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	<title>schawuot &#8211; Der Transkribierer</title>
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	<description>Leiden und Freuden eines Inschriftentüftlers.</description>
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	<title>schawuot &#8211; Der Transkribierer</title>
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		<title>Schawu&#8217;ot 5782</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2022 11:30:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches Schawu&#8217;ot! חג שבועות שמח! Am 2. Tag von Schawuot wird traditionell das biblische Buch Rut gelesen. Dieses hat 4 Kapitel und 85 Verse. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="centered">
<strong>Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches Schawu&#8217;ot!</strong></p>
<p class="centered"><strong><span class="hebr" dir="rtl">חג שבועות שמח!</span></strong></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Am 2. Tag von Schawuot wird traditionell das biblische Buch Rut gelesen. Dieses hat 4 Kapitel und 85 Verse. Rut ist eine der fünf Festrollen (Megillot, neben Ester, Hoheslied, Kohelet und Klagelieder).</p>
<p>Im 4. Kapitel, Vers 12, wird auch Tamar erwähnt:</p>
<blockquote><p>Dein Haus gleiche dem Haus des Perez, den Tamar dem Juda geboren hat, durch die Nachkommenschaft, die der HERR dir aus dieser jungen Frau geben möge.</p></blockquote>
<p>Tamar ist die Schwiegertochter von Juda, der sie unwissentlich geschwängert hatte. Die Geschichte kennen wir aus Genesis 38:<br />
Juda, der vierte Sohn Jakobs, sah am Wegesrand Tamar, die er für eine Dirne hielt und wollte zu ihr kommen. Sie verlangte von ihm als Pfand für den von ihm versprochenen Ziegenbock seinen Siegelring, seine Schnur und den Stab in seiner Hand. Tamar wurde schwanger, was dem Juda gemeldet wurde. Dieser verfügte, dass sie wegen der begangenen Unzucht verbrannt werden sollte. </p>
<blockquote><p>Als man sie hinausführte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und ließ ihm sagen: Von dem Mann, dem das gehört, bin ich schwanger. Auch ließ sie sagen: Sieh genau hin: Wem gehören der Siegelring, die Schnüre und dieser Stab?</p></blockquote>
<p><cite>Genesis 38,25</cite></p>
<p>Juda erkannte sein Pfand und dass Tamar im Recht war, da Juda ihr einen Kindsvater, nämlich seinen jüngsten Sohn Schela, verweigert hatte. Tamar gebar die Zwillinge Perez und Serach.</p>
<p>Die jüdische Holzschnitt-Bilderbibel des Moses dal Castellazzo (1466-1526) aus der Mitte des 16. Jahrhunderts ist einer der schönsten Beweise für die Existenz eines im 15. Jahrhundert vorhandenen rabbinisch-jüdischen Bibelbilderzyklus.<br />
Moses dal Castellazzo, Sohn des Gelehrten Abraham Sachs, der im 15. Jahrhundert aus Deutschland nach Italien eingewandert war, wurde schon in jungen Jahren mit der religiösen jüdischen Traditionsliteratur vertraut gemacht. 1521 bat er den Dogen von Venedig um die Gewährung des Privilegs, eine von ihm geschaffene Holzschnittfolge zu den fünf Büchern Mose zehn Jahre lang allein im Raum von Venedig drucken und verkaufen zu dürfen. Das Original dieser Holzschnitt-Bilderbibel ist heute nicht mehr erhalten, das Druckverfahren, dessen sich Moses bediente, war völlig veraltet und eine billige Technik, um nicht wohlhabende Käuferschichten zu erreichen. Dabei wurden auch die Sprachen der Käufer berücksichtigt: Italienisch, Judendeutsch und vielleicht Spagnolisch.</p>
<p>Eine der beiden Bibelszenen im Werk des Moses dal Castellazzo, die ihre Vorlagen im 11. Jahrhundert haben, ist  die Darstellung von der Verurteilung Tamars zum Tod auf dem Scheiterhaufen durch Juda:</p>
<figure id="attachment_10921" aria-describedby="caption-attachment-10921" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/06/codex1164Folio34.jpg" data-rel="lightbox-gallery-0" data-rl_title="Bilderbibel des Moses dal Castellazzo, Folio 34, Verurteilung Tamars zum Tod" data-rl_caption="Bilderbibel des Moses dal Castellazzo, Folio 34, Verurteilung Tamars zum Tod" data-magnific_type="gallery" title="Bilderbibel des Moses dal Castellazzo, Folio 34, Verurteilung Tamars zum Tod"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/06/codex1164Folio34.jpg" alt="Bilderbibel des Moses dal Castellazzo, Folio 34, Verurteilung Tamars zum Tod" width="1920" height="1600" class="size-full wp-image-10921" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/06/codex1164Folio34.jpg 1920w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/06/codex1164Folio34-768x640.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2022/06/codex1164Folio34-1536x1280.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10921" class="wp-caption-text">Bilderbibel des Moses dal Castellazzo, Folio 34, Verurteilung Tamars zum Tod</figcaption></figure>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
