Kohn Hirschl Löbl – 23./24. August 1808

Kohn Hirschl Löbl – 23./24. August 1808

Personenregister jüdischer Friedhof Währing

Die Anfrage zur Grabinschrift kam von Familie L.

Löbl Hirschl Kohn, Sohn des Lipman, Dienstag später Abend, 1. Neumondtag Elul 5608 (= Nacht von Dienstag, 23. auf Mittwoch, 24. August 1808)

Grabstein Hirschl Löbl Kohn, 1. Elul 5608 = Dienstag, 23. auf Mittwoch, 24. August 1808, Foto: Wolf-Erich Eckstein
Grabstein Hirschl Löbl Kohn, 1. Elul 5608 = Dienstag, 23. auf Mittwoch, 24. August 1808, Foto: Wolf-Erich Eckstein

Eintrag Hirschl Löbl Kohn im Gräberbuch Währing
Eintrag Hirschl Löbl Kohn im Gräberbuch Währing

 

Die Grabinschrift

Inschrift Kohn Hirschl Loeb 1808: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Hier ist geborgen פה נטמן
[2] ein zuverlässiger Mann, rechtschafffen und lauter, Auge Davids, redlich wandelnd, das Amt hatte er inne. איש אמון ישר ותם עין דוד הולך מישרים ולו המשרה
[3] Es ist der vornehme Herr und Anführer der Prinzen, mit größter Würde und mit größter Macht, der Glanz der Hauptstadt, ה”ה אלוף וראש לנסיכים ביתר שאת ויתר עז הדר הבירה
[4] teuer und gepriesen, d(er) e(hrenwerte) H(err), H(err) Löb Hirsch, s(eine Seele) s(ei) i(m Garten) E(den), Sohn des seligen e(hrbaren) H(errn), H(errn) Lipman, s(ein Andenken) s(ei zum Segen), יקר ומהולל כהרר ליב הירש נבג”ע בהמנוח כרר ליפמן ז”ל
[5] a(us der) h(eiligen jüdischen) G(emeinde) Stampfen, G(ott) m(öge sie) sch(ützen). Er verstarb am Tag 4 (= Dienstag später Abend), dem 1. N(eumond)t(ag) Elul und wurde begraben משטאמפפען יע”א נפטר יום ד’ א’ ד’ר’ח’ אלול ונקבר
[6] am nächsten Tag im Jahr 568 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). S(eine Seele) m(öge) e(ingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). למחרתו שנת ת”ק”ס”ח לפ”ק ת”נ”צ”ב”ה”:
[7] Ihr Vorüberziehenden, erhebt Klage und Wehklage über den Leichnam eines Untadeligen, der hier begraben liegt. לכו עוברים שאו קינו ונהי על גוית תמים פה קבורה
[8] Waisen schlugen die Hände zusammen, Witwen klagten, denn die Hilfe ist von ihnen entrissen worden. יתומים ספקו כף אלמנות הילילו כי שודד מהם עזרה
[9] Die Tochter von Stampfen ‒ sie hörte es (und) legte das Trauergewand an, denn es hatte sich von ihr Glanz und Ehre abgewendet. בת שטאצפפען שמעה חגרה שק כי פנה ממנה זיוה והדרה
[10] Seine liebenswerten Söhne gingen gebeugt, denn gefallen ist von ihrem Haupt Glanz und Krone. הלכו שחוח בניו הנחמדים כי נפל מראשם פאר ועטרה
[11] Er fürchtete Gott mit seiner ganzen Kraft, alle Tage seines Lebens wich er nicht ab vom Pfad der Redlichkeit. ירא את ה’ בכל מאודו כל ימי חלדו לא סר מנתיב הישרה
[12] Viele sättigte er mit seiner Güte und seinem Reichtum, an ihrer Spitze (stehend) unterstütze er die Toralernenden. רבים השביע מטובו ומהונו בראשם החזיק ידי לומדי תורה
[13] Sein Ruhm wurde von seinen Freunden vernommen, mit denen er handelte und wandelte nach Gesetz und Gebühr. שבחו נשמע מפי כל רעיו שנשא ונתן אתם כדת וכשורה
[14] Gott segnete ihn mit Ehre und er wurde eingesetzt als Haupt und Anführer seiner glorreichen Gemeinde. ברכו ה’ בכבוד הושם לראש ומנהיג לעדתו המפוארה
[15] Sein großer Reichtum machte ihn nicht stolz, er nahm sich des Bedürftigen an in Zeiten der Not. רב עשרו לא גבה לבו השכיל אל אביון לעתות בצרה
[16] An all dem Wirken der Aufrichtigkeit hielt er unerschütterlich fest, sein Verlangen Güte zu tun wuchs ständig. לכל פעולות יושר הכין נפשו עשות חסד תשוקתו גברה
[16] Täglich nahm er sich vor, sein Herz im Gebet auszuschütten vor dem, der im Himmel wohnt, in der Versammlung von zehn (Menschen). יום יום קבע לשפוך שיחו לפני שוכן שמים בעדת עשרה
[17] Sein Haus öffnete er jedem Vorbeigehenden, in seiner Güte überschüttete er den Armen mit Segen und mit Geschenken. פתח ביתו לכל הלך בטובו השפיע דל בברכה ותשורה
[18] Er starb den Tod der Gerechten, betagt und satt an Tagen, sein Körper kehrte zurück zum Staub. מת נפשו מות ישרים זקן ושבע ימים שב גופו עפרה
[19] Seine Seele kehrte zurück in den Himmel, um zu sammeln die Früchte der Gerechtigkeit vom bewahrten Guten als ihren Lohn. נשמתו שבה שמימה ללקוט פרי צדקה מטוב הצפון לה לשכרה
[20] Denn die Erinnerung an seine Güte und die Rechtschaffenheit wird ihm im Herz jener, die ihn kannten, ewig erhalten bleiben. זכרון חסדו וישרו בלב מיודעיו לעד תהיה לו שמורה
[21] Zur festgesetzten Zeit werden die im Staube Ruhenden aufwachen, (und) er wird erneut kommen um sich mit ihnen in Gemeinschaft zu erquicken. לעת יקיצו שוכני עפר יבוא שנית להשתעשע עמם בחבורה
 

