teilen der Stadt wohnten, sowie Juden aus den umliegenden Dörfern. Als Kinder fühlten wir nur die Atmosphäre der Heiligkeit, die sich während dieser Zusammenkünfte ausbreitete; wir wussten nur wenig von den Sorgen, die die Herzen unserer Eltern und der übrigen Betenden erfüllten, &#8210; Unterhalts-, Erziehungs- und Gesundheitssorgen. Hier kamen die meisten der Gemeindemitglieder zusammen: Händler, Handwerker, Beamte und Lehrer, Weinkellerarbeiter, Ärzte und Rechtsanwälte. Sobald sie in ihren Tallit (Gebetsmantel) gehüllt oder mit dem weißen ›Kittl‹ an den hohen Feiertagen bekleidet waren, konnte man an ihnen keinen Standesunterschied erkennen.</p>
<p>Die Feste verbreiteten eine besondere Atmosphäre in der Gasse. Ernst und mit Ehrfurcht im Herzen kamen die Leute zu Neujahr und am Versöhnungstag in die Synagoge, so wie es sich an Tagen gebührt, an denen der Mensch gefordert ist, sein Gewissen zu erforschen und er seinem Los im kommenden Jahr entgegenbangt. Aber schon in der Woche vor diesen Festen, an den kühlen Morgen des Monats September, vor dem Aufgehen der Morgenröte, gingen wir schweigend in die beleuchtete Synagoge und sagten die ›Slichot‹ (Bußgebete) als Vorbereitung auf die hohen Feiertage. Uns Kindern schien es, als wäre die ganze Welt jetzt in tiefen Ernst gehüllt. Aber gleich nach diesen Feiertagen kamen die Tage des Laubhüttenfestes und in allen Höfen wurden Laubhütten mit dem ›Skakh‹ (Laub, um die Laubhütte zu bedecken) aufgestellt; die Bedeckung bestand aus grünen, wohlduftenden Zweigen. Die Dekorationen an den Wänden gestalteten wir Kinder: vielfärbige Sterne, angefertigt aus glänzendem Buntpapier. Wir lernten diese Kunst in den Handarbeitsstunden in der jüdischen Volksschule, die hinter dem Hof des ›Strohhauses‹ stand. Die Herbstluft war bei diesem Fest schon getränkt vom Duft der Weintrauben und des Mostes, der aus allen Weinbergen und Weinkellern rundum aufstieg. Der letzte Tag des Sukkotfestes &#8210; es ist der Tag von ›Simchat tora‹ (Freudenfest der Tora), an dem das Lesen der Toraabschnitte endet und von Neuem beginnt &#8210; entschädigte uns für den tiefen Ernst an den Festen, die dem Sukkotfest vorausgegangen waren: Die Stimmung war fröhlich! Alle Kinder, auch die kleinen, die noch nicht das Alter der Gebote (der religiösen Pflichten, bei Buben mit 13 Jahren) erreicht hatten, wurden zur Tora aufgerufen, und, um die Freude zu vergrößern, wurden aus verschiedenen Fenstern Äpfel und Nüsse zu den Kindern bei ihrem Auszug aus der Synagoge geworfen.</p>
<p><figure id="attachment_9077" aria-describedby="caption-attachment-9077" style="width: 772px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/10/obstauswerfenSukkot.jpg" data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="Obstauswerfen zu Simchat Tora, Bild: Burgenländisches Landesmuseum" data-rl_caption="Obstauswerfen zu Simchat Tora, Bild: Burgenländisches Landesmuseum" data-magnific_type="gallery" title="Obstauswerfen zu Simchat Tora, Bild: Burgenländisches Landesmuseum"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/10/obstauswerfenSukkot.jpg" alt="Obstauswerfen zu Simchat Tora, Bild: Burgenländisches Landesmuseum" width="772" height="737" class="size-full wp-image-9077" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/10/obstauswerfenSukkot.jpg 772w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/10/obstauswerfenSukkot-768x733.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9077" class="wp-caption-text">Obstauswerfen zu Simchat Tora, Bild: Burgenländisches Landesmuseum</figcaption></figure><br />
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<p>Ich kenne den Grund für diesen Brauch, den ich danach in keiner anderen Gemeinde gesehen habe, nicht. Vielleicht fielen hier zwei Motive zusammen: das eine, dass die Symbole dieser Früchte in den Midraschim (religiöse Auslegungsschriften) mit Israel verglichen werden, und das zweite &#8210; ein Gedenken an das ›Erntefest; der Beiname für das Sukkotfest. Auf jeden Fall erfreuten uns alle diese Tage sehr, sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen.</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/chanukkaleuchter.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/chanukkaleuchterK.jpg" title="Chanukkaleuchter, Leihgabe Burgenländisches Landesmuseum" width="250" height="333" alt="Chanukkaleuchter, Leihgabe Burgenländisches Landesmuseum" /></a></p>
</div>
<p>Danach kamen die kalten und verschneiten Tage des Winters und mittendrin das Chanukkafest. Mit dem Dunkelwerden wurden in allen Häusern auf den Fenstersimsen die winzigen Chanukkakerzen auf dem kleinen Leuchter entzündet, der das ganze Jahr im Kasten oder auf dem Regal darauf warte, seine Aufgabe während der acht Chanukkatage zu erfüllen. Danach setzten wir uns &#8210; alle Familienangehörigen und manchmal mit eingeladenen Freunden &#8210; zu Tisch zu den typischen Chanukkaspielen, in deren Mittelpunkt das Spiel mit dem Kreisel, das ›Trendel‹ (ursprünglich ›Drehdel‹) genannt wurde, stand. Manchmal zogen sich die Erwachsenen auf einen anderen Tisch zurück und spielten ein harmloses Kartenspiel; die Wette ging im Allgemeinen &#8210; wie auch beim Spiel mit dem Kreisel &#8210; um Nüsse! Das muss man wissen, denn in der Gemeinde Eisenstadt war das Kartenspiel das ganze Jahr hindurch ›verpönt‹ und ein schwerwiegender Bann wurde bereits in den Tagen des MaHaRaM Asch zu Beginn des 18. Jahrhunderts darauf gelegt. Er legte damals viele Verordnungen zur Verbesserung der Moral fest, wie etwa das Verbot für Frauen, Kleider in der neuen Mode des ›Kreolin‹ zu tragen. Das strengste unter allen Verboten war der <a href="https://der-transkribierer.at/podcasts/zocken-verboten/" title="Zu unserem Podcast 'Zocken verboten'">Bann auf das Kartenspiel</a> und auch in meiner Jugend achtete man im Judenviertel nicht weniger darauf als auf die Kaschrutgesetze (Gebote der rituellen Tauglichkeit, Speisegesetze). Wer aber dem Spieltrieb nachgab, fand für sich einen Ausweg und ging insgeheim mit seinen Freunden in das benachbarte Dorf Kleinhöflein, aus der Annahme heraus, dass der Bann dort nicht mehr gelte. Aber in den Verordnungen des MaHaRaM Asch war das Spiel in den Nächten des Chanukkafestes erlaubt. Man nützte diese Erlaubnis, wenn auch in sehr bescheidener Form! Weil es keinen Bann gibt, der, wenn er aufgehoben war, automatisch seine Gültigkeit wiedererlangt, sondern nur, wenn er von Neuem erklärt wird, verlängerte der Rabbiner (in Übereinstimmung mit dem Gemeindevorsteher) die Zeitdauer der Erlaubnis um einige Tage. Und ich erinnere mich, wie in den Tagen meiner Kindheit der Rabbiner oder der Vorbeter auf die Bima stieg und neben der Torarolle verkündete:</p>
<blockquote><p>Das Spielen ist asur (verboten) ke-vime kedem (wie früher)!</p></blockquote>
<p><cite>Zitat Meir Ayali</cite></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/purimrolle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/purimrolleK.jpg" title="Purimrolle, Westungarn 19. Jahrhundert" width="350" height="254" alt="Purimrolle, Westungarn 19. Jahrhundert" /></a></p>
</div>
<p>Und wieder erlangte das puritanische Verbot seine Gültigkeit und der Ernst senkte sich auf die Judengasse bis zum Purimfest im Monat Adar (März/April). An diesem Fest feierten wir die Niederlage des Haman, dem Urvater aller Antisemiten auf der Welt, und niemand konnte damals ahnen, welcher diabolische, um vieles gefährlichere Haman schon darauf wartete, das jüdische Volk zu vernichten und es von der Wurzel her auszurotten; und die Vernichtungswelle sollte ausgerechnet von hier, den ›Siebengemeinden‹ im Burgenland, ihren Anfang nehmen. Fröhlich und freudig drängten wir uns am Purimfest mit den Masken auf unserem Gesicht und wir halfen auch unseren Eltern beim Verteilen der ›Purimgeschenke‹; dieser Brauch sollte die Freundschaft unter den Nachbarn vermehren, wie es uns im Buch Ester befohlen wurde. Mutter legte auf den Teller ein paar Früchte und ein paar Süßigkeiten, herrliche ›Linzerkipferl‹, gab alles in eine farbige Hülle und sagte:</p>
<blockquote><p>Jetzt gehst du zu Berger. Sagst ›Küss die Hand und guten Purim. Mama schickt Schlachmones‹ und genauso in andere Häuser, die selbstverständlich dieses wichtige Gebot ebenfalls einhielten.</p></blockquote>
<p><cite>Zitat Meir Ayali</cite></p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/stempel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/stempelK.jpg" title="Koscher-Stempel für Pesach" width="250" height="249" alt="Koscher-Stempel für Pesach" /></a></p>
</div>
<p>Der Winter zog vorbei, der Schnee verschwand und das Frühlingsfest kam: es ist das Pesachfest, das Fest des Auszugs aus Ägypten, von der Sklaverei in die Freiheit, durchdrungen von Sehnsucht nach baldiger Erlösung und dem Glauben an das Kommen des Propheten Elias, dem Verkünder des Messias, bald in unseren Tagen. Jetzt kam auch die Zeit der großen Reinigung. Es genügte nicht das wöchentliche Scheuern des Fußbodens, das Reinigen und das gewöhnliche Waschen. Jetzt drehte man das ganze Haus um, reinigte, wusch und scheuerte bis auf die Grundfeste und die Hauptsache war, dass sich zum Pesachfest auch nicht ein Körnchen von Gesäuertem im Hause finde! Manchmal bekam man auch ein neues Gewand anlässlich des Festes. Aus der ganzen Gasse stieg der Lärm des Waschens und Scheuerns auf und der Geruch der Sauberkeit breitete sich in allen Häusern aus. Es kam die Sedernacht: nach dem Gebet in der Synagoge setzten sich die Familien zusammen, um das Fest mit dem Lesen der ›Haggada der Pesachnacht‹, der Geschichte des Auszugs aus Ägypten, zu feiern, wie es Brauch unserer Väter durch viele Jahrhunderte hindurch war. Alle Familienangehörigen sangen bis in die späten Nachtstunden die Lieder des Pesachfestes, des Festes unserer Freiheit; eines der Kinder öffnete die Tür weit als Zeichen des Gefühls der Freiheit und in Erwartung auf die Erscheinung des Propheten Elias, dessen Kommen sich verzögerte. Das Trinken der vier Becher in dieser Nacht, die die vier Ausdrücke der Erlösung symbolisierten, die beim Auszug aus Ägypten gesprochen wurden:</p>
<blockquote><p>ich führte euch (hinaus aus Ägypten)« &#8230; »ich rettete euch« &#8230; »ich erlöste euch« &#8230; »ich nahm euch</p></blockquote>
<p><cite>2. Buch Mose 6,6-7</cite></p>
<p>Und sogar das Trinken kleiner Mengen hatte seine Wirkung auf unsere Köpfe, die wir um Mitternacht bei einem kurzen Spaziergang bis zum Schlossplatz milderten. Aber obwohl wir im Zentrum der österreichischen Weinkultur wohnten, sah ich niemals einen Betrunkenen durch die Judengasse gehen, nicht einmal beim Purimfest.</p>
<p>So wurden in der Judengasse und in den Familien die übrigen Feste gefeiert, die in unseren jungen Herzen viele tiefe Erlebnisse auslösten. Natürlich herrscht in diesen Schilderungen eine übertriebene Idealisierung, die von Erinnerungen einer fernen Kindheit herrührt. Aber auch damals blieben vor uns die Gefahren nicht verborgen, die manchmal über den Köpfen unserer Eltern schwebten. Zur Zeit meiner Kindheit lebten unter uns noch alte Leute, die sich an die <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Affäre_von_Tiszaeszlár" title="Externer Link zu 'Wikipedia'">Blutbeschuldigung von ›Tisza Eszlar‹</a> erinnerten und in den Schaukästen der Nazis, die allenthalben aufzutauchen begannen, wurden giftige Andeutungen &#8210; genommen aus dem ›Stürmer‹ &#8210; gemacht. Da wir Kinder eine moralisch-puritanische Erziehung genossen hatten und es gemäß den strengen religiösen Gesetzen bezüglich der Kaschrut verboten war, Fleisch zu essen, bevor das Blut durch Einsalzen entfernt worden war, konnten wir nicht glauben, dass jemand von unseren Nachbarn, vor denen wir nichts zu verbergen hatten und mit denen wir in Partnerschaft und Frieden lebten und für die Entwicklung der Stadt arbeiteten, imstande war, diesen ›Unsinn‹ zu glauben.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse3.jpg' title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (Unterbergstraße)" data-rl_title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (Unterbergstraße)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (Unterbergstraße)" data-rel="lightbox-gallery-64" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="436" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse3.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (Unterbergstraße)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse3.jpg 1935w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse3-768x558.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse3-1536x1115.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse.jpg' title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)" data-rl_title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)" data-rel="lightbox-gallery-64" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="413" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse.jpg 1340w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse-768x528.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Nicht in allen Bereichen der Religion ging das Leben in der Gemeinde in den Tagen meiner Jugend so vor sich wie in früheren Jahren. In der Judengasse, die am Schabbat an ihren beiden Ausgängen für den Fahrzeugverkehr abgesperrt wurde &#8210; mit einer Eisenkette auf der einen, mit einem Gittertor auf der anderen Seite &#8210; waren die Geschäfte selbstverständlich geschlossen. Aber im Zentrum der Stadt, in der ›Hauptgasse‹, waren schon einige Geschäfte von Juden am Schabbat geöffnet, aus der Befürchtung heraus, dass ihr Einkommen zu arg beeinträchtigt werde. Auch in ihren religiösen Einrichtungen war die Gemeinde Eisenstadt schon nicht mehr das, was sie in früheren Jahrhunderten war, als das Licht ihrer Lehre weithin erstrahlte. Die Sorge des gottseligen Vaters darüber war an seinen Seufzern ersichtlich, die manchmal aus seinem Mund schlüpften.</p>
<p>Aber die allgemeine Atmosphäre in der Gasse wurde in meiner Kindheit noch bewahrt. So funktionierten die Einrichtungen der Wohltätigkeit, der Unterstützung und der gegenseitigen Hilfe perfekt. In der Gasse gab es schon nicht mehr viele Reiche, außer der Familie Wolf, die hohe Abgaben an die Gemeindekasse und die Einrichtungen der Gemeinde leistete; doch auch an ihr war die Wirtschaftskrise erkennbar. Aber alle Gemeindemitglieder trugen das Joch dieser Einrichtungen und beteiligten sich überall, wo es nötig war, persönlich an der Hilfeleistung. Die ›Chevra kadischa‹ (›Heiliger Wohltätigkeitsverein‹), die offensichtlich dazu gegründet wurde, sich um die Toten und deren Begräbnis zu kümmern, ließ auch den Lebenden durch Beistand in der Stunde einer Krankheit oder einer anderen Bedrängnis Hilfe angedeihen.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/spendenbuechse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/spendenbuechseK.jpg" title="Spendenbüchse in der privaten Synagoge im Wertheimerhaus" width="250" height="309" alt="Spendenbüchse in der privaten Synagoge im Wertheimerhaus" /></a></p>
</div>
<p>In den Tagen meiner Kindheit gab es noch für alle Fälle (leere) Krankenzimmer in der ›Oberen Gasse‹. Aber es wurde mir erzählt, dass viele Jahre, bevor ich geboren wurde, die Cholera in Eisenstadt wütete und viele Kranke in diese Krankenzimmer gebracht wurden. Ich weiß nicht, wie weit die Geschichte authentisch war, die man im Zusammenhang damit über Herrn Adolf Gabriel, den Vorsteher der ›Chevra kadischa‹, erzählte. Ich kannte ihn in meiner Jugend, wie er wegen seiner schrecklichen Kurzsichtigkeit durch die Gasse taumelte. Auch als Greis noch war er &#8210; natürlich ehrenamtlich &#8210; seinen Aufgaben in der ›Chevra kadischa‹ treu ergeben. Über ihn erzählte man, dass er in den Tagen der Cholera nicht von den Betten der Kranken in dem kleinen ›Spital‹ wich, sie pflegte, ihnen zu essen gab und sich selbst darum kümmerte, dass jene, die verstarben, begraben wurden. Es war schwer zu glauben, welch körperliche, seelische und moralische Kräfte in diesem kleinen, mageren und bescheidenen Mann ruhten. Manchmal lachten wir über seine Kalkulation, als wir in sein Geschäft kamen, das fast leer war von Waren und Kunden, und ihn in der ›Neuen Freien Presse‹ lesen sahen, die wegen seiner Kurzsichtigkeit wirklich auf seinen Brillen lag, und die Zigarette in seinem Mund ein Loch in die Zeitung brannte. Über die Einrichtungen der Wohltätigkeit und der gegenseitigen Hilfe, so wie sie noch in den Tagen meiner Jugend aufrecht waren, wäre es wünschenswert, mehr Einzelheiten zu erzählen, die Zeugnis ablegen über ihren besonderen Charakter und über den Grundsatz der ›Mitzwa‹ (religiöse Pflicht; Gebot; gute Tat; Anmerkung des Übersetzers), auf den hin wir erzogen wurden. Das entscheidende Element der Wohltätigkeit war, dass sie in einer Form ausgeübt wird, die den Bedürftigen nicht beschämt. Es scheint mir, dass noch über der <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-spendenbuechse/" title="Interner Link zu 'bild-der-woche-spendenbuechse/'">Wohltätigkeitskasse</a> beim Eingang in die Synagoge von Rabbi Samson Wertheimer die Anfangsbuchstaben Mem, Bet, Jod, Alef eingraviert sind, (ein hebräisches Akrostichon; Anmerkung des Übersetzers) von Sprichwörter, Kapitel 21, Vers 14:</p>
<blockquote><p>Ein Geschenk im Geheimen verdrängt den Zorn Gottes</p></blockquote>
<p>Typisch dafür war die Wohltätigkeitskasse, die die Leute der ›Chevra kadischa‹ auf den Tisch im Haus von Trauernden stellten. Viele Münzen lagen schon darin, wenn sie unverschlossen zu den Trauernden gebracht wurde. Und selbstverständlich warf jeder, der kam, um sie in den sieben Tagen der Trauer zu trösten, &#8210; durch einen Schlitz an der Oberseite &#8210; heimlich etwas von seinem Geld in die Kasse ein; jeder so, wie er dazu imstande war. Die Absicht war, dass die Familie der Trauernden, die in den sieben Tagen ihrer Trauer verhindert war, ihrer Arbeit nachzugehen, am Abend ohne jede Überprüfung die ganze Summe, die für ihre Lebenshaltung notwendig war, aus der Kasse entnehmen konnte. Niemals überprüften die Vorsteher der ›Chevra kadischa‹ den Inhalt der Kasse und ich hätte mich nicht gewundert, wenn man in den Zwanziger Jahren am Boden der Kasse Münzen aus den Tagen des habsburgischen Kaiserreiches gefunden hätte.</p>
<p><figure id="attachment_10372" aria-describedby="caption-attachment-10372" style="width: 1955px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse6.jpg" data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)" data-rl_caption="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)" data-magnific_type="gallery" title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse6.jpg" alt="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)" width="1955" height="1405" class="size-full wp-image-10372" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse6.jpg 1955w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse6-768x552.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2009/08/judengasse6-1536x1104.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1955px) 100vw, 1955px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10372" class="wp-caption-text">Judengasse Eisenstadt, ca. 1920 (obere Gasse, heute Wertheimergasse)</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Ein Ereignis, dessen Sinn mir erst viele Jahre danach bekannt wurde, grub sich besonders in meinem Gedächtnis ein. An einem Abend besuchte uns Herr N., ein wohlhabender alter Mann, der ehrenvoll von seinen Ersparnissen lebte. Nie gehörte er zu dem engeren Freundeskreis meines Vaters und nie hatte er unser Haus besucht. Er bat, mit Vater ›unter vier Augen zu sprechen‹. Viele Jahre kannten wir nicht die Bedeutung dieser Geheimnistuerei. Erst Jahre, nachdem Herr N. kinderlos gestorben war, deckte mir Vater sein Geheimnis auf: als die Bank, auf der seine Ersparnisse lagen, Konkurs machte, blieb Herr N. in großer Armut zurück. Er wusste nicht, wovon er im kommenden Monat leben sollte und er war aus Schamgefühl nicht dazu imstande, sich an die Wohltätigkeitskasse zu wenden. Mit Hilfe eines geheimen Wohltätigkeitsfonds der Familie Wolf, für den Vater verantwortlich zeichnete, erreichte Vater eine festgesetzte monatliche Rente für Herrn N. bis zu seinem Lebensende, ohne dass jemand in der Gemeinde eine Veränderung in seiner sozialen Stellung wahrnehmen konnte.</p>
<p>Die Teilnahme an den Wohltätigkeitsfonds befreite niemanden vom persönlichen Handeln. Die Vorsteher der ›Chevra kadischa‹ und andere erfüllten selbstverständlich freiwillig ihre Aufgaben, die manchmal mit großer Mühe und erheblichem Zeitaufwand verbunden waren. Das Verrichten einer Mitzwe war mehr Verdienst als eine ernste Pflicht. Als ich ungefähr 15 Jahre alt war, trug mich mein gottseliger Vater als Neuling in der ›Chevra kadischa‹ ein. Er war verpflichtet, einige hundert Schilling Einschreibgebühr zu zahlen, und nachdem die Vorsteher der Chevra meine Aufnahme bestätigt hatten, wurde ich am Schabbat zur Tora und zum Lesen der Haftara (Text aus den Prophetenbüchern; Anmerkung des Übersetzers) aufgerufen. Was waren meine Rechte und Pflichten von nun an? Es waren nicht viele Wochen vergangen, als ich eine Nachricht empfing: der greise Herr Moritz Machlup ist sehr krank und da auch seine Tochter alt ist, kann sie ihn nicht pflegen. Ich musste die ganze kommende Nacht zur Unterstützung neben seinem Bett sitzen und ihm in allem helfen, wo er bedürftig war. Herr Machlup war früher ein Antiquitätenhändler, aber die Jahre der Wirtschaftskrise ließen auch ihn verarmen. Es lag in der Möglichkeit der ›Chevra kadischa‹, eine Frau anzustellen, die ihn pflegen würde, aber wo ist hier die persönliche Erfüllung der Mitzwa (›der guten Tat‹)? Nichts halfen die Proteste der gottseligen Mutter, dass man dem ›Kind‹ eine schwere Aufgabe wie diese auferlegte; &#8210; meiner Reife und der Verantwortung, die mir auferlegt wurde, bewusst, ging ich zur armen Wohnung des Alten und pflegte ihn ein oder zwei Nächte.</p>
<p>Eines Morgens, als wir das Schlagen des Holzhammers auf das Tor des Hauses hörten, das zum Morgengebet rief, wurden wir darauf aufmerksam, dass anstelle von drei Schlägen &#8210; ta, ta, ta &#8210; nur zwei gegeben wurden.</p>
<blockquote><p>Wie es scheint, ist Herr Machlup diese Nacht gestorben</p></blockquote>
<p><cite>Zitat Meir Ayali</cite></p>
<p>sagte Vater, denn dies war das Zeichen, dass ein Beter von nun an in der Synagoge fehlen wird.</p>
<p>Noch ein Bild aus den Tagen meiner frühen Kindheit steigt in meinem Gedächtnis auf. Ich war noch keine sechs Jahre, als ich wegen der Krankheit meiner Mutter den ganzen Winter bei Großvater und Großmutter in Lackenbach verbrachte. Sie hatten ein Lebensmittelgeschäft nahe der Wohnung, aber Großvater war sehr beschäftigt mit den Sorgen der Gemeinde, in der er viele Jahre als Oberhaupt diente. Es schneite stark und ich kniete im gemütlichen Zimmer auf der zum Fenster gelehnten Couch und blickte auf die weiß bedeckte Straße und auf die in ihre Mäntel eingehüllten Gestalten, die auf der Gasse vorübergingen. Da zog ein mit Holz beladener Wagen vorüber und neben dem Kutscher saß Großvater; eine Wollhaube bedeckte seinen Kopf und sein Gesicht. Sooft der Wagen stehen blieb, lud Großvater zusammen mit dem Kutscher neben verschiedenen Häusern gehackte Holzstücke vom Wagen. Großvater übergab die Leitung des Geschäfts für einige Stunden der Großmutter und selbst teilte er Holz an Familien aus, die sich ohne diese Hilfe in dem strengen Winter kein gewärmtes Zimmer hätten leisten können.</p>
<p><figure id="attachment_10363" aria-describedby="caption-attachment-10363" style="width: 1831px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/12/judengasse.jpg" data-rel="lightbox-gallery-64" data-rl_title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920" data-rl_caption="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920" data-magnific_type="gallery" title="Judengasse Eisenstadt, ca. 1920"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/12/judengasse.jpg" alt="Judengasse Eisenstadt, Obere Gasse, heute Wertheimergasse" width="1831" height="1412" class="size-full wp-image-10363" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/12/judengasse.jpg 1831w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/12/judengasse-768x592.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/12/judengasse-1536x1185.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1831px) 100vw, 1831px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10363" class="wp-caption-text">Judengasse Eisenstadt, Obere Gasse, heute Wertheimergasse</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Hätte ich über alle Bräuche in der Judengasse und über die verschiedenen Charaktere in der Gemeinde erzählt &#8210; Menschen, die durch ihre Taten hervorragten und einfache Leute, die keine große Rolle spielten &#8210; hätte ich noch viele Blätter Papier füllen müssen. Sie alle verschwanden plötzlich und wurden durch eine verbrecherische Hand ausgerottet. Ich könnte mich trösten, wüsste ich, dass alle jene sich hätten aufmachen und ihr persönliches Hab und Gut, ihre Bücher und ihre Bräuche mit sich nehmen können und erhobenen Hauptes Zuflucht gefunden hätten. Aber so war nicht das Los der meisten von ihnen. Vor den Augen ihrer Nachbarn, mit denen sie und ihre Väter durch hunderte von Jahren Straße an Straße gewohnt hatten, wurden sie misshandelt, gedemütigt und vertrieben. Die meisten von ihnen wurden am Weg und in den Vernichtungslagern getötet; es gab auch solche, die Selbstmord begingen. Mit schmerzendem Herzen erinnere ich mich an den verdienstvollen Arzt Dr. Pap, der mit dem Titel ›Medizinalrat‹ und danach mit dem Titel ›Sanitätsrat‹ wegen seiner großen Verdienste für das Gesundheitswesen der Stadt ausgezeichnet wurde. Wer kannte nicht die magere Gestalt mit dem asketischen Gesicht und der glänzenden Glatze, die von Haus zu Haus lief, um Heilung zu bringen &#8210; auch ohne jegliche Bezahlung. Niemand erhob sich, um zu protestieren, als er geschlagen und gezwungen wurde, eine mit Steinen voll beladene Schubkarre ohne jedes Ziel durch die Gassen der Stadt zu führen und er an jeder Ecke gedemütigt wurde. Mit Schwierigkeit entkam er nach Italien, wo er Selbstmord beging. Und wer von uns erinnert sich nicht an <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/nathan-und-die-woelfe-von-eisenstadt/" title="Interner Link zu 'nathan-und-die-woelfe-von-eisenstadt/'">Sándor Wolf</a>: bis heute existiert niemand, der Eisenstadt mehr liebte als er, der mit seinem Geld und seinen Händen seine Vorgeschichte erforschte und seine Vergangenheit von den Tagen der Römer an aufdeckte und der das berühmte Museum errichtete. Wie viele Demütigungen musste er ertragen, bis es ihm gelang, in völliger Armut zu entkommen und das Land Israel zu erreichen!</p>
<p>Mir blieben alle diese Leiden erspart, denn ich verließ am Beginn der Dreißiger Jahre, als ich fast noch ein Bub war, Eisenstadt und Österreich, wo meine Ahnen und Urahnen durch hunderte von Jahren lebten, und schloss mich der Gruppe der Pioniere in ›Eretz Israel‹ (›Land Israel‹) an.</p>
<p>Mit großer Liebe trage ich in mir das Gedenken an diese Gemeinde, an ihre Größe und an ihre Kleinlichkeiten. Aber die finsteren historischen Ereignisse führten dazu, dass ich Eisenstadt in meinem Gedächtnis von der geographischen Realität getrennt habe und es irgendwo in fernen Sphären schwebt. Erst Kurt und Ursula Schubert halfen mir zurückzukehren und es manchmal als etwas zu fühlen, was wirklich war.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
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		<title>Ein ganz besonderer Freiwilligeneinsatz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2020 15:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Burgenland gibt es heute so gut wie keine Juden mehr. Jene Nachfahren der Toten, die die Schoa überlebten, leben heute in den USA, in Israel, in Südamerika usw. Die Pflege &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Burgenland gibt es heute so gut wie keine Juden mehr. Jene Nachfahren der Toten, die die Schoa überlebten, leben heute in den USA, in Israel, in Südamerika usw. Die Pflege der 14 jüdischen Friedhöfe muss daher durch die öffentliche Hand erfolgen und/oder durch Freiwilligenarbeit. </p>
<p>Dass diese aber von Schülerinnen und Schülern der MS Kobersdorf gemacht wurde, ist nicht selbstverständlich und wirklich in höchstem Maße erfreulich.</p>
<p>Vor einigen Wochen wurde ich von Herrn Michael Bauer aus Brooklyn/NY gebeten, jemanden zu organisieren, der die vier Grabsteine seiner Familie am jüdischen Friedhof Kobersdorf vom Grünbelag befreien würde. Ich kontaktierte umgehend die Direktorin der MS Kobersdorf, die sich spontan bereit erklärte, mit Schülerinnen und Schülern ihrer Schule, die sich freiwillig melden, die Arbeit zu machen.</p>
<p>Schon heute Vormittag ging die Aktion über die Bühne. Wir reinigten nicht nur die gewünschten 4 Grabsteine von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/bauer-gedalja-27-juni-1927/">Gedalja Bauer</a> und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/bauer-sarl-25-februar-1916/">Sarl Bauer</a> sowie von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/gerstl-mordechai-10-februar-1920/">Mordechai Gerstl</a> und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/gerstl-resl-19-april-1930/">Resl Gerstl</a>, sondern noch weitere stark durch Grünbelag belastete Grabsteine.</p>
<p>Da die Schülerinnen und Schüler der MS Kobersdorf im Rahmen des Religionsunterrichts jährlich auch den örtlichen jüdischen Friedhof besuchen, freute ich mich sehr über die Gelegenheit, über die hebräischen Inschriften oder die Symbole auf den Grabsteinen zu erzählen sowie den einen oder anderen interessanten Grabstein zu zeigen.</p>
<p>Besonders erwähnt werden darf, dass alle Schülerinnen und Schüler mit größtem Einsatz und mit unglaublicher Genauigkeit und Freude die Arbeit verrichteten. Originalantwort einer 13jährigen Schülerin, nachdem wir ihr sagten, dass sie den Sockel des Grabsteins nicht so genau vom Grünbelag reinigen müsse wie den Teil mit der Inschrift:</p>
<blockquote><p>Natürlich reinige ich den ganzen Grabstein. Wenn ich das Haus putze, putze ich ja auch nicht nur das halbe Haus&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>VORHER:</strong></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaSaraV.jpg' title="Grabsteine Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927 und Sara Bauer, 25. Februar 1916" data-rl_title="Grabsteine Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927 und Sara Bauer, 25. Februar 1916" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabsteine Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927 und Sara Bauer, 25. Februar 1916" data-rel="lightbox-gallery-65" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaSaraV.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabsteine Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927 und Sara Bauer, 25. Februar 1916" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaSaraV.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaSaraV-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaSaraV-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiV.jpg' title="Grabstein Mordechai Gerstl, 21. Schvat 680 = Dienstag, 10. Februar 1920" data-rl_title="Grabstein Mordechai Gerstl, 21. Schvat 680 = Dienstag, 10. Februar 1920" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Mordechai Gerstl, 21. Schvat 680 = Dienstag, 10. Februar 1920" data-rel="lightbox-gallery-65" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiV.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mordechai Gerstl, 10. Februar 1920" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiV.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiV-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiV-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslV.jpg' title="Grabstein Resl Gerstl, 21. Nisan 690 = 7. Tag Pesach = Schabbat, 19. April 1930" data-rl_title="Grabstein Resl Gerstl, 21. Nisan 690 = 7. Tag Pesach = Schabbat, 19. April 1930" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Resl Gerstl, 21. Nisan 690 = 7. Tag Pesach = Schabbat, 19. April 1930" data-rel="lightbox-gallery-65" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslV.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Resl Gerstl, 19. April 1930" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslV.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslV-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslV-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p><strong>NACHHER:</strong></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaLoebR.jpg' title="Grabstein Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927" data-rl_title="Grabstein Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927" data-rel="lightbox-gallery-66" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="451" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaLoebR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Gedalja Löb Bauer, 27. Juni 1927" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaLoebR.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaLoebR-768x1364.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaLoebR-865x1536.jpg 865w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerGedaljaLoebR-1153x2048.jpg 1153w" sizes="auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerSarlR.jpg' title="Grabstein Sara Bauer, 25. Februar 1916" data-rl_title="Grabstein Sara Bauer, 25. Februar 1916" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Sara Bauer, 25. Februar 1916" data-rel="lightbox-gallery-66" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="451" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerSarlR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Sara Bauer, 25. Februar 1916" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerSarlR.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerSarlR-768x1364.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerSarlR-865x1536.jpg 865w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/bauerSarlR-1153x2048.jpg 1153w" sizes="auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiR.jpg' title="Grabstein Mordechai Gerstl, 21. Schvat 680 = Dienstag, 10. Februar 1920r 1920" data-rl_title="Grabstein Mordechai Gerstl, 21. Schvat 680 = Dienstag, 10. Februar 1920r 1920" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Mordechai Gerstl, 21. Schvat 680 = Dienstag, 10. Februar 1920" data-rel="lightbox-gallery-66" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="451" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mordechai Gerstl, 10. Februar 1920" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiR.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiR-768x1364.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiR-865x1536.jpg 865w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlMordechaiR-1153x2048.jpg 1153w" sizes="auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslR.jpg' title="Grabstein Resl Gerstl, 21. Nisan 690 = 7. Tag Pesach = Schabbat, 19. April 1930" data-rl_title="Grabstein Resl Gerstl, 21. Nisan 690 = 7. Tag Pesach = Schabbat, 19. April 1930" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Resl Gerstl, 21. Nisan 690 = 7. Tag Pesach = Schabbat, 19. April 1930" data-rel="lightbox-gallery-66" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="451" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Resl Gerstl, 19. April 1930" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslR.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslR-768x1364.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslR-865x1536.jpg 865w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/gerstlReslR-1153x2048.jpg 1153w" sizes="auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px" /></a>

<p class="winzig">Die &#8220;Nachher&#8221;-Fotos entstanden einige Tage später nach heftigem Regen, da nach der Reinigungsaktion die Sonneneinstrahlung zu stark für aktzeptable Fotos war.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD01.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-67" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Um 9h Eintreffen am jüdischen Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD01-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD01-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD02.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof, Bei der Arbeit &#8230;" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof, Bei der Arbeit &#8230;" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-67" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD02-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD02-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD04.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-67" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD04.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD04.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD04-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD04-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD03.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-67" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD03.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD03-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD03-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>


<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD06.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-68" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD06.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD06.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD06-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD06-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD08.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-68" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD08.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD08.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD08-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD08-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD05.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-68" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD05.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD05.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD05-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD05-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD07.jpg' title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" data-rl_title="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-68" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD07.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schulprojekt MS Kobersdorf, jüdischer Friedhof" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD07.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD07-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD07-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p><figure id="attachment_10207" aria-describedby="caption-attachment-10207" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD09.jpg" data-rel="lightbox-gallery-68" data-rl_title="Nach gut 2 Stunden noch rege Diskussionen mit Direktorin, Lehrerinnen und SchülerInnen" data-rl_caption="Nach gut 2 Stunden noch rege Diskussionen mit Direktorin, Lehrerinnen und SchülerInnen" data-magnific_type="gallery" title="Nach gut 2 Stunden noch rege Diskussionen mit Direktorin, Lehrerinnen und SchülerInnen"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD09.jpg" alt="Nach gut 2 Stunden noch rege Diskussionen mit Direktorin, Lehrerinnen und SchülerInnen" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-10207" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD09.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD09-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2020/09/schulprojektKD09-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10207" class="wp-caption-text">Nach gut 2 Stunden noch rege Diskussionen mit Direktorin, Lehrerinnen und SchülerInnen</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Ich bedanke mich in aller Form bei der Direktorin Carina Werba, allen Lehrerinnen für katholische und evangelische Religion und vor allem bei den 21 Schülerinnen und Schülern der 3a- und 3b-Klassen für ihre schnelle Zusage, ihre Bereitschaft und die so akribisch ausgeführte Arbeit.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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		<title>Im Schatten des Schlosses</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 13:04:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Video wurde mitten in der sogenannten Corona-Zeit gedreht, einige Wochen, bevor die Museen in Österreich, so auch das jüdische Museum in Eisenstadt, nach einer längeren Schließzeit zumindest für kurze Zeit &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Video wurde mitten in der sogenannten Corona-Zeit gedreht, einige Wochen, bevor die Museen in Österreich, so auch das jüdische Museum in Eisenstadt, nach einer längeren Schließzeit zumindest für kurze Zeit am 1. Juli 2020 wieder geöffnet werden durften.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/B_rqwfYH98U" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p class="centered"><cite>Drohne und Videoschnitt: Martin Schwarz, Sprecher: Johannes Reiss</cite></p>
<p>Die beste Qualität erhalten Sie, wenn Sie die Auflösung auf 1080p stellen!</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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		<title>Genisa-Grab in Kobersdorf &#8211; 20. April 1938</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2019 16:21:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein bemerkenswerter Fund Dass der jüdische Friedhof Kobersdorf, zumindest auf mich, im Herbst eine besondere Faszination ausübt (siehe hier oder hier), ist kein Geheimnis. So war ich auch in den letzten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ein bemerkenswerter Fund</h2>
<p>Dass der jüdische Friedhof Kobersdorf</a>, zumindest auf mich, im Herbst eine besondere Faszination ausübt (siehe <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/dann-bist-du-von-einsamkeit-umsponnen/">hier</a> oder <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/ich-ging-im-walde-so-fuer-mich-hin/">hier</a>), ist kein Geheimnis. So war ich auch in den letzten beiden Wochen zweimal auf diesem Friedhof, beide Male herrschte regnerisches und nebeliges Wetter.</p>
<p><figure id="attachment_9288" aria-describedby="caption-attachment-9288" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfP.jpg" data-rel="lightbox-gallery-71" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, 25. November 2019" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, 25. November 2019" data-magnific_type="gallery" title="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, 25. November 2019"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfP.jpg" alt="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, 25. November 2019" width="1920" height="1177" class="size-full wp-image-9288" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfP-768x471.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfP-1536x942.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9288" class="wp-caption-text">Jüdischer Friedhof Kobersdorf, 25. November 2019</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Vieles ist neu auf diesem Friedhof. Die Grabsteine wurden vom Efeu befreit, viele Inschriften sind nun besser lesbar. Es wurden in den letzten Jahren allerdings auch allein vom Friedhofsfond 445.000 Euro investiert (wir können, da laut <a href="https://www.derstandard.at/story/1259282459990/juedische-friedhoefe-ein-verspaetetes-chanukkageschenk">Gesetz</a> der Friedhofsfond, sprich die öffentliche Hand, nur die Hälfte bezahlt, also wohl von der doppelten Gesamtinvestitionssumme ausgehen). Gemacht wurden vor allem Gärtnerarbeiten, Baumpflegemaßnahmen, Steinmetzarbeiten und eine statische Sicherung der Grabsteine, wie es auf der <a href="https://www.friedhofsfonds.org/detailansicht/10">Webseite des Fonds</a> nachzulesen ist.</p>

<img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="263" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/fh2010.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, November 2010" link="none" columns="2" ids="9298,9299" orderby="post__in" include="9298,9299" />
<img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="263" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/fh251019.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Kobersdorf, Oktober 2019" link="none" columns="2" ids="9298,9299" orderby="post__in" include="9298,9299" />

<p>Was allerdings nach wie vor fehlt, ist eine Dokumentation, die nicht nur die Namen und Sterbedaten auf den Grabsteinen erfasst, sondern, so weit wie möglich, die gesamten Inschriften. Und die vor allem auch der Öffentlichkeit zugänglich ist. Denn die Inschriften werden durch die geleisteten Arbeiten im Grunde noch weniger geschützt als vorher (weil die &#8220;Efeudecke&#8221; fehlt) und sind zunehmend schlechter zu lesen.<br />
Es ist völlig unverständlich, dass das 2009 beschlossene und grundsätzlich lobenswerte <a href="https://www.derstandard.at/story/1259282459990/juedische-friedhoefe-ein-verspaetetes-chanukkageschenk">Gesetz zur Erhaltung der jüdischen Friedhöfe</a> keinen Cent für die so dringend notwendige Dokumentation vorsieht.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/kobersdorfNummerK.jpg" width="250" height="149" alt="Nummer auf Grabstein" /><br />
</a>
</p>
</div>
<p>Alle Grabsteine haben nun ein kleines Plättchen mit einer Nummer aufgeschraubt, was darauf hindeutet, dass auch eine Vermessung des Friedhofes erfolgte und ein Plan mit den eingezeichneten Nummern existiert.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>An der vorderen Friedhofsmauer sind Grabsteine und Grabsteinfragmente aufgeschichtet, die offensichtlich am Friedhof lagen und (noch) nicht aufgestellt werden konnten. Die meisten dieser Grabsteine bzw. Grabsteinfragmente tragen erfreulicherweise auch Nummern, sodass hoffentlich davon ausgegangen werden darf, dass der ursprüngliche Standort der Steine bekannt ist. Schade natürlich, dass die Grabsteine so geschlichtet sind, dass es praktisch unmöglich ist zu erkennen um welchen Grabstein es sich handelt bzw. eine Inschrift zu lesen.</p>
