<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>wiener neustadt &#8211; Der Transkribierer</title>
	<atom:link href="https://der-transkribierer.at/tag/wiener-neustadt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://der-transkribierer.at</link>
	<description>Leiden und Freuden eines Inschriftentüftlers.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 28 Nov 2025 17:31:30 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/01/cropped-pn-32x32.jpg</url>
	<title>wiener neustadt &#8211; Der Transkribierer</title>
	<link>https://der-transkribierer.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Mein liebes Kind</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/mein-liebes-kind/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/mein-liebes-kind/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jul 2024 07:51:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://der-transkribierer.at/?p=21774</guid>

					<description><![CDATA[Ein paar Gedanken zu den Besonderheiten hebräischer Inschriften auf Gräbern von Kindern &#8230;und Jugendlicher bzw. jung Verstorbener, müsste ich anmerken, denn manche Formulierungen finden wir nicht nur in Inschriften auf Gräbern &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ein paar Gedanken zu den Besonderheiten hebräischer Inschriften auf Gräbern von Kindern</h2>
<p>&#8230;und Jugendlicher bzw. jung Verstorbener, müsste ich anmerken, denn manche Formulierungen finden wir nicht nur in Inschriften auf Gräbern von Kindern.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>Eine Art Einleitung</h3>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die stundenlange Arbeit auf jüdischen Friedhöfen ist oft eine sehr einsame Arbeit. Naturgemäß ist es sehr still, das Wetter passt irgendwie nie, entweder man schwitzt oder friert und die Geschichten, die ich – z.B. mit Kreide – sozusagen der Anonymität entreißen kann, nehmen mich oft mit. Denn es gibt immer wieder Inschriften, die besonders traurige Schicksale beschreiben, manchmal klar und deutlich, oft fast metaphorisch und jedenfalls verpackt in Zitate aus der hebräischen Bibel oder der rabbinischen Literatur. Dabei bewegen mich die Grabsteine bzw. die Grabinschriften von Kindern am meisten.</p>
<p>Gar nicht so selten kommt es vor, dass ich dann mit den Gedanken abgleite. Im Kopf entstehen Geschichten, was sich zugetragen haben könnte. Insbesondere dann, wenn die hebräischen Inschriften vieles offen lassen oder wenn sie kurz und knapp sind und wir über keine detaillierteren biografischen Informationen verfügen.</p>
<p>Wir erinnern uns an die beiden Schwestern aus Kobersdorf, die mit 7 und mit 10 Jahren im Abstand von 6 Jahren 1841 und 1847 gestorben sind, die Ewigkeitsschlange umschlingt das Blümchen, das die Unschuld der Kinder symbolisiert. Ihre sehr ähnlichen Inschriften klagen laut, beide Mal ist die Schuld (der Eltern?, der Mutter?) ein Thema. Wir wissen nicht, was passiert ist, warum diese Selbstvorwürfe in der Inschrift zu finden sind.</p>
<figure id="attachment_22362" aria-describedby="caption-attachment-22362" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama.jpg" data-rel="lightbox-gallery-13" data-rl_title="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" data-magnific_type="gallery" title="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama.jpg" alt="Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" width="1920" height="1054" class="size-full wp-image-22362" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-600x329.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-768x422.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-1536x843.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jFHWNPanorama-277x152.jpg 277w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22362" class="wp-caption-text">Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt</figcaption></figure>
<p>Diesmal sind es wieder zwei Schwestern. Als sie der Tod ereilt hatte, waren sie sehr wahrscheinlich noch jünger als die Kobersdorfer Mädchen. Es sind Rachel und Lea aus Lanzenkirchen, einem kleinen Ort in der Nähe von Wiener Neustadt, wo beide am jüdischen Friedhof begraben sind. Sie starben 1898 knapp hintereinander. Rachel am 8. Juni, ihre Schwester Lea am 26. Juni. Keine verschriftlichte Klage in der kurzen Inschrift, winzig kleine, einfache Kindergrabsteine. Und doch ist das Klagen, die Trauer der Eltern gegenwärtig.</p>
<p>Ich habe diese beiden Grabsteine im Sommer 2009 gefunden und ich erinnere mich noch gut daran. Es war einer dieser heißen Tage wie wir sie derzeit auch haben. Eben, als ich die beiden Steine mit Kreide bearbeitet hatte um die Schrift besser lesen zu können, stand plötzlich ein Mann hinter mir und fragte mich freundlich, was ich hier mache. Erschrocken drehte ich mich um und erklärte ihm kurz, dass ich eben versuche die hebräischen Inschriften zu lesen und zu übersetzen. Er erzählte mir darauf hin, dass er nebenan im Lagerhaus zu tun hatte und bemerkte, dass am Friedhof gearbeitet wird. Und dann begann er plötzlich, einige Inschriften zu lesen. Er las absolut korrekt und sicher und erzählte mir, dass er auf seinen Fahrten immer wieder jüdische Friedhöfe auf der Strecke besuche und ich vermutete, dass er wahrscheinlich mehr jüdische Friedhöfe kennt als ich. Er erzählte mir auch über seine Israelreisen, fragte mich nach meinen Lehrern, die er auch alle kannte und wir plauderten längere Zeit miteinander. Natürlich frage ich ihn neugierig, woher er die guten Hebräischkenntnisse hat. Seine Großmutter, erzählte er mir ein wenig traurig, hat ihm die Buchstaben und vieles andere gelehrt und wenn er das damals geschätzt hätte, hätte er vielleicht mehr daraus machen können. Aber er sei nur Vertreter für landwirtschaftliche Maschinen, hatte nebenan zu tun gehabt und wäre neugierig gewesen&#8230;</p>
<p>Ist es dieses Aufeinandertreffen mit dem unbekannten Herrn oder sind es die beiden Kindergrabsteine, die, in all ihrer Einfachheit, meine ersten Kindergrabsteine waren, die mir im Rahmen meiner Friedhofsdokumentationen begegneten?&#8230; Rachel und Lea Engel haben sich tief in meinem Gedächtnis festgesetzt. Seit 2009 möchte ich mich näher mit den Inschriften auf Grabsteinen von Kindern und jung Verstorbenen beschäftigen, 15 Jahre hat es gedauert. Aber jetzt gibt&#8217;s einen ersten einleitenden Artikel&#8230; </p>
<p>Transkriptionen, Aussprachehilfe und 62 Bildbeispiele sollen auch Menschen, die wenig oder kein Hebräisch können, helfen, anhand spezieller Formulierungen in der hebräischen Inschrift einen Kindergrabstein zu erkennen.</p>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Kinder sind nie bekannt und berühmt, sie konnten noch keine großartigen Leistungen vollbringen, wenn sie früh sterben. Dennoch sind ihre Inschriften sehr oft auch für biografische Forschungen in hohem Maße verwendbar und von Interesse (der Unterschied wird besonders augenfällig, wenn man etwa christliche Kindergräber zum Vergleich heranzieht).</p>
<p>Wie eingangs schon angemerkt: Auf dem jüdischen Friedhof in Wiener Neustadt befinden sich ganz vorne, links vom Eingang, mehrere Kindergräber. Darunter jene von Rachel und Lea Engel, die beide im Juni 1898 gestorben sind. Beide Inschriften sind extrem kurz, trotzdem erfahren wir Vor- und Nachnamen der verstorbenen Mädchen, den Vor- und Nachnamen ihres Vaters, ihren Herkunftsort (wohl auch Wohnort) und natürlich in beiden Fällen das Sterbedatum. Außerdem sagt uns die hebräische Grabinschrift, dass der Vater beim Ableben seiner Töchter noch am Leben ist. Eigentlich eine ganze Menge in zwei Inschriften mit jeweils nur ca. 20 Wörtern. Sowohl Form und Größe de Grabsteine als auch die Inschrift deuten darauf hin, dass die beiden Mädchen bei ihrem Tod noch sehr jung waren. Ihr Sterbealter, die Todesursachen sowie der Name ihrer Mutter sollten mit etwas genealogischer Recherche zu finden sein.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1.jpg' title="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rl_title="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rel="lightbox-gallery-1" data-magnific_type="gallery"><img decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rachel Engel, 18. Siwan 658 = Mittwoch, 08. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelRachel08061898-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1.jpg' title="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rl_title="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" data-rel="lightbox-gallery-1" data-magnific_type="gallery"><img decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Lea Engel, 06. Tamus 658 = Sonntag, 26. Juni 1898, Tochter des Gabriel Engel, aus Lanzenkirchen (nahe Wiener Neustadt)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/engelLea26061898-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Was mich aber am meisten fasziniert und berührt: Es sind insbesondere bei kleinen Kindern und Jugendlichen Formulierungen, die immer mit besonders viel Liebe und mit großer Trauer ob des frühen Todes des Kindes, der viel zu früh verstorbenen Tochter oder des viel zu früh verstorbenen Sohnes verfasst wurden.<br />
In diesem Sinne ist das Lesen von Inschriften auf Gräbern von Kindern und Jugendlichen immer auch ein Gedenken an die jungen Toten.</p>
<p>Aber wie erkennen wir überhaupt einen Grabstein eines Kindes oder einer / eines jung Verstorbenen?<br />
Einen sehr bescheidenen Anfang, wie wir die speziellen Formulierungen in Grabinschriften von Kindern oder Jugendlichen besser verstehen können, macht dieser Artikel.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Auf den meisten jüdischen Friedhöfen finden wir &#8210; so auch auf einigen Friedhöfen im Burgenland &#8210; die Gräber von Kindern meist in eigenen Sektoren (etwa am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt oder in Lackenbach).<br />
Die Grabsteine von Kindern sind in der Regel deutlich kleiner als die der Erwachsenen und unterscheiden sich von der Form her oft nur marginal von schlichten Grabsteinen einfacher Gemeindemitglieder. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA.jpg' title="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" data-rl_title="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="588" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-600x588.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Aron Goldstein, 10. Adar 634 = Freitag, 27. Februar 1874, gestorben als Kind im Alter von 3 Jahren" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-600x588.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-768x753.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA-277x271.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1107N14goldsteinA.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR.jpg' title="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" data-rl_title="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moses Koch aus Fürth, 29. Tevet 543 = Freitag, 03. Jänner 1783, gestorben als Erwachsener" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/386W22kochMGR.jpg 1350w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, dass etwa Grabsteine von Kindern begüterter Eltern gar beeindruckende Grabsteine bekommen können.</p>
<figure id="attachment_21783" aria-describedby="caption-attachment-21783" style="width: 1279px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a.jpg" data-rel="lightbox-gallery-13" data-rl_title="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren" data-rl_caption="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren" data-magnific_type="gallery" title="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a.jpg" alt="2019 renovierter Grabstein Margarete Arnstein, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren" width="1279" height="1706" class="size-full wp-image-21783" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a.jpg 1279w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/arnsteinMargarete0619a-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21783" class="wp-caption-text">2019 renovierter Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-triest/arnstein-margarete/" title="Interner Link">Margarete Arnstein</a>, 03. September 1907, jüdischer Friedhof Triest, gestorben mit 12 Jahren</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die Unterschiede zwischen einem Grabstein eines Kindes und dem einer/eines Erwachsenen sind aber so gut wie immer an der hebräischen Inschrift festzumachen.</p>
<p>In Inschriften für ein verstorbenes Kind ab dem Babyalter lesen wir etwa <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד</span> &#8220;<em>jeled</em>&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה</span> &#8220;<em>jalda</em>&#8220;, also &#8220;Knabe / Bub&#8221; oder &#8220;Mädchen&#8221;. Meist  mit Artikel <span class="hebrEA" dir="rtl">הילד</span> &#8220;<em>ha-jeled</em>&#8220;, &#8220;der Knabe / der Bub&#8221; und <span class="hebrEA" dir="rtl">הילדה</span> &#8220;<em>ha-jalda</em>&#8220;, &#8220;das Mädchen&#8221;.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED.jpg' title="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" data-rl_title="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samuel ben Josua Chiskija, genannt Feibel Bondi aus Zagersdorf, 4. November 1872; Markierung: JELED" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1084Z33bondiSJELED.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED.jpg' title="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED" data-rl_title="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED. Alfred Epstein starb mit 6 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Alfred (Abraham) Epstein, 08. Dezember 1866; Markierung: HA-JELED" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/alfredEpstein08121866HA-JELED.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED.jpg' title="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" data-rl_title="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moritz (Mose) Hönigsberg(er), 20. Dezember 1887; Markierung: HA-JELED" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsgbergerMoritz20121887HA-JELED.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA.jpg' title="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" data-rl_title="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rachel, Tochter Mordechai, 27. April 1778; Markierung: HA-JALDA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rachelBatMordechai27071778HA-JALDA.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA.jpg' title="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" data-rl_title="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Geni (Schöndel) Hönigsberg, 01. März 1877; Markierung: HA-JALDA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/hoenigsbergGeni01031877HA-JALDA.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA.jpg' title="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882" data-rl_title="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882, Markierung: HA-JALDA" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Rosa / Sali (Selda) Jaul, 07. Av 642 = Sonntag, 23. Juli 1882" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/jaulSelda07Av642JALDA.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">ילד</span> &#8220;<em>jeled</em>&#8220;, &#8220;Knabe&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה</span> &#8220;<em>jalda</em>&#8220;, Mädchen
<p></p></div>
<p>Angemerkt sei noch, dass <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד</span> &#8220;<em>jeled</em>&#8220;, &#8220;Knabe&#8221; oft auch schlicht für &#8220;Kind&#8221; steht und geschlechtsneutral verstanden wird, vor allem in Verbindungen, also etwa, wenn ein zweites Nomen in enger Verbindung mit dem &#8220;<em>jeled</em>&#8221; steht, z.B: &#8220;ein Kind der Wonne&#8221; (<a href="#schaaschuim" title="nach unten">s.u.</a>).</p>
<p>Bei Jugendlichen, ungefähr im oder ab dem Pubertätsalter, lesen wir bei männlichen Kindern häufig <span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;<em>bachur</em>&#8221; &#8220;Jüngling&#8221; bzw. &#8220;unverheirateter Mann&#8221;. Mit letzterer Bedeutung ist die Bezeichnung allerdings auch bei älteren unverheirateten Männern gebräuchlich! </p>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/goldstein-august-23-juli-1901/" title="Interner Link">August (Mose) Goldstein</a> starb mit nur 23 Jahren und ist am jüdischen Friedhof Frauenkirchen begraben. Er war unverheiratet, wir erwarten die Statusangabe <span class="hebrEA" dir="rtl">הבחור</span> &#8220;<em>ha-bachur</em>&#8221; &#8220;der unverheiratete junge Mann&#8221;.</p>
<div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;<em>bachur</em>&#8220;, &#8220;unverheirateter Mann&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, &#8220;Jungfrau&#8221;, &#8220;junge unverheiratete Frau&#8221;
<p></p></div>
<p>Junge Frauen, die unverheiratet gestorben sind, werden meist als <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; &#8220;Jungfrau&#8221; bzw. eben meist &#8220;junge unverheiratete Frau&#8221; bezeichnet. So wie <span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;<em>bachur</em>&#8221; bei den Männern ist aber <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; auch bei älteren Damen, die nicht verheiratet waren, üblich.</p>
<p>So starb etwa <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/braun-josef-06-november-1934/" title="Interner Link">Josef (Meir) Braun</a> mit 40 Jahren am 6. November 1934 und <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/werndorfer-maria-16-dezember-1904/" title="Interner Link">Maria (Mirjam) Werndorfer</a> mit 47 Jahren am 16. Dezember 1904.<br />
Josef Braun wird in Zeile 2 der hebräischen Grabinschrift als &#8220;<em>chaschuv bachurl</em>&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">חשוב בחורל</span> bezeichnet, ein Ausdruck, den <a href="https://der-transkribierer.at/bagatellen/wachstein-bernhard-15-jaenner-1935/" title="Interner Link">Bernhard Wachstein</a> als Epitheton katexochen, also als klassische Formulierung für einen gelehrten Jüngling bezeichnet. Man wäre vielleicht geneigt, dabei an einen jungen Mann in der Jeschiwa zu denken &#8230; Maria Werndorfer wird in Zeile 1 der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">הבתולה הצנועה והחשובה</span> &#8220;<em>ha-betula ha-znu&#8217;a we-ha-chaschuva</em>&#8220;, &#8220;die bescheidene und angesehene unverheiratete Frau&#8221; bezeichnet. Sie verstarb mit 47 Jahren an einem Herzschlag.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM.jpg' title="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR" data-rl_title="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR. August Goldstein starb mit 23 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="420" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-420x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 = Dienstag, 23. Juli 1901, Markierung: HA-BACHUR" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-420x800.jpg 420w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-841x1600.jpg 841w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-946x1800.jpg 946w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-768x1461.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-807x1536.jpg 807w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-1076x2048.jpg 1076w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM-158x300.jpg 158w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/goldsteinAugustM.jpg 1264w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM.jpg' title="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, &#8220;ha-bachur&#8221; (!), starb mit 40 Jahren. Markierung bachur" data-rl_title="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, &#8220;ha-bachur&#8221; (!), starb mit 40 Jahren. Markierung bachur" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, Markierung: HA-BACHUR, Josef Braun starb mit 40 Jahren." data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Josef (Meir) Braun, 28. Marcheschwan 695 = Dienstag, 06. November 1934, &quot;ha-bachur&quot; (!), starb mit 40 Jahren. Markierung bachur" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/818-Braun-JosefM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM.jpg' title="Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), &#8220;ha-betula&#8221;!, starb mit 47 Jahren. Markierung ha-betula" data-rl_title="Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), &#8220;ha-betula&#8221;!, starb mit 47 Jahren. Markierung ha-betula" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), Markierung: HA-BETULA. Maria Werndorfer starb mit 47 Jahren." data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Maria (Mirjam) Werndorfer, 08. Tevet 665 (= Freitag, 16. Dezember 1904), &quot;ha-betula&quot;!, starb mit 47 Jahren. Markierung ha-betula" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/924-Werndorfer-MariaM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, &#8220;junge Frau&#8221;

