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	<description>Leiden und Freuden eines Inschriftentüftlers.</description>
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		<title>Dem Ouroboros auf der Spur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Esther Heiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2023 07:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &#38; Lackenbach Den Anlass zu diesem Artikel gaben Grabsteine der jüdischen Friedhöfe in Kobersdorf und Lackenbach im Burgenland, auf welchen die Ewigkeitsschlange, der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &amp; Lackenbach</h2>
<p>Den Anlass zu diesem Artikel gaben Grabsteine der jüdischen Friedhöfe in Kobersdorf und Lackenbach im Burgenland, auf welchen die Ewigkeitsschlange, der Ouroboros, abgebildet ist.<br />
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<h3>0. Allgemeine Begriffserklärung</h3>
<p>Der Ouroboros (griech. Οὐροβόρος), auch ‚Selbstverzehrer‘ oder ‚Schwanzverzehrer‘ genannt, ist ein altes Bildsymbol, welches eine Schlange darstellt, die sich in den eigenen Schwanz beißt und so mit ihrem Körper einen geschlossenen Kreis bildet. In ihrem Rund versinnbildlicht sie den ewigen Kreislauf von Leben und Tod. Als eine solche ‚Ewigkeitsschlange‘ verweist sie ebenso auf die Unsterblichkeit.<br />
Das Symbol ist bereits in der Ikonografie des alten Ägyptens belegt, doch auch in anderen Kulturen trat die sich windende Schlange auf. Spätestens ab dem späten 18. Jahrhundert ist sie auf jüdischen, aber auch auf christlichen Grabsteinen zu finden.<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a></p>
<p>In diesem Kontext ist zu eruieren, wie sich das Symbol entwickelt hat, in welchen Kulturen es hauptsächlich gegenwärtig ist, warum die Schlange mit der Ewigkeit bzw. dem Leben schlechthin verknüpft wird und wie es dazu kam, dass sie auf den Grabsteinen im Burgenland anzutreffen ist.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>1. Nordische Mythologie</h3>
<h4>Midgardschlange</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die wohl bekannteste bzw. naheliegendste Assoziation des Ouroboros, mit der hier aufgrund ihrer Prominenz begonnen werden soll, ist jene mit der Midgardschlange (= Jörmungandr), der sog. Weltenschlange, welche in der nordischen Mythologie als Seeschlange die Welt der Menschen (= Midgard) umspannt. Wie der Ouroboros beißt sie sich selbst in den Schwanz und bildet dadurch einen geschlossenen Kreis. Sollte sie jedoch jemals ihren Schwanz loslassen, so beginne der Weltenbrand, Ragnarök, das Ende aller neun Welten, in deren Zentrum der Weltenbaum (= Yggdrasil) steht.<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a><br />
Wenn die Schlange ihren Platz um Midgard schlussendlich verlässt, um den Himmel zu vergiften, wird sie von Thor mit seinem Hammer erschlagen, doch auch dieser stirbt nach neun Schritten an ihrem Gift, wodurch der Weltenbrand voranschreitet.</p>
<p>
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<br />
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<h4>Yggdrasil</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die Weltenesche Yggdrasil ist nach der Erschaffung aller existierenden Dinge der erste, größte und prächtigste Baum, der heranwächst.<a id="fn4" name="fn4"></a><a href="#f4">[4]</a> Er breitet sich über alle neun Welten aus, sodass seine Äste und Wurzeln von Asgard bis nach Helheim reichen. Der Baum fungiert somit als Weltenachse (axis mundi). Gleichzeitig ist er Sinnbild für Leben und Wiedererneuerung, jedoch auch aufgrund seiner immergrünen Blätter ein Symbol für Unsterblichkeit.<br />
Im Geäst der Weltenesche wohnt ein namenloser Adler, während an einer der drei Wurzeln des Baumes, welche nach Niflheim führt, der schlangenartige Drache Nidhöggr nagt. Zwischen Baumkrone und Wurzeln, also sozusagen am Stamm, lebt das Eichhörnchen Ratatöskr, welches Gehässigkeiten zwischen den beiden genannten mythischen Tieren übermittelt. Weitere Tiere im Umkreis des Baumes sind vier Hirsche, die die Jungtriebe der Esche abfressen, sowie zwei Schlangen, Goin und Moin, die wie Nidhöggr an den Wurzeln nagen.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Nidhöggr, Goin &amp; Moin</h4>
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<p>Der Drache Nidhöggr, wie auch die Schlangen Goin und Moin, wohnen gemeinsam mit unzähligen anderen Schlangen in der Quelle Hvergelmir von Niflheim. Diese Quelle ist es, welche alle Flüsse der Welt mit Wasser speist.<br />
Nidhöggr (= ‚der hasserfüllt Schlagende‘) soll bei Ragnarök die Toten, besser gesagt die Mörder, Eid- und Ehebrecher, in der Quelle quälen und möglicherweise sogar ihr Blut trinken.<a id="fn5" name="fn5"></a><a href="#f5">[5]</a> Nach dem Ende von Ragnarök bettet er die Toten jedoch in seine Flügel und fliegt mit ihnen vom Unterweltgebirge Nidafjöll im Sinkflug los, doch wohin er diese bringt, ist nicht überliefert. In seiner Funktion als ‚Totendrache‘ erinnert er stark an den großen Drachen, der in der Apokalypse des Johannes von Erzengel Michael bezwungen wird (Offb 12,7-9) und in der apokalyptischen Visionsdichtung des Mittelalters häufig auftritt.<br />
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<h3>2. Sumerische Mythologie</h3>
<h4>Gilgamesch, Enkidu &amp; die Unterwelt (Version A, Z. 70-150)</h4>
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<p>Wie Yggdrasil, die Weltenesche, in der nordischen Mythologie eine zentrale Rolle spielt, so ist bereits wesentlich früher auch in der sumerischen Mythologie ein besonderer Baum, nämlich der ḫalub-Baum<a id="fn6" name="fn6"></a><a href="#f6">[6]</a>, bekannt. Dieser wuchs anfangs am Ufer des Euphrats, wurde jedoch vom Südwind entwurzelt und vom Fluss fortgespült. Am Ufer liegend fand ihn Inana, die Göttin der Liebe und des Krieges, und trug ihn in ihren Garten, wo sie ihn in der Hoffnung einpflanzte, einst ein Bett und einen Thron aus seinem Holz fertigen zu können. Doch als sie den Baum fällen wollte, musste sie feststellen, dass sich eine Schlange, welche immun gegen Beschwörungen war, an seinen Wurzeln eingenistet hatte, sowie, dass in seiner Baumkrone der Anzu-Vogel nistete und in seinem Stamm eine geisterhafte junge Frau wohnte, die mit fröhlichem Herzen lachte. Niemand wollte Inana bei der Vertreibung der Baumbewohner helfen, außer Gilgamesch, der sagenumwobene König von Uruk. Er tötete die Schlange, vertrieb den Vogel mit seinen Jungen und auch die junge Frau floh in die Wildnis. So erhielt Inana aus den Ästen des ḫalub-Baumes doch noch ihr Bett und ihren Thron.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Gilgamesch Epos (Tafel 11)</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>In dem Gilgamesch Epos, welches von dem bereits erwähnten König Gilgamesch und dessen Heldentaten handelt, wird unter anderem auch die Frage beantwortet, warum die Schlange mit der Unsterblichkeit bzw. der ewigen Erneuerung in Verbindung gebracht wird. Als Gilgamesch nämlich auf der Suche nach dem Kraut des Lebens in die Unterwelt reiste und es aus den Tiefen des Apsu, des süßwasserführenden Unterweltflusses, barg, machte er auf seiner Rückreise nach Uruk an einem Brunnen rast. In diesen Brunnen stieg er hinab, um sich abzukühlen und zu waschen, das Kraut des Lebens ließ er jedoch unbeaufsichtigt liegen. Da kam eine Schlange, welche den Duft des Krautes wahrgenommen hatte und fraß es. Seit diesem Tag, so heißt es, wirft die Schlange ihre Haut ab, um sich immerwährend zu erneuern.<a id="fn7" name="fn7"></a><a href="#f7">[7]</a><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Tiamat</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Weil nun bereits Apsu, der Unterweltsfluss, erwähnt wurde, sei an dieser Stelle ergänzt, dass es sich bei ‚Apsu‘ nicht nur um den Namen des Flusses, sondern auch des dazugehörigen Süßwassergottes handelt, der mit Tiamat, der babylonischen Göttin, welche das Salzwasser verkörpert, verheiratet ist. Während Apsu als ‚der Uranfängliche‘ gilt, wird Tiamat oft als Seeungeheuer, eine Art gehörnte Schlange, dargestellt. Im Enuma Elisch (4. Tafel), dem babylonischen Schöpfungsmythos, sind es Tiamat und Apsu, welche alle anderen Götter zeugen. Die jüngeren Götter stören jedoch das Paar durch ihr Lärmen und ihr Treiben, weshalb ihr Vater Apsu sie zu töten beabsichtigt. Er wird jedoch zuvor von einem seiner Söhne, nämlich dem Gott der Weisheit, Ea, getötet. Daraufhin schwört Tiamat Rache und verbündet sich mit einem anderen ihrer Kinder,– ein Familienzwist entbrennt. Die gegnerische Seite Tiamats schickt Marduk, den Sohn des Ea, zu ihr. Dieser besiegt und tötet sie im Zweikampf. Er spaltet sie und bildet aus den beiden Hälften ihres Körpers Himmel und Erde. Somit ist es wie in der nordischen Mythologie ein Wasserungeheuer bzw. eine Schlange, welche das Erdenrund, die Welt der Menschen, umgibt.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><figure id="attachment_19789" aria-describedby="caption-attachment-19789" style="width: 1042px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet" data-rl_caption="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet" data-magnific_type="gallery" title="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet"><img decoding="async" class="size-full wp-image-19789" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat.jpg" alt="Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet" width="1042" height="603" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat.jpg 1042w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat-600x347.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat-768x444.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Tiamat-277x160.jpg 277w" sizes="(max-width: 1042px) 100vw, 1042px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19789" class="wp-caption-text">Siegreicher Marduk, der auf der besiegten Tiamat in Form einer gehörnten Schlange reitet <a id="fn8" name="fn8"></a><a href="#f8">[8]</a></figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3>3. Ägyptische Mythologie</h3>
<h4>Nut</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Eine ägyptische Gottheit, der eine ähnliche Funktion wie schließlich Tiamat zukommt, ist Nut. Sie ist in der ägyptischen Mythologie die Göttin des Himmels, deren Körper das Himmelsgewölbe bildet und die Erde von der sie umgebenden Urflut trennt. Eine ihrer häufigsten Darstellungen zeigt sie von der Seite wie sie sich mit gewölbtem Körper über den Erdgott Geb (= rote Erde), ihren Brudergemahl, wölbt und mit ihren ausgestreckten Armen und Beinen den Horizont berührt (= 4 Himmelsrichtungen), wobei sie manchmal von dem Luftgott Schu, ihrem Vater, gestützt wird.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<figure id="attachment_19802" aria-describedby="caption-attachment-19802" style="width: 710px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird" data-rl_caption="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird" data-magnific_type="gallery" title="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19802" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut.jpg" alt="Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird" width="710" height="396" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut.jpg 710w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut-600x335.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nut-277x154.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19802" class="wp-caption-text">Himmelsgöttin Nut, die von ihrem Vater Schu gestützt wird <a id="fn9" name="fn9"></a><a href="#f9">[9]</a></figcaption></figure>
<p>Weiters wurde sie als Mutter der Gestirne betrachtet. Sie ist nämlich die Mutter des Sonnengottes Re, den sie am Abend mit ihrem Mund verschlingt und der nachts durch ihren Körper reist, um am Morgen aus ihrem Schoß im Osten wiedergeboren zu werden. Im ewigen Kreislauf durchwandern so auch die Sterne im Laufe des Tages ihren Körper. Diese Metaphorik ist es, welche dem Epitheton Nuts als ‚Sau, die ihre Ferkel frisst‘ zugrunde liegt. Durch die mit dieser Vorstellung verbundene Auferstehungssymbolik spielte Nut auch eine nicht unwesentliche Rolle im Totenglauben. So wurden Sarkophag und Grabkammer mit Sternen oder einem Bild der Himmelsgöttin geschmückt. Beispielsweise wurde sie an der Innenseite des Sarkophags, genauer an der Unterseite des Deckels, von vorne beim Verschlucken oder Gebären der Sonne abgebildet. Es wurde eine Art Vereinigung mit dem Toten vorgestellt, denn der Sarkophag sollte Nuts Körper sein, der den Verstorbenen aufnimmt, um ihn dann wieder zu gebären. Auch die Kinder Nuts, Osiris, Isis, Nephthys und Seth, welche sie mit ihrem Gemahl Geb zeugte, waren eng mit dem Totenkult verknüpft.<br />
Eine weitere Möglichkeit Nut abzubilden war durch die ‚Himmelskuh‘ gegeben, deren vier Hufe die Himmelsrichtungen symbolisieren. Aufgrund dieser Darstellungsform wurde sie jedoch in späterer Zeit öfter mit der Göttin Hathor verschmolzen, so übernahm Nut teilweise die Rolle von Hathor als Herrin der Sykomore, des Baumes, der den Verstorbenen zu essen und zu trinken gibt, während Hathor unter anderem als Himmelsgöttin dargestellt wurde.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Symbol Ouroboros</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Die älteste bekannte symbolische Abbildung des Ouroboros wurde auf einem der Grabschreine, die den Sarkophag von Tutanchamun umgaben, gefunden. Dabei könnte es sich um Darstellungen des Jenseitsgottes Mehen (= ‚der Einrollende, Umwickelnde‘) handeln, der in seiner Schlangenform den Toten während seiner Reise in die Unterwelt beschützt, so wie er auch täglich den Sonnengott Re auf dessen Reise über den Himmel und durch die Unterwelt hindurch vor Unheil bewahrt.<br />
Später ist der Ouroboros mehrfach in den Zauberpapyri des hellenistischen Ägypten, den Papyri Graecae Magicae, zu sehen, welche sich durch ihren magisch-religiösen Synkretismus ausweisen, da sie sowohl ägyptische, griechische, hebräische, semitische als auch christliche Einschläge in sich vereinen.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09.jpg' title="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rl_title="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros (um Kopf) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aegyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros.jpg' title="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rl_title="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-600x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros (um Fuß) auf einem der Grabschreine Tutanchamuns" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-600x400.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-768x512.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros-277x185.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/ouroboros.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<figure id="attachment_19810" aria-describedby="caption-attachment-19810" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Book_of_Gates_Barque_of_Ra.jpg" alt="Jenseitsgott Mehen, der als Schlange den Schrein von Re, dem Sonnengott, umgibt" width="500" height="325" class="size-full wp-image-19810" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Book_of_Gates_Barque_of_Ra.jpg 500w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Book_of_Gates_Barque_of_Ra-277x180.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-19810" class="wp-caption-text">Jenseitsgott Mehen, der als Schlange den Schrein von Re, dem Sonnengott, umgibt <a id="fn11" name="fn11"></a><a href="#f11">[11]</a></figcaption></figure>
<p>In der (mittelalterlichen) alchemistischen Symbolik wiederrum steht der Ouroboros für einen in sich geschlossenen und wiederholt ablaufenden Wandlungsprozesses der Materie. Dieser Prozess, der sich aus dem Erhitzen, Verdampfen, Abkühlen und Kondensieren einer Flüssigkeit zusammensetzt, soll zur Verfeinerung von Substanzen dienen. Dabei wird der zum Kreis geschlossene Ouroboros des Öfteren durch zwei Wesen ersetzt, die Maul und Schwanzende verbinden, wobei eines davon als Zeichen der Flüchtigkeit (Volatilität) durch einen geflügelten Drachen dargestellt wird.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage.jpg' title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rl_title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="722" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage.jpg 450w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-187x300.jpg 187w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1.jpg' title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rl_title="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="724" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros als doppelte Wesenheit, die durch Maul bzw. Schwanzende verbunden ist" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1.jpg 450w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/viewimage-1-186x300.jpg 186w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a>

