Hebräischkurse, Spaziergänge durch ehemalige jüdische Viertel, Rundgänge auf jüdischen Friedhöfen, Vorträge…
2026 hat begonnen, Zeit also, die ersten Veranstaltungen zu planen. ;-) Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mit mir einen jüdischen Friedhof besuchen, an einem Hebräischkurs für Anfänger:innen teilnehmen oder zu einem Vortrag oder Themenabend kommen.
Die ersten Termine sind schon fixiert, das neue Jahr ist noch jung, selbstverständlich wird hier immer aktualisiert.
Hebräischkurse
| Hebräischkurs für Anfänger:innen | Bildungshaus St. Virgil, Salzburg | 6. bis 9. Februar 2026 | Bildungshaus St. Virgil - Hebräischkurs |
| Bibelhebräisch - Follow Up | Bildungshaus Schloss Puchberg | 19. bis 21. Februar 2026 | Bildungshaus Schloss Puchberg - Hebräischkurs |
| Hebräischkurs für Anfänger:innen | Zentrum Im Werd, Wien II | 14./15. und 21./22. März 2026 | Zentrum im Werd - Hebräischkurs |
Anmeldungen für beide Anfänger:innen-Kurse (Salzburg für Schnellentschlossene und Wien) sind noch möglich. Bei diesen Kursen beginnen wir mit den hebräischen Buchstaben, der Schwerpunkt liegt auf der Laut- und Schriftlehre. Am Kursende, also nach jeweils 4 Tagen, können alle Teilnehmer:innen einfache hebräische Texte sowie jiddische Texte lesen, hebräisch notierte Jahreszahlen umrechnen usw.
Grundsätzlich kann auch beim Follow-Up-Kurs in Puchberg jemand dazukommen. Die Gruppe dort begann vor einem Jahr zu lernen und alle machten bereits einen Follow-Up-Kurs im Juni 2025. Obwohl der Kurs als Bibelhebräisch ausgeschrieben ist, festigen und ergänzen wir die Kenntnisse der Teilnehmer:innen sowohl im Bibel- als auch im Modernhebräischen.
Rundgänge auf jüdischen Friedhöfen und Spaziergänge durch die ehemaligen jüdischen Viertel
Sehr gerne besuche ich mit Ihnen die jüdischen Friedhöfe von Eisenstadt, Mattersburg, Kobersdorf oder Lackenbach. Das sind jene Friedhöfe, die ich bereits entweder vollständig bearbeitet und dokumentiert habe (wie Eisenstadt oder Mattersburg) oder an denen ich derzeit arbeite (Kobersdorf und Lackenbach).
Ebenso gerne begleite ich Sie auf allen anderen jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes. Denn eine Besonderheit ist allen jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes gemeinsam: es gibt nahezu ausschließlich Grabsteine mit hebräischen Inschriften!
Die Rundgänge dauern ca. 90 Minuten bis 2 Stunden und selbstverständlich begleite ich Sie auf Wunsch auch gerne durch das jeweilige ehemalige jüdische Viertel.
Rufen Sie mich bitte an oder schreiben Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Interesse haben. Außer am Schabbat (Samstag) und an jüdischen Feiertagen, an denen es nicht erlaubt ist, jüdische Friedhöfe zu besuchen, sind immer alle Wochentage, selbstverständlich auch Sonntag, möglich:
Telefon und E-Mail.
Die Kosten sind abhängig von der Gruppengröße.
Kobersdorf und Lackenbach
Wenn Sie Interesse für einen Besuch des jüdischen Friedhofes Kobersdorf oder Lackenbach haben, empfehle ich, auch den Besuch des jeweils anderen jüdischen Friedhofes einzuplanen. Mit anderen Worten: Aufgrund der räumlichen Nähe (nur einige Minuten Fahrtzeit) bietet es sich an, beide jüdischen Friedhöfe zu besuchen: Kobersdorf, einen der schönsten jüdischen Waldfriedhöfe, die ich kenne und Lackenbach mit dem viertgrößten jüdischen Friedhof Österreichs mit über 1.700 Grabsteinen.
Auf Wunsch besuchen wir auch sehr gerne die kürzlich vom Land Burgenland wunderschön renovierte ehemalige Synagoge in Kobersdorf.
Eisenstadt
In Eisenstadt gibt es zwei jüdische Friedhöfe, den älteren jüdischen Friedhof, der zu den bedeutendsten und bekanntesten jüdischen Friedhöfen in Europa zählt und auf dem sich über 1.000 Grabsteine mit ausschließlich hebräischen Grabinschriften befinden. Das Grab des großen Rabbiners Meir Eisenstadt, gestorben 1744, ist alljährlich zu seinem Sterbetag das Ziel vieler orthodoxer Pilger aus der ganzen Welt. Auf dem älteren jüdischen Friedhof befindet sich auch der älteste jüdische Grabstein des Burgenlandes, jener von Hirz Kamen, gestorben 1679.