<p></p></div>
<p>Weiters finden wir (fast ausschließlich) bei jungen Frauen das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; &#8220;junge Frau&#8221;, &#8220;junges Mädchen&#8221; oder eben mit Artikel <span class="hebrEA" dir="rtl">העלמה</span> &#8220;<em>ha-alma</em>&#8220;, &#8220;die junge Frau&#8221;, &#8220;das junge Mädchen&#8221;.<br />
<a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/hess-johanna-21-august-1895/" title="Interner Link">Johanna (Hendel) Hess</a> starb mit 23 Jahren und 1 Tag am 21. August 1895 an Bauchtyphus in Eisenstadt und wird in Zeile 2 der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, als junge unverheiratete Frau bezeichnet&#8230;(die anmutig wie eine Gazelle, klug und gottesfürchtig sowie der Liebling ihrer Eltern war).</p>
<p><figure id="attachment_21874" aria-describedby="caption-attachment-21874" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA.jpg" data-rel="lightbox-gallery-13" data-rl_title="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA" data-rl_caption="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA" data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA.jpg" alt="Grabstein Ausschnitt Johanna (Hendel) Hess, 21. August 1895, Markierung: ALMA" width="1200" height="790" class="size-full wp-image-21874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA-600x395.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA-768x506.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/923-Hess-Johanna-HendelALMA-277x182.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21874" class="wp-caption-text">Grabstein Ausschnitt <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/hess-johanna-21-august-1895/" title="Interner Link">Johanna (Hendel) Hess</a>, 21. August 1895, Markierung: ALMA</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<h3><em>Kleiner Exkurs <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> und <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;alma&#8221; und &#8220;betula&#8221;. </em></h3>
<p>Mag sein, dass dabei zunächst die berühmte Jesajastelle Jesaja 7,14 in den Kopf kommt (Stichwort christliche Weihnachtsbotschaft, Jungfrauengeburt, Prophezeiung des Jesaja&#8230;). Die Diskussion ist bekannt. Manche meinen, dass das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span>, &#8220;<em>alma</em>&#8221; im Jesajavers eben nicht die &#8220;physische Jungfrau&#8221; meint, sondern die junge Frau (die nicht notwendigerweise Jungfrau sein muss). Dass die griechische Bibelübersetzung, die Septuaginta, das hebräische Wort &#8220;<em>alma</em>&#8221; mit Παρθένος, &#8220;parthenos&#8221;, übersetzt, was &#8220;Jungfrau&#8221; bedeutet, wird dabei als Fehlübersetzung betrachtet oder als irrelevant ignoriert.</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">לָ֠כֵ֠ן יִתֵּ֨ן אֲדֹנָ֥י ה֛וּא לָכֶ֖ם א֑וֹת הִנֵּ֣ה <strong>הָעַלְמָ֗ה</strong> הָרָה֙ וְיֹלֶ֣דֶת בֵּ֔ן וְקָרָ֥את שְׁמ֖וֹ עִמָּ֥נוּ אֵֽל׃</span><br />
Siehe, <strong>die Jungfrau</strong> (vs. &#8220;die junge Frau&#8221;) hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben.</p></blockquote>
<p>Sehen wir uns kurz und nur überblicksmäßig die hebräische Bibel an, wie die beiden Wörter verwendet und verstanden werden: </p>
<p><span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, so zum Beispiel Köhler-Baumgartner<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a>, ist ein &#8220;mannbares Mädchen, eine junge Frau&#8221; (bis zur Geburt des 1. Kindes). Gesenius<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a> übersetzt wortident &#8220;mannbares Mädchen&#8221;, weist aber deutlicher darauf hin, dass &#8220;<em>alma</em>&#8221; nicht als &#8220;Jungfrau&#8221; (<span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;), auch nicht als verehelicht od. nicht verehelicht zu verstehen ist.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, so Köhler Baumgartner, ist &#8220;die dem Eheleben noch Entzogene&#8221;, die &#8220;Jungfrau&#8221;, &#8220;das erwachsene Mädchen, das vom Mann nichts weiß&#8221;; auch die Jungfrauen, die als Brautgeleit fungieren, sind <span class="hebrEA" dir="rtl">בְּתוּל֣וֹת</span> (Psalm 45,15 u.a.). Gesenius übersetzt ebenfalls &#8220;Jungfrau&#8221; und zitiert Genesis 24,16a <span class="hebrEA" dir="rtl">וְהַֽנַּעֲרָ֗ טֹבַ֤ת מַרְאֶה֙ מְאֹ֔ד בְּתוּלָ֕ה וְאִ֖ישׁ לֹ֣א יְדָעָ֑הּ</span> &#8220;Das Mädchen war sehr schön, eine Jungfrau, die noch kein Mann erkannt hatte&#8221;.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Eine statistische Anmerkung: Am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt (mit 1.100 Grabsteinen) finden wir 53x das Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, das Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; nur 22x. Einerseits wohl der Geschichte (Belegung 1679 &#8211; 1874) geschuldet, andererseits verständlich, weil (fast immer) <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; im Gegensatz zu <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; altersunabhängig zu verstehen ist.</p>
<p>Gelegentlich finden wir <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; und <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8221; gemeinsam in einer Inschrift, etwa in jener der Chaidel Singer, die am 13. Oktober 1868 starb und am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt begraben ist. In ihrer Inschrift heißt es in Zeile 2:</p>
<blockquote><p>Es ist sie, die unverheiratete Frau / die Jungfrau (&#8220;<em>betula</em>&#8220;) Chaidel, Tochter des verstorbenen e(hrbaren) H(errn) Arje (= Löb) Singer&#8230;</p></blockquote>
<p>und in Zeile 4:</p>
<blockquote><p>die junge, teure Frau (&#8220;<em>alma</em>&#8220;), anmutsvoll und angesehen&#8230;</p></blockquote>
<figure id="attachment_21906" aria-describedby="caption-attachment-21906" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma.jpg" data-rel="lightbox-gallery-13" data-rl_title="Grabstein Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: BETULA und ALMA" data-rl_caption="[Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: HA-BETULA und HA-ALMA" data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: BETULA und ALMA"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma.jpg" alt="Grabstein Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: BETULA und ALMA" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-21906" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1042Q28singerCMarkierungbetulaAlma-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21906" class="wp-caption-text">Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/singer-chaidel-13-oktober-1868/" title="Interner Link">Chaidel Tochter Arje [Löb] Singer</a>, 27. Tischre 629 = Dienstag, 13. Oktober 1868, Markierungen: HA-BETULA und HA-ALMA</figcaption></figure>
<p>Da wir in Zeile 6 der hebräischen Inschrift lesen, dass sie in der Blüte ihrer Jahre gestorben ist, dürfen wir davon ausgehen, dass sie bei ihrem Tod wohl zwischen 20 und 40 Jahren alt war.</p>
<p>Ausnahmen, nämlich dass &#8220;<em>alma</em>&#8221; auch bei Frauen verwendet wird, die nicht mehr jung waren bei ihrem Tod, sind sehr selten. So etwa bei <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schick-lea-02-oktober-1873/" title="Interner Link">Lea Schick</a>, Tochter des großen <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schick-moses-17-august-1846/" title="Interner Link">Mose Schick</a>, der väterlicherseits von <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/gelehrte-rabbiner-und-ein-geizhals/" title="Interner Link">Gerschon Saul Jomtov Lipmann Heller</a> abstammt. Lea wird gleich in Zeile 2 als unverheiratete Frau (Jungfrau), also als <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8221; bezeichnet, und zwei Wörter weiter in derselben Zeile als <span class="hebrEA" dir="rtl">עלמה</span> &#8220;<em>alma</em>&#8220;, also eigentlich als &#8220;junge Frau&#8221; (und sehr ähnlich zu Chaidel Singer, mit dem Unterschied, dass Chaidel als junge Frau starb! S.o.).<br />
Lea Schick starb aber in hohem Alter. Auch in ihrer Grabinschrift lesen wir &#8220;Lange währten ihre Tage&#8221;. &#8220;<em>Alma</em>&#8221; ist daher in diesem Fall wohl schwerlich als junge Frau zu verstehen, sondern muss als Frau verstanden werden, die noch keine Kinder bekommen hat. </p>
<p><figure id="attachment_21816" aria-describedby="caption-attachment-21816" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert.jpg" data-rel="lightbox-gallery-13" data-rl_title="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung betula und alma in Zeile 2" data-rl_caption="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung BETULA und ALMA in Zeile 2. Lea Schick starb in hohem Alter." data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung betula und alma in Zeile 2"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert.jpg" alt="Grabstein Lea Tochter Moses Schick, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung betula und alma in Zeile 2" width="900" height="1350" class="size-full wp-image-21816" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/schickLeaMarkiert-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-21816" class="wp-caption-text">Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/schick-lea-02-oktober-1873/" title="Interner Link">Lea Tochter Moses Schick</a>, 11. Tischre 634 = Donnerstag, 02. Oktober 1873, Markierung BETULA und ALMA in Zeile 2. Lea Schick starb in hohem Alter.</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8220;, &#8220;Knabe, Jüngling, jedenfalls ein männlicher Mensch, der (noch) nicht verheiratet ist&#8221;, und weiblich <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara</em>&#8220;, &#8220;mannbares, lediges junges Mädchen&#8221;, &#8220;junge Frau&#8221; finden wir für Kinder, die im Alter von nur zwei Jahren verstorben sind (etwa <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-144&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Jizchak</a>, gestorben am 10. März 1620 und begraben am jüdischen Friedhof in Bechhofen, Mittelfranken in Deutschland), genauso wie für Frauen/Männer, die unverheiratet waren und in höherem Alter verstorben sind. So etwa <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-2180&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Abraham Liebmann</a>, der am 09. August 1870 im Alter von 78 (!) Jahren verstorben und auch am jüdischen Friedhof Bechhofen begraben ist. In seiner hebräischen Grabinschrift heißt es übrigens <span class="hebrEA" dir="rtl">נער זקן</span> &#8220;<em>na&#8217;ar saken</em>&#8220;, &#8220;ein betagter Knabe&#8221;.       </p>
<div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8220;, &#8220;Knabe, Jüngling&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נערה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara</em>&#8220;, &#8220;mannbares, lediges junges Mädchen&#8221;
<p></p></div>
<p>Recht häufig finden wir <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara</em>&#8221; &#8220;Mädchen&#8221; in Kombination mit <span class="hebrEA" dir="rtl">בתולה</span> &#8220;<em>betula</em>&#8220;, also <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה בתולה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara betula</em>&#8220;, &#8220;jungfräuliches Mädchen&#8221;.<br />
Erwartungsgemäß kommt diese Kombination vor allem bei jungen Frauen zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr bis hinauf ins dritte Lebensjahrzehnt vor. Und doch finden wir die Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה בתולה</span> &#8220;ein Mädchen, eine Jungfrau&#8221; bzw. &#8220;ein jungfräuliches Mädchen&#8221; gelegentlich auch bei älteren Frauen: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-2280&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Babette (Babette bat Jaakow) Reinemann</a>, gest. 12. Juni 1917 und begraben am jüdischen Friedhof in Bechhofen starb im Alter von 50 Jahren und wird in der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">נערה בתולה</span> &#8220;<em>na&#8217;ara betula</em>&#8220;, &#8220;jungfräuliches Mädchen&#8221; bezeichnet. Dieselbe Formulierung findet sich bei <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-1909&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Sara Steinbock aus Cronheim</a>, die am 18. März 1865 ledig verstarb und 84 Jahre alt war. Begraben ist Sara Steinbeck auch am jüdischen Friedhof in Bechhofen.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM.jpg' title="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#8217;ARA. Gestorben mit 13 Jahren" data-rl_title="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#8217;ARA. Gestorben mit 13 Jahren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#039;ARA. Sidonia Steinbach starb mit 13 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Sidonia (Sara) Steinbach, 08. Kislew 667 = Samstag Abend, 24. November 1906, Markierung: NA&#039;ARA. Gestorben mit 13 Jahren" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/819-Steinbach-SidoniaM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M.jpg' title="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#8217;ARA BETULA. Gestorben mit 21 Jahren" data-rl_title="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#8217;ARA BETULA. Gestorben mit 21 Jahren" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#039;ARA BETULA. Amalia Gerstl starb mit 21 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Amalia (Malka) Gerstl, 02. Adar 647 (= Schabbat, 25. Februar 1887, Markierung: NA&#039;ARA BETULA. Gestorben mit 21 Jahren" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gerstlAmalia25021887M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM.jpg' title="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#8217;ARA HA-BETULA[10]" data-rl_title="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#8217;ARA HA-BETULA[10]" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#039;ARA HA-BETULA. Alice Wolf starb mit 27 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Alice (Elke) Wolf, 16. Tammus 666 = Montag, 09. Juli 1906, Markierung: HA-NA&#039;ARA HA-BETULA[10]" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/645-wolf-aliceM.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Attribute</h3>
<div id="schaaschuim"></div>
<div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">יֶ֣לֶד שַׁעֲשֻׁעִ֔ים</span>, &#8220;<em>jeled scha&#8217;aschu&#8217;im</em>&#8220;, &#8220;ein Kind der Liebkosungen&#8221;