<figure id="attachment_19812" aria-describedby="caption-attachment-19812" style="width: 1576px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel" data-rl_caption="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel" data-magnific_type="gallery" title="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19812" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg" alt="Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel" width="1576" height="1086" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg 1576w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-600x413.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-768x529.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-1536x1058.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-277x191.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot-1320x910.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1576px) 100vw, 1576px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19812" class="wp-caption-text">Ouroboros als Doppelwesen aus Drache und Vogel, (Credit: Zentralbibliothek Zürich) <a id="fn13" name="fn13"></a><a href="#f13">[13]</a></figcaption></figure>
<p>Des Weiteren ist im alchemistischen Kontext das sog. ‚Weltenei‘ zu erwähnen. Es kommt in vielen Schöpfungsmythen unterschiedlicher Kulturen als eine Art Ursprung aller Dinge vor, denn aus dem Weltenei schlüpft entweder das gesamte Universum oder ein Urwesen. In den diversen Mythologien steht es für den absoluten Urzustand des Universums, den Anbeginn allen Seins. Einer ägyptischen Schöpfungslegende folgend soll die Welt aus einem Gänseei als der Allgott Amun, ‚der große Gackerer‘, hervorgegangen sein. Die Griechen wiederrum verbanden das Weltenei mit dem Dionysoskult. Denn wie Amun soll Dionysus aus dem Ei geschlüpft und wie dieser als Erschaffer aller Dinge männlich und weiblich zugleich sein.<br />
Das Ei wird oft mit einer es umgebenden Schlange dargestellt (= orphisches Ei), doch auch andere Abbildungen existieren. So wurde es in der Alchemie bzw. der Hermetik<a id="fn14" name="fn14"></a><a href="#f14">[14]</a> anders, nämlich umgekehrt dargestellt, sodass der Ouroboros als Urwesen in dem Weltenei liegt (= hermetisches Ei), aus dem drei Blumen mit gemeinsamer Wurzel entspringen: die rote Blume des Goldes, die weiße Blume des Silbers und die blaue Blume der Weisheit.<br />
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg.png' title="Orphisches Ei" data-rl_title="Orphisches Ei" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Orphisches Ei [15]" data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="585" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg-585x800.png" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Orphisches Ei" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg-585x800.png 585w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg-219x300.png 219w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Orphic-egg.png 768w" sizes="auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA.jpg' title="Hermetisches Ei" data-rl_title="Hermetisches Ei" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Hermetisches Ei" data-rel="lightbox-gallery-4" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="578" height="482" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hermetisches Ei" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA.jpg 578w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_AlchemieBA-277x231.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px" /></a>
</p>
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<h3>4. Indische Mythologie</h3>
<h4>Ananta &amp; Shesha</h4>
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<p>Das Symbol des Ouroboros ist auch in Indien bekannt. So wird gemäß der hinduistischen Mythologie die Welt von vier  Elefanten getragen, die auf einer großen Schildkröte stehen, wobei sie allesamt von einer riesigen Schlange, die sich in den Schwanz beißt, umgeben werden.<br />
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<figure id="attachment_19830" aria-describedby="caption-attachment-19830" style="width: 681px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie" data-rl_caption="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie" data-magnific_type="gallery" title="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19830" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie.jpg" alt="Aufbau der Welt in der indischen Mythologie" width="681" height="531" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie.jpg 681w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie-600x468.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/weltaufbauIndMyth-Kopie-277x216.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19830" class="wp-caption-text">Aufbau der Welt in der indischen Mythologie (Credit: Alamy) <a id="fn16" name="fn16"></a><a href="#f16">[16]</a></figcaption></figure>
<p>Diese Schlange ist Ananta, das Unbegrenzte in der Unendlichkeit, die sich über alles erstreckt und deren Größe und Ausmaß jenseits alles Messbaren liegt. Sie behütet die Götter in ihrem Schlaf zwischen zwei Inkarnationen. So schläft Vishnu, einer der wichtigsten Götter im Hinduismus, auf dieser Weltenschlange und erwacht nur, wenn diese sich bewegen sollte, was mit der Vernichtung aller bisherigen Dinge und einem neuen Erschaffungszyklus verbunden wäre. Denn es heißt, dass wenn sich die Schlange entrollt, die Zeit voranschreitet und Schöpfung vonstatten geht, rollt sie sich dann jedoch wieder zusammen, so hört das Universum auf zu existieren.<br />
In der Ausformung von Ananta ist Shesha, &#8210; eigentlich eine schlangenartige Halbgottheit und König aller Schlangen, &#8210; ein Urwesen der Schöpfung, weshalb es auch Ananta-Shesha (= unendliche Schlange) genannt wird. In seiner ‚gewöhnlichen‘ Form ist Shesha jedoch nicht minder beeindruckend, denn als mehrköpfige Schlange soll er alle Planeten auf seinen Köpfen tragen und mit all seinen Mäulern Glorien auf Vishnu singen, der auf ihm ruht. Der Name Shesha bedeutet ‚Der, der übrigbleibt‘, was darauf anspielt, dass am Weltenende, am Ende dieser Weltenperiode, es Shesha in seiner Form von Ananta sein wird, der unverändert Bestand hat.<br />
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<p><figure id="attachment_19918" aria-describedby="caption-attachment-19918" style="width: 1367px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA.jpg" alt="Schlafender Vishnu auf Weltenschlange &lt;a id=&quot;fn17&quot; name=&quot;fn17&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#f17&quot;&gt;[17]&lt;/a&gt;" width="1367" height="938" class="size-full wp-image-19918" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA.jpg 1367w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-600x412.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-768x527.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-277x190.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/vishnuBA-1320x906.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1367px) 100vw, 1367px" /><figcaption id="caption-attachment-19918" class="wp-caption-text">Schlafender Vishnu auf Weltenschlange <a id="fn17" name="fn17"></a><a href="#f17">[17]</a></figcaption></figure><br />
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<h4>Konzept von Samsara &amp; Karma</h4>
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<p>Zu dem hinduistischen Ouroboros ist wohl noch seine enge Verbindung zu dem Konzept von Samsara, dem Kreislauf des Lebens, zu nennen, der von der Geburt über die Reinkarnation und Wiedergeburt bis hin zum Tod reicht.<br />
Genauso wie das Konzept des Karmas mit der sich selbst beißenden Schlange in Relation gesetzt werden kann, da jede Handlung eine Wirkung hat, sei diese nun positiv oder negativ, welche stets auf den Handelnden mit entsprechender Härte zurückfällt.<br />
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<h3>5. Rabbinische Texte</h3>
<h4>bBava Qama 171a-b</h4>
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<p>In der rabbinischen Literatur findet sich die Schlange gleichfalls recht häufig. Wird jedoch genauer hingesehen und nur nach Stellen gesucht, an welchen sie tatsächlich für sich selbst steht, also nicht Teil einer metaphorischen Bildsymbolik ist, so fällt eine Stelle im Traktat Bava Qama des babylonischen Talmuds besonders auf, nämlich bBava Qama 171a-b.<br />
Dort wird von Rav Kahana berichtet, der in Babylonien einen Kollegen tötet und deshalb nach Israel flieht. In Israel misst er sich mit Rabbi Jochanan in Gelehrsamkeit sowie Schläue und gewinnt. Als dieser jedoch sehen möchte, wer ihn, den alten Rabbi, besiegt hat, und man ihm dazu die herabhängenden Augenbrauen hebt, sieht er Rav Kahana, der gespreizte Lippen hat und dadurch immer aussieht, als würde er lächeln. Über das angebliche Lachen Kahanas ist Jochanan gekränkt, was wiederrum Kahana so sehr betroffen macht, dass er stirbt.</p>
<blockquote>
<p>Darauf ging er [= Rabbi Jochanan] zu seiner [= Rav Kahanas] Gruft hin und sah sie von einer Schlange umschlungen. Da sprach er: Schlange, Schlange, öffne deinen Mund, damit der Lehrer zu seinem Schüler hineingehen könne. Sie öffnete ihn aber nicht. &#8210; Damit der Kollege zu seinem Kollegen hineingehen könne. Sie öffnete ihn aber nicht. &#8210;  Damit der Schüler zu seinem Lehrer hineingehen könne. Da öffnete sie ihn. Alsdann flehte er um Erbarmen und ließ ihn auferstehen.</p></blockquote>
<p>Diese Erzählung ist nicht allzu ernst zu nehmen, eher mit einem Augenzwinkern zu lesen, u.a. weil sich aufgrund verschiedener Missverständnisse der rechtschaffende Rabbi schlussendlich moralisch dazu verpflichtet sieht, den Mörder Rav Kahana wiederzuerwecken. Was jedoch auffällt, ist, dass auch in dieser Geschichte die zum Kreis gewundene Schlange den Schlaf eines Toten bis zu dessen Auferstehung bewacht, wobei hierbei hinzukommt, dass die Schlange scheinbar auf die Absichten und v.a. die richtigen Worte ihres Gegenübers genauestens achtet, bevor sie den Durchgang in die Gruft, den Bereich des Todes, gewährt.<br />
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<h4>bBava Batra 74b-75a</h4>
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<p>An einer weiteren Stelle im babylonischen Talmud, nämlich bBava Batra 74b, kommt die gewundene Schlange vor. Dieses Mal ist sie nicht um eine Gruft, sondern um einen wertvollen Stein am Meeresgrund geschlungen.</p>
<blockquote><p>Rav Jehuda aus Indien erzählt: Einmal reisten wir mit einem Schiff und sahen einen bestimmten Edelstein, der von einer Schlange umschlossen war. Ein Taucher stieg hinab, um ihn heraufzuholen, und die Schlange kam und versuchte, das Schiff zu verschlingen. Ein Rabe kam und schlug ihr den Kopf ab, und das Wasser färbte sich mit Blut, weil die Schlange so groß war. Eine andere Schlange kam, nahm den Edelstein und hängte ihn der toten Schlange um, und sie erholte sich. Sie kehrte zurück und versuchte erneut, das Schiff zu verschlingen, und wieder kam ein Vogel, schlug ihr den Kopf ab, nahm den Edelstein und warf ihn auf das Schiff. Wir hatten diese gesalzenen Vögel bei uns; wir legten den Stein auf sie, und sie [= Vögel] nahmen den Stein und flogen mit ihm davon.</p></blockquote>
<p>An diese Geschichte werden assoziativ die großen Meeresungeheuer, wie sie in der Bibel vorkommen, angeschlossen. So wird auch der Leviathan erwähnt, ein riesiges kosmisches Seeungeheuer, das am Ende der Welt von Gott besiegt werden wird. Einige Eigenschaften bzw. Eigenarten des Leviathans werden im Text selbst angesprochen, diese seien hier angeführt:</p>
<ol>
<li>Der Leviathan hat hell leuchtende große Augen.</li>
<li>Der Leviathan wird als männlich und weiblich erschaffen. Er existiert als (männliche) speerförmige Schlange und als (weibliche) sich windende Schlange. Wenn sie sich paaren und Nachkommen zeugten, würden diese die gesamte Welt zerstören. Deshalb kastrierte Gott den männlichen Leviathan und tötete den weiblichen und salzte ihn, um ihn für das Bankett der Gerechten in der Zukunft aufzubewahren.</li>
<li>Warum geschah es nicht andersherum? Weil der weibliche gesalzene Leviathan besser schmecken wird bzw. weil Gott mit dem männlichen Leviathan täglich Sport betreibt, mit ihm spielt, was sich für das Weibchen nicht gehören würde.</li>
<li>Der Fluss Jordan entspringt in der Höhle von Banjas und fließt in den See von Sivkhi, d.h. den Hula-See, und in den See von Tiberias, den See von Galiläa, und fließt hinunter zum Großen Meer und fließt weiter hinunter, bis er den Mund des Leviathans erreicht.</li>
<li>In der Zukunft wird der Engel Gabriel den Leviathan jagen, doch nur mit Gottes Hilfe wird er diesen auch fangen können.</li>
<li>Wenn der Leviathan hungrig ist, produziert er heiße Atemluft, welche die tiefen Wasser des Meeres kochen lässt. Wenn er seinen Kopf in den Paradiesgarten reckt, kann keine Kreatur seinen fauligen Gestank ertragen. Und wenn der Leviathan durstig ist, zieht er viele Furchen im Meer, hat er dann jedoch aus dem Meer getrunken, dauert es siebzig Jahre, bis die Tiefe des Meeres zu ihrem normalen Zustand zurückfindet.</li>
<li>Am Ende der Zeiten wird, wie gesagt, ein Festmahl aus dem Fleisch des Leviathans für die Gerechten, die Toragelehrten, bereitet, die Reste hingegen werden an die Händler verteilt werden. Gott wird für die Gerechten aus der Haut des Leviathans eine Laubhütte (= Sukka) fertigen. Wenn jemand dieser Würde jedoch nicht wert ist, so erhält er zumindest eine Kopfbedeckung, eine Halskette, oder ein Amulett.<a id="fn18" name="fn18"></a><a href="#f18">[18]</a> Der Rest, der wiederrum davon übrigbleibt, wird an der Wand von Jerusalem ausgebreitet, wobei die Herrlichkeit der Haut von einem Ende der Erde bis zum anderen strahlt.</li>
</ol>
<p>Natürlich gibt es neben den genannten Traktaten auch weitere Textstellen, die von der Schlange oder dem Leviathan handeln, diese können jederzeit ganz einfach auf <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'sefaria.org...'" href="https://www.sefaria.org/texts">Sefaria</a> mittels der Suchfunktion gefunden und nachgelesen werden.<br />
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<h3>6. Kabbala &amp; Gnosis</h3>
<h4>Diagramm der Ophiten</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der Ouroboros hat bestimmte Züge, die ihn in gewisser Weise dem biblischen Leviathan ähneln lassen, auch wenn es sich vorrangig um dessen gewundene Erscheinungsform handelt. Die Gemeinsamkeiten scheinen jedoch insgesamt groß genug zu sein, sodass er Eingang in die Kabbala, die jüdische Mystik, und in die Gnosis fand.<br />
So stellten beispielsweise die Ophiten, Anhänger der Gnosis, welche an die göttliche Natur der Schlange im Paradies glaubten, in einem kosmologischen Diagramm den Leviathan um die Welt und deren Planten gewunden dar.<br />
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<figure id="attachment_19836" aria-describedby="caption-attachment-19836" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="Kosmologisches Diagramm der Ophiten" data-rl_caption="Kosmologisches Diagramm der Ophiten" data-magnific_type="gallery" title="Kosmologisches Diagramm der Ophiten"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19836" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm.jpg" alt="Kosmologisches Diagramm der Ophiten" width="1920" height="1121" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-600x350.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-768x448.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-1536x897.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-277x162.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-512x300.jpg 512w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kosmologischesDiagramm-1320x771.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19836" class="wp-caption-text">Kosmologisches Diagramm der Ophiten <a id="fn19" name="fn19"></a><a href="#f19">[19]</a></figcaption></figure>
<p>In der Mitte liegt die Erde mit dem Tartaros, der Unterwelt, welche beide von der Behemoth-Sphäre, die nach dem Landungeheuer Behemoth benannt ist, umgeben sind. Auf diese folgen die Sphären der sieben Planeten (Mond, Venus, Merkur, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn), welche wiederum von dem Leviathan, der sich in den Schwanz beißenden Schlange, umschlungen sind. Darauf folgt das Paradies mit dem Baum des Lebens und dem der Erkenntnis. Das Paradies ist durch das Flammenschwert von den Fixsternen in dieser Sphäre getrennt. Danach schließt der Blaue Kreis der Finsternis und der Gelbe Kreis des Lichts an, in deren Mitte die Sophia (= Weisheit) eingebettet ist. Darüber befindet sich das Reich Gottes, bestehend aus der Sphäre des Sohnes und des Vaters, die beide durch Liebe verbunden sind.<br />
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<h4>Paradiesschlange</h4>
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<p>Bei Josef Gikatilla (1248 &#8211; ca. 1325), einem berühmten spanischen Kabbalisten, Philosophen und Mystiker, wird die Schlange in seinem Werk ‚Scha‘are ‘Ora‘ als wichtig für Ordnung und Harmonie geschildert.</p>
