Hindel Frau Samuel Hess, 05. Cheschwan 618 (= Freitag, 23. Oktober 1857)
K-38 (Wachstein 928)
Die hebräische Grabinschrift mit Übersetzung
| [1] Die teure Frau, F(rau) Hindel, Ehefrau des verstorbenen Rabbinischen, | האשה היקרה מ’ הינדל אשת המנוח הרבני |
| [2] unseres Lehreres und Meisters (MORENU), H(errn) Samuel Hess, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden). E(s ging hinweg) i(hre Seele) am Tag 6, V(orabend) d(es heiligen) Sch(abbat), 5. | מו”ה שמואל העס ז”ל י”נ יום ויו עש”ק ה’ |
| [3] Marcheschwan 618 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). | מרחשון תרי”ח לפ”ק |
| [4] H(ier ist) g(eborgen). | פ”ט |
| [5] Sie war die tüchtige Ehefrau, unter den Frauen eine Stattliche | היתה אשת חיל בנשים גברת |
| [6] Den Willen ihres Schöpfers zu tun beeilte sie sich, | רצון קונה לעשות נמהרת |
| [7] Eine Krone des Ruhms ist ihr Ursprung. | מחצבתה לה עטרת תפארת |
| [8] Eingegraviert soll das werden hier zur Erinnerung mit einem Griffel aus Blei. | נתקק פה לזכרון בעט עופרת |
| [9] E(s sei) i(hre Seele) e(ingebunden) i(ns Bündel) d(es Lebens). | תנצב”ה |
Anmerkungen
Zeile 2: MORENU bedeutet wörtlich “u(nser) L(ehrer), H(err)”. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als “synagogaler Doktortitel” (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).
Zeile 5: Sprüche 31,10: אֵֽשֶׁת־חַ֭יִל “Die tüchtige Frau”.
Biografische Notizen
Ehemann: Samuel Hess, gest. 08. Juni 1853
Personenregister älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt


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