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		<title>Mose empfing die Tora &#8230;</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/mose-empfing-die-tora/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 May 2021 07:55:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230; am Sinai und übergab sie Josua, Josua (übergab sie) den Ältesten, die Ältesten (übergaben sie) den Propheten, und die Propheten (übergaben sie) den Männern der großen Versammlung. משה קבל תורה &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8230; am Sinai und übergab sie Josua, Josua (übergab sie) den Ältesten, die Ältesten (übergaben sie) den Propheten, und die Propheten (übergaben sie) den Männern der großen Versammlung.<br />
<span class="hebrEA" dir="rtl">משה קבל תורה מסיני, ומסרה ליהושע, ויהושע לזקנים, וזקנים לנביאים, ונביאים מסרוה לאנשי כנסת הגדולה.</span></p>
</blockquote>
<p>Mit diesem Satz beginnt der wohl bekannteste Traktat der <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mischna">Mischna</a>: die &#8220;Sprüche der Väter&#8221; (hebr.: <span class="hebrEA" dir="rtl">פרקי אבות</span> &#8220;Pirke Avot&#8221;) oder einfach &#8220;Avot&#8221;, &#8220;Väter&#8221;.</p>
<p><figure id="attachment_10488" aria-describedby="caption-attachment-10488" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><a  href="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/05/machsorParma.jpg" data-rel="lightbox-gallery-0" data-rl_title="Machsor, Parma, Biblioteca Palatina, Ms. Parma 2895, S. 271" data-rl_caption="Machsor, Parma, Biblioteca Palatina, Ms. Parma 2895, S. 271" data-magnific_type="gallery" title="Machsor, Parma, Biblioteca Palatina, Ms. Parma 2895, S. 271"><img decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/05/machsorParma.jpg" alt="Machsor, Parma, Biblioteca Palatina, Ms. Parma 2895, S. 271" width="1280" height="1616" class="size-full wp-image-10488" srcset="https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/05/machsorParma.jpg 1280w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/05/machsorParma-768x970.jpg 768w, https://der-transkribierer.at/wp-content/uploads/2021/05/machsorParma-1217x1536.jpg 1217w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10488" class="wp-caption-text">Machsor, Parma, Biblioteca Palatina, Ms. Parma 2895, Mitte 15. Jahrhundert, Illustration des Wortes &#8216;Mose&#8217;</figcaption></figure><br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
<p>Das Fest Schawu&#8217;ot hat viele Namen, darunter auch <span class="hebrEA" dir="rtl">חג מתן תורה</span> &#8220;Fest der Toragebung&#8221;, der Tag, an dem Gott dem Volk Israel die Tora gegeben hat, der Tag, an dem Israel die 10 Gebote erhielt.<br />
Die Illustration des Wortes &#8220;Mose&#8221;, also des 1. Wortes der Sprüche der Väter am Titelblatt in dem Machsor aus Ulm/Udine aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, zeigt eine schöne Möglichkeit, das Motiv der Gesetzgebung ikonografisch zu verwerten.</p>
<p class="centered">
<strong>Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unserer Koscheren Melange ein fröhliches Schawu&#8217;ot!</strong></p>
<p class="centered"><span class="hebr" dir="rtl"><strong>חג שבועות שמח!</strong></span></p>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<h2>Kleiner Exkurs zum Traktat &#8220;Sprüche der Väter&#8221;:</h2>
<p>Der Traktat &#8220;Pirke Avot&#8221; (wörtlich &#8220;Abschnitte, Kapitel/Sprüche der Väter&#8221;) enthält die  Traditionskette von Mose bis zum Ende der tannaitischen Zeit, also die vier Generationen der  rabbinischen Gelehrten von <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hillel">Hillel</a> und seinem Gegenspieler <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schammai"> Schammai</a> bis <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jehuda_ha-Nasi">Jehuda ha-Nasi</a> (&#8220;Rabbi&#8221;), gest. um 217, weiters vor allem die ethischen Grundsätze sowie moralische Betrachtungen vieler bedeutender Rabbinen.</p>