<blockquote><p>Sie war ein großer Diener, der erschaffen war, um das Joch der Herrschaft und des Dienstes zu tragen. Ihr Haupt überragte die Höhen der Erde, und ihr Schwanz reichte in die Tiefe der Hölle. Denn in allen Welten hatte sie einen angemessenen Ort und bildete etwas ungemein Wichtiges für die Harmonie aller Stufen, einer jeden an ihrem Ort. Und das ist das Geheimnis der Himmelsschlange, die aus dem Buch Jezira bekannt ist, die alle Sphären in Bewegung setzt und ihren Umlauf von Osten nach Westen und von Norden nach Süden bewirkt. Und ohne sie hätte keine Kreatur in der ganzen sublunarischen Welt Leben, und es gäbe keine Aussaat und kein Wachstum und keine Anregung zur Fortpflanzung aller Kreaturen.<br />
Diese Schlange nun stand ursprünglich außerhalb der Mauern der heiligen Bezirke und war von außen her mit der Außenmauer verbunden, denn ihr Hinterleib hing mit der Mauer zusammen, während ihr Antlitz sich nach außen richtete. Es stand ihr nicht an, nach innen zu treten, sondern ihr Ort und Gesetz war, das Werk des Wachstums und der Fortpflanzung von außen her zu wirken, und das ist das Geheimnis des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.<a id="fn20" name="fn20"></a><a href="#f20">[20]</a></p></blockquote>
<p>Wohl wissend, dass es sich um die Paradiesschlange handelt, scheint sie doch große Ähnlichkeit mit der Midgardschlange zu haben, welche den Weltenbaum und die Welt der Menschen umgibt.<br />
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<h4>Schlange im Sohar</h4>
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<p>Im Sohar (= ‚strahlender Glanz‘), dem bedeutendsten Schriftwerk der Kabbala, wird gemäß der Annahme eines Dualismus in der Welt die dunkle und böse, die andere Seite (= Sitra ‘achra), gelegentlich als große Schlange dargestellt, die sich in den Schwanz beißt.</p>
<blockquote><p>Gravierte Gravuren im Aussehen einer langen Schlange, die sich nach zwei Seiten ausbreitet, ihren Schwanz in ihrem Maul, der Kopf wird von den Schultern gehalten, und wütet und grimmt.<a id="fn21" name="fn21"></a><a href="#f21">[21]</a></p></blockquote>
<p>Weiters werden Samael und Lilit, welche als die personifizierte ‚andere Seite‘ gelten, als Drachen beschrieben,&#8210; Samael als der männliche und Lilit als der weibliche Drache. Der männliche Drache soll die sieben Ströme des Nils beherrschen, in denen sich viele Schlangen tummeln, und alle siebzig Jahre, wenn er seinen Schwanz bewegt, lässt dies die ganze Welt erzittern. Ein Umstand, der wiederum an die rabbinischen Erzählungen und Ananta aus der indischen Mythologie erinnert.</p>
<p>Im Sohar heißt es bezüglich des Drachens/der Schlange auch:</p>
<blockquote><p>Unten gibt es einen großen Drachen (Schlange) auf der linken Seite, der in all jenen Flüssen [die von der heiligen Emanation der Schechina ausgehen] schwimmt. Und er kommt mit der Kraft seiner Flossen, die hart sind wie Eisen, er kommt heran und schöpft und verunreinigt den Ort [die Schechina]. Dann verdunkeln sich all jene Lichter [die sieben unteren Sefirot der heiligen Seite] vor ihm. Sein Maul und seine Zunge schleudern Feuerslohen hervor, seine Zunge ist scharf wie ein mächtiges Schwert, bis es ihm gelingt in das Heiligtum innerhalb des Meeres [beides Ausdrücke für die Schechina] einzudringen. Dann verunreinigt er das Heiligtum und die Lichter werden dunkel und sie ziehen sich vom Meer (X) zurück. [&#8230;] Diese Schlange ist der Tod der Welt, sie dringt in das innerste Verborgene des Menschen von der linken Seite.<a id="fn22" name="fn22"></a><a href="#f22">[22]</a></p></blockquote>
<p>In dieser Passage finden sich einige auffällige Parallelen zu der nordischen Mythologie. So wird die Urquelle unter dem Baum des Lebens gleichfalls durch einen Drachen, Nidhöggr, verunreinigt. Der Weltenbrand wird durch das Verschlingen der Lichter, Sonne und Mond, begleitet bzw. ausgelöst. Gleichfalls ist es Nidhöggr, der als Totendrache bekannt ist, wie auch die Midgardschlange, welche durch ihr Ablassen von ihrem Schwanz den Tod der Welt bedeutet, wie dies in ähnlicher Weise bei Ananta der Fall ist.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Leviathan von Saul Ascher</h4>
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<p>In dem Werk ‚<em>Leviathan oder über Religion in Rücksicht des Judentums</em>‘ (1792) von Saul Ascher, einem in Berlin wirkenden Übersetzer und Schriftsteller der Aufklärung, beschreibt er Religion als ein verschiedenen Menschen entsprechendes, auf deren individuellen Offenbarungserfahrungen ruhendes Glaubensgut, das jeweils den unterschiedlichen Bedürfnissen und dem Bildungsgrad seiner Träger angepasst ist. Wie die menschliche Vernunft, so sei der menschliche Glaube und damit Religion universal, auch wenn sie durch partikuläre Ausprägungen den menschlichen Bedürfnissen entspricht.<a id="fn23" name="fn23"></a><a href="#f23">[23]</a><br />
Wird dieser Ansatz mit dem von Carl Gustav Jung eines kollektiven Bewusstseins und der Archetypen verglichen, so ergibt sich zwangsläufig, dass beide von einem universalen Verständnis von Religion ausgingen, was meint, dass sich die eine Kultur lediglich in ihrer religiösen Darstellungsform und ihren Termini von einer anderen unterscheidet, jedoch das abgebildete und hervorgebrachte durchaus selben oder ähnlichen Inhalts sein kann, wie dies bei den bisher vorgestellten Mythologien der Fall war.</p>
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<h3>7. Synagogen &amp; Friedhöfe</h3>
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<p>Es stellt sich nun die Frage, wie der Ouroboros auf die jüdischen Grabsteine kam. War es ein Trend in der Sepulkralkultur, war es generell ein Hype um die gewundene Schlange bzw. den Leviathan, der sich sogar in Synagogen zeigte? Bedienten sie sich einfach eines für sie angepassten universalen Symbols oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?<br />
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<h4>Leviathan in Synagogen</h4>
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<p>Vom 18. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ist der Leviathan aus Holzsynagogen in Osteuropa nicht wegzudenken. Die Darstellungsform wurde vielleicht aus aschkenasischen Pijjutim, aus liturgischen Liedern, des 13. Jahrhunderts abgeleitet. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde in der jüdischen Kommentartradition der Leviathan aufgegriffen, wobei das wieder aufflammende Interesse mit der Erwartung der messianischen Zeit und dem Festmahl der Gerechten einhergehen könnte.<br />
Diese Abbildungen zeigen zumeist einen schlangenartigen Fisch, der sich zu einem Kreis gerollt in den Schwanz beißt. Ikonographische christliche Parallelen von gewundenen Schlangen und drachenartigen Kreaturen sind beispielsweise auf dem Relief eines romanischen Kapitells der Wormser Kathedrale, welches aus dem 12. Jahrhundert stammt, belegt. Ähnliches ist in der Kirche von St. Mary und St. David in Kilpeck, England, für dasselbe Jahrhundert zu beobachten. Diese Darstellungen könnten als Modell für das jüdische Bild des Leviathans gedient haben.<br />
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<p><figure id="attachment_19842" aria-describedby="caption-attachment-19842" style="width: 990px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms.jpg" alt="Schlangen- bzw. drachenartige Kreatur auf Relief eines romanischen Kapitells der Kathedrale von Worms, 12. Jh." width="990" height="738" class="size-full wp-image-19842" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms.jpg 990w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms-600x447.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms-768x573.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/worms-277x206.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 990px) 100vw, 990px" /><figcaption id="caption-attachment-19842" class="wp-caption-text">Schlangen- bzw. drachenartige Kreatur auf Relief eines romanischen Kapitells der Kathedrale von Worms, 12. Jh. <a id="fn24" name="fn24"></a><a href="#f24">[24]</a></figcaption></figure><br />
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<p>Die frühesten bekannten Abbildungen des Leviathans auf Wänden bzw. dem Deckengewölbe von Holzsynagogen finden sich in Chodoriw in der Ukraine und stammen wie jene aus der Synagoge in Hwisdez aus dem 18. Jahrhundert. Das gleiche Motiv tritt in verschiedenen Synagogen der Ukraine und auch Polens vom 18. bis ins 19. Jahrhundert auf. Insgesamt gibt es jedoch auch Darstellungen, welche den Leviathan nicht gewunden, sondern einzeln oder als Komponente einer komplexeren Bildkomposition zeigen. Hier jedoch ein paar Beispiele zu dem eingerollten Leviathan:<br />
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov.jpg' title="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." data-rl_title="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="470" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-600x470.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan an der Decke in einer Holzsynagoge in Chornoostrov, Ukraine, 2. Hälfte des 18. Jh." srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-600x470.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-768x601.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov-277x217.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Chornoostrov.jpg 991w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909.jpg' title="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" data-rl_title="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="326" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-600x326.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan an Synagogendecke in Niebylec, Polen, 1909" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-600x326.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-768x417.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-277x150.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909-1320x717.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/niebylec1909.jpg 1497w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz.png' title="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." data-rl_title="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." data-rel="lightbox-gallery-5" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="384" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-600x384.png" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan umrahmt ein Fenster, Sandomierz, Polen, spätes 19. Jh." srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-600x384.png 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-768x492.png 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz-277x177.png 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/sandomierz.png 991w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut.jpg' title="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" data-rl_title="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="451" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-600x451.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan trennt die Gewässer mit Schiffen von dem Himmel mit Schwalben, Łańcut, Polen, 1935" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-600x451.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-768x578.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/lancut.jpg 996w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg.jpg' title="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" data-rl_title="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="497" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-600x497.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Leviathan hat ein Schiff eingekreist, Tarnobrzeg, Polen, spätes 19. Jh.; vgl. Jona" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-600x497.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-768x636.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg-277x229.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/tarnobrzeg.jpg 997w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
</p>
<p>Neben Synagogenwänden schmückt der Leviathan im 18. und 19. Jahrhundert auch Grabsteine, Toraschreine, sowie die Titelseiten bestimmter Manuskripte. Seine Bedeutung variiert jedoch, so kann er einmal eine Erinnerung an das messianische Zeitalter sein, ein andermal als heraldisches Symbol der Gruppenbestätigung von ‚Gerechten‘ fungieren, und wieder ein andermal als Hoffnungsträger für die Auferstehung dienen. Jede Generation scheint ein bisschen etwas anderes mit ihm verbunden bzw. bestimmte Aspekte betont zu haben. Doch was auch immer in ihm gesehen wurde, der Leviathan wurde stets als traditionell jüdisches Symbol betrachtet. Ungeachtet der Tatsache, dass es vermutlich aus der christlichen Bildkunst übernommen und re-judaisiert wurde, so ist es doch kontinuierlich spätestens seit dem 13. Jahrhundert als jüdisches Symbol etabliert.</p>
<p><figure id="attachment_19850" aria-describedby="caption-attachment-19850" style="width: 680px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837" data-rl_caption="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837" data-magnific_type="gallery" title="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-19850" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch.jpg" alt="Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837" width="680" height="928" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch.jpg 680w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch-586x800.jpg 586w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/fisch-220x300.jpg 220w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></a><figcaption id="caption-attachment-19850" class="wp-caption-text">Leviathan als großer Fisch auf einem Grabstein, Kuti, Ukraine, 1837 <a id="fn30" name="fn30"></a><a href="#f30">[30]</a></figcaption></figure><div class="clearfix">&nbsp;</div><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h4>Friedhöfe &amp; Grabsteine</h4>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der jüdische Friedhof wird euphemistisch auch gerne ‚Haus des Lebens‘ (bet ha-chajjim) oder ‚Haus der Ewigkeit‘ (bet olim) genannt. Ein Umstand, der dazu führt, dass das Symbol der Ewigkeitsschlange, des Ouroboros, geradezu auf einem solchen Friedhof, jedoch auch auf christlichen Pendants, erwartet wird.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h5>Christliche Grabsteine mit jeweiliger Kurzdeutung des Ouroboros</h5>
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<p><strong>Historischer Kirchhof in Görlitz</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div><br />

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz.jpg' title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rl_title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="328" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-600x328.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-600x328.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-768x420.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz-277x152.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz.jpg 899w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2.jpg' title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rl_title="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" data-rel="lightbox-gallery-7" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="423" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-600x423.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf christlichen Grabsteinen am Historischen Kirchhof in Görlitz" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-600x423.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-768x542.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2-277x195.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/goerlitz2.jpg 866w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
</p>
<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i> Ewiger Kreislauf, Darstellung eines Teils der Raum-Zeit-Dimension, Mythologie um Chronos/Saturn (Saturnia regna, Verzehrer seiner eigenen Kinder)</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><strong>St. Lorenz Friedhof in Lübeck (Friedrich Daniel Behn Grabmal)</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<figure id="attachment_19874" aria-describedby="caption-attachment-19874" style="width: 323px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn.jpg" alt="Ouroboros auf dem Grabmahl des Friedrich Daniel Behn am St. Lorenz Friedhof in Lübeck" width="323" height="850" class="size-full wp-image-19874" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn.jpg 323w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn-304x800.jpg 304w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/behn-114x300.jpg 114w" sizes="auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px" /><figcaption id="caption-attachment-19874" class="wp-caption-text">Ouroboros auf dem Grabmahl des Friedrich Daniel Behn am St. Lorenz Friedhof in Lübeck <a id="fn32" name="fn32"></a><a href="#f32">[32]</a></figcaption></figure>