<p></p></div>
<p>Eines der häufigsten Attribute für Kinder (sowohl bei Mädchen als auch bei Buben) ist <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד שעשועים</span>, &#8220;<em>jeled scha&#8217;aschu&#8217;im</em>&#8220;, Jeremia 31,20 (über Ephraim): <span class="hebrEA" dir="rtl">יֶ֣לֶד שַׁעֲשֻׁעִ֔ים</span> &#8220;ein liebes Kind&#8221; oder &#8220;ein Kind der Liebkosungen&#8221; (nota bene: dabei wird nicht unterschieden, ob das Kind männlich oder weiblich ist, man hält sich ausnahmslos ans Bibelzitat!).<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div><br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M.jpg' title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" data-rl_title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM. Peralina starb mit 7 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, 28. Cheschwan 602 = Freitag, 12. Oktober 1841, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/perlJaul12101841M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M.jpg' title="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" data-rl_title="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM. Saly starb mit 10 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Saly (Sarel) Jaul, 29. Siwan 607 = Sonntag, 13. Juni 1847, Markierung: JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/saliJaul13061847M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM.jpg' title="Grabstein Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" data-rl_title="Grabstein Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#8217;ASCHU&#8217;IM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Wolf (Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee) Preisach, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM. Meir Wolf starb als Kind" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Meir ben Chajjim Wolf ha-Levi Kittsee, 25. Cheschwan 546 = Schabbat, 29. Oktober 1785, Markierung: HA-JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/399W54wolfMGRM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
</p>
<div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נחמד \ נחמדה</span>, &#8220;<em>nechmad / nechmada</em>&#8221; (m/F), &#8220;liebenswürdig&#8221;,<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נעים \ נעימה</span>, &#8220;<em>na&#8217;im / ne&#8217;ima</em>&#8221; (m/f), &#8220;anmutsvoll&#8221;

<p></p></div>
<p>Attribute wie <span class="hebrEA" dir="rtl">נחמד \ נחמדה</span> &#8220;<em>nechmad / nechmada</em>&#8221; (männlich / weiblich), &#8220;liebenswürdig&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">נעים \ נעימה</span> <em>na&#8217;im /ne&#8217;ima</em>, &#8220;liebenswert / anmutsvoll&#8221;, kommen zwar immer wieder bei Kindern vor, wir finden sie aber ebenso bei jungen Menschen und mitunter sogar bei sehr alten Personen. So starb <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2519&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Chawa (Eva)</a>, das Kind von Natan Dajan, im Jahr 1700 mit 2.5 Jahren und ist am jüdischen Friedhof in der Königsstraße, Hamburg-Altona, begraben. Chawa wird in der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה נחמדה</span>, &#8220;<em>jalda nechmada</em>&#8220;, als &#8220;liebenswürdiges Mädchen&#8221; bezeichnet.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=kre-148&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Anna Maria Leyser geb. Horn</a>, Witwe des Kaufmanns Jacob Leyser und Tochter des Trödlers Burghard Horn und der Rachel Markus, starb mit 75 Jahren am 30. März 1876 und ist am alten jüdischen Friedhof in Krefeld begraben. Sie wird in der hebräischen Grabinschrift als &#8220;liebenswürdige Frau&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">אשה נחמדה</span> &#8220;<em>ischa nechmada</em>&#8220;, bezeichnet.<br />
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass <span class="hebrEA" dir="rtl">נעים \ נעימה</span> insbesondere auch in Zusammenhang mit einer schönen &#8220;angenehmen&#8221; Stimme vorkommt.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM.jpg' title="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA" data-rl_title="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA &#039;Die unverheiratete liebenswürdige Frau&#039;" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Salde Tochter Jona Klaber, 18. Elul 603 = Mittwoch, 13. September 1843, Markierung: HA-BETULA NECHMADA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/804P38klaberSM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M.jpg' title="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874" data-rl_title="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874, Markierung: HA-BACHUR HA-NECHMAD &#039;der junge unverheiratete, liebenswürdige Mann&#039; (starb mit 16 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Adolf (Mose Abraham) Redlich, 18. Tischre 635 = Dienstag, 29. September 1874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/redlichAbraham29091874M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM.jpg' title="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836," data-rl_title="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836," class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836, Markierung: HA-JELED HA-NECHMAD &#039;der liebenwerte Bub&#039; (starb mit 10 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Abraham Perles, 15. Tischre 597 = Montag, 26. September 1836," srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/739BetR12perlesAM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM.jpg' title="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914" data-rl_title="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914, Markierung: ISCH NECHMAD WE-NA&#039;IM &#039;ein liebenswürdiger, freundlicher Mann&#039; (starb mit 69 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Wilhelm (Benjamin Seev) Her(r)mann, 28. Tammus 674 = Mittwoch, 22. Juli 1914" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/307-Herrmann-WilhelmMM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM.jpg' title="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765" data-rl_title="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765, Markierung: HA-JELED SCHA&#039;ASCHU&#039;IM NECHMAD WE-NA&#039;IM &#039;ein Knabe der Liebkosungen, liebenswert und anmutsvoll&#039;" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Benjamin Wolf ben Löb Preisach, 27. Elul 525 = Freitag, 13. September 1765" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/302L6preisachBM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM.jpg' title="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843" data-rl_title="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843, Markierung: BEN NECHMAD WE-NA&#039;IM &#039;ein liebenswürdiger und anmutsvoller Sohn&#039; (starb mit 10 Jahren)" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Asriel ben Jona Klaber, 05. Av 603 = Dienstag, 01. August 1843" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/803A12klaberAMM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Häufig finden wir bei vor allem noch sehr jungen Kindern das Attribut <span class="hebrEA" dir="rtl">רך</span> &#8220;<em>rach</em>&#8221; bzw. <span class="hebrEA" dir="rtl">רכּה</span> &#8220;<em>raka</em>&#8221; (weiblich), &#8220;zart&#8221;.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM.jpg' title="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898," data-rl_title="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898," class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898, Markierung: JALDA RAKA, &quot;ein zartes Mädchen&quot;. Berta Ungar starb mit 4 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Berta (Bella) Ungar, 11. Tischre 659 = Dienstag, 27. September 1898," srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/826-Ungar-BellaM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM.jpg' title="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907," data-rl_title="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907," class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907, Markierung: JELED RACH, &quot;ein zartes Kind&quot;. Egon Kollmann starb bei seiner Geburt" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Elvira (Hindel) Kollmann / Egon Kollmann, beide 02. Tischre 668 = 08. (oder 09. bzw. 10.) September 1907," srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/fiumeKollmannM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M.jpg' title="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841" data-rl_title="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841, Markierung: HA-JELED RACH, &quot;das zarte Kind&quot;. August Grünhut starb mit 7 Monaten" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein August (Jehuda) Grünhut, 27. Elul 601 = Montag, 13. September 1841" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/gruenhutAugust13091841M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Im Gegensatz dazu finden wir die Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">רך (ב)שנים</span> &#8220;<em>rach (ba)schanim</em>&#8221; bzw. <span class="hebrEA" dir="rtl">רכּה בשנים</span> (weiblich) &#8220;<em>raka ba-schanim</em>&#8220;, &#8220;zart an Jahren&#8221; vor allem bei jungen Frauen, etwa, wenn sie im Kindbett gestorben sind.</p>
<p>Eine wirklich seltene Ausnahme ist die hebräische Grabinschrift von <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/ungar-nanetti-15-oktober-1834/" title="Interner Link">Nanetti Ungar</a>, die am 15. Oktober  1834 mit 53 (!) Jahren starb und als &#8220;teure Frau, jung an Jahren&#8221; bezeichnet wird (siehe unten Beispielfotos 3. Reihe 1. Foto links).</p>
<p><div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">רך בשנים</span> &#8220;<em>rach ba-schanim (m), <span class="hebrEA" dir="rtl">רכּה בשנים</span> &#8220;</em><em>raka ba-schanim&#8221; (f), &#8220;zart an Jahren&#8221;
<p></p></em></div><br />
Zu <span class="hebrEA" dir="rtl">רך (ב)שנים</span> &#8220;<em>rach (ba)schanim</em>&#8221; siehe den Kommentar des Raschi sowie den Targum zu Genesis 41,43 &#8220;&#8230;man rief vor ihm (Josef) aus: &#8216;Abrech&#8217;&#8230;&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">&#8230;ויקראו לפניו אברך&#8230;</span>. Die Buchstaben des Wortes <span class="hebrEA" dir="rtl">אברך</span> &#8220;<em>avrech</em>&#8221; werden als Notarikon gesehen und in die Eigenschaften Josefs aufgelöst: <span class="hebrEA" dir="rtl">אב בחכמה</span> &#8220;<em>av be-chochma</em>&#8221; und <span class="hebrEA" dir="rtl">רך</span> &#8220;<em>rach</em>&#8220;, &#8220;ein Vater der Weisheit&#8221; und &#8220;jung/zart an Jahren&#8221;; s. auch GenesisRabba 90,3 mit gleicher Deutung.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM.jpg' title="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739" data-rl_title="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739, Markierung: JELED...RACH BA-SCHANIM, Samuel Oppenheim starb als (kleines) Kind" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samuel ben Jehuda Oppenheim, 20. Cheschwan 500 = Schabbat, 21. November 1739" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/147X49oppenheimSM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM.jpg' title="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" data-rl_title="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Vögele Frau Juda Samuel Mayer, 05. Nisan 601 = Schabbat, 28. März 1841, Markierung: HA-ISCHA RAKA BA-SCHANIM. Vögele Mayer verstarb als junge Frau" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/783P16mayerVMM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M.jpg' title="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919" data-rl_title="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919, Markierung: HA-RAKA BA-SCHANIM, Helen Wieder starb mit 33 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Hensha Helen Wieder, geb. Schoenbrun, 22. Adar II 679 = Sonntag, 23. März 1919" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/wiederHenshelHelen23031919M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM.jpg' title="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759" data-rl_title="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759, Markierung: HA-JELED RACH BA-SCHANIM, Ahron Goldschmidt starb als kleines Kind" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Gnendel Frau Abraham Zoref, 04. Nisan 518 = Nacht auf Mittwoch, 12. April 1758 und ihr Kind Ahron ben Abraham Zoref, 22. Av 519 = Mittwoch, 15. August 1759" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/271u279BetR4zorefGuAM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M.jpg' title="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855" data-rl_title="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855, Markierung: HA-RAKA BA-SCHANIM, &quot;die Zarte an Jahren&quot;. Ester verstarb als junge Frau" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Ester, Tochter des Israel, 24. Menachem Av 615 = Mittwoch, 08. August 1855" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/esterBatIsraelMi08081855M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M.jpg' title="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928" data-rl_title="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928, Markierung: RACH BA-SCHANIM, &quot;zart an Jahren&quot;. Israel Riegler starb als sehr junger Mann" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Israel Riegler, 26. Tewet 688 = Donnerstag, 19. Jänner 1928" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rieglerIsrael19011928M.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM.jpg' title="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834" data-rl_title="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834, Markierung: HA-ISCHA...RAKA BA-SCHANIM, &quot;Die Frau...zart an Jahren&quot;. Nanetti Ungar starb mit 53 (!) Jahren" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Hindel Frau Hirsch Löb [Ungar], 12. Tischre 595 = Mittwoch, 15. Oktober 1834" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721W29ungarHM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM.jpg' title="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865" data-rl_title="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865, Markierung: HA-BETULA RAKA BA-SCHANIM, &quot;die teure Frau unverheiratete Frau, jung an Jahren&quot;. Line Mitzger starb mit 22 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Line (Gütel Tochter David) Mitzger, 23. Tischre 626 = Donnerstag, 12. Oktober 1865" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1017Q27mitzkerGM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM.jpg' title="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" data-rl_title="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, &quot;zart an Jahren&quot;. Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Gütel Frau Lemmel ha-Levi Spitz(er), 14. Cheschwan 602 = Donnerstag, 24. Oktober 1841, Markierung: RAKA BA-SCHANIM, Gütel Spitzer starb in jugendlichem Alter eines plötzlichen Todes" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/789H13spitzGM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG.jpg' title="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732" data-rl_title="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732, Markierung: JELED...RACH BA-SCHANIM &quot;ein (liebes) Kind, jung an Jahren&quot;" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Meir ben Salman Schreiber, 16. Tevet 492 = Montag, 14. Jänner 1732" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/116B31schreiberMMARKIIERUNG.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM.jpg' title="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895" data-rl_title="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895, Markierung: NA&#039;ARA RAKA BA-SCHANIM, &quot;ein Mädchen, jung an Jahren&quot;. Bertha Her(r)mann starb mit 13 Jahren an Bauchtyphus" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Bertha (Beracha) Her(r)mann, 14. Elul 655 = Dienstag, 03. September 1895" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/828-herrmann-berachaM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M.jpg' title="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" data-rl_title="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Leser, Sohn des Joel Löb, 29. Nisan 580 = Donnerstag, 13. April 1820, Markierung: RACH BA-SCHANIM" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/07/leserBenJoelLoeb29041820M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Recht beliebt ist bei männlichen Jugendlichen auch ein Zitat aus dem Traktat Kidduschin 32b des babylonischen Talmud: <span class="hebrEA" dir="rtl">יניק וחכים</span> &#8220;<em>janik we-chakim</em>&#8220;, &#8220;der Knabe, ein Junger und Gelehrter&#8221; nach einem Zitat aus dem babylonischen Talmud, Traktat Kidduschin 13b.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM.jpg' title="Grabstein Josef ben David Mattersdorf, 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788" data-rl_title="Grabstein Josef ben David Mattersdorf, 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Josef ben David Breuer (Mattersdorf), 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788, Markierung: JANIK WE-CHAKIM" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Josef ben David Mattersdorf, 22. Elul 548 = Mittwoch, 24. September 1788" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/417GimelU4breuerJM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM.jpg' title="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749" data-rl_title="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749, Markierung: JANIK WE-CHAKIM" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Isak ben Moses ha-Levi aus der Familie Horowitz, 14. Adar 509 = Dienstag, 03. März 1749" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/188X7horowitzIM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM.jpg' title="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686" data-rl_title="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686, Markierung: JANIK WE-CHAKIM" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Zvi Hirsch ben Ahron ha-Levi Austerlitz, 07. Nisan 446 (Montag, 01. April 1686) und Jakob ben Zvi Hirsch Austerlitz, 29. Tischre 447 Donnerstag, 17. Oktober 1686" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/10u11J9austerlitzZuJM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p><div class="pullquote alignleft col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה קטנה</span>, &#8220;<em>jalda ktana</em>&#8220;, &#8220;kleines Mädchen&#8221;