<p>Auf dem Bild rechts unten sehen wir, dass kleinere Grabsteinfragmente auf einem eigenen Platz zusammengetragen wurden. Und auf diesen Fragmenten gibt es leider keine Nummern.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente.jpg' title="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" data-rl_title="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-70" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente3.jpg' title="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" data-rl_title="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-70" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente3.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente3.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente3-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente3-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente2.jpg' title="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" data-rl_title="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-70" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente2.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabsteine und Grabsteinfragmente an der Mauer des jüdischen Friedhofes Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente2.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente2-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfFragmente2-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Unter diesen Fragmenten ist aber vor allem eines ganz besonders bemerkenswert: Ein Grabsteinfragment eines Genisa-Grabes (siehe unten den <a title="Nach unten zum Exkurs" href="#exkursgenisa">Exkurs zu &#8220;Genisa&#8221;)!</a></p>
<figure id="attachment_9285" aria-describedby="caption-attachment-9285" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfGenisa.jpg" data-rel="lightbox-gallery-71" data-rl_title="Grabsteinfragment von Genisagrab am jüdischen Friedhof Kobersdorf" data-rl_caption="Grabsteinfragment von Genisagrab am jüdischen Friedhof Kobersdorf" data-magnific_type="gallery" title="Grabsteinfragment von Genisagrab am jüdischen Friedhof Kobersdorf"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfGenisa.jpg" alt="Grabsteinfragment von Genisagrab am jüdischen Friedhof Kobersdorf" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-9285" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfGenisa.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfGenisa-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/kobersdorfGenisa-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9285" class="wp-caption-text">Grabsteinfragment von Genisagrab am jüdischen Friedhof Kobersdorf</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Bemerkenswert vor allem deshalb, weil wir in Österreich mit Ausnahme des auf dem Zentralfriedhof befindlichen 1987 errichteten <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-genisa-grab-am-zentralfriedhof-wien/">Genisagrabes</a> für in der Schoa geschändete Torarollen kein einziges Genisagrab kennen.</p>
<p>Und nun finden wir am jüdischen Friedhof von Kobersdorf ein Grabsteinfragment des einzigen Genisagrabes in Österreich vor 1945 und wissen nicht, wo am Friedhof sich das Grab ursprünglich befand!</p>
<p>Im &#8220;Gold Hugo, Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes&#8221;, Tel Aviv 1970, Seite 70 finden wir ein sehr kleines Foto des ganzen Genisagrabsteines. Die Inschrift am unteren, bisher nicht gefundenen Teil ist lesbar. Die Beschriftung des Fotos lautet:</p>
<blockquote><p>Hier wurden die Thorarollen vor dem Zugriff der Nazis begraben.</p></blockquote>
<figure id="attachment_17628" aria-describedby="caption-attachment-17628" style="width: 1926px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-scaled.jpg" data-rel="lightbox-gallery-71" data-rl_title="Genisagrabstein in Hugo Gold, Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes, Seite 70" data-rl_caption="Vollständiger Grabstein des Genisagrabes am jüdischen Friedhof Kobersdorf" data-magnific_type="gallery" title="Genisagrabstein in Hugo Gold, Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes, Seite 70"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-scaled.jpg" alt="Genisagrabstein in Hugo Gold, Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes, Seite 70" width="1926" height="2560" class="size-full wp-image-17628" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-scaled.jpg 1926w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-1204x1600.jpg 1204w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-1354x1800.jpg 1354w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-600x798.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-768x1021.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-1155x1536.jpg 1155w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-1541x2048.jpg 1541w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/11-goldGenisastein-226x300.jpg 226w" sizes="auto, (max-width: 1926px) 100vw, 1926px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17628" class="wp-caption-text">Genisagrabstein in Hugo Gold, Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes, Seite 70</figcaption></figure>
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<p>Rechts vom Grabsteinfoto findet sich auch noch eine Beschriftung auf Hebräisch, die Übersetzung lautet:</p>
<blockquote><p>Gedenkstein für die Torarollen, die begraben wurden von den Juden, bevor sie Kobersdorf (eine der Sieben-Gemeinden), Burgenland, Österreich, verließen in den Tagen der nationalsozialistischen Machtübernahme 1938.</p></blockquote>
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<h3>Die hebräische Inschrift des gesamten Genisagrabsteines</h3>
<table summary="Genisagrab Kobersdorf" id="Genisagrab Kobersdorf">
<caption>Inschrift Genisagrab Kobersdorf: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>3. Z(wi)sch(en)f(eier)t(ag) von P(esach) 698 (= 20. April 1938),</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">יום ג&#8217; דחו&#8221;ה מ&#8221;פ תרצח</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>als die Vertreibung [der Juden] an G(ottes) Wallfahrtsfest stattfand.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לעת גלות ברגל ד&#8217;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>Hier sind verborgen</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">פה נגנזו</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>13 Torarollen,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">י&#8221;ג ספרי הברית</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>die Urim und Tummim,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">האורים והתומים</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>als gingen ins Exil</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">כאשר הלכו בגולה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>Väter und Kinder.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">אבות ובנים</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[8] </strong>N(ach der kleinen Zeitrechnung).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ל&#8221;</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p><strong>Zeile 2: </strong>Wörtlich: &#8220;Zur Zeit der Galut (Vertreibung) am Wallfahrtsfest G(ottes)&#8221;.</p>
<p><strong>Zeile 3</strong>: Schreibfehler: Es muss natürlich <span class="hebrEA" dir="rtl">נגנזו</span> und nicht <span class="hebrEA" dir="rtl">נגנזר</span> heißen.</p>
<p><strong>Zeile 4: </strong>Wörtlich: &#8220;Bücher des Bundes&#8221;. <a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a></p>
<p><strong>Zeile 5:</strong> Exodus 28,30 u.a. <span class="hebrEA" dir="rtl"> אורים ותמים</span> &#8220;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urim_und_Thummim">Urim und Tummim</a>&#8220;. Die &#8220;Urim&#8221; bedeuten wörtlich &#8220;Lichter&#8221;, &#8220;Tummim&#8221; etwa &#8220;Vollkommenheit&#8221; (Luther übersetzt mit &#8220;Recht&#8221;, Buber mit &#8220;die Lichtenden und Schlichtenden&#8221;), beide sind vermutlich Los- und Orakelsteine des Hohepriesters im Jerusalemer Tempel. </p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Der 20. April 1938</h3>
<p><del datetime="2020-01-14T11:16:21+00:00">Solange wir nicht den unteren Teil des Grabsteins gefunden haben, wissen wir leider nicht, ob überhaupt und wenn ja, wie der Text weitergeht. Das wäre allerdings nicht nur grundsätzlich, sondern vor allem  aufgrund des Datums hochinteressant:</del></p>
<p>Hochinteressant ist jedenfalls das Datum des Grabsteins:</p>
<blockquote><p>Nach einem Amtsvermerk der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf wurde Rabbiner Simon Goldberger über Veranlassung des Nazibürgermeisters von Kobersdorf Thrackl, ohne höheren Auftrag am <strong>20. April 1938</strong> mit einem Lastwagen gewaltsam aus Kobersdorf weggebracht. &#8230; Rabbi Goldberger sollte bei Neckenmarkt über die grüne Grenze nach Ungarn deportiert werden. Anlässlich seiner Überstellung über die Grenze wurde er vom Zollwachbeamten Werner M. und dem Förster Anton K., beide aus Neckenmarkt, schwer misshandelt und 3m von der Grenze auf ungarischem Staatsgebiet liegen gelassen. R. Simon Goldberger lag dort vom 20. April mittags bis 21. April nachmittags, bis er von ungarischer Seite aus nach Ödenburg gebracht wurde. <a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a></p></blockquote>
<p>Einen detaillierten Bericht über Rabbiner Simon Goldbergers Schicksal an der ungarischen Grenze finden Sie in unserem Blogartikel: <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/goldberger/">Rabbiner Simon Goldberger</a>.</p>
<p>Rabbiner Simon Goldberger wurde in <a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=888730&#038;ind=1">Auschwitz ermordet</a>. Seine Frau Paula (Perl) wurde ebenfalls in <a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=888755&#038;ind=1">Auschwitz ermordet</a>. Auch alle drei Kinder, Lazar Goldberger, geb. 29. Mai 1935, Hermann Goldberger, geb. 08. Dezember 1936 und Isidor, geb. 25. März 1938, wurden in der <a href="https://www.jewishgen.org/yizkor/mad/mad141.html">Schoa ermordet</a>.</p>
<p>An diesem 20. April 1938 wurden die 13 Torarollen am jüdischen Friedhof Kobersdorf begraben. Vorausgeschickt sei: Die Jüdinnen und Juden von Kobersdorf wurden schneller ausgewiesen und verfolgt als die Jüdinnen und Juden der anderen Gemeinden des heutigen Burgenlandes. Schon Ende Mai 1938, also knapp zwei Monate nach dem sogenannten Anschluss im März 1938, gab es in Kobersdorf keine Juden mehr.</p>
<p>Was nun zur Vergrabung der Torarollen an diesem 20. April 1938, mitten in den Pesachtagen, führte, können wir nur vermuten und es bleiben Fragen:</p>
<ul>
<li>Hat Rabbiner Goldberger vor seinem Martyrium am Ende noch selber veranlasst die Torarollen zu vergraben oder brach in der Gemeinde (verständlicherweise) Panik aus und man entschloss sich zu diesem Schritt? In jedem Fall war wohl Eile geboten, worauf vielleicht auch der Gravurfehler in Zeile 3 (s.o.) hinweisen könnte.</li>
<li>Handelt es sich um nicht mehr rituell taugliche Torarollen, die schon (länger) in Genisa-Räumen in der Synagoge aufbewahrt waren und nun, um nicht den Nazis in die Hände zu fallen, begraben wurden oder handelte es gar um noch verwendete Torarollen, die man so vor den Nazis schützen wollte? (Z.B., weil man davon ausging, dass sie sobald sie den Nazis in die Hände fallen, was nur eine Frage der Zeit war, ohnehin geschändet werden). Für die Hypothese, dass es sich um noch koschere Torarollen handelt, spricht jedenfalls klar die Beschriftung des kleinen Fotos des ganzen Grabsteines im Gedenkbuch von Hugo Gold, s.o.</li>
<li>Eine Frage an die Verantwortlichen: Warum trägt dieses bedeutende und in Österreich einzigartige Grabsteinfragment keine Nummer wie fast alle anderen Grabsteine, mit der es, zumindest sehr wahrscheinlich, möglich gewesen wäre, den ursprünglichen Standort zu kennen?</li>
</ul>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="exkursgenisa" name="exkursgenisa"></a>Kleiner Exkurs: Genisa</h3>
<p>Das Wort &#8220;Genisa&#8221; oder auch &#8220;Geniza&#8221; ist eigentlich ein persisches Fremdwort und bedeutet &#8220;Schatzkammer&#8221;. In Mischna Schabbat 9 lesen wir: <span class="hebrEA" dir="rtl">מֶקֶק סְפָרִים וּמֶקֶק מִטְפְּחוֹתֵיהֶם, כָּל שֶׁהוּא, שֶׁמַּצְנִיעִין אוֹתָן <strong>לְגָנְזָן</strong></span> &#8220;angenagte / abgenutzte Stücke von Schriftrollen oder ihren Einbänden, wie auch immer, werden aufbewahrt um sie zu <strong>verbergen</strong>&#8220;.</p>
<p>Mit &#8220;Genisa&#8221; werden sowohl die Räume (meist in oder bei Synagogen) bezeichnet, in denen nicht mehr verwendbare liturgische Schriften, aber auch Gebetsriemen etc. aufbewahrt werden als auch die Gräber, in denen diese dann bestattet werden. Am Zentralfriedhof in Wien, Tor IV, etwa findet sich ein solcher Genisaraum. Im Wesentlichen geht es darum, den Gottesnamen in diesen Schriften und liturgischen Gegenständen vor Missbrauch zu schützen.<br />
Die bedeutendste und bekannteste Genisa ist jene in der im 7. Jahrhundert erbauten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cairo_Geniza">Ben Esra Synagoge</a> in Fustat, Kairo, die im 19. Jahrhundert entdeckt wurde und in der 300.000 jüdische Manuskripte bzw. Manuskriptfragmente, die einen Zeitraum vom 8. bis ins 19. Jahrhundert abdecken, gefunden wurden.</p>
<p>In Deutschland, vor allem in Süddeutschland, wurden einige solcher <a href="http://use.uni-frankfurt.de/geniza/gottschalk/">Genisaräume</a> gefunden, meist aus dem 19. Jahrhundert, wenngleich diese Räume selbst so gut wie nie wirklich vorschriftsmäßig sind (also etwa ausschließlich zum Zwecke der Sammlung nicht mehr verwendeter Schriften angelegt usw.). So fand man etwa 2009 im Genisaraum der Synagoge von Bayreuth sogar ein <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/narischkajten/">jiddisches Blatt aus dem Homburger Eulenspiegeldruck</a> von 1735.</p>
<p>Genisa-Gräber hingegen gibt es (zumindest im deutschsprachigen Raum) wenige, wohl auch, weil die Grabstellen häufig nicht bezeichnet wurden. Neben dem erwähnten Grab für in der Schoa  geschändete Torarollen auf dem <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-genisa-grab-am-zentralfriedhof-wien/">Zentralfriedhof Wien, IV. Tor</a>, kennen wir in Deutschland etwa das <a  href="http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20223/Wuerzburg%20Friedhof%201403.jpg" data-rel="lightbox-gallery-71" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="">Genisa-Grab am jüdischen Friedhof Würzburg</a> oder die Gräber auf dem jüdischen Friedhof in Altengronau im Main-Kinzig-Kreis und in Adelsheim-Sennfeld (Neckar-Odenwald-Kreis). <a id="fn3" name="fn3"></a><a href="#f3">[3]</a> </p>
<p>Frowald Gil Hüttenmeister formuliert es wie folgt:</p>
<blockquote><p>Man war wohl noch orthodox genug, um solche Schriften und Gegenstände nicht wegzuwerfen, aber nicht mehr orthodox genug, für sie einen eigenen Raum bereitzustellen oder sie, wie früher in Deutschland üblich, auf dem Friedhof zu begraben. <a id="fn4" name="fn4"></a><a href="#f4">[4]</a></p></blockquote>
<p>Ohne die dramatischen Ereignisse rund um den 20. April 1938 dürfen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass man die Torarollen auch in Kobersdorf noch nicht begraben hätte.</p>
<p>Das Grabsteinfragment des Genisagrabes auf dem jüdischen Friedhof Kobersdorf ist in wissenschaftlicher Sicht ein außerordentlich bedeutender Fund.<br />
Vor allem aber zeigt es auf dramatische Weise das Ende einer jahrhundertealten jüdischen Gemeinde aus einer rein innerjüdischen Perspektive.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Fußnoten</h3>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] <span class="hebrEA" dir="rtl">ספר הברית</span> &#8220;Bundesbuch&#8221; bezeichnet eigentlich die älteste israelitische Rechtssammlung, das Wort selbst ist Exodus 24,7 entnommen: &#8220;Er [Mose] nahm das Buch des Bundes und verlas es vor dem Volk&#8221;. [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Hausensteiner Erwin J., Die ehemalige jüdische Gemeinde Kobersdorf. Ein Buch der Erinnerung, o.J., 172,  und dort zitiert: Susanne Uslu-Pauer und Eva Holpfer: Vor dem Volksgericht. Verfahren gegen burgenländische NS-Täter 1945-1955. Burgenländische Forschungen, Band 96, 171, Eisenstadt 2008. [<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] <a href="https://books.google.at/books?id=p7gw6Ez1hlIC&#038;pg=PA207&#038;lpg=PA207&#038;dq=geniza+grab&#038;source=bl&#038;ots=3biqqzhYOu&#038;sig=ACfU3U0U0m45tr1zDl_S0EXnGAhF4L1ceA&#038;hl=de&#038;sa=X&#038;ved=2ahUKEwiSg87tkojmAhWF8eAKHUePBAgQ6AEwD3oECAoQAQ#v=onepage&#038;q=geniza%20grab&#038;f=false">Frowald Gil Hüttenmeister, Die Genisot als Geschichtsquelle, in: Jüdisches Leben auf dem Lande: Studien zur deutsch-jüdischen Geschichte, hrsg. von Monika Richarz und Reinhard Rürup, Tübingen 1997, Seite 207</a>.<br />
Ganz anders geht man etwa in Übersee mit der Thematik um: Ein ausgesprochen imposantes 1947 errichtetes Genisagrab, eigentlich &#8220;Genisa-Mausoleum&#8221;, finden wir auf dem jüdischen Friedhof von Santiago de Chile, in dem 14 bei einem Brand der Synagoge am 26./27. Oktober 1944 zerstörte Torarollen begraben sind.<br />
[<a href="#fn3" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (3)</a>]</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC2.jpg' title="1947 errichtetes Genisagrab auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" data-rl_title="1947 errichtetes Genisagrab auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="1947 errichtetes Genisagrab für 14 bei einem Synagogenbrand 1944 zerstörte Torarollen auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" data-rel="lightbox-gallery-71" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC2.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="1947 errichtetes Genisagrab auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC2.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC2-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC2-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC.jpg' title="1947 errichtetes Genisagrab auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" data-rl_title="1947 errichtetes Genisagrab auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="1947 errichtetes Genisagrab für 14 bei einem Synagogenbrand 1944 zerstörte Torarollen auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" data-rel="lightbox-gallery-71" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="1947 errichtetes Genisagrab auf dem jüdischen Friedhof in Santiago de Chile" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/11/genisaGrabSdC-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p class="winzig"><a id="f4" name="f4"></a>[4] <a href="https://books.google.at/books?id=p7gw6Ez1hlIC&#038;pg=PA207&#038;lpg=PA207&#038;dq=geniza+grab&#038;source=bl&#038;ots=3biqqzhYOu&#038;sig=ACfU3U0U0m45tr1zDl_S0EXnGAhF4L1ceA&#038;hl=de&#038;sa=X&#038;ved=2ahUKEwiSg87tkojmAhWF8eAKHUePBAgQ6AEwD3oECAoQAQ#v=onepage&#038;q=geniza%20grab&#038;f=false">Frowald Gil Hüttenmeister, Die Genisot als Geschichtsquelle, in: Jüdisches Leben auf dem Lande: Studien zur deutsch-jüdischen Geschichte, hrsg. von Monika Richarz und Reinhard Rürup, Tübingen 1997, Seite 207f</a>. [<a href="#fn4" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (4)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tief betrauert von seiner Gattin und seinem Sohne&#8230;</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/genealogie/tief-betrauert-von-seiner-gattin-und-seinem-sohne/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 05:26:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[zentralfriedhof]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=8790</guid>

					<description><![CDATA[Bitte beachten Sie vor allem den Kommentar von David Birnbaum unten / Please see below the comment of David Birnbaum! Es passiert nur hin und wieder, dass ich auf einem jüdischen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bitte beachten Sie vor allem den Kommentar von <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/tief-betrauert-von-seiner-gattin-und-seinem-sohne/#comment-11070">David Birnbaum unten</a> / Please see below the comment of <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/tief-betrauert-von-seiner-gattin-und-seinem-sohne/#comment-11070">David Birnbaum</a>!</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Es passiert nur hin und wieder, dass ich auf einem jüdischen Friedhof mit fast 10.000 Grabsteinen beim ersten Fotografieren einen Grabstein mit hebräischer Inschrift fotografiere (mein Fokus lag ausschließlich auf halbwegs lesbaren hebräischen Inschriften), den man als &#8220;lucky shot&#8221; bezeichnen darf&#8230;</p>
<p>So der Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/birnbaum-mendel-emanuel-31-mai-1875/"><strong>Emanuel Mendel (Menachem) Birnbaum</strong></a>, der am 31. Mai 1875 verstarb und am jüdischen Friedhof Währing begraben ist.</p>
<p>Die hebräische Inschrift hat einen deutschen Zusatz, in dem wir unter anderem lesen:</p>
<blockquote><p>Tief betrauert<br />
von seiner Gattin und seinem Sohne</p></blockquote>
<p>Eine sehr simple biografisch verwertbare Angabe: dass Menachems Ehefrau bei seinem Ableben noch am Leben war und dass er nur einen Sohn hatte, keine weiteren Kinder.</p>
<p>Selbstverständlich wollten wir wissen, wer die Ehefrau und wer der Sohn war, vor allem weil über Menachem / Emanuel Mendel Birnbaum so gut wie nichts bekannt ist. Wir begannen zu suchen und wurden, zumindest beim Sohn, schnell fündig:</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/Birnbaum_Nathan.jpg" title="Dr. Nathan Birnbaum, Quelle: Wikipedia" width="350" height="450" alt="Dr. Nathan Birnbaum" /></p>
</div>
<p>Denn der in der Grabinschrift des Vaters nicht namentlich erwähnte Sohn ist niemand Geringerer als der Publizist und Aktivst </p>
<p><strong>Dr. jur. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nathan_Birnbaum_(Schriftsteller)">Nathan (Nachum) Birnbaum</a></strong>, geb. am 16. Mai 1864 in Wien (Mutter: Marie  Seelenfreund, Tochter des Rabbi Schlomo Samuel Seelenfreund, aus &#8220;Kaschau in Ungarn&#8221; (Košice in der Ostslowakei), zuständig nach Wien, geb. 24. Dezember 1836, gest. 16. März 1896 in Wien).</p>
<p>Mit 26 Jahren heiratet Nathan Birnbaum am 03. August 1890 in der sefardischen Gemeinde Wien die 21-jährige Rosa Korngut aus Krakau.</p>
<p>Interessant ist, dass beide Ehepartner sowohl Deutsch als auch Hebräisch unterschreiben. Nathan unterschreibt mit <span class="hebrEA" dir="rtl">נחום בירנבוים</span> &#8220;Nachum Birnbaum&#8221; auf Hebräisch (Nachum ist auch der Name seines Großvaters).</p>
<p>Dr. Nathan Birnbaum starb am 2. April 1937 in Scheveningen (NL).</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanGeb16051864.jpg' title="Eintrag Geburtsbuch Nathan Birnbaum, 16. Mai 1864 in Wien" data-rl_title="Eintrag Geburtsbuch Nathan Birnbaum, 16. Mai 1864 in Wien" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Eintrag Geburtsbuch Nathan Birnbaum, 16. Mai 1864 in Wien" data-rel="lightbox-gallery-72" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="330" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanGeb16051864.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Eintrag Geburtsbuch Nathan Birnbaum, 16. Mai 1864 in Wien" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanGeb16051864.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanGeb16051864-768x422.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanRosaKorngutH03081890.jpg' title="Eintrag Hochzeitsbuch Nathan Birnbaum und Rosa Korngut, 03. August 1890 in Wien, sefardische Gemeinde" data-rl_title="Eintrag Hochzeitsbuch Nathan Birnbaum und Rosa Korngut, 03. August 1890 in Wien, sefardische Gemeinde" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Eintrag Hochzeitsbuch Nathan Birnbaum und Rosa Korngut, 03. August 1890 in Wien, sefardische Gemeinde" data-rel="lightbox-gallery-72" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="384" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanRosaKorngutH03081890.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Eintrag Hochzeitsbuch Nathan Birnbaum und Rosa Korngut, 03. August 1890 in Wien, sefardische Gemeinde" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanRosaKorngutH03081890.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/birnbaumNathanRosaKorngutH03081890-768x492.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Nathan Birnbaum, der vor allem unter dem Pseudonym Mathias Acher wirkte, war</p>
<blockquote><p>eine der geistreichsten und schillerndsten modernen jüdischen Persönlichkeiten, dessen Spur fast völlig aus dem jüdischen Bewußtsein verloren ging&#8230;</p></blockquote>
<p><cite><a href="https://www.spektrum.de/lexikon/juedische-philosophen/nathan-birnbaum/147">spektrum.de</a></cite></p>
<p>Nathan Birnbaum, einer der Vereinsgründer der Kadima (das hebräische Wort &#8220;kadima&#8221; bedeutet &#8220;vorwärts&#8221;, &#8220;nach Osten&#8221;), veröffentlichte 1893 seine Programmschrift &#8220;<em>Die nationale Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Lande, als Mittel zur Lösung der Judenfrage. Ein Appell an die Guten und Edlen aller Nationen</em>&#8221; (zum <a href="http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/934169">Download</a>). Obwohl die Schrift einige Parallelen zu Herzls &#8220;Judenstaat&#8221; aufweist, ist Birnbaum, der als Vertreter des kulturellen Zionismus gilt, im Gegensatz zu Herzl auf Palästina als nationales Zentrum festgelegt.</p>
<p>Nathan Birnbaum, der sowohl die Begriffe &#8220;Zionismus&#8221; als auch &#8220;Ostjudentum&#8221; geprägt hatte, war für kurze Zeit Wegbegleiter Theodor Herzls und erster Generalsekretär der Zionistischen Organisation. Er wandte sich allerdings sehr bald vom Zionismus ab und engagierte sich vor allem für das Ostjudentum, die chassidische Kultur und die jiddische Sprache. 1908 initiierte er die erste bedeutende Weltkonferenz für die jiddische Sprache in Czernovitz, bei der er sich vor allem für die Anerkennung des Jiddischen als Einheits- und Weltsprache des Judentums einsetzte. 1919 gehörte Nathan Birnbaum zu den Neugründern der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Agudath_Israel_Weltorganisation">Agudat Israel</a>, der ultra-religiösen Bewegung der Orthodoxie, und wurde ihr erster Generalsekretär.</p>
<p><figure id="attachment_8788" aria-describedby="caption-attachment-8788" style="width: 725px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/zeitlinBirnbaum-2.jpg" data-rel="lightbox-gallery-73" data-rl_title="Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, YIVO" data-rl_caption="Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, Copyright: hhttps://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Birnbaum_Nathan" data-magnific_type="gallery" title="Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, YIVO"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/zeitlinBirnbaum-2.jpg" alt="Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, YIVO" width="725" height="458" class="size-full wp-image-8788" /></a><figcaption id="caption-attachment-8788" class="wp-caption-text">Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, Copyright: hhttps://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Birnbaum_Nathan</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p class="winzig">Das Bild zeigt Dr. Nathan Birnbaum (rechts) und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hillel_Zeitlin">Hillel Zeitlin</a>. Zeitlin, 1871/72 in Korma, Gouvernement Mogiljow, Russisches Kaiserreich, geboren, war hebräischer und jiddischer Schriftsteller. Im Alter von 71 Jahren wurde er 1942 sowie seine beinahe gesamte Familie (nur Sohn Aaron überlebte) im Warschauer Ghetto ermordet (<a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=5868629&#038;ind=5">Schoa-Opfer</a>), in den Händen den Zohar, eingehüllt in Tallit und mit angelegten Gebetsriemen.</p>
<p>Das Ehepaar Dr. Nathan Birnbaum und Rosa Korngut hatte 3 Söhne: </p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Solomon_Birnbaum">Dr. Salomon Ascher Birnbaum</a>, geb. 24. Dezember 1891 in Wien,<br />
Sprachwissenschaftler für hebräische und jiddische Sprache, gest. 28. Dezember 1989 und ist in Toronto begraben.</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Menachem_Birnbaum">Menachem Birnbaum</a>, geb. 13. März 1893 in Wien, jüdischer Buchkünstler, Porträtzeichner und Buchillustrator, wie seine Ehefrau Ernestine / Tina (Esther), geb. Helfmann und seine beiden Kinder Rafael Zvi und Chana ermordet 1945 in Auschwitz (<a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=3971483&#038;ind=1">Schoa-Opfer</a>)</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Uriel_Birnbaum">Uriel Birnbaum</a>, geb. 13. November 1894 in Wien, Maler und Schriftsteller, gest. 09. Dezember 1956 in Amersfoort (NL). Zu den Glanzpunkten seines Werkes zählt der sogenannte Moses-Zyklus, dessen Originalbilder leider verschollen sind. Im Auditorium des jüdischen Museums in Eisenstadt sind aber alle 50 Bilder des Zyklus reproduziert ausgestellt:</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/01b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 1" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 1" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 1" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="574" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/01b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 1" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/01b.jpg 991w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/01b-768x1071.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/02b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 2" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 2" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 2" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="573" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/02b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 2" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/02b.jpg 1004w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/02b-768x1072.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/03b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 3" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 3" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 3" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="564" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/03b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 3" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/03b.jpg 981w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/03b-768x1090.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/04b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 4" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 4" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 4" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="586" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/04b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 4" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/04b.jpg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/04b-768x1049.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 586px) 100vw, 586px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/05b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 5" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 5" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 5" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="580" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/05b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 5" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/05b.jpg 997w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/05b-768x1060.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/06b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 6" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 6" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 6" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="569" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/06b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 6" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/06b.jpg 978w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/06b-768x1081.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 569px) 100vw, 569px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/07b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 7" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 7" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 7" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="577" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/07b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 7" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/07b.jpg 997w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/07b-768x1065.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/08b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 8" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 8" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 8" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="569" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/08b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 8" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/08b.jpg 981w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/08b-768x1080.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 569px) 100vw, 569px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/09b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 9" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 9" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 9" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="572" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/09b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 9" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/09b.jpg 981w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/09b-768x1075.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/10b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 10" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 10" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 10" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="588" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/10b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 10" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/10b.jpg 1004w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/10b-768x1045.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 588px) 100vw, 588px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/11b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 11" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 11" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 11" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="581" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/11b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 11" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/11b.jpg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/11b-768x1057.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 581px) 100vw, 581px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/12b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 12" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 12" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 12" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="585" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/12b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 12" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/12b.jpg 1004w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/12b-768x1050.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/13b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 13" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 13" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 13" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="572" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/13b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 13" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/13b.jpg 984w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/13b-768x1074.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/14b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 14" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 14" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 14" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="570" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/14b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 14" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/14b.jpg 994w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/14b-768x1079.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/15b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 15" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 15" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 15" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="560" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/15b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 15" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/15b.jpg 968w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/15b-768x1096.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/16b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 16" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 16" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 16" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/16b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 16" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/16b.jpg 981w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/16b-768x1067.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/17b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 17" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 17" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 17" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="564" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/17b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 17" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/17b.jpg 984w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/17b-768x1090.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/18b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 18" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 18" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 18" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="561" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/18b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 18" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/18b.jpg 984w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/18b-768x1094.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 561px) 100vw, 561px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/19b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 19" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 19" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 19" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="575" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/19b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 19" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/19b.jpg 997w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/19b-768x1068.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/20b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 20" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 20" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 20" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="583" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/20b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 20" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/20b.jpg 1007w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/20b-768x1054.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 21" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 21" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 21" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="574" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 21" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21b.jpg 991w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21b-768x1071.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/22b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 22" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 22" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 22" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/22b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 22" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/22b.jpg 974w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/22b-768x1083.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/23b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 23" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 23" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 23" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="566" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/23b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 23" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/23b.jpg 974w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/23b-768x1085.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 566px) 100vw, 566px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/24b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 24" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 24" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 24" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="570" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/24b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 24" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/24b.jpg 974w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/24b-768x1077.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/25b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 25" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 25" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 25" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="570" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/25b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 25" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/25b.jpg 981w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/25b-768x1077.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/26b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 26" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 26" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 26" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="579" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/26b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 26" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/26b.jpg 994w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/26b-768x1061.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/27b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 27" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 27" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 27" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="564" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/27b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 27" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/27b.jpg 984w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/27b-768x1090.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/28b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 28" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 28" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 28" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="579" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/28b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 28" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/28b.jpg 994w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/28b-768x1061.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/29b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 29" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 29" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 29" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="577" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/29b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 29" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/29b.jpg 987w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/29b-768x1065.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/30b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 30" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 30" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 30" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="575" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/30b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 30" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/30b.jpg 991w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/30b-768x1069.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/31b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 31" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 31" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 31" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="582" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/31b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 31" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/31b.jpg 1013w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/31b-768x1055.