<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i> Bei Neuplatonikern galt der Ouroboros als Repräsentant des Kampfes zwischen Gut &#038; Böse, ewiger Kreislauf des Lebens, Erneuerung, Weiterleben nach dem Tod, Auferstehung </div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><strong>Zentralfriedhof Wien (Ehrengrab von Beethoven)</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2.jpg' title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rl_title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="532" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2-532x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2-532x800.jpg 532w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2-199x300.jpg 199w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-2.jpg 598w" sizes="auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3.jpg' title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rl_title="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" data-rel="lightbox-gallery-8" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="399" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-600x399.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ouroboros auf dem Ehrengrab von Beethoven am Zentralfriedhof Wien" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-600x399.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-768x510.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3-277x184.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/beethoven-3.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i> Ewiges Leben &#038; Wiedergeburt</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h5>Jüdische Grabsteine mit jeweiliger Kurzdeutung des Ouroboros</h5>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><strong>Friedhof in Ingenheim</strong><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<figure id="attachment_19887" aria-describedby="caption-attachment-19887" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6.jpg" alt="Ouroboros auf einem Grabstein des jüdischen Friedhofs in Ingenheim" width="1024" height="446" class="size-full wp-image-19887" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6-600x261.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6-768x335.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/cf8d031f9ef0f30cb592b45ca690a2d6-277x121.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-19887" class="wp-caption-text">Ouroboros auf einem Grabstein des jüdischen Friedhofs in Ingenheim <a id="fn34" name="fn34"></a><a href="#f34">[34]</a></figcaption></figure>
<div class="well well-sm"><i class="glyphicon icon-el-right-open md"></i>Symbol der kosmischen Einheit (ἕν τὸ πᾶν – hen to pan (‚Eins ist alles‘); oder ein messianisches Symbol: Schlange als Chaoswesen Leviathan, das am Ende aller Tage besiegt wird und den Gerechten zur Speise dienen soll</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p><strong>Friedhof in Lackenbach</strong><a id="fn35" name="fn35"></a><a href="#f35">[35]</a><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874.jpg' title="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" data-rl_title="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Mirjam Stössel, 06. Mai 1874, jüdischer Friedhof Lackenbbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselMirjam06051874.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar.jpg' title="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabinschrift nicht lesbar, Frau Gütel?, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/gitelNichtLesbar.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870.jpg' title="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Kröndel Herzl, 22. Jänner 1870, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/herzlKroendel22011870.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887.jpg' title="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Resl Kopstein, 11. Mai 1887, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kopsteinResl11051887.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB.jpg' title="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabinschrift nicht lesbar, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/nicht-lesbarLB.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892.jpg' title="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-9" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Jocheved Stössel, 21. Februar 1892, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/stoesselJocheved21021892.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p><strong>Friedhof in Kobersdorf</strong><a id="fn36" name="fn36"></a><a href="#f36">[36]</a><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Die Blume kommt genauso wie in Ingenheim auch in Kobersdorf auf Grabsteinen vor, nämlich auf jenen von zwei Mädchen, die unverheiratet waren und in noch jungen Jahren verstarben.<br />
Das Symbol der Blume steht zumeist für Reinheit, Unschuld, Ehrlichkeit und Eleganz, wobei im Fall von Kobersdorf die ersten beiden Zuschreibungen am treffendsten sind.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841.jpg' title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Peralina (Perl) Jaul, gest. 12. Oktober 1841 mit 7 Jahren, Blümchen mit Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/perlJaul12101841.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847.jpg' title="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-10" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Sali (Sarl) Jaul, gest. 13. Juni 1847 mit 10 Jahren, Blümchen und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/saliJaul13061847.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Ist die Blume geknickt, kann dies als Symbol für die Vergänglichkeit des Schönen oder schlichtweg ein frühzeitig beendetes Leben gelten, wie dies auch auf die beiden Mädchen zutreffen dürfte. Wenn die Blume wie in Ingenheim sowie in Kobersdorf von dem Ouroboros umgeben ist, liegt die Deutung, dass einerseits die Unschuld und Reinheit von der Schlange bewahrt und andererseits das junge Leben wieder kommen bzw. durch die Einbindung in den Kreis des Lebens (wieder) auferstehen möge, nicht fern.<br />
Weiters ist die Assoziation zur Alchemie, zu der roten Blume, welche aus dem hermetischen Ei erwächst, interessant, da diese für Gold steht und die Kinder Israels stets als Feingold betrachtet werden (vgl. Klgl 4,2; Klagelieder Rabba 4,2-5; bGittin 58a). So könnte die Blume nicht nur für die Unschuld stehen, sondern gleichfalls auch auf den Wert und den damit einhergehenden großen Verlust durch den Tod dieser Kinder hinweisen. Oder, sollte der Sachverhalt ganz banal zu interpretieren sein, so könnte es sich bei der Blume um eine Namenssymbolik handeln.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907.jpg' title="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Salomo Zollschan, 27. Februar 1907, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/zollschanSalomo27021907.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros.jpg' title="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Abgebrochener Grabstein, N. N., Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/kobersdorfOuroboros.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872.jpg' title="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Wolf Hacker, 23. Jänner 1872, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerWolf23011872.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892.jpg' title="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Johanna Hacker, 26. August 1892, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerJohanna26081892.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864.jpg' title="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Babetha Hacker, 05. November 1864, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/hackerBabetha05111864.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866.jpg' title="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-11" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Kröndel Glaser, 12. Jänner 1866, Krone und Ouroboros, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/glaserKroendel12011866.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Ebenso interessant ist die auf etlichen Grabsteinen abgebildete Krone, da diese gleich mehrere Bedeutungen haben kann. Denn entweder steht sie für die ‚Krone der Priesterwürde‘, welche auf den Grabsteinen von Angehörigen von Kohanim zu finden ist, oder es handelt sich um die ‚Krone des guten Namens‘. Bei Kronen auf Grabsteinen von Frauen gilt immer ‚die Frau ist die Krone ihres Ehemanns‘ (Spr 12,4).<a id="fn38" name="fn38"></a><a href="#f38">[38]</a> Nun ist es jedoch v.a. in Kobersdorf so, dass oben die Krone und unten die Schlange abgebildet ist. Wird nun vermutet, dass nicht nur der Ouroboros über die Kabbala und Gnosis auf die jüdischen Grabsteine wanderte, so muss auch die Krone in diese Richtung gedeutet werden, wodurch sie zur 1. Erscheinungsform (= Emanation) innerhalb des Göttlichen, zur ersten Sefira von zehn Sefirot wird, wie sie im Sohar beschrieben werden. Keter, die Krone, ist laut dem Sohar ein erhabener Bereich in Gott, der gleichzeitig seinen Willen repräsentiert, was in Anbetracht des Torastudiums und der Ehe, welche bereits mit der Krone assoziiert wurden, Sinn macht. Werden die Symbole des Ouroboros und der Krone nun zusammengelesen, so ergibt sich, dass die Verstorbenen gemäß dem Willen Gottes gelebt haben und bis zu ihrer Auferstehung, ihre Holung in das Königreich Gottes, von der Schlange behütet werden, die durch ihre bloße Darstellung bereits dieses Versprechen gibt bzw. Hoffnung schenkt.<br />
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<figure id="attachment_19911" aria-describedby="caption-attachment-19911" style="width: 490px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Bild1aa.png" alt="Zehn Sefirot mit Krone (Keter) oben und Schlange (Ouroboros) unten" width="490" height="755" class="size-full wp-image-19911" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Bild1aa.png 490w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/Bild1aa-195x300.png 195w" sizes="auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px" /><figcaption id="caption-attachment-19911" class="wp-caption-text">Zehn Sefirot mit Krone (Keter) oben und Schlange (Ouroboros) unten <a id="fn39" name="fn39"></a><a href="#f39">[39]</a></figcaption></figure>
<p>Zusammenfassend kann nun gesagt werden, dass sich sehr wohl ein roter Faden von den sumerischen und ägyptischen Mythen, über die Alchemie und schließlich die Kabbala und Gnosis, bis hin zu den Abbildungen des Ouroboros auf den Grabsteinen in Kobersdorf und Lackenbach zieht, doch ist fraglich, ob die tatsächliche Entscheidung das Symbol anzubringen ebenfalls einer solch stringenten Denkstruktur folgt.<br />
Denn wie durchgeklungen sein dürfte, kann diese Entscheidung mehrere Gründe gehabt haben, von denen mit Sicherheit heute nicht mehr alle bekannt sind. So könnte es sich um einen Trend handeln, der im 18. und 19. Jahrhundert von den Synagogen und Kirchen auch auf die Friedhöfe abfärbte, sodass dort die gewundene Schlange als Symbol für die Hoffnung auf Ewigkeit, Unsterblichkeit, Auferstehung und Schutz auftrat. Dieser Trend könnte im Judentum durch den Wunsch, den biblischen Leviathan bzw. den Ouroboros wieder dem eigenen traditionellen Bildprogramm einzuordnen, ausgelöst oder zumindest verstärkt worden sein. Es könnte sich in diesem Kontext auch um eine Erinnerung an das messianische Zeitalter handeln, oder vielmehr an das Versprechen, das Gott den Gerechten in Bezug auf das endzeitliche Festmahl gab. Andererseits kann es genauso gut sein, dass der Ouroboros in seiner biblischen Rückbindung als Leviathan über die Schiene der Kabbala und Gnosis Einzug in das jüdische Bildprogamm hielt.<br />
Es bleibt somit nur zu mutmaßen und festzuhalten, dass es sich bei dem Phänomen des Ouroboros auf den Grabsteinen im Burgenland entweder um einen fortschreitenden Entwicklungsprozess eines Symbols oder aber um eine parallele Entwicklung zu christlichen Symbolen gehandelt haben dürfte.             </p>
<p>Abschließend sei jedoch noch angemerkt, dass der Ouroboros und der Leviathan stets als Fabelwesen oder Bestien abgetan wurden, doch es tatsächlich mehrere Tiere gibt, die sich wie der Ourobos selbst in den Schwanz beißen, wenn Gefahr droht, um sich zu schützen. Zu diesen Tieren, welche diese Schutzhaltung einnehmen, zählen einige Schlangenarten, Eidechsen, wie die hier abgebildete Gürteltierechse, oder sogar manche Schuppentiere. Was zu der Frage führt, ob es sich bei dem Ouroboros, der gewundenen Schlange, in den Mythen der verschiedenen Kulturen tatsächlich immer nur um ein Symbol handelt, oder ob möglicherweise doch ein Körnchen Wahrheit in diesen steckt.<br />
Doch dies ist eine andere Geschichte, die es vielleicht ein andermal zu erzählen gilt.<br />
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<figure id="attachment_19912" aria-describedby="caption-attachment-19912" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM.jpeg" alt="Gürteltierechse in Schutzhaltung" width="1000" height="745" class="size-full wp-image-19912" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM.jpeg 1000w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM-600x447.jpeg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM-768x572.jpeg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/11/CHbHXNM-277x206.jpeg 277w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-19912" class="wp-caption-text">Gürteltierechse in Schutzhaltung <a id="fn40" name="fn40"></a><a href="#f40">[40]</a></figcaption></figure></p>
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<hr class="divider height-2 margin-top-20 margin-bottom-20" />
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Im späten 18. Jahrhundert kam es zu einem Wandel in der Sepulkralkultur, der bewirkte, dass auf christlichen und auch jüdischen Friedhöfen antike Symbole auftauchten, welche losgelöst aus ihren früheren Kontexten zu allgemeinen Zeichen der Trauer um die Verstorbenen wurden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts scheint das Symbol jedoch immer seltener zu werden, bis es schließlich gar nicht mehr gebräuchlich war. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn1">Zurück zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] 1. Asgard = Reich der Asen (= Götter); 2. Alfheim = Reich der Lichtelfen; 3. Vanaheim = Reich der Vanir; 4. Muspelheim = Reich des Feuers; 5. Midgard = Reich der Menschen; 6. Svartalfheim = Reich der Dunkelelfen und Zwerge; 7. Niflheim = Reich des Eises; 8. Jötunheim = Reich der Riesen; 9. Helheim = Reich der (bösen) Toten. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn2">Zurück zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] Linkes Bild: Eigenkreation; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'teilzeithelden.de...'" href="https://www.teilzeithelden.de/2015/08/26/rezension-yggdrasill-rpg-auf-kaperfahrt-an-der-weltenesche.">Teilzeithelden</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn3">Zurück zum Text (3)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f4" name="f4"></a>[4] Weitere Bäume der nordischen Mythologie, welche des Öfteren mit Yggdrasil gleichgesetzt werden, sind Mimameid und Lärad. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn4">Zurück zum Text (4)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f5" name="f5"></a>[5] Sofern der Beiname ‚Nasenbleicher‘ dem Drachen zugeordnet werden kann, so ist auch er es, der die Toten in jener Zeit zerreißt. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn5">Zurück zum Text (5)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f6" name="f6"></a>[6] Dieser ḫalub-Baum ist im Gegensatz zu der Weltenesche vermutlich als Eiche zu identifizieren. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn6">Zurück zum Text (6)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f7" name="f7"></a>[7] Auch Philo war davon überzeugt, dass die Schlange unsterblich sei. Durch den Umstand, dass die Schlange im Alter ihre Haut vom Scheitel bis zum Schwanz abwirft, wirft sie dem Menschen vor, den Tod gegen seine (frühere) Unsterblichkeit eingetauscht zu haben. (Quaestiones, Genesis 1,33). [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn7">Zurück zum Text (7)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f8" name="f8"></a>[8] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'upload.wikimedia.org...'"  href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/82/Tiamat.JPG" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn8">Zurück zum Text (8)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f9" name="f9"></a>[9] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'aegypten-geschichte-kultur.de...'" href="https://www.aegypten-geschichte-kultur.de/schoepfungsmythen">Das Alte Ägypten</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn9">Zurück zum Text (9)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f10" name="f10"></a>[10] Linkes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ouroboros#/media/Datei:%C3%84gyptisches_Museum_Kairo_2016-03-29_Tutanchamun_Grabschatz_09.