<p>Avot hat 5 Kapitel, erst in späterer Zeit kam das Kapitel 6 dazu, die Lobrede auf das Gesetz (<span class="hebrEA" dir="rtl">קנין תורה</span> &#8220;Kinjan Tora&#8221;, &#8220;Erwerb der Tora&#8221;), das aber nicht zur Mischna gehört. Kapitel 6 sollte den sechsten der Schabbatnachmittage zwischen Pesach und Schawu&#8217;ot, an denen traditionell Avot gelesen wird, ausfüllen.</p>
<p>Möglicherweise bildete der spät in die Mischna aufgenommene Traktat Avot einst den Abschluss der Mischna, da die heute als 4. Ordnung geführte Ordnung &#8220;Nezikin&#8221; (Beschädigungen), in der Avot an 9. Stelle zu finden ist, damals am Ende des Werkes stand. </p>
<p>Mit den im eingangs zitierten ersten Satz von Avot genannten &#8220;Ältesten&#8221; sind die Führer Israels, die Josua überlebten, gemeint, siehe Richter 2,7: <em>&#8220;Und das Volk diente dem Herrn, solange Josua lebte und solange die Ältesten am Leben waren, die Josua überlebten&#8230;&#8221;</em>.</p>
<p>Die ebenfalls genannten &#8220;Propheten&#8221; umfassen auch Männer wie die Richter oder Samuel. In der hebräischen Bibel gehören die Bücher Josua, Richter, 1 und 2 Samuel, 1 und 2 Könige zu den Prophetenbüchern als die sogenannten früheren Propheten, während die Propheten nach dem christlichen Sprachgebrauch (also Jesaja, Jeremia, Ezechiel und die 12 &#8220;kleinen&#8221; Propheten) die sogenannten späteren Propheten sind.</p>
<p>Die &#8220;Männer der großen Versammlung&#8221; oder &#8220;Männer  der Großen Synagoge&#8221; sind eine historische Fiktion und verbinden die Führer Israels von Esra und Nehemia, also das Führungsgremium Israels in der Perserzeit bis in die Zeit Alexanders des Großen (323 v.d.Z.). Sie verbinden also die Zeit der Propheten mit der Bewegung der Pharisäer (deren erster Vertreter um 300 v.d. Z. Simon der Gerechte war, der laut rabbinischer Tradition, z.B. Leviticus Rabba 13,5, auf Alexander den Großen traf).</p>
<p>Die &#8220;Sprüche der Väter&#8221; sind der einzige nichtgesetzliche Traktat der Mischna, er ist also rein haggadisch.<br />
Das Wort &#8220;Haggada&#8221; kommt von hebräischen <span class="hebrEA" dir="rtl">להגיד</span> &#8220;lehaggid&#8221;, &#8220;erzählen&#8221;, &#8220;sagen&#8221;, die Haggada umfasst die nichtgesetzliche Bibelauslegung genauso wie erbauliche Erzählungen, profanes Wissen, Anekdoten, Sagen, Märchen, Fabeln usw. Haggada ist in der rabbinischen Tradition alles, was nicht Halacha ist (Halacha kommt von <span class="hebrEA" dir="rtl">הלך</span> &#8220;halach&#8221;, &#8220;gehen&#8221; und bezeichnet die Regeln für den Lebensweg, im weitesten Sinn das religiöse Gesetz).</p>
<p>Sowohl im palästinischen als auch im babylonischen Talmud fehlt der Traktat Avot. Es gibt also keine Gemara. &#8220;Gemara&#8221;, von <span class="hebrEA" dir="rtl">גמר</span> &#8220;gmar&#8221;, im babylonischen Aramäisch &#8220;vollenden&#8221;, auch &#8220;lernen&#8221;, meint die Vervollständigung der Mischna durch die Auslegung der rabbinischen Gelehrten. Mischna und Gemara zusammen ergeben den Talmud.</p>
<div class="hr1">
<hr /></div>
<p>Die &#8220;Sprüche der Väter&#8221; in Hebräisch und deutscher Übersetzung finden Sie auf <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="http://www.talmud.de/tlmd/mischnah-awot-kapitel-1/">talmud.de</a>.</p>
<p>Zum Durchblättern und Hören: <img decoding="async" src="/bilder/ff.gif" alt="" width="11" height="10" /> <a href="https://archive.org/details/sayingsofthejewi00unknuoft/mode/2up">Sayings of the Jewish fathers: comprising Pirqe Aboth in Hebrew and English, with notes and excursuses, Cambridge 1897</a>.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
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			</item>
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		<title>Wenn Würmer in den Kirschen nisten &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 09:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[koscher]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>