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/32b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 32" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 32" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 32" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="570" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/32b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 32" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/32b.jpg 964w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/32b-768x1078.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/33b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 33" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 33" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 33" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="578" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/33b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 33" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/33b.jpg 984w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/33b-768x1064.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/34b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 34" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 34" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 34" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/34b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 34" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/34b.jpg 984w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/34b-768x1082.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/35b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 35" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 35" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 35" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="586" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/35b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 35" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/35b.jpg 1010w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/35b-768x1049.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 586px) 100vw, 586px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/36b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 36" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 36" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 36" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/36b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 36" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/36b.jpg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/36b-768x1084.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/37b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 37" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 37" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 37" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="587" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/37b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 37" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/37b.jpg 1020w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/37b-768x1046.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 587px) 100vw, 587px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/38b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 38" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 38" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 38" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="570" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/38b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 38" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/38b.jpg 971w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/38b-768x1078.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/39b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 39" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 39" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 39" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="564" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/39b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 39" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/39b.jpg 974w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/39b-768x1090.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/40b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 40" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 40" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 40" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="575" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/40b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 40" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/40b.jpg 981w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/40b-768x1069.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/41b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 41" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 41" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 41" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="590" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/41b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 41" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/41b.jpg 1023w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/41b-768x1041.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/42b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 42" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 42" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 42" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="572" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/42b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 42" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/42b.jpg 991w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/42b-768x1074.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/43b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 43" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 43" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 43" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="566" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/43b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 43" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/43b.jpg 994w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/43b-768x1086.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 566px) 100vw, 566px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/44b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 44" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 44" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 44" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="573" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/44b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 44" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/44b.jpg 997w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/44b-768x1072.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/45b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 45" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 45" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 45" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="584" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/45b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 45" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/45b.jpg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/45b-768x1051.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/46b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 46" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 46" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 46" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="574" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/46b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 46" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/46b.jpg 987w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/46b-768x1071.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/47b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 47" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 47" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 47" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="573" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/47b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 47" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/47b.jpg 984w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/47b-768x1072.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/48b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 48" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 48" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 48" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="578" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/48b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 48" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/48b.jpg 997w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/48b-768x1062.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/49b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 49" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 49" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 49" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="564" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/49b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 49" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/49b.jpg 1007w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/49b-768x1089.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/50b.jpg' title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 50" data-rl_title="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 50" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 50" data-rel="lightbox-gallery-73" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="587" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/50b.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Uriel Birnbaum, Moses-Zyklus, Bild 50" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/50b.jpg 1007w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/50b-768x1047.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 587px) 100vw, 587px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Quellen:</h3>
<p>Dethloff Klaus, Theodor Herzl oder Der Moses des Fin de siècle, Wien 1986, 60.</p>
<p><a href="https://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Birnbaum_Nathan">Birnbaum Nathan, yivoencylopedia</a></p>
<p><a href="http://www.hagalil.com/2019/02/birnbaum/">Juden als Erfinder und Entdecker (hagalil.com)</a></p>
<p><a href="https://www.spektrum.de/lexikon/juedische-philosophen/nathan-birnbaum/147">Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Nathan Birnbaum</a></p>
<p>Siehe auch die teils umfangreichen Literaturverweise auf den zitierten Websites!<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/genealogie/tief-betrauert-von-seiner-gattin-und-seinem-sohne/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Hilfe! Ich kann nicht Hebräisch, &#8230;</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/genealogie/hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/genealogie/hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 14:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=8562</guid>

					<description><![CDATA[&#8230;aber ich brauche hebräische Quellen für meine genealogischen Forschungen. English version Einleitung Symbole Einleitungsformel Name, Segenswünsche, Akrostichon Eulogie Sterbedatum Schlusseulogie Downloads Der Artikel ist die deutschsprachige Version meines bei der 39. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8230;aber ich brauche hebräische Quellen für meine genealogischen Forschungen.</h2>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/help-i-do-not-speak-hebrew/"><strong>English version</strong></a></p>
<div id="ankernav">
<ul>
<li><a title="Nach unten" href="#intro">Einleitung</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#symbole">Symbole</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#einleitung">Einleitungsformel</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#name">Name, Segenswünsche, Akrostichon<br />
</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#eulogie">Eulogie</li>
<li><a title="Nach unten" href="#datum">Sterbedatum<br />
</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#schlusseulogie">Schlusseulogie</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#download">Downloads</a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der Artikel ist die deutschsprachige Version meines bei der <a href="https://www.iajgs2019.org">39. Internationalen Konferenz zur Jüdischen Geneaolgie</a> in Cleveland, Ohio, am 02. August 2019 in Englisch gehaltenen Vortrages. Er wird bis auf die einleitende Vorstellung meiner Person hier ungekürzt wiedergegeben.</p>
<p><em>Lesen Sie auch meinen ersten Vortrag vom 31. Juli 2019 &#8220;<a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/was-wir-lernen-sollten/">Was wir lernen sollten&#8230;</a>&#8220;.</em></p>
<h3><a id="intro" name="intro"></a>Auch ohne (gründliche) Hebräischkenntnisse ist es meist möglich, die wichtigsten biografischen Informationen aus hebräischen Quellen herauszulesen.</h3>
<p>Ich danke sehr herzlich für die Einladung und dass ich die Gelegenheit habe, hier zu sprechen.</p>
<p>Vorweg: Sie müssen nicht mitschreiben oder die Sorge haben, etwas zu überhören. Sie bekommen am Schluss der Präsentation einen Link, wo Sie die gesamte Präsentation inklusive aller Beispiele sowie alle Tools <a title="Nach unten" href="#download">downloaden</a> können!</p>
<p>Eisenstadt war das Zentrum der sogenannten &#8220;Sieben-Gemeinden&#8221;, hebr. &#8220;Scheva Kehillot&#8221;, also sieben heiliger jüdischer Gemeinden auf ehemals westungarischem, heute burgenländischem Gebiet. Das Burgenland ist seit 1921 das östlichste Bundesland Österreichs, an der Grenze zu Ungarn. Die Gemeinden wurden Ende des 17. Jahrhunderts besiedelt, 1938 bedeutete das endgültige Aus jeder jüdischen Ansiedlung, im Burgenland gibt es heute keine jüdischen Gemeinden mehr, nur mehr ein Dutzend Juden. Auf den 14 jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes befinden sich etwa 8.000 Grabsteine mit fast ausschließlich hebräischen Grabinschriften. Es existieren im Burgenland keine Lagepläne von Friedhöfen. Es ist notwendig, jeden einzelnen Grabstein vor Ort zu besuchen.</p>
<p>Eisenstadt ist in der Region der einzige Ort, in dem wir heute zwei große jüdische Friedhöfe finden. Der mit Abstand bedeutendste jüdische Friedhof in den ehemaligen &#8220;Sieben-Gemeinden&#8221; ist der <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">ältere jüdische Friedhof</a> in Eisenstadt. Der älteste Grabstein ist aus dem Jahr 1679 und der Friedhof wurde bis Sommer 1875 belegt. Der im Herbst 1875 angelegte <a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">jüngere jüdische Friedhof</a> war der &#8220;Nachfolge-Friedhof&#8221; des älteren und wurde bis 1938 belegt, in wenigen Einzelfällen kam es auch noch zu Begräbnissen nach 1945.</p>
<p>Der ältere jüdische Friedhof von Eisenstadt, der zweifelsohne zu den weltweit bedeutendsten jüdischen Friedhöfen gehört (gemessen am Alter, an der Anzahl der Grabsteine und an den vielen großen jüdischen Gelehrten, die da begraben sind), hat 1085 Grabsteine mit ausschließlich hebräischen Inschriften! Wir finden keinen einzigen nicht-hebräischen Buchstaben auf dem Friedhof. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-74" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-74" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-74" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Der jüngere jüdische Friedhof hat knapp 300 Grabsteine und wir finden außer auf einigen wenigen nach 1945 aufgestellten Grabsteinen ebenfalls ausschließlich hebräische Grabinschriften, allerdings gelegentlich bereits auch mit deutschen oder ungarischen Zusätzen mit Name und Sterbedatum.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-75" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-75" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP.jpg 2000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-75" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP.jpg 2000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer.jpg' title="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-75" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Beide jüdischen Friedhöfe habe ich vollständig dokumentiert, digitalisiert und im Blog des Österreichischen Jüdischen Museums online gestellt. Abgerufen werden können: Das Foto jedes Grabsteins, der Lageplan, die Grabinschrift zeilengerecht transkribiert, die Übersetzung, Kommentare zur hebräischen Inschrift, genealogische Daten und Links zu den ebenfalls auf den beiden Friedhöfen begrabenen Verwandten. Für Menschen, besonders Nachkommen, die ihre Verwandten und Vorfahren suchen, gibt es auf jedem Grab auf beiden Friedhöfen einen QR-Code, der zur URL des Grabsteins mit Foto, Inschrift, Links zu den Verwandten sowie Lageplan führt. Ich darf sagen &#8210; ein Service, das weltweit einzigartig ist.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rel="lightbox-gallery-76" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rel="lightbox-gallery-76" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Die meisten Beispiele heute kommen auch von einem der beiden jüdischen Friedhöfe in Eisenstadt. Daher auch die etwas ausführlichere Einleitung.</p>
<p>Der Titel meiner Präsentation ist:</p>
<p><strong>Hilfe! Ich kann nicht Hebräisch, aber ich brauche hebräische Quellen für meine genealogischen Forschungen.</strong></p>
<p>Für Genealogen ist grundsätzlich der Grabstein eine essentielle und primäre Forschungsquelle. Selbstverständlich auch der jüdische Grabstein. Umso mehr gilt das für den jüdischen Grabstein mit hebräischer Inschrift! Auch in meiner heutigen Präsentation liegt der Schwerpunkt auf hebräischen Grabinschriften.</p>
<p>In den genealogischen Portalen, allen voran dem <a href="https://www.facebook.com/groups/JewishGenealogyPortal/">Jewish Genealogy Portal auf Facebook</a>, gehört zu den häufigst gestellten Fragen, was in einer hebräischen Grabinschrift steht. Allem voran gilt das Interesse fast ausschließlich immer dem Namen und dem Sterbedatum, eventuell noch, ob der Vater oder die Mutter des Verstorbenen angegeben sind.</p>
<p>In meiner <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/was-wir-lernen-sollten/">ersten Präsentation am Mittwoch</a> ging es mir darum aufzuzeigen, dass wir in hebräischen Grabinschriften aber viel mehr biografische Informationen finden als nur Name und Sterbedatum, Informationen, die wir in anderen Quellen oft nicht finden. Heute geht es uns aber darum, die allerwichtigsten Daten in hebräischen Inschriften zu erkennen und lesen zu können, selbst wenn wir nicht Hebräisch können.</p>
<p>Aber warum ist das überhaupt notwendig?, werden Sie vielleicht einwenden. Sie können den Grabstein bzw. die Inschrift fotografieren und bekommen in den genealogischen Portalen meist sehr schnell eine Antwort&#8230; Und ich behaupte: vielleicht ja, aber wenn 10 Antworten gegeben werden, die sich unterscheiden (was bekanntlich oft vorkommt), wie wissen Sie welche Antwort richtig ist? </p>
<p>Viel wichtiger aber noch scheint mit der in der Praxis oft vorkommende Fall zu sein, dass Sie den bürgerlichen Namen kennen und auf einem jüdischen Friedhof mit hebräischen Grabinschriften praktisch keine Chance haben, das „richtige“ Grab zu finden, wenn Sie nicht imstande sind, zumindest das Sterbedatum korrekt zu lesen, das in hebräischen Inschriften immer mit hebräischen Buchstaben angegeben wird! </p>
<p>Außerdem führt die Lösung bei der genealogischen Forschung sehr oft über den hebräischen Namen, der zwar manchmal auch in den Geburtsmatriken vermerkt ist, immer aber in der hebräischen Grabinschrift.</p>
<p>Wenn wir über die Grabsteine und hebräischen Inschriften der beiden jüdischen Friedhöfe von Eisenstadt sprechen, sprechen wir über Grabsteine, deren hebräische Inschriften oft 40 Zeilen (!) und mehr umfassen:</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08FHMThebenResl.jpg' title="Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755" data-rl_title="Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755, Jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Mattersburg" data-rel="lightbox-gallery-77" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="766" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08FHMThebenResl.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08FHMThebenResl.jpg 950w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08FHMThebenResl-768x981.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEausterlitzMalka.jpg' title="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743" data-rl_title="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-77" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEausterlitzMalka.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEausterlitzMalka.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEausterlitzMalka-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Ich zeige Ihnen diese beiden Inschriften, um Ihnen Mut zu machen. Denn in einer halben Stunde sind Sie imstande, selbst in so langen und komplizierten hebräischen Grabinschriften einige der allerwichtigsten biografischen Daten zu finden und zu lesen! Ich habe absichtlich zwei Beispiele von Inschriften für jüdische <em>Frauen</em> ausgewählt, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/theben-resl-21-april-1755/">Resl Theben</a>, gestorben 21. April 1755 und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/austerlitz-malka-04-april-1743/">Malka Austerlitz</a>, gestorben 04. April 1743! Auf die Inschrift von Resl Theben kommen wir heute später noch mehrmals zurück.</p>
<p>Die hebräische Grabinschrift folgt einem Formular! Sie hat in etwa 95% aller Fälle die gleiche oder eine sehr ähnliche Struktur, ganz egal, ob die Inschrift 5 Zeilen oder 50 Zeilen lang ist! </p>
<p>Mit anderen Worten: Sehen wir uns hebräische Inschriften von oben nach unten an, stellen wir fest, dass sie in den überwiegenden Fällen immer gleich aufgebaut sind.</p>
<h3><a id="symbole" name="symbole"></a>Symbole</h3>
<p>Bevor die eigentliche hebräische Inschrift beginnt, finden wir häufig ein Symbol, das aber in sehr vielen Fällen bereits eine erste wichtige genealogische Information sein kann.</p>
<p>Zunächst gibt es allen bekannte Berufssymbole wie ein Musikinstrument für einen Musiker, Kantor, Sänger, das Beschneidungsmesser für den Mohel usw. oder die eher allgemeinen Symbole für Sterben, Trauer und Tod wie etwa die biblische Träneneiche, den abgeknickten Baum für den frühen Tod, den Stern, der Hoffnung und Zuversicht symbolisiert, die Hauszeichen in größeren Städten für die vornehmeren Familien, Namenssymbole wie der Löwe, der Bär, das Lamm usw. oder letztlich auch die häufig zu findende Menora, den siebenarmigen Leuchter oder den Magen David, den Davidsstern. Auch wenn viele dieser Symbole genealogische Relevanz haben, lassen wir diese heute außen vor, weil sie großteils selbsterklärend sind, und widmen uns nur den <em>genuin</em> jüdischen Symbolen, also jenen 3 Symbolen, die tief in der jüdischen und rabbinischen Tradition verwurzelt sind:</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEausterlitzWolfKrug-1.jpg' title="Grabstein / gravestone Wolf Austerlitz, 17/11/1868" data-rl_title="Grabstein / gravestone Wolf Austerlitz, 17/11/1868" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Wolf Austerlitz, 17/11/1868, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-78" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEausterlitzWolfKrug-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Wolf Austerlitz, 17/11/1868" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEausterlitzWolfKrug-1.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEausterlitzWolfKrug-1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11jFHEausterlitzMoritzSganL-1.jpg' title="Grabstein / gravestone Moritz Austerlitz, 31/10/1900" data-rl_title="Grabstein / gravestone Moritz Austerlitz, 31/10/1900" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Moritz Austerlitz, 31/10/1900, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-78" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11jFHEausterlitzMoritzSganL-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Moritz Austerlitz, 31/10/1900" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11jFHEausterlitzMoritzSganL-1.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11jFHEausterlitzMoritzSganL-1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Der Krug, oft auch <strong>Krug und Becken</strong>, ist ein Abstammungssymbol und das Symbol für Leviten und findet sich vor allem auf Grabsteinen, ganz selten nur, wie etwa in der Judengasse von Frankfurt am Main in Deutschland oder bei uns in Eisenstadt auch auf jüdischen Häusern. Angezeigt wird mit diesem Symbol, dass der Begrabene aus einer <strong>Leviten</strong>familie stammt. Häufig ist der Name oder der Namenszusatz dann auch <span class="hebrEA" dir="rtl">לוי \ הלוי</span> &#8220;<strong>Levi</strong>&#8221; oder &#8220;Ha-Levi&#8221; (&#8220;der Levite&#8221;) oder <span class="hebrEA" dir="rtl">סג&#8221;ל</span> &#8220;SEGA&#8217;L&#8221;, was eine hebräische Abkürzung ist und &#8220;sgan levija&#8221; &#8220;Vertreter der Leviten&#8221; bedeutet. </p>
<p>In unserem Beispiel: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/austerlitz-wolf-17-november-1868/">Wilhelm (Wolf ben Salman ha-Levi) Austerlitz</a>, gestoben 1868 und <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/austerlitz-moritz-31-oktober-1900/">Moritz Austerlitz</a>, gestorben 1900, beide begraben am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Ebenfalls ein Abstammungssymbol sind die <strong>segnenden Hände</strong> mit der charakteristischen Fingerhaltung: Daumen und Zeigefinger berühren sich, Ring- und kleiner Finger sind abgespreizt. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEcohenSamuel-1.jpg' title="Grabstein / gravestone Samuel Cohen, 05/01/1791" data-rl_title="Grabstein / gravestone Samuel Cohen, 05/01/1791" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Samuel Cohen, 05/01/1791, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-79" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEcohenSamuel-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Samuel Cohen, 05/01/1791" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEcohenSamuel-1.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEcohenSamuel-1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13jFHEkleinKarlKATZ-1.jpg' title="Grabstein / gravestone R. Karl Klein, 11/12/1930" data-rl_title="Grabstein / gravestone R. Karl Klein, 11/12/1930" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone R. Karl Klein, 11/12/1930, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-79" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13jFHEkleinKarlKATZ-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone R. Karl Klein, 11/12/1930" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13jFHEkleinKarlKATZ-1.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13jFHEkleinKarlKATZ-1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Das Symbol findet sich bei Angehörigen des <strong>Priester</strong>geschlechts (Beispiel: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/cohen-samuel-05-jaenner-1791/">Samuel Cohen</a>, gestorben 1791) oft mit dem Namen oder Beinamen <span class="hebrEA" dir="rtl">כהן</span> <strong>Kohen</strong>, Kohn oder Ka&#8217;tz. <span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8221;ץ</span> &#8220;Ka&#8217;tz&#8221; ist eine Abkürzung für &#8220;<strong>K</strong>ohen <strong>Z</strong>edek&#8221; &#8220;gerechter Priester&#8221; wie bei Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/klein-karl-11-dezember-1930/">Karl Klein</a> (gestorben 1930), hebräisch: Chaim Akiba Ka&#8217;tz, Zeile 6.</p>
<p>Der Vollständigkeit halber sei noch das dritte genuin jüdische Symbol genannt, das kein Abstammungssymbol ist und auch <em>keine</em> genealogische Relevanz hat: die <strong>Krone</strong> (<a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/spitzer-hindel-07-juli-1864/">Hindel Spitzer</a>, gestorben 07. Juli 1864): </p>
<p><figure id="attachment_8585" aria-describedby="caption-attachment-8585" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEspitzerHindelKRONE-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEspitzerHindelKRONE-1.jpg" alt="Grabstein / gravestone Hindel Spitzer, 07/07/1864" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8585" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEspitzerHindelKRONE-1.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEspitzerHindelKRONE-1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8585" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Hindel Spitzer, 07/07/1864,  älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Obwohl immer wieder behauptet wird, dass das Symbol der Krone wirtschaftliche Besserstellung anzeigt, ist das schlichtweg falsch. Denn in Pirke Avot, in den &#8220;Sprüchen der Väter&#8221; lesen wir:</p>
<blockquote><p>Drei Kronen gibt es: Die Krone der Tora, die Krone der Priesterwürde und die Krone des Königtums; die Krone des guten Namens aber übertrifft sie alle.</p></blockquote>
<p>Das Symbol der Krone ist in den meisten Fällen das Symbol für den &#8220;guten Namen&#8221;, den &#8220;guten Ruf&#8221; der oder des Verstorbenen! Meist finden wir in der Inschrift noch: <span class="hebrEA" dir="rtl">נפטר בשם טוב</span> &#8220;Sie / er starb mit gutem Ruf&#8221;. Mit wirtschaftlicher Besserstellung hat die Krone jedenfalls nichts zu tun.</p>
<p>Und dass ich nicht vergesse: Hebräisch lesen wir von rechts nach links und es gibt als Buchstaben nur Konsonanten, keine Vokale!</p>
<h3><a id="einleitung" name="einleitung"></a>Einleitungsformel</h3>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEhessPesselPT.jpg' title="Grabstein / gravestone Pessel Hess, 07/02/1867" data-rl_title="Grabstein / gravestone Pessel Hess, 07/02/1867" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Pessel Hess, 07/02/1867, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-80" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEhessPesselPT.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Pessel Hess, 07/02/1867" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEhessPesselPT.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEhessPesselPT-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16aFHEjesajabElieser1707PN.jpg' title="Grabstein / gravestone Jesaja ben Elieser, 19/12/1707" data-rl_title="Grabstein / gravestone Jesaja ben Elieser, 19/12/1707" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Jesaja ben Elieser, 19/12/1707, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-80" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16aFHEjesajabElieser1707PN.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Jesaja ben Elieser, 19/12/1707" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16aFHEjesajabElieser1707PN.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16aFHEjesajabElieser1707PN-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Sehr weit oben in der Inschrift, meist nach dem Symbol (wenn eines vorhanden ist), findet sich die sogenannte Einleitungsformel, die fast immer aus 2 Buchstaben mit Abkürzungsstrichen zwischen den beiden Buchstaben besteht: <span class="hebrEA" dir="rtl">פ&#8221;נ</span> P&#8221;N &#8220;po nitman&#8221; und bei Frauen &#8220;po nitmenet&#8221;, oder <span class="hebrEA" dir="rtl">פ&#8221;ט</span> P&#8221;T &#8220;po tamun&#8221; und bei Frauen &#8220;po tmuna&#8221;, &#8220;hier ist begraben&#8221;, &#8220;hier ist geborgen&#8221;. Nur sehr selten finden wir diese Einleitungsformel ausgeschrieben! Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied in der Bedeutung zwischen P&#8221;N&#8221; und P&#8221;T, aber am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt habe ich 2015 eine Entdeckung gemacht, die ich von anderen jüdischen Friedhöfen, zumindest in dieser Klarheit, noch nicht kannte: dass P&#8221;N fast ausschließlich für Männer, P&#8221;T für Frauen verwendet wurde. Es müsste aussagekräftige Statistiken zum Thema geben, damit bereits die Einleitungsformel eindeutige genealogische Relevanz bekommen könnte, also dass wir, zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit, gleich wissen, ob hier eine Frau oder ein Mann begraben ist.</p>
<p>Am berühmtesten Grab des älteren jüdischen Friedhofes in Eisenstadt, am Grab des ersten Rabbiners der Gemeinde, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/eisenstadt-meir-07-juni-1744/">Meir Eisenstadt</a>, gestorben 1744, finden wir die Einleitungsformel zum Beispiel ausgeschrieben <span class="hebrEA" dir="rtl">פה נטמן</span> &#8220;po nitman&#8221;, &#8220;Hier ist begraben&#8221;:</p>
<p><figure id="attachment_8575" aria-describedby="caption-attachment-8575" style="width: 1899px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17aFHEeisenstadtMEIR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17aFHEeisenstadtMEIR.jpg" alt="Grabstein / gravestone R. Meir Eisenstadt, 07/06/1744" width="1899" height="2533" class="size-full wp-image-8575" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17aFHEeisenstadtMEIR.jpg 1899w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17aFHEeisenstadtMEIR-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1899px) 100vw, 1899px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8575" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone R. Meir Eisenstadt, 07/06/1744, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Auf tausenden Grabsteinen im italienischen Raum finden wir eine etwas andere Einleitungsformel, auch eine Abkürzung mit zwei Buchstaben, aber <span class="hebrEA" dir="rtl">פ&#8221;ש</span> P&#8221;SCH, oder ausgeschrieben: <span class="hebrEA" dir="rtl">פה שוכב</span> &#8220;po schochev&#8221;, &#8220;Hier ruht&#8221;:</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18FHTromaninCarlaNSH.jpg' title="Grabstein / gravestone Carla Romanin, 27/11/1874" data-rl_title="Grabstein / gravestone Carla Romanin, 27/11/1874" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Carla Romanin, 27/11/1874, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery Triest" data-rel="lightbox-gallery-81" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18FHTromaninCarlaNSH.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Carla Romanin, 27/11/1874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18FHTromaninCarlaNSH.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18FHTromaninCarlaNSH-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19FHTluzzattoMoiseDavid.jpg' title="Grabstein / gravestone Moise David Luzzatto, 21/11/1873" data-rl_title="Grabstein / gravestone Moise David Luzzatto, 21/11/1873" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Moise David Luzzatto, 21/11/1873, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery Triest" data-rel="lightbox-gallery-81" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19FHTluzzattoMoiseDavid.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Moise David Luzzatto, 21/11/1873" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19FHTluzzattoMoiseDavid.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19FHTluzzattoMoiseDavid-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Und damit kommen wir zum sicher wichtigsten Element der hebräischen Grabinschrift:<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="name" name="name"></a>Der Name</h3>
<p>Grundsätzlich: In hebräischen Grabinschriften ist immer und ausschließlich der hebräische Name (oder Synagogalname) angegeben, und zwar sowohl von Frauen als auch von Männern. Es wird <em>nie</em> der bürgerliche Name angegeben. In jüngeren Inschriften finden wir den bürgerlichen Namen gelegentlich als Zusatz in deutscher oder ungarischer Sprache, aber eben nie in der hebräischen Inschrift (Beispiele: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/hirsch-taube-04-oktober-1936/">Antonia (Taube) Hirsch</a>, 04. Oktober 1936, jüdischer Friedhof Mattersburg, und <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/spitzer-charlotte-05-juni-1914/">Charlotte (Schwarzl) Spitzer</a>, 05. Juni 1914, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt):</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22FHMhirschTaube.jpg' title="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936" data-rl_title="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936, jüdischer Friedhof Mattersburg / Jewish cemetery Mattesburg" data-rel="lightbox-gallery-82" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="505" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22FHMhirschTaube.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte.jpg' title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" data-rl_title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-82" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Wir finden also in der hebräischen Inschrift nie &#8220;Charlotte&#8221;, sondern etwa &#8220;Schwarzl&#8221;, nie &#8220;Antonia&#8221;, sondern etwa &#8220;Taube&#8221; und nie &#8220;Armin&#8221;, sondern z.B. &#8220;Mordechai Zvi&#8221;.</p>
<p>Der Name eines Mannes setzt sich praktisch immer zusammen aus seinem Vornamen und dem Namen seines Vaters, z.B. <span class="hebrEA" dir="rtl">דוד בן\בר יעקב</span> &#8220;David ben/bar Jakob&#8221;, David, der Sohn von Jakob (siehe <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/stroh-david-11-maerz-1905/">David Stroh</a>, gestorben 11. März 1905, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt):</p>
<p><figure id="attachment_8578" aria-describedby="caption-attachment-8578" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22jFHEstrohDavidBEN.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22jFHEstrohDavidBEN.jpg" alt="Grabstein / gravestone David Stroh, 11/03/1905" width="1280" height="1919" class="size-full wp-image-8578" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22jFHEstrohDavidBEN.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22jFHEstrohDavidBEN-768x1151.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8578" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone David Stroh, 11/03/1905, jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Der Name einer Frau setzt sich zusammen aus ihrem Vornamen und dem Namen ihres Vaters, bei verheirateten Frauen wird in der Neuzeit ergänzt oder ersetzt durch den Namen des Ehemanns, z.B. <span class="hebrEA" dir="rtl">רבקה בת משה אשת שמואל</span> &#8220;Rivka bat Mosche, eschet Schmu&#8217;el, Rebekka, Tochter des Mose, Ehefrau des Samuel&#8221;, oder eben auch, wie im Bildbeispiel <span class="hebrEA" dir="rtl">אלמנת כה&#8217; נתן הירש</span> &#8220;almanat Natan Hirsch&#8221;, Witwe des Natan Hirsch (Zeile 4):</p>
<p><figure id="attachment_8579" aria-describedby="caption-attachment-8579" style="width: 550px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23FHMhirschTaubeAlmanat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23FHMhirschTaubeAlmanat.jpg" alt="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936" width="550" height="872" class="size-full wp-image-8579" /></a><figcaption id="caption-attachment-8579" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Mattersburg</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Der Name &#8220;Taube&#8221; ist natürlich nicht biblisch. Da Frauen nicht so wie die Männer in der Synagoge aufgerufen wurden (bei Frauen sprechen wir daher nur von hebräischem, nicht aber vom synagogalen Namen!), musste eine Frau auch keinen religiösen Namen haben. Selbstverständlich finden wir aber auch bei Frauen biblische Namen, vor allem die der vier Erzmütter Sara, Rivka (Rebekka), Rachel und Lea. </p>
<p>Die hebräischen Wörter, die wir dazu benötigen, sind einfach: <span class="hebrEA" dir="rtl">בן</span> &#8220;ben&#8221; für Sohn und <span class="hebrEA" dir="rtl">בת</span> &#8220;bat&#8221; für Tochter. <span class="hebrEA" dir="rtl">אשת</span> &#8220;eschet&#8221; heißt &#8220;Ehefrau von&#8221; und <span class="hebrEA" dir="rtl">אלמנת</span> &#8220;almanat&#8221; heißt &#8220;Witwe von&#8221;. Also &#8220;Rebekka, Tochter des Mose&#8221;, heißt Hebräisch: <span class="hebrEA" dir="rtl">רבקה בת משה</span> &#8220;Rivka bat Mose&#8221; und &#8220;Sara, die Ehefrau von Abraham&#8221; heißt auf Hebräisch: <span class="hebrEA" dir="rtl">שרה אשת אברהם</span> &#8220;Sara eschet Avraham&#8221; und &#8220;Kressel, die Witwe von Mose&#8221; heißt <span class="hebrEA" dir="rtl">קרעסל אלמנת משה</span> &#8220;Kressel almanat Mose&#8221;.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24jFHEbreuerKatharina.jpg' title="Grabstein / gravestone Katharina (Kressel) Breuer, 25/10/1897" data-rl_title="Grabstein / gravestone Katharina (Kressel) Breuer, 25/10/1897" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Katharina (Kressel) Breuer, 25/10/1897, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-83" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24jFHEbreuerKatharina.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Katharina (Kressel) Breuer, 25/10/1897" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24jFHEbreuerKatharina.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24jFHEbreuerKatharina-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25jFHEspitzerCharlotteESCHET.jpg' title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" data-rl_title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-83" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25jFHEspitzerCharlotteESCHET.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25jFHEspitzerCharlotteESCHET.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25jFHEspitzerCharlotteESCHET-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Grabinschrift <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/breuer-katharina-25-oktober-1897/">Katharina (Kressel) Breuer</a>, gestorben 25. Oktober 1897: <span class="hebrEA" dir="rtl">קרעסל אלמנת &#8230; משה אל&#8221; ברייער &#8230; בת &#8230; מרדכי שלעזינגער</span> &#8220;Kressel, almanat &#8230; Mose Eli(jahu) Breuer &#8230;, bat &#8230; Mordechai Schlesinger&#8221;, &#8220;Kressel, Witwe des Mose Elias Breuer, Tochter des Mordechai Schlesinger&#8221;.</p>
<p>In der Inschrift von Charlotte Spitzer lesen wir: <span class="hebrEA" dir="rtl">שווארצל &#8230; אשת &#8230; ליב שפיטצער הלוי</span> &#8220;Schwarzl, eschet Löb Spitzer ha-Levi&#8221;, &#8220;Schwarzl, Ehefrau des Löb Spitzer Halevi&#8221;. Wir sehen also am Namenszusatz, dass er dem Levitenstamm angehört! Und auch &#8220;Schwarzl&#8221;, der hebräische Name von Frau Spitzer, ist natürlich nicht biblisch.</p>
<p>Der Grabstein von Charlotte Spitzer ist aber auch deshalb besonders interessant, weil wir einen Zusatz in deutscher Sprache haben, auf dem ihr Sterbealter (67 Jahre) und sowohl Geburts- als auch Sterbedatum vermerkt sind! Aber in der deutschen Inschrift ist ihr Ehemann nicht vermerkt, diese zweifelsohne bedeutende genealogische Information finden wir nur in der hebräischen Inschrift! </p>
<p>Für Genealogen wichtig ist es zu wissen, dass grundsätzlich &#8210; bis heute &#8210; der Brauch bei <em>aschkenasischen</em> Juden gilt, das Kind nach einem <em>verstorbenen</em> Verwandten zu nennen. Dann sollte es aber auch der Name eines Verstorbenen sein, der nicht in jungen Jahren oder eines unnatürlichen Todes starb. Ein Brauch, der den Namen und die Erinnerung lebendig halten soll. Zudem ist es für den Verstorbenen eine große Ehre, denn die Seele kann durch die guten Taten, die der Namensvetter vollbringt, eine höhere Stufe erreichen.</p>
<p>Darauf können wir uns im Normalfall auch wirklich verlassen. Nur sehr selten finden wir in Inschriften etwa &#8220;Issachar bar Issachar&#8221; oder &#8220;Mosche ben Mosche&#8221;, also dass der Sohn genauso wie der Vater heißt. Das könnte darauf hindeuten, dass der Vater kurz vor der Geburt des Sohnes starb! </p>
<p><em>Sefardische</em> Juden wiederum geben ihren Kindern den Namen eines noch <em>lebenden</em> Verwandten. Sie halten sich dabei an den Talmud, der von einem Kind berichtet, das nach Rabbi Natan genannt wurde, als dieser noch lebte (babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 134a).</p>
<p>Wie aber finden Sie nun, wenn Sie nicht oder kaum Hebräisch können, den Namen in einer hebräischen Inschrift? Ich sehe vor allem drei Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li>Der Name ist <strong>größer</strong> als der Rest der Inschrift geschrieben, das sehen wir sehr schön in der Inschrift von Charlotte Schwarzl Spitzer (Zeile 5). Mit anderen Worten: Sie benötigen eine Liste mit den hebräischen Buchstaben und können im Regelfall den Namen problemlos lesen. Alle Buchstaben mit ihren Zahlenwerten finden Sie selbstverständlich in der zum Download bereitgestellten pdf-Datei: <a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/alefbetDeutsch.pdf">Alefbet (hebräische Buchstaben), Zahlenwerte, Namensbeispiele (pdf, 87KB)</a>.</li>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<li>Der <strong>Segenswunsch</strong> nach dem Namen: &#8220;Wie das Amen im Gebet&#8221; folgt hinter dem Namen eines Verstorbenen / einer Verstorbenen der Segenswunsch <span class="hebrEA" dir="rtl">עליו \ עליה השלום</span>, &#8220;auf ihm/ihr sei Friede&#8221;, <span class="hebrEA" dir="rtl">נוחו עדן</span> &#8220;seine Wonne / Ruhe möge im Garten Eden sein&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">ז&#8221;ל</span> &#8220;sein / ihr Andenken möge bewahrt werden&#8221;, bei besonders Gelehrten <span class="hebrEA" dir="rtl">זצ&#8221;ל</span> &#8220;das Andenken des Gerechten möge bewahrt werden&#8221; o.ä.