Der jüngere jüdische Friedhof, nur weniger Meter vom älteren entfernt, erlangte traurige Berühmtheit durch seine Schändung 1992.
Bei allen Rundgängen sprechen wir auch über Brauchtum und Vorschriften rund um den jüdischen Friedhof (wie sind die Grabsteine ausgerichtet?, warum legt man kleine Steine auf die Gräber?, gibt es Familiengräber? usw.), über Tod und Begräbnis im Judentum, beschäftigen uns mit typischen jüdischen Symbolen auf den Grabsteinen, übersetzen faszinierende hebräische Grabinschriften und tauchen in die Blütezeit der jüdischen Gemeinden in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein, als manche Rabbiner über 50 Jahre ihres Amtes walteten. Wir erleben aber auch die in den letzten Jahren ihrer Existenz dramatisch-traurige jüdische Geschichte von bedeutenden ehemaligen jüdischen Gemeinden im heutigen Burgenland.
Mattersburg
Der jüdische Friedhof Mattersburg hat im Gegensatz zu den anderen vier jüdischen Friedhöfen kaum Grabsteine und es gibt auch niemanden, der heute weiß, wieviele Grabsteine dieser Friedhof vor 1938 hatte. Nur etwas mehr als 200 Fotos von Grabsteinen konnten gerettet werden, die Geschichte dahinter ist an Spannung kaum zu überbieten. Denn der Religionsschulinspektor der Israelitischen Kultusgemeinde, Isidor Öhler, hatte 1943 oder 1944 von der Gestapo den Auftrag bekommen, alle Grabsteine des jüdischen Friedhofs Mattersburg zu fotografieren und die Inschriften abzuschreiben. Siehe besonders den Artikel “Die verschollenen Grabsteine”.
Rundgänge im Rahmen der VHS
Ich freue mich sehr, dass auch die Volkshochschulen Burgenland Rundgänge mit mir durch die ehemaligen jüdischen Viertel und auf den jüdischen Friedhöfen anbieten. Details dazu finden Sie in den Kursprogrammheften, die Sie downloaden können (s. Links unten).
| Jüdische Spuren in Kobersdorf | (ehemaliges jüdisches Viertel, ehem. Synagoge und jüdischer Friedhof) | 8. Mai 2026, 14 - 16 Uhr | Kursprogramm PDF VHS Neusiedl |
| Jüdische Spuren in Kobersdorf | (ehemaliges jüdisches Viertel, ehem. Synagoge und jüdischer Friedhof) | 12. Juli 2026, 14 - 16 Uhr | Kursprogramm PDF VHS Neusiedl |
| Jüdische Spuren in Kobersdorf | (ehemaliges jüdisches Viertel, ehem. Synagoge und jüdischer Friedhof) | 18. September 2026, 14 - 16 Uhr | wird nachgereicht, wenn online |
Anmeldungen sind in diesen Fällen bei der Volkshochschule Burgenland, Regionalstelle Frauenkirchen notwendig:
: frauenkirchen@vhs-burgenland.at
Vorträge, Themenabende, Seminare…
| Ausstellungseröffnung 'What Now? Holocaust Survivors – Between Rebirth and Remembrance' | Parndorf, Arena 7111, Zieselweg 1 (Foyer) | 17. Mai 2026, 16 Uhr | Eine Ausstellung des Yad VaShem, Israel. Die Eröffnung der Ausstellung findet im Rahmen der jährlichen Gedenkfeier statt. |
| Themenabend 'People of the book'. Über den schönen und gelehrten Dialog mit unseren Toten | Ehemalige Synagoge Kobersdorf | 14. Oktober 2026, 18 Uhr | Eine Veranstaltung der VHS Burgenland. Details werden nachgereicht, wenn online |
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen dürfte!



















Ich wäre an einer Führung in Eisenstadt interessiert.
Gibt es da schon Termine?
MfG, Elisabeth Langer
Liebe Frau Langer, freut mich sehr. Termine sozusagen jederzeit, schreiben Sie mir eine Email oder rufen Sie mich an, dann machen wir uns gleich einen Termin aus, johannes.reiss@der-transkribierer.at oder 06763510866. Im Moment ist vielleicht das Wetter noch ein wenig hinderlich, aber mit gutem Schuhwerk auch kein Problem. Liebe Grüße, Johannes Reiss