Anmerkungen

Zeile 2: S. Jesaja 33,15 הֹלֵ֣ךְ צְדָק֔וֹת וְדֹבֵ֖ר מֵישָׁרִ֑ים “Wer in Gerechtigkeit wandelt und redlich spricht”.

Zeile 3: S. Genesis 49,3: יֶ֥תֶר שְׂאֵ֖ת וְיֶ֥תֶר עָֽז׃ “der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht”.

Zeile 4: Die hebräische Abkürzung נבג”ע wird aufgelöst in נפשו בגן עדן “Seine Seele sei im Garten Eden”.

Zeile 5: Für die hebräische Abkürzung יע”א gibt es verschiedene Auflösungen, ich habe hier יגן עליה אלהים “Gott möge sie schützen” gewählt.

Die beiden Neumondtage Elul sind der 30. Av (das war 5568 = 1808 Dienstag, der 23. August) und der 1. Elul (das war Mittwoch, der 24. August). Wenn wir in der hebräischen Inschrift lesen, dass er am Tag 4 (= Mittwoch), dem 1. Neumondtag starb, ist er folglich Dienstag am späten Abend (als schon Tag 4 war) gestorben. Dem entspricht lt. den Anmerkungen von Pinchas Heinrich auch der Polizeibericht, nachdem Kohn Hirschl Löbl in der Nacht vom 23. auf den 24. August 1808 verstorben ist.

Zeile 7: לכו עוברים “Geht ihr Vorüberziehenden” S. Klagelieder 1,12: כׇּל־עֹ֣בְרֵי דֶ֒רֶךְ֒ “Ihr alle, die ihr des Weges zieht”.