<p>Auch in der Inschrift von Charlotte Spitzer finden wir nach dem Namen den Segenswunsch <span class="hebrEA" dir="rtl">עליה השלום</span> &#8220;auf ihr sei Friede&#8221;, nach dem Namen ihres Ehemanns: <span class="hebrEA" dir="rtl">עליו  השלום</span> &#8220;auf ihm sei Friede&#8221;.</p>
<p>Noch ein Beispiel, der Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/janowitz-johanna-05-september-1902/">Johanna (Lea Chana) Janowitz</a>, gestorben 1902, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt:</p>
<p><figure id="attachment_8583" aria-describedby="caption-attachment-8583" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26jFHEjanowitzJohanna.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26jFHEjanowitzJohanna.jpg" alt="Grabstein / gravestone Johanna (Lea Chana) Janowitz, 05/09/1902" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8583" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26jFHEjanowitzJohanna.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26jFHEjanowitzJohanna-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8583" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Johanna (Lea Chana) Janowitz, 05/09/1902, jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Hier finden wir sowohl den Namen der Verstorbenen &#8220;Lea Chana Janowitz&#8221; (Zeile 4 und 5), als auch den Namen ihres Ehemanns &#8220;Jakob Janowitz&#8221; (Zeile 7) größer geschrieben und Sie finden nach den beiden Namen jeweils zwei verschiedene Segenswünsche: <span class="hebrEA" dir="rtl">נ&#8221;ע</span> &#8220;Ihre Wonne / Ruhe möge im Garten Eden sein&#8221; nach <em>ihrem</em> Namen, und <span class="hebrEA" dir="rtl">ז&#8221;ל</span> &#8220;sein Andenken möge bewahrt werden&#8221; nach <em>seinem</em> Namen.</p>
<p>Auch hier gilt für die Praxis: Halten Sie Ausschau nach den Segenwünschen, es sind in der Regel nur zwei bis drei, die am häufigsten vorkommen und Sie können mit Sicherheit davon ausgehen, dass <em>davor</em> der Name steht! Die wichtigsten Segenswünsche finden Sie in der zum Download bereitgestellten pdf-Datei: <a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/phrasenDeutsch.pdf">phrasenDeutsch.pdf (99KB)</a>.</li>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<li>Neben dem größer geschriebenen Buchstaben und dem Segenswunsch nach dem Namen gibt es sehr oft noch eine dritte Möglichkeit, den Namen in einer hebräischen Inschrift zu erkennen: das sogenannte <strong>Akrostichon</strong>!
<p>Einleitungsformel, Name und Sterbedatum sind in einer Inschrift oft ergänzt durch einen oft auffällig langen Teil, den wir Eulogie nennen, also Lob oder Lobrede. Auf die Eulogie werde ich gleich noch genauer eingehen, im Moment reicht es zu wissen, dass wir in diesem Abschnitt oft die ersten Buchstaben mancher Zeilen oder auch aller Zeilen größer geschrieben sehen oder auch einfach besonders markiert, also etwa mit Punkten über den Buchstaben.</p>
<p>Bleiben wir bei unserem Beispiel des Grabsteins der Charlotte Schwarzl Spitzer:</p>
<figure id="attachment_21405" aria-describedby="caption-attachment-21405" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte.jpg" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914,  jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-21405" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/08/21jFHEspitzerCharlotte-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21405" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914,  jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Hier sehen Sie die Anfangsbuchstaben aller Zeilen der Eulogie deutlich größer geschrieben. Lesen wir nun diese Buchstaben von oben nach unten, ergeben sie den hebräischen Vornamen der Verstorbenen: <span class="hebrEA" dir="rtl">שווארצל</span> &#8220;Schwarzl&#8221;! Das nennt man Akrostichon.</p>
<p>Ähnlich bei unserem anderen Beispiel, dem Grabstein von Johanna Janowitz:</p>
<p><figure id="attachment_8588" aria-describedby="caption-attachment-8588" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28jFHEjanowitzJohannaAkrostichon.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28jFHEjanowitzJohannaAkrostichon.jpg" alt="Grabstein / gravestone Johanna (Lea Chana) Janowitz, 05/09/1902" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8588" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28jFHEjanowitzJohannaAkrostichon.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28jFHEjanowitzJohannaAkrostichon-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8588" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Johanna (Lea Chana) Janowitz, 05/09/1902, jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Hier sehen Sie sowohl größer geschriebene Anfangsbuchstaben in den ersten 3 Zeilen von oben nach unten als auch in Zeile 4 der Eulogie. Zusätzlich finden sich über allen größer geschriebenen Buchstaben auch Punkte. Also sehen wir zweimal den Vornamen <span class="hebrEA" dir="rtl">לאה</span> Lea und einmal den zweiten Vornamen <span class="hebrEA" dir="rtl">חנה</span> Chana, ein Akrostichon senkrecht und zwei Akrostycha waagrecht.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><figure id="attachment_8589" aria-describedby="caption-attachment-8589" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEschlesingerChajaAkrostichon.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEschlesingerChajaAkrostichon.jpg" alt="Grabstein / gravestone Chaja Schlesinger, 18/03/1777" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8589" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEschlesingerChajaAkrostichon.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEschlesingerChajaAkrostichon-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8589" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Chaja Schlesinger, 18/03/1777, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Dieser Grabstein gehört <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-chaja-18-maerz-1777/">Chaja Schlesinger</a>, die 1777 verstarb und am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben ist.</p>
<p>Wenn Sie vor einem solchen Grabstein stehen, dessen Inschrift schwer oder zum Teil sogar gar nicht mehr lesbar ist, haben Sie, aber auch ich, auf den ersten Blick wenig Chancen, Name und Sterbedatum zu finden. Die fraglichen Daten finden sich in den ersten Zeilen im Rundbogen und sind kaum mehr zu lesen. Aber wir sehen &#8210; mit mittlerweile geschultem Auge &#8210; das Akrostichon, das zudem noch ganz gut lesbar ist und uns den Namen verrät: <span class="hebrEA" dir="rtl">חיה יפה</span> &#8220;Chaja Jafe&#8221;. Sie war übrigens Haushälterin und ihr 6 Jahre früher verstorbener Mann Isak Buchhalter bei seinem Vater, der niemand geringerer war als Marx Schlesinger (Mordechai ben Moses Margulies). Dieser hatte schon im Wiener Ghetto eine geachtete Stellung eingenommen und war 1683 von polnischen Soldaten ermordet worden. Angemerkt sei noch, dass das hebräische Wort &#8220;Jafe&#8221; auf Deutsch &#8220;schön&#8221;  bedeutet und spätere Familienangehörige in den Matrikenbüchern unter &#8220;Schön&#8221; zu finden sind.
</li>
</ul>
<p>Apropos Matrikenbücher, insbesondere Geburtsbücher: </p>
<p>Den hebräischen Namen finden wir nicht nur in hebräischen Grabinschriften, sondern sehr häufig auch in Geburtsbüchern.</p>
<p><figure id="attachment_8550" aria-describedby="caption-attachment-8550" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887.jpg" alt="Geburtsbuch / birth book Deutschkreutz 1887" width="1920" height="1541" class="size-full wp-image-8550" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887-768x616.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8550" class="wp-caption-text">Geburtsbuch / birth book Deutschkreutz 1887</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>(Die hebräischen Vornamen von oben nach unten: Mose, Chana, Mose, Chajim Zvi, Bella/Bila, Sanwel, Berl, Mirjam, Sanwel, Josef)</p>
<p>Da der hebräische Name für die genealogische Forschung oft das Zünglein an der Waage sein kann, möchte ich dafür plädieren, dass bei der Indizierung von Geburtsbüchern auch der hebräische Name indiziert wird! Das wäre besonders dann eine große Hilfe, wenn wir zum Beispiel ein bestimmtes Grab auf einem jüdischen Friedhof mit hebräischen Inschriften suchen.</p>
<p>Zurück zu den Grabinschriften und zum Namen:</p>
<p>Der Name wird meist eingeleitet durch die Angabe des Status des oder der Verstorbenen: &#8220;Das Kind&#8221;, &#8220;der Knabe&#8221;, &#8220;das Mädchen&#8221;, &#8220;der Junggeselle&#8221;, &#8220;die junge Frau&#8221;, &#8220;die Witwe&#8221;, &#8220;der Greis&#8221; usw. Fast ausschließlich bei Männern kommt zusätzlich noch ein Titel, der vor allem die Funktion innerhalb der Gemeinde beschreibt: der sehr verehrte Herr, der Toragelehrte, der Erhabene, der MORENU = unser Lehrer und Meister usw.</p>
<p>Besondere Vorsicht ist geboten bei den Wörtern <span class="hebrEA" dir="rtl">הבחור</span> &#8220;ha-bachur&#8221;, &#8220;der Junggeselle&#8221;, &#8220;der unverheiratete Mann&#8221;. Als &#8220;Bachur&#8221; kann aber auch ein 60jähriger Mann bezeichnet werden, der nicht verheiratet war! &#8220;Bachur&#8221; alleine ist also zunächst eine Status-Bezeichnung und keine Altersangabe! Hingegen ist <span class="hebrEA" dir="rtl">הבחור החשוב</span>  wörtlich &#8220;der bedeutende Junggeselle&#8221; immer ein junger unverheirateter Mann! Im Volksmund heißt es &#8220;chaschuv bachurl&#8221; und bezeichnet schlechthin einen gelehrten Jüngling!</p>
<p>Ähnlich bei unverheirateten Frauen: <span class="hebrEA" dir="rtl">הבתולה</span> &#8220;ha-betula&#8221; ist die <em>unverheiratete</em> Frau, egal welchen Alters sie ist!  Hingegen meint das hebräische Wort </span>העלמה</span> &#8220;ha-alma&#8221; immer eine wirklich <em>junge</em> (unverheiratete) Frau!</p>
<p>In meiner Präsentation werde ich aus Zeitgründen jetzt nicht näher auf diese Statusangaben eingehen, Sie finden aber genügend oft vorkommende Beispiele in der zum Download bereitgestellten pdf-Datei: <a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/phrasenDeutsch.pdf">phrasenDeutsch.pdf (99KB)</a>.</p>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_1.jpg' title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rl_title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rel="lightbox-gallery-84" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="735" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_1.jpg 1240w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_1-768x940.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_2.jpg' title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rl_title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rel="lightbox-gallery-84" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="721" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_2.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_2.jpg 1240w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_2-768x923.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_3.jpg' title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rl_title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rel="lightbox-gallery-84" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="736" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_3.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_3.jpg 1240w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_3-768x943.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_4.jpg' title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rl_title="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" data-rel="lightbox-gallery-84" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="702" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_4.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Einleitungsformeln, Status- und Altersangaben, Segenswünsche" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_4.jpg 1240w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/phrasenDeutsch_4-768x898.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Noch einmal der beeindruckende Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/theben-resl-21-april-1755/">Resl Theben-Nassau</a>, gestorben 1755, begraben in Mattersdorf / Mattersburg:</p>
<p><figure id="attachment_8592" aria-describedby="caption-attachment-8592" style="width: 950px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31FHMThebenRAkrostichon.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31FHMThebenRAkrostichon.jpg" alt="Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755" width="950" height="1213" class="size-full wp-image-8592" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31FHMThebenRAkrostichon.jpg 950w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31FHMThebenRAkrostichon-768x981.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8592" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755, Jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Mattersburg</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Bevor ich zum nächsten Thema komme, bitte beachten Sie auch die faszinierende Inschrift, die zu den eindrucksvollsten hebräischen Inschriften zählt &#8210; und sie gehört einer Frau! Und in der Inschrift vor allem das auffällig lange und ausführliche Akrostichon, das absolut alle Zeilen, immerhin 26 (!), der Eulogie umfasst:</p>
<blockquote><p>Rechte Spalte: <span class="hebrEA" dir="rtl">הרבנית מרת ריזל זל</span> Die Rabbinersgattin, Frau Resl, ihr Andenken möge bewahrt werden,  </p>
<p>linke Spalte: <span class="hebrEA" dir="rtl">בת הרר וואלף זל נס</span> Tochter des Herrn und Meisters Wolf, sein Andenken möge bewahrt werden, Nassau</p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="eulogie" name="eulogie"></a>Die Eulogie</h3>
<p>Ich habe die Eulogie vorhin erwähnt, die Lobrede auf die Verstorbene / den Verstorbenen. Sie ist in unserem Inschriften-&#8220;Formular&#8221; sozusagen der nächste, oft größte Teil der Inschrift. Allerdings gehören auch häufig anzufindende Attribute vor dem Namen wie &#8220;der gerechte Mann&#8221;, &#8220;die bescheidene Frau&#8221;, &#8220;der große Gelehrte&#8221; und Statusangaben streng genommen bereits zur Eulogie.</p>
<p>Sie wurde in meinem ersten Vortrag schwerpunktmäßig behandelt, weil wir in der Eulogie sehr häufig biografische und für Genealogen ausgesprochen wichtige Informationen finden, die die alltägliche genealogische Arbeit enorm erleichtern können oder eine effiziente Arbeit sogar erst möglich machen. </p>
<p>Die Eulogie, die das Ziel hat, den Verstorbenen in den Mittelpunkt zu rücken, ist nie eine 1:1-Abbildung des realen Lebens, schon gar nicht eine exakte Abbildung des bürgerlichen Lebens, und will auch nicht primär biografische Daten überliefern. Sie ist eine quasi idealtypische Schilderung des Lebenswandels und wird daher von Genealogen meist in ihrer Bedeutung unterschätzt.</p>
<p>Denn durch die Tatsache, dass der Lebenswandel zunehmend immer detailreicher beschrieben und erzählt wird, geraten wir unmittelbar in das Spannungsfeld zwischen hebräischer Grabinschrift und Matrikeneinträgen in deutscher oder ungarischer Sprache. Die &#8220;hohe Kunst&#8221;, wenn ich so sagen darf, besteht eben darin, die biografisch relevanten Informationen in den stereotyp und zitatenreich formulierten Texten zu &#8220;entdecken&#8221; und zu verstehen.</p>
<p>Damit Sie eine konkretere Vorstellung von einer Eulogie bekommen, möchte ich jene aus der Inschrift für <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/schoenberger-samuel-04-mai-1911/">Samuel Schönberger</a>, gestorben 1911, kurz zitieren:</p>
<p><figure id="attachment_8594" aria-describedby="caption-attachment-8594" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32jFHEschoenbergerSamuelEulogie-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32jFHEschoenbergerSamuelEulogie-1.jpg" alt="Grabstein / gravestone Samuel Schönberger, 04/05/1911" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8594" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32jFHEschoenbergerSamuelEulogie-1.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32jFHEschoenbergerSamuelEulogie-1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8594" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Samuel Schönberger, 04/05/1911, jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Sie beginnt in Zeile 7, unmittelbar nach dem – für Sie schön erkenntlichen – Segensspruch, der dem Namen des Verstorbenen folgt: Nataniel Schönberger, auf ihm sei Friede.</p>
<p>Danach die 4 Zeilen der Eulogie:</p>
<blockquote><p>7) Der jüngste Sohn des Verehrten und Prachtvollen,<br />
8) dessen Name durch seine Gerechtigkeit und Großzügigkeit bekannt war,<br />
9) des Herrn Samuel Niklo, auf ihm sei Friede. (<strong>Achtung: Das ist eine genealogisch relevante Information: Mit &#8220;Niklo&#8221; ist der heute ungarische Ort Fertöszenmiklos gemeint!</strong>)<br />
10) Er verstarb in hohem Alter, nachdem er gekommen war<br />
11) zu Kräften (<strong>Achtung: die nächste genealogisch relevante Information: „nachdem er zu Kräften gekommen war“, bedeutet, dass er ungefähr 80 Jahre alt war</strong>, weil wir lesen in Psalm 90,10 &#8220;Die Zeit unseres Lebens währt siebzig Jahre, wenn es hochkommt, achtzig.&#8221;</p></blockquote>
<p>Samuel Schönberger starb mit 79 Jahren.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Ich fasse zusammen: Es geht uns hier vor allem darum, dass Sie erkennen, <em>wo</em> in einer hebräischen Inschrift die Eulogie ist.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHESpitzerCharlotteEulogie.jpg' title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" data-rl_title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-85" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHESpitzerCharlotteEulogie.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHESpitzerCharlotteEulogie.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHESpitzerCharlotteEulogie-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEjacobiThereseEulogie.jpg' title="Grabstein / gravestone Therese (Resl) Jacobi, 18/10/1875" data-rl_title="Grabstein / gravestone Therese (Resl) Jacobi, 18/10/1875" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Therese (Resl) Jacobi, 18/10/1875, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-85" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEjacobiThereseEulogie.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Therese (Resl) Jacobi, 18/10/1875" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEjacobiThereseEulogie.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEjacobiThereseEulogie-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>In der Inschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/spitzer-charlotte-05-juni-1914/">Charlotte Spitzer</a> mehr oder weniger üblich im unteren Teil, in der Inschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/jacobi-therese-18-oktober-1875/">Therese Jacobi</a>, gestorben 1875 etwa gleich am Beginn! Wenn Sie die Eulogie rein von der Struktur erkennen können, wissen Sie, welchen Teil der Inschrift Sie geistig sozusagen ausklammern dürfen, um sich auf jene anderen Teile konzentrieren zu können, in denen Sie die besprochenen Elemente finden: Einleitungsformel, Name, Segenswunsch und &#8210; was uns jetzt noch fehlt als nach dem Namen wichtigstes Element, das<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="datum" name="datum"></a>Sterbedatum</h3>
<p>Vorweg muss angemerkt werden, dass das Sterbedatum überall in der Inschrift stehen kann, ganz oben, oft noch vor der Einleitungsformel, unter dem Namen oder auch in der Eulogie. Uns geht es heute darum, wie Sie auch ohne Hebräischkenntnisse gut erkennen können, wo in der Inschrift das Sterbedatum steht und wie Sie dieses ins bürgerliche Datum umrechnen können.</p>
<p>Das Sterbedatum wird in hebräischen Inschriften ausschließlich nach dem jüdischen Kalender angegeben. Das Datum wird nie in Zahlen, sondern immer mit hebräischen Buchstaben, die einen bestimmten Zahlenwert haben, angegeben. </p>
<p>Das hebräische Alefbet mit Zahlenwerten und Namensbeispielen finden Sie in der zum Download bereitgestellten pdf-Datei: <a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/alefbetDeutsch.pdf">alefbetDeutsch.pdf (87KB)</a>.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34kbuchstabenDEUTSCH_1-1.jpg' title="Hebräisches Alefbet / Hebrew Alefbet" data-rl_title="Hebräisches Alefbet / Hebrew Alefbet" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Hebräisches Alefbet / Hebrew Alefbet" data-rel="lightbox-gallery-86" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="721" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34kbuchstabenDEUTSCH_1-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hebräisches Alefbet / Hebrew Alefbet" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34kbuchstabenDEUTSCH_1-1.jpg 1240w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34kbuchstabenDEUTSCH_1-1-768x923.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34lbuchstabenDEUTSCH_2-1.jpg' title="Hebräisches Alefbet" data-rl_title="Hebräisches Alefbet" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Hebräisches Alefbet" data-rel="lightbox-gallery-86" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="715" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34lbuchstabenDEUTSCH_2-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hebräisches Alefbet" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34lbuchstabenDEUTSCH_2-1.jpg 1240w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34lbuchstabenDEUTSCH_2-1-768x915.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Sehen wir uns noch einmal die Inschrift von Charlotte Schwarzl Spitzer an:</p>
<p><figure id="attachment_8599" aria-describedby="caption-attachment-8599" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHR.jpg" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8599" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHR.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8599" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914,  jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Die gesamte Datumsangabe finden sie in den Zeilen 7 und 8, das Sterbejahr in Zeile 8. Zunächst geht es uns vor allem um das Sterbe<em>jahr</em> und zwar aus zwei Gründen: </p>
<ol>
<li>In der Praxis, wenn sie einen bestimmten Grabstein auf einem Friedhof mit hebräischen Grabinschriften suchen, wird es in den meisten Fällen reichen, wenn Sie das Sterbejahr eindeutig identifizieren können. </li>
<li>Das Sterbejahr ist in der Datumsangabe meist das am einfachsten zu lesende Element.</li>
</ol>
<p>Das Sterbejahr besteht meist aus drei Elementen:</p>
<p>(1) Das Wort für &#8220;Jahr&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">שנת</span> &#8220;schnat&#8221;, (2) die Buchstabenkombination, deren Zahlenwert das Sterbejahr ergibt und (3) danach drei Buchstaben, die immer dieselben Buchstaben sind.</p>
<p>Der Reihe nach:</p>
<p>Das Wort für Jahr &#8220;schnat&#8221; kann auch abgekürzt sein mit dem ersten Buchstaben also <span class="hebrEA" dir="rtl">ש&#8221;</span> &#8220;sch&#8221;.</p>
<p>Die Buchstabenkombination, deren Zahlenwert das Sterbejahr ergibt, ist in den meisten Fällen irgendwie gekennzeichnet, mit Punkten über den Buchstaben oder mit Anführungszeichen oder einfachen Strichen zwischen den Buchstaben. In unserem Beispiel sehen wir deutlich die Punkte über den vier Buchstaben. </p>
<p>Die drei Buchstaben nach dem Sterbejahr sind eine Abkürzung, die gekennzeichnet ist durch die Anführungszeichen! Zu lesen ist die Abkürzung <span class="hebrEA" dir="rtl">לפ&#8221;ק</span> als &#8220;lifrat katan&#8221;, was bedeutet &#8220;nach der kleinen Zeitrechnung&#8221;. </p>
<p>Die heute übliche jüdische Zeitrechnung geht von der Schöpfung der Welt aus und wird auf das Jahr 3.760 vor der christlichen Zeitrechnung angesetzt. Diese Zeitrechnung setzt sich nicht vor dem 11. Jahrhundert durch und hat sich bis heute erhalten. Die Umrechnung ist denkbar einfach:</p>
<p><figure id="attachment_8650" aria-describedby="caption-attachment-8650" style="width: 1240px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35kjuedischerKalender-monateDeutsch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35kjuedischerKalender-monateDeutsch.jpg" alt="Jüdischer Kalender, die jüdischen Monate" width="1240" height="1382" class="size-full wp-image-8650" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35kjuedischerKalender-monateDeutsch.jpg 1240w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35kjuedischerKalender-monateDeutsch-768x856.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8650" class="wp-caption-text">Jüdischer Kalender, die jüdischen Monate</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Wenn das Jahr &#8220;minus&#8221; 3.760 das jüdische Jahr Null ist, ist das jüdische Jahr 5.000 das bürgerliche Jahr 1240 (-3760+5000 =1240). Da Sie höchstwahrscheinlich selten in die Verlegenheit kommen werden, einen Grabstein zu finden mit einem Sterbedatum <em>vor</em> 1240, reicht es, wenn Sie sich 1240 als jüdisches Jahr 5000 merken.<br />
Nun benötigen Sie nur mehr eine Liste der hebräischen Buchstaben mit ihren Zahlenwerten (s.o.).</p>
<p><figure id="attachment_8601" aria-describedby="caption-attachment-8601" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHRK.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHRK.jpg" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914, Detail / detail" width="1600" height="341" class="size-full wp-image-8601" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHRK.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHESpitzerCharlotteJAHRK-768x164.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8601" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914,  jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, Detail / detail</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Jetzt müssen wir noch die Zahlenwerte der Buchstaben wissen: In der Inschrift von Charlotte Spitzer finden wir <span class="hebrEA" dir="rtl">ת</span> Taw = 400, <span class="hebrEA" dir="rtl">ר</span> Resch = 200, <span class="hebrEA" dir="rtl">ע</span> Ajin = 70 und <span class="hebrEA" dir="rtl">ד</span> Dalet = 4, was zusammengezählt 674 ergibt.</p>
<p>Charlotte Spitzer starb also im Jahr 674. Gemeint ist natürlich das Jahr 5674, aber der Tausender wird in den allermeisten Fällen nicht geschrieben. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich ein Kind war und Schulaufgaben machte, schrieb meine Mama das Datum darüber und schrieb statt 1974 nur 74. Und über die 74 machte sie einen Strich um anzuzeigen, dass es 1974 heißen sollte. Ähnlich ist es hier, die drei Buchstaben nach der Jahreszahl bedeuten, wie gesagt, &#8220;nach der kleinen Zeitrechnung&#8221;, also <em>ohne</em> 5.000!</p>
<p>Wollen wir wissen, welches jüdische Jahr derzeit ist, müssen wir nur 2019 minus 1240 rechnen und erhalten 779. Wir haben also jetzt das jüdische Jahr 5779 oder 779 &#8220;nach der kleinen Zeitrechnung&#8221;.</p>
<p>Hier der Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-triest/tolentino-colomba-16-oktober-1873/">Colombo Tolentino</a>, gestorben am 16. Oktober 1873, begraben am jüdischen Friedhof von Triest:</p>
<p><figure id="attachment_8607" aria-describedby="caption-attachment-8607" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36FHTtolentinoKolombaHE.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36FHTtolentinoKolombaHE.jpg" alt="Grabstein / gravestone Colombo Tolentino, 16/10/1873" width="1280" height="1920" class="size-full wp-image-8607" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36FHTtolentinoKolombaHE.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36FHTtolentinoKolombaHE-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8607" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Colombo Tolentino, 16/10/1873, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Triest</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Im italienischen Raum finden wir dagegen relativ häufig die Jahreszahl mit dem 5000er geschrieben: So starb Colombo Tolentino im Jahr 5634! 5000 wird mit dem Buchstaben <span class="hebrEA" dir="rtl">ה</span> &#8220;He&#8221; geschrieben, der den Zahlenwert &#8220;5&#8221; hat. </p>
<p>Nun werden die schnellen Kopfrechner unter Ihnen natürlich sofort einwenden, dass das nicht stimmt, weil 1240 und 634 natürlich 1874 ergibt und nicht 1873! Der Grund ist folgender:</p>
<p>Das jüdische Jahr beginnt im September/Oktober des bürgerlichen Jahres, am 1. Tischre! Daher liegen die Monate Tischre, Cheschwan, Kislew und teilweise Tevet immer schon im neuen jüdischen Jahr, aber noch im alten bürgerlichen Jahr. Da der Monat Tevet in den Dezember/Jänner fällt, kann das Datum entweder noch im Dezember des alten bürgerlichen Jahres oder im Jänner des neuen Jahres liegen. Und in der Inschrift von Colombo Tolentino lesen wir, dass sie im Monat <em>Tischre</em> (Zeile 6) verstarb, also noch im Jahr 1873, aber schon im &#8220;neuen&#8221; jüdischen Jahr 5634!</p>
<p>Unterschätzen Sie dieses Problem nicht! In der Praxis habe ich sehr häufig das schon erwähnte Problem, ein bürgerliches Sterbedatum zu wissen und auf einem großen jüdischen Friedhof mit hebräischen Inschriften den entsprechenden Grabstein suchen zu müssen. Und wenn das Sterbedatum Herbst 1873 ist, muss ich eben 634 und nicht 633 suchen. Wenn Sie das aber nicht wissen, ist die Chance den richtigen Grabstein zu finden gleich Null. Sozusagen ein klassisches Problem, das keines mehr ist, wenn man ein wenig Bescheid weiß. </p>
<p>Nun sind wir von der Jahreszahl ohnehin schon einen Schritt weiter gegangen zum Monat. Selbstverständlich finden Sie alle jüdischen Monatsnamen in der zum Download bereitgestellten pdf-Datei: <a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/zeitrechnung-monateDeutsch.pdf">zeitrechnung-monateDeutsch.pdf (83KB)</a>. Wenn Sie ein wenig Glück haben, können Sie den Monat in einer gut lesbaren Inschrift auch problemlos lesen. So etwa in der uns schon bekannten Inschrift von Charlotte Spitzer in Zeile 8:</p>
<p><figure id="attachment_8620" aria-describedby="caption-attachment-8620" style="width: 1536px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37jFHESpitzerCharlotteMonat-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37jFHESpitzerCharlotteMonat-1.jpg" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" width="1536" height="1452" class="size-full wp-image-8620" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37jFHESpitzerCharlotteMonat-1.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37jFHESpitzerCharlotteMonat-1-768x726.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8620" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914,  jüngerer  jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, Detail / detail</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Hier der jüdische Monat Siwan (Mai/Juni).</p>
<p>Und wenn wir schon so weit sind, fehlt uns nur noch der <em>Tag</em> im Monat, um das komplette Sterbedatum lesen zu können. </p>
<p>Da wir schon wissen, dass die Zahlen in hebräischen Inschriften immer mit hebräischen Buchstaben dargestellt werden, ist es recht simpel: wir brauchen einfach wieder nur die Zahlenwerte der Buchstaben. Hier <span class="hebrEA" dir="rtl">י</span> Jod = 10 und <span class="hebrEA" dir="rtl">א</span> Alef = 1 (Alef ist ja der erste Buchstabe des hebräischen Alef-Bets), also 11. Charlotte Spitzer starb also am 11. Siwan 674 und das war der 05. Juni 1914.</p>
<p>Ein Tipp aus der Praxis: Verwenden Sie am besten nicht eine Website, sondern eine gute Handy-App für die Umrechnung. Sowohl die Apps für Iphone (<a href="https://apps.apple.com/us/app/jewish-calendar-calj/id345650585">Jewish Calendar – CalJ</a>) als auch für Android (<a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lionscribe.hebdate&#038;hl=en_US">HebDate</a>) sind gratis, ausgezeichnet und Englisch!</p>
<p>Weiters ist, speziell für genealogische Belange, noch zu beachten, dass der jüdische Tag immer am Abend bei Sonnenuntergang beginnt. Wir haben daher sehr häufig den Fall, dass jemand zum Beispiel nach dem Sterbebuch am 13. Mai 1914 starb. Das war nach jüdischem Datum der 17. Ijjar 674. Allerdings ist im Sterbebuch vermerkt, dass der Tod um 23 Uhr eintrat. Damit haben wir als korrektes Sterbedatum bürgerlich den 13. Mai und jüdisch schon den 18. Ijjar. </p>
<p>Der Vollständigkeit halber und damit Sie nicht beim ersten Grabstein mit hebräischer Inschrift, den Sie lesen, gleich die &#8220;Flinte ins Korn werfen&#8221;, noch eine Anmerkung:</p>
<p>Ein sehr schönes Beispiel ist auch das Sterbedatum am Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schlesinger-samuel-16-mai-1835/">Samuel Schlesinger</a>, Samuel ben Moses Güns, Bruder des berühmten Rabbiners <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-der-geburtstag/">Akiba Eger</a>! Auch Samuel Schlesinger ist am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben. </p>
<p><figure id="attachment_8609" aria-describedby="caption-attachment-8609" style="width: 1279px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38aFHEschlesingerGuensSamuelJahr.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38aFHEschlesingerGuensSamuelJahr.jpg" alt="Grabstein / gravestone Samuel Guens-Schlesinger, 16/05/1835" width="1279" height="1706" class="size-full wp-image-8609" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38aFHEschlesingerGuensSamuelJahr.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38aFHEschlesingerGuensSamuelJahr-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8609" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Samuel Guens-Schlesinger, 16/05/1835, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>In Zeile 3 und 4 der hebräischen Inschrift lesen wir:</p>
<blockquote><p>Seine Seele ging hinweg in Reinheit im Monat Ijjar, in der Nacht zum heiligen Schabbat, zu Lag ba-Omer nach der Zahl (= Omerzählen) der Kinder Israel und wurde begraben am Sonntag, Lag ba-Omer nach der Zahl der Kinder Israel im Jahr 595.</p></blockquote>
<p>Wenn Sie nun Lag ba-Omer <span class="hebrEA" dir="rtl">לג בעומר</span> lesen können und wissen, dass Lag ba-Omer immer der 18. Ijjar ist, wissen Sie, dass Samuel Schlesinger am Freitagabend gestorben ist und am Sonntag begraben wurde.</p>
<p>Aber wie schon oben gesagt, das ist schon zumindest eine Schwierigkeitsstufe höher und für die wichtigsten Daten, die wir in einer hebräischen Inschrift finden wollen, auch nicht so dringend notwendig. Denn das Jahr (Zeile 5 und 6) können Sie in jedem Fall anstandslos lesen: <span class="hebrEA" dir="rtl">שנת תקצה לפק</span> &#8220;Schnat 595 nach der kleinen Zeitrechnung&#8221;: <span class="hebrEA" dir="rtl">ת</span> Taw = 400, <span class="hebrEA" dir="rtl">ק</span> Kof = 100, <span class="hebrEA" dir="rtl">צ</span> Zadi = 90 und <span class="hebrEA" dir="rtl">ה</span> He = 5, also 595 = 1835. Sowohl das <span class="hebrEA" dir="rtl">שנת</span> &#8220;schnat&#8221; in Zeile 5 als auch die drei Buchstaben <span class="hebrEA" dir="rtl">לפק</span> für &#8220;nach der kleinen Zeitrechnung&#8221; in Zeile 6 können Sie problemlos erkennen und daher die Jahreszahl schnell festmachen! Selbst auf einem Grabstein eines Mannes aus prominenter gelehrter Familie mit langem und nicht einfach zu übersetzenden Eulogie-Teil in der hebräischen Inschrift.</p>
<p>Sie sehen übrigens hier, dass die Einleitungsformel mit den beiden Buchstaben <span class="hebrEA" dir="rtl">פנ</span> (Pe und Nun) &#8220;Hier ist begraben&#8221; nicht ganz am Anfang der Inschrift, sondern erst nach dem Namen und dem Datum kommt, unmittelbar vor der Eulogie.</p>
<p>Damit kommen wir, wenn wir eine hebräische Inschrift von oben nach unten analysieren, zur letzten Einheit, zur Schlusseinheit, zur sogenannten<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="schlusseulogie" name="schlusseulogie"></a>Schlusseulogie</h3>
<p>Diese ist das Lob am Schluss der Inschrift, am Schluss der im Lobteil der Inschrift auf liebevolle und gelehrte Weise gehaltenen Zwiesprache mit dem Toten.<br />
Diese Schluss-Eulogie wird fast immer abgekürzt geschrieben mit den fünf Buchstaben <span class="hebrEA" dir="rtl">תנצבה</span> Taw, Nun, Zadi, Bet und He. Ausgeschrieben bilden sie den Satz <span class="hebrEA" dir="rtl">תהי נפשו \ נפשה צרורה בצרור החיים</span> &#8220;Seine / ihre Seele möge eingebunden sein im Bund / Bündel des Lebens&#8221;. Dieser schöne Satz ist eigentlich ein Zitat aus 1 Samuel 25,29, wo Abigail zu David sagt: &#8220;&#8230;so soll das Leben meines Herrn eingebunden sein im Bündlein der Lebendigen&#8230;&#8221;. Beispiel: Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/eidlitz-abraham-16-mai-1868/">Abraham Eidlitz</a>, gestorben, 16. Mai 1868, begraben am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt:</p>
<p><figure id="attachment_8619" aria-describedby="caption-attachment-8619" style="width: 1279px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEeidlitzAbrahamSchlussE.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEeidlitzAbrahamSchlussE.jpg" alt="Grabstein / gravestone Abraham Eidlitz, 16/05/1868" width="1279" height="1706" class="size-full wp-image-8619" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEeidlitzAbrahamSchlussE.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEeidlitzAbrahamSchlussE-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8619" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Abraham Eidlitz, 16/05/1868, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Naturgemäß findet sich der Schlusssegen, die Schluss-Eulogie am Schluss der Inschrift, zumindest in 99.9% aller hebräischen Inschriften. Eine der sicher wenigen Ausnahmen: Die Inschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/wertheimer-moses-18-juli-1713/">Moses ben Josef Wertheim</a>, gest. 1713, am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt. Er ist übrigens der Bruder des berühmten Hoffaktors und Rabbiners Samson Wertheimer! Die Schlusseulogie steht am Beginn der Inschrift! Sinnvolle Erklärung dafür habe ich aber leider nicht:</p>
<p><figure id="attachment_8611" aria-describedby="caption-attachment-8611" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40aFHEwertheimerMoseSchlussE.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40aFHEwertheimerMoseSchlussE.jpg" alt="Grabstein / gravestone Mose Wertheimer, 18/07/1713" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8611" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40aFHEwertheimerMoseSchlussE.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40aFHEwertheimerMoseSchlussE-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8611" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Mose Wertheimer, 18/07/1713, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Auf modernen jüdischen Grabsteinen finden sich in den letzten Jahrzehnten sehr oft nur mehr die Einleitungsformel und die Schlusseulogie als hebräisches Element in der Grabinschrift.</p>
<p>Auch ich komme zum Schluss meiner Präsentation.</p>
<p>Hebräische Grabinschriften zu bearbeiten, zu übersetzen und zu kommentieren, wird üblicherweise nicht als genealogische Arbeit gesehen. Bestenfalls als eine Art &#8220;Zuliefer-Arbeit&#8221; für die eigentliche Kernarbeit. Es wäre wünschenswert, dass der Stellenwert der hebräischen Inschrift ein wenig mehr in den <em>genealogischen</em>  Mittelpunkt rückt. </p>
<p>Zwei Beispiele mögen das illustrieren:</p>