<p></p></div><br />
Vielleicht prima vista nicht ganz verständlich ist, obwohl es doch öfter vorkommt, dass &#8220;kleines Mädchen&#8221; mit der Statusangabe &#8220;Frau&#8221; gepaart wird, also etwa &#8220;hier liegt begraben das kleine Mädchen, Frau XY&#8230;&#8221;. <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/lichtenstadt-roesel-22-februar-1720/" title="Interner Link">Rösel Lichtenstadt</a> starb im Februar 1720 und wird in der hebräischen Grabinschrift sowohl als &#8220;kleines Mädchen&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה קטנה</span> &#8220;<em>jalda ktana</em>&#8221; bezeichnet als auch als &#8220;Frau&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">מ&#8217;</span> &#8220;m'&#8221;, abgekürzt für <span class="hebrEA" dir="rtl">מרת</span> &#8220;<em>marat</em>&#8220;. Also vor dem Namen eine Statusangabe (&#8220;Frau&#8221;), die uns deutlich zeigt, dass Statusangaben nie verlässliche Hinweise auf das Alter der oder des Verstorbenen liefern. In diesem Fall gibt es nicht einmal einen Hinweis auf den Lebensabschnitt, in dem sich die Verstorbene befand (wie es etwa bei <span class="hebrEA" dir="rtl">כלה</span> &#8220;<em>kalla</em>&#8220;, &#8220;Braut&#8221; der Fall wäre, s. u. Foto Jachedl Piesling). Sehr ähnlich bei <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=wnk-11&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Friederike Liebmann (Lea Reichele bat Mosche)</a>, die am 18. März 1820 im Alter von 11 Monaten in Kusterdingen-Wankheim (nahe Stuttgart) starb und in Zeile 2 der hebräischen Grabinschrift ebenfalls als &#8220;kleines Mädchen&#8221; und &#8220;Frau&#8221; bezeichnet wird.</p>
<p>Oft wird <span class="hebrEA" dir="rtl">ילדה קטנה</span> &#8220;<em>jalda ktana</em>&#8220;, &#8220;kleines Mädchen&#8221; mit <span class="hebrEA" dir="rtl">משכלת גדולה</span> &#8220;<em>maskelet gdola</em>&#8220;, &#8220;große Verständige&#8221; ergänzt, dem gelegentlich dann noch das &#8220;Frau&#8221; folgt. Ob die &#8220;große Verständige&#8221; auch bei Rösel Lichtenstadt etwa mitschwingt und zB aus Platzgründen nicht ergänzt werden konnte, lässt sich schwer beurteilen. Das biblische Zitat dahinter ist Sprüche 19,14: <span class="hebrEA" dir="rtl">אִשָּׁ֥ה מַשְׂכָּֽלֶת׃</span> &#8220;verständige  Frau&#8221;. </p>
<p><figure id="attachment_22309" aria-describedby="caption-attachment-22309" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM.jpg" data-rel="lightbox-gallery-13" data-rl_title="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834" data-rl_caption="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834, Markierung: JALDA MASKELET &quot;(Dies ist das Grabmal von Rachel, dem) VERSTÄNDIGEN (und liebenwerten) MÄDCHEN&quot;. Regina Horwitz starb mit 3 Jahren" data-magnific_type="gallery" title="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM.jpg" alt="Grabstein Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz), 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834" width="1920" height="2560" class="size-full wp-image-22309" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1350x1800.jpg 1350w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-1536x2048.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/horwitzReginaM-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22309" class="wp-caption-text">Grabstein <a href="https://der-transkribierer.at/juedischer-friedhof-waehring/horowitz-regina-23-september-1834/" title="Interner Link">Regina (Rachel / Recha) Horwitz (auch Horowitz)</a>, 19. Elul 594 = Dienstag, 23. September 1834, Markierung: JALDA MASKELET &#8220;(Dies ist das Grabmal von Rachel, dem) VERSTÄNDIGEN (und liebenswerten) MÄDCHEN&#8221;. Regina Horwitz starb mit 3 Jahren</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>In jedem Fall ist das &#8220;Frau&#8221; in Kombination mit &#8220;kleinem Mädchen&#8221; immer eine idealisierende Formulierung.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM.jpg' title="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT" data-rl_title="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT, &quot;das kleine Mädchen, Frau...&quot;" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rösel Tochter Elia Lichtenstadt, 13. Adar I 480 = Donnerstag, 22. Februar 1720; Markierung: HA-JALDA KTANA MARAT" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/60J16lichtenstadtRM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM.jpg' title="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#8217;IMA KTANA" data-rl_title="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#8217;IMA KTANA" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#039;IMA KTANA. &quot;ein liebenswertes kleines Mädchen&quot;. Juli Pollak starb mit 2 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Juli (Jochebed Tochter Abraham) Pollak, 22. Adar II 630 = Freitag, 27. März 1870, Markierung: JALDA NE&#039;IMA KTANA" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/1060AlefL6pollakJM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1.jpg' title="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT)" data-rl_title="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT), &quot;die Braut, F(rau)...&quot;" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jachedl Tochter David Piesling, 26. Elul 586 = Donnerstag, 28. September 1826; Markierung: HA-KALLA M(ARAT)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/648V33pieslingJM-1.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>

<p>Wesentlich spärlicher ist das Vorkommen der analogen maskulinen Formen. Für <span class="hebrEA" dir="rtl">ילד קטן</span> &#8220;<em>jeled katan</em>&#8220;, &#8220;Das kleine männliche Kind&#8221; / &#8220;der kleine Bub&#8221;, kenne ich keinen einzigen Beleg, für <span class="hebrEA" dir="rtl">הנער קטן</span> &#8220;<em>ha-na&#8217;ar katan</em>&#8221; bzw. ohne Artikel <span class="hebrEA" dir="rtl">נער קטן</span> &#8220;<em>na&#8217;ar katan</em>&#8220;, &#8220;(der) kleine Knabe&#8221; konnte ich auch nur zwei Belege finden: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-1775&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Michel ben Josef Ansbach</a>, gest. am 05. September 1759, begraben am jüdischen Friedhof Bechhofen. Michel Ansbach wird als &#8220;kleiner Knabe und großer Verständiger&#8221; bezeichnet. Fast identisch bei <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bec-1775&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Netanel ben David Ber Baum</a>, der wahrscheinlich Mai/Juni 1854 verstarb, auch am jüdischen Friedhof Bechhofen begraben ist und ebenfalls als &#8220;kleiner Knabe und großer Verständiger&#8221; bezeichnet wird.<br />
Wenig überraschend, dass wir nur einen einzigen Beleg finden für die Kombination von <span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8221; und &#8220;Herr&#8221; bzw. &#8220;geehrter Herr&#8221;: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bng-43&#038;lang=de" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">Felix (Kaleb ben Chaim) Schnapper</a>, gest. 10. März 1867 und begraben am jüdischen Friedhof in Bingen (Deutschland), wird in der hebräischen Grabinschrift als <span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;Jüngling&#8221; bezeichnet und als &#8220;geehrter Herr&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8221;ה</span>. Nun wäre man sicherlich, wäre sein Sterbealter nicht bekannt, geneigt zu fragen, warum ein Knabe mit vermutlich 13 oder 15 Jahren als &#8220;geehrter Herr&#8221; tituliert wird. Felix Schnapper war allerdings nachweislich 42 Jahre alt, als er verstarb. Folglich stellt sich die Frage, warum er als <span class="hebrEA" dir="rtl">נער</span> &#8220;<em>na&#8217;ar</em>&#8221; bezeichnet wird in diesem Alter. Wahrscheinlich war er unverheiratet, <span class="hebrEA" dir="rtl">בחור</span> &#8220;bachur&#8221;, &#8220;unverheirateter Mann&#8221; würde vielleicht eher zu erwarten sein.</p>
<p>Nur am Rande noch ein &#8220;nota bene&#8221;: Vorsicht ist geboten bei der Übersetzung des hebräischen <span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8217;</span> &#8220;k&#8221;. Die korrekte Übersetzung dieser Abkürzung von <span class="hebrEA" dir="rtl">כבוד</span> &#8220;kvod&#8221; vor einem Namen ist &#8220;der ehrenwerte N. N.&#8221;, aber eben nicht &#8220;der ehrenwerte Herr N. N.&#8221;! Wenn &#8220;der ehrenwerte Herrr&#8221; gemeint wäre, würde <span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8221;ה</span> für <span class="hebrEA" dir="rtl">כבוד הרב</span> &#8220;kvod ha-rev&#8221; oder <span class="hebrEA" dir="rtl">כבוד האדון</span> &#8220;kvod ha-adon&#8221; stehen.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM.jpg' title="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" data-rl_title="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD),&quot;der junge Mann, der geehrte (NN)&quot;" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Ascher ben Mordechai, 29. Tammus 543 = Donnerstag, 16. Juli 1789, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/424W21ascherM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM.jpg' title="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" data-rl_title="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#8217;AR K(VOD)" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD), &quot;der junge Mann, der geehrte (NN)&quot;" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Salman ben Beer Löb Lackenbach, 24. Ijjar 557 = Nacht auf Schabbat, 20. Mai 1797, Markierung: HA-NA&#039;AR K(VOD)" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/467W28lackenbachSGRM.jpg 1350w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p><div class="pullquote alignright col-sm-4 fontfamily-default fontsize-110"><br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">נקטף באבו</span> &#8220;<em>niktaf be-ibo</em>&#8221; (m), <span class="hebrEA" dir="rtl">נקטפה באבה</span> &#8220;<em>niktefa be-iba</em>&#8221; (f), &#8220;gepflückt in seiner / ihrer Blüte&#8221;
<p></p></div><br />
Abschließend erwähnt werden soll noch die häufig anzutreffende Formulierung &#8220;gepflückt (noch) in seiner Blüte&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">נקטף באבו</span> &#8220;<em>niktaf be-ibo</em>&#8221; bzw. weiblich <span class="hebrEA" dir="rtl">נקטפה באבה</span> &#8220;<em>niktefa be-iba</em>&#8220;, &#8220;gepflückt in ihrer Blüte&#8221; nach Ijob 8,12 <span class="hebrEA" dir="rtl">עֹדֶ֣נּוּ בְ֭אִבּוֹ לֹ֣א יִקָּטֵ֑ף</span> &#8220;<em>odenu be-ibo lo jikatef</em>&#8220;, &#8220;in Blüte und noch nicht gemäht&#8221;.<br />
Zumindest ebenso häufig begegnen wir der Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">בחצי ימיו</span> &#8220;<em>ba-chazi jamav</em>&#8221; bzw. weiblich <span class="hebrEA" dir="rtl">בחצי ימיה</span> &#8220;<em>ba-chazi jameha</em>&#8220;, &#8220;zur Hälfte seiner / ihrer Tage&#8221; (vgl. Psalm 102,25 &#8220;Mein Gott, raff mich nicht hinweg in der Mitte meines Lebens&#8221; <span class="hebrEA" dir="rtl">אֵלִ֗י אַֽל־תַּ֭עֲלֵנִי בַּחֲצִ֣י יָמָ֑י</span>). </p>
<p>Es handelt sich dabei in beiden Fällen naturgemäß um keine Formulierungen in Inschriften auf Gräbern von sehr kleinen (jungen) Kindern, also Kindern in den ersten Lebensjahren, sondern wird meist verwendet bei jung Verstorbenen im Alter von ca. 20 bis ca. 50 Jahren (gleichermaßen bei Frauen als auch Männern).<br />
Trotzdem finden wir die Formulierung <span class="hebrEA" dir="rtl">עוד באבו</span> &#8220;<em>od be-ibo</em>&#8220;, &#8220;noch in seiner Blüte&#8221;, o. Ä., auch in Inschriften auf Grabsteinen von Kindern, die aber keine Kleinkinder mehr sind, wie etwa <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juengerer-juedischer-friedhof-eisenstadt/einhorn-arpad-17-juli-1899/" title="Interner Link">Arpad Einhorn</a>, der am 17. Juli 1899 mit 12 Jahren verstarb (siehe unten auch das erste Bildbeispiel).</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM.jpg' title="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899" data-rl_title="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899, Markierung: WE-OD BE-IBO &quot;und noch in seiner Blüte&quot;. Arpad Einhorn starb mit 12 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Arpad (Aladar, Abraham) Einhorn, 20. Ijjar 647 = Montag, 17. Juli 1899" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/721-Einhorn-ArpadM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM.jpg' title="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887" data-rl_title="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887, Markierung: NIKTAF BE-IBO &quot;gepflückt in seiner Blüte&quot;. Samu Breier starb mit 40 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samu / Samuel (Salman) Breier / Breyer / Breuer / Bräuer, 23. Kislew 648 = Freitag, 09. Dezember 1887" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/326-Breier-SalmanM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM.jpg' title="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750" data-rl_title="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750, Markierung: BA-CHAZI JAMAV &quot;in der Mitte seiner Tage&quot;" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Simeon ben Rafael, 11. Adar II 510 = Donnerstag, 19. März 1750" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/198C19simeonRM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM.jpg' title="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846" data-rl_title="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846, Markierung: NIKTAF BE-IBO &quot;gepflückt in seiner Blüte&quot;. Moritz Weiß starb mit 37 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Moses Ahron Weiß, 12. Tischre 607 = Freitag, 02. Oktober 1846" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/824P6weissMM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM.jpg' title="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905" data-rl_title="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905, Markierung: BA-CHAZI JAMEHA &quot;in der Mitte ihrer Tage&quot;. Jenny Müller starb im 42. Lebensjahr" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jenny (Sali, Jütel) Müller, 13. Nisan 665 = Dienstag, 18. April 1905" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/612-Mueller-JennyM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM.jpg' title="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &#8220;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&#8221;" data-rl_title="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &#8220;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&#8221;" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &quot;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&quot;. Gütel Lichtenstern starb mit 29 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Gütel Frau Chajjim Hirsch Lichtenstern, 01. Av 600 = Freitag, 31. Juli 1840, Markierung: BE-IBA NIKTEFA &quot;in ihrer Blüte wurde sie gepflückt&quot;" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/770X20lichtensternGM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM.jpg' title="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859" data-rl_title="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859, Markierung: ODENU BE-IBO &quot;noch in seiner Blüte&quot;" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jakob Samuel ben Menachem Deutsch, 07. Siwan 619 = Donnerstag, 09. Juni 1859" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/946J35deutschJSM.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM.jpg' title="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901" data-rl_title="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901, Markierung: BA-CHAZI JAMEHA &quot;in der Mitte ihrer Tage&quot;. Therese Hecht starb mit 42 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Theres(e) (Resl) Hecht, 12. Adar 661 = Sonntag, 03. März 1901" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/605-Hecht-ThererseM.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M.jpg' title="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831" data-rl_title="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831, Markierung: BA-CHAZI JAMAV, &quot;in der Mitte seiner Tage&quot;. Michael Rosauer starb mit 31 Jahren" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Michael Halevi Rosauer, 10. Siwan 591 = Samstag Nacht, 21. Mai 1831" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2024/06/rosauerMichael21051831M.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Kennen wir die wichtigsten für Inschriften auf Gräbern von Kindern und jungen Verstorbenen typischen Formulierungen, hilft uns das zu erkennen, dass wir, so diese vorkommen, üblicherweise nicht mit Verstorbenen höheren Alters rechnen dürfen.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Lexicon in Veteris Testament Libros. Köhler, Ludwig und Walter Baumgartner, Leiden 1958 [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Gesenius Wilhelm, Handwörterbuch über das Alte Testament, Leipzig <sup>14</sup> 1905 [<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/mein-liebes-kind/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im fernen wirren Ungarn</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/im-fernen-wirren-ungarn/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/im-fernen-wirren-ungarn/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2021 19:41:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ojm.at/blog/?p=10547</guid>