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					<description><![CDATA[Jetzt ist Kirschenzeit. Hier im Burgenland, nahe Eisenstadt, gibt es den wunderschönen Kirschblüten-Radweg, die Bäume blüh(t)en prächtig (die eigentliche Kirschblüte ist schon vorüber) und auch auf den Märkten erhält man allerorts &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist Kirschenzeit. Hier im Burgenland, nahe Eisenstadt, gibt es den wunderschönen Kirschblüten-Radweg, die Bäume blüh(t)en prächtig (die eigentliche Kirschblüte ist schon vorüber) und auch auf den Märkten erhält man allerorts die leckeren Früchte aus der Familie der Rosengewächse.</p>
<div id="mittig3c">
<ul id="bildchen4">
<li><a data-rel="lightbox-gallery-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title=""  href="https://der-transkribierer.at/bilder/kirschen01GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/kirschen01.jpg" width="150" height="150" alt="Dienstliche Radtour zum Kirschblütenweg ;)" /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title=""  href="https://der-transkribierer.at/bilder/kirschen02GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/kirschen02.jpg" width="150" height="150" alt="Noch: Kirschen ohne Würmer ..." /></a></li>
<li><a data-rel="lightbox-gallery-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" data-magnific_type="gallery" title=""  href="https://der-transkribierer.at/bilder/kirschen03GR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://der-transkribierer.at/bilder/kirschen03.jpg" width="150" height="150" alt="Kirschen am Markt ..." /></a></li>
</ul>
</div>
<div class="clearfix">&nbsp;</div>
<p>Nun mag aber etwas die Freude des Kirschenessens trüben, nämlich die Würmer, die sich nur allzu gern in den Kirschen einnisten …<br />
Und genau diese Würmer sind es auch, die eine Kirsche im Judentum zum verbotenen Lebensmittel machen (<span lang="en" xml:lang="en">Update, 13.06.2011</span>: so sie nicht aufgemacht und untersucht werden, <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/wenn-wuermer-in-den-kirschen-nisten/#comment-1781" title="Interner Link nach unten zu den Kommentaren">siehe Kommentare</a>). Mit anderen Worten: Kirschen gelten nur so lange als rituell in Ordnung und im weiteren Sinn als koscher, solange sie wurmfrei sind (Mit Ausnahme von vier Heuschreckenarten sind alle Reptilien, Amphibien, Würmer und Insekten unreine Tiere)!</p>
<p>Ein sehr schöner Merksatz hat sich mir dabei gut eingeprägt: </p>
<p class="centeredGR"><strong>Kirschen bis Korach</strong></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.hagalil.com/judentum/torah/wochenabschnitt/korach.htm" title="Externer Link zu 'hagalil.com...'">Korach</a>&#8221; (4. Buch Mose &#8211; Numeri &#8211; 16,1-18,32) ist jener Leseabschnitt der Tora (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parascha" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Parascha</a>), der heuer am Schabbat, dem 25. Juni, also in knapp 2 Wochen, gelesen wird! Bis zu diesem Datum also dürfen Sie noch gefahrlos Kirschen genießen, danach müssten Sie die Kirschen schon genau untersuchen, um zu klären, ob es sich Würmer in ihnen wohnlich gemacht haben ;)</p>
<p>Ob der Spruch &#8220;Kirschen bis Korach&#8221; in der jüdischen Gemeinde Eisenstadt früher auch bekannt war, vermag ich nicht zu beurteilen, die Würmer in den Kirschen waren jedenfalls sehr wohl schon ein Thema kurz nach Schavu&#8217;ot:</p>
<blockquote><p>Bald nach Schowuoth ist das Schuljahr zu Ende: die Gasse wird leerer, denn die Kinder vom Lande fahren nach Hause. Noch eine Pflicht haben sie sozusagen zu erfüllen: den ersten Wurm in den Kirschen zu suchen und zu finden. Wer die erste wurmige Kirsche zum Rabbiner bringt, erhält vom Tempelvorsteher 10 kr. ausbezahlt; in der Gasse aber wird verrufen, dass unaufgemachte Kirschen von nun an &#8220;osser wie cahser&#8221; (verboten wie Schweinefleisch) sind [&#8230;]</p></blockquote>
<p><cite>Fürst A., Sitten und Gebräuche einer Judengasse, Székesfehérvar 1908</cite></p>
<p>PS: Heißt es im Judentum &#8220;Kirschen bis Korach&#8221;, so hört man &#8211; zumindest in unserer Region &#8211; oft den Spruch: &#8220;Die Maikirschen (also die ersten Kirschen) haben keine Würmer&#8221;.<br />
<div class="clearfix">&nbsp;</div></p>
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