<p>Als ich vor einiger Zeit nach Kroatien reiste und den <a href="https://der-transkribierer.at/en-passant/juedischer-friedhof-fiume-rijeka/">jüdischen Friedhof von Fiume / Rijeka</a> besuchte, fiel mir beim Betreten des Friedhofes ein sehr prominenter Grabstein auf: <a href="https://der-transkribierer.at/souvenirs/fiume/mattersdorfer-antonio-ernestina-alfredo-11-november-1910-22-oktober-1932-schoa-opfer/">Antonio und Ernestina Mattersdorfer</a> sind in Fiume begraben. Ihr Name ist der Name einer der heiligen jüdischen Sieben-Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes: Mattersdorf, das heutige Mattersburg. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/46FHfiumeMatteresdorferItalienisch.jpg' title="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932" data-rl_title="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Fiume/Rijeka" data-rel="lightbox-gallery-87" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/46FHfiumeMatteresdorferItalienisch.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/46FHfiumeMatteresdorferItalienisch.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/46FHfiumeMatteresdorferItalienisch-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/47FHfiumeMatteresdorferHEBR.jpg' title="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932" data-rl_title="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Fiume/Rijeka" data-rel="lightbox-gallery-87" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/47FHfiumeMatteresdorferHEBR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/47FHfiumeMatteresdorferHEBR.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/47FHfiumeMatteresdorferHEBR-768x1153.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Der Grabstein von Antonio und Ernestina hat auf der einen Seite eine italienische, auf der anderen Seite eine hebräische Inschrift. Bei beiden finden wir in der italienischen Inschrift nur das Geburts- und Sterbe<em>jahr</em>, kein genaues Datum und keine Erwähnung ihrer Eltern. </p>
<p>Alle diese genealogisch wichtigen Daten finden wir nur in der &#8210; übrigens sehr schönen &#8210; hebräischen Inschrift. Und nur diese hebräische Inschrift machte es uns möglich, die Herkunft von Antonio Elchanan Mattersdorfer, seine Eltern und seine Geschwister im Südburgenland zu finden:</p>
<p><figure id="attachment_8614" aria-describedby="caption-attachment-8614" style="width: 4160px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/48MattersdorferElkanGeburtsbuch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/48MattersdorferElkanGeburtsbuch.jpg" alt="Geburtsbuch / birth book Elkan Mattersdorfer, 1854" width="4160" height="856" class="size-full wp-image-8614" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/48MattersdorferElkanGeburtsbuch.jpg 4160w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/48MattersdorferElkanGeburtsbuch-768x158.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 4160px) 100vw, 4160px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8614" class="wp-caption-text">Geburtsbuch / birth book Elkan Mattersdorfer, 1854</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Denn selbstverständlich finden wir in den Geburtsmatriken von Schlaining nur den hebräischen Namen: Elchanan oder Elkan <span class="hebrEA" dir="rtl">אלחנן</span> (und Vater: Hebräisch: Seev <span class="hebrEA" dir="rtl">זאב</span>, Geburtsbuch: Wolf!) Mit &#8220;Antonio&#8221; wie wir in der italienischen Inschrift lesen, wären wir nicht weitergekommen!</p>
<p>Wirklich erfreulich ist, dass Sie jetzt, so wie ich es versprochen habe, nach etwa einer halben Stunde die wichtigsten für genealogische Belange hebräische Elemente erkennen können:  Die Einleitungsformeln, die Schlusseulogien, das Sterbedatum, zumindest das Sterbejahr (wenn auch bei beiden Jahreszahlen ohne die drei nachgestellten Buchstaben &#8220;nach der kleinen Zeitrechnung&#8221;) und den hebräischen Namen sowie die Namen der Väter der Verstorbenen:</p>
<p><figure id="attachment_8615" aria-describedby="caption-attachment-8615" style="width: 1279px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/49FHfiumeMatteresdorferHEBR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/49FHfiumeMatteresdorferHEBR.jpg" alt="Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932" width="1279" height="1920" class="size-full wp-image-8615" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/49FHfiumeMatteresdorferHEBR.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/49FHfiumeMatteresdorferHEBR-768x1153.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8615" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Antonio / Ernestina Mattersdorfer, 1910 / 1932, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Fiume/Rijeka</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Wir kommen noch einmal, zum letzten Mal, zum Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/theben-resl-21-april-1755/">Resl Theben-Nassau</a> zurück:</p>
<p><figure id="attachment_8616" aria-describedby="caption-attachment-8616" style="width: 950px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/50FHMThebenResl.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/50FHMThebenResl.jpg" alt="Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755" width="950" height="1213" class="size-full wp-image-8616" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/50FHMThebenResl.jpg 950w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/50FHMThebenResl-768x981.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8616" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Resl Theben, 21/04/1755, Jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Mattersburg</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Über das faszinierende Akrostichon haben wir schon gesprochen, die Abkürzung &#8220;nach der kleinen Zeitrechnung&#8221; können wir am Ende des Rundbogens und die Schlusseulogie am Ende der Inschrift problemlos erkennen. Die Inschrift von Resl Theben-Nassau ist ausgesprochen komplex, allein die Eulogie rund um ihren Namen und ihre Abstammung macht 4 lange Zeilen aus. </p>
<p>Ich habe aber diesen Grabstein für den Schluss gewählt, weil die hebräische Inschrift der einzige bekannte Zeuge für Resl Theben-Nassaus Tod ist, für ihr genaues Sterbedatum, das übrigens ausgesprochen weise und tief in der biblischen Tradition verwurzelt formuliert ist. </p>
<p>Die hebräische Grabinschrift als einzige und verlässliche Primärquelle für die genealogische Forschung. Ich habe den Grabstein im Dezember 2014 online publiziert. Auf <a href="https://www.geni.com/people/Resel-Theben/6000000002765110355">geni.com</a> finden wir bei Resel Theben Nassau kein Sterbedatum und keinen Sterbeort. Moderator ist Randy Schoenberg und Randy, du bist in bester Gesellschaft! Denn niemand Geringerer als der Bibliothekar der Israeltischen Kultusgemeinde Wien, Dr. Bernhard Wachstein, dem wir die bahnbrechenden Publikationen zum jüdischen Friedhof in der Seegasse in Wien und den älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt Anfang des 20. Jahrhunderts verdanken, kennt ihren Vater Wolf ben Löb Nassau-<em>Brilin</em>, auf dessen Grabstein übrigens zwischen Überschrift und Text eine <em>Brille</em> eingraviert ist. Auch Wachstein weiß von der Existenz der Tochter Rösel, weiß aber nicht, <em>wann</em> sie gestorben ist und <em>wo</em> sie begraben wurde (<em>Bernhard Wachstein, Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, 2. Teil (1696 – 1783), Wien 1917, Nr. 907</em>).</p>
<p><em>Wir</em> wissen das aufgrund der hebräischen Inschrift!</p>
<p><figure id="attachment_8617" aria-describedby="caption-attachment-8617" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/51aFHEausterlitzMalkaFinal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/51aFHEausterlitzMalkaFinal.jpg" alt="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8617" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/51aFHEausterlitzMalkaFinal.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/51aFHEausterlitzMalkaFinal-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8617" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743,  älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Manchmal ist aber alles ein wenig anders, als ich Ihnen jetzt erzählt habe &#8230; einer der beiden Grabsteine, die ich eingangs gezeigt habe, war der von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/austerlitz-malka-04-april-1743/">Malka Austerlitz</a>, gestorben 1743. Und ich befürchte, dass Sie außer der Schluss-Eulogie nichts erkennen können. In solchen Fällen schreiben Sie mir bitte eine Email ;-)</p>
<p>Danke.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="download" name="download"></a>Downloads</h3>
<ul>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/alefbetDeutsch.pdf">Alefbet (hebräische Buchstaben), Zahlenwerte, Namensbeispiele (pdf, 87KB)</a></li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/phrasenDeutsch.pdf">Einleitungsformel, Status, Titel, Segenswünsche, Sterbedatum (pdf, 99KB)</a></li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/zeitrechnung-monateDeutsch.pdf">Zeitrechnung, die jüdischen Monate (pdf, 83KB)</a></li>
</ul>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Was wir lernen sollten&#8230;</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/genealogie/was-wir-lernen-sollten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 17:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=8520</guid>

					<description><![CDATA[&#8230;von den Friedhofsprojekten des Österreichischen jüdischen Museums in Eisenstadt English version Eingangs-Hypothese Ortsangaben Der hebräische Name (Synagogalname) versus bürgerlichen Namen Alters- und Statusangaben Segenswünsche Sterbedatum Todesursache Downloads Der Artikel ist die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8230;von den Friedhofsprojekten des Österreichischen jüdischen Museums in Eisenstadt</h2>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/lessons-learned/"><strong>English version</strong></a></p>
<div id="ankernav">
<ul>
<li><a title="Nach unten" href="#intro">Eingangs-Hypothese</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#ort">Ortsangaben</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#name">Der hebräische Name (Synagogalname) versus bürgerlichen Namen</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#status">Alters- und Statusangaben<br />
</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#segen">Segenswünsche</li>
<li><a title="Nach unten" href="#datum">Sterbedatum<br />
</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#ursache">Todesursache</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#download">Downloads</a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der Artikel ist die deutschsprachige Version meines bei der <a href="https://www.iajgs2019.org">39. Internationalen Konferenz zur Jüdischen Geneaolgie</a> in Cleveland, Ohio, am 31. Juli 2019 in Englisch gehaltenen Vortrages. Er wird bis auf die einleitende Vorstellung meiner Person hier ungekürzt wiedergegeben.</p>
<p><em>Lesen Sie auch meinen zweiten Vortrag vom 02. August 2019 &#8220;<a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch//hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch/">Hilfe ich kann nicht Hebräisch&#8230;</a>&#8220;.</em><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Ich danke sehr herzlich für die Einladung und dass ich die Gelegenheit habe, hier zu sprechen.</p>
<p>Vorweg: Sie müssen nicht mitschreiben oder die Sorge haben, etwas zu überhören. Sie bekommen am Schluss der Präsentation einen Link, wo Sie die gesamte Präsentation inklusive aller Beispiele sowie alle Tools <a title="Nach unten" href="#download">downloaden</a> können!</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="intro" name="intro"></a>Die Bedeutung biografischer Informationen in hebräischen Grabinschriften.</h3>
<p><strong>Eingangs-Hypothese</strong></p>
<p><strong>Die hebräischen Grabinschriften führen insbesondere innerhalb der genealogischen Forschungen meist nur ein Schattendasein und bekommen nur selten den Stellenwert, den sie haben sollten.</strong></p>
<p>Wenn ich mir die einschlägigen Web-Portale ansehe, allen voran natürlich das <a href="https://www.facebook.com/groups/JewishGenealogyPortal/">Jewish Genealogy Portal auf Facebook</a>, fällt auf, dass zwar häufig Übersetzungshilfen von hebräischen Grabinschriften erbeten werden, dass das Interesse sich dabei aber meist auf den Namen und das Sterbedatum beschränkt. Dass also jener oft dominante Teil einer hebräischen Grabinschrift, das sogenannte Lob (die Eulogie), kaum oder gar nicht Beachtung findet.</p>
<p>Und das ist schade. Denn damit lässt der Genealoge mit einem sehr hohen Wahrscheinlichkeitsgrad für die genealogische Forschung enorm relevante (biografische) Daten außen vor. Daten und Informationen, die wir in den meisten Fällen eben <em>nicht</em> in anderen Quellen finden.</p>
<p>Der Titel meiner Präsentation ist:<br />
<strong>Was wir lernen sollten von den Friedhofsprojekten des Österreichischen jüdischen Museums in Eisenstadt</strong></p>
<p>Worum aber geht es bei diesem Projekt bzw. diesen Projekten?</p>
<p>Eisenstadt war das Zentrum der sogenannten &#8220;Sieben-Gemeinden&#8221;, hebr. &#8220;Scheva Kehillot&#8221;, also sieben heiliger jüdischer Gemeinden auf ehemals westungarischem, heute burgenländischem Gebiet. Das Burgenland ist seit 1921 das östlichste Bundesland Österreichs, an der Grenze zu Ungarn. Die Gemeinden wurden Ende des 17. Jahrhunderts besiedelt, 1938 bedeutete das endgültige Aus jeder jüdischen Ansiedlung, im Burgenland gibt es heute keine jüdischen Gemeinden mehr, nur mehr ein Dutzend Juden. Auf den 14 jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes befinden sich etwa 8.000 Grabsteine mit fast ausschließlich hebräischen Grabinschriften. Es existieren im Burgenland keine Lagepläne von Friedhöfen. Es ist notwendig, jeden einzelnen Grabstein vor Ort zu besuchen.</p>
<p>Eisenstadt ist in der Region der einzige Ort, in dem wir heute zwei große jüdische Friedhöfe finden. Der mit Abstand bedeutendste jüdische Friedhof in den ehemaligen &#8220;Sieben-Gemeinden&#8221; ist der <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">ältere jüdische Friedhof</a> in Eisenstadt. Der älteste Grabstein ist aus dem Jahr 1679 und der Friedhof wurde bis Sommer 1875 belegt. Der im Herbst 1875 angelegte <a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/
">jüngere jüdische Friedhof</a> war der &#8220;Nachfolge-Friedhof&#8221; des älteren und wurde bis 1938 belegt, in wenigen Einzelfällen kam es auch noch zu Begräbnissen nach 1945.</p>
<p>Ende Oktober 1992 wurde dieser jüngere jüdische Friedhof in Eisenstadt geschändet, 88 Grabsteine, oder präzise gesagt, die hebräischen Grabinschriften wurden mit Naziparolen und Nazisymbolen beschmiert:</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/01schaendung01.jpg' title="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / Defiled gravestones, October 1992, younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-88" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="430" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/01schaendung01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/01schaendung01.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/01schaendung01-768x550.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/03schaendung08.jpg' title="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / Defiled gravestones, October 1992, younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-88" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="552" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/03schaendung08.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/03schaendung08.jpg 899w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/03schaendung08-768x1114.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 552px) 100vw, 552px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/02schaendung03.jpg' title="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / Defiled gravestones, October 1992, younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-88" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="415" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/02schaendung03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geschändete Grabsteine, Oktober 1992, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/02schaendung03.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/02schaendung03-768x531.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Diese Schändung führte mich dazu, alle Inschriften des jüngeren jüdischen Friedhofes zu transkribieren, sie vollständig und zeilengerecht zu übersetzen und die Inschriften ausführlich zu kommentieren. </p>
<p>Erschienen ist die Aufarbeitung als Buch 1995 (damals, als das Internet noch in den Kindeschuhen war, noch mit Betriebssystem MS-DOS 6 erstellt und eine Herausforderung) und war in Österreich das erste (!) Buch dieser Art nach 1945. </p>
<p>Es ging mir vor allem darum, festzustellen, welche Grabsteine überhaupt auf diesem jüngeren jüdischen Friedhof vorhanden sind, wer also hier begraben ist (wie gesagt, Lagepläne fehlen zur Gänze!). Niemand wusste die Namen der Toten, die hier begraben sind, niemand konnte ein bestimmtes Grab finden. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-89" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/04jFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-89" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP.jpg 2000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/05jFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-89" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP.jpg 2000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/06jFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer.jpg' title="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rl_title="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" data-rel="lightbox-gallery-89" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Gottlieb Fischer, 12/10/1895, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt / younger Jewish cemetery" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/07jFHEFischer-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Genealogische Ansprüche hatte die Publikation nur am Rande, genealogische Portale, wie wir sie heute kennen, gab es damals noch nicht, Sterbebücher mussten mühsam fotografiert und gelesen werden, wir beschränkten uns in der Publikation auf biografische Notizen. </p>
<p>Der <strong>ältere jüdische Friedhof</strong> in Eisenstadt hat 1085 Grabsteine mit ausschließlich hebräischen Inschriften! Wir finden keinen einzigen <em>nicht-hebräischen</em> Buchstaben auf dem Friedhof. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-90" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/08aFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-90" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/09aFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-90" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/10aFHEP-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Bereits 1922 publizierte der langjährige Direktor der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Dr. Bernhard Wachstein, alle Grabinschriften des älteren jüdischen Friedhofes. Das bedeutet, dass wir zwar wissen, <em>wer</em> 1922 auf dem Friedhof begraben war, welche Grabsteine sich damals auf dem Friedhof befunden haben, dass wir aber bis 2015 <em>nicht</em> wussten, wie viele Gräber überhaupt und welche Gräber jetzt noch auf dem Friedhof zu finden sind und vor allem, wo sich welches Grab auf dem Friedhof befindet. Tausende Menschen aus aller Welt besuchen jährlich den älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt, aber insbesondere Angehörige und Nachfahren hatten jahrzehntelang keine Möglichkeit das Grab oder die Gräber ihrer Familienangehörigen auf dem Friedhof zu finden!</p>
<p>Diese sehr traurige Situation führte schließlich 2015 zum großen Projekt &#8220;Älterer jüdischer Friedhof von Eisenstadt&#8221;. Es ging dabei einerseits um eine längst überfällige historische und kulturgeschichtliche Notwendigkeit und andererseits aber vor allem auch um eine religiöse Notwendigkeit, mehr noch – um eine religiöse Pflicht. Denn es ist, nach der Pikuach Nefesch, der Rettung aus der Lebensgefahr, die wichtigste Mitzwa, Kavod Hamet, die Achtung der Würde des Toten, und dazu gehört, die Gräber der Toten zu kennen!</p>
<p>Die vollständige Dokumentation, sowohl des älteren als auch des jüngeren jüdischen Friedhofes (dieser folgte 2017, vor allem ergänzt mit biografischen Daten), fand sich ursprünglich im Blog &#8220;Koschere Melange des Österreichischen Jüdischen Museums&#8221; (bis 2023 und findet sich jetzt im Internet, im <a href="https://der-transkribierer.at/friedhoefe/">Blog des Österreichischen Jüdischen Museums</a>, wo jeder Grabstein und jede Grabinschrift abgerufen werden kann. Für Menschen, besonders Nachkommen, die ihre Verwandten und Vorfahren suchen, gibt es auf jedem Grab auf beiden Friedhöfen einen QR-Code, der zur URL des Grabsteins mit Foto, Inschrift, Links zu den Verwandten sowie Lageplan führt. Ich darf sagen &#8210; ein Service, das weltweit einzigartig ist. Der genealogische Anspruch unserer Arbeit ist mit den Jahren gewachsen, war die Hauptfrage beim älteren jüdischen Friedhof &#8220;Woher sind die Menschen gekommen&#8221;, änderte sich die Frage beim jüngeren Friedhof und lautete nun &#8220;Was ist mit ihnen geschehen?&#8221; Nämlich mit den Ehepartnern, Kindern und Schwiegerkindern, die nicht am Friedhof begraben sind.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rel="lightbox-gallery-91" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/11aFHEQR-1-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR.jpg' title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rl_title="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" data-rel="lightbox-gallery-91" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt, QR-Codes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/12aFHEQR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Wenn wir über die Grabsteine und hebräischen Inschriften der beiden jüdischen Friedhöfe von Eisenstadt sprechen, sprechen wir über Grabsteine, deren hebräische Inschriften oft 40 Zeilen (!) und mehr umfassen (<a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/austerlitz-guetel-meir-1781-1782/">Guetel/Meir Austerlitz</a>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/austerlitz-malka-04-april-1743/">Malka Austerlitz</a>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schacherls-loeb-fradl-26-februar-1754-06-februar-1754/">Fradl/Loeb Schacherls</a>):</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13aFHEausterlitzGuetl.jpg' title="Grabstein / gravestone Guetl / Meir Austerlitz, 1781/1782" data-rl_title="Grabstein / gravestone Guetl / Meir Austerlitz, 1781/1782" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Guetl / Meir Austerlitz, 1781/1782, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-92" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13aFHEausterlitzGuetl.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Guetl / Meir Austerlitz, 1781/1782" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13aFHEausterlitzGuetl.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/13aFHEausterlitzGuetl-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEausterlitzMalka.jpg' title="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743" data-rl_title="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-92" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEausterlitzMalka.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Malka Austerlitz, 04/04/1743" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEausterlitzMalka.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/14aFHEausterlitzMalka-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEschacherl.jpg' title="Grabstein / gravestone Loeb / Fradl Schacherls, 02/1754" data-rl_title="Grabstein / gravestone Loeb / Fradl Schacherls, 02/1754" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Loeb / Fradl Schacherls, 02/1754 , älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-92" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEschacherl.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Loeb / Fradl Schacherls, 02/1754" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEschacherl.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/15aFHEschacherl-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Wir sprechen also von Grabinschriften, auf denen wir in der hebräischen Inschrift neben Name und Sterbedatum noch viele weitere Informationen finden, Informationen, die oft höchste genealogische Relevanz haben!</p>
<p><strong>Im Folgenden daher ein deutliches Plädoyer für die hohe Relevanz von hebräischen Grabinschriften für die genealogische Forschung:</strong></p>
<p>Schon eingangs habe ich versucht klar zumachen, dass der Name und das Sterbedatum sehr oft nicht die einzigen biografischen Informationen sind und dass jener oft dominante Teil einer hebräischen Grabinschrift, das sogenannte Lob (die Eulogie), kaum oder gar nicht Beachtung findet.</p>
<p>Als Lob bzw. Eulogie bezeichnen wir – grob gesagt – meist jenen Mittelteil einer hebräischen Grabinschrift, der vom Zeilenumfang her den größten Teil der Inschrift ausmacht und mit biblischen, nachbiblischen und rabbinischen Wendungen und Zitaten den individuellen Lebenswandel des Verstorbenen zunehmend immer detailreicher beschreibt.</p>
<p>Als Stilmittel werden der Reim gerne verwendet oder das Akrostichon, also dass die Zeilenanfänge &#8210; von oben nach unten gelesen &#8210; den Namen des oder der Verstorbenen wiederholen, oft durch größere Buchstaben oder Markierungen über den Buchstaben kenntlich gemacht (<a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/wolf-adele-14-jaenner-1894/">Adele Wolf, 14. Jänner 1894</a>):</p>
<p><figure id="attachment_8537" aria-describedby="caption-attachment-8537" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16jJFHEwolfAdele.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16jJFHEwolfAdele.jpg" alt="Grabstein / gravestone Adele Wolf, 14/01/1894" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8537" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16jJFHEwolfAdele.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/16jJFHEwolfAdele-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8537" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Adele Wolf, 14/01/1894, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Hier etwa hilft das Akrostichon sogar den hebräischen Namen der Verstorbenen korrekt zu lesen, da dieser in der Namenszeile ausgebrochen ist.</p>
<p>Obwohl die Eulogie nie eine 1:1-Abbildung des realen Lebens sein will, schon gar nicht des bürgerlichen Lebens, besteht die Herausforderung darin, die biografisch relevanten Informationen aus den stereotyp und zitatenreich formulierten Texten zu &#8220;entdecken&#8221; und zu verstehen.</p>
<p>Am jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt finden wir unmittelbar nebeneinander die Grabsteine der Brüder <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/austerlitz-bernhard-17-juni-1918/">Bernhard Austerlitz</a> und <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/austerlitz-heinrich-28-dezember-1909/">Heinrich Austerlitz</a>: </p>
<p><figure id="attachment_8538" aria-describedby="caption-attachment-8538" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17jFHEAusterlitzBernhard.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17jFHEAusterlitzBernhard.jpg" alt="Grabstein / gravestone Bernhard Austerlitz, 17/06/1918" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8538" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17jFHEAusterlitzBernhard.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/17jFHEAusterlitzBernhard-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8538" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Bernhard (Baruch) Austerlitz, 17/06/1918, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Bernhard Baruch Austerlitz starb 1918 im Alter von 82 Jahren und hatte mit seiner Ehefrau Rosa 11 nachweisbare Kinder (4 Töchter, 7 Söhne). Wir fanden von allen Kindern die Geburtseinträge.</p>
<p>Dass wir in diesem Fall Mühe aufwenden sollten, nach Kindern in den Matriken zu suchen, wissen wir von der hebräischen Grabinschrift, wo es in Zeile 11 und 12 heißt: </p>
<blockquote><p>Auch seine Kinder (wörtlich &#8220;Söhne&#8221;) und seine Nachkommen (gemeint sind wohl die Enkel und Urenkel!) unterwies er auf dem Weg der Vollkommenheit. </p></blockquote>
<p>Das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">בנים</span> &#8220;banim&#8221;, &#8220;Söhne&#8221;, wird üblicherweise für &#8220;Kinder allgemein&#8221; verwendet, und zwar meist dann, wenn nicht auch die Töchter zusätzlich und ausdrücklich erwähnt werden (wie wir gleich sehen werden).</p>
<p>Der daneben begrabene Bruder <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/austerlitz-heinrich-28-dezember-1909/">Heinrich (Benedikt Mose Chajim) Austerlitz</a> ist 9 Jahre früher gestorben, am 28. Dezember 1909. Er war noch älter als sein Bruder, nämlich 85 Jahre, seine Frau Katharina, die auch am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben ist, starb ebenfalls mit 85 Jahren 1921.</p>
<p><figure id="attachment_8627" aria-describedby="caption-attachment-8627" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18jFHEausterlitzHeinrich.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18jFHEausterlitzHeinrich.jpg" alt="Grabstein / gravestone Heinrich (Benedikt Mose Chajim) Austerlitz, 28/12/1909, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8627" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18jFHEausterlitzHeinrich.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/18jFHEausterlitzHeinrich-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8627" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Heinrich (Benedikt Mose Chajim) Austerlitz, 28/12/1909, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Und selbstverständlich begannen wir &#8210; sozusagen routinemäßig &#8210; in den Matriken nach Kindern des Ehepaares zu suchen, da wir davon ausgingen, dass wir &#8210; wie bei seinem Bruder &#8210; auch bei Heinrich und Katharina Austerlitz mehrere Kinder finden würden.</p>
<p>Genau diese Suche in Matriken oder anderen Quellen können sich aber Genealogen ersparen, wenn sie die Zeile 10 in der langen hebräischen Grabinschrift kennen und berücksichtigen, denn dann wird klar, dass das Ehepaar in 50 Jahren ihrer gemeinsamen Ehe kinderlos blieb (und offensichtlich auch bleiben wollte), denn in Zeile 9 und 10 lesen wir:</p>
<blockquote><p>Chajim genoss das Leben mit der Frau, die er beinahe 50 Jahre liebte.<br />
Er hatte keine Kinder; mehr wert als Söhne und Töchter war der gute Name, den er sich erworben hatte.</p></blockquote>
<p>Wir lernen also: Lesen wir ausdrücklich <span class="hebrEA" dir="rtl">בנות</span> &#8220;banot&#8221;, &#8220;Töchter“, können wir uns darauf verlassen, dass es auch oder nur Töchter gab. Problematischer ist <span class="hebrEA" dir="rtl">בנים</span> &#8220;banim&#8221;, &#8220;Söhne&#8221;, weil sowohl &#8220;Kinder&#8221; allgemein als auch explizit &#8220;Söhne&#8221; gemeint sein können. Hier ist oft Fingerspitzengefühl bei der Übersetzung notwendig. Wenn es etwa heißt &#8220;er brachte viele &#8216;banim&#8217; in den Bund Abrahams&#8221; sind natürlich die &#8220;Söhne&#8221; gemeint, genauso wenn wir eine Zahl davor finden: &#8220;Ein Vater von sieben &#8216;banim'&#8221; ist natürlich ein Vater von sieben &#8220;Söhnen&#8221; und nicht &#8220;ein Vater von sieben Kindern&#8221;. Wenn wir allgemeine Formulierungen finden wie oben &#8220;Er hatte keine &#8216;banim'&#8221; ist gemeint, dass er &#8220;keine Kinder&#8221; hatte.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="ort" name="ort"></a>Ortsangaben</h3>
<p>Ebenfalls in der Eulogie, aber auch in kurzen Inschriften ohne Eulogie, finden wir häufig Ortsangaben: Geburts- bzw. Herkunftsort oder Sterbeort. Sterbeort vor allem dann, wenn die oder der Verstorbene in einem anderen Ort als jenem, in dem sich der Grabstein befindet, verstorben ist. Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/monisch-ben-mordechai-27-jaenner-1737/">Monisch ben Mordechai <strong>aus Eibenschitz</strong></a> (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ivan%C4%8Dice">Ivančice</a>), gestorben 27. Jänner 1737 (<span class="hebrEA" dir="rtl">מאייבשיץ</span> &#8220;aus Eib(en)schitz&#8221;):</p>
<p><figure id="attachment_8632" aria-describedby="caption-attachment-8632" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19aeibenschitz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19aeibenschitz.jpg" alt="Grabstein / gravestone Monisch ben Mordechai aus Eibenschitz, 27/01/1737" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8632" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19aeibenschitz.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19aeibenschitz-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8632" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Monisch ben Mordechai aus Eibenschitz, 27/01/1737, älterer jüdischer Friedhof / older   Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
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<p>Oder der Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/wolf-adolf-07-juli-1929/">Adolf Wolf</a>, der am 07. Juli 1929 (in) <span class="hebrEA" dir="rtl">במרחץ אישל</span> &#8220;Merchatz Ischl&#8221; = Bad Ischl verstarb, Zeile 15):</p>
<p><figure id="attachment_8539" aria-describedby="caption-attachment-8539" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19jFHEwolfAdolf.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19jFHEwolfAdolf.jpg" alt="Grabstein / gravestone Adolf Wolf, 07/07/1929" width="1000" height="1401" class="size-full wp-image-8539" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19jFHEwolfAdolf.jpg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/19jFHEwolfAdolf-768x1076.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8539" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Adolf Wolf, 07/07/1929, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
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<p>Es hätte hier selbstverständlich auch die Möglichkeit gegeben, den Ortsnamen einfach Deutsch, aber mit hebräischen Buchstaben zu schreiben, man hat aber die direkte Übersetzung von &#8220;Bad&#8221; = hebräisch &#8220;merchatz&#8221; bevorzugt. Bad Ischl ist ein auch bei Juden sehr beliebt gewesener österreichischer Kurort im Zentrum des Salzkammergutes im südlichen Teil von Oberösterreich.</p>
<p>Für Genealogen ist die Angabe des Sterbeorts natürlich extrem hilfreich, weil im betreffenden Ort weitere Quellen (wie Tageszeitungen etc.) nach Spuren durchsucht werden können. Umso mehr, also etwa der Tod von Adolf Wolf <em>nicht</em> nach Eisenstadt gemeldet wurde, der Tod von Adolf Wolf also <em>nicht</em> auch im Sterbebuch von Eisenstadt eingetragen ist!</p>
<p>Mit anderen Worten: Nur mit der Durchsuchung des Sterbebuches Eisenstadt, also der  Basisarbeit des Genealogen, würden wir Adolf Wolf nicht finden. Und andererseits wüssten wir ohne die vollständige Dokumentation des jüdischen Friedhofes in Eisenstadt und ohne das Lesen und Übersetzen der gesamten hebräischen Inschriften nicht, <em>wo</em> Adolf Wolf gestorben und begraben ist!</p>
<p>Dass der Geburts- bzw. Herkunftsort aus genealogischer Sicht von enormer Bedeutung ist, muss hier nicht weiter ausgeführt werden:</p>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/holzer-juetel-14-maerz-1845/">Juliana (Jütl) Holzer</a> ist am älteren jüdischen Friedhof in Eisentadt begraben. Sie starb am 14. März 1845 und ist die erste Ehefrau des Urgroßvaters von Herrn Samuel Holzer, Natan Holzer. Jütl Holzer, in Eisenstadt geboren und zuständig nach Kobersdorf <span class="hebrEA" dir="rtl">מק&#8221;ק ק&#8221;ד</span> (&#8220;aus der heiligen jüdischen Gemeinde  Kobersdorf&#8221;, Zeile 3), ist 25 Tage nach der Geburt ihres ersten Kindes <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/holzer-todros-20-mai-1920/">Anton (Todros)</a> in Eisenstadt verstorben:</p>
<p><figure id="attachment_8675" aria-describedby="caption-attachment-8675" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/20BaFHEholzerJuetl.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/20BaFHEholzerJuetl.jpg" alt="Grabstein / gravestone Juliana (Jütl) Holzer, 14/03/1845" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8675" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/20BaFHEholzerJuetl.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/20BaFHEholzerJuetl-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8675" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Juliana (Jütl) Holzer, 14/03/1845, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
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<p>Eine sehr exakte Angabe des Herkunftsortes finden wir in der Inschrift am Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/cohen-juetel-06-oktober-1765/">Jütel Cohen</a>, gestorben  1765:</p>
<p><figure id="attachment_8541" aria-describedby="caption-attachment-8541" style="width: 1350px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/21aFHEhaCohenJuetl.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/21aFHEhaCohenJuetl.jpg" alt="Grabstein / gravestone Juetl Cohen, 06/10/1765" width="1350" height="900" class="size-full wp-image-8541" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/21aFHEhaCohenJuetl.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/21aFHEhaCohenJuetl-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1350px) 100vw, 1350px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8541" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Juetl Cohen, 06/10/1765, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
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<p>Sie kommt aus Tenovice (Zeile 4) in Böhmen, hebräisch <span class="hebrEA" dir="rtl">פיהם</span> &#8220;peham&#8221; (Zeile 5)! (Das muss man wissen, dass &#8220;peham&#8221; eine der hebräischen Bezeichnungen für Böhmen ist). Nur am Rande sei angemerkt, dass insbesondere hebräische Namen von Orten oft große Herausforderungen darstellen, wie etwa auch das hebräische <span class="hebrEA" dir="rtl">כנען</span> &#8220;Kna’an&#8221; weder etwas zu tun hat mit dem historischen Ort in Galiläa noch mit dem Gebiet Canaan, sondern schlicht ein weiterer hebräischer Name für Böhmen ist.<br />
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<h3><a id="name" name="name"></a>Der hebräische Name (Synagogalname) versus bürgerlichen Namen</h3>
<p>Grundsätzlich: In hebräischen Grabinschriften ist immer und ausschließlich der hebräische Name (oder Synagogalname) angegeben, und zwar sowohl von Frauen als auch von Männern. Es wird <em>nie</em> der bürgerliche Name angegeben. In jüngeren Inschriften finden wir den bürgerlichen Namen gelegentlich als Zusatz in deutscher oder ungarischer Sprache, aber eben nie in der hebräischen Inschrift (Beispiele: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/hirsch-taube-04-oktober-1936/">Antonia (Taube) Hirsch</a>, 04. Oktober 1936, jüdischer Friedhof Mattersburg, und <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/spitzer-charlotte-05-juni-1914/">Charlotte (Schwarzl) Spitzer</a>, 05. Juni 1914, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt):</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22FHMhirschTaube.jpg' title="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936" data-rl_title="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936, jüdischer Friedhof Mattersburg / Jewish cemetery Mattesburg" data-rel="lightbox-gallery-93" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="505" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/22FHMhirschTaube.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Antonia (Taube) Hirsch, 04/10/1936" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte.jpg' title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" data-rl_title="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-93" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein / gravestone Charlotte (Schwarzl) Spitzer, 05/06/1914" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/23jFHEspitzerCharlotte-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Wir finden also in der hebräischen Inschrift nie &#8220;Charlotte&#8221;, sondern etwa &#8220;Schwarzl&#8221;, nie &#8220;Antonia&#8221;, sondern etwa &#8220;Taube&#8221; und nie &#8220;Armin&#8221;, sondern z.B. &#8220;Mordechai Zvi&#8221;.</p>
<p>Am älteren jüdischen Friedhof, darauf wurde schon hingewiesen, finden wir unter 1.085 Grabsteinen keinen einzigen bürgerlichen Namen. </p>