					<description><![CDATA[Diese Woche hatten wir einen ganz besonderen Besuch: Ruth Ellen Gruber, die Koordinatorin von Jewish-Heritage Europe kam nach Eisenstadt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche hatten wir einen ganz besonderen Besuch: Ruth Ellen Gruber, die Koordinatorin von <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://jewish-heritage-europe.eu" title="Externer Link zu 'jewish-heritage-europe.eu'">Jewish-Heritage Europe</a> kam nach Eisenstadt. </p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2021/eisenstadtFH01.jpg" title=""><img decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2021/eisenstadtFH01.jpg" width="250" height="333 alt="Ruth Ellen Gruber am jüdischen Friedhof Eisenstadt" /></a></p>
<p class="winzig"><em>Ruth Ellen Gruber am jüdischen<br />
Friedhof Eisenstadt</em>.</p>
</div>
<p>Am Donnerstag fuhren wir über den <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.juedische-gemeinde-wn.at/Pages/Friedhof/DatenBank.aspx" title="Externer Link zu 'juedische-gemeinde-wn.at...'">jüdischen Friedhof Wiener Neustadt</a> sowie den <a href="https://der-transkribierer.at/aelterer-friedhof-eisenstadt/">älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt</a> und unser jüdisches Museum nach Köszeg (deutsch: Güns) in Ungarn, wo die Synagoge derzeit aufwändig renoviert wird. Da sie daher auch nicht betreten werden darf, haben wir leider nur wenige Fotos. 2022 ist die Fertigstellung geplant, man darf gespannt sein! </p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00.jpg' title="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" data-rl_title="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Die mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01.jpg' title="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" data-rl_title="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Täfelchen mit der deutschen Übersetzung sowie mit QR-Code über jedem der mittelalterlichen Grabsteine" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt01-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a.jpg' title="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" data-rl_title="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/wienerNeustadt00a-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Aber der Reihe nach: In Wiener Neustadt waren es vor allem die am jüdischen Friedhof sehr schön präsentierten mittelalterlichen Grabsteine, die Mrs. Gruber faszinierten. Besonders erfreulich finde ich auch die Initiative der Stadt Wiener Neustadt, dass jeder dieser Grabsteine nun auch ein Täfelchen mit der Übersetzung und einen QR-Code zu meiner <a href="https://der-transkribierer.at/tag/grabsteine-mittelalter/">vollständigen Bearbeitung</a> hat. Auch am jüdischen Friedhof in Eisenstadt konnte Mrs. Gruber unsere <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/nachlese-hier-liegt-geborgen/">QR-Codes</a> das erste Mal sehen und &#8220;testen&#8221;.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01.jpg' title="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" data-rl_title="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="435" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tafel vor der in Renovierung befindlichen Synagoge in Közseg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01-768x557.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge01-1536x1114.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a.jpg' title="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" data-rl_title="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Die derzeit in Renovierung befindliche Synagoge von Közseg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02a-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02.jpg' title="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" data-rl_title="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Die Synagoge von Közseg, Außenansicht" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/koezsegSynagoge02-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Gebaut wurde die Synagoge von Köszeg aus Mitteln einer Stiftung von <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Schey_von_Koromla" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Philipp Baron Schey von Koromla</a> (geb. 20. September 1797 in Köszeg, gestorben am 29. Siwan 5641 = 26. Juni 1881 in Baden bei Wien). Philipp Schey wurde als erster ungarischer Jude geadelt und ist auf dem jüdischen Friedhof in Lackenbach begraben.</p>
<p>Der Film <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> &#8220;<a href="https://www.zsurlofilm.com/synagogue-for-sale/" title="Externer Link zu 'zsurlofilm.com...'">Synagogue for Sale</a>&#8221; von Zsuzsanna Geller-Varga zeigt die Synagoge im Jahr 2007.</p>
<p>Unter den Gesetzestafeln auf der Vorderseite der Synagoge erinnert auch eine Inschrift an Philipp Schey. Die jüdische Jahreszahl 5620 ist umgerechnet das Jahr 1859/60. Dieses Jahr wurde bisher immer als Gründungsjahr angenommen, jedoch ergaben neuere Forschungen, dass bereits 1856, also noch vor der Nobilitierung von Philipp Schey, mit dem Bau der Synagoge begonnen wurde.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey01-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, deutsche Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey02-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey03-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04.jpg' title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rl_title="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mausoleum von Baron Philipp Schey, jüdischer Friedhof Lackenbach, hebräische Inschrift" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/schey04-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Daher stoppten wir auf der Rückfahrt trotz einsetzenden Regens natürlich noch auf dem jüdischen Friedhof von Lackenbach. Wenn auch das Mausoleum von Baron Philipp Schey der Hauptgrund war, darf der größte jüdische Friedhof des Burgenlandes mit 1770 Gräbern nicht verlassen werden, ohne zumindest noch die Gräber von zwei der bedeutenden Rabbiner Lackenbachs zu besuchen: </p>
<p><strong>Rabbi Salman Salomon Lipschütz</strong>, gestorben 1808 in Lackenbach. Seine Gegner beschrieben ihn 1765, als er vom Grafen zum Nachfolger seines Vaters als Rabbiner in Neuwied (Rheinland-Pfalz, Deutschland) ernannt wurde, als einen &#8220;<em>äußerst aufgeblasenen und zanksüchtigen Mann</em>&#8220;, der soeben seiner Frau im Kindbett den Scheidebrief gereicht und sie vertrieben habe. Auch wurde er als geheimer <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sabbatianismus" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Sabbatianer</a> bezeichnet und es wurde ihm sogar die Befähigung zum Rabbiner abgesprochen. Wie auch immer, gegen Ende seines Lebens war er Rabbiner in Lackenbach, sein Sohn Israel Lipschtüz (1782-1826) wurde Rabbiner im benachbarten Deutschkreutz, seine Tochter Jentl war die Mutter des Mattersdorfer Rabbinatsverwesers Rev Aron Singer.</p>
<p><strong>Rabbi Schalom Salomon Ullmann, genannt &#8220;Rabbi Schalom, der Scharfsinnige&#8221;</strong>, geb. 27. Februar 1755 in Fürth, gest. 06. März 1825 in Lackenbach, Sohn des Gemeindevorstehers Israel-Isserle Ullmann aus Fürth. 1799 wurde Ullmann Rabbiner in <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nagyatád" title="Externer Link zu 'de.wikipeida.org...'">Nagyatád</a>, Ungarn, kurz darauf Nachfolger von David Deutsch als Rabbiner in Frauenkirchen. Ab 1809 war er Rabbiner in Lackenbach, wo er als <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chassidismus" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">&#8220;Chassid&#8221;</a> galt.</p>
<p><cite>Siehe <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.steinheim-institut.de/wiki/index.php/Biographisches_Handbuch_der_Rabbiner_%28BHR%29" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">&#8220;Das Biographische Handbuch der Rabbiner&#8221;</a>.</cite></p>
<p>Die Tafel auf der Rückseite des Grabsteines gibt es erst wenige Monate. </p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon.jpg' title="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-17" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rabbi Salman Salomon Lipschütz, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/lipschuetzSalomon-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01.jpg' title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" data-rl_title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" data-rel="lightbox-gallery-17" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Vorderseite" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon01-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02.jpg' title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" data-rl_title="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" data-rel="lightbox-gallery-17" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Rabbi Schalom Salomon Ullmann, jüdischer Friedhof Lackenbach, Rückseite" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/08/ullmannSalomon02-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Beide Gräber, besonders aber jenes von Rabbi Ullmann, sind alljährlich das Ziel vieler orthodoxer Pilger.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Ich bedanke mich sehr herzlich (u.a.) bei Frau Eszter Sterk von der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://szombathelyizsidohitkozseg.hu">jüdischen Gemeinde Szombathely</a> und bei Frau <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://iask.hu/en/people/edit-szantone-balazs/" title="Externer Link zu 'iask.hu'">Dr. Edit Szántóné Balász</a> und Herrn <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://iask.hu/en/people/attila-pok" title="Externer Link zu 'iask.hu'">Attila Pók</a> vom <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://iask.hu/en/">Institute of Advanced Studies</a> Köszeg für ihre so freundliche Hilfe bei der Organisation und vor Ort in Köszeg.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p class="winzig">Der Beitragstitel ist ein Zitat aus einem Brief von Rabbiner Dr. Asriel Hildesheimer, der diese Worte benützte, als er einem Freund in Düsseldorf von seiner Berufung als Rabbiner nach Eisenstadt berichtete.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/im-fernen-wirren-ungarn/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Synagoge Wiener Neustadt</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-synagoge-wiener-neustadt/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-synagoge-wiener-neustadt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 10:52:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[shoa]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=1105</guid>

					<description><![CDATA[Am 9. November fand auch in Wiener Neustadt eine Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Novemberpogrome statt. Professor Dr. Werner Sulzgruber, der die Veranstaltung organisierte und dafür verantwortlich zeichnete, verlas am Schluss &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 9. November fand auch in Wiener Neustadt eine Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Novemberpogrome statt.<br />
Professor Dr. Werner Sulzgruber, der die Veranstaltung organisierte und dafür verantwortlich zeichnete, verlas am Schluss knapp 200 Namen von Juden, die aus Wiener Neustadt vertrieben und ermordet wurden. SchülerInnen zündeten für jedes der Opfer eine Kerze an. </p>
<p>Höhepunkt der Gedenkveranstaltung war aber sicher die einmalige und einzigartige Projektion der Synagoge von Wiener Neustadt auf jenes Haus, das heute am Platz der Synagoge steht.</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/synagogeWNGR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/synagogeWN.jpg" width="550" height="367" alt="Projektion der Synagoge Wiener Neustadt" /></a></p>
<p class="centered">Projektion der Synagoge von Wiener Neustadt anlässlich der Gedenkveranstaltung am 9. November 2013</p>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/synagogeWNO.jpg" width="550" height="478" alt="Ansicht der Synagoge Wiener Neustadt, um 1905" /></p>
<p class="centered">Ansicht der Synagoge von Wiener Neustadt, um 1905. Bild aus: Werner Sulzgruber, Das jüdische Wiener Neustadt, Wien 2010, S. 39</p>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Am 16. März 1902 fand die Grundsteinlegung, schon am 18. September 1902 die Schlusssteinlegung für die Synagoge statt. Architekt war kein Geringerer als Wilhelm Stiassny, der offenbar ohne Honorar arbeitete.<br />
In der sehr markanten Rosette mit einem Davidstern von mehreren Metern Durchmesser fand sich der Bibelspruch aus Jesaja 56,7: </p>
<blockquote><p>Mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden. </p></blockquote>
<p><em>Anmerkung:</em> Auf dem Bild oben kann gut erkannt werden, dass mit dem Vers auch eine Jahreszahl angegeben wird. Ich konnte weder beim Fotografieren noch auf Bildern erkennen, auch in der Literatur nicht finden, welche Buchstaben gekennzeichnet sind, aber es liegt nahe, dass 5662 (= 1902) angegeben wurde. (Rosch HaSchana, also der 1. Tischre und somit der Beginn des jüdischen Jahres 5663, war erst am 2. Oktober 1902!)</p>
<p>Bereits am 10. Oktober 1938 erfolgte im Auftrag der Gestapo die &#8220;Übergabe bzw. Übernahme des Tempelgebäudes für die SS Formation&#8221;. </p>
<blockquote><p>In der Pogromnacht selbst wurde der Davidstern abgemeißelt und das riesige Zierfenster herausgebrochen. Weiters wurden einzelne Fenster beschädigt, die Einrichtung zerstört und Tempelgeräte gestohlen. Nationalsozialisten hatten offenbar Fackeln in die Synagoge geworfen, die Brandstellen verursachten. Aber sie wurde nicht, wie so viele im Reichsgebiet, als Ganzes in Brand gesteckt. Grund für die Verschonung des Gebäudes war der Umstand, dass die Synagoge zu diesem Zeitpunkt bereits &#8220;übernommen&#8221; war.
</p></blockquote>
<p><cite>Werner Sulzgruber, Das jüdische Wiener Neustadt, Wien 2010, S. 38 und insbes. 47</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-synagoge-wiener-neustadt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wiener Neustadt</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/genealogie/wiener-neustadt/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/genealogie/wiener-neustadt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2012 09:17:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genealogie]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=965</guid>

					<description><![CDATA[Personen- und Familienbiografien über Jüdinnen und Juden, die aus Westungarn nach Wiener Neustadt kamen Dr. Werner Sulzgruber schrieb: Ich suche für die Dokumentation von Personen- und Familienbiografien von Jüdinnen und Juden, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Personen- und Familienbiografien über Jüdinnen und Juden, die aus Westungarn nach Wiener Neustadt kamen</h2>
<p><em>Dr. Werner Sulzgruber schrieb: </em></p>
<p>Ich suche für die Dokumentation von Personen- und Familienbiografien von Jüdinnen und Juden,<br />
die um 1900 und später (teils bis 1938) in Wiener Neustadt gelebt haben, Informationen zu den folgenden Familien, welche aus dem ehemaligen Westungarn nach Wiener Neustadt kamen.  </p>
<p>Viele der Vorfahren von Wiener Neustädter Jüdinnen und Juden stammen aus Ungarn, vor allem aus Mattersdorf.</p>
<p>Leider sind so manche familiären Zusammenhänge von gleichnamigen Personen (z. B. Familie Breuer) unklar.</p>
<p>Ich bitte um Informationen zu den jeweiligen Familien, falls solche gemacht werden können.<br />
Zuschriften bitte unter:  werner_sulzgruber @ hotmail.com</p>
<p>English Version:</p>
<h2>Biographies about persons and families, who came from West-Hungary to Wiener Neustadt</h2>
<p>I am searching for informations – preparing biographies of persons and families – about Jewish people, who lived around 1900 and later (till 1938) in Wiener Neustadt. Members of the following families, who have their origin in West-Hungary, came once to Wiener Neustadt (Lower Austria).</p>
<p>Many of the forefathers of Jews in Wiener Neustadt are from Hungary, especially from Mattersdorf. Some relations in families (e.g. family Breuer) are not clear.</p>
<p>I am interested in data about these Jewish people/families and I hope that somebody can help in the current documentation.</p>
<p>Contact please:  werner_sulzgruber @ hotmail.com</p>
<ul>
<li><strong>Andau:  Tauber</strong></li>
<li><strong>Deutschkreutz: Bohenszky, Hacker, Kerö, Kohn</strong></li>
<li><strong>Eisenstadt: Adler (Pollak), Ungar, Wessely [Jewish?]</strong></li>
<li><strong>Frauenkirchen: Popper (Winkler), Schimmel</strong></li>
<li><strong>Kobersdorf: Bauer, Hacker, Reininger, Winkler</strong></li>
<li><strong>Lackenbach: Bauer, Beinhacker, Bum (Braun), Leitner (Braun), Wellisch</strong></li>
<li><strong>Mattersdorf: Adler (Moses), Breuer, Buxbaum, Rosenberger (Feldmann), Rosenfeld, Schischa, Schlesinger, Schulhof</strong></li>
</ul>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/genealogie/wiener-neustadt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter V</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-v/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-v/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 12:38:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grabsteine Mittelalter - Wiener Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=94</guid>

