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	Kommentare zu: Genisa-Grab in Kobersdorf &#8211; 20. April 1938	</title>
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	<description>Leiden und Freuden eines Inschriftentüftlers.</description>
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		<title>
		Von: Simon-Goldberger-Preis &#8211; Der Transkribierer		</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-13846</link>

		<dc:creator><![CDATA[Simon-Goldberger-Preis &#8211; Der Transkribierer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 12:43:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Wenn ich mir einen Preis aussuchen dürfte, würde ich wohl den Simon-Goldberger-Preis wählen, weil der Namensträger dieses Preises für mich naheliegender Weise eine ganz besondere Bedeutung hat (siehe: &#8220;Genisa-Grab in Kobersdorf&#8220;). [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Wenn ich mir einen Preis aussuchen dürfte, würde ich wohl den Simon-Goldberger-Preis wählen, weil der Namensträger dieses Preises für mich naheliegender Weise eine ganz besondere Bedeutung hat (siehe: &#8220;Genisa-Grab in Kobersdorf&#8220;). [&#8230;]</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: avner shuam		</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-12791</link>

		<dc:creator><![CDATA[avner shuam]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2021 14:58:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[1938 gab es in Kobersdorf 60 Torarollen. In einer gefährlichen Operation wurden 47 koschere Thorarollen an Schiff Shuhl in Wien übergeben. Die restlichen 13 wurden auf dem Friedhof beigesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1938 gab es in Kobersdorf 60 Torarollen. In einer gefährlichen Operation wurden 47 koschere Thorarollen an Schiff Shuhl in Wien übergeben. Die restlichen 13 wurden auf dem Friedhof beigesetzt.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Carole Vogel		</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-12786</link>

		<dc:creator><![CDATA[Carole Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 11:47:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Very interesting work! I look forward to reading about what you find next.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Very interesting work! I look forward to reading about what you find next.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ruth Patzelt		</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11148</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ruth Patzelt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2019 20:45:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Alles sehr interessant! Ich bin auch sehr oft dort.
Hoffentlich findet sich noch der fehlende Teil.
Danke!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles sehr interessant! Ich bin auch sehr oft dort.<br />
Hoffentlich findet sich noch der fehlende Teil.<br />
Danke!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes Reiss		</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11147</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes Reiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2019 19:15:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11146&quot;&gt;Johannes Reiss&lt;/a&gt;.

und noch ein PS, weil es wirklich unverständlich ist: Warum war es nicht möglich, jemanden bei diesen Arbeiten beizustellen, der den Wert eines solchen Grabsteins erkennt? Geld ist ja wirklich genug geflossen in das Projekt... Der Grabstein hat kein Nummerntaferl, sodass sicher niemand mehr weiß, wo genau der Stein, und eben das Grab sehr wahrscheinlich, sich befand am Friedhof. 
Es ist ja zudem nicht eines von vielen, sondern wirklich das einzige Genisagrab in Österreich (neben dem 1987 angelegten am Zentralfriedhof Tor IV).
Da würd ich mir wirklich einen wesentlich achtsameren Umgang wünschen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11146">Johannes Reiss</a>.</p>
<p>und noch ein PS, weil es wirklich unverständlich ist: Warum war es nicht möglich, jemanden bei diesen Arbeiten beizustellen, der den Wert eines solchen Grabsteins erkennt? Geld ist ja wirklich genug geflossen in das Projekt&#8230; Der Grabstein hat kein Nummerntaferl, sodass sicher niemand mehr weiß, wo genau der Stein, und eben das Grab sehr wahrscheinlich, sich befand am Friedhof.<br />
Es ist ja zudem nicht eines von vielen, sondern wirklich das einzige Genisagrab in Österreich (neben dem 1987 angelegten am Zentralfriedhof Tor IV).<br />
Da würd ich mir wirklich einen wesentlich achtsameren Umgang wünschen!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Johannes Reiss		</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11146</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes Reiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2019 19:05:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11145&quot;&gt;Alfred Lang&lt;/a&gt;.

Lieber Alfred,
danke! :-) Also zunächst ist es so, dass die 2. Zeile der sehr kurzen (noch vorhandenen) Inschrift am Grabstein eigentlich nur wirklich verständlich ist, wenn man die zeithistorischen Umstände auch kennt. Eben, dass Rabbiner Goldberger an diesem 20.4. (welch Un-Datum!) weggeschleppt und misshandelt wurde... 

und ich hab natürlich auch darüber nachgedacht was die kurze Zeitspanne, die blieb, betrifft: Also grundsätzlich ist es ja immer so, dass am Grabstein, und eben auch auf dem Genisagrabstein, nicht das Datum steht, wann der Grabstein aufgestellt wurde, sondern natürlich das Datum, wann begraben wurde. Und das war der 20. April eben. Die paar sich noch in Kobersdorf befindlichen Juden hatten - streng genommen - etwas mehr als 1 Monat Zeit, den Grabstein anzufertigen. Das konnten sie aber nicht wissen und haben sich mit Sicherheit extrem beeilt, wenn ich es so formulieren darf.