קינה ונהי “Klage und Wehgeschrei”, vgl. auch Jeremia 9, 16-19 כֹּ֤ה אָמַר֙ יְהֹוָ֣ה צְבָא֔וֹת הִתְבּ֥וֹנְנ֛וּ וְקִרְא֥וּ לַמְקוֹנְנ֖וֹת וּתְבוֹאֶ֑ינָה וְאֶל־הַחֲכָמ֥וֹת שִׁלְח֖וּ וְתָבֽוֹאנָה: וּתְמַהֵ֕רְנָה וְתִשֶּׂ֥נָה עָלֵ֖ינוּ נֶ֑הִי וְתֵרַ֤דְנָה עֵינֵ֙ינוּ֙ דִּמְעָ֔ה וְעַפְעַפֵּ֖ינוּ יִזְּלוּ־מָֽיִם: כִּ֣י ק֥וֹל נְהִ֛י נִשְׁמַ֥ע מִצִּיּ֖וֹן אֵ֣יךְ שֻׁדָּ֑דְנוּ בֹּ֤שְׁנֽוּ מְאֹד֙ כִּֽי־עָזַ֣בְנוּ אָ֔רֶץ כִּ֥י הִשְׁלִ֖יכוּ מִשְׁכְּנוֹתֵֽינוּ: {ס} כִּֽי־שְׁמַ֤עְנָה נָשִׁים֙ דְּבַר־יְהֹוָ֔ה וְתִקַּ֥ח אׇזְנְכֶ֖ם דְּבַר־פִּ֑יו וְלַמֵּ֤דְנָה בְנֽוֹתֵיכֶם֙ נֶ֔הִי וְאִשָּׁ֥ה רְעוּתָ֖הּ קִינָֽה׃
“So spricht der HERR der Heerscharen: Begreift es! Ruft die Klagefrauen und sie sollen kommen! / Schickt nach den weisen Frauen und sie sollen kommen! Schnell sollen sie kommen / und Klage über uns anstimmen, sodass unsre Augen von Tränen fließen / und unsre Wimpern von Wasser triefen. Da, horch, ein Klagelied ist aus Zion zu hören: / Ach, wie sind wir misshandelt, / in große Schande gestürzt! Wir mussten die Heimat verlassen, / unsre Wohnungen hat man zerstört. Ja, hört, ihr Frauen, das Wort des HERRN, / euer Ohr vernehme das Wort seines Mundes. Lehrt eure Töchter die Klage, / eine lehre die andere das Totenlied”.

Zeile 7/8: Klagelieder 2,15 סָֽפְק֨וּ עָלַ֤יִךְ כַּפַּ֙יִם֙ כׇּל־עֹ֣בְרֵי דֶ֔רֶךְ “Es klatschen über dich [Jerusalem] die Hände alle, die des Weges ziehen”.

Zeile 9: חגרה שק wörtlich “Sie gürtete sich mit einem Sack(tuch)”; Joel 1,8 אֱלִ֕י כִּבְתוּלָ֥ה חֲגֻרַת־שַׂ֖ק “Klagt wie eine Jungfrau im Trauergewand”.

פנה ממנה זיוה והדרה “denn es hatte sich von ihr Glanz und Ehre abgewendet”: Bereschit Rabba 68 בִּזְמַן שֶׁהַצַּדִּיק בָּעִיר הוּא זִיוָהּ הוּא הֲדָרָהּ, יָצָא מִשָּׁם פָּנָה זִיוָהּ פָּנָה הֲדָרָהּ. וְדִכְוָתָהּ “Solange der Gerechte in der Stadt ist, ist er ihr Glanz und ihre Zierde, zieht er von da weg, dann ist ihr Glanz und ihre Zierde dahin” mit Verweis auf Rut 1,7: וַתֵּצֵ֗א מִן־הַמָּקוֹם֙ אֲשֶׁ֣ר הָֽיְתָה־שָּׁ֔מָּה וּשְׁתֵּ֥י כַלּוֹתֶ֖יהָ עִמָּ֑הּ וַתֵּלַ֣כְנָה בַדֶּ֔רֶךְ לָשׁ֖וּב אֶל־אֶ֥רֶץ יְהוּדָֽה׃ “Sie ging aus von dem Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr. Als sie unterwegs waren, um ins Land Juda zurückzukehren”.