					<description><![CDATA[Rachel, Tochter des Zvi Hirsch, 03. Marcheschvan (5)445 = (Mittwoch,) 12. Oktober 1684? Dieser Grabstein ist der fünfte von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Rachel, Tochter des Zvi Hirsch, 03. Marcheschvan (5)445 = (Mittwoch,) 12. Oktober 1684?</h2>
<p>Dieser Grabstein ist der fünfte von links der <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten (auch zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen), um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen.<br />
Der Grabstein war wahrscheinlich ein Doppelgrabstein. Die linke Hälfte, von der nur mehr ein kleiner Rest vorhanden ist, wird unten im Anschluss an die rechte Hälfte transkribiert (und übersetzt).</p>
<div id="mittig2f">
<ul id="bildchen2">
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG05GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG05.jpg" width="250" height="216" alt="5. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG05aGR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG05a.jpg" width="250" height="216" alt="5. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Die Grabinschrift</h3>
<h4>Rechte Hälfte des Grabsteins:</h4>
<table summary="MittelalterV" id="maV">
<caption>Inschrift MittelalterV: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>[Ihre See]le? ging hinweg</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[נפש]ה יצתה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>Frau? Rachel N.N.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[.]מר רחל במו[ד]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>Tochter? d(es Herrn) Z(vi) H(irsch)?, Gatti(n) des?</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">בת ר צה רעיית[ו]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>e(hrbaren) H(errn) Chaj(im)? Dieses ist</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">חי ה וזאת</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>ihr Grabm(al).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[מ]צבת קבורתה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>(Sie verstarb am) 3.? Marcheschvan 445? (= 1684)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[ג] מרחשון מתה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>[I(hre)] S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). A(men), A(men), S(ela)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[ת]נצבה א א ס</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h4>Linke Hälfte des Grabsteins:</h4>
<table summary="MittelalterVL" id="maVL">
<caption>Inschrift MittelalterVL: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>Das Leben &#8230;?</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">חיית </span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>Spross</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">צמח</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>er unterstützte?</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">וירפד</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>im/bei Mensch(en)?</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">באד[מ]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>nach?/fremden?</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">אחר</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>S([eine Seele möge eingebunden sein im Bund des Lebens)]?</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[ת]נצבה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>A[men]?</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">א[מן]</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p>Die Inschrift bzw. beide Inschriften sind sehr schlecht zu lesen, sowohl Transkription als auch der Übersetzungsversuch (inklusive Datierung) sind mit vielen Fragezeichen zu versehen.</p>
<h4>Rechte Hälfte des Grabsteins:</h4>
<p><strong>2. Zeile</strong>:<br />
Das מר (könnte auch מת sein) ist unsicher, demzufolge auch der Vorname Rachel. Das letzte Wort der Zeile könnte ein zweiter Vorname sein? Oder בת מורנו &#8220;Tochter unseres Lehrers&#8221;? Dann sollte danach allerdings der Name des Vaters stehen. Wenn am Beginn der Zeile מת gelesen wird, sollte nachher der Name eines Mannes stehen, also &#8220;Herr Ch(ajim)? N.&#8221;? Jedenfalls müssten dann in beiden Fällen die 3. und 4. Zeile anders gelesen werden als oben vorgeschlagen.</p>
<p><strong>3. und 4. Zeile</strong>:<br />
Auf den ersten Blick könnte תרצה, Tirza, als ein weiblicher hebräischer Vorname, gelesen werden. Mit dem vorangestellten ב könnte etwa &#8220;Tochter der Tirza&#8221; übersetzt werden? Allerdings wäre der Name der Mutter an dieser Stelle in der Inschrift eher ungewöhnlich.<br />
Oben bevorzugt wurde &#8220;Tochter des Herrn Zvi Hirsch&#8221;, was jedoch voraussetzt, dass beide Namen des Vaters der Verstorbenen abgekürzt angegeben wären. Sowohl dafür als auch für das letzte Wort der Zeile &#8220;Gattin&#8221;, hebräisch רעייה, fehlen mir Belege, die diese Lesung bestätigen könnten. Insbesondere, weil auch die Datierung des Steins sehr unsicher ist. Außerdem ist unklar, was am Beginn der 4. Zeile steht. Es sollte, wenn vorher &#8220;Gattin des&#8221; gelesen wird, der Name des Gatten stehen.</p>
<p><strong>6. Zeile</strong>:<br />
Die Lesung des Monatsnamen &#8220;Marcheschvan&#8221; (Oktober/November) ist naheliegend, davor könnte das Datum stehen. Das ג, also &#8220;3.&#8221; ist nicht eindeutig zu lesen, es kommen selbstverständlich auch יג, כג o.Ä. (also &#8220;13.&#8221;, &#8220;23. <abbr>o.Ä.</abbr>) in Frage. Platz hätten jedenfalls ein ב + ג oder auch ב + יג etc., also &#8220;am 3., 13. &#8230;&#8221;.<br />
Das letzte Wort dieser Zeile sieht wie מתת aus, was aber weder als Wort gelesen einen Sinn ergibt (Geschenk?) noch als Jahreszahl (Zahlenwert 840). Stimmt die Lesung der Wörter davor, ist an dieser Stelle die Jahreszahl zu erwarten.<br />
Oben vorgeschlagen wurde die Lesung מתה (&#8220;sie verstarb&#8221;) und, dass der Zahlenwert des hebräischen Wortes (445) zur Angabe des Sterbejahres dient. </p>
<p>Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass auch gelesen werden könnte: מדד, מדה oder מהד &#8211; was die Zahlenwerte 48 oder 49 (1288 oder 1289) ergeben würde. Da der Monat Marcheschvan im Herbst liegt, würde das Sterbejahr 1287 oder 1288 sein. Eine Frühdatierung dieses Grabsteins ins Ende des 13. Jahrhunderts halte ich aber schon aus sprachlichen Gründen für eher unwahrscheinlich.<br />
Ebenso gelesen werden könnte מרר, מרד oder מדר, was die Zahlenwerte 244 <abbr>bzw.</abbr> 440 ergeben würde. Das wären umgerechnet die Jahre 1484 <abbr>bzw.</abbr> 1680, wegen des Herbstmonats also 1483 <abbr>bzw.</abbr> 1679. Da die Buchstaben aber als Wort gelesen, zumindest im Kontext, kaum oder keinen Sinn machen, ist nicht erklärlich, warum bei der Angabe der Jahreszahl nicht mit der Hunderterzahl, in diesem Fall also mit dem ר, begonnen wird (200). Als Wort gelesen werden müsste מרר &#8220;bitter&#8221;, also der &#8220;bittere Marcheschvan&#8221; (weil kein Feiertag in diesem Monat).</p>
<h4>Linke Hälfte des Grabsteins:</h4>
<p>Ausführlichere Anmerkungen zur Inschrift auf der linken Hälfte des Grabsteins sind müßig, da jede Zeile mit Fragezeichen zu versehen ist.<br />
Es kann nicht einmal mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich beim Verstorbenen tatsächlich um einen Mann handelt.</p>
<p><strong>1. und 3. Zeile</strong>:<br />
In der 1. Zeile wird ein Substantiv bevorzugt, weil die Lesung als Verb, 2. Person &#8220;du lebtest&#8221;  einen doch unwahrscheinlichen Wechsel der Person &#8211; in der 3. Zeile: &#8220;er&#8221; &#8211; zur Folge hätte.</p>
<p><strong>Wenig erfreuliche Schlussbemerkung: </strong><br />
Die Jahreszahl 1483 würde &#8211; rein historisch gesehen &#8211; Sinn machen, weil die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt bis 1496 bestand. Da es im 17. Jahrhundert weder Gemeinde noch Friedhof gab, passt die Datierung nicht zu den vorhandenen historischen Belegen. Sozusagen leider, weil der Textbefund (meines Erachtens) doch eher 1684 nahelegt. Das Problem der historischen Dissonanz kennen wir auch schon vom <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/grabstein-mittelalter-iv/" title="Interner Link zum Beitrag 'Grabstein Mittelalter IV'">Grabstein IV</a>.<br />
Das umgerechnete Datum für 1483 wäre Samstag, 13. Oktober 1483. Allerdings ist auch die Jahreszahl 1483, genausowenig wie 1679 und 1684, in der Literatur ausgewiesen.</p>
<p>Ich sage Frau <abbr>Dr.</abbr> Tirza Lemberger herzlichen Dank, dass sie sich Zeit genommen hat, mich bei der Lesung dieser Inschrift zu unterstützen!</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-v/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter IV</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-iv/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-iv/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 13:17:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grabsteine Mittelalter - Wiener Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=92</guid>

					<description><![CDATA[Kela, Tochter des Jehuda, 5. Schvat (5)311 = (Montag,) 22. Jänner 1551 Dieser Grabstein ist der vierte von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Kela, Tochter des Jehuda, 5. Schvat (5)311 = (Montag,) 22. Jänner 1551</h2>
<p>Dieser Grabstein ist der vierte von links der <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Die Punkte über den hebräischen Buchstaben (die man heute leider nicht mehr sieht, siehe unten) werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<p class="centered">
<a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG04GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG04.jpg" width="300" height="349" alt="Grabstein von Frau Kela, Tochter des Jehuda, aus dem Jahr 1551? auf dem jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a>
</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Die Grabinschrift</h3>
<table summary="MittelalterIV" id="maIV">
<caption>Inschrift MittelalterIV: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>[Ich stimme die Totenklage an]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[אשא קינה]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>[über die bedeutende und angesehene]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[על אשה חשובה]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>[Frau. All ihre Taten]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[והגונה וכל מעשיה]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>[vollbrachte sie im Glauben. Sie war eine t(üchtige und)]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[היתה באמונה אשת]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>[g(ottes)f(ürchtige) Frau),] Frau [Kela, Tochter des]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[ח&#8216; י&#8217;א&#8216;] מרת [קילה בת]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>[H(errn)] Jehuda. Sie wurde begrab(en)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[ר&#8216;] יהודה ונקבר[ה]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>am 5. Schvat 311? (= 1551)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ביום ה&#8216; שנת ש&#8217;ב&#8217;ט</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[8] </strong>n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לפרט ת&#8217;נ&#8217;צ&#8217;ב&#8217;ה </span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[9] </strong>Amen, Amen</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">אמן אמן </span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[10] </strong>Sela, Sela</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">סלה סלה </span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p>Die Inschrift ist nur teilweise deutlich lesbar. Im Bereich von Zeile 5 ist der Stein (nach 1927) abgebrochen. Max Pollak kannte offensichtlich noch den ganzen Stein und transkribierte daher die Inschrift von Zeile 1 an (Max Pollak &#8220;Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich”, Wien 1927, Seite 112). Der Text dieser ersten vier Zeilen und der Großteil von Zeile 5 stehen demzufolge oben in eckigen Klammern.</p>
<p><strong>4./5. Zeile</strong>:<br />
אשת ח&#8217; י&#8217;א&#8217; ist aufzulösen in: אשת חיל יראת אלהים. Der erste Teil in Anlehnung an Sprüche 31,10 &#8220;Eine tüchtige Frau, wer findet sie?&#8221;</p>
<p><strong>7. Zeile</strong>: </p>
<blockquote><p>Das Datum ist hier nur mit Vorbehalt angesetzt, da für das Jahr 1551 das Vorhandensein eines jüdischen Friedhofes in Wiener Neustadt nicht bezeugt erscheint.
</p></blockquote>
<p><cite>Max Pollak, a.a.O., S. 112</cite></p>
<p>Ich folge Pollak und lese ebenfalls 311. Da die Jahreszahl mit dem Wort Schvat, also dem Monatsnamen, dargestellt wird (eine sehr elegante Lösung), haben wir wenig Spielraum für andere Interpretationen. Wörtlich gelesen also etwa: &#8220;Am 5. des Jahres Schvat&#8221;.</p>
<p>ביום ה&#8217; könnte auch &#8220;am Donnerstag&#8221; bedeuten, in diesem Fall würde aber das Tagesdatum fehlen. Lesen wir statt Schvat תבט, ergäbe der Zahlenwert das Jahr 411, umgerechnet 1651. Bei dieser Lesung würde aber die Monatsangabe fehlen und außerdem ist für 1651 auch kein jüdischer Friedhof für Wiener Neustadt belegt. </p>
<p>Pollak gibt als (umgerechnetes) Sterbedatum den 12. Jänner 1511 (?) an. Das ist auch das korrekte Datum nach dem damals (vor 1582) gültigen Julianischen Kalender. Nach dem Gregorianischen Kalender ist der 5. Schvat der 22. Jänner 1551.</p>
<blockquote><p>Der Stil der Inschrift ist bis auf die Schlussformel ähnlich dem in neuerer Zeit (17. bis 18. Jahrhundert) gebräuchlichen und wäre wohl geeignet, die Herkunft des Grabsteines aus einer Übergangszeit zwischen zwei Stilgattungen, zwischen dem 13. bis 15. Jahrhundert einerseits, und dem 17. Jahrhundert andererseits zu bestätigen.</p></blockquote>
<p><cite>Max Pollak, a.a.O., S. 112</cite><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-iv/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter III</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-iii/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-iii/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 06:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grabsteine Mittelalter - Wiener Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=90</guid>