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'reiseninaegypten.com...'" href="https://www.reiseninaegypten.com/blog/der-ouroboros">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn10">Zurück zum Text (10)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f11" name="f11"></a>[11] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mehen_(%C3%A4gyptische_Mythologie)#/media/Datei:Book_of_Gates_ Barque_of_Ra_cropped.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn11">Zurück zum Text (11)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f12" name="f12"></a>[12] Linkes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'bildsuche.digitale-sammlungen.de...'" href="https://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;bandnummer=bsb00028310&amp;pimage=00238&amp;lv=1&amp;v=100&amp;l=de">Digitale Sammlungen</a>; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'bildsuche.digitale-sammlungen.de...'" href="https://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;bandnummer=bsb00028310&amp;pimage=240&amp;v=100&amp;nav=&amp;l=de">Digitale Sammlungen</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn12">Zurück zum Text (12)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f13" name="f13"></a>[13] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ouroboros#/media/Datei:Aurora_consurgens_zurich_044_f-21v-44_dragon-pot.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn13">Zurück zum Text (13)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f14" name="f14"></a>[14] Dabei handelt es sich um eine religiös-philosophische Offenbarungslehre, deren Name sich von der mythischen Gestalt des Hermes Trismegistos ableitet. Diese Gestalt entstand vermutlich durch eine im ägyptischen Hellenismus entstandene synkretistische Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Thot, dem Gott der Weisheit und der Wissenschaft. Neben theoretisch philosophischen Werken, entstanden auch technische, praktische mit dem Zweck der Lebensmeisterung und der Naturbeherrschung durch okkultes Wissen, Magie, Astrologie und eben auch Alchemie. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn14">Zurück zum Text (14)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f15" name="f15"></a>[15] Linkes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltenei#/media/Datei:Orphic-egg.png" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>; rechtes Bild: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'de.wikipedia.org...'"  href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ouroboros#/media/Datei:Fotothek_df_tg_0008232_Theosophie_^_Alchemie.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn15">Zurück zum Text (15)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f16" name="f16"></a>[16] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'bbc.com...'" href="https://www.bbc.com/culture/article/20171204-the-ancient-symbol-that-spanned-millennia">BBC</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn16">Zurück zum Text (16)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f17" name="f17"></a>[17] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="'en.wikipedia...'"  href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ananta_(infinite)#/media/File:Miniature_Hindu_shrine_with_the_deity_ Vishnu_sleeping_on_the_cosmic_ocean_-_Indian_Art_-_Asian_Art_Museum_of_San_Francisco.jpg" data-rel="lightbox-gallery-11" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery">Wikipedia (Englisch)</a>. Bild bearbeitet: CC BY-SA 2.0. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn17">Zurück zum Text (17)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f18" name="f18"></a>[18] In dem Werk Pirqe de Rabbi Eliezer (PRE) 20, S. 46a, sowie im Targum Pseudo Jonathan zu Gen 3,21 wird beschrieben, dass das Gewand, welches Gott Adam und Eva im Paradies gab, aus der Haut der getöteten Schlange bzw. des Leviathans bestand. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn18">Zurück zum Text (18)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f19" name="f19"></a>[19] Karl Erich Grözinger, Jüdisches Denken II (2005), S. 100. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn19">Zurück zum Text (19)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f20" name="f20"></a>[20] Übersetzt von Gershom Scholem, Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen (1951), S. 437. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn20">Zurück zum Text (20)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f21" name="f21"></a>[21] Sohar II, S. 176b. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn21">Zurück zum Text (21)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f22" name="f22"></a>[22] Sohar I, S. 52a. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn22">Zurück zum Text (22)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f23" name="f23"></a>[23] Vgl. Karl Erich Grözinger, Jüdisches Denken III (2009), S. 477. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn23">Zurück zum Text (23)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f24" name="f24"></a>[24] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 28. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn24">Zurück zum Text (24)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f25" name="f25"></a>[25] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn25">Zurück zum Text (25)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f26" name="f26"></a>[26] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn26">Zurück zum Text (26)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f27" name="f27"></a>[27] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn27">Zurück zum Text (27)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f28" name="f28"></a>[28] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 35. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn28">Zurück zum Text (28)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f29" name="f29"></a>[29] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 37. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn29">Zurück zum Text (29)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f30" name="f30"></a>[30] Boris Khaimovich, Leviathan: The Metamorphosis of a Medieval Image (2020), S. 38. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn30">Zurück zum Text (30)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f31" name="f31"></a>[31] Beide Bilder: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.derkleinegarten.de/mehr-infos-bilder/symbollexikon/ouroboros.html" title="Externer Link zu 'derkleinegarten.de...'">Der kleine Garten. Symbollexikon. Ouroboros</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn31">Zurück zum Text (31)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f32" name="f32"></a>[32] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.fof-ohlsdorf.de/thema/2006/92s17_behn.htm" title="Externer Link zu 'fof-ohlsdorf.de...'">OHLSDORF &#8211; Zeitschrift für Trauerkultur</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn32">Zurück zum Text (32)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f33" name="f33"></a>[33] Beide Bilder: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href=https://www.alaturka.info/de/geschichte/mythologie/4965-symbolik-fuer-das-ewige-leben-der-schwanzfresser-ouroboros" title="Externer Link zu 'alaturka.info...'">Alaturka. Das Kultur- und Reiseportal</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn33">Zurück zum Text (33)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f34" name="f34"></a>[34] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.juedisches-leben-in-ingenheim.de/de/der-friedhof/ornamente-und-symbole/60/ornamente-und-symbole.html" title="Externer Link zu 'juedisches-leben-in-ingenheim.de...'">Jüdisches Leben in Ingenheim</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn34">Zurück zum Text (34)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f35" name="f35"></a>[35] Alle Fotos Johannes Reiss, siehe besonders auch: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/" title="Interner Link">Jüdischer Friedhof Lackenbach</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn35">Zurück zum Text (35)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f36" name="f36"></a>[36] Alle Fotos Johannes Reiss, siehe besonders auch: <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/" title="Interner Link">Jüdischer Friedhof Kobersdorf</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn36">Zurück zum Text (36)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f37" name="f37"></a>[37] <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-kobersdorf/zollschan-salomon-27-februar-1907/" title="Interner Link">Grabstein Salomon Zollschan, 27. Februar 1907</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn37">Zurück zum Text (37)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f38" name="f38"></a>[38] Für weitere Symboldeutungen siehe beispielsweise: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.israelogie.de/juedische-traditionen/juedische-symbolik-auf-dem-friedhof" title="Externer Link zu 'israelogie.de...'">Symbolik auf dem Friedhof</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn38">Zurück zum Text (38)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f39" name="f39"></a>[39] Eigenkreation; vgl. Gerhard Langer, Judentum für Dummies (2022), S. 264. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn39">Zurück zum Text (39)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f40" name="f40"></a>[40] Bildquelle: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.reddit.com/r/RoundAnimals/comments/eqb7a4/ouroboros" title="Externer Link zu 'reddit.com...'">Reddit.com</a>. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn40">Zurück zum Text (40)</a>]</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<hr class="divider height-2 margin-top-20 margin-bottom-20" />
<p><em>Über die Autorin: </em>Esther Agnes Zoe Heiss, geboren 1995, eine Ausbildung ganz ähnlich der meinen (Judaistik und Altorientalische Philologie und Orientalische Archäologie), Universitätsassistentin und ab Dezember 2023 Geschäftsführerin und Direktorin des Österreichischen Jüdischen Museums. Ich freue mich ganz besonders, dass Esther meine Nachfolgerin ist und wünsche ihr alles Gute, viel Freude und viel Erfolg!</p>
<hr class="divider height-2 margin-top-20 margin-bottom-20" />
<p>1. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-i/">Der Herr segne und behüte dich.  &#8210; Die segnenden Priesterhände. Symbole auf jüdischen Grabsteinen I</a>&#8221;</p>
<p>2. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-ii/">Deshalb gab er ihr den Namen &#8216;Träneneiche'&#8221;. Symbole auf jüdischen Grabsteinen II.</a>&#8221;</p>
<p>4. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/sie-streckt-ihre-hand-nach-dem-spinnrocken/">Sie streckt ihre Hand nach dem Spinnrocken. Symbole auf jüdischen Grabsteinen IV.</a>&#8221;</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deshalb gab er ihr den Namen Träneneiche</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-ii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Sep 2023 08:04:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[lackenbach]]></category>
		<category><![CDATA[symbole]]></category>
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					<description><![CDATA[Symbole auf jüdischen Grabsteinen II ‒ Der Tränenbaum Ist die Trauerweide überhaupt eine Trauerweide? Über den Tränenbaum Über Rebekka Über das Begräbnis unter einem Baum Der Tränenbaum über einem &#8216;Häuschen&#8217;? Zwei &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Symbole auf jüdischen Grabsteinen II ‒ Der Tränenbaum</h3>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<div id="ankernav">
<ul>
<li><a title="Nach unten" href="#trauerweide">Ist die Trauerweide überhaupt eine Trauerweide?</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#alonbachut">Über den Tränenbaum</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#rebekka">Über Rebekka</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#unterBaum">Über das Begräbnis unter einem Baum</a>
<ul>
<li><a title="Nach unten" href="#haeuschen">Der Tränenbaum über einem &#8216;Häuschen&#8217;?</li>
</ul>
</li>
<li><a title="Nach unten" href="#sanDaniele">Zwei besonders schöne Tränenbäume</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#conclusio">Conclusio</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#geknickt">Der geknickte bzw. abgebrochene Baum</a></li>
<li><a title="Nach unten" href="#fussnoten">Fußnoten</a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="trauerweide"></a>Ist die Trauerweide überhaupt eine Trauerweide? </h3>
<p>Vor einigen Wochen, am 24. Juli 2023, erschien auf der Website und auf der YouTube-Site von <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link" href="https://jewish-heritage-europe.eu/2023/07/24/new-video-weeping-willows/">Jewish Heritage Europe</a> ein Video über die Trauerweide als Symbol auf jüdischen Friedhöfen. Im einleitenden Text heißt es:</p>
<blockquote><p>Mit ihren herabhängenden Zweigen, die Trauer symbolisieren, war die Trauerweide vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein häufiges Motiv auf jüdischen und nichtjüdischen Grabsteinen. In diesem Video zeigen wir Beispiele der Trauerweide, wie sie bei Gedenkfeiern und auf jüdischen Grabsteinen verwendet wird. Einige Darstellungen sind einfach, einige sehr aufwendig und repräsentativ für verschiedene künstlerische Stile.</p></blockquote>
<p>Im sehr schönen Video finden Sie viele weitere Bildbeispiele für das Symbol des Tränenbaumes, unter anderem auch das berühmte Schoa-Denkmal in Budapest, das einer Trauerweide nachempfunden ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/jMrJSJ23lLE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Ja, die Trauerweide wurde als Symbol der Trauer auch von der nichtjüdischen Umgebung übernommen. Aber darüber hinaus gibt es doch noch eine eindeutige jüdische Assoziation.</p>
<p>Die zentrale Bibelstelle zur Darstellung eines Baumes, oft einer Trauerweide, als Symbol auf jüdischen Grabsteinen, ist Genesis 35,8.</p>
<p>Der Kontext: Jakob, der Sohn von Isaak und Rebekka sowie Enkel von Abraham, kehrt nach Bet-El zurück, jenem Ort 17 km nördlich von Jerusalem, in dem er während seiner Flucht vor seinem Bruder Esau übernachtet hatte und im Traum die als Jakobsleiter bekannte Leiter sah (siehe Genesis 28,16).</p>
<blockquote><p><strong><span class="hebrEA" dir="rtl">וַתָּ֤מׇת דְּבֹרָה֙ מֵינֶ֣קֶת רִבְקָ֔ה וַתִּקָּבֵ֛ר מִתַּ֥חַת לְבֵֽית־אֵ֖ל תַּ֣חַת הָֽאַלּ֑וֹן וַיִּקְרָ֥א שְׁמ֖וֹ אַלּ֥וֹן בָּכֽוּת׃</span><br />
Debora, Rebekkas Amme, starb und ward unterhalb Bet-Els unter einer Eiche begraben; deshalb gab er (Jakob) ihr den Namen Träneneiche (&#8220;alon bachut&#8221;).<a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a></strong></p></blockquote>
<p><cite class="winzig">Genesis 35,8</cite></p>
<p>Am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt finden wir gleich zwei Grabsteine, auf denen einmal links und rechts vom Baumsymbol und einen Grabstein, bei dem über dem Symbol die Worte <span class="hebrEA" dir="rtl">אלון בכות</span> &#8220;alon bachut&#8221; stehen, am jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt und am jüdischen Friedhof Lackenbach finden wir je einen Grabstein mit den beiden Wörtern links und rechts vom Baum.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="273" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-600x273.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Miriam Pollak, 02. Mai 1858, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-600x273.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-768x349.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-1536x698.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-277x126.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858-1320x600.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakMiriam02051858.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumriedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt59, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumriedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt59, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baumedhof Eisenstadt, alon bachut links und rechts vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="296" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-600x296.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rechli Pollak, 07. August 1859, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-600x296.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-768x379.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-1536x758.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-277x137.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859-1320x652.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRechli07081859.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869.jpg' title="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut oberhalb des Baumes" data-rl_title="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut oberhalb des Baumes" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut oberhalb des Baumes" data-rel="lightbox-gallery-12" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="265" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-600x265.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Rachel Pollak, 02. Mai 1869, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-600x265.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-768x339.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-1536x678.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-277x122.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869-1320x582.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakRachel02051869.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>


