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	Kommentare zu: Flaschner Josef &#8211; 16. Oktober 1917	</title>
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	<description>Leiden und Freuden eines Inschriftentüftlers.</description>
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		Von: Chaya-Bathya (Claudia) Markovits		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chaya-Bathya (Claudia) Markovits]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2017 06:08:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Zeitungsmeldung, in der Josef Flaschner genannt wird: 

Jüdische Presse (Berlin), 16. Jg., Nr. 44 (1885), S. 445:

Eisenstadt, 23. Oktober. (Orig.-Corr.) Nach einer viele Jahrhunderte alten Einrichtung werden die Thore der hiesigen Judengasse an Sabbat und Festtagen abgesperrt, um auch so die Entweihung des Sabbats in Schranken zu halten. Diese Einrichtung wurde vor drei Jahren dadurch gestört, daß ein Nichtjude, welcher ein Haus in der Judengasse kaufte und sich auch dort etablirte, dagegen Protest einlegte, indem er darin eine Störung seines Geschäftes sah. Alle Bemühungen des Gemeindevorstandes scheiterten an dem Starrsinn des genannten Hausbesitzers. Die Judengasse mußte am Sabbat offen bleiben, und am Jom Kippur vor drei Jahren war es das erste Mal, daß derselbe, den Juden zum Trotze, einen Wagen mit größtmöglichem Geräusche mehrmals durch die Gasse fahren ließ. Seit jener Zeit war das Bestreben unseres Herrn Rabbiners darauf gerichtet, das Haus wieder in jüdischen Besitz zu bringen, und endlich wurde dieser Wunsch erfüllt. Durch den plötzlich eingetretenen Tod des genannten Hauseigenthümers wurde das Haus veräußert, und nun wurde kein Geld geschont, um das Haus in den Besitz des früheren Eigenthümers gelangen zu lassen. Ein hervorragendes Mitglied unserer Gemeinde, Herr Josef Flaschner, brachte das Haus käuflich an sich, nachdem der Herr Rabbiner in einer herrlichen Rede die Gemeindemitglieder aufgefordert, alles Mögliche beizutragen, um die Gasse wieder am Sabbat schließen zu können. Am letzten Sabbat war dies das erste Mal wieder der Fall.

S. Goldberger

http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/zoom/4813338]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Zeitungsmeldung, in der Josef Flaschner genannt wird: </p>
<p>Jüdische Presse (Berlin), 16. Jg., Nr. 44 (1885), S. 445:</p>
<p>Eisenstadt, 23. Oktober. (Orig.-Corr.) Nach einer viele Jahrhunderte alten Einrichtung werden die Thore der hiesigen Judengasse an Sabbat und Festtagen abgesperrt, um auch so die Entweihung des Sabbats in Schranken zu halten. Diese Einrichtung wurde vor drei Jahren dadurch gestört, daß ein Nichtjude, welcher ein Haus in der Judengasse kaufte und sich auch dort etablirte, dagegen Protest einlegte, indem er darin eine Störung seines Geschäftes sah. Alle Bemühungen des Gemeindevorstandes scheiterten an dem Starrsinn des genannten Hausbesitzers. Die Judengasse mußte am Sabbat offen bleiben, und am Jom Kippur vor drei Jahren war es das erste Mal, daß derselbe, den Juden zum Trotze, einen Wagen mit größtmöglichem Geräusche mehrmals durch die Gasse fahren ließ. Seit jener Zeit war das Bestreben unseres Herrn Rabbiners darauf gerichtet, das Haus wieder in jüdischen Besitz zu bringen, und endlich wurde dieser Wunsch erfüllt. Durch den plötzlich eingetretenen Tod des genannten Hauseigenthümers wurde das Haus veräußert, und nun wurde kein Geld geschont, um das Haus in den Besitz des früheren Eigenthümers gelangen zu lassen. Ein hervorragendes Mitglied unserer Gemeinde, Herr Josef Flaschner, brachte das Haus käuflich an sich, nachdem der Herr Rabbiner in einer herrlichen Rede die Gemeindemitglieder aufgefordert, alles Mögliche beizutragen, um die Gasse wieder am Sabbat schließen zu können. Am letzten Sabbat war dies das erste Mal wieder der Fall.</p>
<p>S. Goldberger</p>
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