					<description><![CDATA[Simcha, Sohn des Eljakim, Sonntag, 25. Kislew (5)107 = 18. Dezember 1346 Dieser Grabstein ist der dritte von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Untenstehend &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Simcha, Sohn des Eljakim, Sonntag, 25. Kislew (5)107 = 18. Dezember 1346</h2>
<p>Dieser Grabstein ist der dritte von links der <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten (auch zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen), um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen.<br />
Die Schwalben über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<div id="mittig2e">
<ul id="bildchen9">
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG03GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG03.jpg" width="250" height="274" alt="3. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG03aGR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG03a.jpg" width="250" height="274" alt="3. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Die Grabinschrift</h3>
<table summary="MittelalterIII" id="maIII">
<caption>Inschrift MittelalterIII: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong>Das ist der Stein, den</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">האבן הזאת אשר</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>ich setzte als Grabmal zu Häupten</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">שמתי מצבה לראש</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>d(es Herrn) Simcha, S(ohn) d(es Herrn) Eljakim,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ר&#8216; שמחה ב&#8217;ר&#8216; אליקים</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>der erschlagen wurde, weil er nicht frevelte</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">הנהרג על לא חמס</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>mit seinen Händen, und begraben wurde am Sonntag, dem 25.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">בכפיו ונקבר ביו&#8217;א&#8216; כ&#8217;ה&#8216;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>Kislew im Jahr 107</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לכסליו בשנת ו&#8217;י&#8217;צ&#8217;א&#8216;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>n(ach) d(er) k(leinen) Z(eitrechnung). G(ott) möge ihm sein Blut rä(chen)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לפרט והש&#8216; ינקו&#8216; דמו</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[8] </strong>bald in unseren Tagen. S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens).</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">במהרה בימינו ו&#8217;ת&#8217;נ&#8217;צ&#8217;ב&#8217;ה</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p>Die Inschrift ist sehr gut lesbar.</p>
<p><strong>4. und 5. Zeile</strong>:<br />
Herr Simcha dürfte ein (frühes) Opfer der Verfolgungen der Juden in der Zeit des Schwarzen Todes gewesen sein. לא חמס בכפיו &#8220;Er frevelte nicht mit seinen Händen&#8221; bedeutet, dass er seinem Glauben nicht abtrünnig geworden ist.<br />
Der letzte Buchstabe in Zeile 5 sieht aus wie ein ד (Zahlenwert 4), am Stein selbst ist aber noch schwach ein ה zu erkennen. Da auch der Wochentag, Sonntag, angegeben ist, liegt der 25. Kislew nahe.</p>
<p><strong>6. Zeile</strong>:<br />
Die Inschrift (hebräische Transkription und kurzen Anmerkungen zu den Zeilen 4, 5, 7 und 8) wurde schon von Max Pollak aufgenommen in: Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich”, Wien 1927, Seite 111f.<br />
Pollak gibt als (umgerechnetes) Sterbedatum Sonntag, den 10. Dezember 1346 an. Das ist auch das korrekte Datum nach dem damals (vor 1582) gültigen Julianischen Kalender. Nach dem Gregorianischen Kalender ist der 25. Kislev der 18. Dezember 1346.</p>
<p>Die Jahreszahl 107 wird mit dem Wort ויצא dar- und damit eine bewusste Assoziation mit dem euphemistischen Ausdruck für &#8220;sterben&#8221; יצאה נפשה/נשמה &#8220;Seine Seele schied&#8221; hergestellt (wörtlich also etwa: &#8220;im Jahr, in dem seine Seele schied&#8221; = 107).</p>
<p><strong>7. und 8. Zeile</strong>:<br />
&#8220;In einer auf Grabinschriften wohl selten anzutreffenden Leidenschaftlichkeit wird denn auch hier dem Wunsche, dass &#8216;bald, in unseren Tagen&#8217; sein Blut gerächt werde, Ausdruck gegeben&#8221;, schreibt Pollak auf Seite 112.<br />
Anzumerken ist, dass zur Vorstellung, dass der ungerecht erlittene Tod sühnende Kraft hat, als ihre Ergänzung der Glaube an die Vergeltung gehört. Aus Deuteronomium (5. Buch Mose) 32, 43b &#8220;ונקם ישיב לצריו וכפר אדמתו עמו&#8221; &#8220;Denn er erzwingt die Strafe für das Blut seiner Söhne und entsühnt das Land seines Volks&#8221; wird häufig eine Euphemie für Märtyrer und Opfer der Gewalt. Oft auch in Verbindung mit dem Epitheton הקודש &#8220;der Heilige&#8221; als eine Art Ehrentitel.<br />
<abbr>Vgl.</abbr> dazu Dr. Zunz, Geschichte und Literatur, Erster Band, Berlin 1845, 334f.<br />
Obowhl Herr Simcha den Ehrentitel &#8220;der Heilige&#8221; nicht erhält, muss er aber selbstredend als Märtyrer bezeichnet werden.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-iii/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter II</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-ii/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-ii/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 07:04:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grabsteine Mittelalter - Wiener Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=88</guid>

					<description><![CDATA[N. N., Tochter des Jakob, Gattin des Herrn Rachem, Dienstag, 20. Ijjar (5)101 = 16. Mai 1341 Dieser Grabstein ist der zweite von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><abbr class="hilfe" title="nomen nescio">N. N.</abbr>, Tochter des Jakob, Gattin des Herrn Rachem, Dienstag, 20. Ijjar (5)101 = 16. Mai 1341</h2>
<p>Dieser Grabstein ist der zweite von links der <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Die Punkte über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<p class="centered">
<a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG02GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG02.jpg" width="300" height="325" alt="Mittelalterlicher Grabstein am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, 1341" /></a>
</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Die Grabinschrift</h3>
<table summary="MittelalterII" id="maII">
<caption>Inschrift MittelalterII: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong> [&#8230;]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[&#8230;]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>Tochter d(es) f(rommen) H(errn) Jakob, Gatt[in]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">בת הח&#8217;ר&#8216; יעקב אש[ת]</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>d(es) f(rommen) H(errn) Rachem, die hinwegging, </td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">הח&#8217;ר&#8216; רחם שהלכה</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>in ihre Welt am 20. Ijjar</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לעולמה כ&#8216; לאייר</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>101 (= 1341) n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung), am Dienstag.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ק&#8217;א&#8216; לפרט ביו&#8216; ג&#8216;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens), A(men), A(men), A(men), S(ela), S(ela), S(ela)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ות&#8217;נצ&#8217;ב&#8217;ה&#8216; א&#8217;א&#8217;א&#8217;ס&#8217;ס&#8217;ס&#8216;</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p>Die Inschrift ist deutlich lesbar. Leider fehlt der Name der Verstorbenen, den wir wohl in der ersten, nicht mehr lesbaren Zeile, vermuten dürfen.</p>
<p><strong>2. und 3. Zeile</strong>:<br />
In beiden Zeilen ist die Lesung החר nicht ganz sicher, es könnte auch ההר sein.<br />
Lesen wir als zweiten Buchstaben ein ח, wäre es ausgeschrieben האיש החסיד רב (der fromme Mann; das ח kann natürlich auch als Abkürzung für חכם &#8220;weise&#8221; gelesen werden, also dann &#8220;der weise Mann&#8221; <abbr>o.Ä.</abbr>).<br />
Lesen wir als zweiten Buchstaben ein ה, wäre es ausgeschrieben האיש הנכבד oder האיש היקר (der geehrte oder teure Herr) <abbr>o.Ä.</abbr></p>
<p>Die Inschrift (nur hebräische Transkription) wurde schon von Max Pollak aufgenommen in: Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich”, Wien 1927, Seite 111.<br />
Pollak gibt als (umgerechnetes) Sterbedatum Dienstag, den 08. Mai 1341 an. Das ist auch das korrekte Datum nach dem damals (vor 1582) gültigen Julianischen Kalender. Nach dem Gregorianischen Kalender ist der 20. Ijjar der 16. Mai 1341.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-ii/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter I</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-i/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-i/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:29:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grabsteine Mittelalter - Wiener Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=81</guid>

					<description><![CDATA[Josua, Sohn des Jakob, 12. Adar (50)28 = (Dienstag,) 06. März 1268? Dieser Grabstein ist der erste von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Untenstehend &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><ins datetime="2018-01-07T10:55:05+00:00"></p>
<h2>Josua, Sohn des Jakob, 12. Adar (50)28 = (Dienstag,) 06. März 1268?</h2>
<p>Dieser Grabstein ist der erste von links der <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten, um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen.<br />
Die Punkte über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<div id="mittig2d">
<ul id="bildchen8">
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG01GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG01.jpg" width="255" height="333" alt="1. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG01aGR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAG01a.jpg" width="255" height="333" alt="1. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Die Grabinschrift</h3>
<table summary="Inschrift MittelalterI" id="maI">
<caption>Inschrift MittelalterI: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[1] </strong> Dieses Grabmal</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ציון</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[2] </strong>(steht) zu Häupt(en)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">הלז לרא&#8216;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[3] </strong>d(es Herrn) Josua, </td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ר&#8216; ישוע</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[4] </strong>S(ohn), d(es Herrn) Jakob,</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">בר&#8216; יעקב</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[5] </strong>der hinwegging</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">שהלך</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[6] </strong>in seine Welt</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">לעולמו</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[7] </strong>am 12. Adar</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">בי&#8217;ב&#8216; לאד&#8217;ר</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[8] </strong>d(es Jahres) 28 (= 1268)</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">ש&#8216; כח&#8216;</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[9] </strong>[&#8230;]</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">[&#8230;]</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p>Die Inschrift ist bis inklusive Zeile 6 deutlich lesbar.</p>
<p><strong>7. Zeile</strong>:<br />
Wird der erste Buchstabe als ב gelesen, bietet sich an, die beiden Buchstaben mit den Punkten, י und ב, als Zahl, nämlich 12, zu lesen.<br />
Beim 2. Wort dieser Zeile ist nicht ganz klar, warum sich über dem ד ein Punkt befindet. Möglich wäre, dass der Monatsname Adar ursprünglich nur mit &#8216;אד geschrieben wurde und der Punkt über dem ד das fehlende ר andeutet. Dann hätten wir eine Parallele zur 2. Zeile, in der das א im Wort ראש einen Punkt erhält, um das fehlende ש anzudeuten. Das ר von אדר könnte später geschrieben worden sein?</p>
<p><strong>8. Zeile</strong><br />
Stimmt die Lesung &#8220;12. Adar&#8221; in der 7. Zeile, können wir nun die Jahreszahl erwarten. Da das ש mit deutlichem Abstand zu den nächsten beiden Buchstaben כ und ח geschrieben wurde, neige ich dazu, das ש als שנת (im Jahr) zu lesen. Der erste nicht mehr indentifizierbare Buchstabe der Zeile könnte ein ב gewesen sein, also בש&#8217; (im Jahr &#8230;). Die Buchstaben כ und ח haben den Zahlenwert 28. Das jüdische Jahr 5028 ist umgerechnet 1268.<br />
Alternativen: Wird das ש zusammen mit כ und ח gelesen, erhalten wir das jüdische Jahr 328 (umgerechnet 1568).<br />
&#8220;28&#8221; als Altersangabe zu lesen &#8211; wie es manche tun &#8211; scheint mir unwahrscheinlich, weil dann das ש kaum erklärbar wäre und außerdem die Altersangabe wohl auch nicht zwischen Monat und Jahr stehen würde.</p>
<p><strong>7. und 8. Zeile</strong>: Nur der Vollständigkeit sei angemerkt: Würde man die Zahlenwerte jener Buchstaben, über denen sich Punkte befinden, zusammenzählen, ד = 4, ש = 300 und ח = 8, erhält man (die Jahreszahl) 312 (umgerechnet 1552). Diese Lesung halte ich allerdings für eher unwahrscheinlich, auch, wenn mir die Punktsetzung nicht restlos erklärlich ist.</p>
<p><strong>9. Zeile</strong>: Diese Zeile ist vollkommen unlesbar. Allerdings halte ich aufgrund der sichtbaren Buchstabenreste etwa ein לאלף ששי (im 6. Jahrtausend, also nach 1240) für möglich. Die Schlusseulogie תנצבה (Seine Seele möge eingebunden sein im Bund des Lebens) hingegen scheint mir unwahrscheinlich.</p>
<p>Bleibt abschließend festzuhalten, dass ich bei der Datierung zum Jahr 1268 neige, im Bewusstsein, dass das Jahr 1568 ebenfalls im Frage kommt (leider satte drei Jahrhunderte Unterschied).</p>
<p><strong>Die Gründe für die Datierung 1268 (wenn das Datum stimmt &#8211; leider vermissen wir noch Quellen, die diese Datierung unterstützen -, wäre dieser Grabstein jedenfalls der zweitälteste in Wiener Neustadt und einer der ältesten in Europa):</strong></p>
<ul>
<li>Die sprachliche Stil der Inschrift spricht für das 13. Jahrhundert, nicht aber für das 16. Jahrhundert.</li>
<li>Ebenso lassen die handwerkliche Ausführung der Gravur sowie die Form der Buchstaben auf ein frühes Datum schließen.</li>
<li>Zwar kein Beweis, aber ein weiteres Indiz für eine Frühdatierung ist, dass wir keine Angabe des Wochentages (Montag, Dienstag <abbr>etc.</abbr>) vorfinden. In Frankfurt/Main etwa stammt der älteste Stein mit der Angabe des Wochentages aus dem Jahr 1283, in Wiener Neustadt aus dem Jahr 1286 (an der Stadtmauer).</li>
<li>An der Stadtmauer in Wiener Neustadt befindet sich ein Grabstein aus dem Jahr 1252, der diesem hier &#8211; in Form und Inhalt &#8211; auffällig ähnlich ist (siehe Bild unten).</li>
</ul>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p class="centered">
<a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAS01GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMAS01.jpg" width="280" height="373" alt="Mittelalterlicher Grabstein an der Stadtmauer in Wiener Neustadt, 1252" /></a>
</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/wiener-neustadt-mittelalter/grabstein-mittelalter-i/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 10:41:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=82</guid>

					<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag wurden am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt fünf mittelalterliche jüdische Grabsteine der Öffentlichkeit präsentiert. Obwohl der Termin am Vormittag nicht von der Zeit, aber dafür vom Wetter begünstigt schien &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag wurden am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt fünf mittelalterliche jüdische Grabsteine der Öffentlichkeit präsentiert. Obwohl der Termin am Vormittag nicht von der Zeit, aber dafür vom Wetter begünstigt schien – es war ein klarer und sonniger Tag –, konnten <abbr>ca.</abbr> 50 Interessierte begrüßt werden.<br />
Die Grabsteine wurden im Rahmen des Projekts AKJF, &#8220;Aktion Kulturdenkmal Jüdischer Friedhof&#8221; von <abbr>Dr.</abbr> Werner Sulzgruber 2007 auf dem jüdischen Friedhof Wiener Neustadt (wieder)entdeckt.</p>
<div id="mittig3b1">
<ul id="bildchen6">
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA02GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA02.jpg" width="150" height="150" alt="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA02aGR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA02a.jpg" width="150" height="150" alt="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA02bGR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA02b.jpg" width="150" height="150" alt="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Max Pollak beschreibt in seinem Standardwerk &#8220;Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich&#8221;, Wien 1927, Seite 11<abbr>f.</abbr>, vier mittelalterliche Grabsteine, die sich zu seiner Zeit bereits am jüdischen Friedhof befunden haben. Der jüdische Friedhof Wiener Neustadt wurde 1888/1889 angelegt, die Steine also nach dieser Zeit dorthin gebracht. Drei der von Pollak beschriebenen Steine konnten nun wiederentdeckt werden, ein von Pollak beschriebener Stein gilt nach wie vor als verschollen und zwei der fünf präsentierten Grabsteine tauchen bisher in der Literatur nirgends auf.</p>
<p>In den Ansprachen wurde selbstverständlich auch darauf hingewiesen, dass sich an der Stadtmauer in Wiener Neustadt bereits sechs mittelalterliche Grabsteine befinden, die &#8210; wie die nun präsentierten &#8210; zu den ältesten jüdischen Grabsteinen Europas gehören.</p>
<p class="centered">
<a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA01GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA01.jpg" width="320" height="240" alt="Mittelalterliche jüdische Grabsteine an der Stadtmauer in Wiener Neustadt" /></a>
</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die mittelalterliche jüdische Gemeinde Wiener Neustadt war eine der ältesten und bedeutendsten Österreichs und weit über die Grenzen hinaus bekannt und berühmt. Unter Rabbi <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Israel_Isserlein" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Israel_Isserlein'">Israel ben Patachia Isserlein</a> (geboren 1390 in Regensburg, verstorben 1460 in Wiener Neustadt), dem bedeutendsten deutschen Rabbiner des 15. Jahrhunderts, wurde die Stadt zu einem Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit. </p>
<p>Sowohl die mittelalterlichen Grabsteine an der Stadtmauer als auch die nun präsentierten sind jedoch zum Teil deutlich älter und lassen sich ins 13. und 14. Jahrhundert datieren.</p>
<p>Das von <abbr>Dr.</abbr> Sulzgruber initiierte Projekt kann nur nochmals als vorbildliches Projekt bezeichnet werden. Ihm, seinen Schülern und Schülerinnen, die auf freiwilliger Basis mitarbeiteten, muss gedankt werden. Zu danken ist aber auch den Verantwortlichen von Stadt Wiener Neustadt, Israelitischer Kultusgemeinde und Bundesdenkmalamt, ohne deren Kooperation es nicht möglich gewesen wäre, die fünf mittelalterlichen Grabsteine zu <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.ateliergurtner.at/" title="Externer Link zu 'ateliergurtner.at'">restaurieren</a> und in würdevollem Rahmen &#8210; am jüdischen Friedhof &#8210; geschützt und sicher aufzustellen.</p>
<p>Mit der Analyse <abbr>bzw.</abbr> Transkription der Inschriften sowie der Datierung der Steine wurde ich betraut.</p>
<p>So wie das Lesen der Inschriften stets auch ein Gedenken der Toten ist, war die &#8220;Präsentation&#8221; am Donnerstag – in sehr konkreter Weise &#8211; auch eine Gedenkveranstaltung. </p>
<p>Wir werden in den nächsten Tagen hier im Blog alle fünf Grabsteine einzeln &#8220;vorstellen&#8221; und sowohl Inschriften als auch Datierungen besprechen. </p>
<div id="mittig3d">
<ul id="bildchen7">
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA03GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA03.jpg" width="150" height="150" alt="Besucherinnen und Besucher der Präsentation" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA04GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA04.jpg" width="150" height="150" alt="Stadträtin Isabella Siedl" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA05GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA05.jpg" width="150" height="150" alt="Bürgermeister Bernhard Müller" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA06GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA06.jpg" width="150" height="150" alt="Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, Raimund Fastenbauer" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA07GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA07.jpg" width="150" height="150" alt="Johannes Reiss" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA08GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/wnMA08.jpg" width="150" height="150" alt="Dr. Werner Sulzgruber" /></a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Am jüdischen Friedhof I</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/am-juedischen-friedhof-i/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/am-juedischen-friedhof-i/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 14:53:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=73</guid>