<p>Aber sogar am jüngeren jüdischen Friedhof finden wir in der heute zweiten, ursprünglich ersten Reihe, der sogenannten Rabbiner-Reihe, in der sich 22 Grabsteine aus der Zeit von 1878 bis 1937 befinden, keinen einzigen nicht hebräischen Buchstaben und folglich auch keinen deutschen Namenszusatz.<br />
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<p>Ein sehr schönes Beispiel für die regionale Besonderheit von Nachnamen finden wir am jüdischen Friedhof von Triest in der hebräischen Grabinschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-triest/tedeschi-adele-08-november-1873/">Adele Aschkenasi</a>, gestorben 1873:</p>
<p><figure id="attachment_8668" aria-describedby="caption-attachment-8668" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24FHTAschkenasiAdele-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24FHTAschkenasiAdele-1.jpg" alt="Grabstein / gravestone Adele Ashkenasi, 08/11/1873" width="1280" height="1920" class="size-full wp-image-8668" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24FHTAschkenasiAdele-1.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/24FHTAschkenasiAdele-1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8668" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Adele Ashkenasi, 08/11/1873, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Triest</figcaption></figure><br />
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<p>In der hebräischen Inschrift heißt sie Adele Aschkenasi (Zeile 2). &#8220;Aschkenas&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">אשכנז</span> ist Hebräisch &#8220;Deutschland, Deutsch&#8221;. </p>
<p><figure id="attachment_8545" aria-describedby="caption-attachment-8545" style="width: 1690px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25SBTedeschiAdele.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25SBTedeschiAdele.jpg" alt="Sterbebuch / death book Triest, Adele Tedeschi" width="1690" height="150" class="size-full wp-image-8545" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25SBTedeschiAdele.jpg 1690w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25SBTedeschiAdele-768x68.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1690px) 100vw, 1690px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8545" class="wp-caption-text">Sterbebuch / death book Triest, Adele Tedeschi</figcaption></figure><br />
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<p>Wenn wir nun im Sterbebuch von Triest den Eintrag suchen, werden wir nichts finden, wenn wir Aschkenasi suchen. Denn Adele ist als &#8220;Tedeschi&#8221; (das italienische Wort für &#8220;Aschkenasi/Deutsch&#8221;) eingetragen. Und wäre Frau Tedeschi, hebräisch Aschkenasi, z.B. aus Wien oder Eisenstadt, und die Sterbemeldung würde in ihren Heimatort geschickt werden, wäre sie unter &#8220;Deutsch&#8221; zu finden.</p>
<p>Adele Aschkenasis Grabstein ist sehr klein, die Inschrift sehr kurz, dennoch gehört die Inschrift zu den reizvollsten und interessantesten Inschriften, die ich kenne, vor allem aber auch, weil in dieser so kurzen Inschrift eine Menge an genealogischen Hinweisen verpackt ist:</p>
<p><figure id="attachment_8669" aria-describedby="caption-attachment-8669" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25TFHTAschkenasiAdele.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25TFHTAschkenasiAdele.jpg" alt="Grabstein / gravestone Adele Ashkenasi, 08/11/1873" width="1280" height="1920" class="size-full wp-image-8669" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25TFHTAschkenasiAdele.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/25TFHTAschkenasiAdele-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8669" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Adele Ashkenasi, 08/11/1873, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Triest</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Denn in der hebräischen Inschrift (Zeile 3) lesen wir, dass Adele an einer <span class="hebrEA" dir="rtl">מגפה</span> &#8220;magefa&#8221; (Plage, Epidemie) gestorben. Das Sterbebuch bestätigt das und präzisiert, dass sie die Frau des Händlers Moise Tedeschi war und mit 25 Jahren an der Cholera starb. So weit so gut.</p>
<p>Was wir aber im Sterbebuch <em>nicht</em> lesen, ist, dass Adele einen Sohn hatte, der die Epidemie offenbar überlebte. Das lesen wir nur in der hebräischen Inschrift Zeile 5 und 6! Da heißt es:</p>
<blockquote><p>Sie verstarb an der Cholera am Schabbat &#8220;Fürchte dich nicht, denn Gott hat gehört die Stimme <strong>des Knaben</strong>&#8220;.</p></blockquote>
<p>Aber warum behaupte ich, dass dieser Satz in der Inschrift darauf hinweist, dass der Sohn die Cholera überlebt hat?</p>
<p>Weil dieser Satz in der Inschrift ein Vers aus jener Parascha, also jenem Toraabschnitt ist, der am Schabbat, an dem Adele starb, gelesen wurde. Die Parascha umfasst die Bibelverse Genesis 18,1-22,24 und da finden wir auch den Satz, der in der Inschrift steht (Genesis 21,14-18).</p>
<p>Um die genealogische Relevanz dieses Satzes wirklich umfassend zu verstehen, zitiere ich den betreffenden Absatz aus der Parascha, wo eben auch der Satz aus der Inschrift vorkommt:</p>
<blockquote><p>14) Früh am Morgen stand Abraham auf, nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und gab es Hagar, legte es ihr auf die Schulter, übergab ihr das Kind und entließ sie. Sie zog fort und irrte in der Wüste von Beerscheba umher. 15) Als das Wasser im Schlauch zu Ende war, warf sie das Kind unter einen Strauch, 16) ging weg und setzte sich in der Nähe hin, etwa einen Bogenschuss weit entfernt; denn sie sagte: Ich kann nicht mit ansehen, wie das Kind stirbt. Sie saß in der Nähe und erhob ihre Stimme und weinte. 17) Gott hörte den Knaben schreien; da rief der Engel Gottes vom Himmel her Hagar zu und sprach: Was hast du, Hagar? <strong>Fürchte dich nicht, denn Gott hat die Stimme des Knaben gehört</strong>, dort, wo er liegt. 18) Steh auf, nimm den Knaben hoch und halt ihn fest an deiner Hand; <strong>denn zu einem großen Volk will ich ihn machen</strong>.</p></blockquote>
<p>Eindeutiger geht es nicht und die Botschaft des zitierten biblischen Verses ist klar: Adele hatte jedenfalls einen Sohn und der Satz aus der Parascha in der Grabinschrift würde keinen Sinn machen, wenn der Sohn die Cholera nicht überlebt hätte. </p>
<p>In jedem Fall ein wunderschönes Beispiel, dass eine auch noch so kurze hebräische Grabinschrift mehr an biografischen Hinweisen geben kann als andere genealogische Quellen!<br />
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<p><figure id="attachment_8546" aria-describedby="caption-attachment-8546" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26aFHEmachlupJuliana.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26aFHEmachlupJuliana.jpg" alt="Grabstein / gravestone Juliana Machlup, 15/03/1838" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8546" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26aFHEmachlupJuliana.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/26aFHEmachlupJuliana-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8546" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Juliana Machlup, 15/03/1838, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Ein besonders schönes Beispiel für den Umgang mit dem hebräischen Namen zeigt auch die hebräische Grabinschrift der mit 27 Jahren früh verstorbenen <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/machalup-juliana-15-maerz-1838/">Juliana (Jentel) Machlup</a>, gestorben 1838 und begraben am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt.</p>
<p>In der schönen langen Inschrift lesen wir:</p>
<blockquote><p>Eine anmutige Frau &#8230; bei der Schönheit und Lieblichkeit sich mit einem edlen Herzen vereinten. Betrübten Gemütes, bedrängt von der Zeit &#8230; kehrte sie noch eine junge zarte Lilie in das väterliche Haus zurück &#8230; erkrankte und ertrug mit Geduld das ihr auferlegte Leid &#8230; <strong>und als die Zeit für die junge Taube (Tochter des Jona) herannahte, da flog sie hoch in den Himmel hinauf</strong>&#8230;</p></blockquote>
<p>Das hebräische Wortspiel in Zeile 14 ist faszinierend: <span class="hebrEA" dir="rtl">בת יונה</span> &#8220;bat jona&#8221; ist wörtlich &#8220;junge Taube&#8221;, aber eben auch zu übersetzen mit &#8220;Tochter des Jona&#8221; (hebräisch &#8220;jona&#8221; ist &#8220;Taube&#8221;). Natürlich kann der ganze Satz auch als Euphemie für das Sterben interpretiert werden.</p>
<p>Durch die Formulierung &#8220;bat jona&#8221; wissen wir aber definitiv, dass der Vater von Juliana &#8220;Jona&#8221;  heißt und es ist <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/klaber-jonas-03-mai-1856/">Jona Klaber</a>, der zum Zeitpunkt des frühen Todes seiner Tochter noch lebte, 1858, also 20 Jahre später, starb und ebenfalls am älteren jüdischen Friedhof begraben ist.</p>
<p>Ortsnamen als Nachname sind ein bekanntes Phänomen, über das wir hier nicht ausführlich sprechen müssen. Auf dem älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt finden wir bei 1085 Grabsteinen 51x den Namen Austerlitz, 50x den Namen Güns, 30x den Namen Spitz oder Spitzer, 7x den Namen Nikolsburg, weiters die Namen Neufeld, Winden, Mühlendorf, Rust, Lackenbach, Kittsee, Koblenz, Wiesbaden, Halberstadt, Wien, Krakau, Pressburg, Stampfen, Brünn oder Schaffa. </p>
<p>Dass die Ortsnamen in der Frühzeit (17., 18. Jahrhundert) selbstverständlich für genealogische Belange eine verstärkte Rolle spielen, liegt auf der Hand. Insbesondere dann, wenn in der hebräischen Inschrift noch der Ortsname als Name verwendet wird, sich in den Sterbebüchern und bei den folgenden Generationen aber ein ganz anderer Name findet: Etwa der Ortsname &#8220;Mühlendorf&#8221; in der hebräischen Inschrift, im Sterbebuch eingetragen als &#8220;Pollak&#8221;.</p>
<p>Spannender noch sind Namen, die Berufsbezeichnungen wiedergeben und die wir ohne Hebräischkenntnisse nur schwer in den Sterbebüchern finden können. Oder vielleicht umgekehrt deutlicher: </p>
<p><figure id="attachment_8547" aria-describedby="caption-attachment-8547" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28aFHEzorefAbraham.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28aFHEzorefAbraham.jpg" alt="Grabstein / gravestone Abraham Goldschmidt, 11/11/1735" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8547" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28aFHEzorefAbraham.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/28aFHEzorefAbraham-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8547" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Abraham Goldschmidt, 11/11/1735, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Finde ich in den Sterbebüchern einen <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/goldschmidt-abraham-11-november-1735/">Abraham Goldschmidt</a>, gestorben 1735, und suche sein Grab am jüdischen Friedhof, muss ich wissen, dass ich, zumindest in der Frühzeit, also 17. Und 18. Jahrhundert, einen Abraham Zoref (Zeile 7) suchen muss, weil das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">צורף</span> &#8220;zoref&#8221; eben &#8220;Goldschmied&#8221; heißt.</p>
<p>Selbiges gilt, wenn ich in den Sterbebüchern einen <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/moses-ben-isak-16-oktober-1791/">Moses Schneider</a>, gestorben 1791, finde:</p>
<p><figure id="attachment_8548" aria-describedby="caption-attachment-8548" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEchajjatMose.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEchajjatMose.jpg" alt="Grabstein / gravestone Mose Chajjat, 16/10/1791" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8548" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEchajjatMose.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/29aFHEchajjatMose-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8548" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Mose Chajjat, 16/10/1791, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir in der Frühzeit am jüdischen Friedhof den Grabstein des Moses Chajjat (Zeile 4) suchen müssen, denn das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">חייט</span> &#8220;chajjat&#8221; bedeutet &#8220;Schneider&#8221;.</p>
<p>Schließlich ist es für Genealogen sicher hilfreich, wenn sie wissen, dass Hirsch, der Sohn des Gelehrten Löb Rofe (Zeile 6), der Sohn eines Arztes ist, denn das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">רופא</span> &#8220;rofe&#8221; bedeutet &#8220;Arzt&#8221;. </p>
<p><figure id="attachment_8549" aria-describedby="caption-attachment-8549" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/30aFHErofeHirsch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/30aFHErofeHirsch.jpg" alt="Grabstein / gravestone Hirsch Rofe, 11/04/1723" width="900" height="1271" class="size-full wp-image-8549" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/30aFHErofeHirsch.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/30aFHErofeHirsch-768x1085.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8549" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Hirsch Rofe, 11/04/1723, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
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<p>Die Liste ließe sich fortsetzen, selbiges gilt natürlich auch für den Namen &#8220;chasan&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">חזן</span>, was &#8220;Vorbeter / Kantor&#8221; bedeutet oder, um das wohl berühmteste Beispiel zu zitieren: Moses Sofer oder Moses Schreiber, weil &#8220;sofer&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">סופר</span> eben &#8220;Schreiber&#8221; bedeutet (bekannt ist er als <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-und-chatam-sofer/">Chatam Sofer</a> und war 33 Jahre lang Rabbiner von Pressburg).</p>
<p>Zu den in einschlägigen Foren am häufigsten gestellten Fragen gehört inwieweit hebräische Namen (Synagogalnamen) bestimmten bürgerlichen Namen entsprechen und umgekehrt, also ob von hebräischen Namen verlässlich auf bestimmte bürgerliche Namen geschlossen werden kann!</p>
<p>Wir kennen die &#8220;üblichen Verdächtigen&#8221;: ob der hebräische Name Mose immer Max, Sigmund immer Bernhard entsprechen würde&#8230;</p>
<p>Faktum ist, dass wir aus hebräischen Namen <em>nie</em> verlässlich auf bürgerliche Namen schließen dürfen und vice versa, wenn wir bürgerliche Namen finden, dürfen wir von diesen <em>nie</em> verlässlich auf hebräische Namen schließen. Zumindest müssen wir immer davon ausgehen, dass alles auch ganz anders sein kann!</p>
<p>Zwar häufen sich gewisse Regelmäßigkeiten wie Mordechai und Max oder Rösl und Theresia, aber es gibt genügend Beispiele, die ein ganz anderes Bild zeichnen. Selbstverständlich, und das darf nicht außer Acht gelassen werden, sind auch regionale und zeitliche Unterschiede feststellbar. Wenn wir Statistiken erstellen wollen, die zu einem seriösen Ergebnis kommen sollen, müssen vorab strenge Kriterien und Parameter festgelegt werden: Region, Zeitraum, gegebenenfalls auch religiöses Klima, also ob es sich um eine orthodoxe Gemeinde handelte usw. </p>
<p>So finden wir etwa nur auf den beiden jüdischen Friedhöfen von Eisenstadt, also auf insgesamt ca. 1.400 Grabsteinen für den bürgerlichen Namen </p>
<ul>
<li><strong>Max</strong> die hebräischen Namen <strong>Meir, Mordechai, Mose</strong> und <strong>Michael Zvi</strong>. </li>
<li>Für <strong>Sigmund</strong> finden wir <strong>Jesaja, Samuel, Paltiel</strong> und <strong>Issachar</strong> (nur am Rande sei angemerkt, weil vorhin die regionalen Unterschiede erwähnt wurden: für den hebräischen Namen Issachar finden wir beispielsweise in Deutschland, im Unterschied zum Osten Österreichs, meist den bürgerlichen Namen Bernhard, daneben etwa auch Hermann)</li>
<li>Für <strong>Adolf</strong> finden wir vor allem <strong>Aron</strong> und <strong>Abraham</strong>.</li>
<li>Für <strong>Alexander</strong> finden wir <strong>Saul, Süßkind, Salomo Jehuda</strong> und <strong>Sender</strong>.</li>
<li>Für <strong>Heinrich</strong> finden wir <strong>Mose Chajim</strong> und <strong>Kalonymus Zvi</strong>.</li>
<li>Für <strong>Rosa / Rosalia</strong> finden wir <strong>Rachel, Rebekka, Sara, Sarl, Selda</strong> und <strong>Süssl</strong>.</li>
</ul>
<p>Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.</p>
<p>Statistische Häufungen von Entsprechungen hebräischer Name &#8210; bürgerlicher Name sind oft auch in der jüdischen, biblischen Tradition verwurzelt:</p>
<p>So geht die Verbindung der Namen Jehuda und Leopold auf den Jakobssegen in Genesis 49,9 zurück: Hier vergleicht Jakob seinen Sohn Jehuda mit einem Löwen. Daher finden wir häufig die Gleichsetzung von Jehuda und dem hebräischen <span class="hebrEA" dir="rtl">אריה</span> &#8220;Arje&#8221;, &#8220;Löwe&#8221;, dem deutschen Löb/Löw, was dann modernisiert wird zu &#8220;Leopold&#8221;.</p>
<p>Noch einmal in aller Deutlichkeit: Wir dürfen beim Lesen von Matrikeneinträgen nie davon ausgehen, dass der bürgerliche Name nichts anderes als eine Art Übersetzung des hebräischen Namens ist und vice versa! Es gibt zweifelsohne Regelmäßigkeiten, aber verlassen dürfen wir uns darauf nicht. Lohnend wäre es, wenn es dazu mehr seriöses statistisches Material geben würde, das heute, im technischen Zeitalter, leichter erstellbar wäre als noch vor 100 Jahren.</p>
<p><figure id="attachment_8550" aria-describedby="caption-attachment-8550" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887.jpg" alt="Geburtsbuch / birth book Deutschkreutz 1887" width="1920" height="1541" class="size-full wp-image-8550" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/31DKGeburtsbuch1887-768x616.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8550" class="wp-caption-text">Geburtsbuch / birth book Deutschkreutz 1887</figcaption></figure><br />
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<p>(Die hebräischen Vornamen von oben nach unten: Mose, Chana, Mose, Chajim Zvi, Bella/Bila, Sanwel, Berl, Mirjam, Sanwel, Josef)</p>
<p>Oft finden wir besonders in Geburtsbüchern auch den hebräischen Namen eingetragen. Der leider von vielen Genealogen gerne ignoriert wird. Dabei geht es primär gar nicht darum, dass sie diesen hebräischen Namen vielleicht nicht lesen können, sondern darum, dass das Bewusstsein nicht vorhanden ist, dass dieser hebräische Name für die genealogische Forschung von enormer Wichtigkeit sein kann!</p>
<p>Und warum das so ist, will ich Ihnen an einem sehr schönen Beispiel zeigen:</p>
<p>In Mattersdorf (Mattersburg), eine der sogenannten &#8220;schewa kehillot&#8221;, der heiligen &#8220;Sieben-Gemeinden&#8221; des heutigen Burgenlandes (früher Westungarn) etwa waren Regina Trebitsch Kohn und Regina Trebitsch Kohn Schwestern! Ja, Sie haben richtig gehört. Beide Schwestern heißen Regina und sind auch so in den Hochzeits- und Sterbebüchern eingetragen. Allerdings waren die bürgerlichen Namen, also Regina in unserem Fall, nur eine Formalität, die beiden Schwestern wurden zuhause mit ihren hebräischen Namen, nämlich Rivka und Rachel, gerufen. Jede genealogische Arbeit kann daher in einem solchen Fall nur über die hebräischen Namen zu einem seriösen Ergebnis führen.</p>
<p>Aus der Praxis: Sie finden im Hochzeitsbuch zum Beispiel drei oder viermal in der fraglichen Zeit eine Hochzeit zwischen Ignatz Kohn und Resl Schwarz, beide Namen sind in der fraglichen Region und in der fraglichen Zeit überaus häufig. Das Alter aller Paare lag zwischen 22 und 32 Jahren. Welche Hochzeit ist nun die richtige, also ist die, die Sie suchen? </p>
<p>Die Lösung führt über die hebräischen Namen, die wir im optimalen Fall in den Geburtsmatriken finden oder nicht selten auch über die hebräische Grabinschrift, in der ebenfalls nur der hebräische Name genannt ist. Dass wir daher bei der Indizierung von Geburts-, gegebenenfalls Hochzeits- und Sterbebüchern, auch die hebräischen Namen indizieren sollten, wird eines der Themen in meiner <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch/">zweiten  Präsentation am Freitag</a> sein.<br />
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<h3><a id="status" name="status"></a>Alters- und Statusangaben</h3>
<p>Der Name wird meist eingeleitet durch die Angabe des Status des oder der Verstorbenen: &#8220;Das Kind&#8221;, &#8220;der Knabe&#8221;, &#8220;das Mädchen&#8221;, &#8220;der Junggeselle&#8221;, &#8220;die junge Frau&#8221;, &#8220;die Witwe&#8221;, &#8220;der Greis&#8221; usw. Fast ausschließlich bei Männern kommt zusätzlich noch ein Titel, der vor allem die Funktion innerhalb der Gemeinde beschreibt: der sehr verehrte Herr, der Toragelehrte, der Erhabene, der MORENU = unser Lehrer und Meister usw.</p>
<p>Besondere Vorsicht ist geboten bei den Wörtern <span class="hebrEA" dir="rtl">הבחור</span> &#8220;ha-bachur&#8221;, &#8220;der Junggeselle&#8221;, &#8220;der unverheiratete Mann&#8221;. Als &#8220;Bachur&#8221; kann aber auch ein 60jähriger Mann bezeichnet werden, der nicht verheiratet war! &#8220;Bachur&#8221; alleine ist also zunächst eine Status-Bezeichnung und keine Altersangabe! Hingegen ist <span class="hebrEA" dir="rtl">הבחור החשוב</span>  wörtlich &#8220;der bedeutende Junggeselle&#8221; immer ein junger unverheirateter Mann! Im Volksmund heißt es &#8220;chaschuv bachurl&#8221; und bezeichnet schlechthin einen gelehrten Jüngling!</p>
<p>Ähnlich bei unverheirateten Frauen: <span class="hebrEA" dir="rtl">הבתולה</span> &#8220;ha-betula&#8221; ist die unverheiratete Frau, egal welchen Alters sie ist!  Hingegen meint das hebräische Wort </span>העלמה</span> &#8220;ha-alma&#8221; immer eine wirklich <em>junge</em> (unverheiratete) Frau!</p>
<p><figure id="attachment_8551" aria-describedby="caption-attachment-8551" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32aFHEklaberSalde.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32aFHEklaberSalde.jpg" alt="Grabstein / gravestone Salde Klaber, 13/09/1843" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8551" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32aFHEklaberSalde.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/32aFHEklaberSalde-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8551" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Salde Klaber, 13/09/1843, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
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<p>In diesem konkreten Fall, der Grabstein gehört <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/klaber-salde-13-september-1843/">Salde Klaber</a>, gestorben 1843, lesen wir in der ersten Zeile <span class="hebrEA" dir="rtl">הבתולה</span> &#8220;ha-betula&#8221;, also &#8220;die unverheiratete Frau&#8221;, aber in der Eulogie wird in der ersten Zeile das Wort </span>העלמה</span> &#8220;ha-alma&#8221; verwendet mit einem Zitat, angelehnt an Jeremia 4,31 <span class="hebrEA" dir="rtl">צרה כמבכירה</span> &#8220;Angstschrei (über den Tod einer jungen Frau)&#8221;. Folglich müssen wir das <span class="hebrEA" dir="rtl">הבתולה</span> &#8220;ha-betula&#8221; in der ersten Zeile natürlich als &#8220;Mädchen&#8221; übersetzen!</p>
<p>Stirbt jemand relativ jung, werden meist Formulierungen wie <span class="hebrEA" dir="rtl">מת בדמי ימיו</span> &#8220;Er starb in der Mitte seiner Tage&#8221;, ein Zitat aus Jesaja 38,10 oder <span class="hebrEA" dir="rtl">נקטף בעודו באבו</span> &#8220;Er wurde gepflückt noch in seiner Blüte&#8221;, angelehnt an Hiob 8,12, verwendet. </p>
<p>Üblicherweise finden wir in hebräischen Inschriften nur sehr ungefähre Altersangaben wie <span class="hebrEA" dir="rtl">ישיש</span> &#8220;jaschisch&#8221;, &#8220;hochbetagt&#8221;, <span class="hebrEA" dir="rtl">זקן</span> &#8220;saken&#8221;, &#8220;alt&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">שיבה</span> &#8220;seva&#8221;, &#8220;Greisenalter&#8221;, oft in Formulierungen wie &#8220;Er erreichte ein gutes Greisenalter&#8221;.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">מרומם</span> &#8220;merumam&#8221; etwa bedeutet eigentlich &#8220;erhaben&#8221;, wird aber fast ausschließlich nur bei Männern in höherem Alter verwendet. </p>
<p>Das alles können für genealogische Belange natürlich essentielle Informationen sein. Wenn wir bei einem Grabstein nicht sicher sind, ob er der richtige ist und wir zum Beispiel einen jung Verstorbenen suchen, aber das Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">מרומם</span> &#8220;merumam&#8221; in der Inschrift finden, wissen wir, dass zumindest die Wahrscheinlichkeit bei 98% liegt, dass der Verstorbene nicht der von uns Gesuchte ist. Häufig kommen alle Ausdrücke nebeneinander bzw. in einer Inschrift vor, siehe etwa <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/schneider-samuel-05-mai-1928/">Samuel Schneider</a>, gestorben 05. Mai 1928, Zeile 2 und 10:</p>
<p><figure id="attachment_8552" aria-describedby="caption-attachment-8552" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHEschneiderSamuel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHEschneiderSamuel.jpg" alt="Grabstein / gravestone Samuel Schneider, 05/05/1928" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8552" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHEschneiderSamuel.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/33jFHEschneiderSamuel-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8552" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Samuel Schneider, 05/05/1928, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<blockquote><p>(2) ein <strong>alter Mann und Greis</strong>&#8230;<br />
(10) Er verstarb in gutem Ruf <strong>mit 82 Jahren</strong></p></blockquote>
<p>Nicht selten kommen in den hebräischen Grabinschriften der beiden jüdischen Friedhöfe in Eisenstadt aber auch Altersangaben vor, die in der jüdischen Tradition verwurzelt sind, wie etwa in der Inschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/schoenberger-samuel-04-mai-1911/">Samuel (Nataniel) Schönberger</a>, gestorben 04. Mai 1911, Zeile 10 und 11:</p>
<p><figure id="attachment_8553" aria-describedby="caption-attachment-8553" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEschoenbergerSamuel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEschoenbergerSamuel.jpg" alt="Grabstein / gravestone Samuel (Nataniel) Schönberger, 1911/05/04" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8553" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEschoenbergerSamuel.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/34jFHEschoenbergerSamuel-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8553" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Samuel (Nataniel) Schönberger, 1911/05/04, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<blockquote><p>Er verstarb in hohem Alter, nachdem er zu Kräften gekommen war</p></blockquote>
<p>Wie alt war er?</p>
<p>Wir lesen in Psalm 90,10 &#8220;Die Zeit unseres Lebens währt siebzig Jahre, wenn es hochkommt, achtzig.&#8221;  <span class="hebrEA" dir="rtl">&#8230;ואם בגבורת שמונים שנה&#8230;</span> und babylonischer Talmud, Traktat Avot V,25 &#8220;&#8230;80 Jahre alt zum hohen Alter&#8230;&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">&#8230;בן שמונים לגבורה&#8230;</span>. Wenn wir also in einer Inschrift lesen: &#8220;Er oder sie starb, nachdem er / sie zu Kräften gekommen war&#8221;, dürfen wir davon ausgehen, dass die- oder derjenige mit ca. 80 Jahren verstarb.<br />
Samuel (Nataniel) Schönberger starb tatsächlich laut Sterbematriken mit 79 Jahren.</p>
<p>Die Angabe des Geburtsdatums in hebräischen Grabinschriften ist nicht üblich, was mit dem Bibelvers Kohelet 7,1 erklärt wird: </p>
<blockquote><p>Besser ein guter Name als Parfüm &#8210; und der Tag eines Todes als der Tag einer Geburt.</p></blockquote>
<p>Über den &#8220;guten Namen&#8221; in Inschriften und in der Grabsteinsymbolik gäbe es viel Spannendes zu sagen, aber das hebe ich mir für meine <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch/hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch/">Präsentation am Freitag</a> auf.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="segen" name="segen"></a>Segenswünsche</h3>
<p>&#8220;Wie das Amen im Gebet&#8221; folgt hinter dem Namen eines Verstorbenen / einer Verstorbenen der Segenswunsch <span class="hebrEA" dir="rtl">עליו \ עליה השלום</span> &#8220;auf ihm/ihr sei Friede&#8221;, <span class="hebrEA" dir="rtl">נוחו עדן</span> &#8220;seine Ruhe möge im Garten Eden sein&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">ז&#8221;ל</span> &#8220;sein / ihr Andenken möge bewahrt werden&#8221;, bei besonders Gelehrten <span class="hebrEA" dir="rtl">זצ&#8221;ל</span> &#8220;das Andenken des Gerechten möge bewahrt werden&#8221; o.ä.</p>
<p><figure id="attachment_8554" aria-describedby="caption-attachment-8554" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHEhessHendl.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHEhessHendl.jpg" alt="Grabstein / gravestone Hendl Hess, 1907" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8554" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHEhessHendl.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/35jFHEhessHendl-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8554" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Hendl Hess, 1907, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Nicht ganz so regelmäßig und verlässlich ist der Segenswunsch bei noch lebenden Verwandten: <span class="hebrEA" dir="rtl">נ&#8221;י</span> &#8220;sein Licht möge leuchten&#8221;. In diesem Fall, Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/hess-hendel-1907/">Hendl Hess</a>, gestorben 1907, (Zeile 5). Das Mädchen starb im Alter von 9 Jahren, der Vater lebte, erwartungsgemäß, noch und wurde übrigens 74 Jahre alt. Dass der Vater in fortgeschrittenem Alter war, erkennen wir in der Inschrift aber &#8210; wir haben eben darüber gesprochen &#8210; am Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">מרומם</span> &#8220;merumam&#8221; (Zeile 4), &#8220;erhaben&#8221;, das nur bei betagten Männern verwendet wird.</p>
<p>Der Segenswunsch, der meist abgekürzt ist, also gerademal aus zwei oder drei Buchstaben besteht, kann aber bei genealogischen Forschungen das Zünglein an der Waage sein, ob die Suche in die richtige Richtung läuft oder nicht. Ein fast dramatisches Beispiel:</p>
<p><figure id="attachment_8555" aria-describedby="caption-attachment-8555" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36jFHEreitlingerSprinze.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36jFHEreitlingerSprinze.jpg" alt="Grabstein / gravestone Franziska (Sprinze) Sabl-Reitlinger, 14/04/1879" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8555" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36jFHEreitlingerSprinze.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/36jFHEreitlingerSprinze-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8555" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Franziska (Sprinze) Sabl-Reitlinger, 14/04/1879,  jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Als ich 1995 das Buch über den jüngeren jüdischen Friedhof publizierte, übersah ich leider bei der Inschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/reitlinger-sabl-franziska-14-april-1879/">Franziska Reitlinger</a> den Segenswunsch <span class="hebrEA" dir="rtl">עליו השלום</span> &#8220;auf ihm sei der Friede&#8221; in Zeile 12. Zeile 10-12 lauten:</p>
<blockquote><p>Es versammelten sich bei ihr am Tag ihres Begräbnisses die Söhne ihres ersten Ehemannes, des Vorsitzenden und Leiters der Gemeinde, Herrn Abraham Löb Reitlinger, <strong>auf ihm sei der Friede</strong>.</p></blockquote>
<p>So publizierten wir also Abraham Löb Reitlinger, gestorben 1907, als ihren Ehemann und Franziska als Franziska Sprinze Chaja Reitlinger.</p>
<p>22 Jahre lang wurde dieser fatale Fehler abgeschrieben, in genealogischen Büchern und online in genealogischen Datenbanken. Niemand hat sich die Mühe gemacht, einen Blick auf die hebräische Grabinschrift zu werfen, denn dann wäre der Fehler natürlich sofort aufgefallen.</p>
<ul>
<li>Durch den Segenswunsch &#8220;<em>auf ihm sei Friede</em>&#8221; wird unmissverständlich klar, dass der genannte erste Ehemann Abraham Löb Reitlinger beim Ableben von Franziska (Sprinze Chaja), 1879, nicht mehr am Leben ist, demzufolge nicht 1907 gestorben sein kann! Tatsächlich starb er am 14. September 1826 in Wien und der Reitlinger, der 1907 in Paris starb, war sein Sohn Leopold (Abraham Löb) Reitlinger. Die Namensähnlichkeit von Vater und Sohn war natürlich ein Mitgrund, dass der Fehler so lange unentdeckt blieb.</li>
<li>Durch korrektes Berücksichtigen des Segenswunsches in Verbindung mit Zeile 11 (&#8220;<em>die Söhne ihres ersten Ehemannes</em>&#8220;) der Inschrift wird klar, dass Sprinze Chaja jedenfalls ein zweites Mal geheiratet haben muss (weil sonst &#8220;<em>erster Ehemann</em>&#8221; keinen Sinn macht). Dieser zweite Ehemann, Herr <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/wiesbaden-mordechai-12-maerz-1830/">Markus Mordechai Sabel-Wiesbaden</a>, so wissen wir heute, starb schon 1830. Da seine erste Frau im Februar 1827 starb, kann er Franziska erst frühestens Ende 1827 geheiratet haben. Markus Sabel starb nach ca. 2 Jahren Ehe und war zum Zeitpunkt des Ablebens von Franziska schon 49 Jahre tot!</li>
</ul>
<p>Und auf einmal, nach 22 Jahren, passte auch der Eintrag im Sterbebuch:</p>
<p><figure id="attachment_8556" aria-describedby="caption-attachment-8556" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37sablFranziskaSterbebuch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37sablFranziskaSterbebuch.jpg" alt="Sterbebuch Franziska Sabl, 16/04/1879" width="1600" height="889" class="size-full wp-image-8556" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37sablFranziskaSterbebuch.jpg 1600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/37sablFranziskaSterbebuch-768x427.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8556" class="wp-caption-text">Sterbebuch Franziska Sabl, 16/04/1879</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Franziska (Sprinze Chaja) ist als Franziska Sabel eingetragen, und nicht als Franziska Reitlinger, die wir 22 Jahre lang suchten.</p>
<p>Wir lernen aus dieser Geschichte: Achten Sie bitte immer penibel auf die Segenswünsche!</p>
<p>Schließlich kommen wir noch zum<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="datum" name="datum"></a>Sterbedatum</h3>
<p>Das Sterbedatum wird in hebräischen Inschriften ausschließlich nach dem jüdischen Kalender angegeben. Das Datum wird nie in Zahlen, sondern immer mit hebräischen Buchstaben, die einen bestimmten Zahlenwert haben, angegeben. Wie dieses Datum auch für Nicht-Hebräischkundige erkannt und einfach umgerechnet werden kann, ist Thema meiner <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/hilfe-ich-kann-nicht-hebraeisch/">zweiten Präsentation am Freitag</a>. </p>
<p>Der Grabstein von <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/breier-samuel-13-dezember-1904/">Samuel Breier</a>, gestorben am 13. Dezember 1904, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt:</p>
<p><figure id="attachment_8557" aria-describedby="caption-attachment-8557" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38jFHEbreierSamuel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38jFHEbreierSamuel.jpg" alt="Grabstein / gravestone Samuel Breier, 13/12/1904" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8557" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38jFHEbreierSamuel.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/38jFHEbreierSamuel-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8557" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Samuel Breier, 13/12/1904, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Sie sehen hier schön (Zeile 6), dass das Sterbedatum mit hebräischen Buchstaben angezeigt wird, nie mit Zahlen!</p>
<p>Wenn das Sterbedatum in der hebräischen Inschrift nicht mit dem Sterbedatum im Sterbebuch oder anderen Quellen übereinstimmt, ist die entscheidende Frage in der Praxis immer, welchem Datum vertrauen wir mehr, dem in der Inschrift oder dem im Sterbebuch?</p>
<p><figure id="attachment_8558" aria-describedby="caption-attachment-8558" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEgellesMosesElias.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEgellesMosesElias.jpg" alt="Grabstein / gravestone Mose Elias Gelles, 04/05/1865" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-8558" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEgellesMosesElias.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/39aFHEgellesMosesElias-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8558" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Mose Elias Gelles, 04/05/1865, älterer jüdischer Friedhof / older Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Der Kaufmann <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-moses-elia-04-mai-1865/">Moses Elias Gelles</a> starb laut hebräischer Grabinschrift, die auch heute noch klar zu lesen ist (Zeile 4) am 08. Ijjar 625, umgerechnet Donnerstag, 04. Mai 1865 und ist am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben. In der hebräischen Inschrift ist auch der Wochentag (5. Tag = Donnerstag) angegeben.</p>
<p><figure id="attachment_8559" aria-describedby="caption-attachment-8559" style="width: 3291px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40gellesMosesEliasSterbebuch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40gellesMosesEliasSterbebuch.jpg" alt="Sterbebuch / death book Mose Gelles, 04/05/1865" width="3291" height="156" class="size-full wp-image-8559" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40gellesMosesEliasSterbebuch.jpg 3291w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/40gellesMosesEliasSterbebuch-768x36.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 3291px) 100vw, 3291px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8559" class="wp-caption-text">Sterbebuch / death book Mose Gelles, 04/05/1865</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>In den Sterbematriken findet sich allerdings das Sterbedatum 04. Juni 1865 (also Datumsdifferenz von 1 Monat!). Der Sterbeeintrag wurde offensichtlich nachgetragen und trägt die &#8220;laufende Nummer&#8221; 11a.</p>
<p>Was die Sache prima vista schwieriger macht, ist, dass sich in den Sterbematriken das Sterbedatum auch auf Hebräisch findet, und zwar wie folgt:</p>
<p><span class="hebrEA" dir="rtl">בהעלתך יום א</span> &#8220;am 1. Tag (Sonntag) der (Woche der) Parascha / des Toraabschnitts &#8216;Wenn du die Lampen auf den Leuchter steckst'&#8221; (Numeri 8,1), und das ist im Jahr 625 / 1865 Sonntag, der 10. Siwan = 04. Juni! Also sowohl Datum als auch Wochentag komplett anders als in der hebräischen Inschrift. </p>
<p>Dies bedeutet, dass das hebräische Datum eindeutig das bürgerliche Sterbedatum des Sterbeeintrags im Sterbebuch heranzieht und zwar korrekt rückrechnet, dennoch aber letztlich das falsche Datum liefert. Erwartungsgemäß wird nicht das Datum der hebräischen Grabinschrift genommen, da der Matrikeneintrag bereits im Juni 1865 erfolgte, der Grabstein mit der Grabinschrift aber sehr wahrscheinlich erst am 1. Jahrzeittag nach einem Jahr, also am 04. Mai 1866, gesetzt wurde.</p>
<p>Es darf also so gut wie sicher davon ausgegangen werden, dass der Matrikenführer Mai mit Juni verwechselte und das Sterbedatum falsch eintrug (noch zumal es keinen Eintrag im Mai gibt).</p>
<p>Ein interessantes Beispiel, wo weder der (bürgerliche) Eintrag im Sterbebuch noch der hebräische Eintrag im Sterbebuch, sondern das hebräische Datum in der Grabinschrift der verlässlichste Datumslieferant ist!</p>
<p>Insbesondere bei verderbten und nachgetragenen Matrikeneinträgen ist es von enormem Vorteil, auch die hebräische Grabinschrift zur Verfügung zu haben bzw. diese eben entsprechend zu berücksichtigen.</p>
<p>Nach meiner Erfahrung ist auf die Genauigkeit des Sterbedatums in den hebräischen Inschriften insbesondere dann mehr Verlass als auf Einträge in Sterbebüchern, wenn das Sterbedatum (oder auch das Begräbnisdatum) mit sehr viel Mühe und Akribie verfasst wird:</p>