<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Leopold Steger, 13. September 1860" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/stegerLeopold13091860Symbol.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897, jüdischer Friedhof Lackenbach, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897, jüdischer Friedhof Lackenbach, alon bachut rechts und links vom Baum" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897, jüdischer Friedhof Lackenbach, alon bachut rechts und links vom Baum" data-rel="lightbox-gallery-13" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Mordechai Nussbaum, 21. Dezember 1897" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/mordechaiNussbaum21121897S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p><strong>Die jüdische Assoziation des Symbols Baum ist damit jedenfalls klar: es handelt sich um den Tränenbaum, unter dem Debora, die Amme der Rebekka, begraben wurde.</strong></p>
<p>Die gängige Übersetzung für &#8220;alon bachut&#8221; ist &#8220;Träneneiche&#8221;, die griechische Bibelübersetzung, die Septuaginta (LXX), übersetzt &#8220;Trauereiche&#8221; (&#8220;Βάλανος πένθους&#8221;).<a id="fn2" name="fn2"></a><a href="#f2">[2]</a><br />
Das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">אַלּ֥וֹן</span> bedeutet ursprünglich einen kräftigen Baum.</p>
<p>Ganz anders Raschi: zur Stelle <span class="hebrEA" dir="rtl">תַּ֣חַת הָֽאַלּ֑וֹן</span>, die wir oben mit &#8220;unter einer Eiche&#8221; übersetzt haben, kommentiert er, dass mit &#8220;alon&#8221; die Ebene von Bet-El gemeint ist:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">תחת האלון. בְּשִׁפּוּלֵי מֵישְׁרָא, שֶׁהָיָה מִישׁוֹר מִלְמַעְלָה בְּשִׁפּוּעַ הָהָר וְהַקְּבוּרָה מִלְּמַטָּה, וּמִישׁוֹר שֶׁל בֵּית &#8230;אֵל הָיוּ קוֹרִין לוֹ אַלּוֹן. וְאַגָּדָה, נִתְבַּשֵּׂר שָׁם בְּאֵבֶל שֵׁנִי, שֶׁהֻגַּד לוֹ עַל אִמּוֹ שֶׁמֵּתָה (בראשית רבה), וְאַלּוֹן בִּלְשׁוֹן יְוָנִי אַחֵר&#8230;</span><br />
Unterhalb der Ebene תחת האלון, am unteren Saume der Ebene; es war eine Ebene in der Höhe auf dem Abhang des Berges, und das Grab war unten; die Ebene von Bet-El nannte man אלון. Die Aggada sagt, dort erhielt er die Nachricht noch von einer anderen Trauer; es wurde ihm nämlich berichtet, dass seine Mutter gestorben sei (Bereschit Rabbah 81:5), אלון bedeutet im Griechischen &#8220;ein anderes&#8221;: ἄλλον&#8230;<a id="fn3" name="fn3"></a><a href="#f3">[3]</a></p></blockquote>
<p>Im Wesentlichen stellen sich für unseren Zusammenhang vor allem drei Fragen:</p>
<ol>
<li>Was hat es mit diesem &#8220;Tränenbaum&#8221; auf sich?</li>
<li>Wer ist nun diese Debora, die in Genesis 35 das erste Mal namentlich genannt wird?</li>
<li>Ist das Begräbnis der Debora unter einem Baum, dem &#8220;Tränenbaum&#8221;, ein Einzelfall?</li>
</ol>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frankl, 03. April 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/rebekkaFrankl03041916.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Jehuda, genannt Löb Pollak 19. Juli 1916, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/pollakJehudaL19071916.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" data-rel="lightbox-gallery-14" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rebekka Frey, 19. September 1896, orthodoxer jüdischer Friedhof Bratislava" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/freyRebekka19091896.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<h3><a id="symbole" name="alonbachut"></a>Über den Tränenbaum</h3>
<p>Im biblischen Buch Richter 4,4-5 lesen wir noch über einen anderen Baum, unter dem auch eine Debora saß:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וּדְבוֹרָה֙ אִשָּׁ֣ה נְבִיאָ֔ה אֵ֖שֶׁת לַפִּיד֑וֹת הִ֛יא שֹׁפְטָ֥ה אֶת־יִשְׂרָאֵ֖ל בָּעֵ֥ת הַהִֽיא׃<br />
וְ֠הִ֠יא יוֹשֶׁ֨בֶת תַּחַת־תֹּ֜מֶר דְּבוֹרָ֗ה בֵּ֧ין הָרָמָ֛ה וּבֵ֥ין בֵּֽית־אֵ֖ל בְּהַ֣ר אֶפְרָ֑יִם וַיַּעֲל֥וּ אֵלֶ֛יהָ בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל לַמִּשְׁפָּֽט׃</span><br />
Zu der Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, die Frau Lappidots. Sie hatte ihren Sitz unter der Palme Deboras zwischen Rama und Bet-El auf dem Gebirge Ephraim. Und die Israeliten kamen zu ihr hinauf zum Gericht.</p></blockquote>
<p>Naheliegend, dass die beiden Bäume, also jener aus Genesis 35 und jener aus Richter 4, immer wieder miteinander in Verbindung gebracht wurden<a id="fn4" name="fn4"></a><a href="#f4">[4]</a>, beweisen lässt sich das aber nicht, auch die geografische Entfernung der beiden Bäume ist erheblich.</p>
<p>Außerdem berichtet das Buch Richter auch von einem Ort, der &#8220;Bochim&#8221; (&#8220;Weinende&#8221;) genannt wird und zu dem nach Richter 2,1a der Engel des Herrn heraufkam.</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיַּ֧עַל מַלְאַךְ־יְהֹוָ֛ה מִן־הַגִּלְגָּ֖ל אֶל־הַבֹּכִ֑ים</span><br />
Ein Bote des Herrn kam von Gilgal nach Bochim.</p></blockquote>
<p>Die Vermutung, dass es sich dabei um denselben Ort wie jenem der Träneneiche handelt, liegt nahe. Auch die Septuaginta ist hier sehr eindeutig und ergänzt in Richter 2,1 sogar die Örtlichkeit Bochim mit dem Ort Bet-El:</p>
<p>Καὶ ἀνέβη ἄγγελος Κυρίου ἀπὸ Γαλγὰλ ἐπὶ τὸν Κλαυθμῶνα <strong>καὶ ἐπὶ Βαιθὴλ&#8230;</strong> &#8220;Ein Engel des Herrn stieg von Gilgal nach Bochim und nach Bet-El auf&#8230;&#8221;.<br />
Dalman vermutet, dass die vollständige Bezeichnung der Stätte &#8220;allon bochim&#8221; war.<a id="fn5" name="fn5"></a><a href="#f5">[5]</a></p>
<p>Wenn also unsere Träneneiche und die Ortsangabe Bochim dieselbe Örtlichkeit sind, muss das ein Platz gewesen sein, an dem die Israeliten weinten, trauerten und Opfer darbrachten.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Bernhard Eidlitz, 11. April 1854, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzBernhard11041854.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Kathi Glaser, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Kathi Glaser, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Kathi, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Trauerweide. Grabstein Kathi Glaser, 03. September 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/glaserKathi03091898S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-600x338.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Josua Alt, 07. Dezember 1918, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-600x338.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-768x432.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-1536x864.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-277x156.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918-1320x743.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josuaAlt07121918.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="375" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-600x375.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Moses Tränenbaum. Grabstein Moses Josef Jaul, , 25. Siwan 658 = Dienstag Abend, 14. Juni 1898, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-600x375.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-768x480.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-1536x960.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-277x173.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S-1320x825.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/jaulMosesJosef14061898S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="375" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-600x375.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Janos Bagoly und Zsuzsana Sar, Jänner 1877, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-600x375.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-768x480.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-1536x960.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-277x173.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1-1320x825.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyJanos1877Pecs-1.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs, Ungarn" data-rel="lightbox-gallery-15" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="375" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-600x375.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Lidia Bagoly, 1944, jüdischer Friedhof Pecs" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-600x375.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-768x480.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-1536x960.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-277x173.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944-1320x825.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bagolyLidia1944.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<h3><a id="symbole" name="rebekka"></a>Über Rebekka</h3>
<p>Wir wissen von Genesis 24,59, dass Rebekka eine Amme hatte:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַֽיְשַׁלְּח֛וּ אֶת־רִבְקָ֥ה אֲחֹתָ֖ם וְאֶת־<strong>מֵנִקְתָּ֑הּ</strong> וְאֶת־עֶ֥בֶד אַבְרָהָ֖ם וְאֶת־אֲנָשָֽׁיו׃</span><br />
Da ließen sie ihre Schwester Rebekka und ihre Amme mit dem Knecht Abrahams und seinen Leuten ziehen.</p></blockquote>
<p>Ihren Namen, nämlich Debora, erfahren wir aber erst in Genesis 35, wenn sie stirbt und unter der Träneneiche begraben wird.</p>
<p>Das hebräische Wort, das für &#8220;Dienerin&#8221; verwendet wird, ist <span class="hebrEA" dir="rtl">מֵינֶקֶת</span> &#8220;menéket&#8221;, dasselbe Wort, das auch in Exodus 2,7 auftaucht im Zusammenhang mit dem Mosesbaby:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַתֹּ֣אמֶר אֲחֹתוֹ֮ אֶל־בַּת־פַּרְעֹה֒ הַאֵלֵ֗ךְ וְקָרָ֤אתִי לָךְ֙ אִשָּׁ֣ה <strong>מֵינֶ֔קֶת</strong> מִ֖ן הָעִבְרִיֹּ֑ת וְתֵינִ֥ק לָ֖ךְ אֶת־הַיָּֽלֶד׃</span><br />
Da sagte seine Schwester zur Tochter des Pharao: Soll ich zu den Hebräerinnen gehen und dir eine Amme rufen, damit sie dir das Kind stillt?</p></blockquote>
<p>Nur, Rebekka, die keine junge Frau mehr war, brauchte mit Sicherheit keine Amme, also muss die Dienerin außer Rebekka zu begleiten noch andere Aufgaben gehabt haben wie der Begräbnisplatz nahelegt.</p>
<p>Kurz erwähnt sei, dass das professionelle Trauern und Klagen eine lange Tradition im Nahen Osten hatte, wobei es sich in der Mehrheit der belegten Fälle um Frauen handelte. Mit anderen Worten: die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Debora damals bereits eine professionelle Klagefrau war.</p>
<p>Wir haben dafür nicht nur in der Keilschriftliteratur genügend Belege, sondern auch in der Bibel, etwa Ezechiel 8,14:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיָּבֵ֣א אֹתִ֗י אֶל־פֶּ֙תַח֙ שַׁ֣עַר בֵּית־יְהֹוָ֔ה אֲשֶׁ֖ר אֶל־הַצָּפ֑וֹנָה וְהִנֵּה־שָׁם֙ הַנָּשִׁ֣ים יֹשְׁב֔וֹת מְבַכּ֖וֹת אֶת־הַתַּמּֽוּז׃</span><br />
Und er führte mich zum Eingang des Tores am Hause des HERRN, das gegen Norden liegt, und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammus beweinten.<a id="fn6" name="fn6"></a><a href="#f6">[6]</a></p></blockquote>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Josef Stössl, 09. Februar 1876, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/josefStoessel09021876S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Fradel Eidlitz, 23. September 1850, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/eidlitzFradel23091850S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Jeanette Hermann, 02. April 1917, jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/hermannJeanette02041917.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-16" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-600x450.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Grabstein Rosa Wellisch, 22. Februar 1932, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-600x450.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-1536x1152.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-277x208.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S-1320x990.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/wellischRosa22021932S.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="unterBaum"></a>Über das Begräbnis unter einem Baum</h3>
<p>In der Bibel finden wir öfter Begräbnisse unter einem Baum, offenbar ein uralter Brauch, etwa 1 Samuel 31,11-13:</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיִּשְׁמְע֣וּ אֵלָ֔יו יֹשְׁבֵ֖י יָבֵ֣ישׁ גִּלְעָ֑ד אֵ֛ת אֲשֶׁר־עָשׂ֥וּ פְלִשְׁתִּ֖ים לְשָׁאֽוּל׃<br />
וַיָּק֜וּמוּ כׇּל־אִ֣ישׁ חַ֘יִל֮ וַיֵּלְכ֣וּ כׇל־הַלַּ֒יְלָה֒ וַיִּקְח֞וּ אֶת־גְּוִיַּ֣ת שָׁא֗וּל וְאֵת֙ גְּוִיֹּ֣ת בָּנָ֔יו מֵחוֹמַ֖ת בֵּ֣ית שָׁ֑ן וַיָּבֹ֣אוּ יָבֵ֔שָׁה וַיִּשְׂרְפ֥וּ אֹתָ֖ם שָֽׁם׃<br />
וַיִּקְחוּ֙ אֶת־עַצְמֹ֣תֵיהֶ֔ם וַיִּקְבְּר֥וּ תַחַת־הָאֶ֖שֶׁל בְּיָבֵ֑שָׁה וַיָּצֻ֖מוּ שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃</span><br />
Als die Leute von Jabesch in Gilead hörten, was die Philister Saul angetan hatten, machten sich alle streitbaren Männer auf und gingen die ganze Nacht hindurch und nahmen die Leichname Sauls und seiner Söhne von der Mauer zu Bet-Schean und brachten sie nach Jabesch und verbrannten sie dort. Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter dem Tamariskenbaum zu Jabesch und fasteten sieben Tage.</p></blockquote>
<p>Auch in Genesis 35 ist das Begräbnis der Debora nicht das einzige Begräbnis unter einem Baum, denn in Vers 4 lesen wir über die fremden Götter, die unter einer Terebinthe begaben werden.</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַיִּתְּנ֣וּ אֶֽל־יַעֲקֹ֗ב אֵ֣ת כׇּל־אֱלֹהֵ֤י הַנֵּכָר֙ אֲשֶׁ֣ר בְּיָדָ֔ם וְאֶת־הַנְּזָמִ֖ים אֲשֶׁ֣ר בְּאׇזְנֵיהֶ֑ם וַיִּטְמֹ֤ן אֹתָם֙ יַעֲקֹ֔ב תַּ֥חַת הָאֵלָ֖ה אֲשֶׁ֥ר עִם־שְׁכֶֽם׃</span><br />
Sie übergaben Jakob alle fremden Götter, die sie in ihren Händen hatten, und die Ringe an ihren Ohren. Jakob vergrub sie unter der Terebinthe bei Sichem.</p></blockquote>
<p>Nur am Rande sei angemerkt, dass in Vers 4, beim Begräbnis der fremden Götter, das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">טמן</span> &#8220;verstecken, verbergen v.a. in der Erde&#8221;, in Vers 8, beim Begräbnis der Debora, das hebräische Wort <span class="hebrEA" dir="rtl">קבר</span> &#8220;begraben&#8221; verwendet wird.</p>
<p>Zweifelsohne diente das Begräbnis der Debora unter einem Baum zum einen der Erinnerung an die Tote, zum anderen aber auch als ein symbolischer Akt, der das Gedächtnis der Toten aufrecht erhalten sollte.</p>
<p>Und einige Verse später, als Rachel, die Lieblingsfrau von Jakob, starb, gab es das nächste und dritte Begräbnis in Genesis 35, allerdings diesmal nicht unter einem Baum, sondern unter einem Steinmal (Genesis 35,19-20):</p>
<blockquote><p><span class="hebrEA" dir="rtl">וַתָּ֖מׇת רָחֵ֑ל וַתִּקָּבֵר֙ בְּדֶ֣רֶךְ אֶפְרָ֔תָה הִ֖וא בֵּ֥ית לָֽחֶם׃<br />
וַיַּצֵּ֧ב יַעֲקֹ֛ב מַצֵּבָ֖ה עַל־קְבֻרָתָ֑הּ הִ֛וא מַצֶּ֥בֶת קְבֻֽרַת־רָחֵ֖ל עַד־הַיּֽוֹם׃</span><br />
Als Rachel gestorben war, begrub man sie an der Straße nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt. 20 Jakob errichtete ein Steinmal über ihrem Grab. Das ist bis heute das Grabmal Rahels.</p></blockquote>
<p>Es bleibt unklar, ob damit ausgesagt werden soll, dass ein Begräbnis unter einem Baum die weniger wünschenswertere Begräbnisvariante ist oder ob im Falle des Begräbnisses von Rachel schlicht kein Baum zur Verfügung stand.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Zusammenfassend halten wir fest: Debora, Rebekkas Dienerin, war mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit eine professionelle Klagefrau. Daher ist der Name des Baumes, unter dem sie begraben wird, auch &#8220;Tränenbaum&#8221;. Obwohl sie sozusagen Teil der Familie war, durften nur die Patriarchen selbst in den Familiengräbern, in der Höhle von Machpela, bestattet werden. Der niedrigere soziale Status von Rebekka verlangte ein ganz normales Begräbnis.<a id="fn7" name="fn7"></a><a href="#f7">[7]</a></p>
