und die Vorstellung des neuen Vereines zur Bewahrung des jüdischen Kulturerbes Lackenbachs
Wie der Geschäftsführer der
Burgenländischen Forschungsgesellschaft, Michael Schreiber, am Schluss des Rundganges am jüdischen Friedhof Lackenbach anmerkte: Dieser Rundgang war der Auftakt zu allen Veranstaltungen des Europäischen Tages des Judentums 2026.
Es war ein, ich darf das so formulieren, gelungener und wunderschöner Auftakt. Schon im Vorfeld gab es so viele Anmeldungen für den Rundgang am jüdischen Friedhof Lackenbach, dem größten jüdischen Friedhof des Burgenlandes und dem viertgrößten jüdischen Friedhof in Österreich, dass spontan noch ein Rundgang um 10 Uhr Vormittag eingeschoben werden musste. So fanden zwei Rundgänge statt, um 10 Uhr und um 14 Uhr, insgesamt kamen 85 Besucher:innen. Alle waren im höchsten Maße interessiert und hielten, insbesondere beim Nachmittagsspaziergang, der großen Hitze tapfer stand.
Besonderes Augenmerk beim Rundgang legte ich auf die Besonderheiten dieses jüdischen Friedhofes: so sprachen wir über die Kohanimgräber nahe der ursprünglich niederen Mauer des Friedhofes, die Art der Bestattung war genauso Thema wie die großen Gelehrten der ehemaligen jüdischen Gemeinde Lackenbach bzw. die 100 Jahre dienende Rabbinerdynastie Ullmann. Die faszinierenden Symbole auf den Grabsteinen wie insbesondere der Tränenbaum am Grabstein des Arztes Dr. Leopold Mayer, gest. 1866, oder die sich in den Schwanz beißende Schlange (Ouroboros), die auf den jüdischen Grabsteinen als Schutzsymbol fungiert wurden genauso ausführlich behandelt wie etwa die jüdische Zeitrechnung, um in einem absoluten Minuten-Blitzkurs hebräische Jahreszahlen umrechnen zu können ;-)
Der 6. September in Lackenbach war aber nicht nur eine Veranstaltung des Europäischen Tages des Judentums 2026, sondern an diesem Tag stellte sich auch der neu gegründete “
Verein zur Bewahrung des jüdischen Kulturerbes Lackenbach” vor. Im Gemeindeamt referierten Bürgermeister Christian Weninger, Vereinsobmann-Stellvertreter Henri Schreiber und Obmann Herbert Pfeiffer. Mir oblag die Einleitung zum Rundgang am jüdischen Friedhof.
Schon jetzt gibt es viele Mitglieder im Verein, die Vorstandsmitglieder berichteten über die bereits geleisteten Arbeiten (und die sind ganz beachtlich) und blickten auch in die Zukunft. Es gibt wahrlich viel zu tun in Lackenbach, viele helfende Hände (Jahresgebühr 10 Euro) sind nach wie vor gesucht und herzlich willkommen im Verein!
Die Fotos vom Nachmittagsrundgang werden später nachgereicht.