<p><figure id="attachment_8560" aria-describedby="caption-attachment-8560" style="width: 550px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/41FHMschlesingerRosa.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/41FHMschlesingerRosa.jpg" alt="Grabstein / gravestone Rosa Schlesinger, 15/09/1875" width="550" height="959" class="size-full wp-image-8560" /></a><figcaption id="caption-attachment-8560" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Rosa Schlesinger, 15/09/1875, jüdischer Friedhof / Jewish cemetery in Mattersburg</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/schlesinger-rosa-15-september-1875/">Rosa Schlesinger</a> ist 1875 gestorben und am jüdischen Friedhof Mattersdorf / Mattersburg begraben, ihren Grabstein gibt es nicht mehr. Ihre Mutter ist Sara, Tochter von <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-der-geburtstag/">Rabbi Akiba Eger</a>!</p>
<p>Drittvorletzte und vorletzte Zeile: </p>
<blockquote><p>und wurde zur Ruhe gebracht am Freitag danach, Erev Schabbat Kodesch, Parascha &#8216;Ki Tavo&#8217; (Deuteronomium 26,1-29,8) &#8220;Wenn du in das Land hineinziehst&#8230;&#8221;) 635 nach der kleinen Zeitrechnung = Freitag, 17. September 1875</p></blockquote>
<p>Es liegt auf der Hand, um ein &#8210; in diesem Fall &#8210; Begräbnisdatum so zu formulieren, reicht es nicht, einfach einen Blick auf den jüdischen Kalender zu werfen, da ist wesentlich mehr Mühe, mehr Genauigkeit, mehr Traditionsbewusstsein und mehr religiöses Wissen verlangt.</p>
<p>Sehr verehrte Damen und Herren,</p>
<p>so sehr ich die Nicht- oder Zu-wenig-Beachtung der hebräischen Grabinschriften und anderer hebräischer Quellen (wie Jahrzeittafeln, hebräische Einträge in den Matriken etc.) in der genealogischen Forschung bedauere!, es ist die schöne Sprache der oft mit so viel Weisheit und Liebe geschriebenen Inschriften, die mich nach wie vor am meisten fasziniert. Und ich würde mir wünschen, dass es mir gelungen ist, Sie für diese Schönheit der Sprache der hebräischen Inschriften ein wenig zu begeistern, auch abseits des genealogischen Interesses.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="ursache" name="ursache"></a>Todesursache</h3>
<p>Die häufig in Sterbematriken vermerkte Todesursache spielt für Genealogen keine oder eine nur sehr untergeordnete Rolle (Ausnahme: persönliches Interesse). Ebenso finden wir in hebräischen Grabinschriften nur selten einen Hinweis auf die Todesursache (Ausnahme: Märtyrer, Seuchenopfer usw.).</p>
<p>Hin und wieder findet sich aber eine besonders schöne Formulierung:</p>
<p><figure id="attachment_8561" aria-describedby="caption-attachment-8561" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/42jFHEgabrielElias.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/42jFHEgabrielElias.jpg" alt="Grabstein / gravestone Elias Abraham Gabriel, 15/02/1878" width="1200" height="1800" class="size-full wp-image-8561" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/42jFHEgabrielElias.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/07/42jFHEgabrielElias-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8561" class="wp-caption-text">Grabstein / gravestone Elias Abraham Gabriel, 15/02/1878, jüngerer jüdischer Friedhof / younger Jewish cemetery in Eisenstadt</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gabriel-elias-15-februar-1878/">Elias (Abraham) Gabriel</a> starb am 12. Adar I 638 (15. Februar 1878)</p>
<blockquote><p>mit einem göttlichen Kuss im Alter von 71 Jahren&#8230;</p></blockquote>
<p>lesen wir in Zeile 2.</p>
<p>Zitiert ist hier der babylonischer Talmud, Traktat Moed Qatan 28a und Baba Batra 17a, wo es heißt &#8220;&#8230;und Mirjam starb ebenfalls (d.h. wie Mose) mit einem (göttlichen) Kuss (d. h. ohne Qual und Schmerz)&#8230;&#8221;  Siehe auch Traktat Berachot 8a &#8220;&#8230;die leichteste (Todesart) ist der Kuss(tod)&#8230;&#8221;.</p>
<p>Elias (Abraham) Gabriel starb einen leichten Tod und ist in der sogenannten Rabbinerreihe am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div><br />
Danke!</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="download" name="download"></a>Downloads</h3>
<ul>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/alefbetDeutsch.pdf">Alefbet (hebräische Buchstaben), Zahlenwerte, Namensbeispiele (pdf, 87KB)</a></li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/phrasenDeutsch.pdf">Einleitungsformel, Status, Titel, Segenswünsche, Sterbedatum (pdf, 99KB)</a></li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/download/genealogy/zeitrechnung-monateDeutsch.pdf">Zeitrechnung, die jüdischen Monate (pdf, 83KB)</a></li>
</ul>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Park, Vogelschutzgebiet und einem &#8216;Haus der Ewigkeit&#8217;</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/zwischen-park-vogelschutzgebiet-und-einem-haus-der-ewigkeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2019 05:24:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[währing]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=8442</guid>

					<description><![CDATA[Jüdischer Friedhof Währing Links zum Projekt Zur Übersichtsseite des Projekts &#8220;Jüdischer Friedhof Währing&#8221; Die Grabsteine (The Gravestones) (work in progress) Personenregister Über die Geschichte des jüdischen Friedhofs Währing gibt es mittlerweile &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Jüdischer Friedhof Währing</h2>
<h3>Links zum Projekt</h3>
<ul>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/">Zur Übersichtsseite des Projekts &#8220;Jüdischer Friedhof Währing&#8221;</a></li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/juedischer-friedhof-waehring/">Die Grabsteine (The Gravestones)</a> (work in progress)</li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/personenregister/">Personenregister</a></li>
</ul>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Über die Geschichte des jüdischen Friedhofs Währing gibt es mittlerweile umfangreiche, zum großen Teil auch online verfügbare Literatur. Ich beschränke mich daher in dieser Hinsicht nur auf die nötigsten Informationen.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama06.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-94" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama06.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama06.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama06-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama07.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-94" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama07.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama07.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama07-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama08.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-94" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama08.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama08.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama08-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Der jüdische Friedhof Währing ist der zweitälteste jüdische Friedhof Wiens. Die Sanitätsverordnung Kaiser Josefs II. von 1784 hatte aus hygienischen Gründen Friedhöfe innerhalb des Linienwalls verboten und zur Auflösung des ältesten jüdischen Friedhofes von Wien, dem in der Seegasse, geführt. Der nun angelegte jüngere Friedhof in Währing wurde zwischen 1784 und 1879 belegt. Nach der Schließung des Friedhofes in Währing fanden die meisten Begräbnisse auf dem alten israelitischen Friedhof beim 1. Tor des Zentralfriedhofs, ab 1917 auch beim 4. Tor, statt (mehr Informationen zum Friedhof etwa auf &#8220;<a href="https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Israelitischer_Friedhof_Währing">geschichtewiki.wien.gv.at</a>&#8220;.</p>
<p>Der heute noch erhaltene älteste Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Währing ist der von <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/sinzheim-simon-salloman-13-april-1784/">Simon Salomon Sinzheim</a>. Er starb am 13. April 1784 an Auszehrung und Erschöpfung (!) und war der Neffe von Löb Sinzheim, einem der bedeutendsten Hoffaktoren und Wiener jüdischen Finanzmänner des 18. Jahrhunderts.</p>
<blockquote><p>Die Belegung des Währinger Friedhofs spiegelt die gesamte soziale Breite der jüdischen Bevölkerung Wiens im 19. Jahrhundert wider: Bedeutende, sogar geadelte Familien wie Arnstein, Wertheimstein und Todesco sind hier begraben, und am anderen Ende der Leiter Hausierer, Bettler und die verachteten Schnapsbrenner und Schankwirte, die &#8220;Branntweiner&#8221;, wie sie in Wien genannt wurden. Ihre Herkunftsorte umfassen die gesamte Landkarte der habsburgischen Monarchie sowie viele deutsche Städte.</p></blockquote>
<p><cite><a href="https://waehringer-friedhof.at/waehringer_juedischer_friedhof.html">Keil Martha, Von Baronen und Branntweinern</a> (Original: Martha Keil, Elke Forisch, Ernst Scheiber (Hg.): Denkmale – Jüdische Friedhöfe in Wien, Niederösterreich und Burgenland . Hg. von Club Niederösterreich, Institut für Geschichte der Juden in Österreich, Wien 2006, S. 54-59.)</cite><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringEphrussi.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Joachim Ephrussi, 24. November 1864" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Joachim Ephrussi, 24. November 1864" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Joachim Ephrussi, 24. November 1864" data-rel="lightbox-gallery-95" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringEphrussi.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Joachim Ephrussi, 24. November 1864" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringEphrussi.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringEphrussi-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/gruenebaumSiegmundEmilie.jpg' title="Mausoleum Sigmund und Emilie Grünebaum, 29. Oktober 1872 / 21. Jänner 1879" data-rl_title="Mausoleum Sigmund und Emilie Grünebaum, 29. Oktober 1872 / 21. Jänner 1879" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum Sigmund und Emilie Grünebaum, 29. Oktober 1872 / 21. Jänner 1879" data-rel="lightbox-gallery-95" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/gruenebaumSiegmundEmilie.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum Sigmund und Emilie Grünebaum, 29. Oktober 1872 / 21. Jänner 1879" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/gruenebaumSiegmundEmilie.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/gruenebaumSiegmundEmilie-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringArnstein.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing, Mausoleen der Familie Arnstein" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing, Mausoleen der Familie Arnstein" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing, Mausoleen der Familie Arnstein" data-rel="lightbox-gallery-95" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringArnstein.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing, Mausoleen der Familie Arnstein" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringArnstein.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringArnstein-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Der Plan der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, um 1900 den jüdischen Friedhof Währing in einen öffentlichen Park umzugestalten, dürfte Mitarbeiter der Kultusgemeinde dazu veranlasst haben, alle Grabinschriften abzuschreiben. Die etwa 9.500 Abschriften wurden in den Central Archives of the Jewish People in Jerusalem wieder gefunden.<br />
<a id="heinrich" name="heinrich"></a>Die Abschriften wurden einige Jahre später vom Archivar der Israelitischen Kultusgemeinde, <strong>Dr. Pinkas Heinrich</strong> (geb. 25. Oktober 1865 in Iași (dt.: Jassy, viertgrößte Stadt Rumäniens), zuständig nach Wien, gest. 02. Dezember 1932 in Wien) überarbeitet. Und zwar wirklich akribisch überarbeitet: Denn Heinrich korrigierte nicht nur die Abschreibefehler auf den Blättern, sondern auch die Fehler, die die Steinmetze auf den hebräischen Grabinschriften verursachten. Dass diese Vorgangsweise bald zu Unstimmigkeiten mit der Leitung der Kultusgemeinde führen musste, liegt auf der Hand, waren doch insbesondere die entstehenden Kosten durch die von Heinrich aufgetragenen Korrekturen der Steinmetze und, falls erneut Fehler passierten, wiederholte Korrekturen, bald zu hoch&#8230;<br />
Für uns heute sind die Überarbeitungen Heinrichs von unschätzbarem Wert, weil er nicht nur die Abschriften auf Fehler hin korrigierte und der Zeilengerechtigkeit Rechnung trug, sondern zusätzlich viele biografische Hinweise, v.a. auf Grundlage des Totenbuchs, auf den Blättern nachtrug.<br />
Sie finden bei jedem von uns online gestellten Grabstein auch den Scan der Abschrift (so vorhanden) mit den Korrekturen / Ergänzungen von Dr. Pinkas Heinrich.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama03.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-96" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama03.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama03-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama04.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-96" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama04.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama04.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama04-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama05.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-96" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama05.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama05.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama05-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p class="winzig"><em>Nota bene: Ohne die Abschriften und die Korrekturen und Ergänzungen von Dr. Pinkas Heinrich wäre es bei sehr vielen Gräbern heute unmöglich, sie korrekt zuzuordnen!</em></p>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkas02121932.jpg' title="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV" data-rl_title="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV" data-rel="lightbox-gallery-97" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkas02121932.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkas02121932.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkas02121932-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA01.jpg' title="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt hebräische Inschrift" data-rl_title="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt hebräische Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt hebräische Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-97" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt hebräische Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA01-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA02.jpg' title="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt deutsche Inschrift" data-rl_title="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt deutsche Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt deutsche Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-97" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Dr. Pinkas Heinrich, Zentralfriedhof Wien, Tor IV, Ausschnitt deutsche Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/heinrichPinkasA02-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Der unscheinbare Grabstein von Dr. Pinkas Heinrich befindet sich auf dem Zentralfriedhof, Tor IV, Gruppe 14a, Reihe 9, Stein 44 (übrigens nur wenige Meter entfernt von den Gräbern der aus dem jüdischen Friedhof Währing Exhumierten und am Zentralfriedhof Wiederbestatteten, s.u.). Dr. Heinrich war unverheiratet, das Begräbnis wurde durch seine Versicherung bezahlt. Die hebräische Inschrift ist sehr kurz, trotzdem wird sie dem Gelehrten gerecht:</p>
<blockquote><p>Der vollkommene Weise, der Forscher,<br />
MORENU (unser Lehrer und Meister) Pinkas Heinrich.<br />
E(r starb) am 3. Kislew 693 (= 02. Dezember 1932).<br />
S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens).</p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Jüdischer Friedhof Währing und Eisenstadt</h3>
<p>Viele Grabsteine des jüdischen Friedhofs Währing führen uns nach Eisenstadt. Familien von Wien zogen nach Eisenstadt, die nächste oder übernächste Generation dieser Familien und andere Familien von Eisenstadt nach Wien. So wird etwa <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/janowitz-heinrich-26-juli-1866/">Heinrich (Zwi Hirsch) Janowitz</a> am 18. März 1838 in Eisenstadt geboren, war Kleinhändler in Wien, starb dort am 26. Juli 1866 und ist am jüdischen Friedhof in Währing begraben. Seine rein hebräische Grabinschrift gibt den Herkunftsort an: </p>
<blockquote><p>S(ohn des) wundervollen Rabbinischen, unseres Lehrers und Meisters Jakob Janowitz von den Einwohnern der heiligen jüdischen Gemeinde <strong>Eisenstadt</strong>.</p></blockquote>
<p><strong>Vater</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/janowitz-jakob-21-juni-1872/">Jakob ben Mendel Janowitz</a>, gest. 1872, ist, so wie drei seiner <strong>Schwestern</strong> und zwei seiner <strong>Brüder</strong>, am älteren jüdischen Friedhof, <strong>Mutter</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/janowitz-johanna-05-september-1902/">Johanna Lea Chana Janowitz</a>, gest. 1902, sowie <strong>Schwester</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/austerlitz-katharina-1921/">Katharina, verh. Austerlitz</a>, gest. 1921, sind am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben.<br />
Ebenfalls am älteren jüdischen Friedhof begraben sind die <strong>Großeltern väterlicherseits</strong>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/janowitz-mendel-01-november-1832/">Mendel Janowitz</a>, gest. 1832, und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/janowitz-guetel-24-februar-1841/">Katharina Gütel Janowitz</a>, gest. 1841, sowie die <strong>Großeltern mütterlicherseits</strong>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/pollak-muehlendorf-suesskind-11-jaenner-1853/">Alexander Süßkind ben Rafael Pollak Mühlendorf</a>, gest. 1853 und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/pollak-mirl-08-juli-1873/">Maria Mirl Pollak</a>, gest. 1873.</p>
<p>Nach Eisenstadt führt uns der jüdische Friedhof Währing aber auch ab dem Jahr 1939. Denn im Frühjahr dieses Jahres hatte <a href="https://geschichte.univie.ac.at/de/personen/richard-pittioni-prof-dr">Dr. Richard Pittioni</a> als Leiter des &#8220;Burgenländischen Landschaftsmuseums&#8221; in Eisenstadt seinen Wunsch an die anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien herangetragen, zum Zwecke &#8220;rassenkundlicher&#8221; Forschungen Grabungen an jüdischen Friedhöfen, darunter insbesondere auf dem jüdischen Friedhof Währing, durchzuführen. Im August 1939 wurde ein entsprechender Antrag von Direktor Hans Kummerlöwe beim Ministerium eingebracht. </p>
<p><cite>Siehe vor allem: Teschler-Nicola Maria und Berner Margit, Die Anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums in der NS-Zeit; Berichte und Dkumentation von Forschungs- und Sammlungsaktivitäten 1938-1945, Seite 5. </cite><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringBombentrichter.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing, Bombentrichter" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing, Bombentrichter" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing, Bombentrichter" data-rel="lightbox-gallery-98" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringBombentrichter.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing, Bombentrichter" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringBombentrichter.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringBombentrichter-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama01.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-98" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama01-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama02.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-98" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanorama02-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p class="winzig"><em>Bild links: Im Bombentrichter finden sich unzählige Inschriftenfragmente, die nur sehr mühsam zusammengesetzt bzw. zugeordnet werden können.</em> </p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h4>Exkurs: Dr. Richard Pittioni</p>
<p>Unter besonderer Berücksichtigung Eisenstadts, des ehemaligen jüdischen Viertels, des Landesmuseums, der Wolfsammlung und unserer privaten Synagoge</h4>
<blockquote><p>Der Prähistoriker Richard Pittioni war prägend für die Urgeschichtsforschung des 20. Jahrhunderts in Österreich. Unzählige Publikationen sprechen für sein wissenschaftliches Schaffen, Auszeichnungen und Ehrungen für sein fachliches Ansehen. [&#8230;]  Abgesehen von fachlichen Publikationen erscheint der Name Pittioni in Texten, die sich im relevanten Kontext mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Einerseits findet Pittioni darin Erwähnung als Opfer des NS-Regimes, dem die Lehrbefugnis aberkannt und das in die Provinz abgeschoben wurde, andererseits scheint Pittionis Name immer wieder in Publikationen auf, die sich mit anthropologischen Grabungen zur Gewinnung von Skeletten als Forschungsmaterial auf jüdischen Friedhöfen während der NS-Zeit sowie mit der Verwendung von geraubten Judaica auseinandersetzen.</p>
<p>Pittioni versuchte, den privaten Tempel Wolfs, den &#8220;<a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/die-wertheimersche-schul/">Wertheimertempel</a>&#8220;, unter Denkmalschutz stellen zu lassen, was von der Zentralstelle für Denkmalschutz nicht genehmigt wurde, da dieser für künstlerisch und kulturell zu wenig wertvoll befunden wurde. [&#8230;] Der Grund für Pittionis Bemühungen war, dass das gesamte jüdische Ghetto Eisenstadts zerstört und neu erbaut werden sollte. Am 4. April 1939 fand eine Begehung des Ghettos zur Klärung des weiteren Verfahrens mit den Gebäuden statt, bei der neben Vertretern verschiedener Stellen auch Pittioni zugegen war. Die Häuser des Ghettos wurden als verwahrlost und zur Bewohnung nicht geeignet bezeichnet, Sanierungsmaßnahmen wären zu teuer. Auch Überlegungen, den offiziellen Eisenstädter Tempel zu schützen und als jüdisches Museum einzurichten, wurde aufgrund der Lage verworfen. Allein der jüdische Friedhof und die zur <a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/nathan-und-die-woelfe-von-eisenstadt/">Weinhandlung Wolf</a> sowie zum privaten Museum Wolfs gehörigen Gebäude wurden von der geplanten Zerstörung ausgenommen.
</p></blockquote>
<p><cite>Friedmann Ina, Der Prähistoriker Richard Pittioni (1906-1985) zwischen 1938 und 1945 unter Einbeziehung der Jahre des Austrofaschismus und der beginnenden Zweiten Republik, Wien 2013, Seite 9; 46. </cite></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Intensive Kontakte hatte Pittioni unter anderem mit dem Orientalisten der Universität Wien, <a href="https://geschichte.univie.ac.at/de/personen/viktor-christian-prof-dr">Dr. Viktor Christian</a>, der gemeinsam mit anderen Professoren schon seit 1924 als &#8220;Hakenkreuzprossor&#8221; bezeichnet wurde (und übrigens Lehrer von Prof. Kurt Schubert war, der Christian als &#8220;philosemitischen Nazi&#8221; bezeichnete), und mit Josef Wastl, dem Leiter der Anthropologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums. Dieser hatte 1939 die Ausstellung &#8220;Das körperliche und seelische Erscheinungbild der Juden&#8221; initiiert. Wastl war 1932 der NSDAP beigetreten und hatte eine illegale Betriebszelle am Naturhistorischen Museum gegründet, hielt einen Schulungskurs für Parteifunktionäre zum Thema Rassen- und Vererbungslehre und führte Vermessungen an Kriegsgefangenen sowie an im Wiener Stadion inhaftierten &#8220;staatenlosen&#8221; polnischen Juden, die danach ins KZ Buchenwald deportiert wurden, durch. Wastl war auch an der Hebung und Inventarisierung von Skeletten des jüdischen Friedhofs Währing beteiligt.</p>
<p><cite>Siehe Friedmann Ina, a.a.O., Seite 47; bes. Fußnote 365. </cite></p>
<blockquote><p>Zwischen Sommer 1941 und Frühjahr 1943 erfolgten drei Phasen von Grabzerstörungen und Exhumierungen. [&#8230;] </p>
<p>Um insbesondere die Gründungsväter und verdiente Mitglieder der IKG vor Leichenschändung zu bewahren, exhumierte eine Gruppe von Juden unter dem Leiter des Friedhofsamts, Dr. Ernst Feldsberg, in mehreren Etappen ab Juni 1941 die Angehörigen von dreizehn prominenten Familien, darunter Nathan Arnstein, Michael Lazar Biedermann und Isak Löw Hofmann von Hofmannsthal. Die Gebeine wurden in Einzelgräber am neueren jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs, Viertes Tor, umgebettet.</p></blockquote>
<p><cite>Keil M., a.a.O.</cite></p>
<p>1941 wurden insgesamt 127 Personen exhumiert und auf beiden jüdischen Abteilungen des Wiener Zentralfriedhofes wiederbestattet, siehe dazu besonders <em><a href="https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/bericht-eckstein.pdf">Wolf-Erich Eckstein, Historische Recherche zur Vorbereitung der Restaurierung von Gräbern der 1941/42 aus dem Währinger Israelitischen Friedhof Exhumierten und am Zentralfriedhof, 4. Tor, Gruppe 14a 1941/42 und 1947 Wiederbestatteten, Wien 2015 (pdf)</em></a>.</p>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringTodesko-1.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" data-rel="lightbox-gallery-99" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringTodesko-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringTodesko-1.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringTodesko-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/todeskoHermannZFH.jpg' title="Zentralfriedhof Tor IV, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" data-rl_title="Zentralfriedhof Tor IV, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Zentralfriedhof Tor IV, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" data-rel="lightbox-gallery-99" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/todeskoHermannZFH.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Zentralfriedhof Tor IV, Grab Hermann Todesko, 23. November 1844" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/todeskoHermannZFH.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/todeskoHermannZFH-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/exhumWZFH.jpg' title="Zentralfriedhof Tor IV, 1941 Exhumierte und Wiederbestattete" data-rl_title="Zentralfriedhof Tor IV, 1941 Exhumierte und Wiederbestattete" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Zentralfriedhof Tor IV, 1941 Exhumierte und Wiederbestattete" data-rel="lightbox-gallery-99" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/exhumWZFH.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Zentralfriedhof Tor IV, 1941 Exhumierte und Wiederbestattete" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/exhumWZFH.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/06/exhumWZFH-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p class="winzig"><em>Bild links: Hermann Todesko, Großhändler, Bankier, Direktor der Gloggnitzer Eisenbahn, geb. 21.11.1791 Wien, gest. 23.11.1844, Wien, 53 J., exhumiert 10. Dezember 1941, wiederbestattet am Zentralfriedhof, Tor IV, 16. Dezember 1941. Das (nicht belegte) Grab auf dem jüdischen Friedhof Währing wurde jüngst renoviert.</em></p>
<p class="winzig"><em>Bild Mitte: Grab Hermann Todesko am Zentralfriedhof Tor IV.</em></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<blockquote><p><del datetime="2022-11-04T11:54:38+00:00">Am 8. Jänner 1942 beschlossen die Wiener Ratsherren [&#8230;] die Auflassung aller jüdischen Friedhöfe Wiens. Der Währinger Friedhof wurde durch die umsichtige Intervention von Robert Kraus, einem Beamten des Wiener Kulturamts, in eine Grünanlage und ein Vogelschutzgebiet umgewidmet.</del></p></blockquote>
<p><cite><del datetime="2022-11-04T12:02:48+00:00">Keil M., a.a.O.</del></cite><a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/hoenigMosesAron27081787.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing, Grabstein Moses Aron Hönig, 27. August 1787" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing, Grabstein Moses Aron Hönig, 27. August 1787" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing, Grabstein Moses Aron Hönig, 27. August 1787" data-rel="lightbox-gallery-100" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/hoenigMosesAron27081787.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing, Grabstein Moses Aron Hönig, 27. August 1787" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/hoenigMosesAron27081787.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/hoenigMosesAron27081787-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/sulzerFrancisca10.061855.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Francisca Sulzer, geb. Hirschfeld, 10. Juni 1855" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Francisca Sulzer, geb. Hirschfeld, 10. Juni 1855" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Francisca Sulzer, geb. Hirschfeld, 10. Juni 1855" data-rel="lightbox-gallery-100" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/sulzerFrancisca10.061855.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Francisca Sulzer, geb. Hirschfeld, 10. Juni 1855" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/sulzerFrancisca10.061855.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/sulzerFrancisca10.061855-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/wolfIgnatz17121877.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Ignatz Wolf, 17. Dezember 1877" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Ignatz Wolf, 17. Dezember 1877" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Ignatz Wolf, 17. Dezember 1877" data-rel="lightbox-gallery-100" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/wolfIgnatz17121877.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing, Grab Ignatz Wolf, 17. Dezember 1877" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/wolfIgnatz17121877.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/wolfIgnatz17121877-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p class="winzig"><em>Bild links: Grabinschrift Moses Aron Hönig (damals noch nicht &#8220;Hönigsberg&#8221;): In deutscher Sprache, aber mit hebräischen Buchstaben: &#8220;&#8230; Tabak- und Siegel-Gefäll Direktor&#8230;&#8221;.</em></p>
<p class="winzig"><em>Bild Mitte: Franciska (Fradl) Sulzer, geb. Hirschfeld, aus Hohenems, Ehefrau des Kantors Salomon Sulzer, gest. in Wien Stadt 494 mit 46 Jahren am 10. Juni 1855, begraben am 11. Juni 1855. Text: &#8220;Der unvergesslichen Gattin und Mutter&#8221; und &#8220;Die dankbaren Kinder&#8221; (immerhin 16!).</em></p>
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<h3>Was ist geschehen und was ist nicht geschehen? </h3>
<p>Seit vielen Jahren laufen Initiativen und Projekte, um den jüdischen Friedhof Währing zu sanieren und aufzuarbeiten. Wir haben darüber auch immer wieder berichtet, etwa <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/am-juedischen-friedhof-ii/">hier</a>. </p>
<p>Zwischen 1992 und 1998 lief das Projekt &#8220;<a href="http://www.injoest.ac.at/de/projekte/abgeschlossene-projekte">Der jüdische Friedhof Währing als Quelle zur Sozialgeschichte der Juden Wiens 1784-1874 am Institut für jüdische Geschichte Österreichs</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Als Ergebnis eines Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in den Jahren 1992–1998 wurde eine umfangreiche Datenbank erstellt.</p>
<p>Sie enthält in 8.600 Einträgen Namen, Herkunftsort, Adresse, Beruf, Lebensdaten, Todesursache und Grabnummer von denjenigen Jüdinnen und Juden, die am Währinger Jüdischen Friedhof beerdigt sind. In einem Kooperationsprojekt mit der Bar Ilan Universität Tel Aviv werteten Shlomo Spitzer und sein Team die Grabsteininschriften aus.</p></blockquote>
<p>Leider sind die Ergebnisse nur zum Teil publiziert und damit keinem größeren Publikum zugänglich.<br />
Darüber hinaus ist bis auf einzelne Publikationen und regelmäßig veranstaltete Freiwilligentage bis heute nicht viel passiert. </p>
<p><strong>Mit einer erwähnenswerten Ausnahme:</strong><br />
Schon 2012 indizierte Traude Triebel alle Sterbebücher der IKG (übrigens ohne öffentlichen Auftrag und ohne Fördergelder!), die den jüdischen Friedhof Währing (Wien) betreffen, siehe dazu unseren Blogartikel &#8220;<a href="https://der-transkribierer.at/genealogie/juedischer-friedhof-waehring/">Neue Datenbank mit ca. 29.000 Einträgen von 1784 – 1879</a>&#8220;.</p>
<p>Eine dringend notwendige seriöse und umfassende Aufarbeitung des jüdischen Friedhofs Währing lässt weiter auf sich warten.</p>
<p>Ein neu gegründeter Verein gibt nun Anlass zur Hoffnung:</p>
<p>2017 gründete Günther Havranek den Verein &#8220;<a href="https://www.facebook.com/friedhof18.wien/">Rettet den jüdischen Friedhof Währing</a>&#8220;. Sprecherin des Vereins ist Dr.<sup>in</sup> Jennifer Kickert. In der Grundsatzerklärung heißt es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Der Verein &#8220;Rettet den jüdischen Friedhof Währing&#8221; hat sich das Ziel gesetzt, die Israelitische Kultusgemeinde Wien bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen. Dafür werden Spenden gesammelt, ein kleines Museum eingerichtet, Freiwilligenarbeit zur Reduktion des Pflanzenwuchses organisiert und regelmäßig Führungen veranstaltet, um das öffentliche Bewusstsein für diesen so bedeutsamen Ort in Wien stärken.</p></blockquote>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt unterstützt gerne den Verein, insbesondere wenn es neben den geplanten Sanierungsmaßnahmen auch um eine wirklich seriöse und längst fällige, gründliche Aufarbeitung dieses berühmten Friedhofes, der ein einzigartiges Dokument der Wiener Kultur, Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft in der Zeit des Biedermeier ist, geht. </p>
<p>Konkret ist gemeint, dass wir sukzessive die hebräischen Grabinschriften (es gibt tausende davon), transkribieren und möglichst auch übersetzen, jedenfalls aber die wichtigsten Daten auslesen werden, digitalisieren und vor allem online publizieren.</p>
<p>Projektbeginn: Schawu&#8217;ot 5779 / Juni 2019.</p>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara12.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-101" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara12.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara12.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara12-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara10.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-101" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara10.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof Währing" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara10.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara10-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara11.jpg' title="Jüdischer Friedhof Währing" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Währing" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Währing" data-rel="lightbox-gallery-101" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara11.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara11.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2019/05/waehringPanomara11-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

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<h3>Links zum Projekt</h3>
<ul>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/">Zur Übersichtsseite des Projekts &#8220;Jüdischer Friedhof Währing&#8221;</a></li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/juedischer-friedhof-waehring/">Die Grabsteine (The Gravestones)</a> (work in progress)</li>
<li><a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/personenregister/">Personenregister</a></li>
</ul>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] In einer E-Mail an mich vom 01. November 2022 erklärt Martha Keil, dass  das oben zitierte &#8220;Vogelschutzgebiet&#8221; nach neuesten Recherchen nicht nachweisbar ist und mehr unter &#8220;wishful thinking&#8221; fällt.<br />
Daher wurde das Zitat auf Wunsch von Martha Keil oben zur Gänze gestrichen. Der Artikeltitel bleibt aber, weil er als &#8216;permanent URL&#8217; angelegt ist und zudem alleine etwa 50 Blogartikel (nur auf der Koscheren Melange) sowie eine große Anzahl an externen Zitationen sich auf diesen Titel beziehen bzw. auf ihn verlinkt sind. [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/zwischen-park-vogelschutzgebiet-und-einem-haus-der-ewigkeit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es bleibt noch viel zu tun&#8230; Gedenkjahr 2018ff</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/gedenkjahr2018ff/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/gedenkjahr2018ff/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2018 09:38:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[chanukka]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Status quo, viele Fakten, viele Hypothesen Vor 80 Jahren, im November 1938, gab es im Burgenland keine jüdischen Gemeinden, keine Juden mehr. 1938 bedeutete das endgültige Aus einer jahrhundertelangen, in Europa &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Status quo, viele Fakten, viele Hypothesen</h2>
<p>Vor 80 Jahren, im November 1938, gab es im Burgenland keine jüdischen Gemeinden, keine Juden mehr. 1938 bedeutete das endgültige Aus einer jahrhundertelangen, in Europa einzigartigen Geschichte der Juden und jüdischen Geschichte in unserer Region.</p>
<p>In unserem Newsletter vom Februar 2018 haben wir angekündigt, insbesondere in diesem Gedenkjahr den Juden Eisenstadts ihre Namen und vor allem ihre Geschichte wiederzugeben.<br />
Die Bilanz, die wir nun ziehen wollen, ist durchmischt.</p>
<p>Sicher erfreulich ist, dass es uns gelungen ist, beide jüdischen Friedhöfe Eisenstadts, den weltberühmten <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">älteren jüdischen Friedhof</a> und den <a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">jüngeren jüdischen Friedhof</a>, digital vollständig zu erfassen (insgesamt 1.358 Grabsteine und 1.375 Personen) und vor Ort mit Standortnummern und QR-Codes zu versehen. Jeder in Eisenstadt Begrabene kann damit ab sofort sicher gefunden werden.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR02.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" data-rel="lightbox-gallery-102" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR02-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR03.jpg' title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" data-rl_title="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" data-rel="lightbox-gallery-102" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt mit QR-Codes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR03.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR03-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR04.jpg' title="Grabstein Fritz Hirschel mit QR-Code" data-rl_title="Grabstein Fritz Hirschel mit QR-Code" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Fritz Hirschel mit QR-Code" data-rel="lightbox-gallery-102" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR04.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Fritz Hirschel mit QR-Code" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR04.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/jhfeQR04-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Besonders der jüngere jüdische Friedhof aber stellte uns vor unerwartete Herausforderungen. Am Friedhof <strong>fehlen (physisch) etwa 150 Grabsteine</strong>, sie wurden wohl nach 1945 gestohlen, nur mehr die Sockel zeugen von ihrer ehemaligen Existenz.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel01.jpg' title="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-103" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel01-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel02.jpg' title="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-103" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel02-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel03.jpg' title="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-103" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sockel von Grabsteinen am jüngeren jüdischen Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel03.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/11/sockel03-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Der jüngere jüdische Friedhof wurde 1875 angelegt, auf ihm befinden sich heute <strong>287</strong> Grabsteine.</p>