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<h4><a id="symbole" name="haeuschen"></a>Der Tränenbaum über einem &#8216;Häuschen&#8217;?</h4>
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<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2023/leopoldMayer10041866HFG.jpg" data-rel="lightbox-gallery-19" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" title="Tränenbaum und Tempel, Symbol am Grabstein von Leopold Mayer, Lackenbach" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2023/leopoldMayer10041866HF.jpg" alt="Tränenbaum und Tempel, Symbol am Grabstein von Leopold Mayer, Lackenbach" width="250" height="314" /></a></p>
</div>
<p>Ein mich ausgesprochen faszinierender Tränenbaum befindet sich auf dem Grabstein von <a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/burgenland/juedischer-friedhof-lackenbach/mayer-leopold-10-april-1866/">Dr. Leopold Mayer</a>, gest. 10. April 1866, auf dem jüdischen Friedhof Lackenbach.<br />
Wir sehen den Tränenbaum (Genesis 35,8) und unter dem Baum befindet sich eine Art stilisierter Tempel, in dem sich die abbreviierte hebräische Einleitungsformel der hebräischen Grabinschrift befindet: &#8220;Hier ist begraben&#8221;.<br />
Was bedeutet nun dieses &#8220;Häuschen&#8221; unter dem Baum? Meines Erachtens gibt es dafür zwei mögliche Erklärungen:</p>
<p>1) Es handelt sich um eine bildliche Verschmelzung der Verse Genesis 35, 7 und 8. In Vers 7 heißt es: &#8220;Er (Jakob) baute dort einen Altar und nannte die Stätte Gott von Bet-El; denn auf der Flucht vor seinem Bruder hatte Gott sich ihm dort offenbart.&#8221; Danach folgt der uns bekannte Vers 8, dass Debora, die Amme Rebekkas, starb.</p>
<p>2) Da ein Begräbnis &#8220;unter dem Baum&#8221; nicht wirklich möglich ist, sondern nur unter der Krone des Baumes, könnte das Grab der Debora dargestellt sein, das dann allerdings schon sehr respektabel ausfallen würde. Vielleicht ist Raschi, s.o., im Hintergrund, denn der große Kommentator spricht expressis verbis von einem Grab am unteren Ende des Saumes der Ebene. Für Raschi gibt es keinen Baum, unter dem Debora begraben wurde. Auf diesen hätte man dann aber in der Darstellung halt nicht verzichten wollen.<br />
Für die Erklärung 1 spricht, dass wir näher am Bibeltext sind, für die Erklärung 2 spricht die integrierte Einleitungsformel, die natürlich zum Grab besser passt als zum Altar, den Jakob baut.<br />
Ich neige ein klein wenig mehr zu Erklärung 2, dass nämlich das &#8220;Häuschen&#8221; das Grab der Debora zeigen soll.<br />
Sollte Erklärung 2 tatsächlich zutreffen, hätten wir hier die ikonografische Version der beiden Wörter &#8220;alon bachut&#8221; neben oder oberhalb des Baumsymboles, wie wir es oben in Eisenstadt und Lackenbach gesehen haben.</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3><a id="symbole" name="sanDaniele"></a>Zwei besonders schöne Tränenbäume</h3>
<p>Gefunden habe ich diese beiden Bäume am kleinen jüdischen Friedhof in San Daniele del Friuli in der Region Friaul-Julisch Venetien.<br />
Der älteste Beleg für Juden im Ort ist aus dem Jahr 1523, die Toten wurden lange am nur 22km entfernten jüdischen Friedhof von Udine begraben. Als jedoch dieser Friedhof nicht mehr genügend Platz hatte, um alle Toten aus der Umgebung aufzunehmen, beantragte die jüdische Gemeinde von San Daniele 1733 beim Rat die Errichtung eines eigenen Friedhofes. Dieser existiert noch immer und liegt mitten auf dem Land, in der Nähe des Baches Ripudio, östlich des Ragogna-Sees, in einer Gegend, die als &#8220;la Merenda&#8221; (das Jausenbrot) bekannt ist, weil man hier gerne eine Rast einlegte. Der älteste Grabstein von Ester di Baruch Luzzatto ist vom 19. März 1742, der jüngste Grabstein aus dem Jahr 2007.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rel="lightbox-gallery-17" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum, Enrichetta Gentilli, 01. September 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliEnrichetta01091891.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890.jpg' title="Tränenbaum. Grabstein Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rl_title="Tränenbaum. Grabstein Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Tränenbaum. Grabstein Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" data-rel="lightbox-gallery-17" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-600x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tränenbaum. Raffaele Gentilli, 05. Jänner 1891, jüdischer Friedhof San Daniele del Friuli" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-600x800.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-1200x1600.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890-225x300.jpg 225w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/gentilliRaffaele05011890.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

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<h3><a id="symbole" name="conclusio"></a>Conclusio</h3>
<p>Das Symbol der Trauerweide bzw. des Tränenbaums finden wir sowohl auf Grabsteinen von Frauen als auch auf Grabsteinen von Männern. Der Form des Baumes sind dabei keine künstlerischen Grenzen gesetzt wie auch die Bildbeispiele oben zeigen.<br />
Dass in unseren Breiten häufig eine Trauerweide (und keine Eiche etwa, s. biblische Übersetzungen) dargestellt wird, hat sicher damit zu tun, dass das Symbol der Trauerweide als Trauersymbol auch von der (nichtjüdischen) Umgebung übernommen wurde. Dennoch ist die jüdische Assoziation glasklar. Es ist Genesis 35, Vers 8, also das Begräbnis der Debora, der Amme von Jakobs Mutter Rebekka, unter dem &#8220;Tränenbaum&#8221;.<a id="fn8" name="fn8"></a><a href="#f8">[8]</a></p>
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<h3><a id="symbole" name="geknickt"></a>Der geknickte bzw. abgebrochene Baum</h3>
<p>Nicht zu verwechseln ist der &#8220;Tränenbaum&#8221; mit dem geknickten bzw. abgebrochenen Baum, der für einen frühen Tod steht und eindeutig ein nichtjüdisches Symbol ist, das wir auch auf jüdischen Grabsteinen finden.</p>
<p>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948.jpg' title="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rl_title="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rel="lightbox-gallery-18" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="367" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-600x367.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geknickter Baum. Chaje Cdalewicz, 02. April 1948, jüdischer Friedhof Salzburg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-600x367.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-768x469.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-1536x938.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-277x169.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948-1320x806.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chajeCdalewicz02041948.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949.jpg' title="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rl_title="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rel="lightbox-gallery-18" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="370" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-600x370.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geknickter Baum. Chaim Aron Roth, 21. April 1949, jüdischer Friedhof Salzburg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-600x370.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-768x474.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-1536x948.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-277x171.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949-1320x815.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/chaimAronRoth21041949.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950.jpg' title="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rl_title="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" data-rel="lightbox-gallery-18" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="348" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-600x348.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Geknickter Baum. Regina Rudy, 22. März 1950, jüdischer Friedhof Salzburg" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-600x348.jpg 600w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-768x445.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-1536x890.jpg 1536w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-277x160.jpg 277w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950-1320x765.jpg 1320w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/reginaRudy22031950.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
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<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915.jpg' title="Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" data-rl_title="Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Geknickter Baum. Grabstein Otto Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Strauch oder Baum wird von einem jungen Mann genknickt. Grabstein Otto Grünmandl, 02. Jänner 1915, jüdischer Friedhof (Westfriedhof) Innsbruck" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/ottoGruenmandl02011915.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB.jpg' title="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" data-rl_title="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" data-rel="lightbox-gallery-19" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-533x800.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Abgeschnittener Baum. Carlo Berger, 24. Dezember 1907, mit 56 Jahren an Angina Pectoris, jüdischer Friedhof Triest" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-533x800.jpg 533w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-1067x1600.jpg 1067w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-1200x1800.jpg 1200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-768x1152.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-1024x1536.jpg 1024w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB-200x300.jpg 200w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2023/08/bergerCarloB.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
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<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<h3><a id="symbole" name="fussnoten"></a>Fußnoten</h3>
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Buber-Rosenzweig: &#8220;Debora, die Amme Ribkas, starb, sie wurde begraben unterhalb von Bet-El, unter der Steineiche, und die nannte man Steineiche des Weinens.&#8221;; Luther: &#8220;Da starb Debora, die Amme der Rebekka, und wurde begraben unterhalb von Bethel unter der Eiche; die wurde genannt die Klageeiche.&#8221; [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn1">Zurück zum Text (1)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f2" name="f2"></a>[2] Für Dalman handelt es sich um einen heiligen Baum, die Stelle übersetzt er mit &#8220;Klageeiche&#8221;, siehe Gustaf Dalman, Einige geschichtliche Stätten im Norden Jerusalems, in: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu jstor.org..." href="https://www.jstor.org/stable/3259735?read-now=1&amp;seq=5#page_scan_tab_contents">Journal of Biblical Literature</a>, Vol. 48, No. 2/4 (1929), 358. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn2">Zurück zum Text (2)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f3" name="f3"></a>[3] Sehr ähnlich auch der Targum Onkelos (Übersetzung der Tora aus dem Hebräischen ins Aramäische): <span class="hebrEA" dir="rtl">וּמִיתַת דְּבוֹרָה מֵנִקְתָּא דְרִבְקָה וְאִתְקְבָרַת מִלְּרַע לְבֵית אֵל בְּשִׁפּוֹלֵי מֵישְׁרָא וּקְרָא שְׁמֵיהּ מֵישַׁר בָּכִיתָא:</span> &#8220;Debora, die Amme Rebekkas starb und wurde unterhalb von Bet-El begraben, unter Alon, also in der unteren Ebene. Er nannte sie Alon des Weinens (Ebene des Weinens)&#8221;.<br />
Im Midrasch Kohelet (Kohelet Rabba), wahrscheinlich 6. oder 7. Jahrhundert entstanden, Erstdruck 1519, lesen wir, dass ER (der Herr) die Trauernden tröstet, daher der Name &#8220;alon bachut&#8221;.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">מְנַחֵם אֲבֵלִים, דִּכְתִיב (בראשית לה, ח): וַיִּקְרָא שְׁמוֹ אַלּוֹן בָּכוּת.</span>[<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn3">Zurück zum Text (3)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f4" name="f4"></a>[4] Gustaf Dalman, a.a.O., 358f. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn4">Zurück zum Text (4)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f5" name="f5"></a>[5] Gustaf Dalman, a.a.O., 359. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn5">Zurück zum Text (5)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f6" name="f6"></a>[6] Tammus ist der 10. bürgerliche Monat des jüdischen Kalenders. Ursprünglich war &#8220;Tammuz&#8221; eine babylonische Gottheit der Frühlingsfruchtbarkeit. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn6">Zurück zum Text (6)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f7" name="f7"></a>[7] Shaul Bar, The Oak of Weeping, in: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'jstor.org...'" href="https://www.jstor.org/stable/42614980?read-now=1&amp;seq=3#page_scan_tab_contents">Journal of Biblical Literature</a>, Vol. 91, No. 2, 2010, 269-273. Siehe dort besonders auch die Literaturangaben. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn7">Zurück zum Text (7)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f8" name="f8"></a>[8] Der botanische Tränenbaum ist nur die österreichische Bezeichnung der <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelszunge">Teufelszunge</a>, die sich aber natürlich überhaupt nicht als Trauersymbol eignet. [<a title="wieder nach oben zur Textstelle" href="#fn8">Zurück zum Text (8)</a>]</p>
<p class="winzig"><a id="f9" name="f9"></a>[9] Mehr zu Otto Grünmandl und seinen Bruder Alfred in: <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a title="Externer Link zu 'ulb-dok.uibk.ac.at...'" href="https://ulb-dok.uibk.ac.at/download/pdf/1679183.pdf">Verena Sauermann, Alfred Grünmandl. Ein jüdischer Migrant in Tirol (PDF)</a>. Otto Grünmandl, Sohn von Leopold Grünmandl und Betti Fuchs, geb. 09. August 1891 in Uherský Brod (Ungarisch-Brod), Tschechien, war der Bruder von Alfred Grünmandl, mit dem er (wahrscheinlich) 1907 in Hall in Tirol ein Gemischtwarengeschäft eröffnet hatte. Am 2. Jänner 1915 starb Otto im Krankenhaus Hall an Meningitis, begraben wurde er am 4. Jänner am jüdischen Friedhof Westfriedhof in Innsbruck. Beerdigt wurde Otto Grünmandl im Wandgrab 12, umgebettet am 24. Juli 1980 nach Grabfeld II, Grab 12. Otto Grünmandl war nicht konvertiert, sein Bruder Alfred und seine spätere Ehefrau Christine Katzengruber waren am 10. Februar 1914 zum evangelischen Glauben konvertiert. <em>S. v.a. Thomas Albrich (Hrsg.), Judenbichl. Die jüdischen Friedhöfe in Innsbruck, bes. 106, 149.</em></p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<p>1. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-i/">Der Herr segne und behüte dich.  &#8210; Die segnenden Priesterhände. Symbole auf jüdischen Grabsteinen I</a>&#8221;</p>
<p>3. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/dem-ouroboros-auf-der-spur/">Dem Ouroboros auf der Spur. Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &#038; Lackenbach. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III.</a>&#8221;</p>
<p>4. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/sie-streckt-ihre-hand-nach-dem-spinnrocken/">Sie streckt ihre Hand nach dem Spinnrocken. Symbole auf jüdischen Grabsteinen IV.</a>&#8221;</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Herr segne und behüte dich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2022 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Symbole auf jüdischen Grabsteinen I &#8210; Die segnenden Priesterhände. Prolog Der ursprüngliche Artikeltitel &#8220;Der Herr segne und behüte dich. Von Mr. Spock bis zur Schlange der Ewigkeit&#8221; war der Titel meines &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Symbole auf jüdischen Grabsteinen I &#8210; Die segnenden Priesterhände.</h2>
<h3>Prolog</h3>
<p>Der ursprüngliche Artikeltitel &#8220;Der Herr segne und behüte dich. Von Mr. Spock bis zur Schlange der Ewigkeit&#8221; war der Titel meines kleinen Vortrages in der Langen Nacht der Museen am 1. Oktober 2022 im jüdischen Museum Eisenstadt.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-21" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/ouroborosN.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2022/ouroborosNK.jpg" title="Ouroboros am Grabstein von Salomon Zollschan, Kobersdorf" width="250" height="200" alt="Ouroboros am Grabstein von Salomon Zollschan, Kobersdorf" /></a></p>
</div>