Zeile 10: Jesaja 60,14 וְהָלְכ֨וּ אֵלַ֤יִךְ שְׁח֙וֹחַ֙ בְּנֵ֣י מְעַנַּ֔יִךְ “Es werden gebückt zu dir kommen, die dich unterdrückt haben”.

Klagelieder 5,16 נָֽפְלָה֙ עֲטֶ֣רֶת רֹאשֵׁ֔נוּ “Die Krone fiel von unserem Haupt”. Ein häufiges Zitat (oft auch als Symbol dargestellt) beim Tod eines Familienoberhauptes oder Gemeindevorstandes.

Zeile 11: Das Wort für “Gott” bzw. das Tetragramm wird im Hebräischen (traditionell) abgekürzt und oben in der Transkription mit einem ה’ wiedergegeben.
In der Grabinschrift finden wir den Gottesnamen als abbreviiertes Tetragramm dargestellt, wofür ich kein Graphem zur Verfügung habe, um es darzustellen. Konkret sind zwei “Jod” und ein darunter liegendes “Waw” graviert. Die beiden י י haben jeweils den Zahlenwert 10, also zusammen 20, und das liegende Waw hat den Zahlenwert 6, zusammen also 26. Das ausgeschriebene Tetragramm יהוה hat ebenfalls den Zahlenwert 26 (10 + 5 + 6 + 5).

Deuteronomium 6,5 וּבְכׇל־מְאֹדֶֽךָ “mit deiner ganzen Kraft”.

Zu הישרה: Eher בנתיב היושר zu erwarten. Als Referenz hier 1 Könige 3,6 הָלַ֨ךְ לְפָנֶ֜יךָ בֶּאֱמֶ֧ת וּבִצְדָקָ֛ה וּבְיִשְׁרַ֥ת לֵבָ֖ב עִמָּ֑ךְ “so wie er vor dir wandelte in Wahrheit und in Gerechtigkeit und in der Schlichtheit des Herzens”.

Zeile 14: Abbreviierter Gottesname ה’, siehe dazu Anmerkung zu Zeile 11 zum abbreviierten Gottesnamen.

Zeile 15: Psalm 131,1 לֹא־גָבַ֣הּ לִ֭בִּי “Mein Herz war nicht stolz”, wörtlich: “will nicht hoch hinaus”.

Psalm 9,10 וִ֘יהִ֤י יְהֹוָ֣ה מִשְׂגָּ֣ב לַדָּ֑ךְ מִ֝שְׂגָּ֗ב לְעִתּ֥וֹת בַּצָּרָֽה׃ “Der Herr wird dem Gedrückten eine Feste sein für die Zeiten der Not.”

Zeile 16: לשפוך שיחו Sowohl Raschi als auch der italienische Rabbiner Obada ben Jacob Sforno (1475 Cesena – 1550 Bologna) kommentieren Genesis 24,63 gleichermaßen, wo es heißt וַיֵּצֵ֥א יִצְחָ֛ק לָשׂ֥וּחַ בַּשָּׂדֶ֖ה “Er (Isak) ging hinaus auf das Feld um zu ‘beten'”. In den Kommentaren geht es um das Wort לָשׂ֥וּחַ, welches sowohl von Raschi als auch von Rabbiner Sforno mit Psalm 102,1 in Verbindung gebracht wird, wo es heißt: תְּ֭פִלָּה לְעָנִ֣י כִֽי־יַעֲטֹ֑ף וְלִפְנֵ֥י יְ֝הֹוָ֗ה יִשְׁפֹּ֥ךְ שִׂיחֽוֹ׃ “Bittgebet eines Gebeugten, wenn er verzagt und vor dem HERRN seine Sorge ausschüttet”. Rabbiner Sforno kommentiert: וַיֵּצֵא יִצְחָק לָשׂוּחַ. נָטָה מִן הַדֶּרֶךְ עַל דַּעַת לִשְׁפּוֹךְ שִׂיחוֹ לִפְנֵי ה’ בַּשָּׂדֶה “Er hatte einen Umweg von seinem üblichen Weg zum Feld gemacht, um Gott im Gebet sein Herz auszuschütten”.