Dazu muss man sagen, dass - wie ich im Artikel schrieb - sehr oft Genisagräber (in Deutschland, wohl auch in Österreich) gar nicht bezeichnet wurden, also ohne Grabstein belassen wurden. In Kobersdorf wollte man aber einen Grabstein machen und dieser zeigt einen eindeutigen Befund: Kein teurer Stein, sondern sogar im Gegenteil, der nächste billige, den man zur Hand hatte und die Inschrift ist glasklar eine schnell geschriebene kurze Inschrift (so sie nicht länger ist, was wir nicht sicher wissen). Und ich habs auch im Blogartikel geschrieben, der Gravurfehler in Zeile 3, der absolut offensichtlich ist, weil das Wort so keinen Sinn hat, deutet auch auf schnell schnell hin. Also ja, es war möglich, eine solche Inschrift auf einem solchen Stein in ein paar Tagen maximal anzufertigen, gar keine Frage. Auch die oben erwähnte Zeile 2 ist zwar völlig verständlich, aber ich bin sicher, dass man eine etwas bessere Formulierung finden hätte können, wenn etwas mehr Zeit gewesen wäre...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11145">Alfred Lang</a>.</p>
<p>Lieber Alfred,<br />
danke! :-) Also zunächst ist es so, dass die 2. Zeile der sehr kurzen (noch vorhandenen) Inschrift am Grabstein eigentlich nur wirklich verständlich ist, wenn man die zeithistorischen Umstände auch kennt. Eben, dass Rabbiner Goldberger an diesem 20.4. (welch Un-Datum!) weggeschleppt und misshandelt wurde&#8230; </p>
<p>und ich hab natürlich auch darüber nachgedacht was die kurze Zeitspanne, die blieb, betrifft: Also grundsätzlich ist es ja immer so, dass am Grabstein, und eben auch auf dem Genisagrabstein, nicht das Datum steht, wann der Grabstein aufgestellt wurde, sondern natürlich das Datum, wann begraben wurde. Und das war der 20. April eben. Die paar sich noch in Kobersdorf befindlichen Juden hatten &#8211; streng genommen &#8211; etwas mehr als 1 Monat Zeit, den Grabstein anzufertigen. Das konnten sie aber nicht wissen und haben sich mit Sicherheit extrem beeilt, wenn ich es so formulieren darf.</p>
<p>Dazu muss man sagen, dass &#8211; wie ich im Artikel schrieb &#8211; sehr oft Genisagräber (in Deutschland, wohl auch in Österreich) gar nicht bezeichnet wurden, also ohne Grabstein belassen wurden. In Kobersdorf wollte man aber einen Grabstein machen und dieser zeigt einen eindeutigen Befund: Kein teurer Stein, sondern sogar im Gegenteil, der nächste billige, den man zur Hand hatte und die Inschrift ist glasklar eine schnell geschriebene kurze Inschrift (so sie nicht länger ist, was wir nicht sicher wissen). Und ich habs auch im Blogartikel geschrieben, der Gravurfehler in Zeile 3, der absolut offensichtlich ist, weil das Wort so keinen Sinn hat, deutet auch auf schnell schnell hin. Also ja, es war möglich, eine solche Inschrift auf einem solchen Stein in ein paar Tagen maximal anzufertigen, gar keine Frage. Auch die oben erwähnte Zeile 2 ist zwar völlig verständlich, aber ich bin sicher, dass man eine etwas bessere Formulierung finden hätte können, wenn etwas mehr Zeit gewesen wäre&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Alfred Lang		</title>
		<link>https://der-transkribierer.at/religion-und-kultur/genisa-grab-in-kobersdorf/#comment-11145</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alfred Lang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2019 18:53:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Toller Fund, Johannes! 

Zeitlich würde es passen: Nach Hausensteiner begannen die Vertreibungen in Kobersdorf drei Tage vor dem Pesachfest 1938, also am 13. April 1938, als ein erster Teil der Juden aus Kobersdorf auf einen offenen LKW verladen und nach Wien gebracht wird. 

Die anderen werden in den kommenden Wochen nach und nach in Gruppen von zehn bis fünfzehn Personen durch örtliche SA ebenfalls mit Lastwägen abtransportiert. 

Am 20. April erfolgte die Misshandlung und Abschiebung von Rabbiner Goldberger über die Grenze nach Ungarn. 

Es gab also am 20. April, dem Tag der auf dem von dir gefundenen Stein genannt wird, noch jüdische Einwohner in Kobersdorf. Spricht viel für deine Vermutung, dass die Thorarollen/-fragmente noch schnell begraben wurden. Allerdings: Kann man in der kurzen Zeit von einer Woche und unter diesen Umständen einen solchen Grabstein inkl. Gravur anfertigen lassen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Toller Fund, Johannes! </p>
<p>Zeitlich würde es passen: Nach Hausensteiner begannen die Vertreibungen in Kobersdorf drei Tage vor dem Pesachfest 1938, also am 13. April 1938, als ein erster Teil der Juden aus Kobersdorf auf einen offenen LKW verladen und nach Wien gebracht wird. </p>
<p>Die anderen werden in den kommenden Wochen nach und nach in Gruppen von zehn bis fünfzehn Personen durch örtliche SA ebenfalls mit Lastwägen abtransportiert. </p>
<p>Am 20. April erfolgte die Misshandlung und Abschiebung von Rabbiner Goldberger über die Grenze nach Ungarn. </p>
<p>Es gab also am 20. April, dem Tag der auf dem von dir gefundenen Stein genannt wird, noch jüdische Einwohner in Kobersdorf. Spricht viel für deine Vermutung, dass die Thorarollen/-fragmente noch schnell begraben wurden. Allerdings: Kann man in der kurzen Zeit von einer Woche und unter diesen Umständen einen solchen Grabstein inkl. Gravur anfertigen lassen?</p>
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