<p>Die Sterbebücher von Eisenstadt weisen für die Zeit November 1874 (das letzte Begräbnis am älteren Friedhof fand am 28. Oktober 1874 statt) bis 1938 allerdings <strong>801 Einträge</strong> auf. </p>
<p>Nur <strong>126 Grabsteine</strong> bzw. Personen am jüngeren Friedhof können Matrikeneinträgen in diesem Zeitraum zugeordnet werden! Die anderen Grabsteine (der 287) sind Massengräber, nach 1945 Begrabene oder Jüdinnen/Juden, die in anderen Orten verstorben sind und nach Eisenstadt überführt wurden, jedenfalls nicht im Sterbebuch Eisenstadt eingetragen sind.</p>
<p>Am jüngeren jüdischen Friedhof befanden sich <strong>bis 1938 also etwa 430 Grabsteine</strong> (ca. 150 heute fehlende und 280 vorhandene, die erste Reihe mit 7 Grabsteinen wurde nach 1945 angelegt).</p>
<p>Gehen wir davon aus, dass die fehlenden ca. 150 Grabsteine Jüdinnen und Juden gehörten, die auch im Sterbebuch Eisenstadt eingetragen sind (801 Einträge von Jüdinnen und Juden, die in Eisenstadt begraben sein könnten, und 126 Grabsteine, die wir diesen Einträgen zuordnen können), fehlen etwa 525 Grabsteine. Waren unter den nachweislich fehlenden 150 Grabsteinen auch solche von Jüdinnen und Juden, die überführt wurden usw. und nicht im Sterbebuch eingetragen sind, <strong>fehlen</strong> &#8210; theoretisch &#8210; <strong>mindestens 525, im Worst Case aber 675 Grabsteine</strong>.</p>
<p>Da aber de facto am jüngeren jüdischen Friedhof mit Sicherheit weder 525 noch 675 Grabsteine fehlen, bleibt für uns die leider große Unsicherheit, wo diese Menschen begraben wurden. In den Sterbebüchern von Eisenstadt findet sich kein Hinweis auf den Begräbnisort, Begräbnisbücher fehlen zur Gänze.</p>
<h3>Conclusio:</h3>
<p>Da wir weder wissen, wie viele Jüdinnen/Juden von den 801 Einträgen in den Sterbebüchern tatsächlich am jüdischen Friedhof von Eisenstadt begraben wurden, noch, wie viele Jüdinnen/Juden von den ca. 150 physisch fehlenden Grabsteinen den 801 Matrikeneinträgen zugeordnet werden können, bleiben viele Unsicherheiten.<br />
Es ist traurig, dass wir von mindestens 525 Jüdinnen und Juden aus Eisenstadt nicht wissen, wo sie begraben sind, nicht ihre Geschichte kennen.</p>
<p>Es bleibt noch viel zu tun&#8230; Gedenkjahr 2018ff.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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		<title>Franz &#8211; Der Lieblingsneffe der Tante Jolesch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 07:48:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[chile]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Franz Jolesch starb am 25. Juli 1961 in Santiago de Chile und ist am jüdischen Friedhof daselbst in Sektor R, Reihe 5, Nummer 24 begraben. Im Friedhofsregister ist Franz Jolesch eingetragen, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Franz Jolesch starb am 25. Juli 1961 in Santiago de Chile und ist am jüdischen Friedhof daselbst in Sektor R, Reihe 5, Nummer 24 begraben.</strong></p>
<p>Im Friedhofsregister ist Franz Jolesch eingetragen, die Messingbuchstaben der Grabinschrift sind bis auf zwei Zahlen verschwunden (gestohlen?). Allerdings macht die Rückseite des Grabsteines sicher, dass es sich wirklich um den Grabstein von Franz Jolesch handelt:  </p>
<blockquote><p><strong>In Liebe<br />
Deine Kató</strong></p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranz.jpg' title="Grabstein Franz Jolesch, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" data-rl_title="Grabstein Franz Jolesch, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Franz Jolesch, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" data-rel="lightbox-gallery-104" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranz.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Franz Jolesch, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranz.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranz-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranzR.jpg' title="Grabstein Franz Jolesch, Rückseite, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" data-rl_title="Grabstein Franz Jolesch, Rückseite, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Franz Jolesch, Rückseite, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" data-rel="lightbox-gallery-104" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranzR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Franz Jolesch, Rückseite, 25. Juli 1961, jüdischer Friedhof Santiago de Chile" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranzR.jpg 1257w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/sclJoleschFranzR-768x1025.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Schon ganz am Anfang des ersten Kapitels von Friedrich Torbergs &#8220;Tante Jolesch&#8221; wird der Tante Lieblingsneffe Franz vorgestellt:</p>
<blockquote><p>Was nun die Tante Jolesch selbst betrifft, so verdanke ich die Kenntnis ihrer Existenz &#8210; und vieler der von ihr überlieferten Aussprüche &#8210; meiner Freundschaft mit ihrem Neffen Franz, dem lieben, allseits verhätschelten Sprößling einer ursprünglich aus Ungarn stammenden Industriellenfamilie, die seit langem in einer der deutschen Sprachinseln Mährens ansässig und zu beträchtlichem Wohlstand gelangt war. Franz, bildhübsch und mit einer starken Begabung zum Nichtstun ausgestattet (das er nur dem Bridgespiel und der Jagd zuliebe aufgab), muß um mindestens zwölf Jahre älter gewesen sein als ich, denn er hatte bereits am Ersten Weltkrieg teilgenommen und wurde von seinen gleichaltrigen Freunden auch späterhin noch scherzhaft als &#8216;Seiner Majestät schönster Leutnant&#8217; bezeichnet. Ich war wiederholt auf dem mährischen Besitz seiner Familie zu Gast &#8230; Die einrückenden Deutschen hatten ihn 1939 als Juden eingesperrt, die befreiten Tschechen hatten ihn 1945 als Deutschen ausgewiesen. Man könnte sagen, daß sich auf seinem Rücken die übergangslose Umwandlung des Davidsterns in ein Hakenkreuz vollzog. Er verbrachte dann noch einige Zeit in Wien und übersiedelte schließlich nach Chile, wo er bald darauf an den Folgen seiner KZ-Haft gestorben ist. Die Tante Jolesch hat das alles nicht mehr erlebt&#8230; </p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Als wir vor einigen Jahren einer 1939 von Wien nach Santiago de Chile emigrierten Dame, die vor einigen Tagen ihren 90. Geburtstag feierte, das Buch &#8220;Tante Jolesch&#8221; übergaben, rief sie erfreut nach dem Lesen der ersten Zeilen über den Neffen Franz: &#8220;Ja, ich habe Franz Jolesch noch persönlich gekannt&#8221;.</p>
<p>Selbstverständlich wusste Torberg sehr wohl, dass Franz 1961 in Chile verstorben ist &#8210; und nicht kurz nach seiner Ankunft in Chile &#8210;, er hatte seiner Frau Katharina (Kató) zum Tod von Franz Jolesch kondoliert.</p>
<blockquote><p>Dennoch kann man verstehen, warum Torberg dieses Detail der Biografie umgeschrieben hat. Er wollte zeigen, dass Überlebende der Konzentrationslager oft recht bald an den dort erlittenen physischen und psychischen Wunden verstorben sind. Auch sie sind Opfer der Schoa. <a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a></p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Schon vor gut fünf Jahren hatten sich Robert Sedlaczek mit der Tante Jolesch sowie der Genealoge Georg Gaugusch mit der Genealogie zur Familie Jolesch, die er für das Buch von Sedlaczek zur Verfügung stellte, intensiv beschäftigt <a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a> &#8210; (beide Autoren nennen allerdings weder ein genaues Sterbedatum noch den Begräbnisort von Franz Jolesch).</p>
<p><strong>Franz Jolesch</strong> (s. Porträtfoto auf <a href="https://www.geni.com/people/Franz-Jolesch-Zeisl/6000000046861960734">geni.com</a>), geb. 20. Dezember 1898 in Wiese bei Iglau (IKG Pirnitz, Mähren), nach Buchenwald deportiert, dort befreit worden, gest. 25. Juli 1961 in Santiago de Chile, am jüdischen Friedhof daselbst begraben.</p>
<p><strong>Vater: <a href="https://www.geni.com/people/Emil-Jolesch/6000000008900368313">Emil Jolesch</a></strong>, Textilfabrikant, geb. 10. Juni 1868 in Wiese bei Iglau, gest. 20. Jänner 1935 in <a href="http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&#038;aid=nfp&#038;datum=19350122&#038;seite=17&#038;zoom=2">Wien</a><br />
<strong>Mutter: <a href="https://www.geni.com/people/Olga-Jolesch/6000000009535947684">Olga Zeisl</a></strong>, geb. 18. April 1879 in Gablonz an der Neisse (Böhmen), am 23. Juli 1942 von Prag ins Ghetto Theresienstadt deportiert und am 01. September 1942 von dort nach Raasiku (Estland) und ermordet (<a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=4786632&#038;ind=0">Schoa-Opfer</a>)</p>
<p><strong>1. Ehefrau: <a href="https://www.geni.com/people/Louise-Fischer-Eisler-Boschan-Jolesch/6000000020157499811">Anna Louise Gosztonyi de Abalehota</a></strong>, römisch-katholisch, geb. 06. März 1906 in Wien, gest. 04. Juli 1998 in Wien, begraben 16. Juli 1998 am Döblinger Friedhof 11/5/6.<br />
Die Hochzeit mit Franz Jolesch fand am 07. Jänner 1927 in Budapest statt (Ehe wurde am 09. September 1935 geschieden, s.u.):</p>
<figure id="attachment_8106" aria-describedby="caption-attachment-8106" style="width: 2300px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/hieratJoleschFLouiseG.jpg" data-rel="lightbox-gallery-104" data-rl_title="Matriken Hochzeit Franz Jolesch und Luiza Anna Gosztonyi, Budapest 07. Jänner 1927" data-rl_caption="Matriken Hochzeit Franz Jolesch und Luiza Anna Gosztonyi, Budapest, 07. Jänner 1927" data-magnific_type="gallery" title="Matriken Hochzeit Franz Jolesch und Luiza Anna Gosztonyi, Budapest 07. Jänner 1927"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/hieratJoleschFLouiseG.jpg" alt="Matriken Hochzeit Franz Jolesch und Luiza Anna Gosztonyi, Budapest 07. Jänner 1927" width="2300" height="1552" class="size-full wp-image-8106" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/hieratJoleschFLouiseG.jpg 2300w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/10/hieratJoleschFLouiseG-768x518.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 2300px) 100vw, 2300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8106" class="wp-caption-text">Matriken Hochzeit Franz Jolesch und Luiza Anna Gosztonyi, Budapest, 07. Jänner 1927</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Budapest als Hochzeitsort wurde vom Vater gewählt, der gegen die Hochzeit war und tags darauf bei einem Notar in Wien ein Testament aufsetzen ließ, das Franz Jolesch auf den Pflichtteil reduzierte <a id="fn3" name="fn3"></a><a href="#f3">[3]</a>.</p>
<p>Louise hatte bei der Hochzeit mit Franz Jolesch schon eine kurze Ehe hinter sich: Heirat am 10. August 1924 mit <a href="https://www.geni.com/people/György-Boschan/6000000010360772197"><em>(Anton) Georg Boschan</em></a>, geb. 21. November 1895 in Wien II, Sohn des Weingroßhändlers <em><a href="https://www.geni.com/people/Ferenc-Boschán/6000000010361143761">Franz Boschan</a></em> aus Baja (Ungarn) und der <em><a href="https://www.geni.com/people/Aranka-Boschán/6000000010361318715">Aranka Weiss</a></em> aus Neutra. Die Ehe wurde geschieden. Anton Georg Boschan wurde nach Buchenwald deportiert und am 15. November 1944 ermordet (<a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=6490960&#038;ind=0">Schoa-Opfer</a>).</p>
<p>Nach der Scheidung von Franz Jolesch am 09. September 1935 (Bezirksgericht Iglau) war Louises 3. Ehemann der österreichische Komponist, Schönberg-Schüler und &#8220;politisch sowie künstlerisch einer der engsten Weggefährten Bert Brechts&#8221;<a id="fn4" name="fn4"></a><a href="#f4">[4]</a>  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Eisler"><em>Hanns Eisler</em></a>, geb. 06. Juli 1898 in Leipzig, gest. 06. September 1962 in Ost-Berlin:<br />
Die Hochzeit fand am 07. Dezember 1937 in Prag statt und wurde 1954 (so Georg Gaugusch, März 1955 lt. Wikipedia) in Wien geschieden.</p>
<p>Am 22. September 1955 heiratete Louise ihren 4. Ehemann, den Schriftsteller und kommunistischen Politiker <em><a href="https://www.geni.com/people/Ernst-Fischer-Ritter-von-Ledenice/6000000020720157175"><em>Ernst Fischer</em></a></em>, geb. 03. Juli 1899 in Komotau (Böhmen), gest. 31. Juli 1972 in Prenning bei Deutsch-Feistritz (Steiermark; Beisetzung der Urne am 31. August 1972 auf dem Wiener Zentralfriedhof).</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Übrigens: Es war &#8210; laut Friedrich Torberg &#8210; Louise, die Lieblingsnichte der Tante Jolesch, die versuchte, der Tante Jolesch am Totenbett das Rezept ihrer berühmten Krautfleckerl zu entlocken:</p>
<blockquote><p>Und dann also nahte für die Tante Jolesch das Ende heran, ihre Uhr war abgelaufen, die Familie hatte sich um das Sterbelager versammelt, in die gedrückte Stille klangen murmelnde Gebete und verhaltenes Schluchzen, sonst nichts. Die Tante Jolesch lag reglos in den Kissen. Noch atmete sie.<br />
Da faßte sich ihre Lieblingsnichte Louise ein Herz und trat vor. Aus verschnürter Kehle, aber darum nicht minder dringlich kamen ihre Worte:<br />
&#8216;Tante &#8210; ins Grab kannst du das Rezept ja doch nicht mitnehmen. Willst du es uns nicht hinterlassen? Willst du uns nicht endlich sagen, wieso deine Krautfleckerln immer so gut waren?&#8217;<br />
Die Tante Jolesch richtete sich mit letzter Kraft ein wenig auf:<br />
&#8216;weil ich nie genug gemacht hab&#8230;&#8217;<br />
Sprach&#8217;s, lächelte und verschied.</p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><strong>2. Ehefrau (von Franz Jolesch): <a href="https://www.geni.com/people/Catarina-Jolesch/6000000046862323406">Katharina (Catalina, Kató) Zahler</a></strong>, geb. 08. Juli 1912 in Kaschau (damals Ungarn, heute Košice, Slowakei), gest. 16. März 1989 in Wien III, Rudolfspital (Wohnort: Wien I, Mahlerstraße 3/5/20, begraben 28. März 1989 am Zentralfriedhof Wien 4. Tor 18a/36/26).<br />
Die Hochzeit muss kurz nach der Scheidung von Franz Jolesch von seiner ersten Frau Anna Louise Gosztonyi de Abalehota (s.o.) stattgefunden haben.</p>
<blockquote><p>Am 19. Februar 1936 sucht sie schon als Katharina Jolesch um einen Pass an. Als die Nazis die &#8216;Rest-Tschechei&#8217; besetzten, fliehen beide nach Kaschau. Nach dem Krieg geht das Ehepaar zunächst nach Wien, im April 1949 schiffen sie sich von Liverpool nach Chile ein<a id="fn5" name="fn5"></a><a href="#f5">[5]</a></p></blockquote>
<p>In Chile konnte sich Franz Jolesch offensichtlich in der ihm angestammten Textilbranche eine neue Existenz aufbauen. 1957 waren Franz und Kató Jolesch auf einen Besuch in Wien, wo sie sehr wahrscheinlich auch Friedrich Torberg trafen<a id="fn5" name="fn6"></a><a href="#f6">[6]</a>.</p>
<p>Nach Franz Joleschs Tod blieb Kató noch eine Zeit lang in Chile, danach offensichtlich in New York und kehrte schließlich nach Wien zurück, in jene Stadt, wo auch Louise, die erste Frau von Franz Jolesch lebte<a id="fn7" name="fn7"></a><a href="#f7">[7]</a>. </p>
<blockquote><p>Am 5. April 1975 schreibt sie [Kató, Anm. d. Verf.] Torberg. Soeben habe sie einen Anruf von einer Freundin bekommen, die ihr die &#8216;liebevollen Erinnerungen an den Franzl&#8217; vorgelesen habe: &#8216;Ich bin ganz gerührt und will mich schön bedanken. Er hat Sie sehr geliebt. Jetzt kommt eine unbescheidene Bitte. Könnte ich als letzte Jolesch ein gewidmetes Exemplar vom liebsten Autor [er]bitten? Viel Glück und alles Liebe. Herzlichst Ihre Kató Jolesch.&#8217;<br />
Torberg antwortet gleich am 7. April: Jetzt geht er in die Offensive &#8210; um sich spätere Diskussionen zu ersparen. Kató Jolesch hat zu diesem Zeitpunkt das Buch ja noch nicht gelesen. &#8216;Liebe Kató, das war eine freudige Überraschung von Ihnen zu hören, und das gewünschte Widmungsexemplar geht mit gleicher Drucksachenpost an Sie ab. Sie werden übrigens merken, daß die Tante Jolesch kein Abbild der wirklichen ist, sondern eine symbolische Figur. Wirklich ist, was über den Franzl drinsteht. Ich bin glücklich, ihm und unserer Freundschaft auf diese Weise ein kleines Denkmal gesetzt zu haben&#8230;&#8217; <a id="fn8" name="fn8"></a><a href="#f8">[8]</a></p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Robert Sedlaczek, Die Tante Jolesch und ihre Zeit. Eine Recherche, Innsbruck-Wien 2013, 248 [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] <a href="https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/543756_Die-boese-Nichte-der-Tante-Jolesch.html">Robert Sedlaczek &#8220;Die &#8216;böse&#8217; Nichte der Tante Jolesch&#8221;, in: Wiener Zeitung, 03. 05. 2013</a>, <a href="https://derstandard.at/1363709264277/The-Making-of-Die-Tante-Jolesch">Robert Sedlaczek &#8220;The Making of &#8216;Die Tante Jolesch'&#8221;, in: Der Standard, 26. 04. 2013</a>, <a href="https://onlinemerker.com/robert-sedlaczek-die-tante-jolesch-und-ihre-zeit/">Robert Sedlaczek &#8220;Die Tante Jolesch und ihre Zeit&#8221;, in: Online Merker. Die internationale Kulturplattform, 20. 07. 2013</a>, und besonders: Robert Sedlaczek, Die Tante Jolesch und ihre Zeit. Eine Recherche, a.a.O., 264ff [<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] Siehe <a href="https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/543756_Die-boese-Nichte-der-Tante-Jolesch.html">Robert Sedlaczek &#8220;Die &#8216;böse&#8217; Nichte der Tante Jolesch&#8221;, in: Wiener Zeitung, 03. 05. 2013</a> [<a href="#fn3" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (3)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f4" name="f4"></a>[4] Robert Sedlaczek, Die Tante Jolesch und ihre Zeit. Eine Recherche, a.a.O., 122 [<a href="#fn4" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (4)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f5" name="f5"></a>[5] Robert Sedlaczek, Die Tante Jolesch und ihre Zeit, a.a.O., 150 [<a href="#fn5" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (5)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f6" name="f6"></a>[6] Siehe Robert Sedlaczek, Die Tante Jolesch und ihre Zeit, a.a.O., 150f [<a href="#fn6" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (6)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f7" name="f7"></a>[7] Siehe Robert Sedlaczek, Die Tante Jolesch und ihre Zeit, a.a.O., 153 [<a href="#fn7" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (7)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f8" name="f8"></a>[8] Robert Sedlaczek, Die Tante Jolesch und ihre Zeit, a.a.O., 248 [<a href="#fn8" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (8)</a>]</p>
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		<title>Rosch haSchana 5779</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/genealogie/rosch-haschana-5779/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Sep 2018 19:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[shoa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=8040</guid>

					<description><![CDATA[English version, see below Heute ist Erev Rosch haSchana. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unserer Koscheren Melange ein glückliches und gesundes neues Jahr 5779. שנה טובה ומתוקה, כתיבה וחתימה טובה! &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Down to 'English version'" href="#evRH">English version, see below</a><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p class="centered"><strong>Heute ist Erev Rosch haSchana. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unserer Koscheren Melange ein glückliches und gesundes neues Jahr 5779.</strong></p>
<p class="centered"><strong><span class="hebrEA" dir="rtl">שנה טובה ומתוקה, כתיבה וחתימה טובה!</span></strong></p>
<p>Zu Rosch haSchana 5776 (2015) konnten wir unser großes Projekt zum <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">älteren jüdischen Friedhof</a>, zu Rosch haSchana 5778 (2017) das zum <a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">jüngeren jüdischen Friedhof</a> von Eisenstadt fertigstellen.</p>
<h2>Gedenkjahr 2018.</h2>
<p><strong>Die Familie Gellis&#8230;</strong></p>
<p>Pünktlich zu Rosch haSchana 5779 sind die Geburts-, Hochzeits- und Sterbematriken von Eisenstadt 1895 bis 1938 (Geburtsmatriken aus Datenschutzgründen derzeit nur bis 1918) online gegangen.</p>
<p>Es wird &#8211; auch besonders in diesem Gedenkjahr &#8211; viel zu viel theoretisch und allgemein über Juden, den &#8220;Anschluss&#8221; und den Holocaust gesprochen. Die Folge ist nicht nur durch Worthülsen entstehende Beliebigkeit, sondern die Schoa droht, oft wohl bewusst intendiert, dadurch ihre Singularität zu verlieren.</p>
<p>Indizes sind nicht nur eine enorme Hilfe für alle genealogisch Interessierten und schlicht eine der unabdingbaren Notwendigkeiten einer effizienten und seriösen historischen Aufarbeitung der Geschichte der Juden, sondern die Indizes zu schreiben bedeutet vor allem &#8210; ähnlich unserer Arbeit auf den <a href="https://der-transkribierer.at/friedhoefe/">jüdischen Friedhöfen</a> &#8210;, den Juden ihre Namen und darüber hinaus noch viel mehr ihnen ihre Geschichte wiederzugeben.</p>
<p>Auch beim Schreiben der Eisenstädter Matrikenindizes waren wir mit Geschichten konfrontiert, die oft an die Substanz gehen:</p>
<p>Am 11. Juni 1938, zu einem Zeitpunkt, als die Nazis längst begonnen hatten, die Juden aus Eisenstadt und den anderen jüdischen Gemeinden des heutigen Burgenlandes abzutransportieren, beging der arbeitslose Schuhmachergehilfe <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-samuel-11-juni-1938/">Samuel (Schmuli) Gellis</a> mit 54 Jahren Selbstmord, er erhängte sich.<br />
Seine etwas ältere Schwester Therese heiratete 1904 Bernhard Simon. Das Ehepaar hatte 3 Kinder.<br />
<a href="https://www.doew.at/personensuche?gestapo=on&#038;findall=&#038;lang=de&#038;shoah=on&#038;politisch=on&#038;spiegelgrund=on&#038;firstname=resie&#038;lastname=simon&#038;birthdate=&#038;birthdate_to=&#038;birthplace=Eisenstadt&#038;residence=&#038;newsearch=10&#038;iSortCol_0=1&#038;sSortDir_0=asc&#038;lang=de&#038;suchen=Suchen">Therese Simon</a> wurde am 06. Februar 1942 nach Riga transportiert und in der Schoa ermordet. Ihr Ehemann <a href="http://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&#038;s_lastName=simon&#038;s_firstName=bernat&#038;s_place=&#038;s_dateOfBirth=&#038;s_inTransport=">Bernhard Simon</a> wurde am 23. Oktober 1941 ins Ghetto Lodz transportiert und ebenfalls ermordet.<br />
Was mit der älteren Schwester von Samuel Gellis, Gisela, und mit seiner jüngeren Schwester Pauline geschehen ist und ob sie die Schoa überlebt haben, wissen wir leider nicht.</p>
<p>Beide Eltern von Samuel Gellis und seinen Schwestern, <strong>Vater</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-abraham-13-februar-1919/">Abraham Gellis</a>, gest. 1919, und <strong>Mutter</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-josefine-15-april-1925/">Josefine Gellis, geb. Rosenthal</a>, gest. 1925, sind ebenfalls auf dem jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt begraben.</p>
<p>Auf dem jüngeren jüdischen Friedhof finden wir auch die Gräber des <strong>Großvater</strong>s und der <strong>Großmutter</strong> von Samuel Gellis und seinen drei Schwestern: <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-bernhard-10-april-1887/">Bernhard Gellis</a>, gest. 1887, und <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-franziska-07-juni-1905/">Franziska Gellis, geb. Stroh</a>, gest. 1905.</p>
<p>Und auf dem älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt sind der <strong>Urgroßvater</strong>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-moses-elia-04-mai-1865/">Mose Elias Gellis</a>, gest. 1865, die <strong>Urgroßmutter</strong>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-malka-21-juni-1868/">Amalia Gellis, geb. Schischa</a>, gest. 1868 sowie der <strong>Ururgroßvater</strong>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-jakob-23-maerz-1858/">Jakob Gellis</a>, gest. 1858, und die <strong>Ururgroßmutter</strong>, <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-guetel-chaja-21-mai-1843/">Gütel Chaja Gellis</a>, gest. 1843, begraben.</p>
<p>Der Ururgroßvater, Jakob Gellis, wird in der hebräischen Grabinschrift als Vornehmer und Toragelehrter beschrieben.</p>
<p>Ebenfalls auf dem älteren jüdischen Friedhof finden sich die Gräber des <strong>Urgroßvater</strong>s und der <strong>Urgroßmutter mütterlicherseits</strong>: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/stroh-jakob-21-november-1856/">Jakob Stroh</a>, gest. 1856, und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/stroh-roesel-01-juni-1866/">Rösel Stroh</a>, gest. 1866.</p>
<p><strong>Fünf Generationen Familie Gellis. 220 Jahre lebte, wohnte und arbeitete die Familie Gellis sicher und zufrieden in Eisenstadt.<br />
Bis 1938.</strong></p>
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<hr /></div>
<p><a id="ev" name="evRH"></a></p>
<p class="centered"><strong>Wishing you all</strong></p>
<p class="centered"><strong><span class="hebrEA" dir="rtl">שנה טובה וחתימה טובה</span></strong></p>
<p class="centered"><strong>filled with good health and happiness!</strong></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>At Rosh haShana 5776 (2015) we could finish our project &#8220;<a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">Localizing the Graves in Eisenstadt&#8217;s Older Jewish Cemetery</a>&#8220;, at Rosh haShana 5778 (2017) we were able to complete the project on the <a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">younger Jewish Cemetery of Eisenstadt</a>.</p>
<h2>The Commemorative Year 2018.</h2>
<p><strong>The Gellis family…</strong></p>
<p>Just in time for Rosh haShana 5779 we could publish the indices for the birth-, marriage- and death records of Eisenstadt 1895 – 1938. </p>
<p>There is – especially in the commemorative year – often too theoretical talk about the Jews, the &#8220;Anschluss&#8221; and the Holocaust. As a result the Shoa is threatened to lose its singularity.</p>
<p>Indices are not only a tremendous help to anyone interested in genealogy, but writing indices is – similar to our work on the <a href="https://der-transkribierer.at/friedhoefe/">Jewish Cemeteries</a> &#8211; above all about giving back jews their names and their history.</p>
<p>Even when writing the Eisenstadt indices, we were confronted with touching stories.</p>
<p>On June 11, 1938, at a time when the Nazis had long begun to deport the Jews from Eisenstadt and all other Jewish Communities of today’s Burgenland, the unemployed shoemaker’s assistant <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-samuel-11-juni-1938/">Samuel (Schmuli) Gellis</a> committed suicide.</p>
<p>His slightly older sister Therese married Bernhard Simon in 1904. The couple had three children. Both <a href="https://www.doew.at/personensuche?gestapo=on&#038;findall=&#038;lang=de&#038;shoah=on&#038;politisch=on&#038;spiegelgrund=on&#038;firstname=resie&#038;lastname=simon&#038;birthdate=&#038;birthdate_to=&#038;birthplace=Eisenstadt&#038;residence=&#038;newsearch=10&#038;iSortCol_0=1&#038;sSortDir_0=asc&#038;lang=de&#038;suchen=Suchen">Therese</a> and <a href="http://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&#038;s_lastName=simon&#038;s_firstName=bernat&#038;s_place=&#038;s_dateOfBirth=&#038;s_inTransport=">Bernhard Simon</a> were murdered in the Shoa.</p>
<p>Unfortunately we don’t know, what happened to the older sister of Samuel Gellis, Gisela, and his younger sister Pauline, and whether they survived the Shoa.</p>
<p>Both parents of Samuel Gellis and his sisters, their <strong>father</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-abraham-13-februar-1919/">Abraham Gellis</a>, died 1919, and their <strong>mother</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-josefine-15-april-1925/">Josefine Gellis, nee Rosenthal</a>, died 1925, are also buried at the younger Jewish Cemetery of Eisenstadt.</p>
<p>There we too find the graves of the grandparents of Samuel Gellis: his <strong>grandfather</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-bernhard-10-april-1887/">Bernhard Gellis</a>, died 1887, and his <strong>grandmother</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/gellis-franziska-07-juni-1905/">Franziska Gellis, nee Stroh</a>, died 1905.</p>
<p>At the older Jewish Cemetery of Eisenstadt are buried the <strong>great-grandfather</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-moses-elia-04-mai-1865/">Mose Elias Gellis</a>, died 1865, the <strong>great-grandmother</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-malka-21-juni-1868/">Amalia Gellis, nee  Shisha</a>, died 1868, the <strong>great-great-grandfather</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-jakob-23-maerz-1858/">Jakob Gellis</a>, died 1858, and the <strong>great-great-grandmother</strong> <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/gelles-guetel-chaja-21-mai-1843/">Gütel Chaja Gellis</a>, died 1843.</p>
<p>The great-great-grandfather Jakob Gellis is described in the Hebrew grave inscription as a distinguished man and Torah scholar.</p>
<p>Also at the older Jewish Cemetery we find the graves of the <strong>maternal great-grandfather</strong> and <strong>great-grandmother</strong>: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/stroh-jakob-21-november-1856/">Jakob Stroh</a>, died 1856, and <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/stroh-roesel-01-juni-1866/">Rösel Stroh</a>, died 1866.</p>
<p><strong>Five generations of the Gellis family. For 220 years they stayed, lived and worked safely and contentedly.<br />
Until 1938.</strong></p>
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		<title>Danke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Aug 2018 15:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein ganz großes Danke an die Freistadt Eisenstadt, ihren Bürgermeister Mag. Thomas Steiner und ganz besonders an Josef Kornfeld und seine beiden Mitarbeiter Thomas und Bernhard vom städtischen Bauhof Eisenstadt, die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ganz großes Danke an die Freistadt Eisenstadt, ihren Bürgermeister Mag. Thomas Steiner und ganz besonders an Josef Kornfeld und seine beiden Mitarbeiter Thomas und Bernhard vom städtischen Bauhof Eisenstadt, die uns heute &#8211; ein weiteres Mal &#8211; und bei über 30 Grad Hitze enorm geholfen haben!</p>
<p>Im Zuge der <a href="https://der-transkribierer.at/kategorie/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/">digitalen Erfassung des jüngeren jüdischen Friedhofes in Eisenstadt</a> 2017 zeigte sich, dass fast ein Drittel der Grabsteine umgefallen und oft zerbrochen waren. Gut die Hälfte davon war in die Erde eingesunken oder lag, oft in mehreren Teilen, sogar an anderen Orten am Friedhof. Viele der hebräischen Grabinschriften waren heute nicht mehr lesbar, viele der Grabsteine wären in Bälde völlig in der Erde versunken und praktisch nicht mehr auffindbar gewesen.</p>
<p>Es war in der Tat ein Gebot der Stunde zu retten, was noch zu retten ist: Nach der Erfassung und Zuordnung der Grabsteine mussten die Steine nun aufgestellt, an ihre ursprünglichen Standorte zurückgebracht und zumindest so positioniert werden, dass die Inschriften lesbar sind und die Grabsteine nicht weiter Schaden nehmen.</p>
<p>Da die meisten Grabsteine mehrere hundert Kilo wiegen, war an eine Arbeit in Eigeninitiative natürlich nicht zu denken. Und es sei wiederholt: Wir finden es nach wie vor nicht für selbstverständlich und sind wirklich sehr glücklich, dass die Freistadt Eisenstadt diesen so wertvollen Beitrag zur Sanierung des Friedhofes leistet, eine Arbeit übrigens, die weit über alle geschlossenen Verträge und Verpflichtungen hinausgeht!<br />
(Das grüne Monsterfahrzeug, das ich unten &#8220;schweres Gerät&#8221; nenne, heißt übrigens &#8220;Teleskoplader&#8221;, wie ich heute gelernt habe).</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE01.jpg' title="6h morgens. Thomas und Bernhard rücken mit schwerem Gerät an" data-rl_title="6h morgens. Thomas und Bernhard rücken mit schwerem Gerät an" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="6h morgens. Thomas und Bernhard rücken mit schwerem Gerät an" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="406" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="6h morgens. Thomas und Bernhard rücken mit schwerem Gerät an" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE01-768x520.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE02.jpg' title="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" data-rl_title="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE02-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE03.jpg' title="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" data-rl_title="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabsteine von Karoline und Alexander Hess" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE03.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE03-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE04.jpg' title="Grabstein von Fritz Hirschel" data-rl_title="Grabstein von Fritz Hirschel" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein von Fritz Hirschel" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE04.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein von Fritz Hirschel" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE04.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE04-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE05.jpg' title="Grabstein von Moritz Fränkl" data-rl_title="Grabstein von Moritz Fränkl" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein von Moritz Fränkl" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE05.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein von Moritz Fränkl" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE05.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE05-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE06.jpg' title="Grabstein von Adolf Hess (der unter 2 anderen Grabsteinen lag)" data-rl_title="Grabstein von Adolf Hess (der unter 2 anderen Grabsteinen lag)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein von Adolf Hess (der unter 2 anderen Grabsteinen lag)" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE06.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein von Adolf Hess (der unter 2 anderen Grabsteinen lag)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE06.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE06-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE07.jpg' title="Grabstein von Adolf Hess" data-rl_title="Grabstein von Adolf Hess" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein von Adolf Hess" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE07.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein von Adolf Hess" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE07.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE07-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE08.jpg' title="Grabstein von Adolf Hess steht wieder an seinem Standort" data-rl_title="Grabstein von Adolf Hess steht wieder an seinem Standort" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein von Adolf Hess steht wieder an seinem Standort" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE08.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein von Adolf Hess steht wieder an seinem Standort" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE08.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE08-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE09.jpg' title="Der extrem schwere und große Grabstein von Adolf Markus" data-rl_title="Der extrem schwere und große Grabstein von Adolf Markus" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Der extrem schwere und große Grabstein von Adolf Markus" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE09.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Der extrem schwere und große Grabstein von Adolf Markus" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE09.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE09-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE10.jpg' title="Der Grabstein von Moritz Bondi war in der Erde versunken und kaum zu sehen" data-rl_title="Der Grabstein von Moritz Bondi war in der Erde versunken und kaum zu sehen" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Der Grabstein von Moritz Bondi war in der Erde versunken und kaum zu sehen" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE10.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Der Grabstein von Moritz Bondi war in der Erde versunken und kaum zu sehen" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE10.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE10-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE11.jpg' title="Der Sockel lag in der Nordwestecke des Friedhofes" data-rl_title="Der Sockel lag in der Nordwestecke des Friedhofes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Der Sockel lag in der Nordwestecke des Friedhofes" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE11.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Der Sockel lag in der Nordwestecke des Friedhofes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE11.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE11-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE12.jpg' title="Sockel des Grabsteines von Moritz Bondi wird zum Standort gebracht" data-rl_title="Sockel des Grabsteines von Moritz Bondi wird zum Standort gebracht" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Sockel des Grabsteines von Moritz Bondi wird zum Standort gebracht" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE12.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sockel des Grabsteines von Moritz Bondi wird zum Standort gebracht" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE12.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE12-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE13.jpg' title="Grabstein von Franziska Fürst" data-rl_title="Grabstein von Franziska Fürst" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein von Franziska Fürst" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE13.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein von Franziska Fürst" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE13.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE13-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE14.jpg' title="Der schöne, große und schwere Grabstein von Josefine Weiß" data-rl_title="Der schöne, große und schwere Grabstein von Josefine Weiß" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Der schöne, große und schwere Grabstein von Josefine Weiß" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE14.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Der schöne, große und schwere Grabstein von Josefine Weiß" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE14.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE14-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE15.jpg' title="Der zukünftige Gedenkplatz" data-rl_title="Der zukünftige Gedenkplatz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Der zukünftige Gedenkplatz" data-rel="lightbox-gallery-105" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE15.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Der zukünftige Gedenkplatz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE15.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2018/08/jungerFHE15-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Denn nicht zuletzt geht es auch bei dieser Arbeit um eine der wichtigsten Mitzwot, der &#8220;Kavod Hamet&#8221;, der Achtung und Wahrung der Würde der Toten.</p>
<p>Die Arbeit am jüngeren jüdischen Friedhof geht indes weiter: Einige Steine müssen noch aufgestellt werden, da war heute der Platz für den großen Teleskoplader zu eng und wir arbeiten mit Hochdruck an der Erstellung der QR-Codes für jeden Grabstein sowie an ständigen Ergänzungen und Korrekturen an der digitalen Version. Wir halten Sie am Laufenden&#8230;<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
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