בעדת עשרה “Versammlung von zehn (Menschen)” ist natürlich eine Anspielung auf den Minjan, also das Quorum von mindestens zehn jüdischen Personen, die das Bar Mitzwa-Alter erreicht haben, um einen Gottesdienst oder ein Gemeindegebet etc. abzuhalten.

Zeile 18: Genesis 35,29 וַיִּגְוַ֨ע יִצְחָ֤ק וַיָּ֙מׇת֙ וַיֵּאָ֣סֶף אֶל־עַמָּ֔יו זָקֵ֖ן וּשְׂבַ֣ע יָמִ֑ים “Isak verschied und starb und ging zu seinem Volk, alt und lebenssatt”.

Zeile 19: Vgl. Psalm 31,20 מָ֤ה רַֽב־טוּבְךָ֮ אֲשֶׁר־צָפַ֢נְתָּ לִּירֵ֫אֶ֥יךָ פָּ֭עַלְתָּ לַחֹסִ֣ים בָּ֑ךְ נֶ֝֗גֶד בְּנֵ֣י אָדָֽם׃ “Wie groß ist deine Güte, die du bewahrt hast für alle, die dich fürchten; du hast sie denen erwiesen, die sich vor den Menschen bei dir bergen”.

Zeile 21: Daniel 12,2 וְרַבִּ֕ים מִיְּשֵׁנֵ֥י אַדְמַת־עָפָ֖ר יָקִ֑יצוּ אֵ֚לֶּה לְחַיֵּ֣י עוֹלָ֔ם וְאֵ֥לֶּה לַחֲרָפ֖וֹת לְדִרְא֥וֹן עוֹלָֽם׃ “Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu”.

Zeile 20 und Zeile 21 sind in die Erde abgesunken und von Pinkas Heinrich nachgetragen vermerkt unter “vergraben ist noch” (siehe oben die Umschrift von Heinrich).

Zeile 7 – 21: Akrostichon: Die Anfangsbuchsbuchstaben ergeben die Namen des Verstorbenen und den hebräischen Vornamen des Vaters “Löb Hirsch bar Lipman” sowie den Segensspruch “Sein Andenken sei zum Segen”.

 

Biografische Notizen

Löbl Hirschl Kohn, Sohn des Lipman, geb. ca. 1730 (sehr wahrscheinlich) in Stampfen (= heute Stupova in der Westslowakei), Wollhändler, gest. mit 78 Jahren am Dienstag später Abend, dem 1. N(eumond)t(ag) Elul (laut Polizeibericht in der Nacht vom 23. auf den 24. August) 1808 und wurde begraben am nächsten Tag, dem 24. August 1808?
Im Begräbnisbuch ist kein Beerdigungsdatum angegeben, als Sterbedatum der 24. August 1808. Anmerkungen im Gräberbuch: “Sein Sohn Samuel Kaan (sehr wahrscheinlich de Schwiegersohn des Josef Samuel Irritz, gest. 1775 und begraben am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt) gab bez. seines Vaters Ableben 300 fl (Cassabuch vom 31. Dezember, umgerechnetwohl um die 30.000 bis 40.000 Euro). Seine Tochter Theresia war Gattin des Salomon Hirschl”.
Noch eine Anmerkung zum Namen: Im Polizeibericht wird der Verstorbene “Kohn Herschl Löbl”, im Gräberbuch “Kohn Hirschl Löbl” genannt, in der hebräischen Grabinschrift “Löb Hirsch, Sohn des Lipman”, sowohl in Zeile 4 als auch im Akrostichon in den Zeilen 7 bis 21.

 

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