					<description><![CDATA[Wie hebräische Grabinschriften der Anonymität entrissen werden Grundsätzliches &#8211; Ausrüstung &#8211; Hilfsmittel Einerseits gehört das Aufarbeiten von jüdischen Friedhöfen zu den Schwerpunktarbeiten des Museums, andererseits erreichen uns immer wieder (individuelle) Anfragen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie hebräische Grabinschriften der Anonymität entrissen werden</h2>
<h3>Grundsätzliches &#8211; Ausrüstung &#8211; Hilfsmittel</h3>
<p>Einerseits gehört das Aufarbeiten von jüdischen Friedhöfen zu den Schwerpunktarbeiten des Museums, andererseits erreichen uns immer wieder (individuelle) Anfragen mit der Bitte um Übersetzung von hebräischen Grabinschriften. </p>
<p>Eine Besonderheit aller jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes (mit einer einzigen Ausnahme, dem jungen jüdischen Friedhof in Oberwart) ist, dass wir ausschließlich Gräber mit hebräischen Grabinschriften finden. Nur sehr selten werden Eigennamen der Verstorbenen zusätzlich mit lateinischen Buchstaben <abbr>bzw.</abbr> Todesdaten in nicht-hebräischer Schreibweise (also <abbr>z.B.</abbr> &#8216;1859&#8217;) angegeben. </p>
<p>Nicht nur, aber besonders hier im Burgenland sind Grabsteine oft wirklich die letzten Zeugen jahrhundertelangen jüdischen Lebens in der Region, die (vielfach sehr textintensiven) Inschriften eine Primärquelle erster Güte zur Erforschung der (inner)jüdischen Geschichte.</p>
<p>Deshalb also hier der erste Teil einer kleinen Serie zum Thema jüdische Friedhöfe, hebräische Grabinschriften und ihre Aufarbeitung.</p>
<p>Das Folgende ist nicht der Bericht eines Restaurators, sondern ein grober Erfahrungsbericht über die praktische Arbeit auf jüdischen Friedhöfen und bezieht sich auf das Lesbarmachen hebräischer  Inschriften. Vielleicht kann er Ihnen im Alltag eine kleine Hilfestellung sein beim Lesen von Inschriften.</p>
<p>Es muss wohl nicht vorausgeschickt werden, dass für die Aufarbeitung von jüdischen Friedhöfen (Texttranskription <abbr>bzw.</abbr> Übersetzung) kaum je eine fachgerechte Restaurierung der Steine möglich ist, das Lesbarmachen der Inschriften daher meist mit sehr einfachen Mitteln bewerkstelligt werden muss. </p>
<p>Zunächst ist zu unterscheiden zwischen dem Lesen der Inschrift vor Ort, also am Friedhof, und dem Lesen auf einem Foto. Grundsätzlich rate ich dringend zu beidem, da außer bei sehr einfachen und sehr klaren hebräischen Inschriften Fotos immer hilfreich oder gar gute Korrektive sein können (siehe unten).</p>
<p>In jedem Fall sollten Sie für die Arbeit am Friedhof einiges an Ausrüstung mit dabei haben (auch wenn Ihnen manches lächerlich vorkommt, ohne Liste vergesse zumindest ich immer etwas):</p>
<p>Kopfbedeckung (für Männer), Kleidungsschutz oder Kleidung, die nachher eventuell entsorgt werden kann (weil von Dornen und spitzen Steinen zerrissen), viel Kreide (für eine Inschrift rechnen Sie am besten mit mindestens zwei bis drei Kreiden, siehe unten), kleine Umhängetasche für die Kreide (um die Kleidung zu schonen, falls Sie diese nicht entsorgen wollen), Wasser (Kübel/Eimer und Wasser am besten in Flaschen oder Kanistern mitnehmen), Bartwisch/Handfeger mit sehr weichem Haar (am besten solche, mit denen man etwa Schnee vom Auto kehren kann), mehrere sehr weiche Tücher (keine Tücher, die fusseln), stabile Schreibunterlage, gute Stifte, viel Papier, Klammern, mit denen das Papier an der Unterlage befestigbar ist (kalte Finger, Wind), in der kälteren Jahreszeit Handschuhe (<abbr>z.B.</abbr> dünne, aber wirksame Laufhandschuhe, die das Schreiben ermöglichen), Fotoapparat. </p>
<h4>Lesen vor Ort und/versus Lesen auf dem Foto</h4>
<ol>
<li>Befunde sollten nie ausschließlich aufgrund eines Fotos gemacht werden. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte unbedingt die Inschrift auch vor Ort (also am Friedhof) gelesen werden, um einen sichereren Befund zu erhalten. </li>
<li>Befunde vor Ort sollten aber – außer bei sehr klaren (und einfachen) Inschriften – immer auch noch anhand eines oder mehrerer Fotos der Inschrift überprüft werden. Meist ermöglicht zwar das Lesen der Inschrift vor Ort den aufschlussreicheren Befund, es kommt aber immer wieder vor, dass Fotos bei Problemen, die vor Ort nicht gelöst werden können, zumindest eine neue Sicht <abbr>bzw.</abbr> neue Ideen ermöglichen und im besten Fall beim nochmaligen Abgleich vor Ort zu einem sichereren Ergebnis führen.</li>
<li>Selbstverständlich führen bessere Fotos zu besseren Ergebnissen. Trotzdem sollte, was das Lesbarmachen betrifft, die Bedeutung der Professionalität des Fotos nicht überschätzt werden. Wichtiger ist es &#8211; wie für das Lesen vor Ort –, auch beim Fotografieren Wetterlage und Sonnenstand zu berücksichtigen. In der Praxis bedeutet dies etwa, dass auf Blitzlicht meist verzichtet werden sollte (auch ein Seitenblitz bringt meist nicht bessere Ergebnisse). </li>
<li>Salopp formuliert kann man sagen, dass manche Inschriften morgens, manche mittags, manche abends, manche nach dem Regen, manche bei direkter Sonnenbestrahlung besser lesbar sind, jeweils abhängig von Schrift, Gravur, Tiefe der Gravur, Steinart, Beschaffenheit und Zustand des Steines <abbr>usw.</abbr> In der Praxis bedeutet dies, dass es meist notwendig ist, schwer zu lesende Inschriften zu verschiedenen Tageszeiten (oft sogar zu verschiedenen Jahreszeiten) und vor allem bei verschiedenen Wetterbedingungen zu lesen. Dasselbe gilt auch für die Anfertigung von Fotos.</li>
<li>In den seltensten Fällen konnte ich mit der Nachbearbeitung von Fotos (auch mit guten Kenntnissen und professioneller Software) deutlich aussagekräftigere Ergebnisse erzielen. Den Versuch ist es zwar immer wert, es sollte nur nicht zu viel erwartet werden.</li>
<li>Kommt Kreide oder Wasser zum Einsatz, müssen auch Fotos von den Inschriften mit aufgetragener Kreide <abbr>bzw.</abbr> unmittelbar nach dem Waschen mit Wasser gemacht werden.</li>
</ol>
<h4>Wasser</h4>
<p>Bevor eine schwer lesbare Inschrift mit Kreide bearbeitet wird, sollte versucht werden, die Inschrift mit Wasser zu reinigen. Der Reinigungsvorgang muss äußerst vorsichtig durchgeführt werden, das Wasser sollte mit dem Besen mit weichem Haar gleichmäßig verteilt werden. Oft werden Inschriften schon alleine durch die sanfte Reinigung besser lesbar und weitere Maßnahmen (Kreide) sind sogar unnötig. Mit Wasser kann man übrigens auch manchmal sehr erfolgreich arbeiten, wenn es sich um Inschriften handelt, die einmal nachgezogen wurden, die nachgezogene Spur aber im Laufe der Jahre zerflossen ist.</p>
<h4>Kreide</h4>
<p>Das &#8220;Allerweltsmittel&#8221; zum Lesbarmachen vieler Inschriften ist weiße Kreide. Hier ziehe ich eckige Kreiden den runden und die gewöhnliche Schul- der Straßen-/Kindermalkreide eindeutig vor. Mit der Kreide muss ausgesprochen vorsichtig umgegangen werden: Sie darf fast immer nur leicht aufgesetzt werden, <abbr>v.a.</abbr> um den Stein nicht zu beschädigen, und die Kreide muss mit der Breitseite immer exakt vertikal zum hebräischen Buchstaben geführt werden (also <abbr>z.B.</abbr> bei einer Bogeninschrift am Beginn von rechts nach links <abbr>usw.</abbr>), da sonst die Buchstaben noch weniger lesbar sind. Selbstverständlich sind nicht alle Steinarten mit Kreide gleich gut oder sogar nicht bearbeitbar. Während Kreide etwa auf Granit, Syenit, Diorit oder Gabbro meist recht gut anwendbar ist, ist die Anwendung bei vielen Marmor-, aber auch Kunststeinen problematisch, bei Sandstein sollte auf Kreide meist überhaupt verzichtet werden. Ein stärkeres Auftragen von Kreide ist nur bei sehr glatten Steinarten in sehr gutem Zustand möglich und hilfreich.</p>
<p>Führt das Auftragen von Kreide zwar zu besserem, aber noch nicht befriedigendem Ergebnis, kann versucht werden, die Kreide mit einem weichen Tuch sanft zu verwischen. Hilft auch das nicht, muss die Kreide (mit <abbr>o.g.</abbr> Besen) vorsichtig abgewaschen und eventuell neuerlich (sanfter oder stärker, weniger intensiv <abbr>etc.</abbr>) aufgetragen werden.</p>
<p>Hier ein konkretes Beispiel eines Grabsteins am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, wie eine auf den ersten Blick unlesbare Inschrift lesbar gemacht werden konnte:</p>
<p class="centered"><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein01GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein01.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Erstansicht" /></a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen2">
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein02GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein02.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Foto nachbearbeitet" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein03GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein03.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Foto Detailansicht" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein04GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein04.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Gesamtansicht mit Kreidebearbeitung" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein05GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein05.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Detailansicht, Kreide verwischt" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein06GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein06.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Gesamtansicht, halb Kreide, halb Kreide verwischt" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-17" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="'Bearbeitung'. Das Ergebnis war ziemlich erfreulich: Die gesamte hebräische Inschrift konnte eindeutig gelesen werden, die zweite Zeile des deutschen Textes war leider nicht eruierbar." href="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein07GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/grabstein07.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Gesamtansicht, Kreide abgewaschen" /></a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die Ausführungen erheben selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, es sind lediglich einige Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Für ganze Friedhofsprojekte ist natürlich noch wesentlich mehr zu berücksichtigen, hier sollten bloß einige Hilfestellungen für das Lesen eines oder einiger weniger Steine gegeben werden.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>In der nächsten Folge dieser Serie: <del datetime="2010-01-10T10:04:44+00:00">Wie Sie auch ohne großartige Hebräischkenntnisse Namen und Todesdatum in hebräischen Inschriften finden und übersetzen können</del> &#8211; aus gegebenem Anlass &#8211; über die Einigung, 20 Millionen Euro für die Erhaltung der jüdischen Friedhöfe bereitzustellen.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div class="pagenavi">
<div class="page-nav">
<div class="nav-next">
&nbsp; <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/am-juedischen-friedhof-ii/" title="Bl&auml;ttern Sie zum 2. Beitrag der Serie 'Am jüdischen Friedhof'"> Am jüdischen Friedhof II</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/am-juedischen-friedhof-i/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Außendienst</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-aussendienst/</link>
					<comments>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-aussendienst/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 11:53:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=60</guid>

					<description><![CDATA[Seit 1991 gehört die Archivierung hebräischer Grabinschriften zu den wichtigsten Arbeitsfeldern des Museums. Die Aufarbeitung der jüdischen Friedhöfe bedeutet Arbeit vor Ort, also gewissermaßen &#8220;Feldarbeit&#8221;. Denn viele Inschriften sind am Morgen, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 1991 gehört die Archivierung hebräischer Grabinschriften zu den wichtigsten Arbeitsfeldern des Museums.<br />
Die Aufarbeitung der jüdischen Friedhöfe bedeutet Arbeit vor Ort, also gewissermaßen &#8220;Feldarbeit&#8221;. Denn viele Inschriften sind am Morgen, viele am Abend, viele bei Sonnenbestrahlung, viele nach dem Regen besser lesbar – also ein Allwetter<span lang="en" xml:lang="en">job</span>, sooft die Zeit dafür bleibt &#8230;</p>
<p class="centered"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/friedhofBGR.jpg" width="550" height="413" alt="J&uuml;discher Friedhof Wiener Neustadt" /></p>
<p class="centered">&#8220;Au&szlig;endienst&#8221; am j&uuml;dischen Friedhof Wiener Neustadt</p>
<p>Derzeit arbeiten wir an zwei größeren Projekten: dem jüdischen Friedhof in Wiener Neustadt und jenem in Mattersburg. Darüber werden wir hier im Blog bald mehr schreiben &#8230;</p>
<p><span lang="en" xml:lang="en">Update</span> vom 04. Mai 2010:<br />
<a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-mattersburg/" title="Interner Link zum Übersichtsartikel 'Friedhof-Mattersburg'">Zum Übersichtsartikel &#8220;Jüdischer Friedhof Mattersburg&#8221;&#8230;</a> </p>
<p><a href="https://der-transkribierer.at/tag/grabsteine-mittelalter/" title="Interner Link zum Schlagwort 'grabsteine-mittelalter'">Zu den mittelalterlichen Grabsteinen am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt &#8230;</a></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/bild-der-woche-aussendienst/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