<p>Die Idee zum Thema kam eigentlich zufällig, als ich am jüdischen Friedhof Kobersdorf vor einigen Monaten ein Symbol aktiv wahrnahm, das ich zuvor noch nie auf einem anderen jüdischen Friedhof des Burgenlandes gesehen hatte: Die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, der Ouroboros, der auch als &#8220;Schlange der Ewigkeit&#8221; bekannt ist. Nun galt es einerseits zu verifizieren, ob diese spezielle Form der Schlange nur auf Grabsteinen am <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-kobersdorf/" title="Interner Link">jüdischen Friedhof Kobersdorf</a> zu finden ist oder auch auf anderen jüdischen Friedhöfen. Ich darf es vorwegnehmen, so viel sei schon verraten: ja, den Ouroboros gibt es nicht nur in Kobersdorf, aber etwa nicht in Eisenstadt!</p>
<p>Bei der Suche stieß ich allerdings zu meiner großen Verwunderung auf viele andere, vielleicht nicht ganz so spektakuläre, aber sehr schöne Symbole, besonders auf dem älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt: Tiere, Blumen, Namenssymbole usw.</p>
<p>Mit diesem Artikel soll eine kleine Serie beginnen, bei der die Symbole auf jüdischen Grabsteinen, vor allem auf jüdischen Friedhöfen im Burgenland, nicht nur vorgestellt, sondern auf ihre jüdische Tradition hin untersucht werden. </p>
<p>Aber wir beginnen heute sozusagen mit &#8220;Adam und Eva&#8221;, mit den wohl schon bekannten segnenden Priesterhänden.</p>
<p>Quasi ein PS: Ich gestehe, mich bisher noch nie mit den Symbolen (außer den gängigen genuin jüdischen) intensiver beschäftigt zu haben, was bis zu einem gewissen Grad auch damit zusammenhängt, dass  &#8210; unterm Strich &#8210; einerseits der Befund auf beiden jüdischen Friedhöfen in Eisenstadt relativ dünn ist und andererseits viele der Symbole auf den Grabsteinen heute ohne intensive vorsichtige Bearbeitung praktisch so gut wie nicht zu sehen oder zu erkennen sind. </p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h3>Segnende Priesterhände</h3>
<p>Beim Segen erhebt der Priester seine Hände mit der charakteristischen Fingerhaltung, bei der kleiner Finger und Ringfinger sowie der Daumen von Zeige- und Mittelfinger abgespreizt werden. Damit soll der hebräische Buchstabe <span class="hebrEA" dir="rtl"><strong>ש</strong></span> &#8220;SCHIN&#8221; assoziiert werden, der Anfangsbuchstabe des Wortes <span class="hebrEA" dir="rtl">אֵ֣ל <strong>שַׁ</strong>דַּ֔י</span> &#8220;(El) Schaddai&#8221; (der Allmächtige). </p>
<h4>Mini-Exkurs</h4>
<p>Der Priestersegen heißt Hebräisch &#8220;Birkat Kohanim&#8221; oder &#8220;Nesijat Kapajim&#8221; (wörtl: &#8220;Heben der Hände&#8221;) und ist unter aschkenasischen Juden auch als &#8220;Duchanen&#8221; (s. u. das Video mit Leonard Nimoy) bekannt (s. auch <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> &#8220;<a href="https://www.yeshiva.co/midrash/12106" title="Externer Link zu 'yeshiva.co/...'">The Mitzvah of &#8220;Duchening&#8221; &#8211; Birchas Kohanim</a>&#8220;). (&#8220;Duchan&#8221; ist das aramäische Wort für die Plattform vor dem Toraschrein, siehe etwa babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 118b &#8220;<span class="hebrEA" dir="rtl">וְאָמַר רַבִּי יוֹסֵי: מִיָּמַי לֹא עָבַרְתִּי עַל דִּבְרֵי חֲבֵרַי. יוֹדֵעַ אֲנִי בְּעַצְמִי שֶׁאֵינִי כֹּהֵן, אִם אוֹמְרִים לִי חֲבֵירַי: עֲלֵה <strong>לַדּוּכָן</strong> — אֲנִי עוֹלֶה.</span> &#8220;Ferner sagte R. Jose : Nie im Leben habe ich die Worte meiner Genossen übertreten. Ich selber weiß, dass ich kein Priester bin, trotzdem würde ich die Plattform besteigen, wenn meine Genossen mich dazu auffordern würden.&#8221;)</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855.jpg' title="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/01aaaa-KohnSchey19051855-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Schey (Jeaja) Kohn, 19. Mai 1855, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/cohenJesaja19051855-1536x1151.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR.jpg' title="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/02a-172K10niederwernLGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Löb ben Menachem Niederwerrn ha-Cohen, 10. Mai 1747, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/loebNiederwerrn10051747-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-scaled.jpg' title="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-scaled.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-scaled.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/04a-mordechaiBenGedaljaCohen24081832-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-20" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Mordechai Ben Gedalja Cohen, 24. August 1832, jüdischer Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/mordechaiBenGedaljaCohen24081832-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Die segnenden Priesterhände stehen für die Abstammung aus dem aaronidischen Priestergeschlecht. Die Priester, hebräisch Kohanim (Einzahl: Kohen), waren im Tempel für die Opferdarbringung und für das Sprechen des Segens (Priestersegen / Aaronitischer Segen, 4. Buch Mose (Numeri) 6,22-26) zuständig: </p>
<table summary="Aaronitischer Segen" id="Aaronitischer Segen">
<caption>Inschrift Aaronitischer Segen: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,22] </strong>Der HERR sprach zu Mose:</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">וַיְדַבֵּ֥ר יְהֹוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,23] </strong>Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">דַּבֵּ֤ר אֶֽל־אַהֲרֹן֙ וְאֶל־בָּנָ֣יו לֵאמֹ֔ר כֹּ֥ה תְבָרְכ֖וּ אֶת־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל אָמ֖וֹר לָהֶֽם׃ {ס}</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,24] </strong>Der HERR segne dich und behüte dich.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">יְבָרֶכְךָ֥ יְהֹוָ֖ה וְיִשְׁמְרֶֽךָ׃ {ס}</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,25] </strong>Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">יָאֵ֨ר יְהֹוָ֧ה ׀ פָּנָ֛יו אֵלֶ֖יךָ וִֽיחֻנֶּֽךָּ׃ {ס}</span></td>
</tr>
<tr>
<td class="li"><strong>[Num 6,26] </strong>Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.</td>
<td class="re"><span class="hebr" dir="rtl">יִשָּׂ֨א יְהֹוָ֤ה ׀ פָּנָיו֙ אֵלֶ֔יךָ וְיָשֵׂ֥ם לְךָ֖ שָׁלֽוֹם׃ {ס}</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Der 2016 verstorbene Singer-Songwriter, Dichter und Maler Leonard Cohen wurde als Kohen geboren und 1996 zum buddhistischen Mönch ordiniert. Am 24. September 2009, am Ende seines Konzerts in Tel Aviv, spricht er den Priestersegen:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/eitGGBoncN0?start=4" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>In der hebräischen Bibel wird das dritte Buch Mose (Levitikus; hebr.: Wa-jikra) auch als &#8220;Torat haKohanim&#8221; (Weisung für die Priester) bezeichnet, weil es in diesem Buch vor allem um die Arbeit der Kohanim im Stiftszelt und später im Jerusalemer Tempel geht. Die Kohanim kommen aus dem Stamm Levi, sind also eine Untergruppe der Leviten.<br />
Aaron, der Bruder des Mose, wurde von diesem zum ersten &#8220;Großen Kohen&#8221; geweiht, alle späteren Kohanim stammen daher von Aaron ab.</p>
<p>Da die Abstammung über die männliche Linie vererbt wird, findet man das Symbol vor allem auf Grabsteinen von männlichen Angehörigen aus dem Priestergeschlecht, meist mit dem Namen, später dem Beinamen &#8220;Kohen&#8221;, &#8220;Kohn&#8221;, &#8220;Kahn&#8221;, &#8220;KaZ&#8221; usw. Siehe zum Beispiel <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/cohen-samuel-05-jaenner-1791/" title="Interner Link">Samuel Cohen</a>, gestorben 1791 und am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt begraben.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">כ&#8221;ץ</span> &#8220;KaZ&#8221; ist eine Abkürzung für &#8220;<strong>K</strong>ohen <strong>Z</strong>edek&#8221; &#8220;gerechter Priester&#8221; wie bei Rabbiner <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/klein-karl-11-dezember-1930/" title="Interner Link">Karl Klein</a> (gestorben 1930 und begraben am jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt), hebräisch: Chaim Akiba KaZ (oder Ka&#8217;tz), Zeile 6.</p>
<p>Der Kohen darf sich nicht rituell verunreinigen. So ist es ihm verboten, mit einem toten Körper in Berührung zu kommen oder sich auch nur unter dem selben Dach aufzuhalten, unter dem sich auch ein Leichnam befindet. Der Kohen darf keinen Friedhof betreten, außer er achtet im Freien auf die Distanz von 192cm zum Grab oder zum Sarg. Kohanim werden häufig auch am Rand des jüdischen Friedhofes oder in einer Ecke des Friedhofes begraben, damit sie sich beim Besuch eines Grabes eines oder einer Verwandten nicht verunreinigen. Allerdings muss der Kohen am Begräbnis der nächsten Verwandten (Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Brüder väterlicherseits und nie verheirateten Schwestern väterlicherseits) teilnehmen und sich dabei verunreinigen.</p>
<figure id="attachment_11239" aria-describedby="caption-attachment-11239" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach.jpg" data-rel="lightbox-gallery-21" data-rl_title="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach" data-rl_caption="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach. Selbstverständlich war vor 1938 die Friedhofsmauer nicht so hoch!" data-magnific_type="gallery" title="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach.jpg" alt="Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach" width="1920" height="1440" class="size-full wp-image-11239" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/kohanimLackenbach-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11239" class="wp-caption-text">Kohanim-Gräber an der Mauer, jüdischer Friedhof Lackenbach. Selbstverständlich war vor 1938 die Friedhofsmauer nicht so hoch!</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Wenn aus der Tora gelesen wird (also am Schabbat, an Fastentagen oder am Montag und Donnerstag während des Morgengebetes&#8230;), werden je nach Anlass fünf, sechs oder sieben Personen zur Tora gerufen. Der erste Aufruf (die erste Alija) gilt immer einem Kohen, der zweite einem Levi. Wenn kein Kohen anwesend ist, wird er durch eine andere Person ersetzt, ist kein Levi anwesend, dann soll er durch den zuvor aufgerufenen Kohen ersetzt werden. </p>
<p>Viele weitere Regelungen, die den Kohen vor allem in Bezug auf die kultische Reinheit betreffen, siehe etwa <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> &#8220;<a href="https://de.chabad.org/parshah/article_cdo/aid/2103257/jewish/Die-Reinheit-des-Kohens.htm" title="Externer Link zu 'de.chabad.org...'">Die Reinheit des Kohens</a>&#8220;.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a data-rel="lightbox-gallery-21" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title="" href="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/menachem_katz_prossnitz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/2020/menachem_katz_prossnitzTN.jpg" title="Rabbiner Menachem KaZ-Proßnitz" width="250" height="363" alt="Rabbiner Menachem Katz-Prossnitz" /></a></p>
</div>
<p>Dazu passt eine Geschichte, die uns vom berühmten, wundertätigen und langjährigen Rabbiner der jüdischen Gemeinde Deutschkreutz übermittelt ist: Rabbi Menachem Wannfried Katz-Prossnitz (geb. 1795, Rabbiner in Deutschkreutz von 1840 bis zu seinem Tod 1891) hatte beim großen <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/akiba-eger-und-chatam-sofer/#chatamsofer" title="Interner Link">Chatam Sofer</a> in Pressburg studiert und galt als dessen gelehrigster Schüler. So wurde er für seine Treue von Chatam Sofer sogar in dessen privaten Studierstube in die Kabbala, die jüdische Mystik, eingeweiht. Als Chatam Sofer am Sterbebett lag, besuchte ihn Rabbi Menachem Prossnitz und wurde vom Grauen gepackt, als er die Hand seines Lehrers ergriff, die sich wie aus Stein anfühlte. Chatam Sofer freute sich über den Besuch und deutete dann dem Rabbi Menachem das Zimmer zu verlassen, denn &#8220;ich sterbe&#8221;. Rabbi Menachem Prossnitz war ein Kohen und durfte sich daher nicht unter einem Dach mit einem Toten befinden <a id="fn1" name="fn1"></a><a href="#f1">[1]</a>.</p>
<p>Bemerkenswert ist jedenfalls, dass sich am <a href="https://der-transkribierer.at/burgenland/aelterer-juedischer-friedhof-eisenstadt/" title="Interner Link">älteren jüdischen Friedhof</a> in Eisenstadt bei 1.100 Grabsteinen nur 8 Grabsteine mit dem Symbol der segnenden Hände befinden.<br />
Am <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/" title="Interner Link">jüngeren jüdischen Friedhof</a> findet sich kein einziges Symbol der segnenden Hände, begraben sind, soviel wir wissen, nur der o.g. Rabbiner Karl Klein KaZ (ohne Symbol) und eine Frau, <a href="https://der-transkribierer.at/friedhof-eisenstadt-jung/kohn-rachel-18-juni-1895/" title="Interner Link">Rachel Kohn</a> (verheiratet mit einem Kohen) und mit dem Symbol der Trauerweide am Grabstein.</p>
<p>Eine alte, v.a. mündlich überlieferte Geschichte aus dem ehemaligen jüdischen Viertel von Eisenstadt erklärt uns, dass sich vor allem in der neueren Zeit Kohanim nicht in Eisenstadt ansiedeln wollten. Weil sie nicht wussten, wo sich der jüdische Friedhof des mittelalterlichen jüdischen Viertels von Eisenstadt befunden hat. Mit der Nichtansiedelung wollten sie vermeiden, irrtümlich sozusagen Friedhofsgelände zu betreten.</p>

<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR.jpg' title="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR.jpg 900w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/06a-436E18hacohenSbSGR-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Samuel Schulmeister-Cohen, 05. Jänner 1791, älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/schulmeisterCohenSamuel05011791-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841.jpg' title="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/05a-itzikBenAbraham29051841-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein Itzik Sohn Abraham, 29. Mai 1841, jüdischer Friedhof Kobersdorf" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1-768x576.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/ItzikBenAbraham29051841-1-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-scaled.jpg' title="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-scaled.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-scaled.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-768x1024.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-1152x1536.jpg 1152w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/03a-lackenbach-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<a href='https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar.jpg' title="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rl_title="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" data-rel="lightbox-gallery-21" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="443" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Segnende Priesterhände. Grabstein am jüdischen Friedhof Lackenbach" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar-768x568.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/09/lackenbachNichtlesbar-1536x1135.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>

<p>Am Rande nur angemerkt sei, dass der Priestersegen in der Fernsehserie &#8220;Star Trek&#8221; auch als vulkanischer Gruß bekannt ist. Wie es dazu kam, also die jüdischen Hintergründe, erklärt Leonard Nimoy (Mr. Spock), der selbst zwar in eine orthodoxe jüdische Familie geboren wurde, aber kein Kohen war:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/DyiWkWcR86I" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>In wenigen Tagen, zu Sukkot (Laubhüttenfest, heuer ab 9. Oktober Abend), wird der Priestersegen in Israel von hunderten Kohanim gesprochen und über Lautsprecher an die Westmauer in Jerusalem übertragen (genauso zu Pesach; siehe etwa den <img loading="lazy" decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3YoAJUTgh44" title="Externer Link zu 'youtube.com...'">Birkat Kohanim Sukkot 2015</a>).</p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<p class="winzig"><a id="f1" name="f1"></a>[1] Siehe v.a. Shlomo Spitzer, Die jüdische Gemeinde von Deutschkreutz, Wien 1995 [<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</p>
<hr class="divider height-10 margin-top-50 margin-bottom-50" />
<p>2. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/symbole-ii/">Deshalb gab er ihr den Namen &#8216;Träneneiche'&#8221;. Symbole auf jüdischen Grabsteinen II.</a>&#8221;</p>
<p>3. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/dem-ouroboros-auf-der-spur/">Dem Ouroboros auf der Spur. Die Ewigkeitsschlange auf den jüdischen Friedhöfen von Kobersdorf &#038; Lackenbach. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III. Symbole auf jüdischen Grabsteinen III.</a>&#8221;</p>
<p>4. Artikel der kleinen Reihe über Symbole auf jüdischen Grabsteinen: &#8220;<a title="Interner Link" href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/sie-streckt-ihre-hand-nach-dem-spinnrocken/">Sie streckt ihre Hand nach dem Spinnrocken. Symbole auf jüdischen Grabsteinen IV.</a>&#8221;</p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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